• #1

Nach 5 Jahren keine gemeinsamen Ziele/Pläne - fühle mich leer

Ich w.46 bin jetzt seit über 5 Jahren mit m.56 liiert. Wir leben immer noch in 2 getrennten Wohnungen - in einer Großstadt und ca.30KM von einander entfernt.
Anfangs ließ ich es laufen, wir hatten eine super schöne Zeit mit gemeinsamen Reisen, Ausflügen, guten Sex und schönen Gesprächen. Er wusste von Beginn an, dass ich mir eine Beziehung mit gemeinsamer Wohnung wünsche!

Nach ca.2 Jahren fing es mich jedoch an zu nerven, dass wir uns nur 1x pro Woche gesehen hatten, wenn wir nicht gerade mal übers Wochenende verreist waren. Meist kam er erst Samstag Abend spät vorbei, übernachtete bei mir u.fuhr Mittags nach einem Brunch bei mir wieder nach Hause. Zuhause wartete seine Wohnung auf ihn, die er bis heute sehr aufwändig renoviert und verschönert obwohl es eine Mietwohnung ist. Ausserdem macht er viel Sport und fährt Motorrad. Fazit, nach jetzt über 5 Jahren, läuft es genauso ab wie schon vor 2 und vor 3 Jahren.

Zusammenziehen will er (noch) nicht, weil er schon so viel Geld in seine Wohnung gesteckt hat und diese für uns beide zu klein ist. Er ruft täglich an, aber wir sehen uns nur 1x am Wochenende. Bei mir einziehen will er nicht, da er maximal 5 Minuten zur Arbeit fahren will. Seit über 3 Jahren vertröstet er mich in Punkto zusammenziehen!

Wir haben kaum gemeinsame Freunde, keine Ziele und keine Pläne! Seine Family habe ich maximal 3x getroffen, da sie 500 km entfernt wohnen. Ich fühle mich einfach frustriert. Er dagegen ist glücklich und zufrieden, so wie es ist. Ein WIR Gefühl fehlt einfach!

Von seiner Wohnung habe ich nicht mal einen Schlüssel u. es gibt nichts was ich dort habe, ausser einer Zahnbürste.

Die Blumen, die ich mir ab und zu gewünscht hätte, bringt er seiner verstorbenen Freundin ans Grab - sie starb vor 7 Jahren ganz plötzlich. Das liest sich jetzt vielleicht kleinlich, aber ich fühle mich inzwischen total ungeliebt...von ihr redet er noch sehr oft.

Auf Sex hat er maximal alle 3 Monate Lust und mir fehlt die körperliche Nähe sehr. Er behauptet (obwohl ich die Pille nehme) dass er Angst vor einer möglichen Schwangerschaft hat ( ich bin 46!!!). Kondome lehnt er ab...also gibt es monatelang keinen Sex!

Eigentlich weiß ich selbst was ich zu tun habe.... Ich fürchte, dass es hier nichts mehr zu retten gibt. Über ein paar gut gemeinte Gedanken würde ich mich sehr freuen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Liebe FS, wie hast Du es geschafft, Dich so lange mit diesefür Dich traurigen Situation zufriedenzugeben?
Ob Dein Freund den Tod seiner Exfreundin noch nicht verarbeiten konnte, oder ob er andere Gründe hat...er wünscht sich nicht das, was Du Dir wünscht. Im Grunde habt ihr das, was man eine Langzeitaffäre nennt.
Mit Druck provozierst Du auf seiner Seite nur noch mehr Ausreden / Gründe. Er will nicht, kann nicht, wird nicht. Und wäre es schön, mit ihm zusammenzuleben, wenn Du dann emotional und körperlich genauso wenig von ihm bekommst? Wohl kaum!
Lasse (ihn) los und denke an die schönen Anfangszeiten. Das tat Dir gut und jetzt tut es nicht mehr gut. So ist es manchmal eben...
Viel Kraft und blicke nach vorne :)
Ich weiß, wie schwer das ist. Habe mich vor einiger Zeit selbst nach 14 Jahren Partnerschaft getrennt, weil es schon lange nicht mehr guttat...
 
Z

Zuckertante

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  • #4
Deine Gedanken sind richtig. Bitte sei so schlau und folge Deinem Bauchgefühl. Ohne viele Worte und Tausend Beispielen, das wird nie die Beziehung die Du erhoffst und auch verdient hast. (w 50
 
  • #5
Ein WIR Gefühl fehlt einfach!

Die Blumen, die ich mir ab und zu gewünscht hätte, bringt er seiner verstorbenen Freundin ans Grab - sie starb vor 7 Jahren ganz plötzlich. Das liest sich jetzt vielleicht kleinlich, aber ich fühle mich inzwischen total ungeliebt...von ihr redet er noch sehr oft.

Auf Sex hat er maximal alle 3 Monate Lust und mir fehlt die körperliche Nähe sehr.

Eine Sexbeziehung bist Du also schonmal nicht für ihn...

Ich bin 11 Jahre jünger als er und wünsche mir eine Beziehung zu einer Frau, die altersdistant so zu mir steht, wie Du zu ihm. Mit dieser Frau würde ich dann aber noch gemeinsame Kinder haben wollen.

Wenn dieses Lebensmodell aber irgendwann nicht mehr möglich ist, weil ich erst dann eine passende Frau kennenlerne, wenn ich so als bin, wie er, bzw. wir wie ihr, dann würde ich so vermutlich so wie er keine feste Beziehung, mit gemeinsamer Adresse, mehr haben wollen.

Mir fehlt jetzt schon die gemeinsame Vergangenheit, die mit einer Frau, die ich jetzt erst kennenlerne, nicht habe! Das stört mich sehr!!! Gemeinsame Kinder gleichen das ein wenig aus ....aber wenn diese wegfallen würden ...tja...

Wie lange war er denn mit der Frau, die verstorben ist, zusammen?

Mit Dir kann er nur noch Erlebnisse als Ü50 Jähriger teilen. Das ist was ganz anderes, als die Erlebnisse, wenn man jung, schön und agil ist ...da zählt jedes Lebensjahr das man sich entweder früher, oder später kennenlernt!

V.m45
 
G

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  • #6
Eigentlich weiß ich selbst was ich zu tun habe....

Liebe FS,
dann solltest Du Deine Lebenszeit nicht weiter im Stillstand verplempern und tun, was zu tun ist. Du weißt, dass sich mit dem Mann nichts mehr ändert.
Er will und braucht nicht mehr von Dir - hängt emotional immer noch an seiner verstorbenen Freundin und genießt ansonsten sein Singledasein und hat keine Lust auf Sex mit Dir.
Du bist nur dafür da, dass er täglich etwas persönliche Unterhaltung hat - per Telefon, mehr braucht er nicht und einmal in der Woche verschaffst Du ihm den Komfort einer Wärmeflasche, für Körper und Seele, inkl. Frühstück. Eine Beziehung die das Leben bereichert sieht für mich anders aus und für Dich auch.

Ich hoffe, es hat Dir geholfen, das alles mal aufzuschreiben, um es zu reflektieren und mit Abtsand mal drauf schauen zu können.

Tu' was zu tun ist, denn es geht Dir zunehmend schlechter damit, weil Du ganz andere Bedrüfnisse hast. An seiner Seite wirst Du nur älter mit rapide abnehmenden Chancen auf einen besser passenden Partner.
Greif' zum Telefon, ruf' ihn an, dass er morgen abend nicht kommen braucht und danach auch nie wieder. Morgen ist dann Tag 1 in Deinem neuen Leben. Du kannst damit besser starten, wenn Du die Entscheidung getroffen hast und Dir um ihn sowie Deine unerfüllten Wünsche keine Gedanken mehr machen musst.
 
  • #7
Hallo Nette ( guter Nick :) )
Aus all deinen Beispielen kann ich nicht zwingend schließen, dass er dich nicht liebt ( wenn es auch nahe zu liegen scheint ) oder mit dir nicht länger zusammenbleiben will.
Sicher schließen kann man aber, dass ihr nicht zusammen paßt, dass er ein viel geringeres Nähebedürfnis hat als du.
Ohne Wertung, ihr seid nur verschieden. Er findet es gut, so wie es ist, du nicht, das ist alles.

Meinst du, dass sich alles grundlegend ändern könnte ? So auf Dauer ? Eher nicht, oder ?
Also gibt es zwei Möglichkeiten:
- du bleibst bei ihm und arrangierst dich
- du bist unglücklich, dann solltest du gehen.

w 47
 
G

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Gast
  • #8
Du hast sicher selber gemerkt, dass alles mögliche wichtiger ist: Hobbys (finde ich nicht verkehrt, wenn man die weiter pflegt, allerdings kann das nicht so sein, dass bei einem Hobby - nicht einer Band, die irgendwo Auftritte hat oder sowas, sondern nur Eigenbeschäftigung - so viel Zeit draufgeht, dass für den Partner nichts mehr bleibt)
Die Wohnung.
Der Sport.
Hinzukommt der nicht bewältigte Abschluss mit der alten Beziehung.

Du bist noch jung gegen ihn. Zehn Jahre ist schon ein Stück Zeit. Ich finde, Du vergeudest Deine Zeit in einer Beziehung, die Dir nicht guttut. Was soll da noch anders werden, wenn er es so schön findet? Er gibt vor, wie die Beziehung zu sein hat, Du leidest, aber machst mit. Man trägt immer die Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen, ich musste das selber schon auf ganz bittere Weise für mein eigenes Leben erfahren, weil ich nicht den Mut hatte, für meine Bedürfnisse einzutreten. Die Zeit gibt Dir niemand zurück.
 
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  • #9
Wer weiß, wozu es gut ist, wenn Du Dich trennst. Es ist schlimmer mit so jemanden zusammen zu sein, als alleine. Du ärgest Dich über ihn, wirst oder bist unzufrieden, wirst unglücklich und bewegst Dich keinen Millimeter. Bist Du alleine, trägst Du die Verantwortung für Dich und was in Deinem Leben passiert alleine, so verschiebst Du sie auch zum Teil auf ihn. Ich habe das wie Du auch so erlebt und es wird sich nichts ändern. Er wird sich nicht ändern, denn er hängt noch immer seiner Vergangenheit nach und schätzt die Gegenwart in keinster Weise. Klar, ist es tragisch für ihn, aber es geht um Dich. Es wird Zeit, dass Du auf den Tisch haust. Zieh Dich erst einmal von ihm zurück, ohne es zu beenden, ohne Androhung auf ein Ende. Schau, ob er aufwacht, wenn nicht, dann ziehe die Konsequenzen, trage sie und lebe damit. Mit Sicherheit dann eher in Harmonie mit Dir selbst und die Möglichkeit wieder ein freies Leben zu führen, mit einem Menschen, der Dir und Deinen Vorstellungen eher gerecht wird. Alles Gute für Dich.
 
  • #10
Du schreibst, dass du selber bereits weißt wie es weitergehen wird.
Und es ist auch klar zu sehen. Er renoviert seine Wohnung aufwändig, die für euch beide zu klein ist und freut sich immer wieder dorthin zurückzukehren. Obwohl du ihm seit Jahren signalisierst, dass du gerne mit ihm zusammenziehen würdest, reagiert er nicht darauf.
Er redet oft von seiner verstorbenen Freundin und bringt auf ihr Grab die Blumen, die du dir wünschen würdest, was zeigt, bei wem seine Gedanken und Gefühle sind. Er will seine Situation nicht verändern, weil sie ihm so gefällt wie sie ist.
Für dich bedeutet das, dass sich nichts an eurer Beziehung ändern wird und wenn du das nicht länger hinnehmen willst, wirst du sie beenden müssen.
 
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  • #11
Was Valmont schreibt, klingt wirklich traurig. Man lebt doch nicht in der Vergangenheit sondern in der Gegenwart und Zukunft. Und gemeinsame Erlebnisse kann man sich doch immer schaffen - egal in welchem Alter.
Liebe FS, ich denke auch, du musst dir Gedanken machen, wie DU deine Gegenwart und Zukunft gestalten willst. Du klingst sehr unzufrieden und er scheint mit der Beziehung glücklich zu sein.
Natürlich verliert man irgendwann die rosarote Brille und merkt, dass der Partner nicht perfekt ist. Aber in einer Beziehung sollte das Grundverständnis, wie die Beziehung aussehen soll, schon passen und nicht völlig konträr sein. Ansonsten leidet einer und das bist in dem Fall du.
Ich glaube nicht, dass er sich ändern wird. Du musst jetzt dein Leben in die Hand nehmen und schauen, was du noch vom Leben erwartest. Und wenn eine erfüllte und nahe Partnerschaft wichtig für dich ist, ist er sicher der falsche Mann dafür.
Viel Glück und finde den richtigen Weg für dich!
PS: So, wie er dich behandelt, fühlt man sich doch auch gar nicht begehrt, geliebt, weiblich und verstanden. Für mich wäre das nichts. Ein Mann, der mich nicht wirklich will, ist auch nicht der Richtige für mich.
 
  • #12
Er wird seine Einstellung nicht ändern. Das zeigt sich u.a. daran, dass er eine Wohnung aufwändig renoviert, die für zwei Personen zu klein ist. Er hat nicht vor, da jemals auszuziehen. Auch sein restliches Verhalten spricht eine klare Sprache. Du suchst eine Beziehung, er eine Telefonpartnerin. Das wird nichts mehr und das weißt Du auch. Du bist 46 und nicht tot! Mach Nägel mit Köpfen und verplempere keine wertvolle Lebenszeit mehr mit diesem Mann. Wer weiß, welche wirklich interessierten und interessanten Männer Du schon verpasst hast. Halte nicht an etwas fest, dass Dich mehr verletzt, als das es Dich glücklich macht. Du hast schon viel zu lange gewartet und gehofft. Alles Gute!
 
  • #13
Das zeigt sich u.a. daran, dass er eine Wohnung aufwändig renoviert, die für zwei Personen zu klein ist. Er hat nicht vor, da jemals auszuziehen.
Das würde mich jetzt gar nicht mal so stören, es gibt ja auch gute Paare, die nicht zusammenwohnen. Aber der ganze Rest stimmt ja auch überhaupt nicht, und da schlägt natürlich der Punkt mit der Wohnung auch noch mal drauf.
 
  • #14
Was Valmont schreibt, klingt wirklich traurig. Man lebt doch nicht in der Vergangenheit sondern in der Gegenwart und Zukunft. Und gemeinsame Erlebnisse kann man sich doch immer schaffen - egal in welchem Alter.

Menschen, die ihre Beziehungen nicht von der Jugend in's Alter weiterführen konnten, übersehen geflissentlich, dass hier einer der Schlüssel für eine lange Partnerschaft liegt!

Es gibt unendlich viele Studien und Befragungen von alten Paaren, die schon sehr lange zusammen sind, was das Erfolgsgeheimnis ihrer Beziehung ist. Eine der meist genannten Komponenten ist, dass sich diese Paar immer noch gegenseitig als junge Menschen sehen und an ihre gemeinsamen Erlebnisse (auch und nicht zuletzt sexueller Art) erinnern. Sucht einfachmal nach derartigen Interviews, z.B. in Alternheimen, in der Presse! (wenn ihr den Mut habt, die Wahrheit zu sehen)

Mein Schwiegervater ("Ex" sage ich hier nicht, da ja verwitwet und nicht geschieden bin) sieht in meiner Schwiegermutter immer noch das junge Mädchen, dass er auf einem Tanzabend das erste Mal geküsst hat und an irgendeinem See das erste Mal mit ihr schlief...

Mit sog. "Lebensabschnittsgefährten", Trennungen, Scheidungen, Affairen, Freundschaft+, ONS, etc. haben sich die ganzen 3x, 4x, 5x, etc. Singles um dieses wunderbare Erleben und die Nachhaltigkeit dieser Gedanken und Erinnerungen gebracht! Das ist niemals wieder aufholbar!

V.m45

PS: Meine sexuelle Superphantasie wird z.B. immer in jender H&M Umkleidekabine verortet sein, in der wir, als wir erwischt wurden, mit unserer relativ akrobatischen Stellung zusammenbrachen und ich trotzdem gerade den Orgasmus meines Lebens hatte. Ganz ehrlich, mit dieser Leichtigkeit wird so etwas nie wieder passieren (mal abgesehn davon, dass man die Stellung mit 40 schon nicht mehr hinbekäme ;)) und die Gedanken niemals mehr durch etwas ähnliches/anderes/besseres überdeckt werden...
 
  • #15
Menschen, die ihre Beziehungen nicht von der Jugend in's Alter weiterführen konnten, übersehen geflissentlich, dass hier einer der Schlüssel für eine lange Partnerschaft liegt!

Mit sog. "Lebensabschnittsgefährten", Trennungen, Scheidungen, Affairen, Freundschaft+, ONS, etc. haben sich die ganzen 3x, 4x, 5x, etc. Singles um dieses wunderbare Erleben und die Nachhaltigkeit dieser Gedanken und Erinnerungen gebracht! Das ist niemals wieder aufholbar!

V.m45

PS: Meine sexuelle Superphantasie wird z.B. immer in jender H&M Umkleidekabine verortet sein, in der wir, als wir erwischt wurden, mit unserer relativ akrobatischen Stellung zusammenbrachen und ich trotzdem gerade den Orgasmus meines Lebens hatte. Ganz ehrlich, mit dieser Leichtigkeit wird so etwas nie wieder passieren (mal abgesehn davon, dass man die Stellung mit 40 schon nicht mehr hinbekäme ;)) und die Gedanken niemals mehr durch etwas ähnliches/anderes/besseres überdeckt werden...


Das demotiviert und trägt doch nicht zu Lösung des Problems bei. Ja, man kann irgendwelchen idealisierten Jugenderinnerungen nachhängen. Nur ist das Nützlich!? Ich möchte nicht gesagt bekommen das ich im Leben nie wieder so glücklich sein werde wie mit meinen ersten Partner. Das ist nämlich totaler Müll.
Du kannst auch mit Anfang 40 eine große Liebe und phanastischen Sex haben. Nicht jeder hat das Glück einen Partner zu finden mit dem er 30 Jahre zusammen ist. Mein erster Sex war nur schmerzhaft. Die Erinnerung würde ich gerne weggeben.
Und welche Erinnerungen letztendlich haften bleiben muß man selbst rausfinden.
Soll die FS jetzt nur weil sie MItte / Ende 40 ist nicht mehr auf eine große Liebe hoffen dürfen!?
Die Beziehungsunfähigkeit macht man sich selbst indem man alte Erinnerungen nicht dort lässt wo sie herkommen - in der Vergangenheit.
Glücklicherweise gibt es auch Männer die nicht mit verklärten Blick im Gestern hängen.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Menschen, die ihre Beziehungen nicht von der Jugend in's Alter weiterführen konnten, übersehen geflissentlich, dass hier einer der Schlüssel für eine lange Partnerschaft liegt!
Das stimmt schon, aber es ist ja auch eine Einstellungsfrage, ob man sich innerlich so jung gehalten hat, dass man aufgeschlossen ist für etwas neues, wenn das alte schlecht war. Ich bin mehr als froh, dass die beiden Typen, die ich mit Anfang 20 als "Freund" hatte, mir nie mehr begegnen müssen. Nach der zweiten Beziehung war ich 9 Jahre Single, weil die so grauenhaft war.

Sicher werden die Paare, die so lange zusammen sind, so denken wie Du. Und die Singles, die verzweifelt suchen und sich an jeden klammern, der halbwegs passt, werden Enttäuschungen erleben.
Manche Menschen treffen eben nicht den richtigen Partner oder können erst in späteren Jahren verstehen, was sie in einer Partnerschaft wollen, weil sie das Beziehungsmodell ihrer Eltern nicht leben können mit ihrer Persönlichkeit (Mutti zu Hause, Vati bringt das Geld, Mutti lässt ihren Frust über ihre Unselbständigkeit an den Kindern aus oder ist gluckige Hausfrau, die ihrer Tochter ewig eintrichtert "Finde einen reichen Mann, der dich versorgt.)

Zitat von Valmont:
Ganz ehrlich, mit dieser Leichtigkeit wird so etwas nie wieder passieren (mal abgesehn davon, dass man die Stellung mit 40 schon nicht mehr hinbekäme ;)) und die Gedanken niemals mehr durch etwas ähnliches/anderes/besseres überdeckt werden...
Das ist ein Handicap, weil Dir dieses Denken als Blockade im Weg steht, jemals irgendwas neues, anderes auch nur zuzulassen. Du schneidest Dir nur ins eigene Fleisch damit, FALLS Du in einer Beziehung jemals wieder glücklich sein willst. Wenn man das nicht will, was ich völlig legitim finde, weil ich auch bei manchem denke "warum sollte ich das tun, nur weil alle finden, dass es SIE glücklich macht, wenn sie es tun", wenn man also nicht will und diese Blockaden in seinem Denken liebt, dann ist man doch auch glücklich, also existiert kein Problem. Das kommt erst, wenn man sich was wünscht und dabei so selbst im Weg steht.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #17
Menschen, die ihre Beziehungen nicht von der Jugend in's Alter weiterführen konnten, übersehen geflissentlich, dass hier einer der Schlüssel für eine lange Partnerschaft liegt!
das ist etwas zu einseitig, nicht das es das nicht gäbe, aber es gibt auch noch anderes..
Gerade in meinem Umfeld ( Ende 30)haben sich jetzt wieder 2 Paare scheiden lassen, die Begründung: Wir waren einfach zu jung als wir uns kennen lernten, wir hätten uns später kennen lernen sollen.
Mein Vater und mein Onkel sind in 2 ter Ehe, der eine weil seine erste Frau, einfach gerückt war, der zweite, weil die erste Frau starb.
Und oh ja, sie sind glücklich.
 
G

Gast

Gast
  • #18
Mir fehlt jetzt schon die gemeinsame Vergangenheit, die mit einer Frau, die ich jetzt erst kennenlerne, nicht habe! Das stört mich sehr!!! ......
Mit Dir kann er nur noch Erlebnisse als Ü50 Jähriger teilen. Das ist was ganz anderes, als die Erlebnisse, wenn man jung, schön und agil ist ...da zählt jedes Lebensjahr das man sich entweder früher, oder später kennenlernt!

Das kann ich sehr gut nachvollziehen und zu genau dieser Erkenntnis bin ich mit Anfang 50 auch gekommen, habe mich entschieden, allein zu bleiben - keinen Partner mehr zu wollen. Ich habe sozusagen eine Firewall vor meine Gefühle geschaltet (Kopf), die keinen neuen Unverbindlichkeitsmann mehr durchlässt.

Kinder sind kein Thema mehr und die verschiedenen Beziehungsmodelle, LAT, Fernbeziehung mit alle paar Wochen mal treffen, reichen mir nicht aus um ein Gefühl von Nähe und Gemeinsamkeit zu entwickeln. Das ist für mich keine Partnerschaft sondern lockere Freundschaft, für Freundschaft+ bin ich auch nicht der Typ. Lockere Freundschaft deswegen, weil die Gemeinsamkeit, die man mit langjährigen Freunden erlebt hat, mit diesem neuen Menschen fehlen und auch nicht mehr erlebt werden können.

Mit einem Partner verbindet mich ein gemeinsames Leben und wenn man das nicht hinbekommt, tut sich die bei der FS beschriebene Leere auf.
Wenn ich kein gemeinsames Leben habe, einen Menschen, mit dem ich den Alltag lebe, neben dem ich morgens aufwache, der mich auch verknittert kennt, den ich genauso erlebe, dann fehlt mir alles, was mich dazu bringt, mich für den anderen Menschen einzusetzen, ihm zur Seite zu stehen, wenn es ihm nicht gut geht - egal was passiert und ob er es selber verschuldet hat oder nicht. Ich gehe auf Abstand und lasse ihn seine Dinge selber klären.

Solche emotional und räumlich distanzierten Beziehungen kann ich auch ohne Schmerz beenden, wenn das Unangenehme überwiegt - da war ja nie echte Nähe. Ich hätte niemals wie die FS das ganze 5 Jahre mitgemacht sondern nach 1-2 Jahren beendet, weil aussichtslos, keine Chance auf eine wertvolle Partnerschaft.

Ich pflege seitdem viel mehr die alten bewährten Sozialkontakte. Da ist das größte Potenzial, dass sich daraus im Verwitwungsfall eine Chance auf einen Partner gibt, mit dem man teilweise eine gemeinsame Vergangenheit hat. Allerdings sterben mit 50+ die Männer und die Frauen bleiben übrig, also sehr geringe Chancen.
 
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