• #31
Ihr habt euch gut verstanden und seit wohl auch Freunde geworden. Das verpflichtet ein bisschen. Gleichgültig die Schultern zu zucken und sich "vom Acker" zu machen, wenn jemand krank wird, ist charakterlos.

Ich würde klarstellen, dass ich Affärenfrau und keine Lebenspartnerin bin und es deshalb weder Verpflichtung noch Abmachung gibt ihn zu pflegen oder sich um ihn zu kümmern. Ich hätte auch weder Zeit noch die Ausbildung dazu. Selbstverständlich wäre ich bereit Ideen und Ratschläge anzubieten, wie er die neue Situation bewältigen kann.

Ich finde den Thread gut. Endlich wird einmal deutlich, was es langfristig bedeutet, wenn man auf Verbindlichkeit und Partnerschaft verzichtet.
 
  • #32
Mich wundert im Übrigen die Frage der FS außerordentlich, da die FS im Nachbarthread *Hoffnungslos enttäuscht* einen klaren Standpunkt zum Thema vertritt. Das lohnt sich für Jeden hier mal zu lesen, bevor er der FS weitere Ratschläge gibt.

Beste Grüße!
 
  • #33
Er ist nicht bereit sich auf eine richtige Beziehung einzulassen und will lediglich alle Annehmlichkeiten leben aber die FS wird dann aufgefordert ihn zu pflegen wenn es ihm schlecht geht.
Ich verstehe den Beitrag der FS so, dass diese Spaßbeziehung auf beiderseitigem Einverständnis beruhte. Von daher sehe ich nicht, was er falsch gemacht haben soll. Oder hat sie auf eine verbindliche Beziehung gehofft, weil er es ihr versprochen hat?

Aber was den Rest betrifft stimme ich nachdenkliche zu.
Selbst wenn man nicht fest zusammen ist, kann man auch mal für jemanden da sein den man mag, wenn er es braucht. Die Gesellschaft ist mittlerweile derart kalt und verroht, dass mir eine Gänsehaut über den Rücken jagt.
 
  • #34
Hmm...! - Stell dir mal die Frage, ob ER sich denn um dich kümmern würde, wäre die Diagnose bei DIR gestellt worden. Die Antwort darauf kannst du hoffentlich einschätzen. Entsprechend würde ich mich verhalten. Er wollte doch keinerlei Verbindlichkeiten. Das hat eben auch eine Schattenseite. Wer jemanden auf Distanz hält, nix mehr mit "in guten wie in schlechten Zeiten", der muss schon damit rechnen, in den schlechten Zeiten allein dazustehen!
 
  • #35
Versorgepflichten sehe ich hier nicht. Kannst Du sicher auch gar nicht, weil Du ja noch Dein "richtiges" Leben hast.

Ich frage mich aber, ob man sich mit einem Menschen auf Reisen begibt und mit ihm Spaß hat, wenn man sich ihm emotional nicht wenigstens wie zu einem Freund verbunden fühlt. Das wäre ja reine Prostitution, falls der Mensch bezahlt für die Begleitung.

Verpflichtet ist man nicht mal in Freundschaft und Partnerschaft was, wenn man so hört und liest, wie Menschen miteinander umgehen. Also hängt es allein davon ab, welches Bedürfnis Du hast, noch Zeit mit ihm zu verbringen. Es haben sich ja auch schon Partner und Freunde vom Acker gemacht, wenn ein Mensch Probleme hatte. (Wobei ich denke, dass irgendwann auch hier eine Grenze kommt, wenn es an die eigene Substanz geht.)

Also horche in Dich hinein, was Du gern tun willst, was er Dir gibt als Person, wenn ihr nicht Dolce Vita habt. DAS kannst Du ihm als Freundin geben. Aber keine Pflege usw., die Dein Leben völlig verändern würde.
Und ich würde mich fragen, was er wohl tun würde im umgekehrten Fall. Nicht, um unbedingt mein Handeln davon leiten zu lassen, aber um die Sache nüchtern betrachten zu können. Ich kenne Freundschaften, in denen ich einseitig viel gegeben habe und als es mir mal schlecht ging, war nicht mal eine Stunde Zeit für mich möglich, ohne dass nicht noch was anderes wichtig war. Solche Menschen kommen nicht mehr in mein näheres Umfeld.
 
  • #36
Um Gottes Willen! Ich hoffe doch sehr für dich, daß du ihm auch in schwereren Zeiten freundschaftlich verbunden bleibst. Nachdem er offenbar durchaus wohlhabend ist, aber auch wenn nicht, wird er wohl in der Lage sein, seine Pflege selbst zu organisieren und eventuell zu finanzieren. Das wird er ja wohl auch kaum von dir erwarten, wenn er wirklich so ein weltgewandter Mann ist, dann verlangt er von der Geliebten doch nicht, daß sie auf einmal zur Krankenschwester mutiert. Wie gesagt, dazu gibts welche, die diesen Beruf gelernt haben und ihn auch gerne ausüben. Ein kultivierter Mann würde es ABLEHNEN, selbst wenn du es anbieten solltest.
Also - ich sehe kein Drama. Ihr solltest nur eure Erwartungen abstecken. (Alles unter der Voraussetzung, dass das kein Fake ist um mal wieder ein hochexplosives Thema auf den Tisch zu bringen.)
 
  • #37
Mir fehlen auch die Worte, auch ob mancher Antworten hier.....
es lebe die "Spassgesellschaft", Verantwortung, Empathie gleich Null, Zuneigung usw. Fehlanzeige.

Die Oberflächlichkeit und emotionales Defizit sehte ich bei Beiden gleichermassen, von daher passt es super.
Hoffentlich findet die FS zukünftig dann auch einen, der sich abwendet wenns mal nicht mehr so spassig geht, kann schneller gehen als manche (r) glauben mag.
 
  • #38
Na, abgeneigt liebe FS warst du doch auch nicht. Du bist doch schon groß, hättest definitiv Nein sagen können zur Vereinnahmung deiner Person durch deinen Spaß-Partner
Wenn einer von Zweien eine Nur-Spass-Beziehung will, dann kann man mit ihm nichts anderes miteinander haben, egal was man selber will. Es gibt nur die Entscheidung mitzumachen oder garkeine Beziehung zu haben.
Wer sich mangels Alternative fürs Mitmachen in einer Dolce-Vita-Beziehung entscheidet, dem kann der Partner nichts anderes abverlangen, wenn sich für ihn die Bedingungen ändern. Man kann neu verhandeln, ob da Gefühle sind, die was anderes ermöglichen - mehr nicht.

Mein erster Gedanke beim Lesen deiner Worte war: Wer von euch Beiden hat das "süße" Leben finanziert? Du mit einem riesengroßen finanziellen Polster unter dem Popo oder überwiegend er? Wäre interessant zu wissen.
Dazu muss man nur das Eingngsposting lesen, dann ist die Frage beantwortet:
Das Leben genießen, zu großen Teilen 50:50 jeder hat sein eigenes Leben und seinen eigenen Beruf.

Kurze Rede langer Sinn: Ich kann grundsätzlich nichts mit Menschen anfangen, die sich vom Acker machen wenn es darum geht einem Menschen zu beweisen, dass er sich auf mich verlassen kann.
Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass man füreinander dasein sollte. Allerdings haben wir hier die Konstellation, die auch gewürdigt werden muss: der Partner der FS wollte explizit wegen seines "Scheidungstraumas" keine Verbindlichkeit.
In guten und schlechten Zeiten ist kein Grundprinzip, worauf man sich beliebig berufen kann - es geht nur auf Gegenseitigkeit und von vornherein in Übereinstimmung.

Wer sich für eine Schönwetter-Beziehung ohne Pflichten als Paarbeziehung entscheidet, muss damit rechnen in rauem Klima ohne Partner(in) dazustehen und auf Familie, Freunde oder Haushalts- und Pflegedienste zurückzugreifen.

Das ist jetzt in kürzester Zeit der 3. Thread zu einem ähnlichen Thema: Männer wollen Unverbindlichkeit, solange es ihnen gut geht. Kaum haben sie ein Problem, soll die Frau in ihre soziale Versorgerrolle schlüpfen. Das wird zukünftig immer weniger fuinktionieren, wenn die Männer keine wirtschaftlichen Versorger sein wollen oder als solche nicht gebraucht werden.
 
  • #39
FS, auch wenn Dir hier von einigen Leuten ein ganz schön harter Gegenwind entgegen gebracht wird, seine Gesundheit ist nicht Dein Problem.

Du bist fast 2 Jahrzehnte jünger als er, Du hast jetzt noch mindestens 20 gute Jahr, wo Du Dein Leben genießen kannst. Wenn Du Dich auf ihn und seine Pflege einlässt, dann kannst Du Dich gleich erschossen. Du wirst nicht mehr so reisen können, weggehen können, wie Du es gewohnt bist.

Wärst Du krank geworden, dann hätte er in keinem Forum Fragen gestellt, er hätte Dich verlassen. Er hätte Dir gesagt; ich hatte schon genug Verpflichtungen in meinem Leben ich will noch was von meinem Leben haben, sorry aber danke für die schöne Zeit.

Er wollte keine Verantwortung für einen anderen Menschen tragen, dann darf er das auch nicht erwartet. Aber das ist oft bei Männern, wenn sie krank werden, sehen sie alles dann ganz anders.
 
  • #40
Verantwortlich ist seine Verwandschaft und Exfrau.

Alles von dir ist reine Freundschaft, freiwillig, wie eine Freundin eben.

Das sollte ihm klar sein.
 
A

Ares

  • #41
Hat jemand von euch vielleicht einen Rat, was ich machen könnte?
Ja, ganz klar: das tun, was Du tun möchtest. Eine Partnerschaft ohne Verpflichtungen bedeutet sicher nicht, dass Du diese plötzlich hast, nur weil es ihm schlecht geht. Hätte er das im umgekehrten Fall unterstützt? Vermutlich nicht. Beide wollten gemeinsam Spaß haben.

Er sollte sich für die Pflege da umschauen, wo es professionelle Hilfe gibt, als echte Freundin (und da könntest Du dann durchaus eine moralische Verpflichtung haben, denn was bedeutet Dir Freundschaft?) solltest Du ihn darin unterstützen, passende Hilfe zu finden. Und natürlich den Kontakt nicht deswegen abbrechen.
 
  • #42
Bin seit 3 Jahren in einer beiderseitig gewollten und besonders von ihm (54) vorangetriebenen Dolce-Vita-Partnerschaft.
Bei solchen Sätzen krieg ich schon Kopfschmerz. Wenn die Betonung darauf liegt, dass der andere die Beziehung "besonders vorangetrieben" hätte. Schon mal schnell und eleganz die Verantworung abgeben, nicht wahr?
Zu einer Beziehung gehört immer und zu jeder Zeit die vollständige Freiwilligkeit beider Beteiligten. Wer da schon schummelt, disqualifiziert sich für mich bereits am Anfang.
 
M

Mooseba

  • #43
Du willst das schöne Leben. Also beende das. Das möchtest du doch auch tun. Oder?
 
  • #44
Du bist 17 Jahre jünger, sicher eine attraktive Erscheinung, und er hat seinen Spaß mit dir gehabt. Es hätte immer so weiter gehen sollen - wenn die Gesundheit ihm keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.
Du hast es wohl auch genossen und dabei immer gewusst, dass Verpflichtungen seinerseits ausgeschlossen waren.
Nun ist alles anders gekommen. Er ist schwer krank geworden, das süße Leben ist zu Ende. Ihm Gegensatz zu dem, wie er sich selber verhalten hat, behauptet er nun, dass du verpflichtet seist, zu ihm zu stehen und ihm in allem zu helfen. Welch ein Egoismus und welch eine Egozentrizität hier hervortreten!
NEIN - du bist zu überhaupt gar nichts verpflichtet! Du würdest dein Leben zerstören, wenn du hier nachgibst. Einen alten, kranken, selbstsüchtigen, unnachgiebigen Egozentriker zu pflegen, nachdem er selber dich nur als Mittel zum Zweck benutzt hat, wäre vollkommen hirnverbrannt.
Ich stimme diesem Beitrag vollkommen zu und ich sehe es selbst genauso.

Liebe FS frage dich doch selbst: "hätte dieser 54-jährige Mann sich genauso um mich gekümmert und mich gepflegt, wenn ich selbst schwer krank geworden wäre?" Stelle dir selbst diese Frage und spüre in dich hinein, wie die Antwort ausfallen würde, ohne ihn danach zu fragen. Ich habe das Gefühl, die Antwort in deinem Fall schon zu kennen.
Unterstützen kannst du ihn ja moralisch aber die pflegerischen Aufgaben kann jemand anders übernehmen. Es gibt auch Pflegekräfte die Menschen auch zu Hause betreuen.

Mein Vater hatte das selbstverständlich getan als meine Mutter krebskrank wurde. Sie standen sich zur Seite in guten wie in schlechten Tagen.
 
  • #45
Hm. Was bedeutete "jeder hat sein eigenes Leben"?

Seid ihr wirklich nur zusammen ausgegangen? Wenn Du krank warst, hast Du die Krankheit alleine auskuriert und Dich erst wieder topfit für die nächste Wochenendreise verabredet?

Dann hast Du tatsächlich keinerlei Verpflichtung. Ich würde ihn organisatorisch unterstützen, wenn er das braucht - z.B. Suche nach einem geeigneten Pflegedienst - und sicherlich auch mal ab und zu am Abend für eine Stunde vorbeischauen. Aber das wäre es dann auch.
 
  • #46
Hm. Was bedeutete "jeder hat sein eigenes Leben"?

Seid ihr wirklich nur zusammen ausgegangen? Wenn Du krank warst, hast Du die Krankheit alleine auskuriert und Dich erst wieder topfit für die nächste Wochenendreise verabredet?

Dann hast Du tatsächlich keinerlei Verpflichtung. Ich würde ihn organisatorisch unterstützen, wenn er das braucht - z.B. Suche nach einem geeigneten Pflegedienst - und sicherlich auch mal ab und zu am Abend für eine Stunde vorbeischauen. Aber das wäre es dann auch.
 
  • #47
Dein Empfinden (Empörung ) sagt doch alles über deine Gefühle für ihn. Da ist kein Mitleid, keine wahre Freundschaft geschweige denn Liebe deinerseits.

Wenn du Gefühle für ihn hättest, würde sich dir diese Frage gar nicht stellen.

Von jemanden, der so wenig für mich empfindet, würde ich auch nicht gepflegt werden wollen.

Du hattest deinen Vorteil, er den seinen.... nun bekommt ihr die Quittung.

Er die Krankheit, du das schlechte Gewissen.
 
  • #49
Sie hat sich an einen alten Mann mit Geld herangeschmissen, diesen für ihren Spass schamlos ausgenutzt und ihre Weiblichkeit bewusst eingesetzt.
Und was bringt dir diese "Umkehrung" der Geschichte? Ändert das irgendwas dran, dass es eine "unverbindliche Spaßbeziehung" war?
Oder gehst du auch noch davon aus, dass der Mann ja _eigentlich_ eine feste, verbindliche Beziehung wollte?

Man erntet, was man sät. Der Mann wollte unverbindlich und Spaß und das hat er bekommen. Dass sich dafür keine Frau hergibt, die dann im Notfall durch dick und dünn mit ihm geht, hätte ihm in seinem Alter bewusst sein müssen.

Man erntet, was man sät gilt gleichermaßen für die FS. Sie wird in ähnlicher Lage dann mit einiger Wahrscheinlichkeit auch niemanden haben, der zu ihr hält ... Ist für mich "Strafe" genug, da muss ich sie nicht wegen ihrer Einstellung niedermachen.
 
G

grünewelle

  • #50
Sie hat sich an einen alten Mann mit Geld herangeschmissen, diesen für ihren Spass schamlos ausgenutzt und ihre Weiblichkeit bewusst eingesetzt.

Könnte so auch gewesen sein!?! Oder ?!?
Und nun?
Und? Ist auch ein Deal, oder nicht?
Von daher wurde keiner von beiden ausgenutzt.
Er war es, der keine Beziehung wollte. Sie war es, die mit einem wesentlich älteren Mann eine "nurSpassBeziehung" einging. Win-Win-Situation,könnte man annehmen. Selber wenn sie "ihre Weiblichkeit" bewußt eingesetzt haben sollte.
Frag mich ja immer, wie das geht, gibt es das tatsächlich, dass Männer einfach nur auf Grund von Weiblichkeit ihren Verstand abgeben?
Ich denke, der Freund der FS hat nicht damit gerechnet, so schwer krank zu werden. Wie auch, da rechnet man in dem Alter ja nicht mit. Ist auch tragisch, keine Frage.
Könnte sein, er "klammert" jetzt an der FS, weil er genau weiß, dass er keine andere Partnerin finden wird, die ihn versorgt, wenn es soweit ist.
Gibt es eigentlich die Zeit noch, diese ganzen Dinge zu besprechen miteinander? Scheint mir eine sich einschleichende Krankheit zu sein.
Ich persönlich würde mich nicht verpflichtet fühlen, es aber trotzdem machen....ein oder viele klärende(s) Gespräch mit ihm führen. Jetzt ist die Zeit für Ehrlichkeit da.
W
 
  • #51
Ich sehe das anders. Er ist nicht bereit sich auf eine richtige Beziehung einzulassen und will lediglich alle Annehmlichkeiten leben aber die FS wird dann aufgefordert ihn zu pflegen wenn es ihm schlecht geht. Da wird es dann plötzlich verbindlich. Niveaulosigkeit sehe ich auch aber nicht von seiten der FS sondern im "einfordern" von ihm.
So ist es! Sehe ich ebenso. ER hat eine unverbindliche Beziehung gewollt, fordert nun das SIE verbindlich reagiert?
Was soll das von manchen hier? Ich würde nicht mehr und nicht weniger als 50:50 geben! Wer Wind sät, erntet Sturm. Er kann sich doch Hilfe kaufen, wo er nicht mehr "gesundheitlich" mithalten kann.
 
  • #52
Mich wundert im Übrigen die Frage der FS außerordentlich, da die FS im Nachbarthread *Hoffnungslos enttäuscht* einen klaren Standpunkt zum Thema vertritt. Das lohnt sich für Jeden hier mal zu lesen, bevor er der FS weitere Ratschläge gibt.
Aber Hallo! Danke für diesen Lesetipp.
Das bedeutet nunmehr:
die FS soll einen Mann pflegen mit dem sie sich in einer Beziehung sieht und den sie gerne heiraten würde um abgesichert zu sein. Der Mann hingegen strebt von sich aus keine Ehe an, hat die FS damit hingehalten und erwartet wie selbstverständlich Pflege... Sehr verwirrend.

Ich bin jetzt doch der Meinung, dass sich der Mann die Rosinen rauspicken will, während die FS eine Klärung ihrer Beziehungssituation erwartet. Ich kann jetzt schon verstehen, dass sie mit größerem Engagement in der Sache zurückhaltend ist.
 
  • #53
Ich verstehe den Beitrag der FS so, dass diese Spaßbeziehung auf beiderseitigem Einverständnis beruhte. Von daher sehe ich nicht, was er falsch gemacht haben soll. Oder hat sie auf eine verbindliche Beziehung gehofft, weil er es ihr versprochen hat?
So habe ich das auch verstanden - Spaß auf beiden Seiten. Wenn er jemanden sucht der in pflegt dann muss man sich eine Pflegekraft anschaffen, sich an Familienmitglieder wenden oder eine fixe Beziehung eingehen. Eine erweiterte Sexbeziehung besteht aus Sex und Spaß und nicht aus Versorgungspflichten.
Nur weil sie sich als erwachsene Frau die Freiheiten nimmt ihre Sexualität auszuleben, er ja im übrigen auch, ist sie deswegen nicht Mutter Theresa. Ich finde das eine falsch verstandene Form der Solidarität sich auf seine Seite schlagen, die FS unsachlich anzugreifen und beschreiben wie die Gesellschaft verrodet. Da sollte man schon auf dem Teppich bleiben.
 
  • #54
Hallo , hier dieFS,
ich bedanke mich für die überwiegenden Antworten, die freundlich und auch auf meiner Seite mitfühlend waren und mir mit ihren klugen Gedanken doch den Kopf zurechtgerückt haben. Ja, was wäre denn, wenn ich an seiner Stelle wäre?

Jetzt behauptet er, er wäre selbstverständlich an meiner Seite geblieben. Die Sache ist nur, ich glaube ihn nicht. Denke, wenn er das wirklich getan hätte, dann wäre seine "Freiheit" in guten Tagen nicht immer an erster Stelle gestanden und er hätte in den drei Jahren vielleicht mal eine Gelegenheit bekommen, seine "fürsorgliche Seite" (Zitat er selbst) auch wirklich zu zeigen.
Lange Rede und kurzer Sinn, die Frage ist wohl wirklich, was will eigentlich ich?

Grüble darüber, seitdem ich von seiner Diagnose erfahren habe und das Ergebnis ist hart, gefühlsmäßig für mich aber ziemlich klar. Ich wünsche mir einen Mann, mit dem ich eine Familie gründen kann, den ich liebe und der im Gegenzug wiederum mich liebt und das so richtig, in einer Ehe oder richtig festen, gegenseitig abgesicherten Beziehung. Keine unverbindliche, oberflächliche Spaßbeziehung, die streng genommen nie mehr als eine lose, unverbindliche Affaire war.

Diese war die letzten drei Jahre wirklich schön und nett, doch seine Krankheit zeigt mir, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Werde ihm morgen sagen, dass ich ihn verlassen werde, immer mit Wohlwollen auf unsere gemeinsame Zeit zurückschaue- und ihn dann aus meinem Leben streichen. Jeder weitere Kontakt führt doch zu nichts, für seine Pflege und seinen Trost verantwortlich sind seine Familie und seine Freunde und wenn das aus irgendeinem Grund nicht funktioniert, wird er es schon schaffen, die Verhältnisse einzupendeln. Er ist ja immer noch weltgewandt und hat auch viel mehr Kraft, als er sich jetzt wahrscheinlich vorstellen kann.
Einen schönen Abend wünscht die FS
 
  • #55
Die FS hat scheinbar bisher auf keine Frage geantwortet;-)
Dennoch glaube ich, bin ich manchmal von einem anderen Stern.
Also rein von der Ratio her, kann ich ja folgen.
Älterer, wohlhabender Herr, kultiviert und gepflegt wünschte eine jüngere hübsche Frau Teilzeit an seiner Seite.
Bietet angenehme Freizeitgestaltung auf hohem Niveau.
Offizielle partnerschaftliche Bindung ausgeschlossen.
Und die FS hat das angenommen.
Bei dem Deal, kommt:" pflege mich" nicht vor und so ist sie nicht verpflichtet.
Emotional verstehe ich es von vorne bis hinten nicht. An älteren Herren war ich nie interessiert aber selbst wenn...dann hätte ich es so über einen solchen Zeitraum nie gekonnt. Ich hätte gar nichts oder mehr haben wollen und mehr geben wollen (nicht von den finanziellen Umständen, sondern den emotionalen).
 
  • #56
Was willst du mit 37 Jahren mit einem alten, kranken Mann?
Ihr seid nicht verheiratet und verwandt seid ihr auch nicht. Anderen ist man auch moralisch nicht zu Beistand verpflichtet.

Da er noch Teilzeit arbeiten kann und nur eine Hilfe im Haushalt braucht, kann es so schlimm ja noch nicht sein, dann mache dich blos sofort vom Acker, bevor es richtig schlimm wird.

Nimm dir einen maximal gleichaltrigen, besser noch etwas jüngeren, gesunden Mann, mit dem kannst du sogar noch eine Familie gründen und ein völlig neues Leben anfangen. Man lebt nur einmal, du auch! Er hat das doch auch gemacht! Er hat sein Leben genossen und ist bald 60, du nicht!

Es wäre etwas völlig anderes wenn ihr verheiratet wäret, denn das ist ja genau der Sinn eine Ehe, Beistand auch in schlechten Zeiten, das wollte er ja nicht, nun hat er genau das was er wollte.

Wenn er wohlhabend ist, dann kann er sich einen Pfleger aus Osteuropa und eine Haushaltshilfe leisten, da geht es sehr vielen Menschen sehr viel schlechter!

Am besten tauchst du einfach unter. Du mußt gar nichts! Nichts diskutieren und nichts erklären, er hatte eine unverbindliche Verbindung mit einer jungen Frau, davon hat er ja bereits profitiert. Pflegende Ehefrauen haben Anspruch auf Unterhalt, Vermögensausgleich, beerben ihren Mann und erhalten durch ihn eine Witwenrente. Und Du, was bekommst du? Einen Platz im Himmel?
Offenbar hat er dich nicht einmal unterhalten oder deine Reisen gezahlt, sondern hatte eine kostenlose junge Geliebte/Freundin, die sich selbst unterhalten hat.

Wer unverheiratet Pflegedienste verrichtet, der sucht sich von allen Beziehungsformen nicht die Rosinen, sondern nur die Nachteile heraus.

Lasse dich nicht erpressen oder dir ein schlechtes Gewissen machen. Es gibt sehr viele Männer, die finden es vollkommen legitim, sich nach Jahrzehnten von der gesunden Mutter ihrer Kinder scheiden zu lassen, wenn diese figürlich auseinander gegangen ist oder der Sex zu selten oder langweilig geworden ist. Bei Diagnosen wie MS oder Krebs sowie Unfällen verlassen die meisten Männer ihre Frauen. Aktuelles Beispiel: Monica Lierhaus.

Er würde umgekehrt dich nicht pflegen, da kannst du sicher sein.
 
  • #57
Ich sehe das anders. Er ist nicht bereit sich auf eine richtige Beziehung einzulassen und will lediglich alle Annehmlichkeiten leben aber die FS wird dann aufgefordert ihn zu pflegen wenn es ihm schlecht geht. Da wird es dann plötzlich verbindlich. Niveaulosigkeit sehe ich auch aber nicht von seiten der FS sondern im "einfordern" von ihm.
Das war seinerseits Rosinenpickerei! Auch ihrerseits, falls sie von ihm selbst keine Verbindlichkeit erwartete, sondern nur dieses Dolce Vita geniessen wollte. Falls aber die FS sich zu irgend einem Zeitpunkt von ihm eine verbindliche Partnerschaft mit Zusammenwohnen wünschte und mit ihm geredet hatte aber er sie abwimmelte, so kann er jetzt nicht erwarten, dass sie sich in gegenüber wie eine wahre Partnerin verhält!

Er kann nur so viel erwarten, wie er selbst bereit wäre zu geben! Der Mann ist doch geschieden und wollte nie wieder eine verbindliche Beziehung/Partnerschaft und glaubte er wäre stark und unverwüstlich und er hätte die Gesundheit bis ins hohe Alter für sich gepachtet.

Mein Vater wollte Familie und er war 30 als ich geboren wurde. Er war nicht nur verantwortungsvoll, er war auch sehr opferbereit und hätte, wenn er hätte können sogar seine Gesundheit für meine geopfert. Als meine Mutter später auch krank wurde, wich er auch nicht von ihrer Seite!

Was man sät das erntet man - sät man Zuneigung, Nähe, echte tiefe Gefühle, ernsthafte verbindliche Zukunftsabsichten, ist man in Krisenzeiten für einen Menschen da und unterstützt ihn, wo er nur kann, so wird er auch das selbe ernten, wenn es einem selbst schlecht geht.

Kenne ein Ehepaar und während der Hochzeitsreise erlitt die Frau eine tiefe Beckenthrombose und ist heute gelähmt. Vor ca. 2 Monaten wurde sie operiert und ist z.Z. in einer Rehaklinik. Ihr Mann ist immer für Sie da und auf ihn kann sie sich verlassen - das muss er gewusst und gespürt haben, dass er das auch bei ihr könnte, wenn es andersrum wäre. Das ist eine ehrliche und wahre Liebe.

Es ist tatsächlich purer Egoismus und Egozentizität der Männer, die nicht bereit sind den Frauen entgegen zu kommen und zu geben aber dafür, wenn sie krank werden alles erwarten. Die Männer denken überhaupt nicht an das reale Leben wie es ist und auch nicht was ihnen blühen könnte. Das Schicksal kann jederzeit zuschlagen!
 
  • #58
Ich habe große Erfahrung mit dem Thema!

Wenn es um "echte" Erkrankungen geht, ist schon bei leichteren Fällen ungefähr ein Drittel der Leute nah einiger Zeit weg. Bei mittelgradigen Erkrankungen verabschiedet sich auf Zeit ungefähr die Hälfte der Partner und bei infausten Diagnosen sind am Ende ungefähr 2/3 bis 3/4 weg.

Und das Wichtigste: Die Art der Beziehung, die vorher herrschte, ist vollkommen unabhängig davon, wer verschwidet und wer nicht. Dier Verschwinder verschwinden auch nach 20 Jahren Ehe und die Bleiber sind auch noch da, wenn die Beziehung vorher noch gar nicht richtig begonnen hatte! Ich erlebte ein Mädchen am Sterbebett im Hospiz, die vor den 5 Jahren Krankengeschichte, Pflegen und Sterben eigentlich nur einen ONS mit dem später Kranken hatte; sie fing an sich zu kümmern, als sie über Dritte davon hörte, dass er krank geworden war...und eine Frau, die an metastasierendem Burstkrebs litt und von ihrem Mann und ihren 3 Kindern praktisch nichts mehr sah. (ein Kind kam alle paar Wochen mal zu Besuch)

Die Art der Beziehung vorher ist nur eine von vielen Ausreden, um sich zu verabschieden!

V.m45
 
N

nachdenkliche

  • #59
@Black-Betty , mir fällt auf, es gibt noch eine Userin ohne Bindestrich in ihrem Namen. Jetzt weiß ich Bescheid..ich rücke von meiner Meinung nicht einen Millimeter weit ab. Natürlich ist kein Mensch im Leben zu irgendetwas gezwungen, es zu tun oder nicht. Besonders im Zusammenhang mit Menschen und dem sozialen Miteinander.
Ihr habt doch Eure Spaß Aktionen, sorry, ich weiß langsam nicht mehr, wie ich es sonst nennen soll, Eure Verbindung, nicht völlig kalt und emotionslos nebeneinander abgespult?
Und so ein fieser Stiesel kann er doch nicht gewesen sein, wie es eine hier beschreibt, ohne was von ihm zu wissen. Denn sonst hättest Du diese Spaßgeschichte doch sicher nicht mitgespielt, oder?
Wenn Du lesen kannst, in meinem letzten Post hab ich Gründe genannt, warum man es trotzdem tun könnte und zwar aus Menschlichkeit. Er erwartet von Dir mit Sicherheit keine fachliche Hilfe. Warum lässt Du uns im Unklaren darüber, wie ihr Euch über dieses Szenario mit der Pflege unterhalten habt?
Du und wir wissen nicht, was in einem Menschen vorgeht, wenn er ein solche Diagnose bekommt.
Es geht mir um Freundschaft und Beistand!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

Ares

  • #60
Beide wollten das süße Leben. Sie hat das Leben an seiner Seite sehr genossen, schreibt sie ja selbst Und wenn stimmen würde:

Du bist 17 Jahre jünger, sicher eine attraktive Erscheinung, ...
...dann hat sie immer noch die Wahl, sich einen Partner zu suchen, der zu ihr passt. Offensichtlich hat er doch jahrelang gepasst? Und irgendeinen Grund wird eine Frau haben, sich einen so viele Jahre älteren Partner auszusuchen, mit dem klaren Risiko, dass er eher alt wird und eher krank wird als sie. Warum sollte sich eine "attraktive Erscheinung" einen unattraktiveren, älteren Partner suchen? Liebe kann es hier ja wohl kaum gewesen sein.

Sie selbst hat nie einen Partner gefunden, der sie geheiratet hat. Und auch keinen annähernd gleichaltrigen für "Dolce Vita", "zu großen Teilen" 50:50. Für mich klingt das eher nach einem Mann, der attraktiv ist, weil er ein Leben bieten kann, dass die FS so selbst nicht hätte führen können. Dafür war er gut genug...