• #1

Neuer Partner ist depressiv. Was tun?

Hallo zusammen,
ich habe vor 3 Monaten meinen jetzigen Partner kennengelernt. In den ersten 8 Wochen hat er sich völlig verausgabt um mein Herz zu gewinnen. Ich befand mich im November 2018 am Ende meiner vorherigen Beziehung, habe letztlich dann wegen ihm meinen Partner verlassen. Ich habe ihn in den ersten Wochen als einen extrovertierten "Machertyp" erlebt - interessiert, unternehmungslustig, gleichzeitig tiefgründig und sensibel. Rauer Kern, weiche Schale. Auf den ersten Blick ein "Womanizer", auf den zweiten eine einsame, verletzte hochsensible Seele, auf der Suche nach Ruhe und Geborgenheit. Nach einer extrem euphorischen Anfangsphase seinerseits, folgte vor etwa 8 Wochen ein absoluter Stimmungswandel, plötzlich wurde aus ihm ein negativer, jammernder, depressiver Mann. Er ist selbständiger Personalberater und hat beruflich momentan keinen Erfolg, trotz intensiver Arbeit und größter Bemühungen. Seit 6 Wochen dreht sich nun alles nur um seine Erfolglosigkeit. Er jammert und klagt rund um die Uhr. Seine ganze Energie landet in der Gedankenspirale um seinen Job, für mich oder unsere Beziehung bleibt da so gut wie keine mehr übrig. Mein Freund definiert sich und seinen Selbstwert komplett über seinen Erfolg. All das rührt aus seiner lieblosen Kindheit. Seine Eltern waren nie für ihn da, er musste sich alles erkämpfen und hat sich quasi selber großziehen müssen. Kurzum - ich kenne ihn nur himmelhoch jauchzend (was ich als sehr anstrengend und fordernd empfunden habe) oder total betrübt (ebenfalls sehr anstrengend). Ich versuche nun seit sechs Wochen positiv auf ihn einzuwirken, spreche ihm gut zu, versuche ihn zu motivieren, Hoffnung zu machen, rate ihm sich professionelle Hilfe zu suchen etc. - leider vergeblich. Seine Symptome sind nicht mehr weit von denen einer Depression entfernt (liegt in seiner Familie - Bruder ist depressiv, Schwester hat vor vielen Jahren Selbstmord begangen; zudem Kriegserlebnisse durch langjährige Bundeswehrzeit). Alles dreht sich komplett um seine Misere. Dabei habe ich auch Stress und Sorgen und sehne mich in meiner Freizeit nach Entspannung bzw. nach etwas positiver Energie - stattdessen erlebe ich nur eine riesige Welle an Negativtät. Da ich meinen Freund erst seit 3 Monaten kenne, kann ich nicht beurteilen, ob es sich bei seinem momentanen Zustand um eine vorübergehende Phase handelt, ob er stets so reagiert bei Erfolglosigkeit oder ob er vielleicht generell depressiv ist. Ich kenne ihn nur extrem euphorisch oder eben extrem "down". Ich bin ein empathischer, mitfühlender Mensch und mich zieht die Situation sehr runter. Ich fühle mich nach den vergangenen Wochen ausgelaugt und energielos. Am liebsten würde ich die Reißleine ziehen. Zu allem Überfluss verursachen die Umstände auch noch eine Sehnsucht nach meinem Exfreund, dessen Ruhe und Ausgeglichenheit ich inzwischen sehr vermisse. Hat vielleicht irgendjemand ähnliche Beziehungserfahrungen gemacht und kann mir einen Tipp geben? Bleiben und hoffen - oder gehen?
 
  • #2
Liebe Isa,
da Ihr jetzt 3 Monate zusammen seit, denke ich Ihr lernt euch jetzt kennen, die Phasen die Du beschreibst...das ist er, er wird immer von Himmelhochjauchzend bis Tiefbetrübt sein solche Phasen vergehen nicht. Wenn er, so wie Du es beschreibst, Dir Deine komplette Energie ausgesaugt hat, darf man gar nicht daran denken wenn es einmal wirklich schwerwiegende Probleme gibt...dann musst Du die STARKE sein. Allerdings suchst Du ja auch Die starke Schulter...nun ja, so wie es aussieht hast Du die nicht gefunden. Ich würde niemandem empfehlen Beziehungen aufzugeben, ich kann Dir nur empfehlen achte gut auf Dich, hör in Dich hinein, ich denke Du kennst die Antwort schon, jetzt gehört der Mut dazu sich zu entscheiden. Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute.
 
  • #3
Hallo,

Ich denke nicht, dass "hoffen" etwas bringt. Es scheint eine Dauerzustand in seinem Leben zu sein, so wie du das schilderst.
Du sagst ja selbst, dass er seit seiner Kindheit Schwierigkeiten hatte und er deshalb sehr vereinnahmend ist.
Eventuell solltest du versuchen eine gewisse Distanz zu wahren.
Er ist erwachsen und du bist nicht zuständig, auf alle seine Stimmungsschwankungen zu reagieren. Du musst nicht auf ihn einwirken. Du bist kein Therapeut und keine Ersatzmutter.

Ziehe dich zurück, wenn es dir zu viel wird. Ihr wohnt sicher noch nicht zusammen. Beschränke euer Zusammensein auf Verabredungen, wie in einer verlängerten Datingphase.
Erkläre ihm deinen Rückzug ruhig und sachlich, damit er weiss warum du dich zurückziehst. Dann kann er sich darauf einstellen und reflektieren. Lass dich nicht reinziehen. Er versucht dich als Rettungsanker zu vereinnahmen. Diese "Rettung" wird er aber nur in einer Therapie erlangen, nicht bei dir, oder einer anderen Frau.
Sicherlich wird er auch das als Misserfolg verstehen.
Aber in diesem Fall musst du an dich denken.

Es ist gut, wenn du früh merkst, dass dir das selbst nicht gut tut.
Du hast ja auch den Anspruch darauf, dass dich eine Beziehung bereichert, anstatt dass dich diese anstrengt. Gerade in der Anfangszeit.
Dein Ex ist deshalb dein Ex, weil da auch etwas nicht gestimmt hat.
Eventuell war dieser ausgeglichen, jedoch fehlte dir offenbar etwas anderes. Selbst wenn es der Reiz des Neuen war.
Falls sich also die Situation mit deinem neuen Partner nicht bessert, er sich auf deine Reaktion nicht einstellt und dich weiter versucht zu vereinnahmen, dann bist du eben einfach auch mal Single.
Auch eine Singlephase kann bereichernd sein.

LG
 
  • #4
Liebe Isa, ihr kennt euch noch nicht wirklich lange - und es geht dir jetzt schon mehr als schlecht in der Beziehung. Meine erste Reaktion: rette dich, bevor du gefühlsmäßig noch tiefer hinein rutschst! Bevor deine Zuneigung völlig kippt und du nur noch Mitleid mit deinem Partner hast.

Wenn dein Freund professionelle Hilfe ablehnt, ist das seine Entscheidung. Für dich solltest du eine gesündere treffen. »Bleiben und hoffen« klingt zwar einfühlsam, leider aber nur für ihn. Dass du Sehnsucht nach deinem Exfreund entwickelst, ist nachvollziehbar, hilft aber nicht, denn diese Beziehung hast du beendet. Deshalb solltest du versuchen, wieder zu dir selbst zu finden, um danach einen Neustart mit einem positiven Menschen beginnen zu können.
 
  • #5
Kurz und knapp - das ist nicht dein Partner, ihr befindet euch erst am Anfang (!!) des Kennenlernens. Du bist nicht seine Therapeutin oder Seelsorgerin. Wenn er berufliche Probleme hat, soll er sie zuerst lösen, statt Partnerschaften zu suchen. Natürlich hat er Gas gegeben, sonst fände er keine Frau mit seinen Problemen. Du bist auch gut-Ende November hast dich erst getrennt. Hier sehe ich zwei ungeduldige oder auch unselbständige Menschen, die nur am Rechtfertigen sind, warum dies oder jenes nicht funktioniert - die Eltern, die Kunden usw. Du bist schon jetzt in Abhängigkeit gerutscht und das am Anfang. Statt eigene Baustellen zu bearbeiten, lenkst du dich mit Problemen anderer Menschen ab. Eure "Beziehung "wird eindeutig scheitern. Räumt eure Leben zuerst auf, dann bleibt zeitlang allein und erst dann könnt ihr euch Gedanken über die Partnerschaft machen.
 
  • #6
Ich kenne ihn nur extrem euphorisch oder eben extrem "down".
Das ist genau das Bild von einem Menschen mit bipolarer Störungen. Manische und depressive Phasen lösen sich ab. Persönliche Kriegserfahrungen können natürlich auch Trauma auslösen. Der psychische Zustand seiner Familie ist aber eher ein Indiz für eine erbliche Problematik. Vielleicht liegt ja auch eine Kombi von Bipolarität und Trauma vor.

Ich befürworte die Reisleine. Die Fortsetzung der Beziehung mit ihm wird überwiegend Drama bieten.
 
  • #8
Bleiben und hoffen ist niemals eine gute Option. Bleiben und ansprechen, das wäre das einzige - das vorausgesetzt, dass du diesen Mann auch wirklich liebst und bereit bist, einiges mitzumachen. Egal, wie die offizielle Diagnose lautet, Tatsache ist, du fühlst dich nicht wohl mit seinen Stimmungsschwankungen und es zieht dich mit runter. Er trägt Verantwortung dafür, gut für sich zu sorgen und sich um seine psychische wie physische Gesundheit zu kümmern. Du kannst ihn dabei unterstützen, indem du ihn darauf offen ansprichst und schilderst, wie es dir damit geht und ihm sagst, dass du brauchst, dass er etwas gegen seine miese Stimmung unternimmt. Wenn er dazu nicht bereit ist, hat eure Beziehung auf Dauer keine Chance.

Auf der anderen Seite wäre es vermutlich ganz sinnvoll, dass du für dich selbst überlegst, warum und mit welchem unbewussten Hintergrund du so schnell von einer Beziehung in die nächste gegangen bist und warum du nicht genau hingeschaut hast bei diesem Mann. Wenn es in einer Partnerschaft "klemmt", dann tragen beide dafür die Verantwortung. Viel Glück!
 
  • #9
Er wird sicher niemals ein ausgeglichener, stabiler Mensch werden.
Der Vorteil im Umgang mit solchen Menschen ist meiner Erfahrung nach, dass ich selbst nicht mehr so egozentrisch war, mich zurück nahm und seine Sorgen im Vordergrund standen. Sparsam dosiert, kann dies eine interessante Erfahrung sein.
Nachteilig ist, dass du irgendwann die Helferrolle einnimmst.

Mein Tipp geht nicht in Richtung "gehen" oder "bleiben", sondern emotional unabhängig werden, sich selbst ein schönes Leben machen, Zeit mit sich alleine verbringen ...
Dann ziehen dich Männer nicht mehr runter. Können sie gar nicht, weil du dich nicht mehr über sie definierst.
 
  • #10
Du liebst weder diesen Mann (ist ja vielleicht auch noch ein wenig früh für solche Gefühle) noch Deinen Ex (noch). Ich würde Dir raten, mal eine längere Zeit ALLEINE zu bleiben. Du scheinst mir, als könntest Du genau das nämlich nicht.
 
  • #11
Google doch mal: bipolar, Manisch depressiv. Das kommt öfter vor... muss bei Deinem Freund ja nicht so ausgeprägt wie bei der Krankheit sein.

Ich sehe Dich jetzt schon in die Abhängigkeit gerutscht.

Du willst ihm helfen. Aber eigentlich weisst Du, dass Du nicht helfen kannst.

Ihr kennt Euch gerade kurze 3 Monate, von denen er 1,5 Monate ein echter Energievampir und nervig ist und dein Leben hässlicher macht.

Er ist nicht offen für eine Beziehung. Er hat für Beziehung keinen Kopf.

Suche Dir einen guten Mann. Der jetzige ist es nicht.

Anstatt Dich zu distanzieren und Deinen eigenen Wunsch nach einer schönen Beziehung ernst zu nehmen, entschuldigst Du sein Verhalten und kramst in seiner Vergangenheit nach Gründen.
Helfersyndrom? Mangel an anderen Optionen?

Mein Rat:
Distanziere Dich. Such weiter. Wenn es nur ein einmaliges Tief bei ihm ist, kann er künftig wieder kommen, wenn er sich gefangen hat.
 
  • #12
Liebe Isa, wenn du dich bereits nach drei Monaten ausgelaugt fühlst, wenn doch eigentlich alles noch leicht und rosarot sein sollte, bin ich überzeugt, dass es nicht besser wird, ganz im Gegenteil. Mit meinen Erfahrungen heute würde ich dir von einem Fortführen dieser Beziehung abraten. Ich selbst bin aus einer zweijährigen Achterbahnfahrt , obwohl es auf beiden Seiten die große Liebe war und im Gegensatz zu deiner Beziehung sehr lange sehr harmonisch und beglückend war , schließlich doch mit immensen seelischen Verletzungen hinausgeflogen, die nach anderthalb Jahren noch lange nicht verheilt sind und wahrscheinlich nie ganz verheilen werden. Ich hab immer verziehen, zurückgesteckt, meine Grenzen überschreiten lassen und wurde (am Anfang auf ein Podest gestellt) am Schluss sehr abgewertet (starke Züge einer Borderlinepersönlichkeit bei ihm). Ist eine eigene Geschichte... .
Vielleicht hast du einen Fehler gemacht, das aufzugeben, was du vorher hattest. Ob in dieser Hinsicht noch etwas zu reparieren geht, ist auch fraglich. Vermisst du nur die Ruhe, die du bei deinem vorigen Freund fandest, oder wird dir jetzt bewusst, dass du ihn doch noch liebst?
 
  • #13
Guten Morgen,

liebe FS, es waren auf beiden Seiten keine günstigen Bedingungen, um in eine feste Beziehung einzusteigen.
Sicher hast du deine alte Beziehung noch nicht wirklich sortiert und verarbeitet und dein Freund sitzt ganz fest, ohne die Entscheidung, etwas ändern zu wollen.
Ihr klammert aneinander, es ist ein Ping-Pong-Spiel, was keine positive Entwicklung zulässt, sondern noch mehr Schaden anrichtet.

Du dienst dir, wenn du dich aus dieser unglückseligen Verkettung löst und dich auf die Verarbeitung deiner letzten Beziehung einlässt, um dich frei auf etwas Neues einlassen zu können.
Bleib bei dir und hab Mut!
 
  • #14
habe letztlich dann wegen ihm meinen Partner verlassen.
Das geht irgendwann immer ins Auge, ich würde so etwas nie tun, wenn ich meinen Partner verlasse, dann aus eigener Überzeugung, ohne gleich wieder in ein neues, warmes Nest zu wechseln.
Er jammert und klagt rund um die Uhr. Seine ganze Energie landet in der Gedankenspirale um seinen Job, für mich oder unsere Beziehung bleibt da so gut wie keine mehr übrig. Mein Freund definiert sich und seinen Selbstwert komplett über seinen Erfolg.
Wenn du das alles mitmachst, ist das okay, ich möchte Liebe leben und niemals mehr Liebe leiden.
All das rührt aus seiner lieblosen Kindheit. Seine Eltern waren nie für ihn da, er musste sich alles erkämpfen und hat sich quasi selber großziehen müssen. Kurzum - ich kenne ihn nur himmelhoch jauchzend (was ich als sehr anstrengend und fordernd empfunden habe) oder total betrübt (ebenfalls sehr anstrengend).
Extremes Verhalten von Menschen sollte einen vorsichtig machen und sensibilisieren.
Ich versuche nun seit sechs Wochen positiv auf ihn einzuwirken, spreche ihm gut zu, versuche ihn zu motivieren, Hoffnung zu machen, rate ihm sich professionelle Hilfe zu suchen etc. - leider vergeblich.
Alles dreht sich komplett um seine Misere
Warum trägst du das alles mit, er ist eine erwachsene Person und kann sich umprogrammieren, auf dieser Tour kommt ja nicht weiter und du mit ihm auch nicht.
Dabei habe ich auch Stress und Sorgen und sehne mich in meiner Freizeit nach Entspannung bzw. nach etwas positiver Energie - stattdessen erlebe ich nur eine riesige Welle an Negativtät. Da ich meinen Freund erst seit 3 Monaten kenne, kann ich nicht beurteilen, ob es sich bei seinem momentanen Zustand um eine vorübergehende Phase handelt, ob er stets so reagiert bei Erfolglosigkeit oder ob er vielleicht generell depressiv ist. Ich kenne ihn nur extrem euphorisch oder eben extrem "down". Ich bin ein empathischer, mitfühlender Mensch und mich zieht die Situation sehr runter. Ich fühle mich nach den vergangenen Wochen ausgelaugt und energielos. Am liebsten würde ich die Reißleine ziehen.
Lass dich nicht runterziehen, ich würde ihn verlassen an deiner Stelle, du bist weder seine Therapeutin noch ein Mensch der sich die Energie klauen lässt.
Zu allem Überfluss verursachen die Umstände auch noch eine Sehnsucht nach meinem Exfreund, dessen Ruhe und Ausgeglichenheit ich inzwischen sehr vermisse. Hat vielleicht irgendjemand ähnliche Beziehungserfahrungen gemacht und kann mir einen Tipp geben? Bleiben und hoffen - oder gehen?
Für mich gibt's nur eins, gehen und versuche deine alte Situation zu verarbeiten, auch da bist du nicht frei, Daraus kann nichts Positives entstehen!
 
  • #15
Ich gebe @Ejscheff Recht, das klingt schon in den ersten Zeilen direkt nach bipolarer Störung. Lass die Finger von ihm. In den Hochphasen sind diese Menschen im Extremfall unzurechnungsfähig, tätigen Käufe über ihren Möglichkeiten, sind extrem flirty und können fremdgehen und schlagen generell über die Stränge, was ihnen danach in der ruhigen Phase sehr peinlich ist und Scham erzeugt. Dein Freund muss nicht so extrem sein, aber ein depressiver Mensch kommt dir nie wie ein Macher vor, das war die manische Phase.
Mit einem psychisch kranken Menschen würde ich persönlich auf keinen Fall eine Beziehung anfangen, sofern ich es rechtzeitig merke, das zieht dich nur mit runter und mit so jemandem kann man nichts aufbauen. Du bist nicht für ihn verantwortlich, etwas anderes ist, wenn sich eine Psychose innerhalb einer langen Beziehung erst entwickelt.
Was sind deine Pläne in den nächsten Jahren? In welcher Lebensphase steckst du?

Gehen, und mal eine zeitlang, mindestens 1 Jahr, alleine Leben! Du hast praktisch warm gewechselt, aber das weißt Du sicher.
ErwinM, 49
Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, würde ich dir auch empfehlen!

w35
 
  • #16
Das kannst nur du alleine für dich entscheiden. Ich kann dir sagen, dass ich gehen würde. Wenn ich nach drei Monaten schon völlig ausgelaugt wäre, wäre das für mich das Ende der Beziehung. Eine Beziehung soll mein Leben nicht schlechter machen, als es ohne diese Beziehung ist. Und nach drei Monaten ist noch kein Fundament da, das in schwierigen Zeiten trägt.
Manche mögen mich egoistisch nennen, aber ich bin keine Therapeutin und will einen neuen Partner nicht aufpäppeln müssen.

rate ihm sich professionelle Hilfe zu suchen etc. - leider vergeblich.
Ich verurteile niemanden wegen psychischer Probleme. Die sucht man sich ja schliesslich nicht aus. Aber ich würde von meinem Partner erwarten, dass er sich professionelle Hilfe sucht und sich nicht einfach darauf verlässt, dass ich endlos lange alles ertrage.

Seine Eltern waren nie für ihn da, er musste sich alles erkämpfen und hat sich quasi selber großziehen müssen.
Mir ging es ähnlich, und vielen anderen auch. Ich habe mir schon mit 18 aus eigenem Antrieb einen Therapeuten gesucht, weil ich mit der familiären Situation nicht klar kam. Man kann sich nicht aussuchen, wie man aufwächst, aber man kann als Erwachsener sein Leben in die eigenen Hände nehmen und Verantwortung für sich übernehmen. Ich persönlich würde keinen Mann wollen, der das nicht kann.
 
  • #17
Ich befand mich im November 2018 am Ende meiner vorherigen Beziehung, habe letztlich dann wegen ihm meinen Partner verlassen. Ich habe ihn in den ersten Wochen als einen extrovertierten "Machertyp" erlebt - interessiert, unternehmungslustig,
Isa, er ist nicht dafür verantwortlich, dass Du Deinen Ex verlassen hast.
DAS war Deine Entscheidung.

Einerseits fandest Du es toll, dass er um Dich geworben hat, dass er sich so richtig um Dich bemüht hat.
Ein paar Abschnitte weiter ist dieses Bemühen und seine interessierte, aktive Seite nur noch extrem, und anstrengend.

Jetzt hat der Mann als Selbstständiger gerade Berufliche Sorgen, da geht es um die Existenz.
Jetzt ist er nicht gut drauf, versucht Aufträge zu akquirieren, Du bist nicht mehr im Mittelpunkt. Er wirbt nicht mehr um Dich.
Also ist er für Dich nun extrem down, depressiv.

Du schreibst, dass Du ihn unterstützten möchtest, aber hast Du ihn gefragt, ob er diese Art von Unterstützung / Ratschlägen benötigt?
Die Welt von Selbstständigen / Freiberuflern ist oft anders als es sich Angestellte vorstellen können.

Ich habe das Gefühl, Du bist einfach enttäuscht .
Du hast Dich Hals über Kopf getrennt. Da war der charmante, charismatische Typ, der Womanizer, der Mann von Welt. Und dieser tolle Mann bemüht sich um Dich. Also raus aus der alten langweiligen Partnerschaft. Du hast geträumt.
Und bist ein paar Monate später in der Realität aufgewacht.
Auch dieser Mann ist nur ein ganz normaler Mann, mit eigenen Themen und manchmal anderen Prioritäten als eine Frau, sorry. Mit finanziellen, existentiellen Sorgen.
Und sicherlich hat er auch eine belastende Hintergrundgeschichte, aber die meisten Menschen haben eine?
Ob das dann gleich Bipolar, Depressionen, Borderline, Narzissmus oder eine sonstige Diagnose sein muss? Mir wird da zu schnell das Etikett geklebt, und damit hat man die Verantwortung weggeschoben.

Es sind doch meistens die normalen Auf und Abs im Leben, oder mal ein heftiger Tiefschlag, und so mancher von uns hat zu manchen Zeiten den Tisch rund gebissen wie es @Pia62 nennt.

Du bereust Deine Entscheidung, die alte Partnerschaft zu beenden, es hat sich nicht gelohnt. Das kannst Du ihm aber nicht zum Vorwurf machen.

Trenne Dich auch von diesem Mann, das wird nichts.
Was auch immer tatsächlich bei ihm los sein mag.
Ich werde immer misstrauisch, wenn die Worte "Extrem" fallen, und im Text die Widersprüchlichkeiten fallen.

Sortiere Dich und bleib erstmal alleine.

W,49
 
  • #18
Liebe FS
Ich hatte eine 11jährige Beziehung mit einem Mann, ziemlich genau, wie Du ihn beschreibst. Sehr liebevoll und warmherzig. Er ist der Vater meiner Tochter.
Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur sagen, Du wirst mit so einem Menschen praktisch nur starke Hochs oder total lähmende Zeiten erleben. Die Hoffnung war lange da, ein entspannteres und positiveres Leben zu führen. Er war unglaublich gut darin, Erklärungen zu liefern, warum es gerade nicht so gut läuft. (Ex-Frau hat Verhältnis mit der Küchen-chefin angefangen und ihn dann beim gemeinsam betriebenen Restaurant ausgebootet). Ich würde heute ein Kennenlernen sofort beenden bei ähnlichen Tendenzen.
 
  • #19
Hallo FS,

ich habe auch erst an bipolare Störung gedacht. Jedenfalls zieht er dir viel Energie ab, sprich er tut dir nicht gut. Am Anfang können sich Menschen in der Kennenlernphase gut verstellen, gerade auch wenn sie etwas haben wollen....nun kann er sich nicht mehr verstellen und du siehst was du von ihm hast. Gerade in den ersten Monaten, sollte so etwas nicht passieren. Es sollte sich leicht und unbeschwert anfühlen. Bei euch ist es einfach nicht so.

Bist du hochsensibel? Du schreibst, dass du mitfühlend bist und vermutlich kannst du dich nicht abgrenzen. Seine Probleme werden zu deinen Problemen.

Niemand sollte den Therapeuten spielen müssen und dein Freund sollte schon aus eigener Kraft aus der Misere kommen bzw. sich anderweitig Hilfe holen. Wenn er seinen selbstwert nur aus Erfolg und dem Job zieht, dann kommt auch sowas dabei heraus.

Was du tun kannst? Dich distanzieren, lernen dich selbst abzugrenzen und ggf. gleich trennen, weil er sich so schnell nicht ändern wird. Du bist eh zu schnell in eine neue Beziehung in meinen Augen und solltest erst einmal alleine bleiben und dir klar werden was du willst.
 
  • #20
Für mich liest sich das auch nach einer bipolaren Störung. Das kann eine sehr schlimme Krankheit sein, die man (medizinisch) therapieren sollte. Von der Diagnose zur korrekten Medikation kann es ein sehr langer Weg sein. Aber du solltest ihm raten, den zu gehen. Was eure Beziehung angeht: wenn es dich fertig macht, mach Schluss.
 
  • #21
Die Verliebtheit überdeckte seine Depression. Wenn du die nächsten Jahre Zuschauer seiner Depression sein willst, dann bleib ansonsten geh!
 
  • #22
Die Welt von Selbstständigen / Freiberuflern ist oft anders als es sich Angestellte vorstellen können.
Dem möchte ich zustimmen. Die selbständigen Männer, die ich kenne (und ich kenne nicht eben wenige) definieren sich sehr über ihre Arbeit. In Zeiten extremen Stresses (und irgendwas ist ja immer) konzentrieren sie sich ganz auf den Job und erwarten Rücksicht und Verständnis von der Partnerin. In den Job wird, weil existentiell, immer mehr investiert als in die Partnerschaft.

Ihm per se eine Depression zu unterstellen, finde ich gewagt. Seit 6 Wochen ist die Auftragslage mau, oder er hat das Dilemma seit 6 Wochen realisiert und steht nun vor einem Scheideweg in seinem Leben, sucht nach Lösungen, die Selbständigkeit erfolgreicher zu gestalten oder aufzugeben. In dir sucht oder erhofft er sich offenbar eine Unterstützerin auf seinem Lebensweg.

Du hingegen warst geblendet von diesem "Womanizer" und Macher, scheinst ihm als Menschen aber nicht aufrichtig zugetan. Dass er nun, wie jeder normale Mensch, auch mal mehr oder weniger Probleme hat, scheint dich zu enttäuschen. Du hast dich wohl in eine Illusion verguckt.
Es wäre besser für euch beide, ihr trennt euch. Offenbar könnt ihr euch gegenseitig nicht geben, was ihr sucht.
 
  • #23
Ich denke auch, dass Du einen bipolaren Menschen beschreibst. Du hast ihn in seiner manischen Phase kennengelernt und warst geblendet, weil Du eh unzufrieden warst in Deiner Beziehung.

Nun ist er am anderen Pol gelandet, in der Depression, die schlimmer wirkt als bei unipolar Depressiven, weil der Unterschied so krass ist. Es gibt wirksame medikamentöse Dauerbehandlungen, die die meisten Erkrankten ablehnen, weil sie den Kick der Manie anstreben - fühlt sich an wie Supermann.

Natürlich trennen, denn es ist ein Dauerzustand in seinem Leben - eine unheilbare Krankheit. Ihr seid erst kurz zusammen und Deine Begeisterung für ihn ist rasant abgeklungen als Du seine andere Seite kennenlerntest. Es entwickelte sich sehr schnell sehr hoher Leidensdruck, d.h. Du bist nicht so belastbar und nicht so verliebt, um das dauerhaft aushalten zu können.

Ein erfahrener Freiberufler dreht nicht so am Rad, wenn er mal eine berufliche Flaute hat. Für den ist das Normalzustand, dass es mal sehr gut läuft und mal weniger gut. Er hat entsprechende Rücklagen, um auftragsschwache Zeiten abzupuffern und gerät nicht ins Katastrophisieren.
 
  • #24
Ich sehe das Ganze auch nicht so schwarz-weiß wie der Großteil der Foristen, sondern ähnlich wie@Lionne69. Der Mann ist selbstständig. Wenn er keinen Umsatz macht, kann er seine Miete nicht zahlen. Es geht um seine Existenz und solche Probleme legt man auch nicht abends um 18 Uhr ab, um den toughen womanizer zu spielen.
Laufen die Geschäfte gut, ist man schnell euphorisch, tun sie das nicht, geht es schnell in die andere Richtung. Sehe ich täglich bei meinen Partnern und auch bei mir selbst.
Seitdem ich selbstständig bin, glaube ich auch, dass selbstständig besser zu selbstständig passt. Bin jetzt kein Psychologe, aber dass bei ihm gleich eine Depression oder gar bipolare Störungen vorliegen, wage ich zu bezweifeln.
W,54
 
  • #25
Ich versuche nun seit sechs Wochen positiv auf ihn einzuwirken, spreche ihm gut zu, versuche ihn zu motivieren, Hoffnung zu machen, rate ihm sich professionelle Hilfe zu suchen etc. - leider vergeblich.
Liebe @Isa B.,

ich kann dir nur raten, die Finger von dem Mann zu lassen.
Der wird dich auf Dauer gnadenlos fertigmachen mit seiner Art und auch runterziehen.

Ich würde konsequent das Weite suchen.

Ich selber habe aufgrund eines sehr harten Lebensweges Depressionen, gegen die ich jedoch (ohne Medikamente) anarbeite, mit Bewegung sowohl an 5 Tagen in der Woche im Fitness-Studio, möglichst täglichem Lauftraining an der frischen Luft, der Stabilisierung meines Alltags, einem Kalender für meine Termine, Aktivitäten und Zielsetzungen.
Und natürlich auch gutes Essen und möglichst viele Dinge und Aktivitäten, die gut tun.

Eine schöne Wohnung ist wichtig, sich selbst körperlich und seelisch zu pflegen, ebenfalls.

Erst als ich selbst erkannt habe, dass ich nicht nur ein vorübergehendes Tief, eine Erschöpfung hatte, als ich mir eingestand, möglicherweise doch kranker an Geist und Seele zu sein, wie ich es mir selbst viele Jahre nicht zugestanden hatte, konnte ich handeln!
Dieses Wissen um die Wahrheit hat mich nicht erdrückt, sondern frei gemacht und mir Kraft gegeben.

Ich habe nicht nur die Diagnose 'Depressionen', sondern noch weitere attestierte psychische Erkrankungen und bin durch körperlich chronische Erkrankung, sowie u.a. daraus resultierende Neuerkrankungen heute Schwerbehindert.

Was ich damit sagen will, man kann lernen, damit umzugehen, ohne das andere meine Traumata weiter ausbaden müssen.
Psychisch krank zu sein, ist das Eine, aber andere das ausbaden zu lassen, etwas ganz anderes, besonders in dem Alter, wo eine gewisse Reife vorhanden sein sollte.

Der Mann braucht eine Hilfe, die du nicht geben kannst, zumal du ja scheinbar auch noch offene Baustellen zu haben scheinst und Dinge zum Abschluss bringen solltest.

Desweiteren solltest du deine Intentionen hinterfragen, weswegen du jemanden 'retten' willst, der nur 'gerettet' werden kann, wenn er bereit ist, den Weg der Selbsterkenntnis zu gehen.

Seit dem mir klar ist, was Sache ist und ich viel mit Selbstreflektion und aktiver Arbeit an mir selber arbeite, habe ich zunehmend gelernt, alles was kaputt ist, besser und schneller zu erkennen UND zu meiden!

Ein Partner mit Depressionen muss kein No Go sein, wenn er offensiv und selbstreflektiert damit umgeht.
Nur wenn er erkennt, dass es SEIN alleiniger 'Job' ist, sich um sich selbst zu kümmern, die Verantwortung für seine geistige Gesundung übernehmen zu wollen, macht es auch Sinn, ihm/ihr zur Seite zu stehen.

Sorry, aber unter diesen Umständen wirst du einen hohen Preis bezahlen und dich in eine Abwärtsspirale begeben, oder hast dich schon begeben, die die nicht gut tut und niemals gut tun wird.

Alles Gute für dich!
 
  • #26
Nachtrag:

Natürlich bin ich auch heute begleitend in psychotherapeutischer Behandlung.
Die Dame begleitet nich jedoch 'nur' auf dem Weg, den ich zunächst alleine und in Eigenregie eingeschlagen und mir Stück für Stück erarbeitet habe.

Mit ihr kann ich meine Erfolge, aber auch meine 'Rückschläge' reflektieren, wenn ich mir mal wieder zu viel vorgenommen habe.
Hier die Waage halten zu lernen, war einer der ganz wichtigen Erkenntnisse für mich.

Heute bin ich sehr stabil, fange sich ankündigende Tiefs zunehmend besser auf und bin sehr ausgeglichen.

Ich bin zufrieden und habe zunehmend den Kopf dafür frei, welche Perspektiven langfristiger Natur ich mir noch schaffen kann.

Ich wünsche dir, liebe FS, die Kraft, das für dich Richtige zu tun, auf das es dich weiterbringen wird.

Viele Grüsse
 
  • #27
Ich befand mich im November 2018 am Ende meiner vorherigen Beziehung, habe letztlich dann wegen ihm meinen Partner verlassen.
Nach einer extrem euphorischen Anfangsphase seinerseits, folgte vor etwa 8 Wochen ein absoluter Stimmungswandel, plötzlich wurde aus ihm ein negativer, jammernder, depressiver Mann.
Er ist selbständiger Personalberater und hat beruflich momentan keinen Erfolg, trotz intensiver Arbeit und größter Bemühungen. Seit 6 Wochen dreht sich nun alles nur um seine Erfolglosigkeit. Er jammert und klagt rund um die Uhr.
Seine ganze Energie landet in der Gedankenspirale um seinen Job, für mich oder unsere Beziehung bleibt da so gut wie keine mehr übrig. Mein Freund definiert sich und seinen Selbstwert komplett über seinen Erfolg.
Ist doch nachvollziehbar, dass dein Freund sich über seinen beruflichen Erfolg definiert, wenn er selbständig ist und davon sein Lebensunterhalt abhängt. Was hat es mit liebloser Kindheit zu tun? Von Luft und Liebe wird er nicht leben können. Gutes Zureden wird ihm nicht helfen, wenn er in Wirklichkeit Aufträge, Projekte und Einkommen braucht.

Wenn dir seine Gemütslage auf den Geist geht, kannst du dich ja distanzieren, bis er sich wieder auf die Reihe gekriegt hat, was sicher so lange dauern wird, bis er wieder berufliche Perspektiven hat.

Deine jetzige Unsicherheit scheint mir weniger darauf zurückzuführen sein, dass andere in seiner Familie depressiv sind oder Suizid begangen haben, sondern dass dir das mit ihm einfach zu viel wird.

Du willst Entspannung und er ringt gerade um seine Existenz.
Du hast kein Interesse daran, dir seine Probleme anzuhören und sehnst dich stattdessen nach deinem Ex-Freund, dessen Ruhe und Ausgeglichenheit du plötzlich vermisst, obwohl die Beziehung für dich bereits im November 2018 am Ende war.

Niemand verlangt von dir die Sorgen deines Freundes mitzutragen oder dich permanent runterziehen zu lassen. Lass ihn doch mal in Ruhe und gib auch dir Zeit dir klar zu werden, was du eigentlich willst.

Du kennst deinen neuen Freund erst eine kurze Zeit und lernst ihn jetzt erst nach und nach kennen. Dabei stellst du fest, dass es vielleicht doch nicht passt zwischen euch. Fühle dich frei für dich zu entscheiden und lasse dich nicht von seinen Befindlichkeiten beeinflussen.

Ich würde dir allerdings raten, nicht gleich von einer Beziehung in die nächste zu stolpern sondern einmal eine Zeitlang für dich alleine zu bleiben.
 
  • #28
Mit Diagnosen bin ich hier vorsichtig, weil Laie. In der Kennenlernphase schaut man sich an, ob die gezeigten Eigenschaften passen. Im Zweifel auch zum eigenen Mutter–Theresa–Syndrom.

So negativ, wie Du den Mann beschreibst, ist der Rat doch offensichtlich. Kein einziger positiver Aspekt. Ende der Beziehung mit einem aus Deiner Sicht psychisch kranken Mann. Egal, ob das wirklich so ist. Respekt als Grundlage für eine Beziehung fehlt, was also ist der Grund für Deine Frage? Der übereilte Warmwechsel?
 
M

moobesa

  • #29
Wenn er berufliche Probleme hat, soll er sie zuerst lösen, statt Partnerschaften zu suchen.
Ein Beruf bringt immer Probleme mit sich - denn i.d.R. geht es bei einem Beruf darum, Probleme zu lösen. In welcher Traumwelt leben manche Menschen - scheinbar v.a. Frauen - dass sie glauben, man könne das Leben hierarchisch abarbeiten? Was ist, wenn ein paar Tage später neue Probleme im Beruf auftauchen, weil man eine neue Aufgabe hat? Also ich bin nicht selbstständig, aber von Feierabend im Kopf kann bei mir höchstens am Freitagabend die Rede sein. Das wäre bei einem anderen Arbeitgeber nicht anders, so gut kenne ich mich mittlerweile. Wenn ihr Damen euren Beruf so einfach mit links durchzieht, dann verratet mir mal eure Tricks. Einfach auf alles - inkl. Chefs und ihre Anweisungen - sch***en? Stets die Schultern zucken? Was ich heute nicht schaffe, mache ich halt morgen? Habt ihr Kündigungsschutz auf Lebenszeit?
 
T

ThePinkLady

  • #30
Liebe Isa,

vielleicht kannst du ja mal ganz vorsichtig bei deinem Ex vorfühlen- was deinen jetzigen Partner angeht, empfehle ich dir auch dringend im Guten und freundlich, aber doch sehr baldig den Schlussstrich zu ziehen.

Was du beschreibst, klingt sehr wohl nach psychischer Krankheit oder mansichen Depressionen. Sehr kritisch sehe ich auch, dass alle seine Geschwister unter psychischen Krankheiten leiden und sich die Schwester sogar umgebracht hat. Da scheint genetisch bei allen Geschwistern einiges im Argen zu liegen, zusätzlich hatten alle die selbe Kindheit und das selbe Elternhaus.

Auch wenn es in unserer frauenverachtenden, pseudoemanzipierten Welt nicht mehr en vouge ist- schau dir den Stall (das Elternhaus plus Umfeld) an, aus dem einer kommt und du weißt sehr viel über den Menschen. Wenn Frauen diesen Ratschlag beherzigen würden, würden sie viel seltener von einer Katastrophe in die nächste gehen und sich so manche schlechte Erfahrungen mit verkorksten, geizigen, sie ausnutzenden, ach so "lebenslustigen" Herren ersparen.