• #1

"Neue" Familie gründen, ist das so einfach?

Hallo Forum,

frisch angemeldet, möchte ich Euch von mir erzählen und hoffe, Ihr könnt mir einen Rat geben.

Ich bin 34, weiblich und Mutter von zwei Jungen(13), die bei ihrem Vater leben. Die Kinder kommen regelmäßig zu mir und verbringen auch einen Teil ihrer Ferien bei mir. Unterhaltsmäßig und besuchsmäßig läuft es seit langen Jahren in geregelten Bahnen, unsere Beziehung dauerte noch nicht mal zwei Jahre, waren nicht verheiratet. Der Vater der Kinder hat seit fast sieben Jahren eine Partnerin und wohnt mit ihr seit Jahren zusammen.

Bei mir selber waren es ein paar kurze Freundschaften, aber es entwickelte sich nicht mehr. Jetzt hab ich seit fast 9 Monaten einen Freund, mit dem ich sehr glücklich bin. Er ist 42 und war in seinen Zwanzigern fast 10 Jahre verheiratet, allerdings ohne Kinder und seitdem auch ohne feste Beziehung.

Letztes Wochenende sagte er mir, er wünscht sich Kinder mit mir. Ehrlich gesagt, war ich perplex, dachte mit seinen 42 ist das Thema durch und ich fühl mich eigentlich zu alt. Wir haben uns lange unterhalten und zum ersten Mal seitdem wir uns kennen, bin ich nach Hause gefahren, weil ich nachdenken wollte.

Nach langem Hin und Her meiner Gedanken, bleibt nur eins: ich habe ein schlechtes Gewissen meinen Söhnen gegenüber. Ein oder zwei Kinder kann ich mir gut vorstellen mit meinem Freund und es war schon zu merken, dass es ein Herzenswunsch von ihm ist. Aber kann ich es meinen Kinder zumuten, wieder zu versuchen eine Familie zu gründen und sie bleiben außen vor? Meinen vielleicht, die neue Familie wäre mir wichtiger als sie?

Habt Ihr irgendwelche Gedankenanstöße für mich, die mir helfen mich zu entscheiden?
 
  • #2
Ohne die genauen Hintergründe zu kennen (die aber wichtig sind) sehe ich kein Problem in dieser neuen Familiengründung. Deine Kinder leben ja beim Vater auch quasi in einer neuen Familie (Freundin), sie sind 13 und damit sowieso auf dem Sprung ins erwachsen werden. Die Freunde werden immer wichtiger, die Abnabelung von Mama und Papa beginnt. Mein Sohn ist gerade 14 geworden, ich kenne also diese Altersspanne. Der Abstand zu ihrem neuen Geschwister bei Mama wäre so groß, dass Eifersucht und Neid keine Rolle spielen dürften (vorausgesetzt, deine Kinder sind emotional gesund). Vermutlich wären sie sogar stolz und fänden es süß. Kommt auf den jeweiligen Typ an. Mein 14Jähriger zum Beispiel liebt kleine Kinder und hätte bestimmt nichts gegen ein weiteres Geschwister.

Außerdem bleiben doch deine Kinder nicht "außen vor", wenn du ein weiteres Kind hast. Wie kommst du darauf? Sie sind weiterhin ein wichtiger Teil deines Lebens. Es wird sich in der Beziehung zu dir gar nichts ändern (WENN die Beziehung zu dir gesund ist - das meinte ich oben mit den Hintergründen, die wir nicht kennen).
 
  • #3
Liebe Thanis,

hier ein paar Gedankenanstöße für dich:

1. Wie siehst du die Situation denn losgelöst von deinen Kindern? Willst du für dich noch Kinder haben? Mit diesem Mann?
2. Falls du die Frage grundsätzlich mit ja beantworten kannst: welche Voraussetzungen müssten für dich gegeben sein? Z.b. erstmal zusammenziehen und schauen ob dein Freund auch dauerhaft mit deinen Kindern gut auskommt? Ob er sich in Haushalt und Familie einbringt?
3. Wenn du immer noch sicher bist, dass du mit deinem Freund weitere Kinder möchtest, kannst du doch deine Kinder einfach mal fragen wie sie dazu stehen. Alt genug sind sie ja.
 
  • #4
Liebe Thanis,

die Sorge wegen deines/seines Alters kann ich Dir nehmen. Mein Mann und ich waren damals im vergleichbaren Alter, als wir unsere Tochter bekamen. Das Kindchen ist pumperl gesund, klug und hübsch. Bis Anfang 40 hätte ich mir noch zugetraut Kinder zu bekommen.
Deine beiden großen Kinder hast Du ja sehr jung bekommen. Jetzt kannst du das alles mehr genießen, einfach weil Du reifer bist. Da das auch ein Herzenswunsch Deines Partners ist, würde er sich ja bei allem auch liebevoll beteiligen.
Es stimmt, wie es amaryllis so bildhaft geschrieben hat, deine Teenies beginnen sich jetzt abzunabeln. Neid und Eifersucht spielen da keine Rolle mehr. Sie können wirklich die Rolle des großen Bruders sehr lieben.
Meine beiden großen Söhne sind 12 und 10 Jahre älter als ihre kleine Schwester haben zu ihr ein sehr liebes Verhältnis. Haben ihr auch viel Unsinn gezeigt, aber auch sehr Anteil an ihrem Studium gezeigt. Sie wiederum hat ihren Brüdern viel von ihrem Wissen vermittelt.
Es ist toll solche Interaktionen der Geschwister zu erleben.
Bei dem Freund meiner Tochter ist die Kostellation, dass er der 10 Jahre ältere Bruder ist und sie erlebt mit ihm Konstellation aus der Sicht der quasi großen Schwester - die Sicht ihrer großen Brüder. Das fand sie spannend.
Ich kann Euch beiden nur viel Glück und Gelingen wünschen.
 
  • #5
Sehe ich ganz genau wie #1 . Wenn deine ersten Kinder nicht aus psychischen oder physischen Gründen zu dem Vater gekommen sind, sehe ich kein Grund, weshalb Du deine Gegenwart und Zukunft nach deinen vorhandenen Kindern richten solltest oder weshalb diese ein Problem damit haben sollten. Das Liebe nicht schwindet oder weniger wird zu Kindern, nur weil eins dazukommt, sollte 13 jährigen Jungs wohl schon bewusst sein...
 
  • #6
ich habe ein schlechtes Gewissen meinen Söhnen gegenüber. Ein oder zwei Kinder kann ich mir gut vorstellen mit meinem Freund und es war schon zu merken, dass es ein Herzenswunsch von ihm ist. Aber kann ich es meinen Kinder zumuten, wieder zu versuchen eine Familie zu gründen und sie bleiben außen vor? Meinen vielleicht, die neue Familie wäre mir wichtiger als sie?
Ich glaube diese Gedanken hast nur du und ich frage mich warum das so ist. Liegt es daran das deine Söhne beim Vater leben und du dir wegen irgendetwas selbst Vorwürfe machst. Ja wir kennen die Hintergründe nicht und da ist guter Rat sehr sehr schwer.
Aber warum sprichst du nicht mit deinen Söhnen mal darüber. Sie sind nun auch keine kleinen Kinder mehr. Einfach um zu erfahren wie ihre Sichtweise ist. Ich denke wenn sie spüren das es dein sehnlichster Wunsch ist werden sie keine Probleme haben. Was mich eher nachdenklich macht. Ich habe das Gefühl du würdest weitere Kinder nur bekommen weil dein Freund es sich wünscht.
Du machst den Eindruck nicht wirklich dahinter zu stehen.
 
  • #7
Hallo Thanis,
was möchtest Du denn? Du bist relativ jung schwanger geworden und die Kinder leben bei Deinem Ex-Freund. Über die Gründe, warum das so ist, spekuliere ich hier nicht.
Viele Väter mit Kindern aus erster Verbindung gründen nochmals eine neue Familie, warum solltest Du das als Frau nicht "sollen" ?
Es sei denn, es gibt Gründe warum die Kinder nicht bei Dir sind, dann würden diese Gründe ja auch Einfluss auf Deine neue Familienplanung haben.
Wenn Du selbst nicht aus vollstem Herzen bereit bist für ein Kind dann würde ich Dir abraten. Tue es nicht nur für Deinen Freund.
W52
 
  • #8
Sorry liebe FS, aber ich glaube du suchst nach Gründen die dein Bauchgefühl unterstreichen "denn so wirklich möchtest du keine weiteren Kinder".

Ihr habt euch damals bewusst (so nehme ich an) dazu entschieden, dass die Kinder beim Vater leben und du hast dich mit dem Modell arrangiert und es passt für euch beide gut, richtig? Insofern wäre ein Kind was nun bei dir aufwächst mit deinem neuen Partner eine wirklich große Veränderung in deinem Leben. Vielleicht hast du auch Angst das deine großen Kids, dir genau das übel nehmen könnten.

Wie auch immer, du solltest auf dein Bauchgefühl hören! Dein Freund hat noch keine Kinder und kann in keinster Weise beurteilen was das für eine große Verantwortung für den Rest eures Lebens ist und wie viel Opfer und Einbußen ihr als Paar bringen müsst, wie sehr ein Kind euren Alltag und euer Leben beeinflusst. Ich kann sehr gut verstehen, dass man das einfach nicht mehr möchte, wenn man schon Kinder hat und diese aus dem Gröbsten raus sind. Man kann endlich einmal selbst leben ohne immer Rücksicht nehmen zu müssen. Nur deinem Freund zur Liebe solltest du kein Kind mehr bekommen!

Wenn es aber wirklich ein Wunsch von dir ist und du wirklich nur Bedenken bezüglich deiner Kinder hast, dann möchte ich dir sagen, dass diese unbegründet sind.
Neid entsteht bei diesem großen Altersunterschied eigentlich nicht mehr und außerdem Leben deine Kinder ja auch mit einer Stiefmutter zusammen, quasi ein Familien Modell. Warum solltest du das mit neuem Mann und Kind nicht auch dürfen? Die Frage ist: was willst du?
 
  • #9
Aber kann ich es meinen Kinder zumuten, wieder zu versuchen eine Familie zu gründen und sie bleiben außen vor? Meinen vielleicht, die neue Familie wäre mir wichtiger als sie?
Wenn man diese Denkweise zugrundelegt, müsste jede Mutter ihren Kindern gegenüber ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie wieder ein Kind bekommt.

Und ja, das ist auch für normale Familien ein Klimmzug, wenn wieder ein Baby kommt. Aber es ist zu meistern.

Dabei haben Deine Kinder das "Privileg" zwei Familien zu haben. Du könntest Dich in der Zeit, in der sie nicht bei Dir sind, voll und ganz dem Nachzügler widmen und müsstest zumindest in dieser Zeit kein schlechtes Gewissen haben. Sieh es doch sogar als Gewinn.

Deine beiden Söhne haben ihren Vater und die neue Partnerin, die sich ebenso um sie kümmern. Zu kurz kommen werden sie vermutlich nicht.

Und da ist da wohl das Thema, dass Du Dir gestatten solltest, Dein eigenes Leben zu leben. Vermutlich ist da noch so ein Thema in Dir, ein schlechtes Gewissen, weil die Ursprungsfamilie nicht mehr besteht und die Kinder nicht bei Dir sind. Ihr habt es wohl gut geregelt, aber es ist eben keine heile Urspungsfamilie. Ich beobachte gerade bei den Elternteilen, bei denen die Kinder nicht leben, ein permanentes schlechtes Gewissen.

Ich wünsche Dir, dass Du für Deine Söhne und für Dich einen Weg findest, eine neue Familie zu gründen. Viel Glück.
 
  • #10
Ich bin 34, weiblich und Mutter von zwei Jungen(13), die bei ihrem Vater leben. Die Kinder kommen regelmäßig zu mir und verbringen auch einen Teil ihrer Ferien bei mir.
Warum solltest Du nicht noch weitere Kinder bekommen? Rein zeitlich solltest Du Dich aber weiter in gleichem Umfang um Deine beiden Söhne kümmern. Dann werden sie sich auch nicht zurückgesetzt fühlen, sondern irgendwie als Teil Deiner neuen Familie.

Du lebst ein Modell, dass üblicherweise so der Vater lebt. Bei Männern wird manch neue Partnerin selbstverständlich noch eine Familie gründen wollen. Vermutlich zahlst Du Unterhalt und Du solltest natürlich weiter bezahlen. Wie soll das geregelt werden (Verdienstausfall nach der Geburt?
 
  • #11
Wie Deine Söhne reagieren, weiss man nicht aber die Trauerphase über eure Trennung ist lange vorbei, Verhältnis zu beiden Eltern scheint gut: ich denke die Sterne stehen da gut!

Ich möchte nicht die böse Schwarzmalerin sein aber: kannst Du Dir Kinder ganz gut vorstellen oder blubbert der Wunsch in Dir langsam höher und höher?!
Bist Du mit Herzblut dabei dein Leben zu ändern?
Dann tu es!
Aber nicht für ihn, sondern auch die Dich!
 
  • #12
Man liest heraus, dass Du ein schlechtes Gewissen gegenüber Deinen Kindern hast. Sicher, Du warst mit 21 Jahren eine junge Mutter, aber das sind andere Mütter auch. Warum hast Du Deine Kinder zum Vater gegeben? Eine Trennung lasse ich als Grund nicht gelten.
Nun stehst Du eigentlich vor den Scherben Deiner Vergangenheit. Nun kommt ein neuer Mann und will Kinder von Dir. Ich an Deiner Stelle würde mir keine Kinder mehr anschaffen. Du merkst an Deinem Bauchgefühl ja selbst, was dieser Wunsch mit Dir macht.
Bei deinen Kinder würde ankommen: wir durften nicht bei unserer Mutter leben, aber das neue Kind/er darf das. Wir sind also weniger wert. Unterschätze das nicht. Die Jungen sind zwar 13 Jahre alt, aber trotzdem verletzlich.
 
  • #13
ich bin jetzt einmal ganz ehrlich. Du hast es mit Deinen beiden Söhnen und einer Familie nicht gepackt. Deine Söhne wohnen sogar bei ihrem Vater... . Sehr ungewöhnlich für europäische Verhältnisse- muss das sehr gut begründet sein und spricht als Mutter ganz sicher nicht für Dich. Jetzt willst Du eine Familie gründen. Fühlst Dich aber zu alt... mit 35 Jahren Kinder zu gebären.... Das wirkt auf mich schon fragwürdig. Dein Partner mit 40 Jahren sei auch zu alt... seltsame Einstellung weil es der Durchschnitt ist an Männern, die Kinder wollen und gesunde Kinde zeugen. Sicher sind die Kinder, die in Planung stehen dem zukünftigen Kindesvater wichtiger. Und sicher ist es dann die Familie, die Ihr gründen wollt, die im Mittelpunkt steht. Kleine Kinder brauchen die gesamte Aufmerksamkeit und Zuwendung insbesondere in den ersten Lebensjahren. Und ganz sicher werden Deine Söhne aussen vor sein... Und sie werden überhaupt nicht nachvollziehen können- egal wann auch immer sie mal bei Dir sind warum sie nicht bei Dir als MUTTER aufwachsen konnten. Aber es ist Deine Entscheidung. Es ist Dein Leben und Du musst letztendlich wenn Du einmal wirklich alt wirst Seien Kindern gegenüber zu Deinem Versagen als Mutter Stellung einnehmen. Denn das werden sie tun. Sie werden Dir Fragen stellen, die wirklich berechtigt sind. Denn Kinder bekommt man nicht wie Hunde oder sonstige Haustiere.
 
  • #14
Ich unterstelle dir erst einmal nichts, weil ich dich nicht persönlich kenne, aber ich empfinde es schon als äußerst merkwürdig, dass eine Mutter ihre Kinder freiwillig beim Vater lässt. Was sind die Gründe? Dort ein geregeltes Einkommen, ein strukturierter Tagesablauf? Alles das, was du zum wichtigen (damaligen) Zeitpunkt nicht bieten konntest? Warst du mit zwei Kindern überfordert?

Bin wie du der Meinung: Lass das mit dem späten Kind. Weniger aufgrund deines Alters, sondern eher in Bezug auf deine beiden Jungs. Wie empfinden sie? Meinst du sie finden es gut, dass ihre Mutter ein weiteres Kind in die Welt setzt, sich aber nur sporadisch um sie kümmert? Du nennst es regelmäßig, ich jedoch „mal unter der Woche oder am WE“. Das ist nicht zu vergleichen mit 24 Stunden Kontakt, und der jeden Tag. Somit redest du dir - wohl um ein schlechtes Gewissen zu vermeiden/verdrängen - den Kontakt zu deinen Kindern schön!

Ich sehe es bei einigen Freundinnen von mir: Die Kinder leben bei der Mutter, sind regelmäßig beim Vater, aber trotzdem leidet der Kontakt. Du musst mir also nichts von einer/deiner tollen und ach so super und easy laufenden Mutter-Kind-Beziehung sagen. Die nehme ich dir nicht ab.

Somit: Thema „Baby“ zu Gunsten deiner beiden Jungs begraben und damit rechnen, dass der LG sich trennt. Wäre dann dumm gelaufen, aber ohne Mann lebt es sich auch gut.

Sieh‘ zu, dass du eine anständige Bindung zu deinen Söhnen aufbaust. Die sind wichtig, nichts Anderes!
 
  • #15
Da sehe ich sehr problematisch. Mal angefangen damit, dass ich niemals nach nur 9 Monaten Beziehung mit jemandem ein Kind in die Welt setzen würde. Da kennt man sich ja noch gar nicht!
Und wichtige Frage: Weshalb leben die Kinder beim Vater? Das wirst Du wissen. - Möglicherweise Grund für Dein schlechtes Gewissen?
Im Gegensatz zur Leonor-weichgespülten Ansicht von Amaryllis bin ich der Meinung, dass es emotional komplett gesund und normal ist, wenn Kinder auf ein Geschwisterkind aus einer neuen Beziehung mit großer Eifersucht reagieren. (Könnte jetzt eine lange Liste von Beispielen aus meiner Bekanntschaft aufzählen...). Natürlich kann sich später auch alles entspannt entwickeln, muss aber nicht. Konflikte sind vorprogrammiert. Es ändert sich nichts? Das ist leicht daher gesagt. Alles ändert sich. Ist ja auch logisch, denn so ein Säugling fordert alle Aufmerksamkeit und Kraft der Eltern.
Ich an Deiner Stelle würde damit zumindest warten und versuchen, dem Gefühl des schlechten Gewissens auf den Grund zu gehen...
 
  • #16
Mach das was DU willst und für richtig hälst. Wenn du noch ein Kind (oder mehr) möchtest heißt es ja nicht dass du deine Söhne nicht weniger liebst oder sie weniger siehst als zuvor.
Und wenn du kein Kind mehr möchtest muss das dein Partner akzeptieren.
Alles Gute!
 
  • #17
Ich finde es schön, dass du vielleicht nochmals die Chance hast, eine Familie zu gründen. Deine Jungs haben ja auch eine Art ein andere Familie und werden dir sicher nicht böse sein. Ich denke, ich würde mich mal mit den beiden unterhalten. Vielleicht freuen sie sich über eine kleine Schwester/kleinen Bruder.
Mein Mann hat mit mir eine neue Familie gegründet. Seine beiden Söhne lebten aber bei uns und waren 14 und 12 Jahre alt, als unser gemeinsamer Sohn auf die Welt kam.
Heute ist mein Mann verstorben und mein Sohn, jetzt fast 22 Jahre alt, hat ein tolles Verhältnis zu seinen 2 Brüdern und sie sind froh, dass sie einander haben.
Viel Glück wünsche ich Dir.
 
  • #18
Was für eine merkwürdige Frage, zuerst dachte ich warum sollten größere Kinder aussen vor bleiben wenn man ein neues Kind bekommt ? Ich kenne mehrere solche Fälle wo Mütter mit neuer Familie einen Nachzügler bekommen haben und kenne es nur so dass gerade große pubertierende Kinder spätestens wenn es da ist unglaublich stolz auf das kleine Brüderchen/Schwesterchen werden und es sozusagen ihr Augenstern wird, sie es ständig nur noch tragen betüdeln versorgen wollen usw. .Liegt vielleicht auch gerade an der Pubertät, als unsicherer Teenager hilft einem ein Baby vl teiweise ganz gut wenn es immer zum liebhaben da ist (ähnlich wie ne katze bei ner Oma), und zuhause Familienstimmung ist auch ganz gut.

Mein erster Gedanke dann war, dass du ja irgendwie auf die Idee kommen musst, und das vielleicht diese Sorge vielleicht damit verknüpft ist das jetzt irgendetwas noch nicht so ganz rund läuft bei euch in der Kombination neue Familie . Vielleicht fühlt es sich als Familie zu 4 mit deinen Söhnen noch nicht ganz stimmig an, gibt unklarheiten bezüglich Hierarchie, Erziehung, Vertrauen fehlt ?

Das ist nach 9 Monaten gut vorstellbar. Ich denke erst wenn der Partner mit den Kindern aus der früheren Beziehung wirklich eine familiäre gute Beziehung hat fühlt man sich wirklich sicher für ein neues Kind. Auf der anderen Seite kann man auch wenn man selbst noch unsicher ist Glück haben, bzw sich schnell aufs Bauchgefühl verlassen zb kenne ich eine Frau die ganz schnell schwanger wurde und wo sich dann nachträglich rausgestellt hat das sich auch die großen Kinder sehr wohl fühlen mit dem neuen Mann und es mit dem neuen Baby zu 5 eine sehr schöne warme Atmosphäre wurde.
 
  • #19
Aber kann ich es meinen Kinder zumuten, wieder zu versuchen eine Familie zu gründen und sie bleiben außen vor? Meinen vielleicht, die neue Familie wäre mir wichtiger als sie?
Warum ist das "gesetzt"? Oder ist es nicht nur eine Befürchtung? Deine Befürchtung vielleicht, liebe Thanis?
Dann prüfe mal, warum deine Befürchtung so manifest ist!

Liebe ist teilbar. Dein Freund, der Vater des neuen Kindes in spe, ist auch noch da. Du kannst also auch weiterhin deinen großen Söhnen Zeit widmen, nur sie und du (und auch das ist nur noch eine Frage von einigen Jahren, ab 16/17 verlangt es sie seltener nach Familie).

Eine Familienvergrößerung verlangt einfach ein wenig mehr Management. Nur Mut!
 
  • #20
Bitte überlege ganz gründlich, ob Du so eine Entscheidung nach nur 9 Monaten "neuer Freund" treffen kannst und solltest. Am Anfang einer Beziehung schwirren noch die Hormone herum, und alles erscheint machbar, wünschenswert und leicht.
Das legt sich meist nach 1-2 Jahren, und dann erst kann eine Beziehung dahingehend geprüft werden, ob sie den Anforderungen von Kindern gerecht wird und umgekehrt.
Was, wenn die neue große Liebe nicht hält ?
Mal Dir mal das Szenario aus - Du mit 1 Baby, das nächste wohlmöglich schon im Bauch - die ganze heile Welt ist dahin und Du stehst als AE da...

So wie schon die Vorschreiber/-innen denke ich zwischen den ZEilen Deinen Zweifel herauslesen zu können, ob DAS wirklich das ist, was Du willst. Du hast schon 2 Kinder - denke doch einfach mal zurück in die Anfangszeit - wie sehr sich das Paarleben auch ändert, wenn Babies da sind... nix mehr Romantik !
Zurückschicken kann man sie bekanntlich nicht, wenn sie einmal da sind ;-)
 
  • #21
Also immer schön locker bleiben. Als erstes würde ich den Wunsch bzw. Gedanken deines Freundes positiv, als Kompliment bzw. Liebeserklärung sehen. Ein Wunsch sollte keinen Druck auslösen und kein Anspruchsdenken beinhalten.

Um ein gemeinsames Kind zu planen, sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

- Beide Eltern sollten sich gut kennen. Das geht nur, wenn ihr den Alltag zusammen teilt, also zusammen lebt. Ihr müsstet also erstmal zusammenziehen.

- Beide Eltern sollten sich ein Kind wünschen. Nimm dir alle Zeit, die du brauchst, um dir darüber klar zu werden. Lass dich nicht unter Druck setzen oder emotional erpressen.

- Geschwisterzuwachs ist völlig normal und fördert die Sozialkompetenz deiner beiden Söhne. Vorausgesetzt ihr habt ein gutes Mutter- Kind-Verhältnis. Warum leben sie bei ihrem Vater? Wie kommt dein neuer Freund mit ihnen klar, wieviel "Patchwork" habt ihr vier zusammen an den Wochenenden oder in den Ferien?

- Beide Eltern sollten sich klar werden, was ein Kind für eine Umstellung ist. Dein Freund: Wie liebevoll, ausgeglichen oder stressresistent ist er? Wäre er bereit, sich die Elternzeit mit dir zu teilen, wenigstens mal drei Monate "Windelnwechseln und Haushaltschmeißen"? Eine Weile in Teilzeit arbeiten?
Für dich: Wie bist du mit der Geburt und den Kleinkindjahren deiner Söhne klargekommen? Könntest du es finanziell absichern, drei Kindern den notwendigen finanziellen Unterhalt zu gewährleisten? Ohne Hilfen vom Staat und ohne abhängig vom Vater zu sein?

Wenn du Bedenken hast oder einfach keinen Kinderwunsch mehr, sage das ehrlich. Nur weil dein Freund mit 42 (bis ihr euch gut genug kennt und es dann auch klappt würde er wohl eher 44-45 Jahre alt sein) auf einmal seinen Wunsch, Vater zu werden entdeckt, musst du ihm diesen noch lange nicht erfüllen. Warum habt ihr bzw. er nicht eher darüber gesprochen? Frage ihn ruhig alles, was du wissen möchtest und besprich ehrlich mit ihm deine Gefühle und Wünsche.
 
  • #22
Deine Söhne wohnen sogar bei ihrem Vater... . Sehr ungewöhnlich für europäische Verhältnisse
So ungewöhnlich ist dies aber auch nicht.
Die Kinder sind in dem Alter, wo sie auch entscheiden können, wo sie leben möchten. Sollten sich die Kinder gegen die Mutter entscheiden, dann fängt ja das Chaos erst an.
So habe ich dies bei einem Freund von mir erlebt. Die Zwillinge haben sich mit 13 für den Vater entschieden und so war der persönliche Umgang für die Mütter beendet. Ein Telefonat zu Weihnachten und zum Geburtstag war nur noch angesagt.

Vielleicht war ja bei der FS es auch so, dass die Kinder lieber beim Vater als bei der Mutter leben wollen.

Und am Alter der FS liegt es auch für mich nicht.
Meine Mutter war 19 als ich auf die Welt kam und es hat mir(53) sehr viel Spaß gemacht, dass ich junge Eltern hatte. Gut damals war es vielleicht auch eine andere Zeit. Die Eltern meiner Schulfreunde in der 1. Klasse waren alle unter 30. Als meine Mutter mit Ende 20 meine jüngere Schwester bekam, gehörte sie eher zu den alten Müttern. Tja andere Zeiten, andere Sitten.
 
  • #23
Bei deinen Kinder würde ankommen: wir durften nicht bei unserer Mutter leben, aber das neue Kind/er darf das. Wir sind also weniger wert.
Eine Sichtweise, die dann für alle Väter gelten müsste, wenn die Kinder bei der Mutter bleiben.

Und doch höre ich im Kern in der Frage auch etwas von "Habe ich bei der Erziehung meiner beiden Söhne versagt und werde ich wieder versagen?" FS, warum sind Deine beiden Söhne beim Vater aufgewachsen? Hast Du ein schlechtes Gewissen ihnen gegenüber? Es sollte eigentlich heute genauso normal sein, dass Kinder beim Vater aufwachsen wie bei der Mutter. Und doch ist es rein praktisch nicht so. Das liegt weniger an den Vätern als an den Müttern, die darum kämpfen, dass selbstverständlich sie diejenigen sind, die die Kinder bekommen.
 
  • #24
FS: würdest Du das Baby auch wollen, wenn es klar wäre, daß Dein neuer Freund Dich nach der Geburt des Kindes verlassen wird?

Das könnte nämlich das realistische Szenario sein trotz aller jetztigen Euphorie.

Also, bist Du bereit als Alleinerziehende sich um das Baby zu kümmern und zwei 13-Jährige?

Sonst kannst Du dem Mann auch sagen, daß er Dich zuerst heiraten soll und dann besprecht ihr die Kinderfrage.

Sollte doch klappen, da er Dich ja anscheinend genug liebt um ein Kind zu zeugen - dann sollte er auch genung lieben für eine Heirat.
 
  • #25
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen

Kurz dazu, warum die Kinder beim Vater aufwachsen. Er hatte seine Ausbildung abgeschlossen und sein Einkommen war gut, hatte zur Unterstützung seine Eltern und Geschwister gerade in den frühen Jahren. Ich stand am Anfang meiner Ausbildung und hatte keine Familie in der Rückhand, die mir geholfen hätte. Aber es hat einige Mediatoren-Gespräche gebraucht, bis wir uns einigten und es war schwer.

Mit meinem Freund gab es bisher keine Kinderwunsch-Gespräche, ja über Zukunftspläne schon, deshalb war ich wohl auch so erstaunt. Weil die vielen Wander- und Kanutouren, die er noch vorhat, lassen sich mit Kindern wohl eher Jahrzehnte später durchführen.

Für mich ist wohl wirklich der große Knackpunkt, was ist wenn der zweite Versuch wieder scheitert? Dann bin ich AE, die Unterhalt bekommen wird, aber weiter arbeiten muss wie bisher, damit der Unterhalt für die beiden Jungen bezahlt werden kann. Und dann natürlich auch, dass es mir mit Sicherheit nicht nach so kurzer Zeit zusammen passiert(zumindest nicht nochmal). Ich bin dann älter und er auch, er vielleicht Mitte 40.

Werde ihn heute abend mal nach den drei Punkten fragen.
 
  • #26
Dein Partner mit 40 Jahren sei auch zu alt... seltsame Einstellung weil es der Durchschnitt ist
Erstens ist der Partner jetzt schon 42 und bis sich beide richtig kennenlernen können und es "klappen" könnte, ist er mindestens 44/45. Laut Statistik sind etwa 75 Prozent der 40-jährigen Männer bereits Vater, bei den 44-jährigen sind es etwa 80 Prozent. Danach werden eher wenige Männer noch Vater. Selbst wenn der Trend dahin gehen sollte, dass Eltern immer älter werden, solltest du bei den Fakten bleiben. Mit den Zahlen hattest du schon in dem anderen Beitrag deine Probleme, in dem du behauptetest, Akademikerinnen bekommen überwiegend erst mit Ü40 Kinder.

Insgesamt empfinde ich deinen Beitrag als wenig empathisch. So als ob du selbst keine Kinder hast, anderen aber schlaue Tipps geben möchtest bzw. dich über die FS erhebst. Im Leben läuft nie alles glatt, mit Kindern schon mal gar nicht.
 
  • #27
Ich denke, da Deine Kinder schon 13 sind, dass es nicht so schlimm sein würde mit der Eifersucht. Sie kommen in die Pubertät und entwickeln sich daher ja eher fort von den Eltern. Ich denke, in dem Alter ist man raus, dass man noch fragt, warum die Mutter einen "weggegeben" hat. Ich kannte mal einen kleinen Jungen, der auch beim Vater lebte. Die Mutter konnte das Kind auch nicht nach der Geburt annehmen. Der hatte die ganze Zeit Probleme damit und war sehr empfindlich. Aber er war auch erst 10 und die Mutter ist gegangen, als er 2 oder 3 war. Also er hatte sie und ihre Unfähigkeit, ihm Liebe zu geben, die ersten Jahre um sich und wird immer gespürt haben, dass sie ihn nicht wollte. Kinder fangen ja dann an, um Liebe zu kämpfen, sie aber ist dann ganz gegangen, also er hatte verloren.

Letztes Wochenende sagte er mir, er wünscht sich Kinder mit mir
Hm. Warum? Könnte es sein, dass er Dich mit Deinen Kindern sieht und eifersüchtig ist? Es muss ja nicht sein, dass seine Motivation, Kinder zu haben, auch da gewesen wäre, wenn er nicht dauernd sehen würde, was Dich mit Deinem Ex verbindet und dass es "familiär" aussieht. Ich hab das schon von Frauen gehört, die einen Partner hatten, der schon Kinder hatte. Es hieß dann "das verbindet ihn auf immer mit der anderen Frau, sie waren eine Familie, die Frau wird immer eine Rolle in seinem Leben spielen, denn sie ist die Mutter seiner Kinder". Es gab eine Eifersucht, weil die neue Frau das auch alles wollte, um sich fester an den Mann zu binden und auch alles das zu haben, was die Ex hat.

Ich finde eure Beziehung noch viel zu kurz, um schon an Kinder zu denken. Du hast ja noch ne Weile Zeit, wenn man mal von der heutigen Altersspanne ausgeht, in der Frauen Kinder bekommen. Wenn die Motivation Deines Partners aus einem eigenen Mangelgefühl oder aus Eifersucht gekommen ist, hat das nichts mit Kompliment und Liebe zu Dir zu tun. Es würde mich interessieren, warum er keine Kinder hat. Nicht in der langen Ehe und danach hat er wohl nie wieder eine Partnerin gefunden oder gewollt, mit der es fester wurde? Wollte er immer unverbindlich bleiben nach seiner Scheidung? Hat er nie ne Frau getroffen, die Kinder mit ihm wollte und er hat sie abblitzen lassen? Das fänd ich wichtig, um mir Gedanken darüber zu machen, ob er nicht gerade irgendeinen Midlifecrisis-Flitz im Kopf hat, bei dem Du nachher allein dasitzt mit dem Kind. Das soll nicht heißen, dass Dich das nicht auch glücklich machen würde, aber dazu musst Du Dich selber erkennen: Wolltest Du selber jemals wieder Kinder?
Wenn nicht, würde ich dabei bleiben. Es wird auch nicht gut sein, wenn Du das Kind nur bekommst, weil der Mann Dir sonst wegläuft.
 
  • #28
In einem sind sich wohl alle einig: Nichts überstürzen. Ansonsten ist ein Kind auch etwas sehr Schönes.

Und wenn du tatsächlich merkst, ihr beiden passt und lebt sehr gut zusammen, er ist ein ausgeglichener, zuverlässiger, aktiver und unternehmungslustiger Mann, ist es letzlich doch egal, ob er mit 45 oder 48 Vater würde. Auf drei Jahre kommt es dann nicht mehr an (Erst ab 50 fänds ich es für das erste geplante Kind langsam unpassend, ist aber meine persönliche Meinung und Erfahrung.) Deine Söhne sind in fünf Jahren volljährig und der Unterhalt wäre entsprechend nicht mehr so hoch bzw. sie sind dann in Ausbildung und Studium. Du wärst mit 39 noch mal Mutter, eine die schon zwei Kinder "geschaukelt bekommen" hat.

Vielleicht war es seinerseits auch nur eine vorübergehende Laune und wenn er dann an die vielen Einschränkungen denkt oder ihr darüber sprecht, will er gar nicht mehr so unbedingt...

Hör in dich rein, du entscheidest, alles steht dir offen, ist doch prima.
 
  • #29
Du hast Angst, alleinerziehende Mutter zu werden und traust Dir das nicht zu. Auch jetzt, mit 34 Jahren nicht. Dann lass es. Ein Kind ist kein Garant für eine Beziehung. Was, wenn die Beziehung scheitert und Du dann völlig überfordert bist? Damit tust Du dem Kind keinen Gefallen und Du kannst nicht davon ausgehen, dass auch dieser Vater das Kind zu sich nimmt.
 
  • #30
Hallo liebe FS,

ich kann es zwar nicht wirklich nachvollziehen, dass Du Dir all den Stress, die schlaflosen Nächten, vollgekackte Windeln :) und alles was danach kommt, noch einmal geben willst, nachdem Du schon zwei tolle Kids hast, die aus dem Gröbsten raus sind, und Du jetzt auch zunehmend an Dich denken kannst, aber sei es drum. Mit Deinen vorhandenen Kindern sehe ich da kein Problem. Ihr scheint eine gute, gefestigte Beziehung zu haben, der eine Familienergänzung, so würde ich es sehen, nicht als Familienneugründung, denn Du bist und bleibst ihre Mutter und die hinzukommenden Kinder werden die Halbgeschwister sein, sicherlich nichts anhaben kann. Außerdem werden Deine Jungs ja nun allmählich auch flügge, so nach und nach... Nehmen wir mal an, Du würdest jetzt sehr schnell schwanger, binnen eines Jahres, wenn Ihr sofort loslegt, bis das Kind da ist, sind Deine beiden mindestens 15 J.+, nicht mehr weit hin, dann sind die eh volljährig, und ich denke, dass die "neue" Familie sie dann eher nur peripher interessiert, weil ihr eigenes Leben nun erkundet werden möchte... Viel Glück!