• #91
Ich bin, obwohl ich mich wirklich für leidlich abgeklärt halte, erschüttert über den Tenor hier im Forum. Wegwerfgesellschaft, wieso wundert mich das? Benutzen, gebrauchen, weg damit. Nein, keine Verbindlichkeit. 3 Jahre mit jemandem auch das Bett zu teilen und dann brüskiert davon zu laufen - das wird als normal erachtet. Ich ich ich. Und dann komme erstmal ich. Über den Zustand der Gesellschaft ist mir jetzt einiges klarer geworden.
 
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B

BigRed

  • #92
Die Scheinheiligkeit einer einseitigen Diskussion, um, aus meiner Sicht, die unmögliche Reaktion der FS besser und leichter rechtfertigen zu können, fülle man(n) auch die andere Waagschale, um sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, aufzuzeigen.

Souveräner und angemessener Umgang auf Grund der unerwarteten neuen Gegebenheiten mit dem Ansinnen des Partners der FS, ob man dies ablehnt oder befürwortet, sieht für mich anders aus.
Selbst wenn du irgendwelche Fantasiekonstrukte entwirfst bist du auf dem Kopf stehst, ändert das immer noch nicht das Geringte an dem Sachverhalt. Der "Partner" der FS wollte Unverbindlichkeit, 50:50, schöne Momente erleben und Spaß- exakt das hat er im 50:50 Modus von seiner jetzigen Expartnerin bekommen. Wenn man den Altersunterschied betrachtet, hat er sogar noch deutlich einen Gewinn gemacht.

Ich hoffe ganz enrnsthaft für alle hier postenden Männer, dass kein einziger dem fatalen Fehlschluss unterliegt, dass nach Jahren der Unverbindlichkeit, des 50:50, der f+ und des LAT, auch nur 1(!) Frau bereit sein wird, im Falle von Alter, Krankheit und Arbeitslosoígkeit des Mannes das sexy Hausmütterchen- und Krankenschwesterkostümchen anzuziehen und den gealterten Mann aus purem Altruiusmus und für lau zu umsorgen, bekochen, (mit)zufinanzieren, betüddeln und lang-oder auch nur kurzfristig zu pflegen. Manchmal denke ich, den Männern ist gar nicht bewusst, was sie sich mit ihrem Rosinenpick-Verhalten für ihr Alter selbst antun. Ganze Heerscharen von Männern werden im Alter vollkommen einsam, desozialisiert und auf sich alleine gestellt sein. Keine Frau wird sch ihrer erbarmen und niemand kann von sich behaupten, er habe es nicht kommen sehen oder niemand hätte es ihm gesagt.
 
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  • #93
Es wäre etwas völlig anderes wenn ihr verheiratet wäret...

Er würde umgekehrt dich nicht pflegen, da kannst du sicher sein.
Kennt ihr die Kriminalstatistik über das unversehrte Zurückkommen von Entführungsopfern, in Relation dazu, ob das Lösegeld bezahlt wurden, oder nicht?

Was denkt ihr, wie ist der Zusammenhang? Richtig, es gibt keinen! Statistisch ist es vollkommen irrelevant, ob man Lösegeld bezahlt, oder nicht Die Wahrscheinlichkeit, dass das Entführungsopfer stirbt, ist immer die selbe!

Genauso gibt es keinen Zusammenhang zwischen einem Trauschein, oder irgendeinem anderen Grad der Verbindlichkeit einer Beziehung, und der Bereitschaft des Partners, im Krankheitsfall zu bleiben. Es gibt auch keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen! Tendenziell sind Frauen vielleicht ein wenig besser beim Windeln wechseln und Füttern, etc., während Männer unglaubliche Energie in die Beschaffung von Resourcen stecken und alles in Bewegung setzen um optimale Behandlungsmethoden und Medikamente zu aquirieren. Das sind aber nur Trends, denn auch unter den Männern gibt es die Windler und unter den Frauen die knallharten Biester, vor denen sich Ärzte und Krankenversicherungen fürchten!

Kaum jemand hier scheint die menschliche Natur und die Verteilung der Charaktereigenschaften realistish einzuschätzen. Und ...kaum jemand kann sich selber realistisch einschätzen. Es kann nämlich niemand sagen, wie er reagiert ...bevor nicht der Fall wirklich eingetreten ist und die Person über Jahre den Beweis angetreten hat! Zu wissen, dass man es (von sich selber) nicht weis, wäre schonmal ein guter Anfang!

Der größte Teil des Thread geht an den Realitäten vollkommen vorbei!

V.m45
 
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  • #94
Vorausgeschickt: Sonderlich sympathisch kommt die FS für mich nicht 'rüber, es hört sich schon etwas kaltschnäuzig an.

Andererseits betont sie, dass "SEINE Freiheit" immer am Wichtigsten gewesen wäre - vielleicht hätte sie sich doch mehr Gemeinsamkeit gewünscht?

Auf jeden Fall hat der offensichtlich erfolgreiche Mann seine Chancen bei Frauen fröhlich ausgenutzt und neben der FS noch andere Kontakte gepflegt. Die FS hat ihn deshalb nicht abgeschossen (verstehe ich nicht, aber gut), das hat ihr wohl nicht weh getan - sich aber innerlich von ihm distanziert.

Das finde ich verständlich. Dass der Mann jetzt Lügenmärchen erzählt, sie sei doch seine Auserwählte gewesen, disqualifiziert ihn in meinen Augen endgültig.

Ich finde, die Beiden schenken sich Nichts. Der Herr nutzt seinen hohen Status aus und lässt Nichts anbrennen, die Dame ist tolerant und genießt im Gegenzug schöne Zeiten. Von beiden Seiten schön unterkühlt.

Und dann will er sie zur tatsächlichen Pflege verpflichten? Sorry, aber der Typ hat eine leichte Wahrnehmungsstörung.

Ich würde ihm zur Suche nach einer halbwegs vorzeigbaren Reinigungskraft raten, die bei ihm gerne mit einzieht. Da reicht sein Status noch, da kann er sich für billig Geld eine Pflegerin anlachen, die das vielleicht sogar noch ganz gerne macht.

Dass sie dann optisch vermutlich in einer anderen Liga spielt als die FS - shit happens....
 
  • #95
Unter den beschriebenen Umständen sehe ich allerdings für die FS keinerlei Verpflichtung.
Nein, eine "Verpflichtung" hat sie nicht.
Wenn wir mal davon ausgehen, dass es etwas mehr als eine bloße Freundschaft war, dann würde ich sagen. Lässt man eine Freud einfach komplett im Stich. Würde Black Beatty auch einfach eine Freundin damit hängen lassen? Sie soll halt machen, was sie kann.
Wenn sie sich trennt, darf er zwar auch nicht sauer sein. Die Frage ist, ob er wirklich dasselbe wollte, wie die FS.....
 
  • #96
Hahaha, danke für deinen Post FS, bei einigen Beiträgen schmunzele ich immer noch. Eine Frau, die Heiraten will, wird hier im Forum ganz offen und unzensiert häufig mit einer Prostituierten vergleichen. Eine Frau, die nicht Heiraten und dann im Gegenzug für den Mann auch keine Pflege und Fürsorgepflichten übernehmen will, ist eine Escortdame.
Die Sache mit dem Heiraten und nicht Heiraten das ist so eine Sache. Ich mag es auch nicht, wie viele damit umgehen. Das Argument ist; man soll immer frei entscheiden können, ob man ein Paar bleibt oder sich trennt. Und diese Entscheidung steht beiden Partnern zu, in Guten und auch in Schlechten Zeiten.

Die Angst, von vielen Männer! Sie sind sich, wenn sie gesund und im Beruf sind, sicher, dass eher die Frau, durch Schwangerschaft und Mutterschaft krank wird oder finanziell vom Mann abhängig. Ganz Böse, sind der Meinung, eine Frau will nur heiraten, damit sie nicht mehr arbeiten muss. Die meisten Männer verdrängt, dass sie krank werden können oder auch arbeitslos. Die meisten Männer brüllen auch erst da nach Verbindlichkeit und Ehe - wenn sie merken, sie können auch auf die Fresse fliegen.

Keine Frau ist dazu verpflichtet, einem Mann beizustehen, wenn es ihm schlecht geht, wenn er in Guten Zeiten, kein Wert auf Verbindlichkeit legt.

Ich denke, es ist ein Fehler, solange bei dem Mann zu bleiben. Eine Frau sollte gehen, wenn es noch beiden gut geht aber die Beziehung keine Zukunft hat.
 
N

nachdenkliche

  • #97
Verstehe ich sehr wohl..ihr hats ja nichts ausgemacht. Es war KEINE Liebesbeziehung. Nun ist er krank geworden und der Zeitpunkt fürs Verlassen ist gekommen. Das verstehe ich z. B. nicht. Ich versuche mich in diesen Mann hinein zu versetzen, in dem Augenblick dieser schlimmen Diagnose. Ich denke, da kommt Panik auf und man reagiert anders. Ich weiß doch nicht, ob er Freunde und Familie hat, die ihm helfen können. Ich glaube einfach nicht, dass er von der FS die Hilfe einer geschulten Pflegekraft VERLANGT. Dass sie das aufgrund fehlender Ausbildung und ihres eigenen Lebens/Berufs nicht kann, das wird er wissen.
Beide hatten doch eine gemeinsame schöne Zeit gehabt...ist mir unbegreiflich, dass man, wenn sich die Wogen geglättet haben, nochmal in Ruhe miteinander reden kann. Warum ist eine Freundschaft nicht mehr möglich?
 
1

19Doro88

  • #98
Herrje, mich gruselts, wenn ich dieses Thema lese. Da wird aber von manchen selbsternannten Moralapostel ganz ordentlich die Moralkeule geschwungen. Die allerdings kein Recht haben, andere Menschen zu verurteilen.
FS, du hast das Richtige getan. Gratuliere zu deiner Entscheidung! Es ist eigentlich ganz einfach zu verstehen : ihr hattet eine unverbindliche Beziehung. Beiderseitig. Nicht mehr, nicht weniger. Dass er dir keine Verbindlichkeit schenken wollte und jetzt dafür die Quittung kriegt, ist allgemeines Lebensrisiko. Damit muss er klarkommen.
 
  • #99
Beide hatten doch eine gemeinsame schöne Zeit gehabt...ist mir unbegreiflich, dass man, wenn sich die Wogen geglättet haben, nochmal in Ruhe miteinander reden kann. Warum ist eine Freundschaft nicht mehr möglich?
Ich glaube, dass der Trugschluss durch das Wort "Freundschaft +" entsteht. Eine Fick- und Freizeitbeziehung mit einem anderen Menschen hat in den allerwenigsten Fällen etwas mit Freundschaft zu tun (aus verschiedenen Motiven redet man es sich so schön). Sie haben ein rein instrumentelles Verhältnis zueinander. Das Instrument dieses Mannes taugt nun nicht mehr für den nachgefragten Zweck, also wird es aussortiert und später anderweitig ersetzt.
Da hier beide unter derselben Prämisse ihr Verhältnis eingegangen sind, ist es auch nicht unmoralisch, dass es hier nun endet. Es kann ja auch gar nicht weitergehen, wenn das fehlt, was doch konstitutiv war!
Stell es Dir anhand folgenden Vergleichs vor: Du bist während Deines Studiums jahrelang in einer Lerngruppe, das bereichert und hilft ungemein. Dennoch hat es selbstverständlich nicht mit allen zur Entwicklung einer Freundschaft gereicht. Wenn aus dieser Gruppe einer krank wird, dann schreibst Du auch höchstens eine Karte oder stattest einen Anstandsbesuch ab. Du fühlst Dich nicht moralisch zu größerer Hilfe verpflichtet, bloß weil ihr wertvolle gemeinsame Zeit (vielleicht schon Jahre) verbracht habt, oder?
 
  • #100
Eine Freundschaft ist nicht mehr möglich, weil es auch vorher keine war. Hier ist eben nicht die beste Freundin krank geworden, sondern ein Mann der ausdrücklich nur eine Schönwetterbeziehung wollte, und sich ansonsten seine Freiheit genommen hat
Das ist doch für die FS nur auszuhalten, wenn sie sich bereits während des Arrangements emotional distanziert hat.
Und sie schreibt ja ausdrücklich, dass er mehr als freundschaftlichen Beistand erwartet, sondern Versorgung- und Fürsorgepflichten, sie ihr Leben nach ihm ausrichten soll, sprich was man von einer Ehefrau erwarten könnte. Fachkenntnisse werden dazu keine nötig sein.
 
  • #101
Da bin ich aber jetzt gespannt, was Du uns nun in die Waagschale legen möchtest
Ganz einfach:

Für mich disqualifiziert sich die FS alleine dadurch, dass sie showbühenreif ein schulterklopfendes Publikum braucht, um diese Situation trotzdem nicht meistern zu können. Aber solange sie ihren Spaß hat(te), war und ist alles ok. In und nach der Beziehung gab und gibt es ja nicht zu klären.

Oder doch, wenn ich das Nachtreten der FS hier so lese?

Dabei hätte eine freundliche und bestimmte Absage mit der Frage nach Hilfe gereicht. Nicht mehr und nicht weniger. Aber nein, die FS stilisiert sich gleich in der Opferolle zur professionellen Pflegekraft.
 
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  • #102
Nein, eine "Verpflichtung" hat sie nicht.
Wenn wir mal davon ausgehen, dass es etwas mehr als eine bloße Freundschaft war, dann würde ich sagen. Lässt man eine Freud einfach komplett im Stich. Würde Black Beatty auch einfach eine Freundin damit hängen lassen? Sie soll halt machen, was sie kann.
Wenn sie sich trennt, darf er zwar auch nicht sauer sein. Die Frage ist, ob er wirklich dasselbe wollte, wie die FS.....
Der Mann war kein Freund. Wie auch immer man das nennen will, aber unter "Freund" verstehe ich jemanden, der auch in Notsituationen für mich da ist und nicht nur schöne Zeiten mit mir verbringt /verbringen will.
Für mich klingt es mittlerweile fast danach, als ob die FS wütend darüber wäre, dass sie jahrelang nur als unverbindliches Püppchen gut genug war, obwohl sie sich eventuell etwas Verbindlicheres hätte vorstellen können. Und jetzt, wo er nicht mehr kann wie er möchte und nur noch er von Verbindlichkeit Vorteile hätte, wäre sie plötzlich gut genug für alles.

Wie gesagt, ich hätte mich von Vornherein auf sowas gar nicht eingelassen. Aber verstehen kann ich sie schon irgendwo. Ihn auch, aber Mitleid hab ich keins.
 
A

Ares

  • #103
Der Mann war kein Freund. Wie auch immer man das nennen will, aber unter "Freund" verstehe ich jemanden, der auch in Notsituationen für mich da ist und nicht nur schöne Zeiten mit mir verbringt /verbringen will.
Selbstverständlich. Nehmen wir einen gleichgeschlechtlichen Freund, jemanden, mit dem man sich einfach gut versteht und mit dem man Reisen unternimmt, die beide gerne unternehmen, wenn sie nicht alleine fahren wollen. Hier scheint ja keine verbindliche Beziehung vorgelegen zu haben (auch wenn ich "zu großen Teilen 50:50" verdächtig finde). Die beiden haben nicht zusammen gewohnt, Sexualität war nicht exklusiv. Eine Art "Freundschaft+" offenbar.

Es ist bei Freunden wohl selbstverständlich, dass man sich gegenseitig hilft, wenn mal Hilfe benötigt wird. Gerade in Notsituationen. Aber "Pflege" und "Versorgung" für jemanden, der dauerhaft nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen bedeutet, dass man eine Verpflichtung eingeht, dies regelmäßig zu leisten. Dafür sind Freunde nicht zuständig, dafür gibt es professionelle Dienstleister.
Einen Freund, der nicht trotzdem noch mal vorbeikommt, der nichts mehr gemeinsam unternimmt, der sich abwendet, nur weil es mir schlecht geht, den will ich auch nicht haben. "Pflege" und "Versorgung" zu erwarten und einen Freund dazu verpflichten zu wollen, das hat allerdings mit Freundschaft auch nicht viel zu tun. Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Freunde verschwinden.
 
  • #104
Da gruselt's mich aber auch kräftig:
FS, du hast das Richtige getan. Gratuliere zu deiner Entscheidung! Es ist eigentlich ganz einfach zu verstehen : ihr hattet eine unverbindliche Beziehung. Beiderseitig.
Ich staune, dass man jahrelang mit jemandem Sex haben kann, Teile des Lebens gemeinsam gestaltet / teilt - und genau diesen Menschen fallen lassen kann wie eine heiße Kartoffel, wenn er in Schwierigkeiten kommt.
Für mich offenbaren sich hier schwerwiegende charakterliche Defizite - und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Als dritte Perspektive kommt die Selbstverständlichkeit hinzu, mit der dieses Verhalten proklamiert wird bzw. mit der diesem auch noch applaudiert wird.
Nicht meine Welt. Mir reicht es, dass ich mir mein berufliches Umfeld nicht einfach aussuchen kann. Aber in meinem privaten Leben haben Menschen, die sich so egoistisch / hedonistisch verhalten, um es glasklar zu sagen, keinen Platz.
 
  • #105
Für mich disqualifiziert sich die FS alleine dadurch, dass sie showbühenreif ein schulterklopfendes Publikum braucht, um diese Situation trotzdem nicht meistern zu können. Aber solange sie ihren Spaß hat(te), war und ist alles ok. In und nach der Beziehung gab und gibt es ja nicht zu klären.
Woher wissen wir, dass die FS nicht von diesem Mann sogar eine verbindliche Beziehung wünschte und vielleicht sogar heiraten wollte? Sie wäre mit Verlaub die dumme Kuh, ihn noch pflegen zu wollen, nachdem er sich noch mit anderen Frauen getroffen hatte. Ich frage mich wer hier kaltschnäuziger, egoistischer und rücksichtsloser war in den drei Jahren?

Sie wäre seine Auserwählte ist nur ein verzweifelter Manipulationsversuch, dass sie bei ihm bleibt! Jetzt wo er in der Scheisse steckt wäre er sogar bereit sie zu heiraten und mit dir ein Kind zu zeugen. Wäre ja gesund geblieben hätte er sie vielleicht für eine andere ausgetauscht.

Und wie @BigRed schreibt Männer denken tatsächlich überhaupt nicht an die Zukunft, sie setzen sich überhaupt nicht auseinander mit dem wahren Leben und glauben werden immer gesund bleiben. Leben im Moment und glauben ihnen wird es immer so gut gehen, wie gerade in dem Moment.

Ich hatte mich 2012 in einen Mann verliebt und wir haben eine Beziehung begonnen. Er war in der Mitte des Lebens damals 42, strotzte vor Gesundheit! Zehn Monate später entdeckten sie bei ihm den Krebs und er ist dann vergangenes Jahr mit 44 gestorben! Aber nein, auch er hatte diese z.T arrogante Haltung, es könne ihm nichts passieren! Männer sind wirklich eingebildet und halten sich für die grössten! Für sie existiert nicht mal in Gedanken: weder die Krankheit noch der Tod!
 
N

nachdenkliche

  • #106
Na gut, ich akzeptiere die Meinung eines jeden. Aber ich bleibe bei meiner Einstellung, ohne die Moralkeule zu schwingen und ohne ein Moralapostel zu sein. Damit, mit der Moral und dem Apostel usw, haben die User Probleme, die das immer wieder betonen, dass wir es sind. Man berührt eine innere Wunde. Ist mir jetzt auch egal. Soll die FS tun, was sie für richtig hält, sie soll sich von mir auch nicht angegriffen fühlen. Ich klinke mich hier jetzt aus...geh mal mit dem Hund...:) Alles Gute.
 
  • #107
Wow, die Diskussion ist ja ein Selbstläufer geworden.......
Da sich das Thema hier langsam tot läuft, würde ich gerne noch einen anderen Aspekt mit ins Spiel bringen:
Die unerwartete Wende im Leben des Partners der FS wäre eine echte Chance für Beide gewesen, aus der Spaßbeziehung eine zutiefst menschliche Verbindung werden zu lassen, ob man es Freundschaft oder wie auch immer nennen mag. Es wäre die Chance gewesen, sich gemeinsam zu besinnen, dass sich Beide niemals gerecht wurden innerhalb der Spaßbeziehung. Ich meine nicht den Aspekt der Pflege, sondern die Ebene, auf der man sich nun hätte begegnen können: von Mensch zu Mensch. Und das hätte auch nicht "verpflichtend" sein müssen, sondern einfach nur ein Versuch, sich unter neuen Voraussetzungen neu aufeinander einzulassen. Die FS hatte vielleicht Sehnsüchte und Wünsche, die sie sich gegenüber dem Partner nie traute zu formulieren. Beim Partner der FS könnte sich mit der Diagnose ein Wandel im Denken und Fühlen einstellen: worauf kommt es wirklich an im Leben? Er wäre nicht der erste Mensch, der einen Schicksalsschlag braucht, um mehr Bewusstsein für die wahren Werte im Leben zu erlangen. Sich in der neuen Situation ganz neu zu begegnen, endlich mal das Herz dem Anderen gegenüber zu öffnen, als Menschen mit Wünschen und natürlich auch mit existenziellen Ängsten. Das verlangt den Menschen sehr viel Mut ab. Abgrenzung ist der leichtere Weg. Aber die Entscheidung der FS ist längst gefallen, während hier noch miteinander diskutiert wird ;-)

w 45
 
  • #108
Genauso gibt es keinen Zusammenhang zwischen einem Trauschein, oder irgendeinem anderen Grad der Verbindlichkeit einer Beziehung, und der Bereitschaft des Partners, im Krankheitsfall zu bleiben. Es gibt auch keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen! Tendenziell sind Frauen vielleicht ein wenig besser beim Windeln wechseln und Füttern, etc., während Männer unglaubliche Energie in die Beschaffung von Resourcen stecken und alles in Bewegung setzen um optimale Behandlungsmethoden und Medikamente zu aquirieren.

V.m45
Das ist auch wahr! Selbst kerngesunde, verheiratete Paare wissen nicht, wie sie zu einander stehen würden im Falle einer schweren Krankheit! Das kann niemand vorher für sich selbst sagen und es hängt natürlich auch von der Schwere der Krankheit ab!

Kenne ein Mann und 2 Frauen deren Ehen gescheitert sind als sie die Diagnose MS bekamen, eine Frau die bei einem Sportunfall Paraplegikerin wurde, wurde auch von ihrem Mann verlassen. Ein Trauschein ist keine Garantie, dass der erkrankte Partner tatsächlich auch gepflegt wird. Die meisten Menschen sind extrem überfordert und können nicht mit einer Krankheit umgehen aber ich habe den Eindruck es sind viel mehr Männer als Frauen - allgemein gesprochen.
 
1

19Doro88

  • #109
Da gruselt's mich aber auch kräftig:

Ich staune, dass man jahrelang mit jemandem Sex haben kann, Teile des Lebens gemeinsam gestaltet / teilt - und genau diesen Menschen fallen lassen kann wie eine heiße Kartoffel, wenn er in Schwierigkeiten kommt.
Für mich offenbaren sich hier schwerwiegende charakterliche Defizite - und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Als dritte Perspektive kommt die Selbstverständlichkeit hinzu, mit der dieses Verhalten proklamiert wird bzw. mit der diesem auch noch applaudiert wird.
Nicht meine Welt. Mir reicht es, dass ich mir mein berufliches Umfeld nicht einfach aussuchen kann. Aber in meinem privaten Leben haben Menschen, die sich so egoistisch / hedonistisch verhalten, um es glasklar zu sagen, keinen Platz.
Oh, da fühlt sich aber jemand angegriffen? So angegriffen, dass er gleich schwerwiegende charakterliche Defizite unterstellt und beleidigt? Ich verschweige lieber, was ich für Schlüsse aus dieser Aussage ziehen würde... ist doch eigentlich nicht der Rede wert.
Die Selbstverständlichkeit, lieber @Hannes kommt aus der Tatsache, dass die Beziehung nicht verbindlich war, wenn überhaupt von einer Beziehung die Rede war.. Vielleicht eher eine Affaire, soweit ichs verstehe. Du solltest doch als Mann den Unterschied zwischen Verbindlichkeit und Unverbindlichkeit (Affäre) kennen, oder? Würdest du für eine Affäre alles stehen und liegen lassen, um sie zu pflegen? Glaube ich nicht.
Insoweit hat die FS konsequent gehandelt, was ich hier nach deinen Worten "applaudiert" habe. Das Thema ist daher erledigt.
 
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  • #110
Ich staune, dass man jahrelang mit jemandem Sex haben kann, Teile des Lebens gemeinsam gestaltet / teilt - und genau diesen Menschen fallen lassen kann wie eine heiße Kartoffel, wenn er in Schwierigkeiten kommt.
Für mich offenbaren sich hier schwerwiegende charakterliche Defizite - und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Als dritte Perspektive kommt die Selbstverständlichkeit hinzu, mit der dieses Verhalten proklamiert wird bzw. mit der diesem auch noch applaudiert wird.
Ich staune auch nicht schlecht, wie dieser Mann von Welt mit der FS 3 Jahre Sex hatte, sich nahm, was er wollte, ihre Gesellschaft und Nähe genoss und als wäre das nicht genug hat er sich noch mit anderen Frauen getroffen und vermutlich mit ihnen auch noch Sex hatte.

Es war nicht mal die Sexualität exklusiv! Und das nennt man Freundschaft? Es ist sicherlich für die FS zutiefst verletzend, die vermutlich in dieser Zeit mit keinem anderen Mann Sex hatte, zu wissen, was er treibt. Verletzt ein Mann eine Frau dadurch, dass er parallel mit mehreren Frauen Sex hat? Hat dieser Mann ein Funken Menschlichkeit und Respekt ihr gegenüber gehabt, wenn schon keine Liebe?

Was er gesät hat, das erntet er jetzt! Wäre er ihr gegenüber verbindlicher, wäre er in sie verliebt, so hätte er sie sogar vielleicht heiraten können und bereits nach einem Jahr mit ihr Zukunftspläne geschmiedet.

Ich müsste mich theoretisch mit dem Mann solidarisch zeigen und ihn bemitleiden, weil ich selber eine chr. Krankheit habe (kein MS) und einen Rollstuhl und Stöcke benutze, aber er tut mir gar nicht leid.

Und ganz sicher hätte er die FS im Falle einer Krankheit nicht gepflegt. Wenn ein Mann parallel Sex mit mehreren Frauen hat, obwohl seine aktuelle "Freundin" kerngesund ist, der wird sie verlassen ohne zu zögern, sobald sie krank wird!

@FS macht dir kein schlechtes Gewissen! Er wollte keine verbindliche exklusive Partnerschaft oder gar Ehe mit dir, jetzt hat er das bekommen was er verdient und wollte: keine exklusiven Pflegediensten von dir! Dass er selbst nicht weitsichtig gedacht hatte: an Krankheiten an sein Alter dafür kannst du auch nichts!
 
N

nachdenkliche

  • #111
Wow, die Diskussion ist ja ein Selbstläufer geworden.......
Da sich das Thema hier langsam tot läuft, würde ich gerne noch einen anderen Aspekt mit ins Spiel bringen:
Die unerwartete Wende im Leben des Partners der FS wäre eine echte Chance für Beide gewesen, aus der Spaßbeziehung eine zutiefst menschliche Verbindung werden zu lassen, ob man es Freundschaft oder wie auch immer nennen mag. Es wäre die Chance gewesen, sich gemeinsam zu besinnen, dass sich Beide niemals gerecht wurden innerhalb der Spaßbeziehung. Ich meine nicht den Aspekt der Pflege, sondern die Ebene, auf der man sich nun hätte begegnen können: von Mensch zu Mensch. Und das hätte auch nicht "verpflichtend" sein müssen, sondern einfach nur ein Versuch, sich unter neuen Voraussetzungen neu aufeinander einzulassen. Die FS hatte vielleicht Sehnsüchte und Wünsche, die sie sich gegenüber dem Partner nie traute zu formulieren. Beim Partner der FS könnte sich mit der Diagnose ein Wandel im Denken und Fühlen einstellen: worauf kommt es wirklich an im Leben? Er wäre nicht der erste Mensch, der einen Schicksalsschlag braucht, um mehr Bewusstsein für die wahren Werte im Leben zu erlangen. Sich in der neuen Situation ganz neu zu begegnen, endlich mal das Herz dem Anderen gegenüber zu öffnen, als Menschen mit Wünschen und natürlich auch mit existenziellen Ängsten. Das verlangt den Menschen sehr viel Mut ab. Abgrenzung ist der leichtere Weg. Aber die Entscheidung der FS ist längst gefallen, während hier noch miteinander diskutiert wird ;-)

w 45
...Ich kanns nicht lassen! Ist ein wirklich guter Hinweis von Dir. Manchmal brauchts einen Donnerschlag, um das Leben und die Beziehungen mit völlig anderen Augen zu sehen. Praktisch eine innere Reinigung..? Das sind aber schon die "höheren Weihen" der Liebe (die es mal werden könnte) oder des Lebens. Wäre ein Versuch wert!
 
  • #112
Warum ist eine Freundschaft nicht mehr möglich?
Weil jeder Mensch anders empfindet - anders tickt. Und Freundschaft ist keine einseitige Entscheidung, es gehören immer 2 dazu. Nur weil DU es nicht verstehst, heißt es nicht, daß ein Anderer das Gleiche empfinden muß. Die FS hat klar dargelegt, daß sie nicht die einzige Frau war (und ich gehe davon aus, daß dieses Wissen sie tatsächlich verletzt hat). Warum sie das so lange mitgemacht hat, wissen wir nicht. Aber ich finde nicht, daß man nach einer Trennung befreundet bleiben muß - auch wenn es dem anderen erst mal schlechter geht als einem selbst.
 
  • #113
Es würde langsam wirklich helfen, zu erfahren was denn nun mit "Pflege" genau gemeint ist. Kann doch nicht sein, dass ihm der Arzt nicht erklärt sich an den sozialen Dienst zu wenden und dann erst mal eine Pflegestufe zu beantragen. Der Pflegedienst übernimmt dann Aufgaben wie Anziehen und beim Duschen helfen, Tabletten sortieren und alles Mögliche. Kann er nicht mehr aufstehen und nichts mehr machen, muss er eh ins Heim. Es hat keiner Zeit 24/7 da zu sein. Das ist was für verrentete Hausfrauen. Wenn er sich mit der Ordnung zusammenreißt kann er sich sicher auch eine Haushaltshilfe die einmal die Woche Wäsche und Wohnung in Schuss bringt leisten. Also um was geht es genau? Was mich ebenso in dieser, wie in der Frage im Nachbarthread wirklich erstaunt, ist wie plötzlich nach Jahren die Erleuchtung kommt, dass die Beziehung entweder sowieso keine ist, was du da führst ist ja keine Beziehung sondern eine Affäre und das man ausgerechnet jetzt nach Jahren -viel zu spät wie ich meine- glaubt heiraten und Kinder kriegen zu wollen. Und das der andere soo böse ist,obwohl er das vor Jahren längst klar gestellt hat und natürlich davon ausgeht das du das eingegangen bist, sonst wärst du doch weg? Der Zeitpunkt mit großem Knall endlich sein verdientes Familienleben, das nicht existiert und auch nicht aktiv zur Umsetzung in Angriff genommen wurde, einzufordern, ist in beiden Fällen schon recht markant. Das ist halt der Preis der Ambivalenz. Jahrelang bleiben, im Sinne von 'nicht alleine sein wollen' bis 'Urlaubspartner und Sex sicherstellen' bis wer besseres durch den Kamin fällt und sich dann plötzlich nach Jahren entrüsten als hätte man nie gewusst dass es so vereinbart ist? Plötzlich sind die Jahre vom anderen vergeudet worden? Also entweder ich gehe direkt und suche weiter und muss das Risiko eingehen dafür alleine zu sein, oder ich stehe dazu. In beiden Fällen ist sicher nicht angebracht jetzt zu pflegen. Aber sich empören und so brüsk abzuhauen finde ich auch schräg. Ist es so schlimm, wenn man einem langjährigen Bekannten wenigstens den Tipp wie man es lösen kann gibt und mal drüber redet? Das Bett Jahre teilen aber Null Ohr und keinen Rat für die Verzweiflung des anderen? Oder wirklich mal beim sozialen Dienst anruft und einen Termin machen, wenn er zu durch den Wind dafür ist? Das macht man ja nun wirklich mit links. Meine 5ct. Jeder wie er meint. Ich glaube aber fest an das Prinzip von Ursache und Wirkung. w49
 
G

grünewelle

  • #114
Er wäre nicht der erste Mensch, der einen Schicksalsschlag braucht, um mehr Bewusstsein für die wahren Werte im Leben zu erlangen.
Es gibt einen Moment, da ist es einfach zu spät. Habe ich jedenfalls in meinem Leben so erfahren. Wenn man erstmal emotional weit entfernt ist, dann nützen späte Erkenntnisse für diese Beziehung nichts mehr.
Damit, mit der Moral und dem Apostel usw, haben die User Probleme, die das immer wieder betonen, dass wir es sind.
Ich habe weder ein Problem mit der Moral noch mit dem Apostel Ich habe es aber mit der Toleranz und der Akzeptanz. Es gibt nun mal Geschichten, da kann man Stellung beziehen, aber muß aus der Ferne nicht verbal um sich schießen.

Ich staune, dass man jahrelang mit jemandem Sex haben kann, Teile des Lebens gemeinsam gestaltet / teilt - und genau diesen Menschen fallen lassen kann wie eine heiße Kartoffel, wenn er in Schwierigkeiten kommt.
Andersrum staune ich, dass jemand jahrelang unverbindlichen Sex mit jemandem haben kann, Teile des Lebens gemeinsam genießt, den anderen aus anderen Teilen des Lebens bewußt ausklammert, um andere Frauen für ebenso unverbindliche Stunden zu geniessen - und genau von diesem Menschen dann erwartet, gepflegt, versorgt und betüddelt zu werden.
Hängt wohl stark von der Perspektive ab, wie man diese Geschichte bewertet.

Aber in meinem privaten Leben haben Menschen, die sich so egoistisch / hedonistisch verhalten, um es glasklar zu sagen, keinen Platz.
Triift sich gut. Menschen, die sich mit einem älteren Mann solidarisieren, der eine junge Frau an seiner Seite hatte, sich aber nicht verbindlich bekennen wollte, sich aus egoistischen Gründen noch andere Frauen gesucht hat, der seinen "Narzissmus" ausgelebt hat, jetzt krank ist und sich auf Werte besinnt, die die FS jetzt leben soll, nun....langer Satz, kurzer Sinn....haben in meinem Leben keinen Platz.
W
 
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  • #115
Das ist doch nur die konsequente Umsetzung dessen, was sich so viele Männer wünschen! Eine unverbindliche Beziehung, die Frau zahlt selbst, ist nicht fordernd, nervt nicht, zickt nicht, nicht eifersüchtig, Mann trifft sich noch mit anderen Frauen, Sex und Gefühle werden sorgfältig getrennt, keine Verbindlichkeiten, Freiheit über alles...und sie soll jetzt auf einmal zur Mutter Theresa mutieren, weil das Leben für den Mann nicht so läuft...aber diese Art der Beziehungsführung hat eben auch ihren Preis.
Ja und Pflegedienste können nicht alles abdecken, meistens übernehmen die Angehörigen die vielen kleine Handgriffe, die anfallen, dazu kommt noch das psychische Gefühl des Umsorgtseins , dass kein Pflegedienst leisten kann, man möchte von vertrauten Personen umgeben sein.
 
  • #116
und genau von diesem Menschen dann erwartet, gepflegt, versorgt und betüddelt zu werden.
So langsam möchte ich auch wissen, was grünewelle und black betty denn nun meinen. Um was geht es denn eigentlich?
Will der chronisch Kranke nur weiterhin ein bisschen Kontakt (z.B. dass die FS ab und zu mal nach ihm sieht, (vielleicht 1x im Monat, oder so) , übergangsweise ein paarmal für ihn einkauft (falls das notwendig ist), mit ihm nur mal telefoniert, oder aber soll sie jetzt seinen Haushalt schmeißen und ihn komplett pflegen. Ich blicke nicht durch......
 
  • #117
ch hatte mich 2012 in einen Mann verliebt und wir haben eine Beziehung begonnen. Er war in der Mitte des Lebens damals 42, strotzte vor Gesundheit! Zehn Monate später entdeckten sie bei ihm den Krebs und er ist dann vergangenes Jahr mit 44 gestorben!
Ich verstehe Deine Haltung hierzu eingentlich durchaus. Mann soll das Leben auch zu schätzen wissen. Trotzdem hat das Thema doch nur bedingt mit festen Bezieghungsformen zu tun.
Nur Naive denken, dass die Ehepartner nach 30 Ehejahren den Partner besser oder anders pflegen als die Freundin, mit der man seit 30 Jahren liiert ist.In beiden Fällen kann das eine oder andere passieren. Es hängt vielmehr von den handelnden Personen ab

Die Heirat ist heute definitiv keine Pflegeversicherung mehr, sondern eine privilegierte und subventionierte feste Beziehungsform, aus der ein Ausstieg genauso leicht ist, wie in anderen Fällen auch.

Im Falle der FS geht es darum gar nicht, sie ist eine moderne Frau und hat emotional von vornherein nicht viel in die Beziehung investiert. es kann allerdings sein, dass der Mann um den es geht, anders sieht (oder auch gerade nicht). Das gibt es typischerweise ja auch im umgekehrten Fall auch recht oft...

Nun denn, sie soll selbst entscheiden, ob sie noch etwas zu geben hat, oder sich direkt aus dem Staub macht.
Bestimmt denkt sie bei sich, dass die Männer das vermutlich ja auch so mit ihr machen würden.....
 
  • #118
Andersrum staune ich, dass jemand jahrelang unverbindlichen Sex mit jemandem haben kann, Teile des Lebens gemeinsam genießt, den anderen aus anderen Teilen des Lebens bewußt ausklammert, ...
Darüber staune ich auch, wenigstens ein kleines bisschen, denn ich bin nicht weltfremd. An genau dieser Stelle sehe ich Charakterdefizit Nummer 1. Und das trifft beide gleichermaßen.

Menschen, die sich mit einem älteren Mann solidarisieren, der eine junge Frau an seiner Seite hatte, sich aber nicht verbindlich bekennen wollte, sich aus egoistischen Gründen noch andere Frauen gesucht hat, der seinen "Narzissmus" ausgelebt hat, jetzt krank ist und sich auf Werte besinnt, die die FS jetzt leben soll, nun....langer Satz, kurzer Sinn....haben in meinem Leben keinen Platz.
W
Ich habe mich an keiner Stelle mit dem "älteren Mann" solidarisiert, siehe oben und einen früheren Beitrag von mir. Natürlich erntet er jetzt, was er (gemeinsam mit der FS) selbst gesät hat.

Dennoch erlaube ich mir, die kaltschnäuzigen Kommentare und die eiskalte Konsequenz der FS als ein weiteres Charakterdefizit zu bewerten.

Dabei geht es ja nicht um professionelle Pflege - vielmehr geht es um den Kontaktabbruch und das vorgebliche plötzliche Streben nach einer Familie...
 
  • #119
Liebe FS,
Du hast alles richtig gemacht. Er wollte damals keine Verbindlichkeit also kann er sie jetzt nicht fordern. Vor vielen Jahren war ich in einer ähnlichen Situation. Er war Leistungssportler, ich war verknallt, er wollte Unverbindlichkeit. Vielleicht glaubte ich damals, er bräuchte nur Zeit. Wie auch immer, nach etwa einem Jahr hatte er einen schweren Unfall und trug einen Querschnitt davon. Er war natürlich am Boden zerstört und ich war anfangs ganz bei ihm, besuchte ihn und versuchte ihm Lebensfreude zurück zu geben.
Irgendwann sprach er vom "zusammenziehen, gemeinsamer Zukunft und heiraten". Da verließ ich ihn. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen worum es ihn ging.
Natürlich zweifelte er meine Gefühle für ihn in provokanter Form an, bettelte, weinte, fluchte, beleidigte mich. Ich drehte mich um und ging.
Zu dieser Entscheidung beglückwünsche ich mich noch heute.
Nicht zuletzt weil ich nun seit 20 Jahren mit einem Mann verheiratet bin der von Anfang an Nägel mit Köpfen machte, sich gänzlich ohne "wenn und aber", ohne Netz und doppelten Boden auf diese Beziehung einließ und lässt.
Ihn würde ich mit Liebe und Hingabe pflegen. Denn er hat es..... verdient.
 
  • #120
Aber sich empören und so brüsk abzuhauen finde ich auch schräg. Ist es so schlimm, wenn man einem langjährigen Bekannten wenigstens den Tipp wie man es lösen kann gibt und mal drüber redet? Das Bett Jahre teilen aber Null Ohr und keinen Rat für die Verzweiflung des anderen?
Nun beide wollten nicht alleine sein: er nach seiner Scheidung und die FS auch, beide waren vermutlich Single zu dem Zeitpunkt als sie sich kennen lernten und im Grunde genommen denke ich, dass sich jeder vorstellt und wünscht bzw. sogar intuitiv weiss, wie eine liebevolle, respektvolle Partnerschaft aussieht geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Achtsamkeit, mit der Bereitschaft und der Selbstverständlichkeit, dass man aus tiefer, ehrlicher Lieber füreinander da ist ist.

Er hat das Bett nicht nur mit Black-Betty geteilt, er hat es auch mit anderen Frauen geteilt, er hat - wie jemand schon schrieb - seinen "Narzissmus" rücksichtslos und empathielos ausgelebt, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass er die FS damit verletzt. Menschen mit starken narzisstischen Zügen sind ohnehin nicht fähig jemanden zu lieben. Sie ziehen nur Vorteile aus jeder zwischenmenschlichen Beziehung für sich selbst - immer auf Kosten der anderen.

Wer soll es jetzt der Black-Betty verübeln, dass sie den Mann verlässt? Ich kann es ihr nicht verübeln, ich kann sie verstehen, denn jetzt steht sie mit der Erkenntnis da, dass sie nie von ihm geliebt wurde, sondern als "Spassfrau" für sein geliebtes Dolce Vita gut genug war! Das ist nicht nur schmerzhaft, das ist sehr bitter!

Kann überhaupt ein Mann, der fähig ist mit dem Herzen zu lieben, das Bett auch mit anderen Frauen teilen am Schluss das ganze zu vergessen, als wäre nichts passiert, hoffen, dass sie ihm alles, wie einem 5-jährigen Kind verzeiht und von der FS so selbstverständlich erwarten, dass sie ihn pflegt und umsorgt? Hat dieses Mann das moralische Recht das zu erwarten? Ich sage: NEIN.

Ich erwähne es noch mal, wie so oft in diesem Forum: mein Vater hatte nicht mal Augen für andere Frauen und er kümmerte sich um meine Mutter als sie Krebs bekam! Er war nicht nur ein Mann, der lieben konnte, sondern auch einer, der für seine gesamte Familie Verantwortung getragen hatte.