• #1

Nach sieben Jahren einfach vorbei. Wie soll es jetzt nur weiter gehen und was ist das Bleiben wert?

Hallo,
Ich bin verzweifelt und weiss nicht weiter. Nach 7 Jahren Beziehung wurde ich vor 3 Wochen verlassen. Er liebt mich nicht mehr. Ich sei wie die beste Freundin, aber nicht mehr.
Die Trennung hat mich entwurzelt, auch wenn ich zugeben muss, selten selbst an Trennung gedacht zu haben. Aber daran zu denken und es dann zu tun, sind nicht dasselbe und eigentlich bin ich einfach noch nicht bereit dafür, da ich ihn noch viel zu sehr liebe.

Da ich vor 3 Jahren umgezogen bin, wohnen wir zusammen. Ausziehen ist erst Ende Januar möglich.
Mein Ex hat mir angeboten, zusammen wohnen zu bleiben, bis ich fertig studiert habe (noch 2 Jahre). Er meint, es könne funktionieren, da sich ja nichts ändern muss. Ich denke anders.
Wie wenig muss ich ihm noch bedeuten, wenn er mir beim Leiden zusehen kann?
Es gibt es noch sehr vieles zu klären und ich bezweifle, dass er nicht in einigen Monaten so genervt ist, dass es knallt. Und die Trennung der Wohnung kommt ja eh.
Schön will er warten, bis ich finanziell gut dabei bin, aber so ist es nun mal. Ich habe letztens alles nachgerechnet und es wird knapp, aber ich käme gerade so über die Runden, auch mit Haustier. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass ich gar nicht abhängig von ihm bin. Ob er trotzdem zusammen wohnen will, wenn er das weiss?

Er meint, er will eine Freundschaft aufbauen, mich nicht verlieren.
Das ich jetzt anfange, mich umzuorientieren und mir eine neue Bleibe suche, gefällt ihm nicht. Keine Ahnung ob er sich tatsächlich um mich sorgt oder ob es andere Gründe hat. Und es enttäuscht ihn, weil ich doch sagte, ich würde das Zusammenleben ausprobieren.
Aber ein Zurück für uns ist für ihn ausgeschlossen, also kommt das doch eh irgendwann. Und wie kommt er die nächsten Jahre damit klar, wenn ich so unglücklich bin? Bedeute ich ihm so wenig, so dass es ihm egal ist?
Eigentlich weiss ich, dass ich gehen muss. Und es hilft zu wissen, dass man es auch könnte. Trotzdem weiss ich nicht, ob es das Richtige ist. Ich will diese Beziehung selbst nicht mehr und doch tut das Ende weh, doch will ich nicht loslassen und doch reagiere ich plötzlich mit einer Eifersucht, wie ich es sonst nie getan habe.
Ich will noch ein Gespräch mit ihm führen. Wenn er nicht bereit ist, in nächster Zeit auf Frauenbesuch zu verzichten, er weiterhin bei Freunden schlecht über mich spricht oder er mich nur duldet, damit jemand seine Wäsche macht, dann versuche ich es gar nicht. Dann geh ich, sobald ich gehen kann. Vielleicht hat er aber wirklich gute Gründe (nö, aber ich wieder ein schlechtes Gewissen) es zu probieren. Aber nur mit Plan B, so dass ich jederzeit gehen könnte.
Aber eigentlich weiss ich ja schon, es wird nicht funktionieren. Am Ende wird er mich nur noch zusätzlich fühlen lassen, dass ich ihn im Stich lasse. Aber wenn ich bleibe, lasse ich auch nur zu, dass er mir vorher alles nimmt.
Wie überzeugt man sich selbst davon, zu tun, was weh tut? Wie bringt man sich selbst zum Gehen, wenn man eigentlich gar nicht gehen will?
 
  • #2
Ich kann dich sehr gut verstehen - mir geht es ähnlich. Allerdings bin ich verheiratet und habe einen Sohn. Man weiß dass die Situation nicht gut für einen ist. Trotzdem kann man nicht einfach so abhauen. Man hofft immer noch irgendwie durch ein wunde alles wieder So werden zu lassen wie es mal war. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber wann genau weiß man denn nun dass es eigentlich keinen Sinn mehr macht? Dass man sich selbst belügt und die Situation schön redet. Ach naja versuchen wir es doch nochmal... irgendwie muss es doch gehen.
Ich habe keine Antwort auf diese Fragen. Ich habe immer eine Antwort, einen Plan und meistens sogar einen Plan B. Aber jetzt... ich habe einfach keine Lösung. Ich kann dir leider nicht helfen, vielleicht ist es ein Trost, dass du nicht alleine bist mit deinem Gedanken. Ich wäre auch froh, wenn einfach jemand sagen würde: Zack, sonst es. Nun leg los. Aber ich befürchte, darauf wartet man vergebens....
Drücke dir die Daumen, dass du deinen Weg findest. Irgendwie geht es immer weiter....
 
  • #3
Hi,

Geh raus aus diesem negativen Umfeld.
Wie du es feststellst, kann es so nicht funktioniert.
Es wird dich seelisch kaputt machen, wenn du bleibst.
Ohnehin ist es schwierig Zurückweisung zu erleben.
Du brauchst nun Abstand und Ruhe, damit du das Ganze verarbeiten kannst. Eine Scheinbeziehung ist schädlich.
Warum er das jetzt macht, dir das anzubieten?
Ich denke es geht darum, sozusagen sein Gewissen beruhigen zu wollen. Aber das macht für dich gar keinen Sinn.

Es bleibt nun leider nur noch, das Ganze auch räumlich zu beenden, damit du es auch nach einer gewissen Zeit innerlich beenden kannst.

Dass ein freundschaftliches Verhältnis von jetzt auf gleich existiert, ist derzeit absolut nicht möglich und wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren nicht. Diese Vorstellung ist völlig utopisch.
Denn die Trennung tut dir weh.

Konzentriere dich nun auf ein eigenständiges Leben.
Nimm die Hand von Freunden und Familie und suche Abstand von deinem "alten" Leben mit ihm.

LG
 
  • #4
Hallo FS,
Trennungen tun immer weh und das ist im Moment eine harte Zeit für dich, aber du musst aus der Whg raus, damit du die Trennung verarbeiten kannst. Du musst es folgendermaßen sehen: er konnte sich schon seit einer bestimmten Zeit von dir emotional distanzieren, weil er dich ja nicht erst seit gestern nicht mehr liebt. Den Entschluss hat er sicherlich shcon länger gefasst. Er würde vermutlich damit klarkommen, wenn du dort in der Wohnung bleibst. Für dich ist es aber unmöglich. Egal, ob du studierst oder nicht. Finde für dich eine Lösung. Es gibt die Möglichkeit in eine Wohngemeinschaft oder Studentenwohnheim zu gehen, wenn man sich nichts anderes leisten kann. Oder du ziehst vorübergehend heim? Wie weit ist dein Studienort von deiner Heimat entfernt? Hast du eine Freundin, die dich vorübergehend aufnehmen kann?

Nur mit räumlicher Trennung kannst du das verarbeiten, sonst siehst du ihn immer und man macht sich vielleicht automatisch Hoffnungen. Jedenfalls würde ich an deiner Stelle so schnell wie möglich ausziehen. Vielleicht klappt eine Freundschaft irgendwann, jetzt ist es dafür aber zu früh.
 
  • #5
Ich würde gehen - so schnell es dir möglich ist - das begrenzt das Leid. Eine Freundschaft ist möglich, aber noch nicht jetzt. Erst müsst ihr jeder für euch selbst das Ende der Beziehung betrauern und verarbeiten - das geht nur mit Abstand. Danach dann kann eine Freundschaft wachsen - muss aber nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
M

morslucis

  • #6
Es tut mir leid für dich, und das wird jetzt ne harte Zeit.
Aber das Beste was du für euch beide tun kannst, ist gehen.

Ich bin mal ein Jahr lang geblieben, aus ähnlichen Gründen ... und danach quer durch Deutschland geflohen, um mich wieder selbst zu finden. Tatsächlich hat es die Freundschaft überlebt. Aber einen Gefallen, was Trennung verarbeiten angeht, haben wir uns mit dieser Aktion sicher nicht getan.

Viel Glück und Kraft wünsche ich dir!
M33
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #7
Du klingst etwas konfus, widersprüchlich.
Die erste große Trennung. Das tut weh.

Er fühlt sich ggf. etwas "schuldig" dir gegenüber deshalb das Angebot noch wohnen zu bleiben. Ob es gut geht? Es sind nur ein paar Monate. Du hast zeit zu dir zu kommen und dir etwas anständiges zu suchen.

Natürlich macht er sich noch Sorgen um Dich. Ihr hattet eine mehrjährige Beziehung. Der schießt Dich ja nicht in den Wind.

Danach eine Freundschaft aufbauen? Das kann funktionieren, aber da brauchst Du den Abstand von Jahren.

"Wie bringt man sich selbst zum Gehen, wenn man eigentlich gar nicht gehen will?" - Er hat entschieden, dass Du (oder er) geh(s)t, nicht Du.
 
  • #8
Ich bin verzweifelt und weiss nicht weiter. Nach 7 Jahren Beziehung wurde ich vor 3 Wochen verlassen. Er liebt mich nicht mehr. Ich sei wie die beste Freundin, aber nicht mehr.
Die Trennung hat mich entwurzelt, auch wenn ich zugeben muss, selten selbst an Trennung gedacht zu haben. Aber daran zu denken und es dann zu tun, s
Hey Du, sei erstmal lieb gedrückt von mir. Ich kann Dich gut verstehen. Meine Trennung ist 3 Jahre her und es war hart. Vorallem kenn ich das Gefühl selbst an Trennung zu denken - und dann wird man verlassen.
Da ich vor 3 Jahren umgezogen bin, wohnen wir zusammen. Ausziehen ist erst Ende Januar möglich.
Mein Ex hat mir angeboten, zusammen wohnen zu bleiben, bis ich fertig studiert habe (noch 2 Jahre). Er
das ist Gift für die „Entwöhnumg” ich würde sogar gleich ausziehen und nicht erst im Januar. Vorallem keine 2 Jahre mehr. Du schaffst so die Loslösung nicht.
Er meint, er will eine Freundschaft aufbauen, mich nicht verlieren.
Das ich jetzt anfange, mich umzuorientieren und mir eine neue Bleibe suche, gefällt ihm nicht. Keine Ahnung ob er sich tatsächlich um mich sorgt oder ob es andere Gründe hat. Und es enttäuscht ihn, weil ich doch sagte, ich würde das Zusammenleben ausprobieren.
also diese schrägen Verhaltensweisen soll mir einer erklären. Wir hatten erst so einen
Thread wo der Freund seiner Freundin helfen wollte und gleich nach der Trennung Freundschaft wollte.
Meine Meinung ganz Old School “ Trennung ist Trennung und Freundschaft ist Freundschaft” beides geht nicht nahtlos zusammen und man braucht Abstand.
Wäsche macht, dann versuche ich es gar nicht. Dann geh ich, sobald ich gehen kann. Vielleicht hat er
das geht gleich gar nicht. Schlecht sprechen und Wäsche machen? Bist Du Dir nicht mehr wert? Keine Wäsche, kein reden - raus aus der Umgebung zur Not ablenken mit amüsieren. Soll der Herr die Wäsche selber machen.

m44
 
  • #9
Er hat gesagt, er liebt dich nicht mehr und das würde ich ernst nehmen. Er hat bereits andere Frauen zu Besuch und spricht bei Freunden schlecht über dich?? Nichts wie weg da! Als allererstes würde ich umziehen, Millionen von Studenten wohnen in kleinen Wohnungen oder WG-Zimmern, dann wirst du das auch können.

Du sagst nicht, wie alt du bist, aber wenn man schon während des Studiums 7 Jahre zusammen war, klingt das sehr nach Highschool Sweetheart.
Sieh es als Chance, dich weiterzuentwickeln.
Jedes Bleiben in seiner Nähe macht das Loslassen nur noch schlimmer. Und: nirgendwo und nie wieder sonst ist die Chance größer, jemanden kennenzulernen als an der Uni, auch wenn dir im Moment noch nicht der Sinn danach steht.
 
  • #10
Also ich antworte jetzt Mal aus meiner Sicht. Wenn du dir selbst etwas wert bist dann ziehst du aus. Er kann viel sagen, aber das hat keine Bedeutung wenn er nicht danach handeln wird. Die Zeit wird's zeigen.

Nimm dir Trennung als Chance und fange an dich um dein Seelenwohl zu kümmern. Was mit ihm ist und wie er sich fühlt bei deinem Auszug, ist erst Mal egal. Jetzt geht es um dich, er hat sich gegen das wir entschieden. Also stell dich nicht in die Warmhalteposition, würde ich zumindest nicht machen.

Mit dem räumlichen Abstand wird es dir langsam besser gehen, du wirst sehen. Ich würde auch erst Mal auf eine Freundschaft verzichten, das geht erst wenn du keine Liebesgefühle mehr für ihn hegst. Die Zeit wird zeigen ob du das dann noch möchtest.
 
  • #11
Wenn er nicht bereit ist, in nächster Zeit auf Frauenbesuch zu verzichten, er weiterhin bei Freunden schlecht über mich spricht oder er mich nur duldet, damit jemand seine Wäsche macht, dann versuche ich es gar nicht.

Wie bitte?? Wo bleiben bitte deine 327 S?
Bitte, kratz deine paar Kröten zusammen und such dir so schnell du kannst eine neue Bleibe. Und ist diese auch noch so dürftig. Alles ist besser als in so einer Konstellation zu verharren. Das zieht dich doch total runter.
Du wirst von ihm geduldet. Er empfängt andere Frauen und du darfst noch seine Wäsche machen? Willst du dich zur Dienstmagd degradieren lassen?

Lauf, Mädl, lauf.
 
  • #12
Sehr, sehr viel Blabla und wenig konkretes- die paar wenige Infos sind beinah untergegangen. Im Prinzip kann man das auf wenig Text reduzieren und du hast schon lange deine Entscheidung getroffen. Aus deiner Ausfrucksweise lese ich heraus, dasd du ihn gensuso nicht mehr liebst, sondern bist zu bequem und noch unreif, um Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Er hat vor drei Wochen die Trennung ausgesprochen und schon hat er Frauenbesuch? Er redet schlecht über dich? Du machst noch seine Wäsche? Bis Ende Januar sind es gerade drei Monate, keine mehrere. Kannst du da einziehen oder läuft Mietvertrag bis Ende Januar? Eure Geschichte ist schon lange durch, du weisst es ,aber drückst dich vor Entscheidung, bis dein Freund endlich Klartext ausgesprochen hat. Jetzt bist du entsetzt, keineswegs verliebt, dass man dich aus der Komfortzone hinausbefördert und fängst an zu klammern, unter dem Deckmantel Eifersucht. Ihr seid beide bequem und entscheidungsschwach.
 
  • #13
er weiterhin bei Freunden schlecht über mich spricht
Na das wäre für mich sofort der Grund auszuziehen. Es ist keine freundschaftliche Trennung, es ist eine, bei der Du abgewertet wirst. Da würde ich nicht wohnen bleiben, sondern einen klaren Schlussstrich ziehen.

mich nur duldet, damit jemand seine Wäsche macht
Machst Du seine Wäsche? Vielleicht noch saubermachen oder einkaufen? Nee, da wär ich wohl zu stolz zu, wenn ich es auch allein schaffen würde. Wenn nicht, hätte ich auch ein Problem.

Mann, Du bist ja völlig am Boden mit Deinem Selbstwertgefühl. Der Mann redet sogar mies über Dich und Du kriegst nicht den Reflex, so schnell wie möglich zu gehen.

Ich will noch ein Gespräch mit ihm führen. Wenn er nicht bereit ist, in nächster Zeit auf Frauenbesuch zu verzichten
Wie willst Du das denn kontrollieren? Das ist ne blöde Bedingung, weil Du als Mensch, über den schon schlecht geredet wird und der vermutlich nur nützlich ist oder dem man Mitleid angedeihen lässt, Bedingungen stellst, die auch noch betreffen, dass er sich weiterhin treu zu verhalten hat.

Vielleicht hat er aber wirklich gute Gründe (nö, aber ich wieder ein schlechtes Gewissen) es zu probieren.
Dass Du dort wohnen bleibst? Der Mann hat Schluss mit Dir gemacht. Auch er ist nicht in der Position, noch irgendwelche Wünsche zu haben an Dich, außer, dass Du Dich gesittet verhältst und aus seinen Unterbuxen keine Scherenschnittgirlande machst. Wieso solltest Du noch ein schlechtes Gewissen haben? Normalerweise hat es doch der, der Schluss gemacht hat, weil er denkt, der andere leidet.

Aber wenn ich bleibe, lasse ich auch nur zu, dass er mir vorher alles nimmt.
Was nimmt er Dir? Es ist schon weg, oder?
Und wie kommt er die nächsten Jahre damit klar, wenn ich so unglücklich bin?
Das ist nicht sein Problem, es ist Deins. Wie kämst Du damit klar, wenn er mit Dir in einer Beziehung bliebe und unglücklich wäre?
Du bist erwachsen und hast einen erwachsenen Partner gehabt. Er ist nicht Dein Papa, der sich einen Kopf drum machen müsste, ob Du unglücklich bist, wenn er nicht mehr mit Dir zusammen sein will. Er macht sich einen Kopf drum, wie er glücklich werden kann. Das musst Du nun auch tun, ohne ihn.

Wie bringt man sich selbst zum Gehen, wenn man eigentlich gar nicht gehen will?
Indem man sich die Gründe ansieht, weshalb Gehen besser ist. Wenn es noch nicht weh genug tut, ist es auch noch nicht so weit.
 
  • #14
Nach 7 Jahren Beziehung wurde ich vor 3 Wochen verlassen. Er liebt mich nicht mehr. Ich sei wie die beste Freundin, aber nicht mehr.
Aber eigentlich weiss ich ja schon, es wird nicht funktionieren. Am Ende wird er mich nur noch zusätzlich fühlen lassen, dass ich ihn im Stich lasse. Aber wenn ich bleibe, lasse ich auch nur zu, dass er mir vorher alles nimmt.
Er verlässt dich, aber wenn du gehst, wird er dich fühlen lassen, dass du ihn im Stich lässt? Tut mir leid, aber diese "Logik" ist mir wohl zu hoch.

Wenn du gehen kannst, dann GEH bitte. Der liebt dich nicht mehr, was soll die Quälerei noch?
 
  • #15
Geh so schnell Du kannst. Ich habe das von Dir skizzierte wohnen nur wenige Monate mitgemacht. Ich glaub als verlassener hofft man immer weiter, solange man friedlich zusammenwohnt. Wir hatten getrennte Schlafzimmer, haben aber meistens zusammen gegessen etc. pp. Es war der Himmel auf Erden und die Hölle zu gleich. Ich liebe sie auf irgendeine Art noch immer. Wir sehen uns mittlerweile nur noch sehr sehr selten und dann ist es so vertraut.
Jeder Jäck ist anders. Aber ich denke nicht das es eine gute Idee ist. Für ihn ist es vllt. einfach nur einfach jemanden in der Nähe zu haben, sich Kosten zu teilen. Aber: was bedeutest Du ihm noch, wenn er Dich leiden sieht, wie du richtigerweise schriebst???

M 48
 
  • #16
Hallo,
Ich bin verzweifelt ... Ich will diese Beziehung selbst nicht mehr und doch tut das Ende weh ...

Liebe FS,

dein Freund hat dir gesagt, dass er dich nicht mehr liebt.
Warum willst du dich also länger in seiner Gegenwart quälen?
Ist die Liebe erstmal vorbei, macht es keinen Sinn mehr zu klammern.

Du hast nachgerechnet und festgestellt, dass du finanziell auch ohne seine Hilfe klar kommst. Warum also noch weiter mit ihm zusammenwohnen?

Was er will oder nicht will oder seine Befindlichkeiten sollten dir egal sein.
Suche dir eine Wohnung oder eine WG und konzentriere dich auf dein Studium.

Kein Mann sollte es wert sein, sich wegen ihm das Leben zu vermiesen.
Selbst wenn du es jetzt noch nicht glauben kannst, - wie das Glück oder Liebesgefühle geht auch der Schmerz eines Tages vorbei.

Dein Leben geht weiter. Denke jetzt mal nur an dich und werde aktiv.
Je eher, desto besser.
 
  • #17
Ich habe letztens alles nachgerechnet und es wird knapp, aber ich käme gerade so über die Runden, auch mit Haustier. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass ich gar nicht abhängig von ihm bin.
Das ist schon mal ein guter Ansatz, auf den du aufbauen solltest.
Am Ende wird er mich nur noch zusätzlich fühlen lassen, dass ich ihn im Stich lasse.
Nein, du lässt IHN nicht im Stich, ER hat sich ja getrennt, hat keine Gefühle mehr für dich. Klammre dich nicht an den Strohhalm, er wolle dich nicht verlieren ... eine Freundschaft zu dir aufbauen ... Mag sein, dass er »enttäuscht« ist, weil er merkt, dass du dich umorientierst, wie du das nennst. Schließlich entfiele mit deinem Auszug seine Haushaltshilfe (Wäsche waschen), auf die würde er am Ende - neben der für ihn wichtigen Freiheit - doch gerne weiterhin zurück greifen.

Warte mit deinem Auszug nicht bis Ende Januar! Suche dir - bei Freunden oder so - eine vorübergehende Bleibe, bis du (im Januar?) einen sicheren Ort für dich hast. Schlage die Freundschaft mit deinem bisherigen Partner aus - es würde eine sehr einseitige werden: du hoffst auf die Umkehr seiner Gefühle, er nutzt dich aus, s.o.
Betrachte diese Beziehung als sofort beendet! Auch, wenn es schmerzt, denn dieser Schmerz lässt nach und irgendwann wirst du dich über deine wiedergewonnene Entscheidungsfreiheit freuen. Denn im Augenblick hörst du viel zu sehr auf seine und nicht auf deine Wünsche.

Ach so: deinen Nickname (BrokenHeart) solltest du ganz schnell ändern ...
 
  • #18
Ich kann dich sehr gut verstehen - mir geht es ähnlich. Allerdings bin ich verheiratet und habe einen Sohn. Man weiß dass die Situation nicht gut für einen ist. Trotzdem kann man nicht einfach so abhauen. Man hofft immer noch irgendwie durch ein wunde alles wieder So werden zu lassen wie es mal war.

Du wohnst also auch noch mit deiner Ex? Warum, wenn ich fragen darf? Ich weiss nicht, warum ich es tue. Ich meine, eine wirkliche Freundschaft zwischen uns, das wäre wunderbar. Aber momentan mache ich mir überall nur Hoffnung und das schlimme, ich habe das Gefühl, seit er sich von mir getrennt hat, klammere ich mich an ihn und mache mich abhängig von ihm, obwohl das doch eigentlich nicht nötig wäre. Obwohl ich diese Beziehung doch eigentlich auch gar nicht mehr will. Aber warum tut dann das Ende doch so weh und warum kann ich es doch nicht akzeptieren?

Ich habe immer eine Antwort, einen Plan und meistens sogar einen Plan B. Aber jetzt... ich habe einfach keine Lösung.

Ich auch nicht. :(

Drücke dir die Daumen, dass du deinen Weg findest. Irgendwie geht es immer weiter....

Wünsch ich dir auch. Und gib Bescheid, solltest du eine Lösung finden, vielleicht erspart das einem von uns viel Leid.
 
  • #19
Warum er das jetzt macht, dir das anzubieten?

Keine Ahnung ob er ein schlechtes Gewissen hat, anmerken lässt er es sich nicht oft. In seltenen Momenten hält er es aber nicht aus, wenn ich weine und nimmt mich in die Arme.
Ich weiss, dass es mir nicht gut tut, weil ich mich plötzlich an ihn klammere und Dinge will und erhoffe etc., die wollte ich sogar während unserer Beziehung nie. Sicher sind es die Emotionen, die überkochen, aber ich weiss nicht wirklich, wie damit umgehen. Und mir gefällt nicht, dass ich mich seit der Trennung irgendwie abhängig von ihm mache. Andererseits scheint er es wirklich ernst zu meinen, mit dem, was er sagt. Ich bin eine wichtige Freundin für ihn. Macht es aber nicht unbedingt einfacher.
Nimm die Hand von Freunden und Familie und suche Abstand von deinem "alten" Leben mit ihm
Das würde ich sehr gerne, das geht aber nicht. :( Für ihn bin ich umgezogen und auch wenn ich mir hier ein neues Leben aufgebaut habe und neue Freunde gefunden habe, so sind selbst diese mittlerweile auch mit ihm befreundet.

Oder du ziehst vorübergehend heim? Wie weit ist dein Studienort von deiner Heimat entfernt? Hast du eine Freundin, die dich vorübergehend aufnehmen kann?
Nein, hab ich leider nicht. Meine Familie hat mich schon vor langer Zeit verstossen, da war ich 14. Später durch ihn konnte der Kontakt etwas gebessert werden, aber mich jetzt an sie zu wenden, kann ich vergessen. Ich war immer nur geduldet, solange er dabei war. Und Freunde dort hab ich keine. Oder keine guten. Mein Umfeld war nicht wirklich das Beste. Bis ich dann irgendwann ihn kennen gelernt habe. Seine Eltern waren frisch geschieden, von da an hat er rebelliert.

Ich weiss, es mag sich komisch anhören, aber wir sind quasi zusammen "vernünftig" und erwachsen geworden. Ich war wahnsinnig abhängig von ihm, er von mir. Die ersten zwei Jahre waren ziemlich anstrengend, dann kam der grosse Knall und eine dreimonatige Pause. Dann bereute er, Schluss gemacht zu haben und kam zurück. Und obwohl wir beide nicht wissen, was da genau passiert ist, aber nach dieser Pause wurde unsere Beziehung anders. Ernster.
Wir planten immer noch unsere Zukunft gemeinsam, beide wollten wir aber etwas unabhängiger werden. Mir war es wichtig, eigenes Geld mit nach Hause zu bringen, auch wenn ich studiere. Uns beiden war ein eigenes Umfeld wichtig, welches wir uns auch gesucht haben. Er kannte ja noch ein paar von früher und hat sich da angehängt, ich hab mir einen Nebenjob gesucht und dort meine Leute gefunden. Tja, aber wir waren eben auch lange zusammen, wollten unser Leben zussmmen verbringen. Und wurden halt gegenseitig ins Umfeld integriert. Und so kommt es nun halt auch, dass wir kaum eigene Freunde haben. Er mehr als ich, da er hier auch eine Vergangenheit hat, mich gab es hier immer nur an seiner Seite.
 
  • #20
Ach, im Grunde weiss ich doch nur nicht, was ich tun soll. Irgendwie glaube ich ihm, wenn er sagt, ich sei wie eine beste Freundin, eine Schwester für ihn. Auf der anderen Seite kann er mir nicht garantieren, dass er bei Frauenbesuch in nächster Zeit auf meine Gefühle rücksicht nehmen kann. Er versteht, dass ich leide, dass es mir weh tut, dennoch scheint ihn das ja auch nicht zu stören. Aber das sollte es doch auch bei einer Freundschaft?
Einerseits will ich, dass eine Freundschaft funktioniert. Weil wir uns gegenseitig viel gegeben haben, weil wir uns gegenseitig stark gemacht haben und wir unglaublich viel zusammen erlebt und geteilt haben. Andererseits bin ich wütend auf ihn und verletzt, dass er mich einfach nicht mehr will.
Und obwohl ich doch glaubte, diese Beziehung eigentlich selbst nicht mehr zu wollen, mache ich mir Hoffnungen. Jeden Tag aufs Neue. Und das schlimmste; obwohl wir uns eigentlich unabhängig voneinander gemacht haben, klammere ich jetzt. Ich mache Dinge, die ich nie getan habe und werde wieder abhängig von ihm. Und das, obwohl ich doch nicht zurück will. Aber das Ende tut so weh.
Heute geht er auf ein Familienfest. Das erste seit sieben Jahren, auf dem ich nicht dabei sein werde. Und ich fühle mich schrecklich. Er hat mir angeboten, ob ich ihn begleiten möchte. Er denkt, wenn ich über die Trennung hinweg sei, würde mich seine Familie sowieso wieder überall einladen, da ich für sie ja doch auch zur Familie gehöre. Für ihn schon jetzt kein Problem, für mich schon.
Klar, ich mag sie und sie sind mir wichtig, aber ich kann diese Familie doch jetzt nicht weiterhin als meine Familie sehen?! Um dann was, in Zukunft an den Familienfesten teilzunehmen? Und schon gar nicht jetzt während der Trennung, wo ich mich doch von ihm und allem, was dazugehört, lösen muss. Wie soll das denn gehen? Hallo, wir sind getrennt, bleiben jetzt aber Freunde. Und schon brech ich in Tränen aus. Nein, das funktioniert nicht.
Gestern sagte ich ihm, dass ich ausziehen will. Dass ich denke, dass sei besser für mich. Natürlich würde er mich gehen lassen, wenn ich denken würde, ich bräuchte dies. Er fände es aber trotzdem sehr schade. Er meinte auch, ich würde überstürzt entscheiden. Ich könne jetzt doch noch gar nicht sagen, ob das Zusammenwohnen funktionieren würde. Ich solle noch etwas abwarten.
Ich weiss nicht mehr, was richtig oder falsch ist. Ob ich gehen oder bleiben soll. Ob es je so werden kann, wie er sich das vorstellt. Und ich komme mit meinen eigenen Gefühlen nicht klar.
Ist die Trennung wirklich noch zu frisch, als das ich sagen könnte, wie es weiter geht? Wann werde ich das dann sagen können? Warum hab ich Hoffnungen, wenn ich die Beziehung doch nicht mehr will?
 
  • #21
Ich würde so schnell es geht ausziehen, zur Not vorübergehend bei Freunden /Familie wohnen. Du musst erst mal Abstsand gewinnen und das geht in einer gemeinsamen Wohnung nicht.
Ob es wirklich so selbstlos ist, dass er dir erlaubt weiter bei ihm zu wohnen? Vielleicht braucht er nur eine Putzhilfe und jemanden, der sich an der Miete beteiligt. Dafür wäre ich mir zu schade.
 
  • #22
Hallo FS,

du musst da denfinitiv raus aus der Wohnung. Ich höre heraus, dass du dich sehr abhängig gemacht hast und in ihm einen Familienersatz gesucht hast. Auch wenn du im Moment keine Freunde hast, dann suche dir zumindest ein kleines Zimmer in der Wg. Es wäre fatal jetzt noch zu bleiben. Du wirst dich sonst nur quälen und abhängig machen. Als mein Freund schluss machte, bin ich abgedüst "auf nimmer wieder sehen"...er wollte eine Beziehungspause, ich nicht. Es war eine gute Entscheidung, auch wenn ich ihn damals vermisste und mir ihn als Kumpel vorstellen konnte. Das war einmal...irgendwann wird es dir besser gehen. Es liegt an dir und deiner Charakterstärke, ob du das schaffst. Es wird sicherlich nicht einfach, weil ich vermute, dass du deine Kindheitserlebnisse mit ihm aufarbeitest und das für dich wie die Hölle ist....es ist aber eine Abhängigkeit, vergiss es nicht. Liebe ist das nicht.
 
  • #23
Liebe FS,
ich weiß nicht warum es gestern nicht freigeschaltet wurde. Ich versuche es nochmal.
Wenn Du den noch nicht kennst, schaue Dir unbedingt diesen Thread an:

https://www.elitepartner.de/forum/frage/wie-kann-ich-ihr-helfen-die-trennung-zu-verarbeiten.78169/

Es geht hier um einen Partner, der selber gerade die Beziehung beendet hat und möchte seine Freundin helfen, mit ihr unbedingt befreundet bleiben und nicht, dass sie auszieht. Kommt es Dir bekannt vor? Die Ähnlichkeiten der Situation sind zu verblüffend um reiner Zufall zu sein. So gesehen, sind die Antworten er bekommt für Dich auch sehr relevant.
Ich wünsche Dir viel, viel Kraft.
Alles Gute Dir
G (w48)
 
  • #24
Sehr, sehr viel Blabla und wenig konkretes- die paar wenige Infos sind beinah untergegangen. Im Prinzip kann man das auf wenig Text reduzieren und du hast schon lange deine Entscheidung getroffen. Aus deiner Ausfrucksweise lese ich heraus, dasd du ihn gensuso nicht mehr liebst, sondern bist zu bequem und noch unreif, um Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Er hat vor drei Wochen die Trennung ausgesprochen und schon hat er Frauenbesuch? Er redet schlecht über dich? Du machst noch seine Wäsche? Bis Ende Januar sind es gerade drei Monate, keine mehrere. Kannst du da einziehen oder läuft Mietvertrag bis Ende Januar? Eure Geschichte ist schon lange durch, du weisst es ,aber drückst dich vor Entscheidung, bis dein Freund endlich Klartext ausgesprochen hat. Jetzt bist du entsetzt, keineswegs verliebt, dass man dich aus der Komfortzone hinausbefördert und fängst an zu klammern, unter dem Deckmantel Eifersucht. Ihr seid beide bequem und entscheidungsschwach.

Ähh. Genau. Du triffst den Nagel auf den Kopf. *ironieoff*
Was du schreibst, stimmt nicht. Ich liebe ihn tatsächlich, sonst hätte ich mich längst getrennt und nicht weiter an unserer gemeinsamen Zukunft geformt, gebastelt, erträumt etc. Und sonst käme ich mit der Trennung ja super klar, dürfte sogar hier wohnen bleiben, wir wären normale Freunde, wäre ja ideal. Aber ich MUSS ja nicht aus der Wohnung raus. Ich könnte all das ja haben. Wenn ich also schon längst hätte die Beziehung beenden wollen und nur Angst habe, aus der Komfortzone zu kommen, warum bin ich dann jetzt nicht zufrieden? Warum tut es dann so weh? Genau, weil ich ihn eben doch liebe.
 
  • #25
Ich bin mal ein Jahr lang geblieben, aus ähnlichen Gründen ... und danach quer durch Deutschland geflohen, um mich wieder selbst zu finden.
Wie habt ihr euch getrennt und warum bist du geblieben? War es der Schmerz, der es unmöglich machte?
Du klingst etwas konfus, widersprüchlich. Die erste große Trennung. Das tut weh.
Du sagst nicht, wie alt du bist, aber wenn man schon während des Studiums 7 Jahre zusammen war, klingt das sehr nach Highschool Sweetheart.
Wie meinst du das, konfus und widersprüchlich? Aber ja, die erste Trennung ist es. Ich bin 26, er 24.
Er hat entschieden, dass Du (oder er) geh(s)t, nicht Du.
Das ist es ja. Er hat sich entschieden, sich von mir zu trennen, ja. Aber das einer von uns beiden auszieht, das will er nicht.
Vorallem kenn ich das Gefühl selbst an Trennung zu denken - und dann wird man verlassen.
Weisst du, warum es trotzdem so weh tut? Naja, ich wusste ja, das ich ihn noch liebe, sonst hätte ich ja auch irgendwann Schluss gemacht. Ich glaube aber, ich wurde selbst von meinen Gefühlen überrascht, weil ich dachte, sie wären nicht mehr so wahnsinnig stark, wie sie es nun doch sind.
das ist Gift für die „Entwöhnumg” ich würde sogar gleich ausziehen und nicht erst im Januar.
Gleich ausziehen geht nicht, müsste ja doch Miete bis Januar bezahlen und zwei Mieten krieg ich nicht hin. Und von Sofa zu Sofa wechseln bis im Januar ist auch nicht wirklich prickelnd oder realistisch.
Klammre dich nicht an den Strohhalm, er wolle dich nicht verlieren ... eine Freundschaft zu dir aufbauen
Vermutlich, oder sogar sehr sicher, ist eben genau das schon passiert. Aber genau das versteht er nicht, wenn ich es ihm sage. Und einfach gehen? Ich weiss nicht, ich will eigentlich die gemeinsamen Haustiere mitnehmen. Um sie streiten möchte ich nicht, sie aber einfach so mitnehmen, ohne ihm zu sagen, dass wir gehen, finde ich eine Assi-Aktion.
Betrachte diese Beziehung als sofort beendet!
Das tue ich, meistens zumindest. Manche Momente sind auch noch voller Hoffnungen. Aber meistens tue ich das. Vermutlich sogar besser als er. Er wieder mich am liebsten bereits als beste Freundin auf ein Familienfest mitschleppen.
 
  • #26
Auf der anderen Seite kann er mir nicht garantieren, dass er bei Frauenbesuch in nächster Zeit auf meine Gefühle rücksicht nehmen kann. Er versteht, dass ich leide, dass es mir weh tut, dennoch scheint ihn das ja auch nicht zu stören.
Hast du dieses Szenario mal in Gedanken durchgespielt? Stell dir vor, er kommt mit einer Frau nach Hause. Vor deinen Augen nimmt er sie in den Arm, zärtliche Gesten. All die Dinge, die er früher mal mit dir gemacht hat. Er geht in sein Zimmer, schließt die Tür, du hörst sie leise sprechen, manchmal lachen und noch andere Dinge ... Und du musst das mit ansehen und anhören und fühlst dich wie ein weggeworfener Lappen. Das ist demütigend. Schon aus Selbstschutzgründen musst du raus aus seiner unmittelbaren Umgebung. Dein Leid wird sich sonst vergrößern.
 
  • #27
Dass Du dort wohnen bleibst?... Wieso solltest Du noch ein schlechtes Gewissen haben?
Er verlässt dich, aber wenn du gehst, wird er dich fühlen lassen, dass du ihn im Stich lässt? Tut mir leid, aber diese "Logik" ist mir wohl zu hoch?
Ja, er will, dass ich hier wohnen bleibe. Quasi als WG, weil seine Gefühle ja eigentlich schon länger weg sind und er mich schon länger als Freundin sieht. Das seine Gefühle nicht mehr die gleichen sind, da kann er nichts für. Stimmt, da hat er Recht. Also braucht er aus seiner Sicht eigentlich auch kein schlechtes Gewissen haben. Wenn ich jetzt aber einfach ausziehe, OHNE das WG Ding zu probieren, kann ich was dafür, weil ich es eben nicht probiert habe. Und genau daher muss ich dann auch ein schlechtes Gewissen haben. So funktioniert seine Logik und obwohl ich das weiss, schafft er es doch immer wieder, mir dieses Gewissen auch einzureden.
Aber: was bedeutest Du ihm noch, wenn er Dich leiden sieht, wie du richtigerweise schriebst??
Vermutlich eben nicht mehr wirklich viel. 
Das ist nicht sein Problem, es ist Deins. Wie kämst Du damit klar, wenn er mit Dir in einer Beziehung bliebe und unglücklich wäre?
Das will ich ja gar nicht und das weiss ich auch. Das war mehr eine rethorische Frage. Meine Freundinnen seh ich nicht gerne leiden. Er will eine Freundschaft mit mir, will, dass ich es freundschaftlich versuche und in einer WG mit ihm bleibe? Es ist viel, das ich riskiere, braucht also auch einen gewissen «Lohn».. Und was könnte der schon sein, wenn es ihm ja anscheinend nichts ausmacht, mich leiden zu sehen. Vermutlich keiner, der das Hierbleiben wert wäre..
 
  • #28
... mich gab es hier immer nur an seiner Seite.
Ich glaube, hier liegt der Hase im Pfeffer: ihr wart sieben (7!) Jahre zusammen und du hast nie deinen Kopf oben getragen? Er hat dich als kleines Anhängsel heran gezüchtet und du bist gesprungen, wann immer er gepfiffen hat? Darauf will er nun nicht verzichten und bietet dir seine Freundschaft an. Merkst du nichts? Er verachtet dich, wird neben deinem Bett ein neues Lager für sich und seine nächste Freundin aufbauen. Und du wirst den beiden Wein & Käse servieren. Weil du hoffst, dass er am Ende doch erkennt, dass du seine wahre Liebe bist.
Ich weiß ja nicht, was bei dir noch passieren muss, damit du nicht unverändert glaubst, er würde dich aus Liebe und Mitleid weiterhin bei sich wohnen lassen. Trage wenigstens jetzt (endlich!) mal deinen Kopf stolz oben, wisch deine Tränen ab, putz dir die Nase und schreite aus seiner Tür - für immer!
 
  • #29
Liebe @BrokenHearted mache dir selbst keine Vorwürfe, dass du dich jetzt nach der ausgesprochenen Trennung an ihn klammerst und eifersüchtig reagierst. Es ist doch völlig normal und menschlich, dass du dich einsam und verloren fühlst nach sieben Jahren Beziehung auch wenn sie offensichtlich nicht das Gelbe vom Ei gewesen ist und du selbst an Trennung gedacht hattest. Wir sind soziale Wesen und als Menschen brauchen wir alle Zuwendung, Nähe, Geborgenheit und Liebe. Auch körperliche Nähe und Zärtlichkeit tut uns einfach gut und macht uns glücklich aber gerade das willst du von ihm nie wieder bekommen können (es sei denn in einigen Jahren erkennt er selbst dass sie einen Fehler gemacht hat und dich zurück haben möchte, aber du ihn vielleicht nicht mehr). Du liebst ihn ja trotzdem immer noch und hast Hoffnung, dass wieder alles wie am Anfang wird oder nach der ersten Trennung nach der dreimonatigen Pause als eure Beziehung ernster wurde. Deine Gefühle für ihn und deine Hoffnung werden für dich nur eine reine Qual sein und es wird noch schlimmer, weil sich dadurch nichts ändern wird. Wenn du in der Wohnung bleibst, heißt das nicht dass seine Gefühle für dich zurückkehren. Wenn tatsächlich, dann erst wenn du wirklich keinen Kontakt mit ihm hast und ausgezogen bist.

Gehe manchmal abends spazieren, gehe an einsame Orte und weine, wenn es dir danach ist und lass deine Wut und deine Enttäuschung heraus. Verarbeite diesen unsäglichen Schmerzen und behalte immer im Kopf, dass du ausziehen solltest, damit deine Seele heilen kann.

Ob du dann irgendwann mit ihm eine Freundschaft pflegen kannst steht in den Sternen. Aber auch ich empfehle dir, wie die meisten schon, so schnell es geht auszuziehen - nur zu deinem eigenen Seelenheile, denn kein Mann auf dieser Welt ist es Wert, dass eine Frau seinetwegen leidet! Kein Mensch ist es dessen Wert! Das sage ich mir selbst auch immer wieder.
Wenn er irgendwann die einseitige Trennung als Fehler sieht, dann ist er selber und er hätte früher daran denken können, was und wen er aufgibt.
Ansonsten finde ich es gut, dass du nicht sofort das Handtuch geworfen hast, obwohl du selbst Zweifel hattest. Trennungen soll man nicht leichtfertig aussprechen, weil sie danach rückgängig zu machen sehr schwer ist und wenn doch dann mit viel seelischem Schaden.

Es ist ja auch völlig logisch und normal, dass du am Boden zerstört bist, denn 7 Jahre Beziehung sind nicht wenig. Gebe dir genug Zeit und verarbeite deine Schmerzen und lass deine seelischen Wunden heilen, solange du es brauchst. Das kannst du am besten bewältigen, wenn du ihn nicht mehr siehst und dich von ihm räumlich trennst.
 
  • #30
Und deswegen hast , auch wenn " selten", dann doch an die Trennung gedacht. Ironieoff. Ihr habt euch schon mal getrennt, eure Beziehung war nicht einfach, du betonst immer wieder, dass du selber diese Beziehung nicht willst. Deine Beiträge lesen sich sehr verkopft, ein Gedankengang um den anderen. Wer im Kopf ist, der ist nicht im Herz. Sonst wüsstest du, was zu tun ist. Weil nämlich Liebe mit Selbstliebe anfängt. Ich lese aber nur von zwei abhängigen, die nicht so richtig losslassen können.
 
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