• #1

Nähe und Distanz. Berechtigte Zweifel?

Hallo, ich, W 39,geschieden mit einer Teenager Tochter die beim Papa wohnt, habe vor einigen Monaten einen neuen Partner gefunden.
Wir sind seit etwa Oktober zusammen und treffen uns fast jedes Wochenende. Leider ist es unter der Woche unmöglich sich zu sehen obwohl wir in der selben Stadt, aber jeweils am anderen Ende wohnen,so etwa 25 Minuten entfernt. Wenn er nach der Arbeit nach Hause kommt ist er froh seine Ruhe zu haben.
Er hat leider ein anderes Nähe Bedürfnis wie ich. Ich würde ihn sehr gerne häufiger sehen, aber ihm reichen die Wochenenden aus. Vielleicht mal unter der Woche ins Kino ist kein Problem aber bitte planen und ankündigen.
Wenn wir uns an den Wochenenden sehen kochen wir zusammen, gehen mal ins Kino oder Museum oder sitzen gemütlich vorm Fernseher. Er hat auch schon davon gesprochen, das es OK wäre meine Tochter kennen zu lernen.
Er fühlt sich auch sehr wohl bei mir, das betont er häufig. Aber trotzdem reicht ihm das anscheinend aus. Mir aber eben nicht so.
Ich dachte immer, wenn man verliebt ist, möchte man jede freie Minute mit dem neuen Partner zusammen verbringen. Kann sich das noch ändern bei ihm?

Oder liegt es daran das er in der letzten Beziehung, die ist sei Februar beendet, so sehr verletzt und enttäuscht wurde? Er sagte mir mal, das er nicht den selben Fehler noch einmal machen möchte.

Seinen Eltern hat er von mir erzählt.
Und über Silvester hatten wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub.
Aber seitdem ist leider wieder leichte funkstille angesagt. Wir schreiben einmal am Tag kurz miteinander. Er sagt, er ist froh etwas Ruhe zu haben bevor der Alltag wieder beginnt.

Wie gesagt, ich hätte ihn gerne mehr bei mir akzeptiere aber seinen Wunsch.
Leider werden die nächsten Wochenenden wohl auch eher kurz bis evtl gar nicht stattfinden, da er ein wichtiges Projekt im Job zu erledigen hat. Das macht mich natürlich noch etwas trauriger.
Wenn ich wenigstens von seiner Seite aus die Sicherheit bekäme das es richtig fest und ernst ist, dann könnte ich alles etwas leichter akzeptieren. Aber diese etwas widersprüchlichen Zeichen von seiner Seite lassen mich ständig an der Beziehung zweiflen.
Liebe Grüße
 
  • #2
Es gibt die Menschen, die dem/der Partner/in bis auf die Toilette folgen müssen - und die anderen, die nach zwei, drei oder mehr gemeinsamen Tagen + Nächten entspannt aufatmend wieder ins eigene Leben zurück kehren. Zu denen gehöre auch ich.
Das bedeutet aber NICHT, dass mir mein Partner nicht wichtig wäre, dass ich ihn nicht liebe, ich mir seiner total sicher wäre. Mir (ihm aber auch) ist durchaus bewusst, dass die gemeinsame Zeit etwas Besonderes ist ... und das soll sie auch bleiben. »Zuviel« voneinander könnte schlimmstenfalls ins Gegenteil umschlagen. Glücklicherweise ticken wir hier im Takt.

Wie du schreibst, liebe @Lost in space (?? du scheinst dich so zu fühlen?), gehört dein Partner zu denen, die immer wieder ihren »Rückzug« brauchen. Das ist ganz sicher keine Absage an dich, nur ein Folgen seiner Bedürfnisse. Wenn du das nicht akzeptierst, solltest du dir lieber einen Mann suchen, der gerne und viel öfters mit »unter deine Decke« kriecht. Diese Männer gibt es natürlich auch.
 
  • #3
Keine Beziehung gleicht der anderen, deswegen hör bitte damit auf deine Beziehung in irgendeine Schublade nach Schema F zu pressen. Ebenso ist dein neuer Freund nicht so wie dein Ex Mann oder sonst wer. Er hat dir gesagt das er sich sehr wohl fühlt usw. Was bitte soll er denn noch machen? Du erwartest eine Liebeserklärung, ein Zeichen seinerseits das du the one and only bist. Aber hast du schon mal daran gedacht das ihr aus dem Alter so langsam raus seit. Er wird deine Altersgruppe haben ja und da hat man eine andere Lebensplanung vor sich wenn die alte vorbei ist. Dazu kommt noch das eure Geschichte erst wenige Monate läuft, abwarten. Wenn das nicht deine Stärke ist, kannst du nachfragen, willst du das wirklich machen?
 
  • #4
Wenn die Bedürfnisse krass auseinanderliegen und nicht passen, wie in deinem Fall, wirst du niemals glücklich und zufrieden sein können! Es gibt Leute, die ständig auf Distanz sein wollen und es gibt die anderen, die Nähe brauchen! Es werden dir hier Leute sagen, ist nicht schlimm, es wird dir nicht helfen, doch es ist schlimm, ich wollte das nicht!
 
  • #5
Ich denke das ist eine Frage der Kompatibilität - dein Wunsch nach Nähe ist völlig ok, sein Wunsch nach "Ruhe" auch.
Aber das passt dann einfach nicht, weil du immer darunter leiden wirst.
Ich würde auch mit keinem Mann zurecht kommen, der nach einem Treffen erst mal seine Ruhe von mir braucht. Das bedeutet aber auch nicht, dass man sich rund um die Uhr sehen muss (glaube das brauchst du ja auch nicht).
Ihr habt aber hier überhaupt nicht die gleichen Bedürfnisse.
Mir wäre eine Wochenend-Schönwetter-Beziehung ebenfalls zu wenig. Auch ein Mann, der so wenig belastbar ist, dass er ständig zu Hause sitzen und sich erholen muss, wäre für mich auf Dauer nichts.

Ich würde mit ihm über deine Bedürfnisse reden - bringt ja nichts, wenn du es in dich hineinfrisst. Und dann überleg dir, ob er wirklich so ein toller Mann ist und du deine Bedürfnisse ggf. runterschrauben kannst.
 
  • #6
@Madita8,
man ist niemals aus dem "one and only" heraus, das waere ja traurig. Ich hoffe fuer Sie, dass Sie das erfahren duerfen.
 
  • #7
Aber diese etwas widersprüchlichen Zeichen von seiner Seite lassen mich ständig an der Beziehung zweiflen.

Wo siehst Du jetzt die Widersprüche?

Ihr habt eine Wochenendbeziehung, Treffen unter der Woche sind mit vorheriger Absprache machbar, ihr schreibt miteinander täglich, habt gemeinsam zu Silvester einen Kurzurlaub gegönnt. Er kündigt Dir an, wie es die kommenden Tage bei ihm beruflich aussieht, hält Dich auf dem Laufendem. Er ist an deiner eigenen Familie interessiert, will deine Tochter kennenlernen. Ich sehe echt nicht, warum Du zweifelst?

Nur weil Du ihn gern öfters und spontan sehen möchtest, muss er das nicht unbedingt wollen und können.

Wenn ich wenigstens von seiner Seite aus die Sicherheit bekäme das es richtig fest und ernst ist, dann könnte ich alles etwas leichter akzeptieren.

Du willst nach 3,5 Monaten eine Liebeserklärung von ihm, dann fange doch damit an, wie sehr Du ihn magst und gern Zeit mit ihm verbringst. Vielleicht antwortet er Dir, dass es ihm genauso geht.

Wenn Du euren Status Quo nicht aushältst und es anders willst, wirst Du ihm das sagen müssen und nicht weiterhin so tun, als wäre es bei Dir in bester Ordnung. Wenn er es absehbar (aber bitte erst nach seiner heißen Projektphase) nicht ändern kann und will, z.B. sich schon am Freitag oder Feiertags zu treffen, zusätzlich zum Wochenende, noch 1-2 weitere Tage in der Woche zu verbringen, passt es bei Euch nicht und Du wirst darunter leiden; d.h. dann Trennung und neue Suche; oder viel eher gewöhnst Du Dich an die Wochenendbeziehung, nach der Hochphase der ersten Verliebtheit, meist nach 6 Monaten; und auch wenn ihr so langsam Eure Freunde kennengelernt habt, er deine Tochter und dein Umfeld und ihr noch öfters gemeinsam unterwegs ward, einschließlich weitere Urlaubstage. Mit jedem Monat mehr wächst dann mehr deine Sicherheit in ihn, wenn er sich genauso verhält, wie er es jetzt sagt.
 
  • #8
Hallöchen,

Ich dachte immer, wenn man verliebt ist, möchte man jede freie Minute mit dem neuen Partner zusammen verbringen
Das würde bedeuten, dass man praktisch sofort zusammenlebt. Das ist allerdings nicht unbedingt Usus. An der Stelle fühlst du dich zurückgesetzt. Du glaubst, weil er nicht jeden Abend auf der Matte steht, wäre er nicht so verliebt. Allerdings gibt es dafür tatsächlich keine Regel. Es gibt Menschen, die Beziehungen bewusst langsam angehen, anstatt sich sofort in einen gemeinsamen Alltag zu stürzen. Man kann das auch als Vorteil sehen, selbst wenn man das bisher so nicht gewohnt war. Auf der einen Seite erhält es die eigenen Autarkie, auf der anderen Seite macht es die gemeinsame Zeit intensiver und bewusster. Beim starken "Aufeinander-Hängen" kehrt schnell Gewohnheit ein. Oft ist es sogar schnell zu viel des Guten.
Wie kommst du mit deinem autarken Leben klar? Fühltest du dich als Single nicht vollständig oder alleine? Weisst du mit deiner Freizeit etwas anzufangen? Bei anderen Menschen kann dies anders sein. Diese fixieren sich nicht so stark auf den Partner. Sogar empfinden es einige als "Klammern", wenn der andere sich zu sehr fixiert und stets auf den anderen "wartet". Genauso gibt es eben die Pärchen, die von Beginn an so gut wie alles gemeinsam machen. Wenn zwei unterschiedliche Typen aufeinander treffen, könnte es sein, dass das nicht lange funktioniert. Der eine fühlt sich ständig alleine gelassen, der andere ständig eingeengt.
Er sagt, er ist froh etwas Ruhe zu haben bevor der Alltag wieder beginnt.
Offenbar ist sein Job sehr anstrengend. Wahrscheinlich ist er sehr erschöpft wenn er von der Arbeit kommt. Es ist ihm zu anstrengend dir dann den Hof zu machen. Zudem könnte er befürchten, dass es schnell Alltagsprobleme gibt, wenn er aufgrund von z.B. Müdigkeit dir kein "Programm" bieten kann. Es könnte sein, dass er sein bisherigen autarken Stil auch leben möchte. Womöglich geht er seinen Hobbys nach, oder er braucht diese Ruhe einfach, die Zeit für sich selbst, so wie er es sagt.
Das kommt darauf an, welche grundsätzlichen Pläne er in Zukunft hat.
Ihr seid nun seit drei Monaten zusammen. Das ist noch nicht so lange. Es könnte zu früh sein, dass er sich darüber Gedanken macht.

LG
 
  • #9
Hallo FS,
du sagst selbst, dass du mit dieser Situation nicht glücklich bist und er wird sein Verhalten auch nicht ändern, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, das ist ein Krampf und du hälst an etwas fest, was keine Zukunft hat.
Entweder du versuchst mit seinem Bedürfnis klar zu kommen oder du lässt es, wobei natürlich auch sein kann, dass er dich doch nicht so toll findet und dich daher selten sehen will.

Alles Gute!
 
  • #10
Ich fürchte es wird wie folgt ablaufen. .Du wirst hier lesen, dass mehrere so ticken wie er und kurz beruhigt sein.

Dann lässt Du es eine Zeit so laufen und das wiederholt sich, wenn Du glaubst jetzt wäre es an der Zeit, dass sich was ändert.

Nur ist dann wahrscheinlich immer noch ein Distanzmensch ...Und dann?

Seine Zeichen sind in Deiner Welt widersprüchlich...
In seiner wahrscheinlich nicht
Er tut es nicht weil er so ist und nicht weil er Dich nicht mag.

Du hoffst das sich jemand ändert...
Der Anfang sollte so sein, dass man hofft der Mensch bleibt so wie er ist.
 
  • #11
Für mich liest es sich - leider für Dich - so, dass er nicht so sehr an Dir interessiert ist! Es klingt für mich eher belanglos, ob er Dich nun sehen kann oder nicht. Weniger reicht ihm. Noch weniger wäre ihm wohl lieber.

Wie laufen denn Eure WE-Treffen emotional ab? Wie ist Euer Sex (für Dich? für ihn)?

Gerade die Aussage, es sei "o.k.", mal Deine Tochter kennenzulernen. Oder "o.k.", dass Ihr Euch mal unter der Woche nach Ankündigung trefft, wäre mir deutlich zu wenig emotional und empathisch von ihm.

Mir wäre er vermutlich schlicht und einfach zu langweilig. Ich würde wohl von Mo. bis Do. abends weggehen, um jemand anderen kennenzulernen, der meine Bedürfnisse befriedigt. Ganz bestimmt würde ich nicht jeden Abend alleine Zuhause sitzen und auf mein Handy starren, ob sich Mr. Langeweiler doch endlich mal bei mir melden wird!
 
  • #12
Ich muss meinen Partner auch nicht jeden Tag um mich haben, noch nicht mal jeden zweiten, aber 1x Tag kurz schreiben und nur am Wochenende sehen klingt echt nicht nach Verliebtheitsphase. Ihr seid erst ein paar Monate zusammen und ich lese hier vor allem was von " er will seine Ruhe haben". Wenn du nicht geschrieben hättest, dass du 39 bist, hätte ich eher gedacht, er ist ein Mann kurz vor der Rente.

Du kannst dich jetzt weiter verbiegen mit deinem größeren Nähebedürfnis oder dich fragen, ob du dir das noch auf Monate und Jahre antun willst. Weißt du eigentlich über seine anstehenden beruflichen Projekte Bescheid oder war das eine eher schwammige Ansage von ihm?

Es gibt die Menschen, die dem/der Partner/in bis auf die Toilette folgen müssen - und die anderen, die nach zwei, drei oder mehr gemeinsamen Tagen + Nächten entspannt aufatmend wieder ins eigene Leben zurück kehren. Zu denen gehöre auch ich.

Komisch, warum habe ich bei dir öfter das Gefühl, dass die Bedürfnisse "des anderen Lagers" abgewertet werden. Größeres Nähebedürfnis = dem Partner bis auf die Toilette folgen?

w 55
 
  • #13
Ich dachte immer, wenn man verliebt ist, möchte man jede freie Minute mit dem neuen Partner zusammen verbringen.
Hm... Ja und nein. Nein, weil man ja auch noch Eigengedöns zu tun hat, das man am besten allein erledigt, und weil der Partner vielleicht so gesehen wird, dass man ihm Unterhaltung bieten muss. Nein vielleicht auch, weil man sich selbst kennt und weiß, dass man unter Stresssituationen Ruhe braucht und nicht jemanden neben sich haben will, um den man sich Gedanken machen muss, weil man einfach öde rumsitzen und schweigen will. Nein vielleicht auch, weil man Telefonate erledigen will, Sport machen will, ... Alles das, was man MIT Partner schlecht machen kann. Vielleicht weiß Dein neuer Partner noch gar nicht, dass es Dir nichts ausmacht, bei ihm allein vorm Fernseher zu sitzen, während er im Netz nach Krawatten sucht, seine Zeitung liest, den Drucker repariert, was für die Arbeit vorbereitet, das Bad putzt oder einfach nur im Sessel einschläft.
Er sagte mir mal, das er nicht den selben Fehler noch einmal machen möchte.
Welchen - das wäre das Interessante. Zu schnell zusammengezogen? Zu schnell gemeinsamen Alltag gemacht? Seine eigenen Interessen nicht mehr verfolgt.

Wichtig für mich ist, ob er mit Dir sogenannte "Qualitätszeit" verbringt, also sich Mühe gibt mit euren Dates, oder ob er Dich in eurer Gemeinsamzeit auch nur mit Alltag beglückt und den auf ein Minimum in der Woche beschränkt hat. Im letzteren Fall hieße "nicht noch mal denselben Fehler machen" in meinen Augen, dass er die Frau mit ihren "bösen Forderungen und ihrer Klammerhaftigkeit" besser auf Abstand hält, weil sonst sein Leben durch sie zu viel bestimmt wird, im ersten Fall hieße es, dass er mit Dir wirklich gemeinsame Zeit verbringen will und wirklich Energie reinsteckt in eure Dates, die er er sonst nicht hat wegen Berufsstress usw..

Wenn ich wenigstens von seiner Seite aus die Sicherheit bekäme das es richtig fest und ernst ist
Vielleicht kennt ihr euch durch die wenige verbrachte Zeit noch nicht gut genug, als dass er das wüsste in Bezug auf Dich. Aber allgemein könnte er schon wissen, ob er eine Beziehung haben will oder nicht. Und irgendwie kommt mir das so vor, als würde er Dich aus Angst, wieder seine Fehler in der letzten Beziehung zu machen, mehr auf Abstand halten, weil er denkt, das wäre das geeignete Mittel. Dann geht es nicht um Dich persönlich, also dass er sich mit Dir nicht wohlfühlen würde, sondern um seine Angst, von der Beziehung "verschlungen" zu werden und nur noch die Bedürfnisse einer Frau zu erfüllen, statt mehr auf seine Interessen zu achten.
 
  • #14
Hm... Ja und nein. Nein, weil man ja auch noch Eigengedöns zu tun hat, das man am besten allein erledigt, und weil der Partner vielleicht so gesehen wird, dass man ihm Unterhaltung bieten muss. Nein vielleicht auch, weil man sich selbst kennt und weiß, dass man unter Stresssituationen Ruhe braucht und nicht jemanden neben sich haben will, um den man sich Gedanken machen muss, weil man einfach öde rumsitzen und schweigen will. Nein vielleicht auch, weil man Telefonate erledigen will, Sport machen will, ... Alles das, was man MIT Partner schlecht machen kann. Vielleicht weiß Dein neuer Partner noch gar nicht, dass es Dir nichts ausmacht, bei ihm allein vorm Fernseher zu sitzen, während er im Netz nach Krawatten sucht, seine Zeitung liest, den Drucker repariert, was für die Arbeit vorbereitet, das Bad putzt oder einfach nur im Sessel einschläft.

Welchen - das wäre das Interessante. Zu schnell zusammengezogen? Zu schnell gemeinsamen Alltag gemacht? Seine eigenen Interessen nicht mehr verfolgt.

Wichtig für mich ist, ob er mit Dir sogenannte "Qualitätszeit" verbringt, also sich Mühe gibt mit euren Dates, oder ob er Dich in eurer Gemeinsamzeit auch nur mit Alltag beglückt und den auf ein Minimum in der Woche beschränkt hat. Im letzteren Fall hieße "nicht noch mal denselben Fehler machen" in meinen Augen, dass er die Frau mit ihren "bösen Forderungen und ihrer Klammerhaftigkeit" besser auf Abstand hält, weil sonst sein Leben durch sie zu viel bestimmt wird, im ersten Fall hieße es, dass er mit Dir wirklich gemeinsame Zeit verbringen will und wirklich Energie reinsteckt in eure Dates, die er er sonst nicht hat wegen Berufsstress usw..


Vielleicht kennt ihr euch durch die wenige verbrachte Zeit noch nicht gut genug, als dass er das wüsste in Bezug auf Dich. Aber allgemein könnte er schon wissen, ob er eine Beziehung haben will oder nicht. Und irgendwie kommt mir das so vor, als würde er Dich aus Angst, wieder seine Fehler in der letzten Beziehung zu machen, mehr auf Abstand halten, weil er denkt, das wäre das geeignete Mittel. Dann geht es nicht um Dich persönlich, also dass er sich mit Dir nicht wohlfühlen würde, sondern um seine Angst, von der Beziehung "verschlungen" zu werden und nur noch die Bedürfnisse einer Frau zu erfüllen, statt mehr auf seine Interessen zu achten.


Hallo. Also mit der Aussage, nicht die selben Fehler zu machen wie vorher, meinte er jede freie Minute bei ihr zu sein, kein eigenes Privatleben mehr zu haben.
Nein, wenn wir uns sehen sieht unser Tag bunt gemischt aus. Von ausschlafen, Frühstücken, Ausflüge spazieren gehen, Gesellschaftsspiele, Fernsehschauen, kochen. Also alles mögliche, je nach Lust und Laune.
 
  • #15
Er fühlt sich auch sehr wohl bei mir, das betont er häufig
Also mit der Aussage, nicht die selben Fehler zu machen wie vorher, meinte er jede freie Minute bei ihr zu sein, kein eigenes Privatleben mehr zu haben.
Das dachte ich mir. Und nun achtet er penibel drauf, dass er nicht zu viel Zeit mit Dir verbringt und hat vielleicht noch gar nicht gesehen, dass Du ein netter Teil seines Privatlebens sein könntest. Da kannste nichts machen außer Dich zu entspannen und ihn das entdecken lassen. Oder, wenn Dir das zu wenig Zeit ist, halt gehen. Jeglicher Druck würde meiner Ansicht nach noch mehr Abstand erzeugen. Ich würde an Deiner Stelle nicht mehr versuchen, ihn zu mehr Gemeinsamzeit zu bewegen. Handle auch lieber wieder in Deinem privaten Interesse und hab dadurch ganz im ehrlichen Sinne, also ohne manipulieren zu wollen, auch mal keine Zeit. Dann entdeckt er vielleicht seine Sehnsucht und dass er sich nicht mehr davor fürchten muss, dass Du sein gesamtes Privatleben besetzen könntest. Das geht ja dann schon nicht, weil Du selbst allein was vor hast ab und an.
 
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