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  • #1

Nach 3 Jahren zusammenwohnen getrennte Wohnungen

Habt ihr Erfahrungen damit? Bei uns läuft es seit ein paar Monaten nicht schön. Ständig Streit, wegen Hausarbeit, kochen, einkaufen...
Und auch sonst kriselt es etwas.
Nun haben wir uns für getrennte Wohnungen entschieden. Ich erhoffe mir damit das wir beide mal über uns nachdenken können, was wir wollen, was unsere Fehler sind. Das er merkt was es heißt sich allein zu versorgen!
 
  • #2
Das ist die Vorstufe von Trennung und zögert das Unvermeidliche nur hinaus.

Wozu soll denn eine Partnerschaft gut sein? Doch wohl, um das Leben gemeinsam zu verbringen. Wenn das offensichtlich nicht möglich ist, zum Beispiel wegen Inkompatibilität oder Unfähigkeit zu Kompromissen, dann muss man eben auch mal der Tatsache ins Auge sehen und erkennen, dass eine Partnerschaft nicht klappt.

Getrennte Wohnungen sind gar nichts. Das ist weder Partnerschaft noch irgendwas, sondern nur ein Rückschritt in Richtung Trennung.

Wenn Ihr es nicht miteinander aushaltet, dann trennt Euch jetzt gleich und seid frei und sucht Euch einen Partner, mit dem das Zusammenleben Spaß bringt. Verplempert nicht Eure Lebenszeit!
 
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  • #3
Ich gebe Frederika recht.
Es bringt nichts. Es hat mit Nähe nicht geklappt. Das verunsichert dich nur noch mehr.

Ich habe mehrmals gepostet zu diesem Thema. Habe so lange gebetet und gehofft. Nun ist er 250 km weit weg gezogen. Angeblich erst mal um nachzudenken, warum es so schwierig ist. Aber nun ist er ganz sicher, er liebt michnicht genügend. Danke nach 3 Jahren.

Alles Gute c/w/47
 
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  • #4
@Fredrika
Trennung stand auch im Raum. Wir wollten es aber noch einmal so probieren.

Und seit das auf dem Tisch ist, läuft es auch gut zwischen uns. Aber wir ziehen das jetzt durch.

Ich kenne Paare, die seit Jahren zusammen sind und nicht zusammen wohnen. Auch verheiratete. Kann klappen, muss es aber nicht.
 
  • #5
@Fredrika
Trennung stand auch im Raum. Wir wollten es aber noch einmal so probieren.

Und seit das auf dem Tisch ist, läuft es auch gut zwischen uns. Aber wir ziehen das jetzt durch.

Ich kenne Paare, die seit Jahren zusammen sind und nicht zusammen wohnen. Auch verheiratete. Kann klappen, muss es aber nicht.

Ist das denn Dein Lebensentwurf? Ist das der Lebensweg, den Du gehen möchtest? Alleine wohnend, alleine in der Wohnung krank sein, in der anderen Wohnung nur Gast sein?

Ist das wirklich Dein Wunsch, so zu leben, oder nur der Strohhalm, an den sich geklammert wird, um eine gescheiterte Partnerschaft doch noch weiterzuführen?

Ich könnte und wollte unter solchen Bedingungen gar nicht leben. Zumindest nicht dauerhaft. Das kann eine Übergangslösung sein, aber nicht das Ziel. Partnerschaft getrenntlebend? Wo ist da der Sinn der Partnerschaft?

Denk mal drüber nach, ob Du nur nicht loslassen und der Trennung ins Auge sehen kannst. Oder ob dies wirklich Dein Wunsch ist. Ich vermute mal nein, sonst wäret Ihr ja gar nicht erst zusammengezogen. Ihr wolltet eine normale Partnerschaft und es klappt nicht. Jetzt gebt Ihr Euch mit weniger zufrieden?

Nein, das ist sinnlos und Trennung in Raten.

Willst Du Dein Leben echt so führen?
 
  • #6
Noch ein anderer Aspekt zum Problem:

Fast immer sind oberflächliche Streitigkeiten über Haushalt nicht das wahre Problem und auch nicht die wahre Ursache der Partnerschaftsprobleme, sondern nur eine Ebene des Alltags, in dem Streitigkeiten leicht an die Oberfläche treten können, weil sie immer für alle Paare genug Reibungspunkte ergeben. Haushaltsstreitigkeiten sind die Arena, in der Partnerschaftsprobleme erst einmal ausgetragen werden -- neben Sexualität und Finanzen, je nach dem, wie das einzelne Paar drauf ist.

Ihr habt es immer hin drei Jahre zusammen ausgehalten, das heißt so inkompatibel könnt Ihr nicht sein. Versucht zu ergründen, woran es wirklich scheitert. Liebt Ihr Euch wirklich noch oder ist es nur Bequemlichkeit oder Gewohnheit oder Angst vor der Trennung? Seid Ihr wirklich kompatibel und verfolgt die gleichen Lebensziele und Frezeitinteressen? Habt Ihr euch noch genug zu sagen? Unternehmt Ihr genug zusammen? Was an der Partnerschaft ist noch gut, was nicht? Werden die Probleme wirklich verschwinden, wenn es den gemeinsamen Haushalt nicht mehr gibt? Wollt Ihr nicht dennoch öfter mal zusammen essen, zusammen übernachten, zusammen wegfahren und ausgehen? Wird es dann wirklich keine Probleme bezüglich Wäsche, Spülen, Aufräumen geben?
 
  • #7
@#3: Das stimmt schon, dass es glückliche Paare gibt, die nicht zusammen wohnen. Allerdings sind das doch wohl meist die
- die noch so frisch zusammen sind oder so weit auseinander arbeiten, dass sie noch nicht zusammengezogen sind
- die aus äußeren Zwängen wie beruflichen Gründen vorübergehend auseinander gezogen sind
- die die Lebensphase der Familiengründung hinter sich haben oder keine Familie gründen wollen und living apart together irgendwie optimal finden

Im geschilderten Fall liegen die Dinge anders: Hier erfolgt das Auseinanderziehen, weil es zusammen nicht klappt, die Gründe liegen in Beziehungsproblemen. Und vor diesem Hintergrund ist es ganz klar ein Rückschritt bezogen auf die Institutionalisierung der Partnerschaft und das gemeinsame Leben, eine Vorstufe von Trennung.
 
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  • #8
Hab ich dazu nicht neulich einen Artikel in einer Zeitschrift gelesen? Bei der geschilderten Geschichten - ob wahr oder erfunden kann ich nicht beurteilen - hat dieses Modell funktioniert. Wenn ihr so die Beziehung frisch haltet, probiert es aus, was kommt weiss sowieso keiner.
 
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  • #9
Ich wünsche Euch viel Glück, aber ich bezweifle, dass das die Beste Entscheidung ist. Wie schaut es aus, mit Vertrauen? Wirst du dich nicht fragen,was er so ohne dich treibt? Ich glaube, es ist eine Trennung auf Raten und heiße diese nicht gut. Hast du denn vielleicht Angst eine richtige Trennung auszusprechen?
 
  • #10
Als Erstes denke ich es ist ein Unterschied ob man noch nicht zusammen gelebt hat oder ob man wieder auseinander zieht. Und ich sehe das auch wie Frederika, dass Putzplan und Haushalt nicht die Ursache für Streit ist. Daran eskaliert vieles, aber die Gründe für Unzufriedenheit liegt woanders. Und wenn ihr euch dem nicht stellt, ist auch das auseinander ziehen nicht von Erfolg gekrönt. Findet lieber raus, was euch unzufrieden macht und was die wirklichen Gründe für eure Streitigkeiten sind, dann müsst ihr auch nichtauseinander ziehen oder klärt zumindest die Situation
 
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  • #11
@Fredrika
Trennung stand auch im Raum. Wir wollten es aber noch einmal so probieren.

Und seit das auf dem Tisch ist, läuft es auch gut zwischen uns. Aber wir ziehen das jetzt durch.

Ich kenne Paare, die seit Jahren zusammen sind und nicht zusammen wohnen. Auch verheiratete. Kann klappen, muss es aber nicht.

Also ich kenne auch Paare, die 2 Wohnungen haben und getrennt wohnen.

Es ist aber schon ein Unterschied, ob man sich aus beruflichen Gründen noch eine zweite Wohnung nimmt (und am Wochenende zurück kommt), oder weil es zu zweit nicht passt.
Für mich wäre das eine andere Form von Auszeit auf Probe, die auch in den allermeisten Fällen zum selben Ergebnis führt - wenn die erste Hälfte der Trennung gemacht ist, ist die zweite auch nicht mehr schwer und reparieren tut sich auf ide Weise gar nichts, wenn man nicht aktiv und konsequent daran arbeitet.
 
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  • #12
Das Leben läuft vorwärts und nicht rückwärts.

"Wir ziehen wieder in getrennte Wohnungen und schauen mal, ob unsere Beziehung dann besser wird" ist meiner Erfahrung nach die Vorstufe zur entgültigen Trennung.

Meistens ist zumindest einer der beiden Partner (unbewußt?) innerlich sowieso schon so weit, dass er/ sie eigentlich die Trennung wünscht, es so aber als "leichter" empfindet diese auch entgültig durchzuziehen.
Man zieht auseinander, findet nach und nach sein eigenes, vom Partner unabhängiges Leben wieder, und irgendwann brauch man "es ist vorbei" nur noch auszusprechen, alles andere ist bereits geregelt...

Es ist der erste Schritt zurück in ein Single-Leben.

w (42)
 
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  • #13
Wir werden sehen wie es läuft.
Es gibt die Möglichkeiten das es klappt oder eben nicht. Aber dann hat man Gewissheit.

Ich für meinen Teil schließe nichts aus.
 
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  • #14
@ 3 Tja ja ... immer diese Situationen in denen es auch Mal so klappt.
Nicht jeder Misthaufen stinkt. Trotzdem ist Mist - Mist.
 
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  • #15
Fragestellerin, Du hoffst,

'... Das er merkt was es heißt sich allein zu versorgen!...'

Du möchtest also, dass er an Dir/der Beziehung festhält, weil er sich nicht so gerne alleine versorgen möchte/kann??
Das als Grundlage für eine Beziehung ist (zu) schwach!

Eure Alltagsstreitigkeiten sind Ausdruck eines tiefer liegenden Problems.
Das die Streitigkeiten nach getroffener Entscheidung zunächst mal abgenommen haben ist natürlich - die Entscheidung hat Druck aus Eurer Situation genommen. Ihr müßt das (nach der Entscheidung) nicht JETZT lösen, auf einmal ist da Zeit ....
Daraus kann man also gar nichts schließen!

Die Entscheidung, NACH drei Jahren, in Sachen Wohnung wieder getrennter Wege zu gehen, ist der Anfang vom Ende. Meist wollen sich das die Beteiligten zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht eingestehen.
 
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