• #61
Genau :)
Wir alle können nur Vermutungen anstellen. Keiner kann in seinen Kopf sehen. Daher nutzen dir unsere Interpretationen nicht wirklich viel.
Da hast du Recht. Mir hat es dennoch geholfen zu lesen, wie unterschiedlich die Situation hier bewertet wird.

Es ist ein bisschen wie @Anna1309 schrieb, dass ich in jeder Verhaltensänderung gleich das Anfang vom Ende sehe. Hier haben aber auch zahlreiche Menschen, wie @Nikita09 , darauf hingewiesen, dass sie einen Rückzug von sich kennen und das eben nicht unbedingt etwas zu bedeuten hat.
Natürlich weiß ich nicht, was jetzt auf meinen Freund zutrifft. Aber zumindest theoretisch sind alle Möglichkeiten offen und ich muss jetzt aber überlegen, wie es MIR geht.

Ich merke gerade, wie schwer es mir fällt, meine Bedürfnisse in dieser Beziehung (Liebesbeziehungen im Allgemeinen) zu erkennen und wie stark ich davon geprägt bin, das zu erwarten, was "normal" ist. Also, falls das jemand von sich kennt und da schon einen Schritt weiter ist - bin ich gerne für Ratschläge offen :) Das ist übrigens ein reines Beziehungsproblem, in anderen Lebensbereichen kenne ich das von mir nicht.
 
  • #62
bei mir wurde es langsam - üver viele Monate - immer intensiver mit mehr Zeit miteinander etc.
Das hört sich gesund an.
Ich kenne dieses Gummiband-Verhalten auch nicht und finde dieses Verhalten - hm, unausgewogen, unfair?
Sehe ich auch so. Wenn sich das Ganze jetzt einpendelt, hin zu einem stetigen mehr an Vertrauen und Intensität, wäre das schön. Ein immer wieder Hin und Her käme für mich nicht infrage.
 
  • #64
Na denn passt doch alles, wenn du dich wohl fühlst in der Beziehung ist doch prima!
Nein, sonst würde ich hier nicht schreiben :) aber du hast es ja schon gesagt - ich sollte mich mehr auf mich und meine Bedürfnisse fokussieren.
Beim Sex ist das aber schon ein Bereich in dem mir das gelingt. Wenn wir uns jetzt sehen und mir nicht danach ist, z.B. weil mir die Nähe fehlt, dann ist das so. Aber ich "taktiere" nicht mit Sex, sondern gucke auf meine Bedürfnisse. Mehr wollte ich damit nicht zum Ausruck bringen.
 
  • #65
sind alle Möglichkeiten offen und ich muss jetzt aber überlegen, wie es MIR geht.
Wenn du so weit weg von dir bist, bist du ein Spielball des anderen.
Ist mir schon klar- für mich war das klassisches Zurückgerudere.

Natürlich muss sein Rückzug nicht das Ende bedeuten.
Aber momentan hält er sich alles offen, während du dich in einer Art Warteposition befindest und auf sein ok wartest.
Ist es für dich ok, wenn es bei dieser Frequenz bleibt?
Wie viel Zeit möchtest du ihm geben?
Du könntest zn für dich sagen, du schaust es dir noch 4 Wochen und entscheidest dann für dich, ob du in diesem Gummiartigen Zustand bleibst oder gehst.
 
  • #66
Ich merke gerade, wie schwer es mir fällt, meine Bedürfnisse in dieser Beziehung (Liebesbeziehungen im Allgemeinen) zu erkennen und wie stark ich davon geprägt bin, das zu erwarten, was "normal" ist. Also, falls das jemand von sich kennt und da schon einen Schritt weiter ist - bin ich gerne für Ratschläge offen :) Das ist übrigens ein reines Beziehungsproblem, in anderen Lebensbereichen kenne ich das von mir nicht.
Hast du eine Idee woher das kommt ? Gab es mal einen schwerwiegenden Vertrauensmissbrauch, der dich gelehrt hat, dass du deinen Gefühlen nicht trauen könntest? oder ist das eher angelerntes Verhalten durch Erziehung?
 
  • #67
Ich finde es mehr als schlimm und destruktiv, wenn ich bei einigen Beiträge ausschließlich nur die Wichtigkeit von Sex lese!
Wenn ich erkenne, dass es der Frau ausschließlich um Sex geht, bin ich weg vom Fenster, ich wünsche und hoffe, dass ich nicht alleine als Mann so eingestellt bin?!
 
  • #68
Hallo liebe Bella,
erstmal möchte ich Dir sagen, dass es sehr schön ist, von Dir Rückmeldungen zu erfahren, so macht das Schreiben gleich viel mehr Freude👌

Noch einige Anregungen meinerseits:
- mir ist aufgefallen, dass Du hier des Öfteren von „normal“ und „gesund“ sprichst, wenn es um Beziehungsverhalten sprichst. Vor dem Hintergrund der Annahme, dass wir hier nicht über pathologisches Verhalten diskutieren, empfinde ich diese Begriffe immer als kritisch anzusehen. Jede Beziehung hat eine Eigendynamik und es liegt an uns, die für uns Passende zu finden. Was für den einen Menschen gesund und normal ist, muss für den anderen noch lange nicht richtig sein. Es kommt einfach auf die Passung an. Dazu gehören schon eine gewisse Erfahrung und vor allen Dingen der Wille, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Nur so kannst Du Deine Vorstellung von Beziehung erfahren und dann auch hoffentlich umsetzen.
Von daher würde ich mir Gedanken machen, was Dir wirklich wichtig ist, mich dann zurücklehnen und dem Ganzen etwas Zeit geben. Wenn es Dir leichter fällt, dann setze für Dich eine gewisse Frist und schaue, wie es Dir in der Zeit geht.

Dein Thread hier hat aber auch bewirkt, dass ich mir nochmal Gedanken über meine Beziehungsanbahnungen gemacht habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese immer zuerst mit richtig gutem Sex anfingen. Wenn mir ein Mensch gefällt, er gut riecht, sich schön bewegt und kommunikativ gut aufgestellt ist, dann möchte ich gerne Sex mit ihm. Dann trifft man sich wieder, vielleicht wird mal ein WE draus, man geht irgendwann mal ins Kino, zu einer Ausstellung, es wird verbindlicher und es bleibt ...
Ich habe tatsächlich noch nie eine Beziehung über wochenlanges Kennenlernen freundschaftlicher Art begonnen. Und ja, bei mir war immer dieser kurze Rückzug nach einer gewissen Zeit, weil ich mir gut überlegt habe, ob ich dann wirklich weitergehen möchte. Aber ich habe auch nur drei ernsthafte Beziehungen in meinem Leben gehabt. Ansonsten blieb es einfach bei dem Sex, aber den mochte ich ja auch😉

Ich wünsche Dir alles Gute und die passende Entscheidung!
 
  • #69
@Heini Du kennst sicher den etwas derberen Spruch „Wer f.cken will, muss freundlich sein“, oder? Bei den meisten Menschen hat das „Verweigern“ nichts mit Bestrafung zu tun, sondern ist einfach eine Reaktion auf dumpfbäckiges Verhalten. Beziehung ist Arbeit, in erster Linie an sich selbst und dann an der gemeinsamen Linie. Ich denke, dessen sind sich die wenigsten bewusst und dann ganz erstaunt, wenn nix mehr läuft.
 
  • #70
Vor 2 Wochen teilte er mir mit, dass ihm das zu viel sei. Er brauche mehr Zeit für sich, dies habe aber nichts mit seinen Gefühlen für mich zu tun und er sähe auch weiterhin eine langfristige Perspektive für uns. Mir wurde es tatsächlich auch ein bisschen viel, weshalb ich das erstmal nicht so schlimm fand.
Letzte Woche haben wir erneut darüber gesprochen, weil mich dieser Rückzug doch verunsichert. Insbesondere weil er auch weniger Körperkontalt zu mir sucht und weniger schreibt. Er konnte das nachvollziehen und bestätigte noch einmal, dass es nicht an mir/uns läge, sondern er momentan ein hohes Bedürfnis nach Zeit für sich habe.
Ich wünsche dir, dass ich Unrecht habe, aber für mich klingt das wie der Anfang vom Ende. Entweder er ist sich seiner Gefühle nicht sicher, oder datet sogar parallel, denke ich.
Jeder hat ja sein eigenes Tempo, aber ich kenne es eher so, dass man gerade in der Anfangszeit so viel Zeit wie möglich mit der Person verbringen möchte. Wenn man sehr verliebt ist freut man sich über jede Nachricht und die gemeinsame Zeit. Ich würde dann in dem Fall nie zu demjenigen sagen, lass uns weniger Kontakt haben. Sowas passt für mich persönlich nicht zusammen.
Das sehe ich auch so.
Liebe FS, ich würde mich an deiner Stelle aus der Warteposition lösen und diesem Mann keine Priorität mehr einräumen. In der Kennenlernphase sollte eitel Sonnenschein herrschen, wer da schon den Rückzug antritt, ist m.E. nicht richtig überzeugt. Mit seinem Verhalten riskiert er schließlich bewusst, dass du dich von ihm abwendest...
Das steht ja auch oft in Ratgebern. Ich habe das noch nie erlebt, wenn ich ehrlich bin. Weder bei mir noch bei Freunden. Wenn jemand mich plötzlich weniger sehen wollte oder weniger Kontakt hatte, hat er das Interesse verloren und dann war es bald vorbei.
Dito.

w33
 
  • #71
Ja, @INSPIRATIONMASTER kannst Du persönlich gerne als „schlimm“ empfinden, ich empfinde die umgekehrte Version als bedeutend unangenehmer. Mir vorzustellen, ich lerne über Wochen/Monate jemanden kennen und stelle dann irgendwann fest, der Sex ist überhaupt nicht kompatibel, das wäre schön bitter, weil, was dann?😂
Aber das passiert mir ja nicht, weil siehe oben ...
So unterschiedlich sind wir halt, wir Menschenkinder!
 
  • #72
Solange du dich an dem orientierst, was andere sagen, wird das nichts.
Du bist doch der Meinung, dass dir die jetztige Frequenz euer Treffen nicht ausreicht.
Was andere meinen , ist doch völlig schnuppe.
Prüfe wie es sich für dich anfühlt, ob dir das auf Dauer ausreicht, wenn er nicht wieder auf dich zukommt oder sich noch weiter zurückzieht.
 
  • #73
Grundsätzlich finde ich es nach einem intensiven Start auch okay auf die Bremse zu treten.
Warum eigentlich? Was ist normal an solchem Hin und Her? Du selber merkst doch, dasss es Dir garnicht gutgeht damit.

Warum macht man es nicht umgekehrt: lässt es langsam angehen und dann intensiver werden wenn es passt? Das macht Menschen nicht so unsicher bis beziehungs-/kommunikationsgestört.

Von der Kommunikation her ist es schon mal super, dass er sein Verhalten erklärt.
Allerdings. Daher erkenne ich das Problem der FS nicht - sie will auch mehr Zeit für sich aber.... - nichts genaues weiß sie nicht, was sie (nicht) will.
Mein Eindruck ist, dass es ihm nach 3 Monaten langt, der Reiz des Neuen ist verflogen und er dreht nun Richtung F+, will mit der FS nicht so eine enge Bindung wie sie.

Strohfeuer, wenn der Reiz des Neuen verflogen ist, dann ist das große Feuer abgebrannt und es kokelt nur noch länger so vor sich hin.

Hier geht der unterschied im Nähe-Distanz-Verhalten eindeutlig zu Deinen Lasten, ist immer so bei dem, der Nähe will. Der andere kann sich einfach verweigern.

Das steht ja auch oft in Ratgebern. Ich habe das noch nie erlebt, wenn ich ehrlich bin. Weder bei mir noch bei Freunden.
Ich kenne sowas ebenfalls von niemandem, wenn es holperiger wurde, dann war das Interesse verpufft und irgendwann vorbei.

Auf die Ratgeber kannst Du pfeifen. Die brauchen bloss einen vermeintlich interesssanten Aufhänger, der sie ins Gespräch bringt zum besseren Verkauf. Und je mehr Probleme man den Leuten andichtet oder sie sich selber um interessanter zu sein, umso besser läuft dieses Segment im Buchhandel.

Wie ich wieder mehr darauf vertrauen lernen kann, weiß ich noch nicht.
Indem Du das Heft in die Hand nimmst, statt Dich immer weiter von solchen Männerspielchen oder geänderten Bedürfnissen verunsichern zu lassen.
Indem Du tust, was für Dich richtig ist, statt Dich dem Mann anzupassen. Wenn das nicht geht weil er nicht will, dann beendet man halt die Beziehungsanbahnung und führt Freundschaft weiter.
Wichtig ist: selber entscheiden, wenn bei Dir Leidensdruck entsteht, statt zu leiden bis er sich endlich zu einer Entscheidung durchringt.
 
  • #74
Mir vorzustellen, ich lerne über Wochen/Monate jemanden kennen und stelle dann irgendwann fest, der Sex ist überhaupt nicht kompatibel, das wäre schön bitter, weil, was dann?
Wenn es Sex spät in der Beziehungsanbahnung oder erst in der Beziehung gibt, haben beide normalerweise keine große Libido. Daher ist die sexuelle Passung nicht so wichtig, weil Sex nicht wichtig ist. Aber meistens passt es dann ja doch, weil "Blümchensex" ausreichend und befriedigend ist. Es wird sich wohl dann kaum jemand in der Beziehung als "Sexmonster" entpuppen.
@Nikita09, wieso haben Deine drei Beziehungen geendet? Was hat nicht mehr gepasst?
ErwinM, 52
 
  • #75
Mir vorzustellen, ich lerne über Wochen/Monate jemanden kennen und stelle dann irgendwann fest, der Sex ist überhaupt nicht kompatibel, das wäre schön bitter, weil, was dann?
Ich kann mir nicht vorstellen, jemanden total toll zu finden, mich bestens mit dem zu verstehen, Nähe zu erleben, zu kuscheln, zu küssen, zu schmusen und dabei nicht zu bemerken, dass wir im Bett hinterher nicht harmonieren werden.

Dagegen würde mir schneller Sex-Test überhaupt nichts bringen, weil ich mich da nicht frei entfalten, entspannen könnte und dieser schnelle Sex rein gar nichts über die zukünftige Entwicklung aussagen könnte.

Aber die FS hat ja in der Beziehung anscheinend kein Problem, was ich ziemlich cool finde. Nicht jedesmal Sex haben, wenn man sich trifft, klingt eigentlich schon einmal ziemlich gut, dann scheint es doch durchaus andere Dinge zu geben, die die beiden verbinden.

Allerdings würde mir so ein Rückzug schon zu denken geben.
 
  • #78
@BatmanB Ich empfehle hier den Film „Ich bin Dein Mensch“, ziemlich genial👌
Ich glaube, ich verstehe schon, was Du @Serenissima meinst. Ganz so arg weit sind wir gar nicht voneinander entfernt ... ich merke nur gerne ziemlich schnell, ob sich der Sex gut anfühlt und auch ausbaufähig zu sein scheint. Dass Sex mit zunehmender Nähe immer besser werden kann, ist mir natürlich nicht fremd.

@ErwinM Die erste ernstzunehmende Beziehung hatte ich von 23-26, vorher waren das eher Liebeleien. Das war eine ganz tolle Zeit und ich war komplett hin und weg. Leider waren wir beruflich zu unterschiedlich aufgestellt, ich hatte fast mein Studium beendet, bekam meine erste Stelle in Wiesbaden und er begann da nochmal mit einem Studium. Muss aber dabei erwähnen, dass er zwei Jahre jünger ist als ich und es hat einfach nicht mehr gepasst vom Lebensentwurf. Es war wirklich logistisch nicht mehr machbar. Ich habe so sehr gelitten bei der Trennung und war dann erstmal drei Jahre ohne feste Beziehung. (Wir haben aber heute noch Kontakt und er ist einfach ein toller Mensch.)
Dann folgte die zweite Beziehung von 29-32. Auch ein sehr liebevoller Mensch, auch hier keine Trennung im Bösen, aber er wollte dann gerne mehr, enger, sprich Heirat und das konnte ich einfach noch nicht. Außerdem wollte ich mich beruflich gerne nochmal verändern (ich hab ursprünglich BWL studiert) und das passte einfach nicht mehr, die Trennung ging dann von mir aus, er hat ziemlich rasch seine Frau gefunden, mit der er auch heute noch zusammen ist.

In meinem 34. LJ verspürte ich plötzlich diesen unbändigen Wunsch nach einem Kind, ich hätte NIE gedacht, dass Hormone so zuschlagen können. Da ich keine Geschwister habe und unsere Kernfamilie klitzeklein ist, „erfüllte“ ich mir diesen Wunsch und trennte mich noch in der Schwangerschaft von dem Vater meiner Tochter. Ich hatte die vage Vermutung, dass es passen könne, aber dem war nicht so. Natürlich hatte ich das Scheitern irgendwo mit eingeplant, auch finanziell, ich habe keinen Unterhalt eingefordert und meine Tochter alleine großgezogen. Aber auch hier besteht ein (mittlerweile) gutes Verhältnis.
Mit 39 lernte ich dann meinen Mann kennen, er war schon die Liebe meines Lebens.
 
  • #79
@ErwinM und weiter geht’s.
Im Urlaub kennengelernt, blieb er hartnäckig dran an uns, obwohl uns 450 km trennten. Er bekam meine Adresse über das Hotel raus, wir schrieben uns, wir telefonierten, ja, es war sehr romantisch.
Wir hatten dann über zwei Jahre eine Fernbeziehung, sahen uns aber immer mindesten zwei Tage die Woche, er fuhr immer, wir verbrachten Urlaube zusammen und als ich meinen beruflichen Wechsel erfolgreich beendet hatte, zogen meine Tochter und ich zu ihm, ich fuhr frohen Herzens und leichtem Gepäck.
Es folgten wieder wunderschöne Jahre mit Praxisgründung meinerseits, Heirat, Adoption meiner Tochter, Kauf einer riesigen Wohnung, sein jüngerer Sohn zog zu uns, es war eine geile, pralle Zeit.
Dann der komplette Absturz, durch einen blöden Zufall fielen mir Kontoauszüge seines Kontos in die Hände. Ich hatte ja mein Einkommen über die Praxis, natürlich noch gering, da neugegründete. Er bezahlte den Löwenanteil unseres Lebens. Das Konto wies ein Minus von über 20.000€ auf, vor dem Hintergrund betrachtet, dass mein Mann ein monatliches Einkommen von 15.000€ plus Tantiemen hatte ...
Was dann in den zwölf Monaten folgte, war mit Abstand die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich rechnete, ich bettelte, ich drohte, ich schrie und wurde einfach nur krank, ich kam ihm nicht bei. Es war bei ihm wie ein totaler Realitätsverlust, ich kam ihm nicht mehr bei. Ich betäubte mich immer häufiger abends mit einem guten Glas und irgendwann ging er zur Tür raus und war weg.
Ich habe ihn dann nur noch ein Mal gesehen vor dem Richter bei der Scheidung, das war auch gut so.
Ich lebe seit zehn Jahren ohne feste Beziehung, meine Tochter ist eine wunderbare junge Frau geworden, die ihren Weg geht. Ich liebe meine Arbeit, fühle mich nicht einsam, da ich Freunde gefunden habe. Alles andere wäre der Sahneklecks, der aber nicht mehr zwingend sein muss.

Einen schönen Restsonntag🍀
 
  • #80
Oh und ich vermute, dass er spielte, das lag wohl in der Familie, sein Papa hatte da ein großes Problem. Aber alle Menschen, die ihn kennenlernen durften, waren komplett vor den Kopf gestoßen und hätten das NIE vermutet. Sehr traurig.
 
  • #81
Wenn es Sex spät in der Beziehungsanbahnung oder erst in der Beziehung gibt, haben beide normalerweise keine große Libido. Daher ist die sexuelle Passung nicht so wichtig, weil Sex nicht wichtig ist. Aber meistens passt es dann ja doch, weil "Blümchensex" ausreichend und befriedigend ist. Es wird sich wohl dann kaum jemand in der Beziehung als "Sexmonster" entpuppen.
@Nikita09, wieso haben Deine drei Beziehungen geendet? Was hat nicht mehr gepasst?
ErwinM, 52
Damit könntest du nicht unrecht haben. Für mich hat Sex auch nicht oberste Priorität. Nähe, Zärtlichkeit ja. Würde mich nie wegen Sex trennen. Da sind mir andere Dinge in der Beziehung viel wichtiger.
 
  • #82
Danke, ebenfalls, und Danke für die ausführliche Darstellung Deiner Beziehungsgeschichte.

Das Konto wies ein Minus von über 20.000€ auf, vor dem Hintergrund betrachtet, dass mein Mann ein monatliches Einkommen von 15.000€ plus Tantiemen hatte ...
Genau vor dem Hintergrund ist das ja ein Klacks. Ich verstehe Deinen Absturz nicht wirklich. Manche Leute leben einfach immer im minus. Gut, wenn man erst draufkommt, wenn man verheiratet ist, ist das natürlich was anderes. Und Spielsucht, ok, aber da bist Du Dir nicht sicher.
ErwinM, 52
 
  • #83
@Nikita09 den Spruch kannte ich nicht, verstehe aber natürlich was damit gemeint ist.

Ich würde mich nicht als Frauenversteher bezeichnen und die Erklärung von @realwoman fand ich nachvollziehbar. Der Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeit und sexueller Lust, war für mich neu. Das kann man sicherlich nicht verallgemeinern, aber ich kann mir vorstellen, dass das bei vielen Frauen unterbewusst so abläuft. Bei Männern kenne ich das eher nicht.

In der aktuellen Zeit habe ich das Gefühl, dass sich Männer nicht mehr sonderlich anstrengen müssen, wenn sie f… wollen. Zumindest sind das die Aussagen aus meinem männlichen Kollegenkreis. Die Frauen sind viel direkter und wollen selbstverständlich auch ihren Spaß. Denen geht es verstärkt um Optik und Ausstrahlung und es kommt relativ häufig zum ONS. Das sehe ich bei Bellas Partner überhaupt nicht. Der sucht eine dauerhafte Partnerin und bemüht sich um Bella.

Ich bin mit dir einer Meinung, dass eine Beziehung viel Arbeit ist und aus meiner Sicht benötigt man sehr gute Kommunikationseigenschaften. Die hat Bellas Partner und er hat sich auch sehr vorbildlich verhalten. Er hat seine Pause angekündigt und erklärt und auch Bella war es zu diesem Zeitpunkt „tatsächlich auch ein bisschen viel“. Also warum darf es für ihn nicht auch „ein bisschen viel“ gewesen sein? Nur sie hat dieser dann folgende „Kontrast“ verunsichert. Dann lese ich: „Seitdem haben wir zwar jeden Tag Kontakt (auch von ihm ausgehend)…“. Unter Kontrast hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Ich dachte es wäre eine richtige Pause, also quasi kein Kontakt, aber sie haben sich täglich geschrieben/telefoniert und sogar am Montag getroffen. Das ist für mich kein Rückzug. Dennoch verstehe ich was Bella meint.

Mir kommt es sehr hart vor, wenn er so kritisiert wird. Es ist gut möglich, dass er unsicher geworden ist und die Beziehung erst einmal reflektiert. Dann sagt er ihr das natürlich auch nicht. Das wäre quasi das Ende, obwohl er erst noch in sich hineinhören will. Absichtliches Taktieren würde ich ihm nach Bellas Beschreibung seines Charakters nicht unterstellen. Genauso wäre es möglich, dass er erst einmal sich wieder mit seinen Freunden trifft, die er die letzten Monate vernachlässigt hat. Dass er liegengebliebene Arbeit erledigt oder einfach mal Zeit für sich benötigt.

Auch ich war im ersten Jahr meiner Beziehung immer wieder unsicher. Habe immer wieder überlegt, ob wir zusammenpassen. Das halte ich auch nicht für falsch, sondern ich befasse mich dabei intensiv mit meinen Gefühlen und höre auch auf meinen Verstand. Für mich wäre es komisch, wenn ich jemanden kennenlernen würde und alles würde passen. Da kann was nicht stimmen. Da bin ich wohl zu kopflastig.
 
  • #84
Ich sehe Deinen Beitrag @ErwinM mal als sarkastischer/ironischer Natur an.
In meinem Leben gab es niemand, der im Minus lebte. Ja, natürlich, wir lebten in einer Wohlstandsgesellschaft, Du kannst die damaligen Jahre nicht mit der heutigen Zeit vergleichen.
Bei dem Einkommen kann man schon erwarten, dass ein gutes Polster vorhanden ist, schaffe ich ja heute auch. Aber egal, jeder Jeck ist anders ...

@Libellenfrau ist vielleicht auch altersabhängig, oder? Aber in den Jahren zwischen 25 und 45 war mir persönlich der Sex sehr wichtig in der Beziehung. Heute, mit fast 57 würde ich das wahrscheinlich auch etwas ruhiger angehen😉
 
  • #85
Ich finde es mehr als schlimm und destruktiv, wenn ich bei einigen Beiträge ausschließlich nur die Wichtigkeit von Sex lese!
Wenn ich erkenne, dass es der Frau ausschließlich um Sex geht, bin ich weg vom Fenster, ich wünsche und hoffe, dass ich nicht alleine als Mann so eingestellt bin?!
Mein Gott, welcher Frau geht es wohl nur um Sex? Und was heißt hier "nur"? Sex bedeutet Nähe, Vertrautheit, den anderen so nehmen wie er ist. Dass er in unserer Zeit zu billigen Spielen und auch zur Machtausübung verkommen ist, schmälert doch nicht dessen ursprüngliche Bedeutung.
 
  • #89
Das hat sich ja mit der Distanzierung abgezeichnet - passiert halt oft nach dem Holterdipolter überstürzten Onlinedating. Immerhin hast Du nun Klarheit und keine zunehmend schlechtere Zeit mit seiner Ambivalenz.

Du solltest lernen mehr auf Dich und dein Gefühl zu achten, statt Dich zu sehr an dem Mann zu orientieren und zu versuchen es ihm recht zu machen. Du siehst ja: es funktioniert ohnehin nicht. Dann kannst du vorher selber Schluß machen, wenn so eine Wackelmännchennummer ababsehbar ist - selber handeln statt gehandelt zu werden.

Wenn Du ein paar solche Anbahnungen auf diese Weise durch hast, dannn bist Du erst recht unsicher und klammerig und fährst es an die Wand, fühlst Dich noch schlecht dabei.

In der aktuellen Zeit habe ich das Gefühl, dass sich Männer nicht mehr sonderlich anstrengen müssen, wenn sie f… wollen. Zumindest sind das die Aussagen aus meinem männlichen Kollegenkreis.....
Naja, Männer reden viel wenn der Tag lang ist. Zum Zuge kommt in Wirklichkeit nicht jeder der es sich wünscht, denn nicht alle genügen den dann hohen optischen Ansprüchen.

Der sucht eine dauerhafte Partnerin und bemüht sich um Bella.
Tja, aber siehe oben: leider war Bella es nicht und das war absehbar anhand seines Verhaltens.

dass er unsicher geworden ist und die Beziehung erst einmal reflektiert. Dann sagt er ihr das natürlich auch nicht. Das wäre quasi das Ende, obwohl er erst noch in sich hineinhören will.
Das sind halt die Männer, die erstmal losgaloppieren und dann in sich reinhören, nachdenken und oh Wunder: die einige Zeit später nur noch auf misstrauische oder unsicher Frauen treffen, die pauschal zu allem "nein" sagen weil sie das Programm auch schon ein paarmal durchhaben und keinerlei weiteren Bedarf auf Männer, die erst handeln und dann denken.
Dann doch gleich eine Sexaffäre mit einem richtigen Hottie von dem frau von vornherein weiß, dass sie bei ihm nicht die Einzige ist. Das macht dann nichts kaputtt am Seelenheil.

Auch ich war im ersten Jahr meiner Beziehung immer wieder unsicher. Habe immer wieder überlegt, ob wir zusammenpassen. Das halte ich auch nicht für falsch, sondern ich befasse mich dabei intensiv mit meinen Gefühlen
Ich auch und gehe keine Beziehung ein, solange ich unsicher bin.
 
  • #90
Aber alle Menschen, die ihn kennenlernen durften, waren komplett vor den Kopf gestoßen und hätten das NIE vermutet. Sehr traurig.
Das war dann wohl alles sehr oberflächlich. Wenn man mit einem süchtigen in einem Haus lebt und das nicht bemerkt, redet man dann überhaupt miteinander?
Wie schafft man es so nebeneinander her zu leben?

Besser so, auch wenn es erstmal weh tut, als dass ewige rumlavieren. Da war er dann doch immerhin ehrlich genug.
Vielleicht gelingt es dir beim nächsten mal besser direkt auf dein eigenes Empfinden zu achten dann kannst du schneller abbrechen was dir nicht gut tut.
 
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