• #1

Mutterschaft ohne direkten Kinderwunsch?

Hallo zusammen,
Aufgrund einer interessanten Diskussion heute Nachmittag würde mich mal die Meinung von euch allgemein bzw der ein oder anderen interessieren, auf die das zutrifft:

Kann man sich auch ohne den berühmten "bewussten" Kinderwunsch auf eine Mutter/Vaterschaft einlassen und damit vollauf glücklich werden, auch wenns eigentlich garnicht ins Leben gepasst hat?

Zur Erklärung: Ich habe diesen berühmten, alles überschattenden Kinderwunsch, von dem viele Frauen gerne reden, nicht und habe daher mein Leben bisher eher Kinderunfreundlich gestaltet. Ich habe keine Ahnung wie sich das anfüht. Ob es noch kommt oder ob mich die Natur da einfach ausgelassen hat.
Die Entscheidung pro/contra Familie würde daher absolut objektiv und sachlich fallen. Allerdings stellt sich die Frage langsam, da mein Freund in naher Zukunft gerne Vater werden möchte.

w30
 
  • #2
Oh, interessant! Ich bin gespannt, was andere dazu schreiben. Mir geht es mit 34 ähnlich wie dir. Ich mag die Kinder meiner Freunde, aber mir fehlt auch nichts ohne Kinder und ich frage mich, ob ich dann eine gute Mutter wäre. Oder ob ich vielleicht auf Kinder verzichten sollte, wenn der Wunsch gar nicht wirklich in mir brennt. Dass es mit der Zeit noch kommt, denke ich bei mir langsam nicht mehr; es war eher mal eine Phase mit mehr Kinderwunsch vorhanden.
Ich stelle mir einzelne Dinge schön vor, z.B. meinem Kind vorlesen, oder Eigenschaften meines Partners in ihm wiederentdecken; es würde mich generell interessieren, wie sich die Gene so mischen. Aber für Babys konnte ich mich noch nie begeistern und ich habe als Introvertierter sehr gern auch meine Ruhe und brauche viel Zeit für mich.
Bei mir macht eher mein Umfeld langsam Druck, fragt immer nach, wann und ob denn. Daher denke ich schon darüber nach, aber eben nicht mit einem sehnsuchtsvollen Herzen, sondern eher pragmatisch. Ärgere ich mich später ohne Kinder? Oder nicht? Im Alter ist es sicher schön mit Enkeln, aber will ich aus diesem Grund Kinder haben? Meine Freiheiten aufzugeben was Reisen u.ä. betrifft, würde mich auch schwer fallen. Ich weiß, das klingt für viele egoistisch, aber es ist bei mir auch ein Abwägen. Mein Partner ist da noch locker, aber eben auch sieben Jahre jünger.
Ich denke, wenn ein Kind dann da ist, kommt bei vielen ein Hormonumschwung und man kann es sich anders nicht mehr vorstellen. Aber auch da gibt es Gegenbeispiele.
 
  • #4
Ich würde es in so einem Fall ein bisschen vom Partner abhängig machen. Offensichtlich hat er ja Kinderwunsch...ergo könntet ihr ja ausmachen dass bei Familiengründung dann er die Elternzeit nimmt und primäre Bezugsperson fürs Kind ist. Ich finde solchen Rollentausch erfrischend, gut fürs Kind und bei zuverlässigem und fuersorglichem Partner würde ich unter diesen Vorzeichen vllt auch ein Kind machen, wenn absehbar ist, dass die Verantwortung nicht zum Grossteil bei der Frau liegt..wie heute ja doch noch oft.
 
  • #5
Ich bin auch grad in einer ähnlichen Situation. Mein Partner und ich haben auch schon darüber gesprochen. Bis vor 2 Jahren konnte ich mir das mit einem Kind gar nicht vorstellen. Mittlerweile kann ich mir es schon vorstellen. Aber so einen ausgeprägten Kinderwunsch habe ich auch nicht. Ich sagte zu ihm das ich mir das grundsätzlich schon vorstellen kann aber erst in 2-3 Jahren.
Ich werde in ein paar Tagen 31.
Ich kenne kenne 2 Frauen die nie Kinder haben wollten und dann ist es doch passiert. Und beide lieben ihre Kinder sehr und können es sich gar nicht mehr ohne vorstellen. Die sind mit ihrer Aufgabe gewachsen.
Die frage ist kannst du dir es denn grundsätzlich vorstellen? Oder bist du eher dagegen?
 
  • #6
Zur Erklärung: Ich habe diesen berühmten, alles überschattenden Kinderwunsch, von dem viele Frauen gerne reden, nicht
Ich glaube, das mit dem alles überschattenden Wunsch ist tendenziell problematisch - dann stellt sich schnell die Frage, was das Kind denn für die Mutter "leisten" muss. Ob es dann einfach Kind sein darf, oder ob es zur seelischen Stabilisierung der Mutter dient und deshalb eine Wahnsinnsaufgabe schultert, das es eigentlich nicht leisten kann. Und ich glaube nicht, dass einen ein alles überschattender Wunsch unbedingt zur guten Mutter macht. Aber wenn man "irgendwie so" zum Kind kommt, macht es einen auch nicht zu einer schlechten und bedeutet auch nicht, dass man nicht gut in die Rolle reinwächst.
Vom Umfeld würde ich mich nicht beeindrucken lassen und ich finde es nicht egoistisch, wenn du kein Kind möchtest.
Aber ich frage mich, was dich unsicher macht und du hier nachfragst. Ob du vielleicht doch eins möchtest und es dir vielleicht nicht zutraust, weil der Wunsch bei dir nicht alles "überschattet“? Das muss er nicht - für das Kind wäre das eher von Vorteil!
 

Laleila

Cilia
  • #7
Hallo @Lynnea,
eine meiner Freundinnen war vor 23 Jahren in einer vergleichbaren Situation.
Ohne diesen inneren Drang Mutter werden zu wollen, entschied sie sich mit 24 Jahren, sehr sachlich, für die Mutterschaft und wurde damit glücklich.
Die Grundvorraussetzungen waren alle gegeben, stabile Beziehung, zwei gute, sichere Einkommen, eigenes Haus, ein Partner der Kinder möchte.

Ich selbst versuchte es, bis ich 33 war. Trotz mehrerer IVFs es klappte es nie bis zur Geburt. Obwohl es emotional und körperlich sehr schmerzhaft war, bin ich heute gar nicht so unglücklich darüber, keine Mutter zu sein.

Meine Neffen hatte ich schon ab dem 6. Lebensmonat für mehrere Tage und auch hin und wieder 2 oder 3 Wochen am Stück bei mir. Und obwohl ich sie heiss und innig liebe, und mich immer total freue, sie (mittlerweile 9 und 17) bei mir zu haben, schreie ich jedes mal erlöst: "freiiiii" wenn sie, nach einem mehrtägigen Besuch, wieder abreisen.
Nagut, beim Großen nicht mehr, der ist so entspannt, dass er auch einziehen dürfte.

Was ich in dem vielen Jahren über mich lernte: Nein, mich entschädigt kein Kinderlachen dauerhaft für den Schlafmangel. Ich kann und will mich auch nicht jahrelang, mehrere Stunden tagtäglich, mit Kindern beschäftigen.

Mein eigener Anspruch an die Rolle des Erziehungsberechtigten ist derart hoch, dass ich viel mehr aufgeben müsste, als ich auch nur ansatzweise bereit dafür bin, sie ausreichend zu füllen.
Für ein paar Tage oder auch mal 2 Wochen (wobei das schon meine letale Dosis ist) gern. Aber immer? Rund um die Uhr? Nein, nicht ich. Leider um ehrlich zu sein.

Letztlich bist Du, ohne den Mutterschaftsdrang, in der Position wo es auf die Frage ankommt, was Du bereit bist aufzugeben.
Als Mutter ist man unwiderruflich an die Pflicht und das Kind gebunden. Willst Du das?

Heute weiß ich, dass ich das eigentlich nie wollte. Ich liebe die Freiheit meine Freizeit ohne Verpflichtungen gestalten zu können, auszuschlafen oder auch mal einfach nur nichts zu tun. Spontan mit einer Freundin ein paar Tage zu verreisen, mein Haus nicht kindersicher gestalten zu müssen, Urlaube nicht von unabhängig von Ferienzeiten zu gestalten, 3 Stunden im Zuber zu entspannen ohne ein schlechtes Gewissen oder Sorgen ums Kind zu haben.... und die absolute Stille hier im Haus genießen zu können.

Anderen Frauen ist dies alles weniger wert als ein Kinderlachen. Mir nicht.
Und Dir @Lynnea?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #8
Geht mir bis jetzt genauso. Ich mag Kinder, sie sind wirklich zuckersüß, ich stelle mir es auch schön vor Mutter zu sein, aber vermisse das alles gerade nicht. Es spricht rein theoretisch nichts dagegen, aber dieser Wunsch, dass ich unbedingt ein Kind haben muss, ist bis jetzt noch nicht aufgekommen..
Da stellt sich mir auch langsam die Frage, ob ich es später bereuen könnte keines zu haben, oder ob ich als Mutter unglücklich wäre, weil es kein Herzenswunsch von mir war/ist.
 
  • #9
Wie in den anderen Threads nur umgekehrt, nein Dein Freund sollte sich eine Frau suchen, die ebenfalls einen Kinderwunsch hat.

Kein Stück eine Antwort auf meine Frage, aber keine Sorge: Macht er nicht. Er will nicht irgendeine, sondern mich! Trotz dessen er klar weiß, dass ich mich noch nicht entschieden habe. ;)

Anderen Frauen ist dies alles weniger wert als ein Kinderlachen. Mir nicht.
Und Dir @Lynnea?

Sehr gute Frage. Das Problem das ich einfach habe ist, dass ich auch Null Bezug zu Kindern habe. Keine im Bekanntenkreis, keine in der Vewandtschaft, daher kann ich das echt nicht sagen. Ich weiß nicht, was ein Kind mir geben/nehmen könnte. Das weiß ich nur aus Erzählungen von Müttern (aber da merkt man eben auch, dass dieser Herzenswunsch oft von Anfang an da war) oder eben den Kids, die in der Öffentlichkeit auffallen. Aber da ist mir natürlich klar, dass man beide Situationen nicht unbedingt als Alltag sehen kann.
Daher steh ich dem Thema Familie gänzlich neutral gegenüber.

Aber ich frage mich, was dich unsicher macht und du hier nachfragst. Ob du vielleicht doch eins möchtest und es dir vielleicht nicht zutraust, weil der Wunsch bei dir nicht alles "überschattet“? Das muss er nicht - für das Kind wäre das eher von Vorteil!

Sehr schöner Denkanstoß! Danke Rabentochter!
 
  • #10
Ich wollte nie Kinder. Man sagte mir auf Grund meiner Krankheit könne ich ohne hin keine Kinder bekommen. Das Schicksal hat anders entschieden. Heute bin ich Mutter und es war gerade am Anfang nicht leicht. Ich möchte meinen Sohn heute nicht mehr missen. Er ist ein wundervoller Mensch und hat mir geholfen mich selber besser kennen zu lernen. Wäre die Ehe mit meinem Mann harmonischer verlaufen, hätte ich vermutlich auch noch mehr bekommen. Das ist aber sicher keine Aufforderung Kinder gegen die eigene Überzeugung zu bekommen. Ich glaube das es wichtig ist, seine Motive für oder gegen Kinder gut zu hinterfragen. Wenn man wirklich keine möchte, dann baden die Kinder am Ende möglicherweise emotional aus, was ihre Eltern nicht auf die Reihe bekommen haben. Nämlich Verantwortung für sich und seine Entscheidungen zu treffen.
 
  • #11
Die Natur lässt nichts aus! Du bist eben von der Gesellschaft, dem Leistungsdruck, dem Karrieredrang, deinen Eltern/deiner Erziehung und Freunden/Männern manipuliert worden.

Wer bekommt denn heute in dieser Gesellschaft noch Kinder? Es wird einem von Männern eingeredet, dass man als Frau weniger Wert ist und später Schwierigkeiten hat, einen Mann zu finden. Das prägt sich doch alles in deinem Unterbewusstsein ein.

Ich hatte auch keinen Kinderwunsch bis ins hohe Alter, einfach deswegen, weil mir das Familienleben in meiner Jugend immer zu eng und streng war. Es gab keine Privatsphäre, ich hatte viel Psycho-Druck und man hatte mehrere Generationen unter einem Dach, dann kamen unzureichende Männer, die sich zu jung fühlten und sich auch so derart unreif benahmen. Ich wollte später meine Zeit alleine verbringen und weg von diesem Müll.

Heute denke ich anders. Würde ich noch mal einen Mann kennenlernen, dann nur einen, der traditionell orientiert denkt und ich würde darauf achten, dass er meine Ziele und Ideen unterstützt.

Ich würde keine Zeit mehr mit einem verschwenden, der nur seine Freizeit mit mir verbringen will oder Sex sucht. Ich denke, wenn man sich auch richtig liebt, und alles klappt, dann will man auch Kinder. Man will im Leben doch irgendwann auch mal hochleveln, oder nicht?
 
  • #12
Ich hatte auch nie einen großen Drang nach Kindern. Kenne kaum Leute, die Kinder haben. Von der Familie gibt es auch keinen Druck oder Erwartungen. Ich bin eher introvertiert und liebe die Ruhe. Lange schlafen finde ich super. Babies und kleine Kinder finde ich uninteressant. Fühle mich intellektuell unterfordert und gelangweilt, wenn ich länger mit ihnen zu tun habe.
Durch meinen Job habe ich täglich Kontakt zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen, so dass hier schon viel abgedeckt ist.
Ich hatte erst spät einen unbefristeten Arbeitsvertrag, so dass Mutterschaft auch Arbeitslosigkeit bedeutet hätte.
Hinzu kam, dass ich nie einen Mann mit aktiven Kinderwunsch kennen gelernt habe. Vielleicht hätte mich einer überreden können. Ob ich dann als Mutter glücklich geworden wäre, bleibt Spekulation.
Wenn ich verliebt war, hatte ich aber schon in den ersten Monaten den Wunsch schwanger zu werden. Das ist wohl reine Biologie.
Heute bin ich glücklich, dass ich keine Kinder habe.
 
  • #13
Ich habe und hatte nie einen Kinderwunsch und bin damit glücklich.
Eine Freundin hat nur ein Kind bekommen weil er es wollte - und als er ging, war sie AE. Er ist der Zuckervater alle 2 WE und sie hat das Kind die ganze Woche. Sie bereut es zutiefst dass sie sich hat weich kochen lassen.
Wenn du keinen hast, lass es bleiben.
Es wird schon schwer genug wenn du zwingend welche willst oder es als deine "Aufgabe als Frau" ansiehst weil es dir die Gesellschaft so einredet.
 
  • #14
Ich finde es sehr traurig, dass es tatsächlich Menschen gibt, die keinen Kontakt zu Kindern haben und auch keine Kinder in der Familie oder in der Bekanntschaft haben.

Früher war das anders. Da kannte man nur Familien mit Kindern, und kinderlose Ehen und Singles waren die Ausnahme.

Eine Frau, die früher gesagt hat sie wolle keine Kinder, wurde als unnormal und egoistisch hingestellt.

Heute werden Frauen die sich mehrere Kinder wünschen als verrückt und unnormal hingestellt.

Man darf als Frau heute nicht einmal mehr sagen, dass man mehrere Kinder haben möchte und 20 Jahre zuhause bleiben möchte!
Da regen sich die Leute auf, dass man ja nichts arbeitet und faul rumsitzt.
Kindererziehung ist heute nichts mehr wert. Kinder werden nach der Geburt in Krippen abgeschoben.

Auch hier im Forum lauter Frauen ohne Kinderwunsch.

Mich schaudert es.
Frauen sind keine weichen, liebevolle und einfühlsame Wesen mehr sondern nur noch harte Karrierefrauen in Hosen.

Ich hätte niemals auf meine Kinder verzichtet. Ich hatte wundervolle Jahre mit ihnen zuhause ohne Zeitdruck und Karrierestress.

Ich hätte gut auf diesen bescheuerten gesellschaftlichen Wandel verzichten können.

Wo Frauen halbe Männer sind. Und nicht einmal mehr mit einem Baby etwas anfangen können.
 
  • #15
Ich finde es sehr traurig, dass es tatsächlich Menschen gibt, die keinen Kontakt zu Kindern haben und auch keine Kinder in der Familie oder in der Bekanntschaft haben.

Früher war das anders. Da kannte man nur Familien mit Kindern, und kinderlose Ehen und Singles waren die Ausnahme.

Eine Frau, die früher gesagt hat sie wolle keine Kinder, wurde als unnormal und egoistisch hingestellt.

Heute werden Frauen die sich mehrere Kinder wünschen als verrückt und unnormal hingestellt.

Man darf als Frau heute nicht einmal mehr sagen, dass man mehrere Kinder haben möchte und 20 Jahre zuhause bleiben möchte!
Da regen sich die Leute auf, dass man ja nichts arbeitet und faul rumsitzt.
Kindererziehung ist heute nichts mehr wert. Kinder werden nach der Geburt in Krippen abgeschoben.

Auch hier im Forum lauter Frauen ohne Kinderwunsch.

Mich schaudert es.
Frauen sind keine weichen, liebevolle und einfühlsame Wesen mehr sondern nur noch harte Karrierefrauen in Hosen.

Ich hätte niemals auf meine Kinder verzichtet. Ich hatte wundervolle Jahre mit ihnen zuhause ohne Zeitdruck und Karrierestress.

Ich hätte gut auf diesen bescheuerten gesellschaftlichen Wandel verzichten können.

Wo Frauen halbe Männer sind. Und nicht einmal mehr mit einem Baby etwas anfangen können.


Uihh..warum soviel Hass.
Wo ist das Problem wenn Frauen Karriere machen und die Welt da draussen verbessern. Und wo ist das Problem wenn Männer sich fürsorglich und Familienfreundlich geben (damit meine ich nicht Geld ranschaffen).
Kinder gibts mehr als genug auf dieser Welt. Gelingende gleichwertige Partnerschaften und stabile Familien selten.

Ich liebe "halbe" Frauen, die im Berufsleben ihren Mann stehen. Und ich liebe "halbe Männer", die ihre fürsorgliche, Familienfreundliche und weiche Seite leben.
 
  • #16
@Süsse65
Wäre es auch möglich einfach auf meine Fragen zu antworten und die Beleidigungen und Unterstellungen zu unterlassen? Davon kann ich nämlich absolut nichts für mich mitnehmen.
Erstens bin ich kein halber Mann und zweitens auch keine Karrierefrau in Hose.
Mir ist es ausserdem völlig egal ob eine Frau zuhause bleibt so lang sie nicht erwartet, dass andere ihre Mutterschaft und Selbstverwirklichung vollständig finanzieren sollen.
Diese Pauschalisierungen und Angriffe unter der Gürtellinie sind absolut niveaulos und dass ich als jüngste (meine Cousinen waren bei meiner Geburt schon über 20) der Familie auf die Welt gekommen bin, ist auch nicht mein Verschulden. Cousine 1 ist mit 29 tödlich verunfallt und Cousine 2 wurde durch eine Krebserkrankung unfruchtbar. Danke.
 
  • #17
Ich hatte damals mit 26 keinen Kinderwunsch, sondern habe meine Jungs zunächst ausschließlich meinem Partner zuliebe bekommen.
Aber was soll ich dir sagen? Ich bin heilfroh, die beiden (mit genau diesem Mann) bekommen und in meinem Leben zu haben, auch wenn sie jetzt erwachsen sind und ihrer Wege gehen.
Auf diese Frage wirst du hier so viele unterschiedliche Antworten bekommen, wie es Schreiber und Schreiberinnen gibt, die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

w, 51
 
  • #18
Mich schaudert es.
Frauen sind keine weichen, liebevolle und einfühlsame Wesen mehr sondern nur noch harte Karrierefrauen in Hosen.

Ach herrje, unter jedem Beitrag zum Thema Familie startest du ein Plädoyer für die “gute, alte Zeit”...so rosarot war das alles aber nicht. Frauen brauchten einen Versorger, Ehemann und Kinder sicherten so gewissermaßen ihr Überleben. Hausfrau und Mutter zu sein wurde ganz einfach von Frauen erwartet und die meisten fügten sich. Ob sie damit dann glücklich wurden, steht auf einem anderen Blatt.

Heute haben Frauen hingegen die Wahl und ich finde es gut, wenn sie sich Gedanken machen, wie @Lynnea es tut. Ich liebe meine beiden Patenkinder abgöttisch, bin aber genauso froh, wieder meine Ruhe zu haben. Wenn ich die Mädels anschaue, frage ich mich ab und an, wie es wohl wäre, auch ein Kind zu haben...und dann sehe ich die Kehrseite der Medaille: Freundinnen, die alleinerziehend sind und sich zwischen Job und Kind aufreiben, die ein behindertes Kind haben, die mit den körperlichen Folgen von Schwangerschaft und Geburt hadern, etc.
Und dann komme ich regelmäßig zu der Erkenntnis, dass es mir all das nicht wert ist. Ob ich es später bereuen werde? Schwer zu sagen. Ich denke, man kann nur das vermissen, was man auch kennt.
 
  • #19
Ich habe diesen berühmten, alles überschattenden Kinderwunsch, von dem viele Frauen gerne reden, nicht
Hallo Lynnea,
ich bin wohl der erste Mann, der etwas zu deinem Thema schreibt.
Lynnea, du bist wohl etwas auf den Zeitgeist reingefallen. Heute wird alles überhöht, nur noch Superlative gelten. So auch bei euch Frauen. In den sechziger und siebziger Jahre haben Frauen einfach Kinder bekommen und ein Leben mit Kinder gelebt. Es hat einfach dazu gehört und den 'alles überschattenden Kinderwunsch' gab es noch nicht.
In meinem Freundeskreis (alle so schlapp über fünfzig) sind nur wenige Frauen Mütter geworden. In anderen Kreisen sind fast alle Frauen Mütter geworden. So kenne ich es aus dem mir bekannten Bundeswehrkreisen. Fast alle Offiziere sind verheiratet und haben Kinder. D.h. glaube ich, dass es für Frauen entscheidend ist wie sie leben ob sie diesen 'alles überschattenden Kinderwunsch' entwickeln oder nicht. Also nichts mit Natur und Wesen der Frau, sondern nur simples peargroup-Verhalten. Da das aber zu simpel ist muss halt ein Überbau geschaffen werden. Welche Frau sagt schon, dass sie Kinder möchte weil ihre Freundinnen auch Kinder haben oder weil es ihrem Lebensumfeld einfach üblich ist.
Trotzdem möchte ich dir Mut machen Kinder zu bekommen, Frauen wie du werden einfach zu den besten Müttern.
m55 ohne Kinder, der allerdings auf Grund des zu frühen Todes seines Bruder, seine Kinder (mit)großgezogen hat.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
So und nun bin ich im hohen Alter Vater geworden. Ich wollte jahrelang definitiv keine Kinder, dann so halblebig und nach der Trennung verschwendete ich keinen Gedanken daran. Jetzt isser da und ich liebe ihn über alles. Ich hab aber auch viel Freiraum und ich stelle mir auch vor, mit Kind viel zu reisen, viele zu unternehmen. Bis jetzt klappt das super. Wenn es so bleibt ist es anders, etwas eingeschränkt, aber nicht viel. Vieles ist möglich einiges nicht mehr. Was ich aber so nicht erwartet habe, ist die unendlich große Liebe ihm gegenüber. Ein für mich unbezahlbares Gefühl. ABER: ich hätte auch ohne gekonnt, und wer weiß was noch kommt -im Positiven, wie im Nreagtiven

M 48
 
  • #21
Ich weiß heute nicht, ob ich den Kinderwunsch nicht hatte, weil ich sowieso nur eine geringe Chance haben sollte schwanger zu werden.
Vielleicht wäre er später noch gekommen.
Aber mein Mann wollte gerne, ich habe Jahre nicht verhütet und mich auf die schlechte Prognose verlassen.
Ich wollte nie Hamsterrad, freier leben und vorallem spontan und nicht völlig fremdbestimmt.
Mein Mann konnte nicht mit Geld umgehen und kurz nach unserem Urlaub platzte eine dicke Bombe, wie schlecht.
Aber aus dem kam ich ungewusst schwanger zurück und später fand man noch die zweite Bohne.
Ich dachte mich tackert einer an die Wand.. ich war ewig voll Panik und sah mich alleinerziehend im Hamsterrad.
Geburt war ein Notkayserschnitt und ich habe die beiden erst am nächsten Tag gesehen.
Völlig verzweifelt wartete ich auf das Glücksgefühl, diese Liebe von denen alle sprachen oder in Filmen zeigten,
Ich hatte sie nicht
2 Tage später gings ihnen auf der Intensivstation nicht gut und da wurde ich Mama.
Ich stand nachts fit auf, Partys ohne mich und völlig uninteressant.
Bald war ich auch alleine mit den Beiden, ohne Kindesunterhalt, festem Zeitplan und seit jetzt 20 Jahren im selben Job.
Und das als Partyurlaubsmaus mit dem Hang zu bungeejumpen, klettern und Backpack...habe nie das Gefühl gehabt, etwas verpasst zu haben,
Und nur jetzr in der Pubertät denke ich manchmal an Babyklappe,
Diese Liebe ist bedingungslos

Nur Liebe FS, es hätte auch anders kommen können oder?
Ich hätte immer die Verantwortung übernommen auch wenn die Liebe nicht so riesig geworden wäre.
Wahrscheinlich wäre es gleich gelaufen.
Nur es gibt genug die ihre Kinder nicht genug lieben und zurück geben, kann man sie nicht,
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #22
Liebe Lynnea

Ich glaube, Frauen ohne diesen verzehrenden Kinderwunsch sind manchmal einfach realistischer.
Ein Kind ist letztlich ein kleiner Mensch, es ist kein Zauberwesen mit magischen Glückseligkeitseigenschaften. Und Muttersein ist kein Idyll, sondern Betreuungs- und Haushaltsarbeit inklusive "Beziehungsarbeit" mit einem neuen, zusätzlichen Menschen, der komplett abhängig von einem ist.
Natürlich glaube ich Müttern, die mit ihren Kindern sehr glücklich sind. Dies sind aber oft auch Mütter, die von den Grosseltern und dem Vater des Kindes sehr unterstützt werden.
Ich hätte niemals auf meine Kinder verzichtet. Ich hatte wundervolle Jahre mit ihnen zuhause ohne Zeitdruck und Karrierestress.
Siehe @Süsse65 . Sie liebte die Zeit als Mutter, eben weil man ihr den wirtschaftlichen Druck abgenommen hat und sie sich um alles in Ruhe kümmern konnte. Vermutlich denkt sie nun, alle Frauen hätten diese Wahl, "ganz Frau" und zuhause zu sein, das finde ich arg undifferenziert.
Allerdings stellt sich die Frage langsam, da mein Freund in naher Zukunft gerne Vater werden möchte.
Ich habe das Vorurteil (basierend auf ein paar Anekdoten), dass Männer, die gerne Vater werden würden, nicht immer das realistischste Bild von dem sie erwartenden Lebensabschnitt haben. Und dann, wenn die brutale Realität mit Milchpumpe und Pupswindel sie erreicht, mal eben in eine existentielle Krise verfallen.
Wenn dein Freund in naher Zukunft Vater werden will und du ihm vielleicht stattgeben willst, dann klärt bitte sehr genau ab, wie er sich das vorstellt. Wie soll die Haushalts- und Einkommenssituation aussehen? Brauchst du Absicherung für diese Zeit? Käme eine Heirat in Frage oder wie möchte er den Familienzusammenhalt mitgestalten, als verantwortlicher Vater? Hatte er schon mal mit Kindern zu tun? Ist er zuverlässig, selbständig, kann er auch mal unter die Arme greifen oder macht er bereits jetzt deutlich weniger als du im Haushalt? Ein Mann ändert sich nicht komplett, nur weil er ein Kind hat.
Kann man sich auch ohne den berühmten "bewussten" Kinderwunsch auf eine Mutter/Vaterschaft einlassen und damit vollauf glücklich werden, auch wenns eigentlich garnicht ins Leben gepasst hat?
Mein Fazit ist, das Kind sollte schon so einigermassen ins Leben passen. Ein kleines Kind zu haben bedeutet gerade am Anfang einen Verlust an Freiheit und Unabhängigkeit, kann finanzielle und emotionale Probleme mit sich bringen, wenn man Wichtiges nicht geklärt hat.
Fazit: Hier besteht doch noch viel Klärungsbedarf. Wenn die Vernunft zum Projekt Kind relativ sorgenfrei ja sagen kann, meldet sich vielleicht auch das (Mutter-)Herz deutlicher.
 
  • #23
Ich finde es sehr traurig, dass es tatsächlich Menschen gibt, die keinen Kontakt zu Kindern haben und auch keine Kinder in der Familie oder in der Bekanntschaft haben.

Früher war das anders. Da kannte man nur Familien mit Kindern, und kinderlose Ehen und Singles waren die Ausnahme.

Eine Frau, die früher gesagt hat sie wolle keine Kinder, wurde als unnormal und egoistisch hingestellt.

Heute werden Frauen die sich mehrere Kinder wünschen als verrückt und unnormal hingestellt.

Man darf als Frau heute nicht einmal mehr sagen, dass man mehrere Kinder haben möchte und 20 Jahre zuhause bleiben möchte!
Da regen sich die Leute auf, dass man ja nichts arbeitet und faul rumsitzt.
Kindererziehung ist heute nichts mehr wert. Kinder werden nach der Geburt in Krippen abgeschoben.

Auch hier im Forum lauter Frauen ohne Kinderwunsch.

Mich schaudert es.
Frauen sind keine weichen, liebevolle und einfühlsame Wesen mehr sondern nur noch harte Karrierefrauen in Hosen.

Ich hätte niemals auf meine Kinder verzichtet. Ich hatte wundervolle Jahre mit ihnen zuhause ohne Zeitdruck und Karrierestress.

Ich hätte gut auf diesen bescheuerten gesellschaftlichen Wandel verzichten können.

Wo Frauen halbe Männer sind. Und nicht einmal mehr mit einem Baby etwas anfangen können.

Hallo Süße
Sorrry aber früher wurden die Frauen alle schwanger weil sie nicht verhüten konnten und nicht weil alle 15 Kinder haben wollten.
Es ist ja toll wenn du die Zeit genossen hast aber als erwachsene Frau darf ich auch sagen dass ich nicht will.
Und das hat gar nichts mit der Gesellschaft zu tun, ich komme aus einer sehr gesunden und kinderreichen Familie und komme mit allen gut aus.
Aber ich wollte es nicht und fertig und das das seit ich 15 bin!
Ich fand z.b. Frauen, die sich nur als Frauen fühlten wenn sie Kinder in die Welt gesetzt hatten, als affig. Ich bin auch ohne Kind ein Vollblutweib!
Und bei mir endeten 2 Beziehungen mit 31 und 33 ( also super alter für Kinder) da die Männer zwingend Kinder wollten aber ich nicht, daran lag es also auch nicht.
Bei einem wäre ich finanziell besser dagestanden als ich es alleine je werde aber ich wollte nicht und fertig. Ich sah mich einfach nicht daheim sitzen...

Leben und leben lassen und nicht nur den eigenen Weg als den einzig richtigen ansehen darf man schon erwarten, oder?
 
  • #24
Liebe FS, dass Ihr "Freund" Ihnen die Höllenqualen von Schwangerschaft und Geburt zumuten will, obwohl das kein tief empfundener persönlicher Herzenswunsch ist, lässt tief blicken! Er möchte Vater werden und dafür sollen Sie leiden, ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Gesundheit und vielleicht sogar Ihr Leben aufs Spiel setzen?! Um mehr Schmerzen als bei einer Geburt zu erleiden muss man einen Menschen lebend verbrennen oder häuten! Das ist etwas, was sich eine Frau definitiv nur dann antun sollte, wenn sie selbst der festen Überzeugung ist, dass ein Reproduktionsprodukt das tatsächlich wert ist.
 
  • #25
Lynnea,

Ich kann es Dir nur aus meiner Sicht sagen, und das ist sehr subjektiv.

Ich hatte eine Mutter, die Familie wollte, aber eigentlich nie Kinder.
Bei mir zeigte es sich dann mit Körperlicher Aggression, später Eifersucht, Manipulationen, etc. Meinen Bruder, immer als Wunschkind postuliert, ignorierte sie vollkommen - auch als weinendes / schreienden Baby. Er bekam nur Aufmerksamkeit, wenn es in schulische Leistungen ging, die endlosen Lernstunde von uns beiden am Familientusch lassen mich kümmert noch schauen. Geliebt hat sie uns nie.

Ich wollte trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen Familie und Kinder, die beiden Geburten gehören zu den größten Glücksmomenten meines Lebens.
Ich habe nicht alles gut gemacht, aber Liebe, Nähe konnte ich immer vermitteln - unsere Bindung ist tief und stabil. Nur mit Familie hat es nicht so geklappt.

Sie sind für mich ein Geschenk, wenn ich heute diese Jungmänner sehe, geht mir das Herz auf.

Aber - es gab so einige Zeiten, da war es richtig schwierig. Es gab auch Zeiten, wo ich mir dachte, ich würde mit diesem Wissen anders entscheiden.

Kinder stellen das Leben auf dem Kopf, und es kommt immer anders als geplant.
Auch heute bin ich immer noch auch als Mama gefragt, auch wenn der "Große" fast 23 ist. Kleine Sorgen / große Sorgen.
Mit der Entscheidung für meine Beiden war das Thema Karriere auf ein Minimalmaß reduziert - Kinderbetreuung rudimentär, keine Großeltern. Mit Ende der Erziehungszeit AE.

Ich würde wieder so entscheiden - aber dieses pseudoromantische Gesülze aus der Mottenkiste der 50er ist unsäglich und trifft das Thema nicht.

Lynnea, ich würde jeder Frau abraten, wenn sie Mutter nicht aus sich heraus werden möchte - nicht aus diesem Überschwang, da werde ich auch hellhörig - aber es braucht die Einstellung
- Ich will, mit allen Konsequenzen.

Kinder verdienen es geliebt zu werden und wirklich als Mensch gewollt und als eigenständiges Wesen akzeptiert.
 
  • #26
Liebe FS, dass Ihr "Freund" Ihnen die Höllenqualen von Schwangerschaft und Geburt zumuten will, obwohl das kein tief empfundener persönlicher Herzenswunsch ist, lässt tief blicken! Er möchte Vater werden und dafür sollen Sie leiden, ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Gesundheit und vielleicht sogar Ihr Leben aufs Spiel setzen?! Um mehr Schmerzen als bei einer Geburt zu erleiden muss man einen Menschen lebend verbrennen oder häuten! Das ist etwas, was sich eine Frau definitiv nur dann antun sollte, wenn sie selbst der festen Überzeugung ist, dass ein Reproduktionsprodukt das tatsächlich wert ist.


Nun denn ist es ja die Hölle auf Erden.

Meine Freundin litt weder in der Schwangerschaft, noch war die Geburt so, wie du es hier schilderst. Sie dauerte nur 3 Stunden und war rel. entspannt - laut Ihrer Aussage zumindest.

Liebe FS. Egal wie Du Dich entscheidest, lass Dich bitte nicht von den extremen Positionen einiger hier leiten, sondern wäge vernünftig ab.
 
  • #27
Frauen sollten sich nicht gegenseitig abwerten, weil sie keine Kinder oder Kinder bekommen.
Ich kann aus meiner Perspektive, (der mit keinem oder zwischendurch geringem Kinderwunsch) sagen, dass es sicher nicht nur egoistische Gründe sind.
Dass man Babys nicht naturgemäß spannend findet, das berichten auch Frauen, die ein Kind bekommen haben.
Dass ich viele Frauen ohne Kind kenne, liegt auch an den Arbeitsbedingungen. An der Uni zB wird man ewig mit unbefristeten Arbeitsverträgen hingehalten, später dann ging das so weiter. Erst mit 42 hatte ich meinen ersten unbefristeten Arbeitsvertrag. Ich brauche kein hohes Einkommen, kein Haus, kein Luxus, um mich für ein Kind zu entscheiden. Karriere interessiert mich auch nicht. Aber wenn ich weiß, ich werde arbeitslos, so wie ich mich für das Kind entscheide, weil dann mein vertrag ausläuft, sind das keine guten Voraussetzungen.
Bei mir kam noch dazu, dass ich bis 40 zehn OPs hinter mir und genug damit zu tun hatte, meine eigene Existenz aufrecht zu erhalten.
Mit Kälte hat das nichts zu tun. Ich war Stiefmutter und habe viel Liebe gegeben und empfangen.
Und der entscheidende Punkt: viele Männer wollen keine Kinder. Soll ich mich als Frau über diesen Wunsch hinweg setzen? Ich hätte es mir nicht zugetraut, ein Kind alleine groß zu ziehen.
Ich finde, die Welt geht nicht davon unter, wenn man keine Kinder hat. Man kann sowohl mit, als auch ohne Kinder ein zufriedenes Leben führen. Unzufriedene Menschen werden auch mit Kind nicht glücklich.
 
  • #28
Lieber @Gast125, meine Geburten waren auch sehr, sehr schmerzhaft, und mir war in den Schwangerschaften bis in den Kreißsaal speiübel.

Nichtsdestotrotz bin ich sehr froh dieses für das Leben meiner Kinder durchgestanden zu haben.

Geburten mit Verbrennen und Häuten zu vergleichen ist wohl vollkommen daneben...

Es gibt Frauen, für die eine Geburt nur wie ein etwas anstrengenderer Bergaufstieg ist. Eine Freundin von mir hat innerhalb von 1-2 Stunden eine Sturzgeburt erlebt, und sie meinte zu mir, dass die Schmerzen nur wie ein etwas stärkerer Menstruationskrampf gewesen sind.
Was habe ich sie beneidet!

Tatsache ist, dass die Sterblichkeitsrate hier äußerst gering ist. Bei Verbrennen und Häuten sieht das doch schon etwas anders aus...

Im übrigen wollte ich hier niemanden persönlich angreifen. Ich liebe Kinder über alles. Von daher könnte es sein, dass meine Ansichten auf viele Frauen hier etwas befremdlich wirken.

Umgekehrt wirkt die Lebensweise vieler Frauen heutzutage auch befremdlich auf mich. Für viele zählt nur noch Karriere, Geld und Luxus, Freiheit und Unabhängigkeit über alles.

Für mich zählen Familie und Menschen die ich liebe einfach alles.

Auf dem Sterbebett hält dir nicht dein tolles Auto die Hand - sondern hoffentlich dein Kind oder ein geliebter Mensch.

Und wenn mir jetzt wieder vorgeworfen wird, ich würde meine Kinder dafür instrumentalisieren (wie schon geschehen)...dann fehlen mir echt die Worte.
 
  • #29
Also diesen alles überschattenden unstillbaren Drang Mutter zu werden hatte ich garantiert nicht.
Auch eine Freundin von mir wollte erst gar kein Kind und hat es nur ihrem Mann zu liebe bekommen.

Meine Kinder sind das Beste in meinem Leben geworden. Sie haben mein Leben bereichert und ich habe mich durch sie in meiner Persönlichkeit ganz anders entwickelt, als ich es ohne es sie getan hätte. Ich bin dem Schicksal sehr dankbar meine Kinder zu haben.

Meine Freundin hat selbst mit dem kleinen Baby Interkontinentalflüge gemacht und es überall mitgenommen. Ihre Tochter ist super pflegeleicht, charmant, aufgeschlossen und vielfältig begabt.
Die Entscheidung kannst Du nur für Dich und gemeinsam mit Deinem Mann treffen.

Wenn Du eine direkte Abneigung dagegen hast ein Kind zu bekommen, ist es wirklich besser keines zu haben. Denn dann leidet nur das Kind. Aber wenn Du es Dir nur nicht zutraust und nicht genau weißt, was da alles auf Dich zukommt. Dann kann man Dir zu diesem Abenteuer Deines Leben raten, da Du mit den Aufgaben wachsen wirst.
Unsicherheit vor neuen Dingen zu haben, ist nichts Schlechtes. Dadurch überlegt man sich alles sehr genau und setzt sich damit auseinander.
 
  • #30
Hallo Lynnea,
Frage Nummer 1, die ich mir stellen würde: Wie wichtig ist mir die Freiheit? Denn mit Kind wirst Du nie wieder frei sein. Nie wieder. Ich habe beispielsweise eine Bekannte, die eine zwölfjährige Tochter hat, die aber immer wieder sagt, dass sie jetzt keine Freiheit mehr habe. Sie sagt das selbst vor ihrer Tochter, um die sie sich im Übrigen aber gut kümmert. Dennoch habe ich den Eindruck, dass sich die Tochter ein ums andere Mal fortwünscht, wenn ihre Mutter das sagt.
Frage Nummer 2, die sich aus 1 ergibt: In welche rechtliche Lebensform würdest Du das Kind bekommen wollen? Ehe oder nicht? Ehe= etwas mehr Sicherheit, aber weniger Freiheit.
ohne Ehe= weniger Sicherheit für die Mama und den Papa, aber autonomeres Handeln möglich. Falls Du es irgendwie für möglich hältst, dass Deine Beziehung irgendwann scheitert, dann musst Du Dir jetzt schon überlegen, mit welcher Rechtsform Du lieber scheiterst.
Das hört sich alles ziemlich krass an, aber Du als erfahrende Foristin kennst die Geschichten, wenn es schiefging. @frei s Geschichte ist so eine, wo die Mutter im Nachhinein über die wilde Ehe froh war und immer noch ist.
Die Gesellschaft wandelt sich nämlich.
Im übrigen wollte ich hier niemanden persönlich angreifen.
Dann war der vorletzte Post von Süsse65 wohl der letzte, der Frauen, die sich nicht felsenfest pro Mutterschaft positionieren, so aggressiv angreift?
Frauen heute haben ganz andere Lasten zu tragen und stemmen oftmals den Lebensunterhalt. Männer ticken heute auch anders als früher. Dass man sich Gedanken über das Leben mit Kindern macht, ist eine Folge dessen. Frauen müssen sich das ganz genau überlegen, ob sie ihrem Mann so weit vertrauen und ob sie im schlimmsten Fall ihr Kind auch alleine aufziehen können. Alles ist im Wandel, die Gesellschaft auch. Frauen von heute kann man nicht mit Frauen von damals vergleichen, meine ich.
 
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