G

Gast

  • #31
Hallo Valmont,

Du hast mich zitiert.



Das sehe ich nicht so, denn ich beziehe mich dabei einfach nur auf die objektiv betrachtet verbleibende Lebenszeit.

Ich war knapp über 40J. als ich unvorbereitet über Nacht Witwe geworden bin.Vielleicht trauere ich 4,5,6 oder 7 Jahre und bin dann eventuell bereit für einen neuen Menschen in meinem Leben.Dann bin ich immernoch relativ "jung", Mitte vierzig, bzw. noch keine fünfzig.Und ich kann mit diesem Mann vielleicht noch zwanzig oder mehr glückliche Jahre haben, weil eben biologisch grundsätzlich diese Option besteht.Verliere ich jedoch meinen Partner im Alter zwischen 70 und 80 Jahren, habe ich diese Option eben nicht mehr, weil das Leben nun mal endlich ist... und ich vielleicht das Ende einer "normalen" Trauerzeit gar nicht mehr erleben werde, weil ich bis dahin schon tot bin... deshalb finde ich es nachvollziehbar, wenn vor allem ältere Verwitwete die offizielle Zeit des "Trauerns" kurz halten, um keine Lebenszeit zu vergeuden.

Die Verlierer sind nicht die ganz jungen Leute, die genug Zeit haben um nochmal von vorne anzufange und nicht die ganz alten, die ihr Leben bereits einmal gelebt haben, sondern die "mittelalten", die ihren Lebensplan noch nicht umgesetzt haben, aber nun auch nicht mehr umsetzen können!
Das ist zu einfach gesagt... und auch mit wenig Einfühlungsvermögen den Jungen und den Alten gegenüber, finde ich.

Ich weiß sehr wohl, was Du meinst, denn ich kenne Deine Geschichte und war (bin) in einer ähnlichen Situation wie Du... Deshalb verstehe ich Dich besser, als Du glaubst... man steht ja mit einem Mal vor einem großen Nichts...

aber auch die Jungen, stehen davor, wenn sie ihren Partner geliebt haben, denn auch für dien, sind die Partner oftmals nicht beliebig austauschbar... die können auch nicht einfach einen anderen Partner hernehmen, und mit dem den "alten Plan" leben.Der alte Plan ging nur mir dem "alten" (verstorbenen) Menschen, niemals könnte ich den mit einem anderen, neuen Menschen leben, da muß ein neuer Plan her... wenn man seinen Partner A geliebt hat und man mit ihm Kinder wollte, kann man nicht einfach Partner B hernehmen, und mit dem die Kinder in die Welt setzen, die man von und mit A haben wollte... zumindest erginge es mir so und ich fände es befremdlich und könnte es nicht (um ein Bsp. zu nennen).
 
G

Gast

  • #32
Verwitwete Frauen, wollen nach einer unschönen Ehe nach meinen Erfahrungen eher keine neue Beziehung, sondern genießen die Freiheit. War die Ehe gut, haben sie meistens keinen Kopf für einen anderen Mann, sondern brauchen oft Jahre, bis sie sich an den Verlust des Partners gewöhnt haben. Daran sieht man m.E. Wie unterschiedlich Männer und Frauen lieben und das hat mich gegenüber Männern sehr vorsichtig gemacht, was das Eingehen einer neuen Beziehung angeht - lieber keine Gefühle in jemanden investieren, für den man so einfach austauschbar ist.
Ja, das kenne ich auch so, aus meinem Bekanntenkreis. Oft tauschen sich Witwen auf dem Friedhof ausgiebig aus und dann ist zu hören, dass sie sich jetzt sauwohl fühlen und sich keinen Mann mehr antun wollen. Obwohl der Friedhof als 1. Heiratsmarkt gilt ;-) Eine 87jährige Dame sagte sogar, sie würde keinen Wert mehr auf einen "Eierträger" legen, denn so gut wie jetzt wäre es ihr in ihrem ganzen Leben noch nicht gegangen. Ich muss heute noch grinsen, wenn ich daran denke.
 
G

Gast

  • #33
Ein Buch zu dem Thema : Vier minus drei . Autorin könnt ihr googeln. Inhalt . eine junge Frau und Mutter verliert ihren Mann und die beiden Kinder bei einem Unfall. Sie beschreibt ihren Trauerprozeß und auch dass sie nach ca. 6 Monaten einen neuen Partner hatte, mit dem sie eine Partnerschaft - nicht nur eine Notgemeinschaft lebte und noch lebt.

Ein Hinweis auf die Geschichte - macht mal Familienforschung. Früher gab es viele Tode "mitten im Leben" - Kindsbettod, Unfall, Krieg. Das soganannte Trauerjahr feht weitgehend - meistens waren die Menschen schon wenige Monate nach dem Tod des Ehepartners wieder verheiratet.

Threadstellerin - ich verstehe nicht, warum DU diese Frage gestellt hast. jeder - auch ein Witwer - darf sein Leben so leben, wie er will. Wenn dicheiner von diesen Witwern trifft und du seine Entscheidung nicht akzeptieren kannst - was sehr in Ordnung ist, genauso wie seine Entscheidung - dann kannst Du dich nach dem Kaffeetrinken doch höflich verabschieden und ihm ein ganz höfliches "Nein, nicht mit Ihnen" mailen. Ende
 
  • #34
.....2. Wahl???????? Dann hat das Schicksal es mit dir sehr gut gemeint, dass sich die 3xDamen nicht für dich interessiert haben. Wenn sie diesen Typ gewollt hätten, den du verkörperst, dann hätte diese 4x keine Rolle gespielt. Was für eine Abwertung, die nur anhand einer kalendarischen Zahl zustande kommt.
Doch, das ist schon so und im Grunde genommen ein Argument dafür, nicht allzu lange zu warten, bevor man sich wieder umsieht!

Für viele Verwitwete und so für mich auch, wäre der ideale neue Partner ungefähr das, was der verlorene Partner war, bevor alles begann. Das wäre bei mir eine Frau um die 30, denn in dem Alter wurde meine Frau krank und mein Lebensplan veränderte sich.

Ich würde gerne genau an der Stelle weiter machen, wo ich aufgehört habe ...mit einer Frau, die, so wie meine verstorbene Frau, in jedem Teilbereich mindestens eine "8-9" ist. "Anders" sollte wirklich nur "anders" sein und nicht "weniger"; meine Frau war vom Typ "Claudia Schiffer" und es wäre natürlich kein Problem wenn eine neue Frau vom Typ "Jennifer Love Hewett" wäre, also wirklich ganz anders, aber auf ähnlicher "Punktzahl"... bei Ausbildung, akademischen Abschlüssen, Job, Familie ähnlich.

Ich hatte tatsächlich letztes Jahr eine "Anbahnung" mit einer jungen Anwältin, bei der objektiv vieles gepasst hätte ....aber sie hatte "einen Knall" und saepe_inscia hat damals gut beschrieben, warum das so ist.

In der Klasse, in der ich suche und dann mit Anfang 30, damit man eine angemessene Kennenlernzeit hätte, irgendwann zusammenzieht, irgendwann heiratet, vielleicht (nochmal) ein Haus baut und dann noch 2-3 Kinder bekommt ...also so, als wäre die Uhr zurückgestellt ...hätte ich mit Ende 3x vielleicht noch gute Chancen gehabt. Jetzt mit Mitte 40 ist die Anzahl von Frauen, die einen 15 Jahre älteren Mann für so ein Lebensprojekt haben wollen begrenzt und die meisten von denen, die das eingehen würden, will ich nicht!

V.m45
 
  • #35
.....2. Wahl???????? Dann hat das Schicksal es mit dir sehr gut gemeint, dass sich die 3xDamen nicht für dich interessiert haben. Wenn sie diesen Typ gewollt hätten, den du verkörperst, dann hätte diese 4x keine Rolle gespielt. Was für eine Abwertung, die nur anhand einer kalendarischen Zahl zustande kommt.
Diese Abwertung kann auch ich nicht nachvollziehen. Das mögen Frauen wie Vikky und andere in diesem Forum so postulieren - meinem Erleben entspricht das ganz und gar nicht (mit rund 50 Lenzen auf dem immer noch geraden Buckel und ohne die von gewissen Damen anonym unterstellten Anzeichen früher Vergreisung). Ein Parallelthread über die Bedeutung von Altersunterschieden ist da aufschlussreicher als das Gezeter frustrierter Frauen, die mit Entsetzen feststellen müssen und irgendwie nicht begreifen wollen, dass mit fortschreitendem Alter auch ihre Attraktivität nicht mehr zunimmt.
 
  • #36
Dass für Männer Frauen recht leicht zu ersetzen sind,
...
Verwitwete Frauen, wollen nach einer unschönen Ehe nach meinen Erfahrungen eher keine neue Beziehung, sondern genießen die Freiheit. War die Ehe gut, haben sie meistens keinen Kopf für einen anderen Mann, sondern brauchen oft Jahre, bis sie sich an den Verlust des Partners gewöhnt haben. Daran sieht man m.E. Wie unterschiedlich Männer und Frauen lieben und das hat mich gegenüber Männern sehr vorsichtig gemacht, was das Eingehen einer neuen Beziehung angeht - lieber keine Gefühle in jemanden investieren, für den man so einfach austauschbar ist.
Schade für Sie - mit Ihren Vorurteilen verstellen Sie sich sehr viele Chancen - aus Angst vor dem Risiko, das es für beide Geschlechter gleichermaßen gibt. Es ist absurd, hier einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen zu postulieren.
 
  • #37
Frage:
Eine 87jährige Dame sagte sogar, sie würde keinen Wert mehr auf einen "Eierträger" legen, denn so gut wie jetzt wäre es ihr in ihrem ganzen Leben noch nicht gegangen. Ich muss heute noch grinsen, wenn ich daran denke.
Ist das Sexismus?
Wenn nein, wie sähe eine umgekehrte Aussage von Männern über Frauen aus - und wäre die dann auch nicht sexistisch?
 
  • #38
Ich habe keinen Partner durch den Tod verloren und maße mir auch nicht an da mitreden zu können.
Es geht aber um den Neustart zu früh...oder sind solche Witwer=kalt.
Hier sehe ich...wenn ich lese...nicht wirklich einen Unterschied!
Ob Witwer oder Geschiedener....man trifft regelmäßig jemanden, der absolut nicht durch ist,
Je älter man ist...um so mehr Erfahrungen hat man gemacht...
Ist man noch sehr jung und betritt...zb eine Riesenparty...sind die meisten Singles. Riesenauswahl und wenn die Anziehungskraft da war, hat man höchsten zwei Dinge "gecheckt"...solo oder Gigolo...Da noch keiner eine langjährige Lebensbeziehung hatte...war jemand, der seit 3 Monaten getrennt war...völlig ok. Mehr wurde nicht hinterfragt und auch keine Angst etwas falsch zu machen.
Je älter man wird...desto weniger Singles sind unter der Menge...und diese sind dann noch eine Summe ihres Lebens.
Mit denen man ggf schlechte Erfahrungen macht. Der eine wird immer älter...nur sein Frauentyp nicht...ab 4x ist dann auch dem 5x z alt. Der andere hasst auch nach 10 Jahren noch seine Ex und wird schon dadurch nicht mehr richtig herzlich...nicht abgeschlossen, altertümliches Weltbild.
Und all diese Erfahrungen, sorgen dafür dass wir viel mehr abchecken uns schützen wollen und somit sagen...Witwer der früh unterwegs ist...hat entweder nicht abgeschlossen oder ist gefühlskalt....Geschiedener, der zu früh unterwegs ist...hat entweder nicht abschlossen oder steckt noch hasserfüllt im Rosenkrieg...
So fühle ich mich von Valmonts Text angesprochen...obwohl ich eine Frau bin und keine Witwe.
Im allgemeinen hat ein Witwer aber kein negatives Frauenbild und eher Trauer als Hass in sich. Und ich persönlich kann Trauer da viel mehr akzeptieren als Hass. Und es ist doch egal, wann er getrennt ist...er hatte eine Liebe vorher und sollte nur daran glauben, dass es das nocheinmal gibt und nicht täglich vergleichen...Wobei er/sie ein Recht hat...die Liebe in sich für den verstorbenen Partner zu behalten
 
A

Ars_Vivendi

  • #39
Das wäre bei mir eine Frau um die 30, denn in dem Alter wurde meine Frau krank und mein Lebensplan veränderte sich.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber ist es wirklich zielführend, einen "Ersatz" für die verlorene Ehefrau zu suchen. Nicht nur in den Eigenschaften, sondern auch im Alter? Du bist doch auch um Jahre gealtert. Wenn ich ursprünglich mal den Plan hatte, mit 30 eine Familie mit einer gleichalten Frau zu gründen, kann ich doch auch jetzt mit 48 nicht so tun, als wäre dieser Plan noch genau so realisierbar. Ist es nicht an der Zeit, den Lebensplan umzustellen und vielleicht auch eine Frau mit Mitte dreissig zu akzeptieren?
Ich denke, das Leben muss irgendwann weitergehen. Mit einer neuen Partnerin, dann wenn der Witwer das für richtig hält und nicht seine Umgebung. Aber auch, ohne die neue Frau als "Ersatz" für die alte zu nehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass die ständigen Vergleiche die neue Partnerin überfordern...
 
A

Ars_Vivendi

  • #40
Und all diese Erfahrungen, sorgen dafür dass wir viel mehr abchecken uns schützen wollen und somit sagen...Witwer der früh unterwegs ist...hat entweder nicht abgeschlossen oder ist gefühlskalt....Geschiedener, der zu früh unterwegs ist...hat entweder nicht abschlossen oder steckt noch hasserfüllt im Rosenkrieg...
Das ist sicher richtig. Richtig ist aber auch, dass ich mit ü45 eine andere Frau suche als mit ü20. Und das wird den Frauen umgekehrt auch so gehen. Sicher spielen da die Erfahrungen hinein, die man gemacht hat.
Darüber hinaus ist aber auch die Lebenssituation eine ganz andere. In jungen Jahren habe ich eine Frau gesucht, mit der ich eine Familie gründen kann, jetzt suche ich eine Frau, mit der ich das Leben geniessen kann. Bei mir hat sich der Fokus damit verschoben und Frauen, die früher uninteressant waren, werden interessant, Frauen, die früher passend gewesen wären, passen heute nicht mehr. Mal abgesehen davon, dass sich meine Persönlichkeit auch geändert hat mit ensprechendem Einfluss auf die Wahl der Partnerin.
 
  • #41
ch hatte tatsächlich letztes Jahr eine "Anbahnung" mit einer jungen Anwältin, bei der objektiv vieles gepasst hätte ....aber sie hatte "einen Knall" und saepe_inscia hat damals gut beschrieben, warum das so ist.
.....eine akademische Ausbildung, Job etc.pp, ist noch kein Garant für die Elite, die du suchst. Das ist schönes Beiwerk, aber reicht nicht aus, um dein Herz zu berühren. Die wirkliche Elite zeichnet sich durch ganz andere Dinge aus. Für diese Wahrnehmung muß man sich öffnen und sich darauf einlassen können. Manchmal zwingen uns Schicksalsschläge auch dazu, unsere Denkrichtung zu ändern.......
 
G

Gast

  • #42
Selbstverständlich lieben Männer anders als Frauen. Das Problem sind nicht die Männer, sondern dass Frauen einfach mal aufhören, so romantisch und verträumt von Liebe zu denken, wie sie einfach nicht existiert. Jeder Mensch ist austauschbar. Das wollen romantische Ohren nicht hören, nüchtern betrachtet ist es aber so.

Männer suchen in einer Beziehung vorzugsweise Routine, System, Dach über dem Kopf, Versorgung, Sicherheit. Das ist für die meisten Männer Liebe und alles was man zum Leben braucht. Der Rest ist Schnickschnack. Ohne Frau verwahrlosen diese Männer regelrecht.
 
G

Gast

  • #43
Die meisten Menschen haben wohl einfach nur ein Problem damit, allein in Zeit und Kontinuum zu sein. Jeder hat nur begrenzte Lebenszeit, und möchte seine Grundbedürfnisse bis zum Lebensende hin absichern. Aber nur wenn die vorher gelebten Partnerschaften eigentlich ein Minusspiel waren oder, wenn sie gut waren, ihren emotionalen Zenit überschritten hatten, kann man sich relativ schnell neu binden, sonst braucht man halt trotzdem seine Zeit.
 
  • #44
Männer suchen in einer Beziehung vorzugsweise Routine, System, Dach über dem Kopf, Versorgung, Sicherheit. Das ist für die meisten Männer Liebe und alles was man zum Leben braucht. Der Rest ist Schnickschnack. Ohne Frau verwahrlosen diese Männer regelrecht.
Wow ! Das ist doch mal eine klare Ansage.
Bist du ein Mann, der so tickt, wie du es beschreibst oder eine verbitterte Frau ?

Im ersten Fall wäre es sehr nett und fair von dir, wenn du das deinen Kandidatinnen möglichst schnell sagen würdest, damit sie sich genauso schnell von dir verabschieden können. Denn was sollen sie dann mit dir ? Welche Frau sollte sich so etwas antun und warum ?

Im zweiten Fall tut es mir sehr leid, dass du offenbar nur schlechte Erfahrungen gemacht hast. Wahrscheinlich gibt es wirklich einige solcher Männer, aber der normale Mann ist ein normaler Mann mit Wünschen, Träumen, Gedanken und Gefühlen.
Wie die anderen normalen Menschen auch :)

w 48
 
  • #45
Hier sehe ich...wenn ich lese...nicht wirklich einen Unterschied!
Ob Witwer oder Geschiedener....man trifft regelmäßig jemanden, der absolut nicht durch ist,
Das stimmt.
Man könnte annehmen, dass man eher mit etwas abschließen kann, wenn es (durch den Tod) unwiderruflich vorbei ist.
Getrennt lebende oder geschiedene Personen können die Hoffnung hegen, irgendwann wieder zueinander zu finden und zurück zum Ex kommt öfter vor, als man denkt.
Bei Witwen oder Witwern besteht dagegen die Gefahr, dass sie ihre vorstorbenen Partner postum auf einen Sockel stellen und idealisieren, wenn die Ehe nicht gerade eine Katastrophe war.
Eine lebende Person wird diesen Status nie erreichen können.
Ich denke, für beide Fälle gilt, wenn man mit etwas noch nicht "durch" ist, sollte man keine andere Beziehung eingehen.
Auf die Suche nach einem neuen Partner sollte man sich nur begeben, wenn man - in jeder Hinsicht - frei ist.
 
G

Gast

  • #46
Jeder Mensch ist austauschbar. Das wollen romantische Ohren nicht hören, nüchtern betrachtet ist es aber so.
Das mag in den meisten Fällen so sein, doch es gibt auch Menschen, die nicht so denken.
Z.B. Männer, die eine Frau liebten, die einen anderen geheiratet hat. Weil die Frau für sie nicht austauschbar war, haben sie selbst nie geheiratet. Frauen, die ebenfalls alleine blieben, weil der Mann, den sie liebten, sich anderweitig orientiert hatte. Verwitwete, die nach dem Tod ihrer Partner alleine geblieben sind. Das kommt immer wieder vor, nicht nur im Film, sondern in der Realität, weil eben nicht für jeden ein Mensch austauschbar ist.
 
  • #47
Du bist doch auch um Jahre gealtert. Wenn ich ursprünglich mal den Plan hatte, mit 30 eine Familie mit einer gleichalten Frau zu gründen, kann ich doch auch jetzt mit 48 nicht so tun, als wäre dieser Plan noch genau so realisierbar. Ist es nicht an der Zeit, den Lebensplan umzustellen und vielleicht auch eine Frau mit Mitte dreissig zu akzeptieren?
Natürlich suche ich nicht nur Frauen von Anfang 30, aber in diesem Thread geht es doch darum, wie schnell man nach einer Verwitwung wieder suchen sollte/darf und in dem Kontext sind meine 4 Jahre genauso pathologisch, wie die 4 Wochen oder 4 Monate.

Ein paar Jahre machen da unglaublich viel aus und während gerade unter Akademikerinnen Anfang 30 noch viele keine Kinder haben, aber welche wollen, ist es Mitte oder Ende 30 so, dass die meisten Kinder haben und keine weiteren wollen.

Eigentlich ist der richtige Altersbereich für mich ja sowieso eine 4x Frau und ich suche auch bis ca. 50, aber dann natürlich nur ganz ohne Kinder, auch keine erwachsenen! Auf der anderen Seite kommt in diesem Bereich aber auch keine Frau in Frage, die niemals Kinder wollte, denn ich bin sehr kinderlieb.

Ich glaube, nach einem Jahr hätte ich aktiv werden sollen, denn die längere Trauerzeit bringt mir jetzt zusätzliche Trauer ...nicht mehr Trauer um meine Frau, sondern die Trauer nicht so leben zu können wie ich möchte ...nämlich in einer Familie mit (zumindest auch eigenen) Kindern.

V.m45
 
M

Mooseba

  • #48
Was bitte soll dieser billige Moralismus? Das Leben ist doch viel zu kurz, um sich ständig mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Warum soll das bei einem Todesfall auf einmal anders sein? Und wer rationale Antworten nicht verträgt, ist immer noch nicht erwachsen.
 
  • #49
Eigentlich ist der richtige Altersbereich für mich ja sowieso eine 4x Frau und ich suche auch bis ca. 50, aber dann natürlich nur ganz ohne Kinder, auch keine erwachsenen! Auf der anderen Seite kommt in diesem Bereich aber auch keine Frau in Frage, die niemals Kinder wollte, denn ich bin sehr kinderlieb.
...das ist sehr widersprüchlich und ich glaube, du stehst dir selber im Wege.
Wenn du die Trauerzeit gebraucht hast, dann hättest du auf keinen Fall nach einem Jahr sollen.....Mit 45 Jahren hast du noch jede Menge Möglichkeiten, deine Liebe zu Kindern in einer bestehenden Familie mit Kindern zu leben. Auch fremde Kinder können eine Bereicherung sein und einem sehr nahe ans Herz wachsen. Und hoppla, wollen nicht gerade Frauen, die sich beruflich erst etablieren wollten, nicht erst Ende 30, bzw. 40 Kinder?????????
 
G

Gast

  • #50
Selbstverständlich lieben Männer anders als Frauen. Das Problem sind nicht die Männer, sondern dass Frauen einfach mal aufhören, so romantisch und verträumt von Liebe zu denken, wie sie einfach nicht existiert. Jeder Mensch ist austauschbar......Ohne Frau verwahrlosen diese Männer regelrecht.
Das ist doch den meisten Frauen egal, jedenfalls denjenigen, die finanziell nicht auf einen Mann angewiesen und eigenständige Persoenlichkeiten sind, sodass sie allein leben können.

Warum sollte eine Frau sich für einen Mann interessieren, für den sie austauschabr ist - nur damit er sozial, gesundheitlich und emotionalnicht verwahrlost?
Tut mir echt Leid für die schlechte Nachricht: tun die Frauen mit zunehmendem Alter nicht mehr. Sie sind nicht die Caritas für Männerversorgung.

Wenn der Mann nicht zu einer Beziehung fähig ist, in der die Frau nicht austauschbar ist, wird er zunehmend allein bleiben müssen. Die Frauen lassen nicht von ihren Vorstellungen über Liebe und Partnerschaft.
Eine Frau, die halbwegs autonom ist, 2-3 Lebensabschnitts**** erlebt oder in ihrem Umfeld gesehen hat, ist sehr zurückhaltend mit dem Eingehen einer neuen Partnerschaft und das trifft besonders Witwer, weil i.d.R. ja schon älter, d.h. sie treffen auf Frauen, die diese Lebenserfahrung schon haben, weil sie immer Single waren oder durch eine Scheidung richtig was gelernt haben.

Das meiste Glück auf neue Partnerschaft kann ein Witwer bei einer Witwe aus guter Ehe haben, die sich ebenfalls mit Langzeitbeziehungen auskennt und die nicht viel Datingerfahrungen hat.
 
G

Gast

  • #51
Diese Abwertung kann auch ich nicht nachvollziehen. Das mögen Frauen wie Vikky und andere in diesem Forum so postulieren - meinem Erleben entspricht das ganz und gar nicht (mit rund 50 Lenzen auf dem immer noch geraden Buckel und ohne die von gewissen Damen anonym unterstellten Anzeichen früher Vergreisung).... das Gezeter frustrierter Frauen, die mit Entsetzen feststellen müssen und irgendwie nicht begreifen wollen, dass mit fortschreitendem Alter auch ihre Attraktivität nicht mehr zunimmt.
Das ist mal wieder Die Antwort eines sich selbst überschätzenden Mannes, der versucht Frauen klein zu machen - gelingt aber nicht, weil die Argumentation zu schwach ist. Deine Latte liegt dann wohl auf Kniehoehe und nicht auf Valmonts Niveau. Insofern ist Dein "Erfolg" auch nicht verwunderlich.

Jeder, der hier einige Zeit mitliest, weiß welche Anforderungen Valmont an eine Frau stellt und genau darauf zielt doch die Aussage ab, dass für diese Liga Frau, die Valmont sucht, er nur noch die zweite Wahl ist.
Valmont ist ein intelligenter Mann. Der hat verstanden, dass es keine Abwertung und kein frustriertes Frauengezeter ist, sondern sich mit seinen mehrjährigen Erfahrungen bei der Partnersuche deckt. Da macht ihn die Eitelkeit nicht blind sondern er bleibt realistisch.
Darüberhinaus schreibt das Leben seine eigene Geschichte und da treffen immer wieder Menschen aufeinander, von denen man dann überrascht feststellt, dass sie ein gutes, sich liebendes Paar sind, obwohl erst mal viel dagegen sprach. Das sind aber Dinge aus dem echten Leben, nicht aus dem Onlinedating.

Anders als Valmont glaube ich, dass die Trauer von ganz jungen Menschen, denen ein geliebter Partner entrissen wurde nicht leichter zu verkraften ist, als die von älteren Menschen und sie haben auch nicht unbedingt mehr Chancen, wegen ihres Lebensalters einen nueen Partner zu finden. Ihre Liebe und ihre Kenntnisse über das Leben enthalten wenige schlechte Erfahrungen, auch wenig Erfahrung mit dem Tod. Da haben Ältere eher einen Vorteil durch Lebenserfahrung, sie wissen, es kann eine neue Liebe kommen und nach dem Tod des Partners geht es weiter. Das haben sie bei anderen gesehen, nicht unbedingt übermorgen, aber nach einiger Zeit.

Jedenfalls habe ich bei jungen Menschen schwerere und länger anhaltende Trauer gesehen, als bei Menschen im mittleren Lebensalter.
 
  • #52
In der Supervision sagt man...wenn man nur: Das geht nicht denkt. Du nur Kontrapunkte sammelt, bewegt man sich nie auf ein Ziel zu.
Es geschieht nichts Gutes ausser man tut es!
Ein Witwer, der recht früh auf Freiersfüssen ist, fliegt raus oder man unterhält sich mit ihm und erlebt ihn und seine Geschichte.
Der Geschiedene hat immer Wut in sich oder man erlebt jemanden, der gerade deshalb weiss, er hat Fehler gemacht und offener und angagierter ist.
Und was Kinder angeht...
Ich liebe meinen Vater, er kam in mein Leben, da war ich 19J und mit 43j wurde ich adoptiert. Er ist immer für uns da und wir für ihn...auch wenn er irgendwann einmal Hilfe braucht oder krank wird. Dank Dir Papa und voll krass cooler Opa...dass Du immer gesagt hast : man nimmt das ganze Paket, der Rest ist Duschen ohne nass zu werden.
 
G

Gast

  • #53
Wenn der Mann nicht zu einer Beziehung fähig ist, in der die Frau nicht austauschbar ist, wird er zunehmend allein bleiben müssen. Die Frauen lassen nicht von ihren Vorstellungen über Liebe und Partnerschaft.
Eine Frau, die halbwegs autonom ist, 2-3 Lebensabschnitts**** erlebt (....)
Genau so ist es. Viel lieber keinen Mann, als einen für den ich austauschbar bin.
Zum Glück ticken ja nicht alle Männer so.

Eine partnerschaftliche Beziehung ist mehr als eine WG mit Sex und gegenseitiger Unterstützung im Notfall.
Man verschmilzt emotional bis zu einem gewissen Punkt. Es sind nicht mehr zwei getrennte "Leben" die man da führt.
Leidet mein Partner, geht es auch mir nicht gut, ist er glücklich, schlägt auch mein Herz freudiger.
Man fühlt und denkt mit und für den anderen mit. Eine solch enge Symbiose kann man nicht heute beschließen und morgen umsetzen. Sie entsteht aus zwei zarten Pflänzchen, welche langsam und mit viel Pflege sowie Fürsorge wachsen. Miteinander verwachsen.

Wie kann dieser Teil einfach ersetzbar sein?

Vor zwei Jahren starben meine Eltern, zu denen ich eine innige Bindung hatte. Ich habe super Schwiegereltern, welche mich lieben und immer für mich da sind, dennoch ersetzen sie mir nicht den Verlust meiner Eltern. Mit diesen Verband mich mehr als Sympathie, Wertschätzung und Nähe.

Nun verbringe ich mit meinem Mann wesentlich mehr Zeit, intensivere Zeit, als mit meinen Eltern. Selbst im Schlaf, höre ich wenn er ungewohnte Geräusche von sich gibt und wache auf. Umarme ich ihn, fühlt sich sein Körper wie ein erweiterter Teil meiner Selbst an. Er ist seit zwanzig Jahren mein Herzensmensch, so nah und vertraut wie ich es mir selbst bin. Niemand könnte ihn mir je ersetzen.
Nein, er ist nicht austauschbar.
Aber vielleicht, würde ich es wieder, irgendwann schaffen, ein neues, kleines Pflänzchen mit jemanden, zu setzen.Dann aber wieder nur mit jemanden, der sich ebenso intensiv einzulassen bereit ist. Und für den Menschen nicht austauschbar sind.
 
  • #54
Mit 45 Jahren hast du noch jede Menge Möglichkeiten, deine Liebe zu Kindern in einer bestehenden Familie mit Kindern zu leben. Auch fremde Kinder können eine Bereicherung sein und einem sehr nahe ans Herz wachsen.
"Auch" wäre ja in Ordnung, aber eben nur, wenn "auch" mindestens noch ein gemeinsames Kind möglich ist! Ein gemeinsames Kind ist wie eine Art "genetischer Klebstoff". Die vorhandenen Kinder sind mit dem Halbgeschwisterchen genetisch über die Mutter verwand und man selbe rist es auch. So etwas ist eine mächtige Brücke!

Auch wenn es von alleinerziehenden Frauen, die keine Kinder mehr bekommen können (*) oder wollen, nicht gerne gehört wird, aber die Kinder sind brutal in der Bewertung ihrer Bindung zu einem Stiefvater. Am plastischsten ist das nach einer Trennung der Stiefeltern zu sehen ...da gibt es fast nie Kontakte zum ehemaligen Stiefvater, auch nicht, wenn man mehr als 10 Jahre in einen gemeinsamen Haushalt lebte. Auf der aderen Seite ist es aber gar nicht so selten, dass Kinder ihren "verschollenen" (genetischen) Vater am anderen Ende der Welt, z.B. in Australien suchen ...auch wenn sie ihn noch nie gesehen haben und er sich niemals kümmerte.

Mit dem (*) sind wir übrigens wieder bei dem Grundthema des Threads: Eine zu lange Trauerzeit kann dazu führen, dass sich bestimtme Paare danach gar nicht mehr finden (können). Bei Frauen, weil dann gar keine weiteren Kinder (der "Klebstoff" für die neue Beziehung) mehr biologisch möglich sind; bei Männern, weil sie irgendwan in die sugar daddy Fraktion abdriften.

V.m45
 
  • #55
Wer bestimmt schon, was zu lange und zu kurz ist? Ausschließlich derjenige, den es betrifft, niemand sonst. In diesem Thread ist, bis auf die Meldungen der wenigen und immer gleichen besonnenen, nicht moralinsauren Foristen/-innen, mal wieder wunderbar zu sehen, wie überrepräsentiert hier doch diejenigen sind, die glauben, dass ausnahmslos jeder und jede so agieren muss, wie sie sich das in ihrer Puppenstubenwelt ausmalen und fortan der Überzeugung sind, dass die Welt genauso funktionieren muss, weil sonst der moralische Untergang des Abendlandes droht. Da werden sofort und natürlich nur dem, ach, so bösen anderen Geschlecht Charakterlosigkeit, Gefühlskälte und mangelnde Aufarbeitungsbereitschaft unterstellt, als bekäme man es bezahlt. Zu begreifen, dass Trauer ganz unterschiedliche Gesichter hat, dass auch eine neue Beziehung nicht bedeutet, dass man um den verstorbenen Partner nicht dennoch trauert, dass jeder - sogar ein Mann, huch! - das Recht darauf hat weiterzuleben, wie er es für richtig hält, wenn er jemanden findet, der mit seiner latenten Trauer umgehen kann - vielleicht auch nur, weil auch er/sie schon einmal jemanden auf tragische Weise verloren hat - dies alles ist in der hier so verbreiteten So-ist-es-richtig-einfach-weil-ich-es-richtig-Finde-Attitüde und diesem ungeheuren Anspruch an Allgemeingültigkeit der eigenen Werte und Überzeugungen nicht vorgesehen.
 
  • #56
Hallo und guten Morgen,
soeben habe ich mit Interesse diesen Thread hier gelesen und kann aus persönlicher Sicht folgendes dazu schreiben.
Ich habe meinen Mann vor drei Jahren verloren und weil ich so einen Tunnelblick hatte - ich wollte es nicht wahrhaben, dass mein Mann verstorben ist- wäre ich am liebsten irgendeine Beziehung eingegangen. Die Geborgenheit, Zärtlichkeit, Gespräche und gemeinsame Unternehmungen fehlten. Ich hatte ständig das Gefühl, ich bin alleine...da können einem auch die Freunde nicht helfen, die immer mit dem Partner auftreten. Es schmerzte furchtbar.
Hätte ich mich auf eine Beziehung eingelassen, wäre es vielleicht etwas unfair gegenüber dem neuen Partner gewesen, denn mein verstorbener Mann, hat kopfmäßig, noch lange Zeit nach dem Tod meinen Alltag beherrscht bzw. ich konnte nicht loslassen. Heute nach drei Jahren, gehe ich ganz anders durch die Welt... ich fühle mich frei und es geht mir richtig gut :) Ja, ich kann das Alleinsein genießen und flirte hin und wieder auch mal. Mein Mann wird immer im Herzen sein und ich werde tgl. an ihn erinnert, dafür sorgen meine Kinder :) Der Schmerz hat nachgelassen und der Blick geht nicht mehr zurück sondern er ist vorausschauend.

Anderthalb Jahre nach dem Tod meines Mannes, ist meine Schwester verstorben. Mein Schwager fand nach einem halben Jahr eine neue Freundin und ich finde es gut, weil sie ihm gut tut. Anfänglich fand ich es auch befremdlich, aber er hat vier Jahre meine Schwester gepflegt und stand ihr bis zur letzten Sekunde zur Seite.

Heute denke ich einfach nur - er hat das Glück verdient -.

Keiner kann Urteilen, der den Weg noch nicht gegangen ist.