• #1

Necken im Online-Dating

Online und offline: Das sind zwei verschiedene Welten und gerade wir Männer müssen uns anstrengen, online interessant zu bleiben.

Eine Strategie in der Offline-Welt ist das Necken, also man "ärgert" die Frau bzw. "provoziert", aber alles in einem netten Rahmen. Online kann das vielfach viel schwieriger sein.

Ich gebe mal ein Beispiel. Vorgeschichte: Ich hatte die Frau angeschrieben. Sie hatte einmal geantwortet und hieß "Katharina"

Hi Kat! Wie geht es dir! Übrigens: Mir ist keine andere Abkürzung für deinen
Namen eingefallen. Das "tharina" wollte ich mich aber sparen, bin ich doch ein
vielbeschäftigter Mann. Deshalb: Ab jetzt, Kat! Ich hoffe, deine Woche in
Ordnung?
Welche Erfahrung habt ihr mit "Negging" online? Wie stehen die Damen dazu? Im vorliegenden Fall ist der Kontakt abgebrochen, aber eine etwas frechere Schreibe ist aus meiner Erfahrung gar nicht so verkehrt.
 
G

Gast

  • #2
Das genannte Beispiel finde ich als Frau auch absolut unmöglich. Ich kenne keine Frau, die es mag, wenn man ihr Spitznamen ohne ihr Einverständnis gibt. Es gibt viele Franziskas die es hassen, "Franzi" genannt zu werden, und ob aus einer "Katharina" jetzt eine "Kat", "Kati" oder "Kate" wird, sollte man sich auch nicht erdreisten, als Fremder zu entscheiden. Den Kontaktabbruch finde ich in dem Fall nicht unverständlich.
Abgesehen von Namen und potenziell kritischen Bereichen wie der Figur bin ich Neckereien gegenüber eindeutig positiv eingestellt. Ich kenne es nur so aus dem Privatleben, dass man sich in der Familie und zwischen guten Freunden liebevoll neckt und ich hatte nur ein einziges Mal eine Freundin, die jede Neckerei sofort negativ aufgefasst hat und die Freundschaft ist letztendlich auch an ihrer Überempfindlichkeit zerbrochen. Natürlich ist es immer eine Gratwanderung, man weiß nie genau was der andere nicht doch als beleidigend empfindet und wann man ins Fettnäpfchen tritt. Und gerade weil im Online-Bereich wichtige Punkte wie Stimmlage und Gesichtsausdruck fehlen, kann man viel schneller missverstanden werden als im Offline-Leben. Ich würde mich deshalb online nur zu Neckereien hinreißen lassen, wenn ich absolut sicher bin, dass es nicht fehlinterpretiert wird.
 
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Gast

  • #3
Ich finde am wichtigsten, dass man authentisch ist. Das versaut womöglich manche (scheinbare) Chance, aber erspart unnötige Enttäuschung und führt dich zur Richtigen, die dich so gut findet, wie du eben bist. Du merkst, ich rede über die Suche nach einer Frau fürs Leben und nicht über pickup-Künstlerei - da ist vielleicht manche gute Idee dabei, aber mann sollte gut überlegen, ob es für einen selbst passt oder ob man sich selbst dabei völlig verbiegt.

Was hilft online eine Verstellung, wenn man eigentlich gar nicht frech-charmant frotzelnd ist, sondern eher ruhig? Gar nichts, denn wenn Du online etwas spielst und die Frau das toll findet, dann wirst Du beim ersten Date eine völlige Pleite erleben. Sie hat ihr Bild von dir im Kopf schon geformt: witzig und frech. Und dann kommst du daher und langweilst. Gut, das ist jetzt überspitzt, aber du verstehst es sicher.

Ansonsten finde ich necken an der richtigen Stelle durchaus zielführend. Dazu muss man sich aber irgendwie kennen, sonst stochert man im Nebel und die feine Spitze kommt völlig falsch an und tut weh statt zu kitzeln. Also lieber erstmal behutsam und so, wie mann selbst so drauf ist.

Wichtig ist der Autor; seine Figuren sind nur Figuren.

M51
 
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Gast

  • #4
Auf diesem Niveau wäre "Necken" nicht mein Fall, sorry, Wer meinen schönen Namen mit so einer Begründung verhunzt und sich dabei auch noch wahnsinnig witzig vorkommt, hätte bei mir schon verloren. Deshalb mein Tipp: Besser vorsichtig sein.
 
  • #5
....wenn ich so angeschrieben werden würde, ist für mich sofort der Absagebutton fällig......
w/49
 
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Gast

  • #6
Völlig daneben.
Soll das lustig sein? Dann versteh ich den Witz nicht. Willst du dich küsntlich wichtig machen- du bist soooo vielbeschäftigt?
Solche Neckereien finde ich weder online nich real lustig und ein Mann tut damit genau das Gegenteil: er wird von interessant zum öden Langweiler. Ich hätte den Kontakt da auch auslaufen lassen.
 
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Gast

  • #7
Ich finds nett.
 
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Gast

  • #8
Wenn du jemanden noch gar nicht richtig kennst, ist diese neckische Art (gerade per SMS oder Mail) nicht angemessen und kann nach hinten losgehen. Oft bleibt Raum für Interpretationen und die andere Person muss rätseln, was gemeint sein könnte. Oder aber das Ganze wirkt doch leicht verkrampft und wenig spontan. Sei einfach nett und gib dir Mühe. Das reicht völlig.
 
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Gast

  • #9
Kein Wunder, dass der Kontakt abgebrochen ist... :). Wenn ein Mann nicht mal die "Zeit" hat beim Kennenlernen meinen vollständigen Namen zu schreiben und dann noch Sätze verkürzt wie bei einer SMS: "Ich hoffe, deine Woche in Ordnung?", ist man als Frau schnell abgeturnt. Das suggeriert nicht gerade Interesse, Zeit oder Aufmerksamkeit.

Gleiches gilt bei mir für viele Rechtschreibfehler, nur Kleinschreibung oder übertriebene Selbstdarstellung (Oha ich bin wichtig, da vielbeschäftigt). Oder gezwungen witzig sein zu wollen... Deine Mail war jedenfalls kein Hit...

Bleib doch einfach Du selbst und schreib etwas normales, dann klappt's auch mit der nächsten "Kat" :).

w 36
 
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Gast

  • #10
Drei Worte: Nicht men Humor. Natürlich kommt Necken gut, aber es sollte nicht gewollt komisch sein, sondern sich aus der Situation ergeben. Gib zu, für diese Nachricht hast du erstmal überlegt, was du jetzt "komisches" schreibst, oder? Das klingt nämlich so. Und irgendwie ist das kein lockeres Necken.
 
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Gast

  • #11
Einerseits liest man hier oft "ich bekomme nicht mal eine Antwort auf nette Nachrichten" und dann liest man sowas. Das z.B. ist keine nette Nachricht.Ich würde nicht antworten.

Sie ist viel zu forsch. Kein smarter Wortwitz sondern auf künstlich/krampfig lustig gemacht und geht damit voll daneben.

1. Dir ist keine andere Abkürzung für den Namen eingefallen schreibst Du. Warum solltest Du den Namen denn abkürzen? Sie hat Dir ihren Namen genannt, dann sprich sie mit diesem an. Hat etwas mit Wertschätzung der Person zu tun. Du suggerierst damit nur, dass Dir ihr Name nicht gefällt.
2. Das "Tharina" wolltest Du Dir sparen. Diese Aussage ist unverschämt, Du machst Dich lustig. Schreibst außerdem wie viel beschäftigt Du bist und daher ihren Namen nicht voll ausschreiben kannst. Einfach nur daneben. Zu beschäftigt um den Namen zu schreiben
3. Du legst fest "Ab jetzt Kat"! Vielleicht hasst sie diese Abkürzung. Wieder verweigerst Du sie bei ihrem Namen anzureden den sie Dir genannt hat. Würde sie von Dir mit "Kat" angesprochen werden wollen, hätte sie sich so vorgestellt.

Es ist ein Zeichen von Intimität, jemanden einen eigenen Namen zu verpassen. Das steht Dir nicht zu nach 1 Mail.

Was dazu kommt:ich finde jetzt nicht wahnsinnig schlimm dass hinter Deinem "wie gehts Dir" kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen steht. Aber im Gesamtzusammenhang Deiner Mail betont es Deine übergriffige und desinteressierte Art.

Du bist bestimmt ein netter Mensch, aber bei der online Kontaktaufnahme muß man das dann auch über seine Mails transportieren, sonst hat man keine Chance. Denn der Andere hat ja nur Deine Mails um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Dass du ein netter, angenehmer und lustiger Mensch bist, sollte der erste Eindruck sein. So offensive Neckereien gehen erst, wenn man schon etwas vertrauter ist (ja das geht auch im Mailverkehr) und man einen erstes Gespür füreinander entwickelt hat.
 
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Gast

  • #12
Das Beispiel finde ich unmöglich. Sowas erzeugt ja schon fast einen Fremdschämreflex. Man merkt sofort wie verkrampft "witzig" der Schreiber wirken will. Da bleibe ich lieber normal und lasse meine humorvolle Art lieber beim persönlichen Gespräch zum Vorschein treten.

m.
 
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Gast

  • #13
Ich mag die Idee und würde mich über das Beispiel freuen. Es zeigt mir, der Mann hat sich Gedanken um mich gemacht und sich Mühe gegeben.
Ich bin mir unbekannterweise sicher, die Absage hat andere Gründe gehabt. Vielleicht datet die Frau gerade jemanden und hat momentan keine Augen für andere Männer.
 
  • #14
Bleib bei Dir selbst, da kann ich mich #2 nur anschließen. Ich empfinde zum Beispiel einen deutlichen Kontrast zwischen Deiner authentischen und sympathischen Frage und dem, was Du als neckendes Anschreiben bezeichnest.
Es klingt etwas angeberisch, sich selbst gleich als vielbeschäftigt zu preisen,
es ist in sich widersprüchlich, beim Namen zu sparen, aber eine lange Begründung dafür mitzuliefern,
es hat was Bevormundendes, eine Abkürzung für jemanden zu erfinden, den man noch überhaupt nicht kennt...
Lauter Fallstricke ;-). Gerade Necken braucht viel Fingerspitzengefühl.
Wichtig wäre es auch, Dein Geschriebenes nochmal durchzulesen, bevor Du es abschickst. Grammatikfehler machen sich gar nicht gut (mir/ mich, "war" fehlt).
 
G

Gast

  • #15
Also, ehrlich gesagt, unter Necken versteh ich was anderes, als Du in Deinem Beispiel schilderst. Sorry, aber das wäre bei mir auch komisch angekommen, zu gekünstelt, zu gewollt witzig und irgendwie auch ein bisschen aufdringlich und uncharmant, insbesondere nach einem derart kurzen Kontakt. Dabei spielt es eben auch keine Rolle, wie Du es gemeint hast, sondern nur, wie es rüberkommt. Und das gilt in diesem Fall online wie auch im RL. Wenn Du der Meinung bist, so könne man mit einer Frau erfolgreich flirten, dann musst Du auch damit leben, dass es nicht bei jeder gut ankommt. Grundsätzlich können charmante kleine Neckereien im Verlauf des Kennenlernens witzig sein. Aber bitte nicht so.
 
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Gast

  • #16
Absolut klasse Idee, Junge.
Dann also ab sofort Dicker, das ist kürzer als Berthold und passt ja auch rein optisch besser. Oder Kurzer?
Despektierlicher geht es wirklich nicht. Ich werde für deutlich jünger gehalten und merke sofort, wenn man mich nicht für voll nimmt. Das fängt mit Namensverniedlichungen an und hört mit Wange tätscheln auf. Das mochte ich nicht mit 5 und jetzt mit 35 schon gar nicht.
Der Name und auch Spitznamen drücken etwas aus. Und Spitznamen sind nicht immer geliebt, aber auch manchmal über Jahre gewachsen. Das hat etwas mit Persönlichkeit zu tun.
Wenn Dir die Brüste zu groß sind, kümmerst Du Dich auch nur um eine im Bett? ;)
Das ist nicht humorvoll, kein Anstand und so wichtig bist Du nicht.
Mit frech und lustig hat das absolut nichts zu tun.
Hübscher wäre gewesen: liebe Kat, ( mir ist das gerade in den Kopf gekommen, als ich an dich dachte- ich finde es passt zu dir, wie findest du es- darf ich dich so nennen?)
Frech provokant ja gerne - dummfrech dreist nein danke.
W, 35
 
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Gast

  • #17
Was soll daran "necken" sein? Du findest Dich so lustig und kürzt ihren Namen auf eine Art ab, die sie vielleicht absolut nicht mag - da musst Du Dich nicht wundern wenn sie den Kontakt abkürzt. Außerdem baust Du so viele Ausrufezeichen, teils auch an falscher Stelle statt Fragezeichen ein, das gefällt mir auch nicht. Jeder merkt, Du willst gewollt lustig, energisch rüberkommen, das ist unecht. Und: Zum Necken sollte man sich kennen, denn dann kennt man auch die Grenzen des Anderen.
 
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Gast

  • #18
Absolut unmöglich . Der Schreiber merkt noch nicht einmal, wie krampfhaft lustig das Ganze wirkt.
Bei mir hätte ein Mann mit solcher Ansage auch keine Chance. Dann lieber eine ernsthafte Zuschrift
mit wirklichen Aussagen.
 
G

Gast

  • #19
Das Necken gehört zum Flirten dazu auch online. Es ist online etwas komplizierter, da keine nonverbalen Signale mitgesendet werden, aber funktioniert trotzdem gut. Man muss seine Worte etwas mehr mit bedacht wählen.
Das Beispiel des FS finde ich nicht besonders gut. Ohne die nonverbalen sympathiebekundenden Signale ist es eine Beleidigung.

Ich hab auch ein Beispiel:
Eine Frau bat mich in ihrem Anschreiben nicht zu sehr auf die Analyse von EP zu schauen. Ihre Kommunikationsfähigkeiten seien ihre Stärke und besser als angegeben. Ich meinte, dass könne ja jeder behaupten. Ich würde mich aber bei einem Kaffee vom Gegenteil überzeugen lassen.

Vom Anschreiben bis zum ersten Date in 3 Mails. Ich hab wohl die richtigen Worte gefunden und sie war spontan genug um mitzumachen.
 
G

Gast

  • #20
Wieso muss man sich überhaupt necken, wenn man sich kennenlernen will?

Aus dem Kinder- und Schulalter sind wir doch nun wirklich raus. Werdet erwachsen.

So allmählich fange ich an zu begreifen, warum Freundschaften/Ehen heute nicht mehr halten bzw gar nicht erst zustande kommen.
 
  • #21
Necken finde ich persönlich ganz furchtbar. Egal, ob online oder offline, egal ob von Freunden oder Männern, die ich toll finde.

Wenn ich Menschen mag, dann möchte ich Nettigkeiten und Komplimente austauschen, keine Neckereien (die oft halbe Beleidigungen sind, jedenfalls wenn man sensibel ist).

Das oben gebrachte Beispiel finde ich albern und würde mir daraufhin denken: Äh...ja.
 
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Gast

  • #22
Sorry, FS, aber das finde ich überhaupt nicht lustig. Wenn mir eine Frau auf diese Art kommen würde, wäre ich weg. m44.
 
G

Gast

  • #23
Ich finde kleine Neckereien schon gut und auch wichtig, nicht zuletzt um auch die Spannung etwas zu erhalten. Gerade wenn man sich aber noch nicht real kennt, muss man damit sehr vorsichtig sein. Nicht jeder Mensch teilt den gleichen Humor oder versteht z.B. ironisch gemeinte Kommentare.

Deinen Kommentar hätte ich auch nicht toll gefunden. Der klingt ehrlich gesagt eher überheblich als neckisch.

Ich habe mal einem Kontakt geschrieben, nachdem er erst nach zwei Wochen auf meine Mail geantwortet hatte und die lange Pause mit sehr viel Arbeit begründete:
"...Nun, dann will ich diese miserable Ausrede mal gelten lassen ;-)..."

Das hat scheinbar funktioniert. Jetzt sind wir zusammen ;-)

Viel Erfolg dir ! W36
 
G

Gast

  • #24
Neckisch ist das ja nun nicht gerade, der Frau eine so phantasielose Verkürzung überzustülpen, und das auch noch mit der Begründung, daß Dir nichts anderes eingefallen sei. Ja, du meine Güte. Ich bin zwar keine Frau, aber ich kann schon verstehen, daß ihr das mißfällt. Nett wäre gewesen, sie zu fragen, ob es eine Kurzform gibt, weil ... auf Deiner Tastatur manchmal das "h" klemmt. Oder so.

Im allgemeinen solltest Du einfach den Namen verwenden, den sie selbst unter ihre Mails setzt. Erst wenn da irgendwann "liebe Grüße, Kati" steht, darfst Du es wagen, sie so zu nennen.

Wenn Du schon witzig sein willst, dann nimm wenigstens Bezug auf ihre letzte Nachricht. (m)
 
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Gast

  • #25
Lieber Fs

Ich weiss ja nicht, wie alt du bist, aber wenn du solche Verhunzungen des Namens deiner Mailpartnerin als lustig empfindest, kann der Kindergarten nicht allzulange zurückliegen. Zumindest dem pubertären Teeniealter dürftest du noch angehören, zumindest im Geiste.

Dazu passt auch die Schreibweise Negging..deutsche Sprache schwere Sprache.

Ein niveauvolles Necken ist hingegen durchaus sehr schön, nur sollte man das dann auch im real life können und nicht nur beim mailen. Wenn es anfänglich schwierig fällt beim daten ist das meiner Meinung nach nicht schlimm. Da ist eine gewisse Unsicherheit und Nervosität auch in einem etwas höheren Alter durchaus normal.

Namen sind grundsätzlich tabu ausser der Mailpartner kürzt seinen Namen selbst oder liefert eine Steilvorlage. Eine solche Vorlage muss man(n) geradezu aufnehmen. Denn es zeigt auf, dass man sie erkannt hat und intelligent genug, um etwas Passendes zu entgegnen. Bei einem niveauvollen Partner erwarte ich das sonst tendiert mein Interesse schnell gegen Null.

(m44)
 
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Gast

  • #26
Mich hätte deine Nachricht auch befremdet. Bereits sprachlich hast du daneben gehauen, denn du hast nicht das "tharina" weggelassen, sondern nur das "harina". Dann ansonsten auch null Inhalt in deiner Mail - was meinst du, wie viele Männer beim online-daten nichts als die öde Frage stellen, wie es geht, wie die Woche war usw. Gähn. Alles in allem wär diese Mal bei mir auch ganz schlecht angekommen, langweilig-dreist, gewollt witzig und inhaltslos.

Jungs, schreibt doch einfach ganz normal nett, ungeschwurbelt und drückt den Frauen nicht irgendwas auf's Auge, von dem ihr nicht wisst, ob es ihnen gefällt. Mein Motto ist da immer "im Zweifel nein", d.h.: Im Zweifel kommt sowas nicht lustig rüber und dann lasse ich es einfach weg.

w/35
 
  • #27
Männer müssen sich nicht anstrengen, um online interessant zu bleiben. Interesse und Zuwendung zu zeigen würde meiner Ansicht nach ausreichen. den "vielbeschäftigten Mann", den würde ich mir vekneifen. Necken ist etwas sehr vertrautes. Das klappt nur, wenn man sich auch schon gut kennt.

Ich hätte Dich nach Deinem Beispiel auch nicht mehr anschreiben wollen.
 
G

Gast

  • #28
Namen sind etwas so Persönliches, da muss man jemanden schon etwas besser kennen, um eine Kurzversion vorschlagen. Nein, hätte ich eine solche Nachricht von Dir bekommen, wäre ich auch weg gewesen, echter Humor sieht für mich anders aus.

Und wie Du siehst, bin ich nicht die Einzige, die damit nichts anfangen kann. Deine Art der "Neckerei" wirkt gekünstelt, verkrampft, gespielt dominant und auch ein bisschen wichtigtuerisch ("vielbeschäftigt"). Keine attraktive Kombination.
 
  • #29
Ich habe mich über die zahlreichen Antworten gefreut, denn das "Necken" beim Online-Flirten wird ja durchaus kontrovers diskutiert. Mein gewähltes Beispiel war vielleicht zu stark.

Meine Erfahrung:

Man muss natürlich abschätzen, welche Frauen man "neggt". Starke, sehr selbstbewusste Frauen springen hierauf viel stärker an als unsichere Frauen. Zudem habe ich das Gefühl, dass viele Frauen nicht unbedingt die Männer wollen, die Ihnen in langen Sätzen nach dem Mund reden oder schreiben. Wichtig ist auch bei den Männern, sich nicht zu viele Gedanken über Absagen zu machen, das bringt wenig.

Vielleicht ein Beispiel, bei dem ich es schnell zum Date geschafft habe.

Wir hatten Bilder getauscht. Ich schrieb
Dein Bild ist atemberaubend. Vor allem, weil ich Frauen mit süßen Zahnlücken
einfach toll finde.
Sie hatte gar keine erkennbare Zahnlücke und schrieb
Wo bitte soll ich eine Lücke habe. Die hast vielleicht du und eine krumme
Nase obendrein.
Darauf schrieb ich

Eine kleine Zahnlücke wäre toll gewesen. Sie hätte deinem bezaubernden
Lächeln den letzten Schliff gegeben. Und du siehst mir meine krumme Nase
immer noch an. Da muss ich mit meinem Doktor schimpfen. Ich habe nämlich vor
zehn Jahren im Verein geboxt, bis ich mir die Nase brach. Der Doktor wollte
alles wieder richten. Ich sehe, du gehst zum Kickboxen. Machst du das
wöchentlich? Übrigens: Ich hoffe, dort holst du dir keine Zahnlücke.
Und so weiter. In dem Fall habe ich mich bewusst disqualifiziert, woraufhin sie sauer war und wiederum disqualifizierend geantwortet hat. Dann habe ich mich entschuldigt und nett weitergeschrieben. Ich war ob ihrer Antwort nicht sauer und sie hat gemerkt, dass ich nur Witze machen. Danach hat sie sich sicherer gefühlt und der Schriftverkehr wurde vertrauter, ist nicht eingeschlafen.