• #31
Wenn jemand zu sehr in den anderen „hineinkriecht“, dann kann das sehr unangenehm für die Person werden und sie sucht die Distanz, um ein gesundes Gleichgewicht wieder herzustellen.
Das ist richtig.
Allerdings wirkt er auf mich gefühlsmässig distanziert unabhängig ihrem Verhalten.
Ich hab den Eindruck, er lässt sie emptional verhungern.

ist mit mir dorthin gefahren (weitere 45min Fahrt) und zurück. Vorher hat er sein Auto dafür ausgeräumt.
Danach ist er nach Hause gefahren.
Wie hast du dich damit gefühlt?
Ein guter Freund würde das so machen.
Ein verliebter Mann erledigt den Freunschaftsdienst und fährt dann nach Hause? Naheliegend wäre zb zu übernachten und von dir aus am nächsten Tag zur Arbeit zu fahren...
 
  • #32
Ich habe zB am Montag etwas gebraucht, was ich nicht alleine transportieren konnte. Er hat mich nach Feierabend abgeholt (30min Fahrt), ist mit mir dorthin gefahren (weitere 45min Fahrt) und zurück. Vorher hat er sein Auto dafür ausgeräumt.
Danach ist er nach Hause gefahren.
Wenn ich ihn besuche, holt er mich immer vom Bahnhof ab und schaltet mir vorher die Sitzheizung ein. Ich bräuchte vom Bahnhof bis zum ihm weitere 10min, wäre also kein Ding die mit dem Bus zu fahren.
Er sorgt immer dafür, dass mein Lieblingsessen (Getränke zB die er selbst nicht trinkt) da sind, wenn ich komme.
Ich war Ende Januar eine Woche im Urlaub, er hat mich vom Flughafen abgeholt und hatte eingekauft und mir dann etwas gekocht, von dem er weiß, dass ich es gerne esse
Er investiert zwar sehr viel, meint es ehrlich (sonst würde er das alles nicht tun) und ist wahrscheinlich selbst davon überrascht, dass er jetzt weniger Nähe zu dir möchte. Er weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Wahrscheinlich hat er den Gedanken, dass es sich eigentlich anders anfühlen sollte.

Ich kenne diese Situation selbst ansatzweise bei LAT, es ist einfach recht anstrengend, sich von Date zu Date zu hangeln. Gleichzeitig teilt man sein Leben ja nicht wirklich, kann keine Haushaltsdinge gemeinsam erledigen, lernt die Kreise des Anderen nicht wirklich kennen. Sogar der Gesprächsstoff ist mangels echter gemeinsamer Anliegen ausgedünnt. Das Zusammengehörigkeitsgefühl wächst nicht wirklich, man ist meistens Gast oder Gastgeber.

Diese Phase sollte man wahrscheinlich zügig überwinden und zu einem echten Paar werden - anstelle einer reinen F…-Freundschaft mit etwas Begleitprogramm. Das ist für die ersten Wochen natürlich gut, aber dann sollte es weitergehen.
 
  • #33
Allerdings wirkt er auf mich gefühlsmässig distanziert unabhängig ihrem Verhalten.
Ich hab den Eindruck, er lässt sie emptional verhungern.
Emotional verhungern ist so eine Begrifflichkeit, die die eigene Bedürftigkeit, den eigenen großen Hunger nach Aufmerksamkeit und Zuneigung beschreibt.

Sich jeden zweiten Tag zu sehen, zwischendrin viel zu texten und das fast drei Monate, spricht für keinen emotional distanzierten Menschen.

Und solange man über beide Ohren verliebt ist, denkt man auch nicht nach. Legen sich die ersten Höhenflüge, beginnt sich auch der Kopf zu melden. Was nichts schlechtes sein muss. Man überlegt nur vielleicht, wie man zukünftig alles gestalten möchte.

Aber daran lässt sich eben auch die eigene Beziehungsfähigkeit gut ablesen: wie gehe ich mit Enttäuschungen um ? Sind die für mich der Anfang vom Ende ? Oder kann ich damit souverän umgehen und eventuell meine eigenen Erwartungen auf den Prüfstand stellen ? Durch eine wohlwollende und akzeptierende Kommunikation Brücken bauen ?

Das sind alles Eigenschaften, die man in einer Beziehung braucht. Menschen sind und bleiben am Ende unterschiedlich - egal wieviel Gleichklang es da sonst gibt. An manchen Punkten tickt man halt unterschiedlich.

Wenn mich eine Person so wie ich bin, nicht akzeptieren möchte, sondern sie mir das Gefühl gibt, dass ich ihren Erwartungen zu entsprechen habe, sonst zweifelt sie gleich die Beziehung an. Dann ist das ein glasklares Zeichen, dass diese Person mir nicht die Sicherheit geben kann, die sie selbst erwartet. Und mit Nehmern ist man als Geber sehr ungern in einer Beziehung …
 
  • #34
Ich glaube, das wird nichts mehr. Du kannst dich vermutlich drauf einstellen, dass es bald zu Ende geht. Er spielt nicht mit dir. Er mag dich. Darum auch das wohlwollende Verhalten (Abholdienst). Aber es fehlt ihm der Zug zu dir. Dass der noch zurückkommt, ist unwahrscheinlich.
 
  • #35
Emotional verhungern ist so eine Begrifflichkeit, die die eigene Bedürftigkeit, den eigenen großen Hunger nach Aufmerksamkeit und Zuneigung beschreibt.
Ja, das ist deine Beschreibung als beziehungsvermeidende Person indem dem Gegenüber von Haus aus eine Bedürftigkeit unterstellt wird.
Man kann im gleichen Raum sein, einen Dienst für den anderen erledigen und den anderen emotional fernhalten.
Natürlich kann es Co Abhängigkeit geben.
Es kann aber auch Beziehungsvermeider geben, die relativ konstante Nähe nicht aufrechthalten können sondern immer wieder hin und herswitchen und kein konstantes Bndungsverhalten zeigen können.
Das hat dann nicht zwangsweise was mit einem klammernden Gegenüber zu tun.
Oder seine Gefühle sind einfach erkaltet.
Ich würde mich an Stelle der FS mehr auf mich konzentrieren.
Wenn sie sich distanziert kann es sein, dass er wieder ankommt - braucht kein Mensch oder auseinandergeht.
 
  • #36
Ja, das ist deine Beschreibung als beziehungsvermeidende Person indem dem Gegenüber von Haus aus eine Bedürftigkeit unterstellt wird.
Du unterstellst der anderen Person Gefühlskälte - wo liegt jetzt der Unterschied ? Zumal in ihrem Text nichts davon zu lesen ist. Sie beschreibt ihn als emphatisch und ihr bis dato sehr zugewandt gewesen. Man muss vielleicht auch aufpassen, seine eigene Story nicht auf andere zu projizieren.
Es kann aber auch Beziehungsvermeider geben, die relativ konstante Nähe nicht aufrechthalten können sondern immer wieder hin und herswitchen und kein konstantes Bndungsverhalten zeigen können.
Es existiert kein konstantes Bedürfnis nach Nähe. Wir suchen die Anwesenheit, den Austausch mit einem Menschen und wenn wir unsere Akkus aufgeladen haben, gehen wir wieder unseren eigenen Wegen nach. Bis sich das Bedürfnis nach Nähe wieder einstellt.

In der Psychotherapie bedient man sich dem Bild „der Katze“ für ein gesundes Bindungsverhalten. Sie kommt, wenn sie Nähe braucht und geht, wenn sie in Ruhe gelassen werden möchte.

Das ist völlig normal …nur wenn man unter Verlassensängsten leidet, dann sieht man jede „Abweichung“ als potenzielle Gefahr an, der einen möglichen Verlust prophezeit. Weil einem das Vertrauen in die Stabilität von Beziehungen fehlt - das sprichwörtliche Urvertrauen.


Das hat dann nicht zwangsweise was mit einem klammernden Gegenüber zu tun.
Das entscheidet die Person für sich selbst und nicht du, oder ich für sie. Wenn ich die Grenzen anderer achte, dann wird mir vertrauen geschenkt. Gehe ich konsequent drüber hinweg, versuche ich meine Bedürfnisse durch emotionale Erpressung ( du liebst mich ja gar nicht ..) mit Druck durchzusetzen, ernte ich misstrauen.

Wie gesagt: der besagte Mann hier hatte bereist langjährige Beziehungen und ist erst seit kurzem Single. Typische Bindungsvermeider haben eine andere Vita.
 
  • #37
Wir suchen die Anwesenheit, den Austausch mit einem Menschen und wenn wir unsere Akkus aufgeladen haben, gehen wir wieder unseren eigenen Wegen nach. Bis sich das Bedürfnis nach Nähe wieder einstellt.
Du vielleicht. Bitte nicht für alle sprechen .
Ach, du benutzt andere Menschen um dich aufzuladen? Projizier mal nicht von dich auf andere.
Das wäre ja wie ein Energievampir.
Na aufladen sollte man sich schon selbst, der andere auch.
Sonst wirds kein Austausch.

Man muss vielleicht auch aufpassen, seine eigene Story nicht auf andere zu projizieren.
Richtig. Insofern- es gibt Menschen, die in ihrem Bundungsverhalten konstant sind- was nicht Dauernähe heißt sondern kein switchen von wochenlang häufig sehen auf selten.
Ich habe noch nie beobachtet, dass daraus etwas Stabiles wird.

Sie kommt, wenn sie Nähe braucht und geht, wenn sie in Ruhe gelassen werden möchte.


Bloss sind Menschen keine Katzen.
Der andere steht nicht parat, um für den anderen brauchbar zu sein und dann stehengelassen, wenn er nicht " gebraucht" wird
Dann ist das brauchen ein benutzen des anderen, ihn zum Objekt machen zur eigenen Bedürfniserfüllung.
Mit Liebe hat das nichts zu tun, die im übrigen auch frei lässt.
Dnn wäre das ein evtl. Gegenseitiges benutzen und brauchen.
Das entscheidet die Person für sich selbst und nicht du, oder ich für sie. Wenn ich die Grenzen anderer achte, dann wird mir vertrauen geschenkt. G
Nicht zwangsläufig. Die andere Person, der Bindungsvermeider,kann ein Problem mit Urvertrauen haben, und auch bei einer sicher gebundenden Person kein Vertrauen haben und deshalb über Nähe und Distanz allein bestimmen wollen.

Deshalb rate ich der FS, Grenzen zu setzen und sich nicht passgenau tur Bedürfnisserfüllung des anderen zur Verfügung zu stellen unter Verleugnung eigener Bedürfnisse.

Das ist völlig normal …nur wenn man unter Verlassensängsten leidet, dann sieht man jede „Abweichung“ als potenzielle Gefahr an, der einen möglichen Verlust prophezeit. Weil einem das Vertrauen in die Stabilität von Beziehungen fehlt - das sprichwörtliche Urvertrauen
Ich denke, die Beunruhig des Umswitschens des Verhaltens des Gegenübers muss nicht zwangsläufig etwas mit krankhaften Verlassenheitsängsten zu tun haben.
Auch eine sicher gebundene Person kann einen Bindungsängstler geraten und dann Verlustängste empfinden.
Deshalb der Rat an die FS, sich mehr auf sich zu konzentrieten und nicht auf die Beziehung.

Du unterstellst der anderen Person Gefühlskälte - wo liegt jetzt der Unterschied
Ich sehe bei ihm eine grwisse Kälte und Distanziertheit, auch wenn er äusserlich freundlich und zugewandt erscheint.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #39
Du unterstellst der anderen Person Gefühlskälte - wo liegt jetzt der Unterschied ? Zumal in ihrem Text nichts davon zu lesen ist. Sie beschreibt ihn als emphatisch und ihr bis dato sehr zugewandt gewesen. Man muss vielleicht auch aufpassen, seine eigene Story nicht auf andere zu projizieren.

Es existiert kein konstantes Bedürfnis nach Nähe. Wir suchen die Anwesenheit, den Austausch mit einem Menschen und wenn wir unsere Akkus aufgeladen haben, gehen wir wieder unseren eigenen Wegen nach. Bis sich das Bedürfnis nach Nähe wieder einstellt.

In der Psychotherapie bedient man sich dem Bild „der Katze“ für ein gesundes Bindungsverhalten. Sie kommt, wenn sie Nähe braucht und geht, wenn sie in Ruhe gelassen werden möchte.

Das ist völlig normal …nur wenn man unter Verlassensängsten leidet, dann sieht man jede „Abweichung“ als potenzielle Gefahr an, der einen möglichen Verlust prophezeit. Weil einem das Vertrauen in die Stabilität von Beziehungen fehlt - das sprichwörtliche Urvertrauen.



Das entscheidet die Person für sich selbst und nicht du, oder ich für sie. Wenn ich die Grenzen anderer achte, dann wird mir vertrauen geschenkt. Gehe ich konsequent drüber hinweg, versuche ich meine Bedürfnisse durch emotionale Erpressung ( du liebst mich ja gar nicht ..) mit Druck durchzusetzen, ernte ich misstrauen.

Wie gesagt: der besagte Mann hier hatte bereist langjährige Beziehungen und ist erst seit kurzem Single. Typische Bindungsvermeider haben eine andere Vita.
Das sehe ich aber anders! Gerade Männer, dir eine langjährige Beziehung und das Trauma einer Scheidung hinter sich haben, sind häufig bindungsängstlich bzw. bindungsvermeidend.
 
  • #40
Emotional verhungern ist so eine Begrifflichkeit, die die eigene Bedürftigkeit, den eigenen großen Hunger nach Aufmerksamkeit und Zuneigung beschreibt.

Klingt bedürftig und in sich widersprüchlich.

Genau. Einmal enttäuscht und verletzt, wird nun die Sicherheitszone aufgemacht. Gilt für Frauen natürlich auch, es gubt auch bindungsvermeidende Frauen.

Da ist keine gesunde Beziehung möglich wo es beiden gutgeht, sagen Psychologen 😉. Bei zwei Bindungsvermeidern wird nichts matchen.
 
  • #41
Männer gehen gerne in einer frischen Beziehung bald mal in eine Art Rückzugsphase, um Nachzudenken und Nachzufühlen, ob Du jetzt wirklich die eine bist, mir der er sein restliches Leben verbringen möchte. Das Ergebnis ist offen, wie lange so eine Phase dauert, weiß ich aber nicht. Ich kenne sie von mir nicht.

Also die Füße still halten und nicht bedrängen. Wenn Du das nicht aushältst, beende die frische Beziehung.

Wie es mit dem Nähe-Distanz-Bedürfnis aussieht, wenn sich die Beziehung stabilisiert hat, ist jetzt noch nicht eindeutig vorauszusagen. Das merkt man so nach 1-2 Jahren, wo dann Trennungen recht häufig sind, auch deswegen, weil die rosa Brille weg ist und Unpassungen tatsächlich störend werden.
ErwinM, 52
Die von dir dargestellte Rückzugsphase habe ich bei vorherigen Beziehungen nie erlebt. Sie scheint wohl jetzt erst in Mode gekommen zu sein. Dann muss der Mann aber auch damit rechnen, dass die Frau dann bald weg ist.
 
  • #42
Das sehe ich aber anders! Gerade Männer, dir eine langjährige Beziehung und das Trauma einer Scheidung hinter sich haben, sind häufig bindungsängstlich bzw. bindungsvermeidend.
temporär und auch nachvollziehbar. Ich gehe nach einem Beinbruch auch nicht gleich wieder joggen…
Genau. Einmal enttäuscht und verletzt, wird nun die Sicherheitszone aufgemacht. Gilt für Frauen natürlich auch, es gubt auch bindungsvermeidende Frauen.

Da ist keine gesunde Beziehung möglich wo es beiden gutgeht, sagen Psychologen 😉. Bei zwei Bindungsvermeidern wird nichts matchen.
was klingt bedürftig ? Dass man ein Bedürfnis nach Nähe hat ? What ? 😅🙏

Eine gesunde Beziehung kann nur zwischen gesunden Individuen entstehen. ;)

Wie lange gingen deine Beziehungen, die deinen Bedürfnissen entsprachen ?
 
  • #43
Die von dir dargestellte Rückzugsphase habe ich bei vorherigen Beziehungen nie erlebt. Sie scheint wohl jetzt erst in Mode gekommen zu sein. Dann muss der Mann aber auch damit rechnen, dass die Frau dann bald weg ist.
Ja, ich kenne das auch nicht, bei mir wurde es langsam - üver viele Monate - immer intensiver mit mehr Zeit miteinander etc. Aber ich war ja auch noch nie blitzverliebt, so, dass ich diesen Menschen augenblicklich komplett "fressen" musste. Anziehung war hingegen immer sofort vorhanden. Wahrscheinlich bin ich zu viel Kopfmensch.

Aber wie oben geschrieben, liest man das in machen Ratgebern. Ich kanns irgendwie nachvollziehen. Ganz am Anfang ist man(n) hin und weg, aber das vorherige Leben bleibt auf der Strecke. Deshalb zwischendurch wieder Abstand. Ich kenne dieses Gummiband-Verhalten auch nicht und finde dieses Verhalten - hm, unausgewogen, unfair?

ErwinM, 52
 
  • #47
Liebe Bella, Männer fühlen und kommunizieren anders als Frauen.

Er hat sich sehr bemüht, war aufmerksam und zuvorkommend. Das sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein, aber wir alle wissen, dass es leider immer noch eher selten ist.
Sein Verhalten ist bis dato ein Zeichen von Wertschätzung, Respekt und sicherlich Liebe.

Er hat gesagt, dass er Zeit für sich braucht und es nichts mit dir zu tun hat.
Du selbst hast es ebenso gesehen.
Jetzt fühlt du aber anders.
Dafür kann er erst einmal nichts.
Nach einer Woche hast du ihm deine Verunsicherung mitgeteilt und er hat noch einmal bekräftigt, dass es nicht an dir liegt und er momentan ein hohes Bedürfnis nach Zeit für sich hat. Er hat ebenso geäußert, dass dies nicht dauerhaft seinem Nähe-Distanz-Bedürfnis entspräche und wohl mit dem deinem übereinstimmen dürfte. Du bist weiterhin unsicher, obwohl er es erneut klar kommuniziert hat.
Habe ich das korrekt wiedergegeben?

Ich dachte er hätte sich die zwei Wochen eine Auszeit genommen. Aber ihr habt täglich kommuniziert, teilweise von ihm ausgehend. Ihr habt euch auch getroffen, als er dir geholfen hat.

So wie du ihn beschreibst, entspricht ein derartiges Ausschleichen nicht seinem Charakter. Auch kann ich bislang kein Fehlverhalten erkennen. Dass er aktuell etwas Zeit für sich haben möchte, kann ich ihm nicht vorwerfen und ich sehe auch nicht, dass er dich ausnutzt bzw. ausgenutzt hat.

Wir alle können nur Vermutungen anstellen. Keiner kann in seinen Kopf sehen. Daher nutzen dir unsere Interpretationen nicht wirklich viel.

Jeder Mensch ist anders und wir haben das zu respektieren. Ich persönlich würde ihm noch 1-2 Wochen geben und dann aber klarmachen, dass mir das mittlerweile etwas zu viel Distanz ist. Wenn er sich über seine Gefühle zu dir unsicher ist oder Schluss machen will, soll er es klar kommunizieren.
 
  • #48
Gattung gedatet und trotz gegenteiliger Behauptungen kommen die meisten Jahre/Jahrzehnte nicht darüber weg
Ich hab einige Exemplare davon im Bekanntenkreis. Sie treten zum Joggen an und nach einigen Kilometern geht die Puste aus.
Und da liegt der Beinbruch schon länger her.

Kann das Gegenüber aber nicht wissen, vor allen Dingen wenn am Anfang alles ganz freiwillig erfolgt und die Nähe auch gewollt und eingefordert wird.
 
  • #50
Liebe Bella, ich gehöre zu den Menschen, die gerne nach vorne preschen und dann erst überlegen ...
Ich kann Dir nur sagen, hier im Forum kann Dir absolut niemand eine Vorausschau auf den Verlauf geben.
Ich kann Dir aber auch sagen, dass solche Ratschläge wie „Stell den Sex ein“ der absolute Blödsinn sind. Sorry, ich muss das jetzt mal hart formulieren, keine ernstzunehmende Beziehung kommt doch unter solchen Prämissen zu Stande.
Ich kenne das Gefühl, das Du hier beschreibst. Ich hatte jedesmal bei einer ernsten Beziehungsanbahnung so nach drei Monaten genau diesen Wunsch nach Rückzug. Weil ich halt ein schönes, eigenes Leben vorher hatte und dann schauen musste, ob ich alles auf den Kopf stellen möchte wegen der Person, die ich gerade kennenlerne ...
Von daher, sei gnädig, gib ihm und Dir eine Chance, ich finde, es liest sich gut🥰
 
  • #51
Und ja, es gibt sie natürlich, diese Menschen, die alles sofort wissen, was für sie gut ist. Das ist auch gut so, sonst wären Menschen wie Dein Freund und ich vielleicht nie verpartnert🤪
 
  • #53
kann Dir aber auch sagen, dass solche Ratschläge wie „Stell den Sex ein“ der absolute Blödsinn sind
Wieso? Könnte doch sein, dass die FS mit Sex Nähe verbindet, Bindungshormone und so. Ist doch dann nicht schön, wenn der Andere justamente ns Gegenteil flüchtet.
Deshalb finde ich den Vorschlag in diesem Fall schon passend. Sozusagen ein klassizistischer Ansatz mit lysistratahaftem Ausmaß. ( okay, er zieht nicht in den Krieg).
Aber in diesem Fall wohl eher wirkungslos:
In der Tat, warum fährt er dann nach Hause? Wahrscheinlich ist es in den letzten zwei Wochen gar nicht zum Sex gekommen -
von seiner Seite aus. Falls ich das richtig interpretiere.
Die von dir dargestellte Rückzugsphase habe ich bei vorherigen Beziehungen nie erlebt
Ich auch nicht, noch nie, jedenfalls nicht nach drei Monaten. Ihr habt ja vorher auch nicht nur aufeinander gehockt.

Zwei Wochen ist halt noch nicht solange, warte noch ein wenig ab, aber kannst Dich schon innerlich darauf einstellen. Was wiederum auch nicht schön ist.

Chapeau, für die Sitzheizung vorab - kannte ich nicht, muss ich mir merken. Ich dachte meine funktioniert nur, wenn man auch drauf sitzt. Probiere ich heute mal aus.
W,57
 
  • #55
Ich kann Dir aber auch sagen, dass solche Ratschläge wie „Stell den Sex ein“ der absolute Blödsinn sind.
Erstens gibt es viele Männer, denen es nur um Sex geht - macht die Frau nicht mit oder nicht so oft, sind sie weg, also ist das schon ein guter Ausschlusskriterium.
Zweitens geht es den meisten Frauen beim Sex nicht um physischen Akt an sich, sondern in erster Linie um die Nähe. Sogar in "normaler" Beziehung möchte Frau keine Intimität, wenn Mann sie ganzen den Tag ignoriert hat.
Also ist der Rat absolut normal. Will der Mann keine Nähe, gibt es auch kein Sex - es ist keine Bestrafung, sondern der Selbstschutz bzw. natürliches Bedürfnis der Frau sich auf jemanden nicht einzulassen, zu dem sie keine Verbindung hat.
 
  • #58
Zweitens geht es den meisten Frauen beim Sex nicht um physischen Akt an sich, sondern in erster Linie um die Nähe. Sogar in "normaler" Beziehung möchte Frau keine Intimität, wenn Mann sie ganzen den Tag ignoriert hat.
Also ist der Rat absolut normal. Will der Mann keine Nähe, gibt es auch kein Sex - es ist keine Bestrafung, sondern der Selbstschutz bzw. natürliches Bedürfnis der Frau sich auf jemanden nicht einzulassen, zu dem sie keine Verbindung hat.
Danke für die Erklärung, hatte ich bislang auch als Bestrafung verstanden, aber ist jetzt nachvollziehbar.
Chapeau, für die Sitzheizung vorab - kannte ich nicht, muss ich mir merken. Ich dachte meine funktioniert nur, wenn man auch drauf sitzt. Probiere ich heute mal aus.
Hat mich auch gewundert, funktioniert bei mir definitiv nur, wenn Gewicht auf dem Sitz ist.
Ein verliebter Mann erledigt den Freunschaftsdienst und fährt dann nach Hause? Naheliegend wäre zb zu übernachten und von dir aus am nächsten Tag zur Arbeit zu fahren...
Ja, würde ich auch so machen. Würde bei diesem Freundschaftsdienst aber auch eine Einladung von Bella erwarten. Vielleicht hat sie die auch ausgesprochen oder sie wollte ihn nicht bedrängen. Oder er konnte nicht, weil er noch einen anderen Termin hatte. Oder sie wohnt noch bei ihren Eltern - 19 Jahre?

Wir sehen die Situation immer nur aus der Perspektive der FS. Und auch nur mit den Informationen, die wir zur Verfügung gestellt bekommen. Da fehlt ganz viel und so kann man schnell von der einen in die andere Richtung deuten. Zumindest kippe ich des Öfteren, wenn eine neue Information auftaucht und sich die Gesamtsituation plötzlich ganz anders darstellt.
 
  • #59
Dass du das auf dich beziehst, zeigt mir, dass du eher unsicher bist - unabhängig von ihm betrachtet.
Tatsächlich bin ich in Beziehungen sehr unsicher. In allen anderen Dingen habe ich ein gutes Bauchgefühl dem ich vertraue, in Beziehungen ist mir das leider abhanden gekommen. Wie ich wieder mehr darauf vertrauen lernen kann, weiß ich noch nicht.

Und so wirklich bei dir selbst, bist du leider auch nicht. Erst hast du Verständnis, weil es dir ja ähnlich ginge und dann wenige Tage später doch wieder nicht. Neigst du dazu, ihm es recht machen zu wollen?
Danke für den Hinweis auf meine eigene Ambivalenz. Tatsächlich entsprach das "weniger" meinem Bedürfnis, das Ausmaß hat mich aber verunsichert - hat toll meine Verlustangst getriggert. Mir sind aber jetzt einige Muster bei mir deutlich geworden.

Ich bin jetzt wieder ein bisschen mehr bei mir und nicht mehr so sehr bei ihm. Da muss ich auch nur weiterhin bleiben, was gar nicht so einfach ist...

Das mit dem Sex einstellen... also wenn wir beide Lust auf Sex haben, haben wir welchen und sonst nicht 🤷🏼‍ Kam ja auch die Spekulation, er hätte diesen eingestellt - nein, hat er nicht. Wir haben aber einfach nicht bei jedem Treffen Sex und das ist für beide Seiten okay.
 
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