• #1

Neuer Partner - darf das "fremde" Kind ins gemeinsame Bett?

Neuer Partner - darf das "fremde" Kind ins gemeinsame Bett?

Bei der Frage nach "Hund im Bett?" Gilt für mich ganz klar: Nie und nimmer, aus den im Nachbarthread genannten Gründen! In diesem Zusammenhang erwähnte Constanze ihr Kind, dass bei ihr im Bett schlafen darf. Jedoch sind es beim Thema "Kind im Bett?" gänzlich andere Argumente, die dafür oder dagegen sprechen könnten. - Außer einem: Akzeptiert ein NEUER Partner, dass das Kind weiterhin im gemeinsamen Bett schläft?
 
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  • #2
Nie im Leben! Geht garnicht. Mein Kind hat nie bei mir im Bett geschlafen, von Anfang an nicht. Und mit meinem neuen Partner will ich UNS genießen und nicht Rücksicht nehmen auf ein waches oder schlafendes Kind. w/42
 
  • #3
Wenn ich schon angesprochen werde, muß ich mich ja mal äußern. Bis vor kurzem hat mein Sechsjähriger auch immer in seinem Bett geschlafen. Bis es "Gespenster in seinem Kinderzimmer gab". Soll ich einem ängstlichen Kind soetwas verweigern?
Nach der Geburt des Kindes hatte ich auch auf eine neue Partnerschaft binnen 2-3 Jahren gehofft und darauf geachtet, daß mein Kind in seinem Bett schläft. Inzwischen glaube ich nicht mehr daran und wenn mein Kind mütterliche Nähe braucht - warum nicht?

In einer neuen Partnerschaft würde ich ihm allerdings klarmachen, daß er ab sofort wieder zurückmarschiert ins eigene Kinderzimmer. Eine Ausnahme ist das morgendliche kurze Hereinkuscheln vor dem Aufstehen.
 
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  • #4
Meine Tochter schläft zwar hin und wieder in meinem Bett, wenn wir alleine sind, aber sie würde NIE zu mir ins Bett kommen, wenn mein Partner mit darin schläft (Wochenendbeziehung). Das wurde auch nie diskutiert. Sie will es von sich aus nicht. Also stellte sich die Frage, ob mein Partner das akzeptieren würde, gar nicht.
 
  • #5
Ob die Zweisamkeit wirklich Spaß macht, wenn im Nebenzimmer ein Kind weint?

Ich hatte zwei Neurodermitis-Kinder (hat sich bei beiden in der Pubertät gelegt), die jede Nacht ab ca. 2 Uhr wegen des Juckreizes wach geworden sind und nur schwer wieder zur Ruhe kamen. Da ich es weder körperlich noch geistig bewältigt hätte, jede Nacht von 2 bis 6 Uhr an einem Kinderbett zu sitzen, habe ich beide Kinder einfach mit in unser Bett genommen.
Weder die Kinder noch ich oder die Partnerschaft haben davon einen Schaden abbekommen!

Ich denke, daß es ok ist, wenn die Kinder Nähe brauchen.
Manche Leute nehmen ihre Kinder auch deshalb mit ins Bett, weil sie selbst Nähe brauchen (grenzwertig!), vor allem dann, wenn sie beim Auftauchen eines Mannes ausquartiert werden... als wirklich negativ empfinde ich es, wenn ein Kind im Bett der Vermeidung von Sexualität mit dem Partner dient - daß ist dann schon fast Mißbrauch.
 
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  • #6
Ich akzeptiere es nicht mal als Mutter ......
Meine Kinder, inzwischen Mitte 20, wollten von sich aus nicht mit ins Ehebett.
Das war meinem Exmann und mir nur recht.
Natürlich hatten sie bei Bedarf immer unsere Nähe, bei Krankheiten, schlechten Träumen etc. war einer von uns in IHREM Zimmer.
Mich betrifft es heute nicht mehr, mein Partner hat auch 2 erwachsene Kinder.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich nach meiner Scheidung auch nur nach Partnern ohne (Klein)Kinder Ausschau gehalten.
w45
 
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  • #7
Ich würde mich nach einer gewissen Eingewöhnungszeit mit der Partnerin, wenn ich das Gefühl habe , dass "das" von Dauer ist darüber freuen, wenn der Nachwuchs gelegentlich ein paar Stunden zum kuscheln im Bett ist. Ich kann mir gut vorstellen ein "fremdes" Kind ähnlich wie ein eigenes zu behandeln.

Mittlerweile wäre ich aber sehr viel vorsichtiger als früher mit Zärtlichkeiten, ich möchte nicht in die Nähe der Pädophilenschublade kommen. Z.B hätte ich früher auch mit einem fremden Kleinkind geduscht, gebadet wenn es mag , das würde ich heute nicht mehr tun, bzw. es mir sehr genau überlegen und wahrscheinlich auch explizit die Erlaubnis einholen. Das nimmt Spontaneität aber das muss wohl sein.

M
 
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  • #8
@2 Constanze
Dass ein kleines Kind im Bett der Mutter bzw. der Eltern schläft, dagegen habe ich nichts; es ist natürlich und in den meisten Teilen der Welt so.

Allerdings - 6 Jahre. Hm. Solange du Single bist und es für dich und dein Kind in Ordnung und schön und angenehm ist, schadet es bestimmt nicht.

Aber wie willst du deinem Sohn "klarmachen, daß er ab sofort wieder zurückmarschiert ins eigene Kinderzimmer", wenn du mit einem Mann das Bett teilst? Das kann ein Kind nicht verstehen! Es wird das als ungerecht und gemein empfinden - und es wird ihn sofort gegen den neuen Partner einnehmen. Er wird als Eindringling empfunden, der ihm den kuscheligen Platz neben der Mama wegnimmt. Warum und wozu Erwachsene Intimsphäre wollen und brauchen - das kann er in dem Alter noch nicht verstehen. Konflikte und Tränen, Protest und Geschrei sind also vorprogrammiert. Das ist für niemanden schön, für dein Kind nicht, für dich nicht und für den neuen Partner schon gar nicht.
Und da wundern sich so viele AE-Mütter, warum es so schwer ist, einen Partner zu finden!

Falls du WIRKLICH einen Mann suchst, dann gewöhne deinen Sohn allmählich daran, allein zu schlafen. Ein Schulkind sollte das auch allmählich können. Sonst wird er Schock für ihn groß, wenn er plötzlich etwas nicht mehr darf, was er immer durfte. Er wird es nicht verstehen.
 
  • #9
Heute hat sich das ja mit erwachsenen Kindern erledigt.

Früher haben unsere Kinder auch nicht in unseren Betten geschlafen.

Aber natürlich gab es Ausnahmen. Wenn sie z. B. echt krank waren und dadurch ein großes Nähebedürfnis vorhanden war. Es ist so viel leichter, ein Kind zu trösten und zu beruhigen, wenn es im Arm von Mama oder Papa einschlafen kann. Meistens lassen sie sich sogar später ins eigene Bett legen, ohne aufzuwachen.

Und an den Sonntagmorgen, da gab es auch öfter mal Kuschelminuten und/oder mal eine Kissenschlacht, oder mal eine vorgelesene Geschichte im Elternbett. Sie haben und mußten aber vorher immer anklopfen.

Ich finde, solche Momente gehören auch zu einer geborgenen und glücklichen Kindheit. Kein Kind sollte darauf verzichten müssen.

Natürlich ist das auch alles eine Altersfrage und sollte entsprechend behandelt werden (so bis. max. 6/7 Jahren). Mit Schulbeginn wurden diese Momente auch immer seltener gewünscht und hörten ganz von selbst auf. Das ist eine ganz normale Entwicklung.

Schlafen sollten Kinder immer in ihren eigenen Betten, aber Gelegenheit zum gelegentlichen Kuscheln mit den Eltern, die sollte man ihnen schon gewähren, meine ich. - Unseren Kindern hat das jedenfalls nicht geschadet - und uns auch nicht. :)
 
  • #10
@Constanze: Würdest Du denn einen neuen Partner mit Deinem Kind im Bett kuscheln lassen im Rahmen des von Dir genannten "morgendlichen Herankuschelns"? Glaubst Du ernsthaft, ein Partner würde das akzeptieren, wo er sich doch bestimmt auch morgens gerne aus ganz anderen Gründen herankuscheln würde? Wäre es klug, einem Kind das Betreten der partnerschaftlichen Schlafzimmers zu erlauben, anstatt es kategorisch auszuschließen, so dass entspannte Sexualität überhaupt möglich wird?

@Fragesteller: Also ich denke nicht, dass es viele Mütter geben wird, die ihr kleines Kind mit einem fremden Mann im Bett kuscheln lassen wollen. Ich glaube auch, dass es nur extrem wenige Männer gibt, die mit fremden Kindern ins Bett (!) wollen -- hier sollte man ganz klare Regeln haben, unzwar: Das Schlafzimmer der Eltern (der Mutter mit Partner) gehört den Eltern und wird nicht betreten, außer für ganz explizite Einladungen zum Toben am Morgen. Wie soll elterliche Sexualität entspannt und erfüllend möglich werden, wenn jederzeit das Kind hereinkommen kann oder gar ausgerechnet die schönen Wochenend-Morgende blockiert? Also ich möchte keineswegs auf langen, entspannten Sex am Morgen verzichten -- Männer bestimmt erst recht nicht.

Die ganze Diskussion offenbart wieder das typische Dilemma der Alleinerziehenden: Was sich in intakten Familien problemlos leben lässt, verursacht in Patchwork-Familien Probleme. Sexualität und Familie lassen sich mit neuem Partner einfach nicht so gut verbinden -- sicherlich, nach einigen Jahren womöglich schon, aber nicht in der Anfangsphase. Und genau diese Anfangsphase entscheidet aber über Wohlbefinden, Zusammenhalt, Problembelastung und letztlich damit über den Bestand und den Erfüllungsgrad einer neuer Partnerschaft.

Wie würde ich reagieren, wenn ein Mann mit Kind seinen Sohn mit ins Bett holt? Sorry, da hört der Spaß auf. Ich freue mich doch nicht auf Wochenende mit neuem Partner, um dann mit dessen Sohn zu schmusen, anstatt unsere Partnerschaft zu genießen. Manchmal ist das alles dermaßen unrealistisch, dermaßen schöngeredet, dass ich es einfach nicht mehr fassen kann. Ich weiß schon, warum ich Alleinerziehende oder generell Männer mit Kindern kategorisch ablehne.
 
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  • #11
Genau drum habe ich lange nur Affären gehabt, als meine Tochter noch klein war. So hatte ich meinen Spass, wenn sie bei Papa war und konnte sie ohne Diskussionen / Probleme zu mir ins Bett einladen wenn sie das brauchteund ich allein mit ihr zu Hause war.

Nun ist sie im Teenie-Alter, schläft morgens sowieso bis am Mittag am Wochenende und mein neuer Partner und ich haben alle Zeit der Welt, ungestört zu kuscheln.

Uebrigens : kleinen Kindern den Zugang zum Schlafzimmer zu verbieten ist wohl etwas unrealistisch, aber man kann sicher vereinbaren, dass sie klopfen, bevor sie reinkommen, genau so wie man auch klopft, bevor man in ihr Kinderzimmer geht. Und auch in intakten Familien kommt es wohl nicht so oft zum Sex am Morgen, wenn die Kinder schon wach sind und man lieber nachschauen geht, was sie so machen, als nachher nutellabekleckerte Kleine auf dem Ledersofa vorm Fernseher vorzufinden... <MOD: Sticheleien entfernt!>.
 
  • #12
@8: Bitte lies meine oben stehenden Ausführungen. Er hat bis dato IMMER in seinem Bett geschlafen. Zur Zeit braucht er sehr körperliche Nähe, er weint, wenn er sich nicht an mich kuscheln darf. Ich hatte es auch immer strikt vermieden (als er Baby war, hatte ich sowieso Angst, daß ich ihn beim Umdrehen zerdrücke...), aber so herzlos will ich ja nun auch nicht sein. Ich sehe es als vorübergehende Phase an.

@9: Morgens ist mir nach vielem zumute, aber bestimmt nicht nach Sex, sondern eher nach einem ordentlichen Frühstück. Ja, natürlich, kann in einer neuen funktionierenden Beziehung mit gegenseitiger Liebe und Wertschätzung der neue Partner auch mit dem Kind kuscheln. Kinder merken sehr schnell, wer sie gern hat und wer nicht.
Ich kann Deine Äußerungen über den Unterschied zwischen AE und sog. "intakten Familien" nicht nachvollziehen. Das Problem mit den Kindern im Bett stellt sich doch in jeder Familie mit Kindern! Ich denke mal, Dir fehlt es ein wenig an Empathie und grundsätzlicher Kinderliebe?
 
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  • #13
Ich hatte mal eine Freundin, bei der das 6jährige Kind noch im Bett schlief. Sie hatte noch eine zweite Wohnung im der Nähe ihres Arbeitsplatzes, wo es auch so war.

Das ganze hatte eine Historie (u.a.) nicht komplett verarbeiteter Tod ihrer Mutter.

Im Ergebnis war es so, dass das Kind zum Partnerersatz geworden ist. Das ist weder gut für das Kind noch für den Partner.

Ausnahmen, wie Kind ist krank oder hat mal schlecht geträumt, sind natürlich ok. Gespenster im Schlafzimmer des Kindes finde ich hingegen nicht wirklich überzeugend. Letzterem nachzugeben halte ich nicht für gut - auch nicht für die Entwicklung des Kindes.

Mütter, die Kinder oftmals in ihrem Bett schlafen lassen, sollten m.E. mal kritisch in sich schau'n und sich die Frage stellen, ob sie das für das Kind oder vielleicht doch eher für sich tun.
 
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  • #14
Nr 7 zum 2.

Ich habe grosse Kinder und hatte auch eine Beziehung mit einer Frau mit kleinen Kindern. Wie häufig so eine Konstellation ist weiss ich nicht, ist mir auch egal. Die Beziehung ist definitiv weder wegen zu wenig Sex noch wegen der Kinder gescheitert. Ich rede nicht schön, es war schön. Probieren geht über dozieren.
 
  • #15
Ich finde es nahezu unmenschlich ein Kind kategorisch aus dem partnerschaftlichen Schlafzimmer auszuschließen. Das geht gar nicht. Und zwar weder bei einer angeblich intakten "Normalfamilie" noch bei einer Patchworkkonstellation.
Eine entspannte Sexualität der Eltern/Partner wird dadurch nicht behindert. Schließlich dauert der Akt keine 8 Stunden. Und für diese Zeit gibt es die Möglichkeit, die Türe von innen abzuschließen. Meinen Kindern habe ich vermittelt, dass sie jederzeit zur mir/uns ins Bett kommen können. Sollte die Tür verriegelt sein, möchten wir gerne allein sein.
Das haben sie ganz unkompliziert verstanden und fühlten sich nie ausgegrenzt.

Im Übrigen halte ich eine solche Vorgehensweise für nicht praktikabel. Ein kleines verschlafenes Kind macht sich nicht erst durch Klopfzeichen bemerkbar. Es steht mitten in der Nacht unverhofft in der Tür. Und wenn hinter dieser unverriegelten Tür die Eltern/Partner gerade iher entspannten Sexualität freien Lauf lassen, ist das für alle Beteiligten einfach unmöglich.
 
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  • #16
Kinder haben ihre eigenen Zimmer und nichts, aber auch garnichts im Elternbett zu suchen. Weder bei intakter Familie noch so. Dies ist doch nur das Gefasel alleinerziehender Mütter, die nichts anderes zum Kuscheln haben, oder von Ehefrauen, die mit ihren Männern nichts mehr zu tun haben wollen und ein Alibi für NICHT-SEX brauchen.

Mein Kind (9) klopft, wenn es morgens mal wirklich ins Zimmer kommen möchte. Dies ist jedoch auch nur in Ausnahmefällen notwendig. Das ist Erziehungssache und auch Stil, denn ich klopfe bei geschlossener Tür ebenso beim Kinderzimmer! - denn Sex am Morgen ist super, und bitte ohne Angst, dass ein Kind reingestürmt kommt.
 
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  • #17
von 8 an 11
Constanze, ich habe genau gelesen und auch verstanden, was du geschrieben hast.
ZUR ZEIT schläft dein Sohn in deinem Bett. Es wird eine vorübergehende Phase sein, das habe ich genauso begriffen.

Ich meinte nur, wenn du jetzt bald, also innerhalb dieser Phase, in der dein Kind nachts sehr deine Nähe sucht, einen Mann kennenlernst und dann plötzlich von deinem Sohn verlangst, dass er wieder in seinem Bett schläft, so wie er es auch früher getan hat - das wird er nicht verstehen und es wird nicht dazu beitragen, dass er den Mann gern hat, der ihn von seinem Platz vertreibt.
Ich kann gut verstehen, dass du ihn jetzt nicht auf einmal verjagen willst, das fände ich auch herzlos. Aber wenn du es genau in dem Augenblick tust, wenn wieder ein Mann das Bett mit dir teilt, dann wird es Tränen geben. Nur das wollte ich sagen und dir daher raten, ihn langsam, so lange du noch Single bist, daran zu gewöhnen, dass er wieder in seinem Bett schläft. Wenn die Mama wieder einen Partner hat, das ist für ein kleines Kind sowieso nicht einfach. Wenn dann der fremde Mann noch als Eindringling betrachtet wird, der plötzlich dem Kind angestammte Rechte wegnimmt, dann gibt es Probleme, und das ist dann wirklich herzlos.
 
  • #18
Ich stimme #12 und #15 zu:
Ein Kind hat im Schlafzimmer bis auf die schon genannten Ausnahmen ( Krankheit...) nichts zu suchen.
Dabei macht es aus meiner Sicht auch gar keinen Unterschied, ob alleinerziehend oder Partnerschaft.
Das Argument "Kindeswohl" halte ich in der Regel für vorgeschoben, die Mütter bedienen dabei ihre eigenen Bedürfnisse, sei es um ihre eigene Einsamkeit nicht spüren zu wollen oder die körperliche Nähe des Mannes einzuschränken.
Das gewohnheitsmäßige Schlafen eines Kindes im Schlafzimmer halte ich grundsätzlich für nicht entwicklungsförderlich.
Sofern ein Kind älter als 10 Jahre ist und gewohnheitsmäßig im Bett des gegengeschlechtlichen Elternteils schläft, halte ich das sogar für schädigend.
 
  • #19
Dabei habe ich die Frage , ob das "fremde" Kind in das " gemeinsame" Bett darf, vergessen.
Meine Antwort ist da natürlich ganz klar : Auf gar keinen Fall .
 
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  • #20
Stimme Samira zu, wie krank ist das denn, das eigene Kind, aus dem Schlafzimmer zu verbannen und das Betreten gar zu verbieten, nur weil man da ab und zu Sex hat.
Anfangs standen die Baby betten im elterlichen Schlafzimmer. Zeitweise schliefen meine Kinder auch im ehelichen Bett (mit Ehemann) (- so wie Tierbabys bei ihren Müttern schlafen.)
Das hat unserem Sex-Leben damals keinen Abbruch getan, und diese Einstellung - Kinder im Schlafzimmer - auf die Einstellungen von Alleinerziehende vs. intakten Familien herabzuziehen zeugt einfach nur von klischeehaftem Denken und wenig Erfahrung, denn woher wollt ihr wissen, was in intakten Familien abläuft?
 
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  • #21
Ein Kind braucht vom ersten Tag an sein eigenes Bett.

Aber selbstverständlich darf es, wenn es krank ist oder nachts nach einem ängstigenden Traum aufwacht, oder wenn es morgens kuscheln will, auch jederzeit ins Schlafzimmer und Bett der Eltern kommen, egal ob leibliche Eltern oder Mutter mit neuem Partner. Und selbstverständlich ohne anzuklopfen. Wenn es sich dann wieder beruhigt hat und eingeschlafen ist, wird es zurück in sein eigenes Bett getragen.

Wenn man Sex haben will, schließt man die Tür einfach ab, ebenfalls egal ob der männliche Part nun der leibliche Vater der Kinder oder ein neuer Partner der Mutter ist.

Sollte ein Kind längere Phasen mit Ängsten oder übermäßigem Nähebedürfnis haben, muss man dem auf den Grund gehen. Das Kind wochen- oder monatelang zu sich ins Bett zu holen, bekämpft nur das Symptom, nicht die Ursache, und schafft eine ungesunde gegenseitige Mutter-Kind-Abhängigkeit.

Die Frage, ob mit Kindern lebende Menschen sich eine Situation schönreden oder langjährige kinderlose Singles die gleiche Situation bei anderen schlechtreden, kann man natürlich endlos diskutieren. Generell sagt mir meine Erfahrung, dass es eher die mit dem eigenen Leben Unzufriedenen sind, die zur eigenen Konfliktverarbeitung immer wieder versuchen, anderen ihr Glück schlechtzureden.

w53
 
  • #22
Kind ist nicht gleich Kind - die einen brauchen viel Wärme, Nähe und Kuscheln, die anderen sind selbständiger. Auch die von Constanze beschriebenen Lebensphasen kommen vor. Bei einem Sechsjährigen könnten die Ängste z. B. mit Schulanfang zu tun haben und sich in 2-3 Monaten wieder legen.
Ich habe mit meinem Sohn Glück - er wollte von Anfang an in seinem eigenen Bett schlafen. Morgens kommt er ab und zu zum kuscheln. Das dauert höchstens eine Viertelstunde, dann wird es langweilig und er geht selber raus zum spielen.
Ausnahme: Wenn er krank ist, will und darf er bei mir schlafen. Die paar Nächte im Jahr sind schon zu machen. Und an Partner und Sex ist da sowieso nicht zu denken. Da geht es um Nase putzen, Kotzeimer bereit halten...
Der Vater meines Kleinen hat 2 Kinder aus erster Ehe. Damals, als wir zusammenkamen, war der Große 10, der Kleine 5 Jahre alt. Jedes zweite Wochenende waren die beiden bei uns. Sie schliefen in ihren eigenen Zimmern, und morgens klopfte der Kleinere bei uns und durfte dann auch rein. Er schäkerte und kuschelte bisschen mit seinem Papa, ich blieb auf meiner Seite liegen und grinste mit. Mit der Zeit wurde ich auch ein bisschen in die morgendliche Gaudi mit einbezogen. Papa blieb aber die Hauptperson. Der Große fand das damals schon uncool.

Diese Regelung war für alle Beteiligten überhaupt kein Problem. Wenn man mit kleinen Kindern lebt, egal ob Patchwork oder klassische Familie, dann kann man von diesen nicht erwarten, dass sie Nachtruhe halten, bis man den morgendlichen Sex beendet hat. Absolut unrealistisch. Ab einem bestimmten Alter ist Klopfen kein Problem. Mit der Zeit kriegt man ja auch ein Gefühl dafür, wann die Kinder aufwachen. Der Sex findet dann eben früher, oder abends schon statt.

Wer die Einstellung hat, dass man das Wochenende mit dem Partner genießen möchte, und die Kinder müssen an zweiter Stelle stehen, sollte sich wirklich nicht auf Kinder einlassen. Das ist besser für alle.

Abschließend: die Zeit, in der Kinder soviel Nähe suchen, geht doch schnell vorüber. Zwei-dreimal Weihnachten, und schon ist die Kuschelzeit vorbei. Ich finde es sehr schade, dass man als Erwachsener nicht ein bisschen zurückstecken kann. Mir fällt das in letzter Zeit sehr stark hier im Forum auf: Da werden Fragen gestellt über's Zusammenziehen, schon kurze Zeit nach Trennungen, 50:50 Betreuungszeiten etc. Und nirgendwo hört man die Frage anklingen, wie es den Kindern dabei geht. Finanzen, der neue Partner, das eigene Sexleben stehen im Vordergrund. Ich will keine Prinzen und Prinzessinnen hochstilisieren. Aber ein gesundes Maß an Aufmerksamkeit und Fürsorge tut den Kindern gut, und sie danken es in der Regel mit Umgänglichkeit und gesunder Entwicklung der Persönlichkeit.
 
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  • #23
Gut, dass es noch solche Meinungen wie #14 und 21 gibt!

Mir wird Angst, bei dem was ich sonst so lese - neuer Partner, neues Sexleben - keine einzige Sekunde verpassen ..... da wird alles andere ganz schnell ganz gleichgültig.

Es gibt Paare, die schlafen im Familienbett - ich spüre förmlich den Aufschrei bei einigen SchreiberInnen hier - da ist Nähe, soviel jeder braucht und kaum vorstellbar, ein erfülltes Sexleben auch noch ...


Wieso ist eigentlich das Kind des Partner, den man liebt und mit dem man sein Leben verbringen möchte, ein FREMDES Kind? Es ist doch mindestens zur Hälfte vom Partner?
Ich frag mich oft, ob die, die das hier so schreiben, es wirklich so empfinden oder einfach schlampig mit Worten/Sprache umgehen?


Bei uns hat jedes Kind genausoviel Nähe bekommen, wie es brauchte - die meines Partners und meine (keines war fremd und keines hatte wie ein Hund vor dem Schlafzimmer zu bleiben, weil es ja sein eigenes Bett hatte). Probleme hat es dabei nicht gegeben, nicht mit unserem Sexleben und nicht für die Kinder.
Ein bischen weniger Egoismus und ein bischen mehr Liebe ist das Zauberwort.
 
  • #24
@8: Ich gebe Dir ja recht. Ich hatte das im-Bett-Schlafen ja auch immer tunlichst vermieden, wobei das eine ganz schöne Arbeit war, das Vermeiden. Dabei ist für Kinder die mütterliche Nähe wichtig, auch der vertraute Geruch der Mutter, sie werden automatisch ruhiger.

Ins Grübeln gekommen bin ich bei der Beobachtung eines befreundeten vietnamesischen Pärchens. Dort schlafen die Kinder gut und gerne bis 6-7 Jahre im Elternschlafzimmer, teilweise im Elternbett, teilweise im Kinderbett. Das wird dort als normal und natürlich angesehen. Da bin ich mir als kopflastige deutsche Mutter schon wie eine Rabenmutter vorgekommen.

Ich suchte das Gespräch mit meiner von mir sehr geschätzten Kindergärtnerin, welche fundierte Kenntnisse über kindliche Entwicklungsphasen mitbringt. Sie versicherte, daß auch ihre Tochter bis zu einem gewissen Altern gern mal zu den Eltern ins Bett kam und das dies den Kindern keinen Schaden zufügt, sondern ihnen guttut. Mit Beginn der Pubertät gibt sich das von alleine.

Mir geht es so, daß ich persönlich besser schlafe, wenn ich allein in meinem Bett liege - also nix mit seelischem Mißbrauch des Kindes durch die Mutter. Zumal mein Sohn nachts wie eine kleine Planierraupe ist und alles daran setzt, seine Mutter auf Kante zu schieben.
 
  • #25
@Martina
Danke für diesen wirklich gelungenen und guten Beitrag.
Einerseits sollen Kinder möglichst viel Geborgenheit, Schutz und Fürsorge erfahren und dann sollen sie Nachts den schlechten Traum allein bewältigen oder am elterlichen Schlafzimmer anklopfen....unglaublich!
Kein Wunder, dass es soviel Gefühlswaisen und empathisch unterentwickelte Menschen gibt.
 
  • #26
@22:
Zu deiner Äußerung:" Ein bischen weniger Egoismus und ein bischen mehr Liebe ist das Zauberwort." :
Verkaufe mir doch bitte nicht Erziehungsfehler als einen Liebesbeweis!
 
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  • #27
Ich höre hier immer von den AE Müttern, die Ihre Kinder im Bett schlafen lassen, aus welchen Gründen auch immer.
Ich selbst bin auch AE, mein Sohn allerdings schläft in seinem eigenem Bett, es sei denn er ist krank. So fühlt er sich nicht ausgegrenzt, wenn mein Partner ab und zu bei uns übernachtet.
Was ich jedoch interessant finde ist, das ich einige Männer kenne, die Ihre Kinder nach der Trennung / Scheidung bei sich im Bett schlafen lassen. Mit ganz unterschiedlichen Gründen. Auf Grund von schlechtem Gewissen, weil sie nicht mehr bei den Kindern sein können, weil sie sie so wenig sehen, weil es so praktischer ist,... Es sind also nicht nur die AE Mütter, auf denen hier rumgehackt werden sollte...
 
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  • #28
Beate,
Erziehungsfehler kann ich nicht erkennen, dafür spießbürgerliches Erziehungsverhalten, das in erster Linie aus Gehorsam und Verboten besteht.

"...gegengeschlechtlichen... " Elternteils, ach so gleichgeschlechtlich geht?

"...schädigend. " Welchen Schaden sollte das Kind nehmen?

Sofern Liebe nicht erstickend ist und zu Unselbständigkeit erdrückt, kann es kein Zuviel geben.
 
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Vicky

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  • #29
Ich finde, dass in der Diskussion ganz verschiedene Sachen zum Tragen kamen, die man trennen müße.

Zum einen habe ich die Frage so verstanden, ob es o.k. ist, dass das Kind der Frau JEDE Nacht und die GANZE Nacht im Bett seiner Mutter schläft, in dem aber gleichzeitig auch der NEUE PARTNER schläft. Denn hier antworteten ja teils Leute, wie sie das zum einen als ELTERN handhaben oder was sie machen wenn das Kind ab und zu mal nachts im Schlafzimmer steht oder morgens zum Kuscheln kommen will. Aber das sind ja andere Voraussetzungen als die der Fragestellung.

Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen, mit einem neuen Partner das Bett mit dessen Kind jede Nacht und die ganze Nacht zu teilen. Auch könnte ich mir für eine lange Anfangszeit nicht vorstellen, dass das Kind morgens zum Kuscheln kommt. Das fände ich als Noch-Fremde einfach too much - sowohl für mich selbst als auch für das Kind. Wenn man jedoch schon länger zusammen ist, plant, als Familie zusammen zu leben, so wäre es für mich o.k. wenn das Kind morgens ab und zu zum Kuscheln kommt, nicht aber, dass es jede Nacht und die ganze Nacht in unserem Bett schläft. Natürlich könnte es auch dann ins Bett kommen wenn etwas besonderes ist wie Krankheit, Angst, Sorgen o.ä.

Bei Eltern ist das ganze nochmal anders gelagert, weil das Kind ja zu beiden Elternteilen ein sehr enges Verhältnis hat. Niemand muss sich dabei blöd oder fremd fühlen. Aber jede Nacht und die ganze Nacht das Bett zu dritt teilen, das kann ich mir auch bei einem eigenen Kind nicht vorstellen. Und das muss auch nicht sein, finde ich.

Das Schlafzimmer der Mutter alleine / der Mutter mit neuem Partner / der Eltern sollte aber für ein Kind keineswegs tabu sein, finde ich. Da widerspreche ich Frederika vehement. Ein Kind hat ja keine Vorstellung, was es für Gründe geben könnte, warum die Eltern da so strikt sind und wird sich alleingelassen und ausgeschlossen fühlen. Ein Kind, das nachts aufwacht, weil es Schmerzen hat oder schlecht geträumt hat, sich sorgt oder sich aus anderen Gründen unwohl fühlt, sollte meiner Meinung nach jederzeit im Schlafzimmer erscheinen dürfen. Das gehört zum Vertrauen und zum ich-bin-nicht-alleine-und-verlassen-Gefühl dazu. Eine Ausnahme von "jederzeit" sehe ich dann, wenn das Paar gerade intime Zärtlichkeiten austauscht oder Sex hat. In der Zeit kann man ja nun wirklich die Türe abschließen. Aber das findet ja zum einen nicht jede Nacht und nicht die ganze Nacht statt. Insofern kann es sehr gut sein, dass das Kind über einen langen Zeitraum gar nicht mitbekommt, dass die Türe des Schlafzimmers manchmal verschlossen ist. Wenn das Kind nun gerade in dem Moment ins Zimmer will, wenn die Türe verschlossen ist, so hat man halt die Wahl, ob man die Aktivitäten unterbricht oder abbricht oder das Kind einfach vor der Türe stehen lässt.

Eine gänzlich andere Sachen dürfte es wiederum sein, wenn wir hier nicht über ein Kind, sondern über ein Baby sprechen. Denn da gibt es viele Studien und Erfahrungsberichte, die zeigen, dass ein Baby schneller und problemloser wieder einschläft und längere Zeit am Stück durchschläft wenn es im Bett der Eltern oder neben dem Elternbett in einem kleinen Bettchen liegt. Aber das war ja hier nicht die Frage.
 
  • #30
@#28
es ist zwar richtig, dass babys schneller wieder, beruhigt einschlafen, wenn sie bei ihren eltern weiterschlafen dürfen...gemeint sind aber babys im ersten lebensjahr!

zur fs:
jetzt kann frederika ihre liste "warum männer keine frauen mit kind wollen" um einen punkt erweitern!
die alleinstehenden mütter sollten sich vor augen führen, dass der hinzukommende mann auf jeden fall einen gewissen freiraum mit der frau zusammen benötigt, um auch seine beziehung als paar zu leben.
wenn das kind omnipräsent ist, sogar das bett erobert...dann prost mahlzeit!
die frage ist dann nicht, ob die beziehung das mitmacht, sondern wie lange sie das mitmacht...

eine ausnahme wird sicher mal hingenommen. ein regelfall mit sicherheit nicht. ein 6-jähriger, der immer noch das bett erobert, weil gespenster in seinem zimmer sind, bei dem würde ich mal die computerspiele überprüfen, die er so spielt - an seinem eigenen pc oder bei denen der freunde!
 
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