• #31
Glückwunsch zur süssen Tochter. Das ist schön und ein Geschenk. Lass deiner Frau noch ein bisschen Zeit. Vier Wochen sind nach einer Entbindung wenig. Bis alles heilt und vor allem, bis die Frau das Gefühlt hat, dass da alles hält, das dauert eher acht Wochen. Geniess` was ihr habt und dränge zu nichts. Sobald es für sie stimmig ist, wird sie sich dir wieder nähern.
 
  • #32
Weder bin ich eine Frau noch ein Vater, trotzdem sagt mir mein Instinkt, daß es völlig normal ist wenn eine Frau nach so einem schmerzhaften, aufwühlenden, den-Rest-des-Lebens-verändernden Erlebnis etwas anderes im Sinn hat als Deine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Möglicherweise ist Dir noch gar nicht ganz klar, wie fundamental anders das Leben jetzt geworden ist? Besonders für Deine Frau.
Die Ratschläge die Dir hier von manchen Männern gegeben wurden sind in etwa so empathisch wie Frauen die auf EP sind weil sie Geld + Karrieremänner suchen, nämlich: gar nicht.
Euer Kind und Eure Familie sollte jetzt Deine oberste Priorität sein. Und herrgott, für das andere gibt es genug kurzweilige Videos im Internet, um mal eben die Spannung abzubauen.
Ihr habt Leben geschaffen, nun seid Ihr die Beschützer dieses Lebens.
 
  • #33
Jetzt ist die Geburt wie gesagt 1 Monat her. Wenig später habe ich wieder versucht, mit ihr zu schlafen, aber jedes Mal meint sie, sie ist müde, hat keine Lust oder weist mich sonst wie ab.

Ich kann bestens verstehen, dass eine Frau in der Schwangerschaft irgendwann weniger Lust auf Sex hat und relativ kurz nach der Geburt durch ein anstrengendes Kleinkind auch erstmal andere Dinge im Kopf hat. Die Frauen hier haben dazu ja schon genug geschrieben. Da ist die Aufgabe des Partners wohl eher, Unterstützung zu geben. Da kannst Du im Moment sehr viel für die Beziehung, aber sicher auch sehr viel dagegen tun.

Ich würde also nach Kräften unterstützen und erstmal abwarten. Wenn irgendwann in ein paar Monaten das Problem immer noch besteht, ist es früh genug, Dir Gedanken zu machen. Ich denke aber auch, dass Kinder eine Beziehung grundlegend ändern und Sex insgesamt mit Kindern weniger wichtig wird bzw. zeitlich bedingt schlicht schwieriger wird. Das weiß man aber im Grunde vorher...
 
  • #34
4 Wochen sind keine Zeit. Von meinen männlichen Bekannten und Freunden weiß ich, dass diese mehrere Monate gewartet haben. Was sie auch GERNE gemacht haben, da ja BEIDE sich für ein Kind entschieden haben. Threads wie dieser bestärken mich ungemein in meiner Entscheidung, nie den dunklen Pfad des Mutterschaft zu betreten.
 
  • #35
Du liebst Deine Frau? Ihr versteht Euch gut?
Dann nimm sie in den Arm und unterstütze sie. Das braucht sie jetzt, sie hat Dein (Euer) Kind geboren und was das für eine Frau bedeutet (psychisch und physisch), darüber solltest Du noch einmal nachdenken, bevor Du Sie bedrängst.
Du kannst jetzt furchtbar viel kaputtmachen mit Deinem (sorry!) egoistischen Gejammere oder unendlich viel für Eure Liebe tun, durch Rücksichtnahme. Es gibt Phasen (übrigens in guten Beziehungen meistens endliche) im Leben, in denen es Wichtigeres gibt als Sex.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #36
... Die Frau weiss wahrscheinlich selbst, dass ein gesundes Sexleben zu einer Beziehung dazugehört. Wenn sie nicht möchte, dann halt nicht und dann auch keine Kuschelei.

Also übersetzt für die Frauenseite
Er kommt nur für Nähe, wenn er Sex will und bekommt.
Das Erfolgsrezept Nr. 1, um eine Partnerschaft sicher zu beenden.
Immer die erste Antwort von Frauen, die genau dies in ihren, dann letztendlich gescheiterten Partnerschaften erlebten, wenn der Dauerthread kommt, meine Frau möchte keinen Sex mehr. (keine Nähe, keine Bindung, keine Lust, kein Sex - ganz einfache, weibliche Kausalkette)

Kuscheln, Nähe, ohne Hintergedanken, ohne Erwartungsdruck, einfach den Partner spüren, das ist wichtig.
Das schafft Bindung, und dann auch wieder Lust auf Sex.
Lust, Freude, Entspannung und Druck schließen sich aus.

Ansonsten, 4 Wochen?
Wochenbett mit allem, das Körpergefühl, die massiven hormonellen Veränderungen, die 180' Veränderungen im Leben, Dauermüdigkeit, das 24/7 Erleben und das Gefühl, nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Vorher war alles irgendwie planbar, alles lief gut. Und auf einmal ist wirklich alles anders. Baby ist nicht planbar, macht alle Strukturen obsolet.
Gerade beim ersten Kind ist es sehr viel, auch so unerwartet. Lesen, vorbereiten ist Eines, Realität ist das Andere .

Versuche, dass Euer Alltagsleben entlastet wird, gib ihr Halt, Nähe, achte darauf, dass ihr als Paar Eltern seid, übernimm Du auch die Kleine und dazugehörige Pflichten und gib Deiner Frau Freiraum.
Gib ihr Nähe, Zärtlichkeit, schaut zu, dass Ihr Paarzeit habt, Paarzeit ist nicht nur Sex. Das ist die Stunde Couch, Kuscheln, das ist die Begrüßungsumarmung, das zusammen einschlafen.
Und sobald realisierbar, regelmäßig(!) einen Babysitter für einen freien gemeinsamen Paarabend, nur ihr beide.
Genießt beide die Kleine, das ist nicht nur eine sehr anstrengende sondern auch sehr kostbare Zeit.

Auch wenn es jetzt einseitig klingt, was ich und andere gelistet haben, auch sie macht ja gerade sehr, sehr viel für Euch, alleine Schwangerschaft und die Zeit der Rückbildung ist rein körperlich eine große Anstrengung, psychisch ebenso durch die Hormonwechsel während der Schwangerschaft und nachher. Das ist für Leute, die das nicht kennen, nicht vorstellbar.
Es gehört ebenso ein Beitrag von Dir dazu, als Mann und als Vater.
Ihr habt Euch übrigens beide dafür entschieden, Eltern zu sein - mit allem was dazu gehört.

W - mit 2 Kindern
 
  • #37
Also übersetzt für die Frauenseite...
Er kommt nur für Nähe, wenn er Sex will und bekommt.
Das Erfolgsrezept Nr. 1, um eine Partnerschaft sicher zu beenden.

Treffen wird man sich irgendwo in der Mitte. Ich lese hier immer wieder ziemlich deutlich, dass da zwei Welten aufeinanderprallen. Frauen verknüpfen Sex mit allem möglichen, für Männer ist Sex die Grundlage für alles mögliche. Frauen nutzen das, um Männer am Anfang zu gewinnen, Männer helfen im Haushalt und sind aufmerksam, solange sie die Frau nicht sicher haben. Wenn dann erstmal der Alltag einkehrt und Kinder da sind, funktioniert das nicht mehr.

Die pragmatische Konsequenz: wahrscheinlich hilft es nur, den Gedanken an lebenslange Modelle aufzugeben. Wenn man dann Glück hat, hält es doch lebenslang, wenn nicht, dann hat man sich vorher Gedanken gemacht, wie man das Modell weiter fahren möchte. Eigentlich müsste man die "Beziehungsrolle" von der "Elternrolle" trennen. Manche Menschen machen das ja auch so. Ich möchte ein Kind, also suche ich mir einen dafür passenden Partner. Manche Frauen landen ja gleich bei der Minimallösung IVF.
Wenn ich eine Frau für gemeinsame Kinder suche, sind die Kriterien andere als bei einer Frau für eine glückliche Beziehung. Also sollte man sich vielleicht eine Partnerin suchen, die gut für gemeinsame Kinder ist und eine, die gut für alles andere ist, umgekehrt genauso.
 
  • #38
Dann sprich mit deiner Frau, denn sie wird das ja bemerken. Sag ihr das du Verständniss für sie hast und dir vorstellen kannst das ihr Hormonhaushalt gerade Achterbahn fährt. Sag ihr wenn das so ist, dass du ihr alle Zeit der Welt gibst und du sie diesbezüglich erst mal ganz in Ruhe lassen wirst. Nur für sie zum Verständniss damit sie keine Falschen Schlüsse zieht.
Genau das dürfte der Grund sein, warum sie zwar außerhalb des Betts gerne kuschelt, aber im Bett keine Nähe mehr möchte. Als Frau bemerkt man natürlich die 'Reaktion' des Mannes. Alleine diese natürliche körperliche Reaktion des Mannes reicht aus um Druck aufzubauen, ohne dass der Mann die Frau irgendwie 'bedrängt'. Aber es ist eine rein körperlich Reaktion, die der Mann nicht zu steuern vermag. Nur als Frau (ich) zieht man automatisch den 'falschen' Schluss, der der Mann würde mehr wollen. Gut im Fall des FS wäre es ja kein falscher Schluss. Aber es gibt einen Unterschied zwischen das Bedürfnis haben und das Bedürfnis umsetzten wollen.

Deswegen wäre es hilfreich, den Tipp von @neverever umzusetzen.

An dieser Stelle im Übrigen mal ein Kompliment an 'die Männer' für ihre (bis auf einen) verständnisvollen Posts.

Es gibt übrigens auch noch andere Möglichkeiten sich in der Ehe Befriedigung zu verschaffen ohne Penetration.
Hm ... ich weiß ja nicht an was Du dabei denkst, aber das dürfte sich wohl eher auf die einseitige Befriedigung des Mannes beziehen. Nach der Beschreibung die @frei gegeben hat, dürfte Männern die Lust darauf vergangenen sein, da irgendwie aktiv zu werden. Und ganz ehrlich, will Frau 'da' unter den Umständen berührt werden? Ich zumindest nicht.
Klar wäre es schön, wenn sie ihm 'entgegenkommen' würde, aber nicht jede Frau ist für alternativ Praktiken (oral, manuell) aufgeschlossen und unter den aktuellen Umständen dann noch weniger.
Wenn es nicht von ihr imitiert wird, ist danach fragen problematisch, denn dass dürfte Druck aufbauen.

Ich finde diesen Tipp
Und herrgott, für das andere gibt es genug kurzweilige Videos im Internet, um mal eben die Spannung abzubauen.
mit oder ohne Video als Übergangslösung ziemlich hilfreich.

Im Grunde genommen ist es wie so oft Kommunikation könnte weiterhelfen.
 
  • #39
Könnte sich der FS nochmal melden, ob er die zuweilen sehr guten Ratschläge verstanden hat?

Sonst denke ich wieder Mal an ein Fake, da die Lageschilderung angeblich so ahnungslos und zugleich irgendwie polarisierend scheint als hätte der FS die Wochen der Schwangerschaft auf dem Mond verbracht und nicht auf der Seite seiner Frau.
 
  • #41
Du wirst hier von den Männern hören, dass deine Forderungen an deine Frau legitim seien, dass deine Frau dich nur zum Zwecke der Fortpflanzung gebraucht hat und dich nun als Zahlesel ( einer hat es mal Zahla*** genannt ) lebenslang mißbrauchen wird.

Äh, nein, eher nicht. (Das mit dem Zahlen ist eine andere Baustelle und gehört nicht hierher.)
Vier Wochen nach der Geburt ist so gut wie nichts. Ich kann dem FS nur raten, sich in Geduld zu üben und ansonsten für seine Frau da zu sein. Bei uns hat das so ungefähr zwei Monate gedauert, bis meine Frau wieder Lust auf Sex hatte. Das ist ganz normal, bei manchen geht es etwas schneller, bei anderen etwas langsamer.

Ich schildere jetzt aber mal mein Erleben als Mann: Am Anfang hatte ich selbst keine Lust auf Sex, die Situation war neu, wir waren beide übermüdet und man muss sich erst als Eltern finden. Nach einer Weile hatte ich allerdings schon wieder Lust und es ist mir teilweise schwer gefallen, mich zurückzunehmen. Zwei Dinge waren es, die mir am meisten zu schaffen gemacht haben:
1. Das Fehlen der körperlichen Nähe und Intimität. Zum Glück hat meine Frau das dann irgendwann gemerkt, und zum Glück weiß sie auch, dass es andere Wege gibt, sich körperlich nahe zu kommen, als nur die Penetration.
2. Die Unsicherheit, wie es mit der Beziehung als Paar in der neuen Situation nun weitergeht. Am Anfang waren wir beide einfach nur für unser Kind da, da läuft man ein bisschen Gefahr, sich aus den Augen zu verlieren. Neue Sicherheit habe ich da erst gewonnen, als wir das erste mal wieder Sex hatten. Aber ich muss ehrlich sagen, dass es nicht so ist wie vorher und wohl auch nie wieder so sein wird, schließlich ist man jetzt zu dritt. Das ist nicht weiter schlimm, schließlich hat man es so gewollt.

Aber ich muss ein wenig für Verständnis auf Seiten der Frauen werben. Auch Männer müssen sich an die veränderte Konstellation erst gewöhnen. Das geht nicht ohne Konflikte und Frustrationen, aber mit wechelseitigem Verständnis kommt man darüber hinweg.
 
  • #42
Also übersetzt für die Frauenseite
Er kommt nur für Nähe, wenn er Sex will und bekommt.

Stand im Eingangspost so nicht und wirkte auch nicht so und bin ich nicht dafür.
Ich bin allerdings dafür, darüber zu sprechen, wenn man als Frau nach der Geburt des Kindes keinen Sex mehr haben möchte. Dann kann Mann sich die Verführungsbemühungen sparen und kuschelt herum oder auch nicht.
Noch besser wäre es, vor der Zeugung des Kindes zu signalisieren, dass frau nach der Geburt des Kindes sich voll und ganz auf das Kind konzentrieren möchte.
 
  • #43
Noch besser wäre es, vor der Zeugung des Kindes zu signalisieren, dass frau nach der Geburt des Kindes sich voll und ganz auf das Kind konzentrieren möchte.
Die nicht-informierte Frau weiß das selbst nicht und der informiere Mann weiß das selbst.

Ich bin in mehreren Mütterforen und noch nie hat ein kinderloser Mann gefragt "Liebe erfahrenen Mütter, meine Freundin und ich überlegen uns, ob wir Kinder wollen. Deshalb wollte ich euch fragen, wie das Leben mit Kind konkret aussieht."
Solche Fragen kommen höchstens von jungen Frauen, nachdem sie sich sicher sind, dass sie in naher Zukunft schwanger werden wollen oder bereits schwanger sind.
 
  • #44
Dann kann Mann sich die Verführungsbemühungen sparen und kuschelt herum oder auch nicht.

Haha, wenn es nur so einfach wäre! Die meisten Männer reagieren leider überhaupt nicht auf solche Ansagen und stoppen ihre sogenannten "Verführungsbemühungen" keineswegs. Dazu muss man gar nicht erst schwanger werden, oder kurz nach der Geburt stehen, da reicht schon eine allgemeine (durchaus vorübergehende) Unlust der Frau, wo der Mann schon nach drei Wochen Panik schiebt, dass er jetzt nieeeee wiiiieder Sex mit seiner Frau haben wird, und deswegen gleich die ganze Beziehung in Frage stellt.
Gott sei Dank sind nicht alle Männer so, es gibt auch noch Männer, die ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt haben. Der eine hats halt drauf, der andere eben nicht. Von Letzteren habe ich mich in meinem Leben zu beider Vorteil immer getrennt, sowas ist mir einfach zu lästig, ständig das Gebettel nach Sex, was der Mann dann großzügig noch "Verführungsbemühungen" nennt.
 
  • #45
Du wirst hier von den Männern hören, dass deine Forderungen an deine Frau legitim seien,

Nö, wie kommst Du darauf. Aber ich bin nun schon lange genug dabei, um mich nicht mehr über das Krümelsuchen im Negativen zu wundern. Spaß machst es aber auch nicht mehr.

Dem FS kann ich nur raten mal die Füsse still zu halten, und nicht nur die, und muss mich wundern über so viel Unwissenheit und fehlender Empathie.

Hi FS,

wenn Du abends nach Hause kommst, nimmst Du mal die Kleine, schickst Deine Frau für ein, zwei Stunden ins Vergnügen und wenn sie wieder kommt ist sogar der Müll rausgebracht.

Ich kann nicht verstehen, dass Du fragst und lass diese Aufrechnerei, Auge um Auge-Zahn um Zahn ist 'ne andere Geschichte, die führt zu nix.
 
  • #46
Also liebe jungen Frauen, die ihr Nachwuchs haben möchtet.
Redet vorher mit dem Männern, weil sie sonst ahnungslos sind.

Schwangerschaft bedeutet physische und psychische Belastung, Stimmungsschwankungen, Hormonumstellungen. Evtl. Veränderungen in der Libido. Ängste, Unsicherheit, Nestbautrieb. Evtl. Auch Probleme.
Der Körper verändert sich, Frau fühlt sich sehr oft unbeholfen, unattraktiv, fett.
Dann die Geburt - Achtung, liebe Männer, das kann dauern, und ist auch nicht immer so angenehm, easy going und für manche unappetitlich.
Tja, und dann ist Kind da, und Frau braucht die Zeit der Erholung, Regeneration. Der Körper schaltet auf Mutterbetrieb (was absolut nicht bedeutet, dass Frau nicht mehr existent ist). Mann hat nur nicht mehr die alleinige Priorität.

Aber wie es @Lebens_Lust empfiehlt, der richtige Mann sucht sich eine Frau für den Nachwuchs, und wenn das Kapitel erledigt ist, dann die richtige "Frau", die immer kann, will, attraktiv ist für die Partnerschaft.

Ironie off, es gibt Männer, denen das bewusst ist und sich trotzdem auf das Abenteuer Kind freuen und die Partnerschaft bewahren wollen, als Eltern und Paar. Und es gibt Paare, da klappt es.

Sexuelle Verfügbarkeit ist nicht das alleinige Merkmal einer Beziehung, es gibt übrigens auch Männer, bei denen das schwankt.
 
  • #47
Erstmal vielen, vielen Dank für all die Antworten, die mir wirklich weiterhelfen! Ich denke, ihr habt mir wirklich die Augen geöffnet und geholfen, zumindest ansatzweise zu verstehen, was meine Frau im Moment durchlebt. Ich muss zugeben, dass ich wirklich sehr schlecht informiert war, was sicher auch an der wenigen Zeit liegt, die ich momentan bei meiner kleinen Familie verbringe. Am liebsten würde ich 24/7 bei meiner Familie sein und meine Frau unterstützen. Leider sieht die Realität ganz anders aus. An den Wochentagen mache ich fast täglich Überstunden, um unserem kleinen Wunder einen guten Start ins Leben bieten zu können, auch wenn meine Frau momentan nicht arbeiten gehen kann bzw. zuhause arbeitet, dafür nur leider nicht bezahlt wird. Seit etwa 2 Monaten bin ich zudem jedes zweite Wochenende im 500km entfernten Berlin, weil ich - kurz gesagt – da gebraucht werde. Das heißt, dass ich seit meine Tochter auf der Welt ist, erst zwei Wochenenden zuhause war. In der Zeit habe ich versucht, meiner Frau möglichst viel Arbeit abzunehmen, in Bezug aufs Baby und den Haushalt, hatte auch ein paar schöne Momente mit meiner Tochter und hab doch das Gefühl, sie kaum zu kennen. Ich versuche, dieses unfassbare Glück, das ich jetzt erleben darf, das ich mir immer gewünscht habe mit toller Frau und mindestens einem Kind, zu genießen, aber das ist im Moment schwierig, wenn einem immer andere Gedanken durch den Kopf kreisen und ich kaum zu Hause bin. Ich habe so gesehen keine Zeit, das alles zu genießen. Zudem kann ich nicht lange alleine auf meine Tochter aufpassen, das meine Frau sie zunächst nur stillen möchte, was ich ja leider nicht machen kann, und die Eltern hier werden wissen, wie oft so ein kleines Wunder Hunger hat. Aus dem gleichen Grund sind momentan Vorschläge, die gekommen sind, wie gebt die Kleine mal zu Oma und Opa nicht umsetzbar, damit wir wieder Zeit zu zweit haben, um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Wie gesagt, ich glaube, dass diese mangelnde Zeit bei meiner Familie daran „schuld war“, dass ich die Situation meiner Frau so schlecht verstehen konnte. Die beschriebenen Abende auf dem Sofa (meist so 1-2 Stunden pro Tag) sind fast alles, was ich aktuell mit meiner Frau habe. Leider. Ich weiß selbst, dass sich das ändern muss. Ich muss sie unterstützen und mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen, aber das ist im Moment wirklich schwierig.

Es wurde mehrfach gefragt, ob ich eigentlich bei der Geburt dabei war: Nein, war ich leider nicht. Aus dem gleichen Grund, weshalb ich momentan so wenig zu Hause bin.
 
  • #48
Moin,
Schwangerschaft bedeutet physische und psychische Belastung, Stimmungsschwankungen, Hormonumstellungen. Evtl. Veränderungen in der Libido. Ängste, Unsicherheit, Nestbautrieb. Evtl. Auch Probleme. Der Körper verändert sich, Frau fühlt sich sehr oft unbeholfen, unattraktiv, fett.
also ich weiß ja nicht... so habe ich das mit meiner Ex nie erlebt... sexuelle Anziehung war schnell beiderseits wieder da, vielleicht hat das eine oder andere noch ein bisschen gekratzt oder gezupft, aber es lief bald wieder ganz rund und lustvoll. Das Schwangerschaftsbäuchlein war attraktiv, und die paar Runzeln danach haben auch nicht gestört.
Nun, es bleibt dem FS ja fast nichts anderes übrig, als abzuwarten... aber irgendwo schlummert hier natürlich schon der Keim einer größeren Krise. Wichtig finde ich den Tipp, sich bei körperlicher Annäherung nicht auf Sex, Penetration oder gar Orgasmus zu konzentrieren. Das wirkt beim Mann wohl schrecklich schnell extrem bedürftig und abtörnend.

manchmal
 
  • #49
@ FS
Kümmere dich darum, das du Urlaub bekommst.
Sage du hast schon wegen der Überstunden die Geburt verpasst…
du willst nicht noch die Schmusestunen verpassen.
Sag das genau so!
Und wenn dein Chef sagt (falls er Kinder hat) …es gibt nicht nur Kuschelstunden, sage: Kann ich nicht sagen, war ja nie da
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #50
Seit etwa 2 Monaten bin ich zudem jedes zweite Wochenende im 500km entfernten Berlin, weil ich - kurz gesagt – da gebraucht werde. Das heißt, dass ich seit meine Tochter auf der Welt ist, erst zwei Wochenenden zuhause war.
Wieso das? Was machst du in Berlin, während deine Frau kilometerweit entfernt EURE Tochter alleine großzieht? Lass das in Zukunft. Ich kann mir nichts vorstellen, was wichtiger ist als deine Familie. Wenn es wirklich wichtig ist, beschränke diese Zeit auf 1 Wochenende im Monat. Sonst wirst du keine Zeit für die Kindheit deiner Tochter haben! Und das ist eine Zeit, die du niemehr zurück bekommst! Und wenn du nie da bist, wird deine Frau sicher auch weiterhon nicht viel Lust auf Sex haben, denn du bist ja nie da und wenn, dann willst du sofort ran. So kommt das dann rüber und dann hätte glaube ich keiner Lust! Dann fühlt deine Frau sich wirklich nur als "Sexobjekt" nach dem Motto: Kümmere du dich um das Kind, ich kümmere mich nicht um dich und das Kind, aber ich will regelmäßig Sex... nicht gerade schön, oder? Gib ihr das Gefühl, dass du für sie und die Kleine da bist. Dass du sie nicht nur für die sexuellen Aspekte möchtest, sondern sie wirklich liebst! Und das geht nur, wenn du Zeit mit ihr verbringst!
 
  • #51
Hm, ich finde deinen neuen Beitrag gleichzeitig sehr schön und sehr mies.
Du wirkst sehr einsichtsvoll und willst offenbar vieles richtig machen, allerdings nur theoretisch, denn dein Post enthält viele 'Leiders'.
Leider kann ich ja nicht, leider muß ich ja, leider habe ich kaum Zeit, leider war ich bei der Geburt nicht dabei...
Von diesen Leiders hat deine Frau aber nichts.
Nur von Taten.

Ok, du willst beruflich voran kommen, auch wegen der Familie und wegen der Kinds, aber was hast du davon, wenn du damit deine Ehe gefährdest und dir dein besseres Gehalt nur dazu nutzt, einen besseren Unterhalt zu bezahlen ?
Ziehe die Notbremse. Jetzt sofort.
Laß dich nicht mehr ausbeuten. Allein schon, dass du nicht bei der Geburt dabei sein konntest, ist unsäglich. Dein Chef hat dich nicht gehen lassen ? Nicht zu fassen. Dir hätte sogar ein Tag Sonderurlaub zugestanden und die allermeisten Väter nehmen nach der Geburt ( oder ab dem Tag der Rückkehr aus dem Krankenhaus ) ein paar Wochen Urlaub, um der Frau zu helfen.
Kann sein, dass deine Frau dir deine Abwesenheit übel nimmt, auch wenn sie es nicht sagt.

Und dass sie bei all dem keine Lust auf Sex hat, ist noch das geringste Übel, findest du nicht ?
Deine Frau scheint dich sehr zu lieben, wenn sie dir sonst keinen Vorwurf macht.

w 49
 
  • #52
also ich weiß ja nicht... so habe ich das mit meiner Ex nie erlebt...
Zum Einen bekommt Mann nicht alles mit - wie auch, wenn Frau es nicht erzählt - zum Anderen ist das natürlich individuell sehr unterschiedlich. Ich hatte z.B. die letzten 3-4 Monate der Schwangerschaft DauerSodbrennen, konnte die letzten Wochen weder autofahren - weil ich nicht mehr hinters Lenkrad passte - noch meine Schuhe selber binden. Andere Frauen tapezieren kurz vor der Entbindung noch schnell das Kinderzimmer. Diese Frauen werden wahrscheinlich mit Sex während der Schwangerschaft kein Problem haben.
Es gibt Frauen, die kurz nach der Entbindung das KH verlassen und locker den Haushalt schmeißen. Ich konnte nach einer Woche noch nicht einmal alleine einkaufen gehen, weil ich den Wagen nicht schieben konnte.

vielleicht hat das eine oder andere noch ein bisschen gekratzt oder gezupft, aber es lief bald wieder ganz rund und lustvoll.
Ich hatte mind. 9 Monate lang zum Teil heftige Schmerzen. Aber im einen wie im anderen Fall kann man es nur wissen wenn man es ausprobiert. Aber genau da sehe ich das Problem. Wenn man es von vorneherein, aus Angst es könnte weh tun, gar nicht erst versucht.
Abwarten ist sinnvoll, aber zu lange zu warten kann auch dazu führen, dass die Lust nicht wieder in Schwung kommt. Aber auch das ist sicher individuell sehr unterschiedlich.

Es wurde mehrfach gefragt, ob ich eigentlich bei der Geburt dabei war: Nein, war ich leider nicht. Aus dem gleichen Grund, weshalb
Eine Entbindung ist ja üblicherweise kein fixer Termin, den man einplanen könnte. Es wird demnach öfter vorkommen, dass Männer nicht bei der Entbindung dabei sein können. Deine Frau weiß ja, warum Du nicht dabei sein konntest und wird Verständnis dafür haben.
Du bist mit Sicherheit nicht der einzige Mann, der die Geburt seines Kindes 'verpasst'. Beim ersten Kind durfte mein Mann nicht mit in den OP. Beim Zweiten hatten wir uns, aus organisatorischen Gründen, entschlossen, dass er nicht dabei ist. Ich wurde mehrfach vom Klinkpersonal gefragt, ob nicht doch noch jemand kommt. Die Anwesenheit des Mannes wird heute mehr oder weniger erwartet, wenn man sich dagegen entscheidet stößt das auf Unverständnis und man wird schief angesehen.
 
A

Arcturus

  • #53
Es wurde mehrfach gefragt, ob ich eigentlich bei der Geburt dabei war: Nein, war ich leider nicht. Aus dem gleichen Grund, weshalb ich momentan so wenig zu Hause bin.

Sei froh.
Ich war es bei meinen beiden Kindern (wobei meine Frau beim zweiten dann schon zum Schluß allein sein wollte) und hatte danach für sechs Monate erstmal keine erotische Vorstellung mehr von meiner Frau haben können. Das Vergessen setzte dann langsam ein.

Obwohl - bei Deinen jetzigen Problemen solltest Du bei der nächsten Geburt dabeisein. Dann ist Dein Bedürfnis nach Sex erstmal unter den Trümmern dern neuen Eindrücke verschüttet.
 
  • #54
Wieder einer, der in der Ausgangsfrage elementare Informationen voreinthält...
Du wunderst dich, dass ihr seit der Geburt keinen Sex habt?
Ich wundere mich, dass du überhaupt noch verheiratet bist, dass dich deine Frau nicht schon rausgeworfen hat.
Du bist andauernd weg - selbstgewählt! Weil du für dein Ego die Karriere willst, was haben denn deine Frau und Tochter von Kohle, wenn sie immer allein rumsitzen?
Bin gespannt, wie lange es dauert, bis ihr auffällt, dass hier etwas nicht stimmt. Sexy wirst du so auf jeden Fall nicht.
 
  • #55
Lieber Daniel, Du segelst ziemlich blauäugig durchs Leben.
Wie soll denn bei einer Fernbeziehung bzw. Fernehe Nähe enstehen? Im Alltag bist Du doch selten da.
Sieh zu, dass Du Dir einen Job in Deiner Heimatstadt suchst. Auch wenn es da eventuell finanzielle Einbußen gibt. Deine Frau und Deine Tochter sollten es Dir wert sein. Ihr entfremdet Euch sonst immer mehr. Die schönen Augenblicke und was die Kleine für Fortschritte macht, kriegst Du nicht mit. Diese Zeit kommt nie wieder und später wirst Du es bereuen. So wie Du Eure jetzige Situation beschreibst, könnt Ihr als Familie nicht zusammen wachsen. Ändere das und Du wirst feststellen, dass Du zufriedener wirst und die Beziehung zu Deiner Frau sich verbessert. So wie es jetzt ist, rennst Du wie ein Hamster im Laufrad und änderst überhaupt nichts. Es liegt in Deiner Hand. Möchtest Du später mal den Vorwurf von Deiner Frau und Tochter hören: "Du warst nie da!"?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #56
Sprich unbedingt mit deiner Frau wie ihr euch ganz konkret die Zukunft vorstellt. Bezieh sie mit in die Überlegung ein, wie wichtig oder notwendig deine jetzige Stelle ist, ob und welche Alternativen es gibt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass deine Frau sich innerlich tief verlassen vorkam, als sie allein ins Krankenhaus, die Geburt und die Schmerzen ohne deinen Beistand bewältigen musste. Gib ihr das Gefühl, für sie und euer Kind da zu sein. Das wird nicht mit lauwarmen Worten zu machen sein, es wird Zeit für Taten. Ihr befindet euch in einer der sensibelsten Phasen einer Partnerschaft, das erste Kind ist eine BEWÄHRUNGSPROBE. Wenn ihr die besteht, gibt es gar keinen Grund, dass die Frau keinen Sex mehr will. Durch eine Geburt wird eine Frau ja nicht zum asexuellen Wesen. Wenn es vorher lustvoll war, wird sich das nicht ändern. Vorausgestzt sie hat Gelegenheit, Frau und Geliebte zu bleiben. Denn das bisschen Haushalt macht sich genausowenig von allein wie die Betreuung des kleinen "Hosenscheißers" und Schreihalses.

Dass so früher Sex nach der Geburt (anders als in der Schwangerschaft) medizinisch gar nicht geht, hast du ja nun mitbekommen.

Ein großes Dankeschön an all die Männer, die hier verständnisvoll und erfahren über die Situation der frisch gebackenen Elternschaft schreiben, die ihre Frau in einer Ausnahmesituation beschützten und beistanden, ihre Bedürfnisse der kleinen Familie zu Liebe zurücknahmen.
 
  • #57
Berufliche Belastungen und eine Fernbeziehung - das ist ein neuer Aspekt. An diesem Punkt sehe ich es nun doch etwas anders als manche Frauen hier. FS, ja, Du musst für Dich / Euch eine akzeptable Balance finden, aber bedenke: Dein Beruf ist eine der Säulen, auf denen Du stehst. Ich hoffe für Sich, dass Deine Frau Dich dahingehend unterstützt. Wenn nicht, hast Du ein großes Problem...
 
T

Toi et moi

  • #58
Sicherlich ist jede Schwangerschaft anders und jede Beziehung hat auch andere Rituale aber ich denke, dass deine Abwesenheit eigentlich das Problem ist. Du bist eigentlich nie da, wie soll dann etwas laufen, wenn du nicht da bist? Du warst ja seit der Geburt nur an zwei Wochenenden da. Deine Frau ist vielleicht unzufrieden mit dieser Situation und hat deshalb keine Lust. Du hättest vielleicht dir ein paar Tage Urlaub nehmen sollen oder ein paar Wochen Elternurlaub beantragen. Gesetzlich ist es möglich gewesen. Das hast Du nicht gemacht. Warum auch immer. Das ist euer erstes Kind und Ihr seid beide ohne Erfahrung und habt keine Unterstützung, die Euch helfen also Ihr müsst euch gegenseitig helfen und füreinander da sein. Du könntest Ihr zum Beispiel anbieten das Kind für zwei drei Stunden zu übernehmen, damit sie schlafen kann. Es ist doch heftig eine Frau alleine zu lassen mit einem Neugeborenen und auch noch bei zwei WE-Besuche sich auch öffentlich zu beschweren, dass nichts gelaufen ist. Also wirklich.
 
Top