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  • #1

Nach oben und nach unten Daten - Quatsch?

Irgendwie bin ich doch sehr irritiert über die Ausdrücke "nach oben und nach unten Daten". Es heisst ja häufig, Frauen in guten Positionen würden gern nach oben Daten, also einen Partner suchen, der beruflich noch besser gestellt ist und dann wird angemerkt, dass es schwierig sei, denn Männer in gehobenen Positionen würden "nach unten Daten".

Im klassischen Sinne habe ich (w/39) wohl eine "gehobene" Position, empfinde das selbst aber überhaupt nicht so. Ich wünsche mir einen Parter, der mich liebt. Es ist für mich nicht so wichtig, dass er beruflich "oben" ist!

Wie sehr ihr das, wird man als Frau Anfang 40, beruflich im Hochschulumfeld in eine Schublade gesteckt?
 
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  • #2
Frage: Würde für Dich ein Nicht-Akademiker als Partner in Frage kommen? Um es krass auzudrücken: Wie wenig Bildung dürfte er haben? m43
 
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  • #3
Männer machen sich über so etwas eigentlich gar keinen Kopf, ist eher ein Frauending.
 
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  • #4
Mir persönlich (Juristin) ist die berufliche Stellung eines Mannes egal. Ich könnte mich auch in einen Handwerker mit Hauptschulabschluss verlieben, wenn er intelligent und einigermaßen gebildet ist, so dass man sich gut mit ihm unterhalten kann. Allerdings bin ich auch recht unkonventionell in Beziehungsdingen, wie ich hier im Forum gemerkt habe, so dass meine Meinung wahrscheinlich nicht die der Masse ist.
 
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  • #5
#Gast 1: für mich wäre es ok, wenn er eine Berufslehre hätte oder was auch immer, ist für mich nicht wichtig. Die FS.
 
  • #6
Es heisst ja häufig, Frauen in guten Positionen würden gern nach oben Daten, also einen Partner suchen, der beruflich noch besser gestellt ist und dann wird angemerkt, dass es schwierig sei, denn Männer in gehobenen Positionen würden "nach unten Daten".
Hier liegt wohl ein kleines Missverständnis vor, es ist nicht schwierig weil Männer in gehobenen Positionen "nach unten daten", allgemein sagt man das auch über alle Männer und nicht nur über die in gehobenen Positionen, sondern es ist schwierig weil es wenig Männer in gehobenen Positionen gibt.

Diese Problematik wird aber idR. wesentlich dramatischer dargestellt als sie eigentlich ist, denn tatsächlich spielt es für viele Männer keine so große Rolle ob die Frau jetzt beruflich gesehen besser gestellt ist oder nicht, oft lässt sich das ja nicht mal sagen weil die Berufe einfach nicht vergleichbar sind.
Es gibt aber eben Männer die ein Problem damit haben wenn eine Frau erfolgreicher ist und besser verdient als sie. Umgekehrt gibt es auch Frauen die ein Problem mit der umgekehrten Situation haben, daraus ergibt sich das weniger erfolgreiche Männer sowie erfolgreiche Frauen es einen Ticken schwerer haben einen Partner zu finden weil für sie die Zahl potentieller Partner etwas geringer ist.
 
  • #7
Meiner Meinung nach sollte man auf einem ungefähr gleichen Bildungsstand sein in einer Partnerschaft, das trägt maßgeblich dazu bei, ob man auf "einer Wellenlänge" ist oder nicht!
ABER: Die meisten Menschen machen den Fehler, berufliche Qualifikation und Position mit Bildung und Intelligenz gleichzusetzen! Ich selbst habe "nur" eine Ausbildung gemacht, bin aber vielseitig interessiert, spreche vier Fremdsprachen fließend und setze viel daran, mich in den unterschiedlichsten Bereichen gut auszukennen. Ich würde mich nicht gerade als unintelligent bezeichnen!
Die meisten Leute, die ich kennenlerne sind regelrecht geschockt über meine Berufswahl, weil sie sich mich in einer wesentlich höheren Position vorgestellt hätten!
Ein Blick hinter die vielen Zertifikate und Doktortitel lohnt sich also oft!
 
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  • #8
Die Frage stellt sich für mich:
Woran erkennt mann/frau, wer besser gestellt ist? Woran macht sich das bemerkbar?
 
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  • #9
Ja, leider ist das so: die meisten Frauen daten nur nach oben. Meine Partnerin (37) verdient das Vielfache meines Einkommens, sie ist älter als ich, wir teilen aber Werte und Humor. Sie hat nach unten gedatet und wir sind glücklich. Viele Männer und Frauen lehnen unsere Situation strikt ab.

Ich kann nur anraten, daß auf diesen ganzen Formalkram weniger Wert zu legen und zu berücksichtigen, was wirklich wichtig ist: gegenseitige Liebe, Akzeptanz, Anziehung usw.
 
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  • #10
Ich bin Universitaetsprofessorin und habe den Eindruck, dass viele Maenner davon eingeschuechtert sind. Dafuer gibt es keinen Grund, denn ich koche beruflich auch nur mit Wasser, und bin andererseits durchaus keine "graue Labormaus", entspreche nicht dem Professorinnensteoreotyp, das manchen Maennern im Kopf herumzuspuken scheint ...

Ich mag Maenner, die von einer Sache begeistert sind, eine Mission haben, aktiv sind und sich einsetzen, eine angenehme Persoenlichkeit haben, interessante Dinge zu erzaehlen haben, starke Schultern haben .... Solche Maenner sind meist in hoeheren beruflichen Positionen. Ich liebe sie nicht aufgrund ihrer Position, sondern aufgrund der Eigenschaften, die ihnen zu dieser Position verholfen haben.
 
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  • #11
Mir sind Bildung und Ausbildung sehr wichtig. Erst das macht einen Mann für mich attraktiv. Da mache ich dann lieber Abstriche beim Äußeren. Und Geld steht auch nicht an erster Stelle. Ich kann mir aber keinen Mann ohne Studium für mich vorstellen. Das ist ein Ausschlusskriterium.

w/27
 
  • #12
Ich mag Maenner, die von einer Sache begeistert sind, eine Mission haben, aktiv sind und sich einsetzen, eine angenehme Persoenlichkeit haben, interessante Dinge zu erzaehlen haben, starke Schultern haben .... Solche Maenner sind meist in hoeheren beruflichen Positionen. Ich liebe sie nicht aufgrund ihrer Position, sondern aufgrund der Eigenschaften, die ihnen zu dieser Position verholfen haben.
Das hast du toll ausgedrückt, liebe #9. So sehe ich es auch. Gewisse Positionen signalisieren, dass ein Mann über diese (auch von mir gewünschten) Eigenschaften verfügen könnte. Daher bin ich dann meist erst mal interessierter daran, eine solche Person näher kennen zu lernen, als jemanden, der "nur" eine Ausbildung besitzt. Dazu stehe ich auch 100%ig.
 
  • #13
Ich kann mir aber keinen Mann ohne Studium für mich vorstellen. Das ist ein Ausschlusskriterium.w/27
Dies mag eventuell für dein Jahrgang bzw. Generation zutreffen, da man heute schon einen Bachelor
bekommt wo vor 20 Jahren noch eine LAP genügte und das Allgemeinwissen was heutzutage an den
Schulen vermittelt wird ist auch nicht mehr das was es einmal war. Ich sehe dies beruflich fast
täglich bei meinen Praktikanten, die sich auf ihr hochgelobtes Bachelor vorbereiten.:)
 
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  • #14
Professorin und Handwerksmeister - das sind doch Märchen, und wer glaubt noch daran. Es geht doch nicht allein um Bildung, sich unterhalten können, es geht um das gesamte Umfeld. In den seltensten Fällen wird sich ein Handwerker im Akademiker-Umfeld bewegen, und dementsprechend unakademisch dürfte es wohl im Freundes- und Familienkreis zugehen. Umgekehrt kann ich mir kaum einen Handwerker vorstellen, der sich auf einer gediegenen Professoren-Lounge am Sonntag Vormittag wohlfühlt. Die Frage ist für mich weniger, wie die beiden zueinander finden, sondern wie man mit den unterschiedlichen Geschmäckern im Alltag umgeht.
Abgesehen davon habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass ausnahmslos alle Nicht-Akademiker, die ich gedatet habe, mit der Zeit komplexbeladenes Verhalten an den Tag gelegt haben.

Ich persönlich glaube nicht (mehr) daran, dass Beziehungen mit starkem Gefälle vom weiblichen zum männlichen Part funktionieren. Umgekehrt klassischerweise natürlich immer.
 
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  • #15
Ich habe im realen Leben noch nicht erlebt, dass mich ein Handwerker als Partner interessiert hätte. Klar kann ich den Menschen interessant finden, aber die Themen sind doch sehr verschieden. Bei Leuten mit Ausbildung empfinde ich oft geistige Scheuklappen und Vorurteile, die mich stören, wenn ich meinen Geist schweifen lasen will.
Das heisst aber nicht, dass andere Akademikerinnen sich nicht anders entscheiden. Meiner Erfahrung nach sind es aber Lippenbekenntnisse, um political correct zu erscheinen.
w43
 
  • #16
Ich persönlich glaube nicht (mehr) daran, dass Beziehungen mit starkem Gefälle vom weiblichen zum männlichen Part funktionieren. Umgekehrt klassischerweise natürlich immer.
Finde ich genau so "unpassend". Bei Männern in hohen Positionen, die sich die Sekretärin oder die Friseuse "anlachen", schwant mir, dass sie alles suchen, nur nicht eine Beziehung auf Augenhöhe. Von diesen Männern habe ich dann auch keine gute Meinung (mehr).
 
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  • #17
Ausgeprägte Bildungsunterschiede sind m.E. immer zum Scheitern verurteilt, früher oder später. Das Niveau der Kommunikation ist einfach zu verschieden, zumeist haben Menschen ohne jede Hochschulerfahrung Probleme, in Meta-Zusammenhängen zu denken, da sie es nie gelernt haben, zu abstrahieren und ihr eigenes Handeln differenziert wahrzunehmen. Abgesehen davon prägt das Bidungsniveau natürlich auch die persönlichen Interessen.

Alles Weitere ist eine Frage des persönlichen Anspruchs. Wem es egal ist, ob er inhaltlich nachvollziehen kann, was der Partner beruflich so treibt (würde mir z.B. bei vielen Naturwissenschaftlern und z.T. auch Ingenieuren so gehen), hat eine größere Auswahl. Jemand, der den Anspruch hat, auf der beruflichen Ebene ebenfalls eine Augenhöhe-Situation herzustellen, wird sich einen Partner suchen, dessen berufliches Tun und Treiben er versteht. Natürlich haben es Menschen mit einer sehr breiten Allgemeinbildung da leichter.

Last but not least: es gibt immer (oft nur scheinbare) Ausnahmen. Und schließlich können auch die Rahmenbedingungen beruflicher Tätigkeiten Ausschluss-Kriterien mit sich bringen, etwa Auslandsaufenthalte, Ortswechsel, Arbeitszeiten etc.
 
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  • #18
Ich frage mich wollen einige mit der beruflichen Qualifikation eine Beziehung eingehen oder mit einem Menschen, der sich aus vielen Eigenschaften zusammensetzt.
Und mit Verlaub gesagt, von einem akademischen Beruf auf die Fähigkeit zur Selbstreflexion in einer Beziehung zu schließen halte ich für sehr sehr weit hergeholt.

Ich war immer mit Akademikern zusammen, allerdings hat sich die Fähigkeit in Meta-Zusammenhängen zu denken nicht gerade positiv auf die Beziehung ausgewirkt. Das eine ist das Denken, das andere ist das Tun. In einer Beziehung nützt es mir nichts bei Problemen auf der theoretischen Ebene stehen zu bleiben.

Ich habe nichts dagegen wenn Akademiker unter Akademikern bleiben, allerdings glaube ich dass sich Männer bei der Partnerwahl nicht so viele Gedanken machen wie wir Frauen. Frau sollte attraktiv und sexy sein und wenn es geht nicht auf den Kopf gefallen. Das bieten einige Frauen auch ohne Studium.

w46 studiert (die froh ist wenn sie den Kopf privat mal ausschalten kann)
 
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  • #19
Ich (promovierte Naturwissenschaftlerin) schieße mich voll und ganz Gast Nr. 3 an. Für mich zählt der Mensch als Gesamtpaket und die Liebe. Nicht der Beruf. Es gibt zig Tausend Gründe, warum jemand nicht studiert hat (Familienverhältnisse, Jugendsünde, Begeisterung für den aktuellen Beruf, Spätzünder usw.). Der Job sagt nicht viel über die Intelligenz eines Menschen aus, so sind auch manche weniger helle Leuchten durch "Vitamin B" zu seinem guten Beruf gekommen (in dem sie total überfordert sind, aber wegen ihrer Beziehungen nicht gefeuert werden können). Zudem kann man, wenn man noch nicht zu alt ist, den Beruf auch noch ändern. :)
 
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  • #20
Frau sollte attraktiv und sexy sein und wenn es geht nicht auf den Kopf gefallen.
w46 studiert (die froh ist wenn sie den Kopf privat mal ausschalten kann)
Na aber sicher sollten Frauen sexy sein - und Männer ganz genauso, gar keine Frage. Bloß, ohne Kopf wird auch der schönste Po schnell langweilig. Und Frau mag auf noch so hohen Absätzen daherstöckeln, ohne die Fähigkeit zu intellektueller Auseinandersetzung und Selbstreflektion wird das nichts. Es geht schlicht darum, dass BEIDE Ebenen bedient werden müssen.
 
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  • #21
Ich würde gern nach oben daten. Leider bin ich nur einfacher Software-Ingenieur mit Bachelor-Abschluss. Eine Promovierte oder gar Professorin würde sich eher selten mit so jemanden aus dem "akademischen Prekariat" einlassen.

m,24
 
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  • #22
@ 10

Meine Güte, deine Einstellung ist wirklich ???. ( Ich nehme kein Mann bzw. Partner der "nicht studiert" hat... )

Mir sind bei der Partnersuche: Benehmen, Humor, Lockerheit wichtig. Der Rest wie Bildung und Geld geht mir am Popo vorbei....

Naja, da möchte ich nur ein Bsp. nennen, nämlich meines. Habe auch nur Hauptschule, Ausbildung und eine klasse Meisterprüfung abgelegt. Heute nach 11 Berufsjahren und das mit 26 meinerseits, höre ich immer wieder Stimmen aus meinem Freundeskreis das die die gerade im Studium sind absolut neidisch auf mich sind. Da die mit achso tollen Master und Bachelor Abschlüssen keinen Job finden und sich dann noch wundern wenn diese weniger verdienen als ich.



P.S. Studium schütz vor Dummheit nicht... am besten du schauts mal hinter die Kulissen von so manchen Firmen, da sitzen Hauptschüler in gehobenen Positionen und dirigieren das Mitarbeiter(Volk) bestehens aus Intelligenten studierten Menschen.

Gruß M/26
 
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  • #23
Ich bin nicht der Ansicht, dass im Studium die intelligenteren Personen sind.
Habe beides, Ausbildung und Studium.
Es gibt kein "oben" und "unten".