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  • #31
Das ist im Kern natürlich ein Ärgernis, weil hier Pflichten auferlegt werden, ohne die Rechte zu erhalten. Aber wie willst Du das erfassen? Behaupten kann ich viel, zusammenziehen ohne Beziehung zum Zwecke der Steuerersparnis auch. Es hindert solche Paare nun wirklich keiner daran, den Gang zum Standesamt anzutreten. Dann gibt's auch die Steuerersparnis.
Nein! Zusammenziehen zum Zwecke der Steruererspranis wäre ganz fair, wenn man auch im Falle der Arbeitslosigkeit, Kindern etc. füreinander aufkommen muss! Natürlich könnten Menschen dann, sobald sie Geld vom Staat benötigen, und nicht umgekehrt Steuern ersparen wollen, schwupps, ganz zufällig wieder auseinanderziehen.

Um das zu verhindern gibt es einen Vertrag: Die Ehe. Ohne diesen Vertrag hat der Staat kein Recht, von einem Menschen mehr finanzielle gegenseitige Unterstützung abzuverlangen.

Und der 3000,- Euro verdienende verheiratete Handwerker im Beispiel ist diesen Vertrag freiwillig eingegangen - also schien es ihm nach seiner Rechnung Vorteile zu bringen. Es ist freiwillig, eine Wirtschaftsgemeinschaft einzugehen, die sich von Rechten und Pflichten finanzieller Natur vom Staat etwas zurückziehen kann, sondern das Augenmerk mehr auf die eigene Gemeinschaft legt.

Wer so eine Wirtschaftsgemeinschaft eingeht, braucht sich nicht mit dem unverheirateteten Patchworkvater von nebenan zu vergleichen. Das ist unlogisch. Das ist wie wenn ich eine Handyrechnung eingehe und mich hinterher beschwere, dass mein Nachbar ohne Grundgebühr telefonieren kann. Es ist MEINE Entscheidung, welche Verträge ich eingehe. Aber es kann nicht einfach Menschen aufgrund ihres Privatlebens Verträge aufgehaltst werden, die keine Rechte, sondern nur Pflichten haben, und sie dann auch noch zum Standesamt zu drängen damit.
 
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  • #32
Oh ja, wenn man dem Missbrauch Tür und Tor öffnen und den Haushalt sprengen will kann man das so regeln.
Entschuldigung Kalle, aber dieser Missbrauch wird doch zur Zeit genau einseitig betrieben: In dem man zusammen lebenden mehr Geld abknüpft, ohne dass diese sich für eine dauerhafte Wirtschaftsgemeinschaft entschieden haben. Das ist das Gleiche, was du bei den Bürgern Frankreichs bemängelst, von Staatsseite aus.
 
  • #33
Entschuldigung Kalle, aber dieser Missbrauch wird doch zur Zeit genau einseitig betrieben: In dem man zusammen lebenden mehr Geld abknüpft, ohne dass diese sich für eine dauerhafte Wirtschaftsgemeinschaft entschieden haben.
Nein wird er nicht- wenn dem so wäre hätte das BfG anders entschieden. Man knöpft den zusammen lebenden nicht mehr Geld ab als wenn diese beiden alleine leben würden. Wenn ich zusammenziehe bilde ich in gewisser weise eine Wirtschaftsgemeinschaft- nur ohne Vertrag. Und ohne Vertrag kann der Staat ja auch ganz flott wieder besch**** werden wenn bei Hilfsbedürftigkeit einfach wieder getrennt gewohnt wird. Genau dieses geschieht eben in Frankreich. Es steht jedem die Möglichkeit offen eben diesen Vertrag abzuschliessen. Wenn ich das nicht möchte (weil z.B die Liebe nicht da ist oder ich die Verpflichtungen daraus die über die zusammenwohnregeln hinaus gehen nicht eingehen möchte darf ich mich nicht beschweren dass die Allgemeinheit dafür nicht zahlt.

Wir leben auch ohne Trauschein zusammen, wir könnten natürlich auch vom Splitting profitieren. Wir tun es nicht und verzichten damit natürlich auf etwas Geld. Dass wir bei Arbeitslosigkeit den anderen dennoch unterstützen ist selbstverständlich, dafür brauchen wir den Staat nicht.

Leute, macht Euch doch mal bewusst Dass der Staat ja kein anonymer Big Brother ist. Es sind WIR, wir müssen irgendwann die Rechnung für all die Schulden bezahlen. Und zwar alle- auch die die gerade den letzten Cent mitnehmen wollen. Mit einer Überlastung des Sozialsystems ist keinem gedient- am wenigsten den wirklich bedürftigen.
Wenn Ihr schon ins Ausland schaut dann bitte richtig- es geschieht zur Zeit zum Beispiel in Griechenland. Diese Verhältnisse möchte ich nicht haben.
 
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  • #34
Ich glaube, viele verstehen das System hier keineswegs.
Durch das Anzeigen einer Wirtschaftsgemeinschaft (beim Finanzamt) übernimmt man finanzielle Pflichten gegenüber den Personen in dieser Gemeinschaft. Das bedeutet, der Staat stellt im Gegenzug Sozialleistungen ein. Andereseits hat man in diesem Falle eine Steuerersparnis.
Dies geschieht auf Antrag (statt auf Heirat). Natürlich muss man in der Wohnung gemeldet sein.
Sobald mehrere Menschen in dieser Gemeinschaft Geld verdienen, werden alle Einkommen zusammengerechnet. Das ist nichts anderes als in der Ehe.
Übrigens kann man ja auch mit der Ehe betrügen (Scheinehe). Des weiteren hat jeder ganz legal die Möglichkeit, Steuerklasse eins oder 3/5 zu wählen, wenn beide verdienen.
Die Situation ist also folgende (in Deutschland):
Ehepartner werden steuerlich begünstigt, auch wenn beide arbeiten, nichteheliche Partnerschaften (auch mit Kindern) nicht.
Hier muss mindestens ein Kinderfreibetrag von 8000€ pro Kind gewährt werden, da das Geld ja dem Kind zusteht (so zumindestens sehen es die Erfinder der düsseldorfer Tabelle) und das Kind eben diesen Freibetrag hat.
Da dies nicht passiert ist vor allem die Absetzbarkeit von Unterhaltszahlungen nach der Scheidung an die Ex-Ehefrau mehr als fragwürdig.
An Kalle:
wieviele Ehepaare sind denn schon seit Jahren getrennt, lassen sich aber wegen finanzieller Vorteile nicht scheiden?

An die FS:
Der Stiefvater muss, falls er die Kinder nicht adoptiert hat, keineswegs für sie aufkommen. Das muss der leibliche Vater, eventuell in Vertretung das Jugendamt.
 
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  • #35
An Kalle:
wieviele Ehepaare sind denn schon seit Jahren getrennt, lassen sich aber wegen finanzieller Vorteile nicht scheiden?
Gute Frage, denn da prüft komischer Weise keiner nach, ob die wirklich getrennt leben, oder nicht. Es sei denn, es wird anonym angezeigt. Aber da die Ämter eh oft über Personalmangel klagen, haben die gar nicht die Möglichkeit soviel zu prüfen. Hat mir ein Beamter vom Finanzamt, mit dem ich seit zig Jahren beruflich zu tun habe, selber gesagt.

w
 
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  • #36
Nein wird er nicht- wenn dem so wäre hätte das BfG anders entschieden. Man knöpft den zusammen lebenden nicht mehr Geld ab als wenn diese beiden alleine leben würden. Wenn ich zusammenziehe bilde ich in gewisser weise eine Wirtschaftsgemeinschaft- nur ohne Vertrag. Und ohne Vertrag kann der Staat ja auch ganz flott wieder besch**** werden wenn bei Hilfsbedürftigkeit einfach wieder getrennt gewohnt wird.
Eine Entscheidung des BfG kann man durchaus kritisieren, wobei mir nicht bewusst ist, dass dieser Fall bisher dort gelandet ist.

Kalle, was du schreibst widerspricht sich. Du sagst, ohne Vertrag über die Wirtschaftsgemeinschaft kann der Staat besch... werden. Gut, nichts anderes habe ich gesagt. Dann kannst du aber nicht von der anderen Seite einfach behaupten, es bestünde eine Wirtschaftsgemeinschaft. Entweder es besteht eine ohne Vertrag oder nicht. Es kann nicht einfach die eine Seite einen indirekten Vertrag nutzen, es der anderen Seite aber nicht zugestehen. Das ist in höchstem Maße ungerecht.

Ich gehe auch keine Wirtschaftsgemeinschaft ein, wenn ich eine WG gründe.



Wenn ich zusammenziehe bilde ich in gewisser weise eine Wirtschaftsgemeinschaft- nur ohne Vertrag. Und ohne Vertrag kann der Staat ja auch ganz flott wieder besch**** werden wenn bei Hilfsbedürftigkeit einfach wieder getrennt gewohnt wird. Genau dieses geschieht eben in Frankreich. Es steht jedem die Möglichkeit offen eben diesen Vertrag abzuschliessen. Wenn ich das nicht möchte (weil z.B die Liebe nicht da ist oder ich die Verpflichtungen daraus die über die zusammenwohnregeln hinaus gehen nicht eingehen möchte darf ich mich nicht beschweren dass die Allgemeinheit dafür nicht zahlt.

Leute, macht Euch doch mal bewusst Dass der Staat ja kein anonymer Big Brother ist. Es sind WIR, wir müssen irgendwann die Rechnung für all die Schulden bezahlen.
Das ist mir vollstens bewusst. Aber das bedeutet nicht, dass man einfach so Geld abknüpfen kann, wo es locker sitzt. Der Stiefvater in dem Beispiel bringt vielleicht selbst genug Steuern ein. Er muss nicht auch noch für eine andere Familie zahlen, nur weil sie zusammenwohnen. Ein ausbremsendes System ist das, wo sich der Staat in die privatesten Bereiche einmischt. Unter solchen Voraussetzungen werden sich viele überlegen zusammenzuziehen, und das Demographieproblem braucht einen auch nicht mehr zu wundern. Nicht jeder, der mit anderen zusammenleben möchte oder irgendwann Kinder bekommen, möchte heiraten. Diese Freiheit zur Lebensgestaltung sollte man den Menschen lassen, und nicht bestimmte Menschen (=Verheiratete) bevorzugen.
 
  • #37
@33
So ist auch mein Kenntnisstand, aber auch dass aus diesem Vertrag keinerlei Verpflichtungen für die Zeit nach dem Vertrag bestehen. Bei einer Ehe dagegen schon. Es gibt keine Vermögensaufteilung und keinen Rentenausgleich. Man löst einfach den bestehenden Vertrag auf, zeigt dies ebenfalls wieder beim Finanzamt an und schwupps ist die Allgemeinheit wieder dran.
Klar, gerecht ist das bestehende Modell nicht, aber das Französische ist es noch viel weniger. Ich wüsste auch nicht wie man das gerechter Aufstellen kann.

An Kalle:
wieviele Ehepaare sind denn schon seit Jahren getrennt, lassen sich aber wegen finanzieller Vorteile nicht scheiden
?
Yep, das dürften einige sein. Was diese aber nicht berücksichtigen ist dass auch in dieser Zeit die Verpflichtungen weiterlaufen (wie die Rententeilung, Unterhaltsverpflichtung die ungeschieden höher sind, Erbschaftsansprüche). Aber in der Summe wesentlich weniger als beim französischen Modell. Ich kenne da auch so einen Fall- die aber jetzt wieder zusammengekommen sind. Und wie willst Du diesen Fall bewerten?

Du kannst es nicht allen Recht machen, egal wie Du es machst, einige werden sich immer übervorteilt wähnen.

Aber ich würde mir schon ein wenig mehr Gemeinsinn wünschen und nicht diese Schmarotzermentalität.
 
  • #38
Es kann nicht einfach die eine Seite einen indirekten Vertrag nutzen, es der anderen Seite aber nicht zugestehen. Das ist in höchstem Maße ungerecht.
Privatmenschen können das nicht, der Staat schon... nur wie regeln dass es wirklich gerecht ist? Die Französische Blaupause ist es zumindest nicht.

Nicht jeder, der mit anderen zusammenleben möchte oder irgendwann Kinder bekommen, möchte heiraten. Diese Freiheit zur Lebensgestaltung sollte man den Menschen lassen, und nicht bestimmte Menschen (=Verheiratete) bevorzugen.
Die Freiheit lässt man Ihnen doch (wie auch mir) die Allgemeinheit bezahlt nur nicht dafür. Wenn ich die Nachteile des Vertrages (der Ehe) nicht haben will krieg ich halt auch die Vorteile nicht. Ob Verheiratete am Ende wirklich bevorzugt werden möchte ich nicht bewerten, bei vielen geht die Rechnung nicht auf (z.B. beim Eintritt des Versorgungsfalles oder einer Scheidung).
 
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  • #39
Also ich finde das hochgradig ungerecht.
Ungerecht gegenüber der Mutter: sie wird so nie einen berufstätigen Mann finden, der mit ihr zusammenzieht. Neue Beziehungsperspektive gleich Null.
Wenn ein Mann und eine Frau eine gemeinsame Wohnung beziehen, dann gründen sie eine Wirtschaftsgemeinschaft, denn das ist die Grundidee einer Partnerschaft. Alles andere ist nur eine Spaß-Beziehung, oder eine Affäre.

Ein Mann der mit einer H4-AE-Mami zusammen zieht, der sollte wissen was er sich antut. In jeder Beziehung, nicht nur finaziell.

m
 
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  • #40
Eine AE würde ich erst gar nicht nehmen denn warum soll ich für das Spaßvorleben eines anderen Mannes aufkommen?
Es ist mir somit egal ob andere für Stiefkinder aufkommen müssen.
 
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  • #41
Privatmenschen können das nicht, der Staat schon... nur wie regeln dass es wirklich gerecht ist? Die Französische Blaupause ist es zumindest nicht.
Der Staat "kann" so einiges. Z. B. Daten überwachen oder Geld verlangen. Ob das rechtens ist, ist eine ganz andere Frage. Nein, es ist natürlich von Staatsseite genauso wenig rechtens wie von einer Privatperson, einen einseitigen Vertrag zu den eigenen Gunsten jemand anderem aufzuzwingen. Das ist der Inbegriff von Ungerechtigkeit.

Man kann es ganz einfach gerecht regeln: Der Staat hat sich herauszuhalten, wer zusammen zieht. Keine Ehe, sprich kein Vertrag, keine EXTRA-Pflichten. Das hat im übrigen mit Schmarotzertum nichts zu tun. Wenn zwei Leute zusammenziehen, haben sie die gleichen Rechte wie jeder andere. Sonst müsste sich der Staat in alles einmischen und am besten den Freundeskreis scannen, ob da nicht jemand die Kosten übernehmen kann - das ist die dahinterstehende Philosophie, die du verteidigst. Kann man irgendwo Geld finden, nimmt man es. So eine ungerechte Philosophie tötet bei den Menschen jeden Anreiz, was sich in Arbeitsunlust und Geburtenrückgang dann widerspiegelt.

Wenn ich die Nachteile des Vertrages (der Ehe) nicht haben will krieg ich halt auch die Vorteile nicht.
EBEN! Aber die Nachteile haben Unverheiratete doch. Das ist es, worum es hier geht. Jeder soll selbst entscheiden, welchen Vertrag er eingeht oder nicht. Und nur aus dem Vertrag folgen spezielle Rechte und Pflichten. DAS ist gerecht. Um mich geht es im übrigen nicht, sondern um einen abstrakten, neutralen Blick, dass das Vorgehen höchst ungerecht ist.
 
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  • #42
Wenn ein Mann und eine Frau eine gemeinsame Wohnung beziehen, dann gründen sie eine Wirtschaftsgemeinschaft...
Nein, sie ziehen nur zusammen. Ich kann auch mit meinem besten Freund zusammenziehen. Das hat nichts mit Partnerschaft oder Wirtschaftsgemeinschaft zu tun. Und wie ein Mensch seine Partnerschaften gestaltet, ist in einem freiheitlich demokratischen Staat jedem selbst überlassen.
 
  • #43
Nein, es ist natürlich von Staatsseite genauso wenig rechtens wie von einer Privatperson, einen einseitigen Vertrag zu den eigenen Gunsten jemand anderem aufzuzwingen. Das ist der Inbegriff von Ungerechtigkeit.
Nunja, es ist kein Vertrag, wenn ich einfach ausziehe ist das Ganze beendet. Ein Vertrag, die Ehe dagegen verpflichtet auch für die Zeit danach.


Wir sind und schon einig dass das bestehende System Ungerechtigkeiten enthält, ich wüsste nur nicht wie man es gerechter machen könnte ohne entweder den Haushalt zu sprengen oder das Sozialsystem ganz aufzugeben. Für alle gerecht sind nämlich nur zwei Optionen: Alle kriegen was (Pleite!) oder keiner. Beides ist nicht wirklich wünschenswert finde ich.

Klar wärs wünschenswert möglichst vielen zu helfen, irgendwer muss es aber auch bezahlen und wenn Dir irgendwann von jedem zusätzlichen Euro den Du verdienst 80% wegversteuert und wegversozialversichert werden- wer ist dann noch bereit mehr zu leisten? Daran ist der gesamte Ostblock Bankrott gegangen.

Reichtum für alle mit ner 10h Woche geht nunmal nicht.
 
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  • #44
zu #41

Ja klar, du kannst auch mit deinem besten Freund zusammenziehen.
Der Witz daran ist, dass das Finanzamt das dann genauso, wie oben beschrieben als Gemeinschaftshaushalt wertet und im weiteren folgerichtig genauso (s.o.) verfährt.
 
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  • #45
Liebe(r) FS

ja, dieses H4-Gewusel gehört auf den Prüfstand.
Denn es verschiebt viele Probleme finanzieller Art nur von A nach B, und zwar zur Entlastung des Staats und zur Belastung der Privaten.
Ich dächte nicht im Traum dran für die Kinder meines Partner zu bezahlen weil das Amt das meint.
 
  • #46
Ich hatte vor 18 Jahren eine Beziehung mit einer AE-Mutter ( Lehramtsstudentin ) mit einer kleinen Tochter. Für die Kleine gab es Unterhaltsvorschuss denn der "Vater" hat sich für das Kind nicht interessiert. Beide haben sich auch bei einfachen Unternehmungen gefreut, haben nie sehr hohe Ansprüche gestellt.

Wenn schon über Geld diskutiert wird, ist es eine interessante Frage wie viel der finanzielle Unterschied zwischen einer AE-Mutter mit niedrigen Ansprüchen und einer "altlastenfreien" Frau wirklich beträgt, die andere kostenintensivere Unternehmungen machen will ...

Es ist mir übrigens immer egal gewesen wie viel der finanzielle "Mehrbedarf" an Essen, mal ein Eis, Fahrt in den Tierpark oder auch mal die Kostenübernahme für ein schönes Kleidungsstück, dass sich ihre Mutter nun mal nicht hätte leisten, wirklich gewesen ist.

Ich kann aber ganz genau beschreiben, wie die Kleine zum ersten mal mit ihrem Stofftierschäfchen vor mir stand, wie sie gelacht hat wenn ich sie gekitzelt hab, wie sie mich immer herzlich gedrückt hat, am Sonntag früh immer zu uns ins Bett gekommen ist um zu kuscheln ...
 
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  • #47
Nunja, es ist kein Vertrag, wenn ich einfach ausziehe ist das Ganze beendet.
Na das ist ja eine Argumentation. Sorry, aber ob und mit wem man zusammenzieht, ist Privatsache. Und es ist sehr wohl Aufhalsung eines Vertrages, wenn der Staat meint, mit dem Zusammenziehen, könne er einen einseitigen Vertrag annehmen. Das, was du da beschreibst, ist das Gleiche, wie wenn ich mich an den Eingang des Gebäudes stelle, in das du jederzeit hineindarfst und sage: "Wenn du rein willst, gib mir 5 Euro. Ist ja kein Zwang, du kannst ja draußen bleiben." -- Menschen dürfen zusammenziehen, wie sie wollen, so wie du ein gebäude betreten darfst. Dafür kann man nicht einfach Pflichten abverlangen.

Wir sind und schon einig dass das bestehende System Ungerechtigkeiten enthält, ich wüsste nur nicht wie man es gerechter machen könnte ohne entweder den Haushalt zu sprengen oder das Sozialsystem ganz aufzugeben. Für alle gerecht sind nämlich nur zwei Optionen: Alle kriegen was (Pleite!) oder keiner. Beides ist nicht wirklich wünschenswert finde ich.
Sehe ich auch so. Aber es gibt sehr wohl Methoden, die Freiheit und Gerechtigkeit zu wahren und zugleich sparsamer zu sein. Das Sozialsystem kann gekürzt werden, aber für ALLE. Nicht, indem man bei denen Geld abgrast, die sowieso schon einzahlen, indem man sich in ihre privatesten Angelegenheiten (Zusammenziehen, Beziehung) ohne deren Zustimmung (=Ehe) einmischt. So bewirkt man nur eines: Dass die Leute keine Lust mehr haben, übermäßig für so eine Gemeinschaft zu arbeiten. Es geht dann vielen nur noch darum, ein ungerechtes System zu den eigenen Gunsten (aus) zu nutzen.

Klar wärs wünschenswert möglichst vielen zu helfen, irgendwer muss es aber auch bezahlen...
Reichtum für alle mit ner 10h Woche geht nunmal nicht.
Kalle, das ist mir sehr wohl klar. Ich bin liberal, nicht sozialistisch. Eigenverantwortung, wo es möglich ist, ist gut. Es ist aber kein Fördern von Eigenverantwortung, wenn man Leute gegen ihren Willen in die Pflicht nimmt. Der Stiefvater muss ja nicht nur für seine Freundin und Kindern aufkommen, sondern auch in voller Zahlung für alle anderen, für die er ohne Steuernachlass in die Kassen einzahlt. Da einfach von "irgendjemand muss es zahlen" zu sprechen, finde ich sehr kurz gedacht. Dann habe ich einen besseren Vorschlag: Jeder Ehemann muss voll einzahlen, ohne Steuernachlass. Das macht die Kassen auch voller und es wäre WESENTLICH GERECHTER.
 
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Gast

  • #48
zu #41

Ja klar, du kannst auch mit deinem besten Freund zusammenziehen.
Der Witz daran ist, dass das Finanzamt das dann genauso, wie oben beschrieben als Gemeinschaftshaushalt wertet und im weiteren folgerichtig genauso (s.o.) verfährt.
Ja, und das ist doch eine Unverschämtheit, oder nicht? Nehmen wir den Fall, jemadn will dem besten Freund etwas unter die Arme greifen, vielleicht die Kinder mitversorgen, damit er nach Jobs suchen kann usw. Alles sehr löblich. Und welchen Dank bekommt so jemand? Er muss die Sozialhilfe für den Freund übernehmen.

Das ist doch irre. Etwas für andere tun, mit anderen Zusammenleben, wird bestraft.

Kommt dann auch jemand vorbei, und kontrolliert, ob man getrennte Kühlschränke benutzt? Was bedeutet denn bitte "Wirtschaftsgemeinschaft"? Nach der Definition des Finanzamtes wohl alles, was man irgendwie so auslegen könnte.
 
  • #49
und wenn Dir irgendwann von jedem zusätzlichen Euro den Du verdienst 80% wegversteuert und wegversozialversichert werden- wer ist dann noch bereit mehr zu leisten?
Nimm alle Steuern und Abgaben, auch Verbrauchssteuern wie MwSt., Mineralölsteuer etc., die ein Single von seinem Bruttolohn bezahlt.
Ich schätze, da bleiben noch ca. 30 - 35 % vom Bruttolohn übrig.

Und davon soll dann Einer seinen Netto-Lebensunterhalt bezahlen UND ggf. den seiner neuen Partner/in und ggf. deren Kind/er.

d.h. zuerst wird einem das Meiste genommen. Und vom Rest soll man u.a. auch noch soziale Leistungen bezahlen, die sonst der Staat zahlen würde.

Steuern und Abgaben hin - Sozialstaat her. Gewiss, von nix kommt nix.
Aber wer zahlt, hat ein Recht darauf zu erfahren, was ganz genau mit diesen Geldern gemacht wird.
Und diese genaue Bilanz sowie Hintergründe - vermisse ich. (z.B. Krankenkasse)
Nebenbei: Es wundert mich, daß Dtl. trotzdem so hoch verschuldet ist.

Es kommt mir vor, wie Top-Elite contra breite Masse der restlichen Bürger.
Und diese Top-Elite verdient dabei kräftig an der Masse der Bürger.

Oder wie bei diesem Thema: Der Staat spart Ausgaben, weil er die per Gesetz auf den Verdiener abwälzen kann.
Wie auch eine Frau, die 12 Jahre nach der Scheidung plötzlich Unterhalt für ihren ex-Ehemann zahlen soll.

Dtl. steht m.E. nahe am "großen Knall" Wenn die Mehrheit der Leistungsträger nicht mehr weiter leisten wollen, weil ihnen zuviel "weg genommen" wird.
 
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  • #50
Na ja diese Frau war halt blöd! Eine sehr entfernte Bekannte von mir, ewige Hartz 4 Empfängerin, hat einen neuen Lover gefunden und der hatte auch noch richtig Kohle. Sie zog mit den Kindern zu Ihm. Und jetzt kommt's: Die haben einen Untermietvertrag angefertigt, d.h. offiziell sind Sie gar kein Paar sondern nur ein normal Mietverhältnis eingegangen. Und Sie bezieht schön die Bezüge und das Amt zahlt die Miete. So wirds gemacht.*Ironie*
 
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Gast

  • #51
@49 - dann hoffe ich mal, dass man diesen Früchtchen auf die Schlichte kommt und es richtig Strafen hagelt! Eine Unverschämtheit ist das! Irgendwann kommt hoffentlich ein Nachbar, angeblich guter Freund - wer auch immer und schwärzt sie an - zu Recht! Denn händchenhaltend in der Öffentlichkeit zeigen, Freunde bewirten und gemeinsam in Urlaub fahren dürfte dann ja nicht drin sein.
 
  • #52
Ich habe mit der geltenden Regelung kein Problem, sondern halte sie für angemessen. Es steht der Frau schließlich frei, sich einen Job zu suchen.

Allerdings habe ich beobachtet, daß es durchaus Leute gibt, welche 1-2 Kinder haben und für welche es sich aufgrund niedriger oder einfacher Qualifizierung nicht rechnet, arbeiten zu gehen. Allerdings haben diese Leute für mich dann auch keinen Anstand und keine Ehre im Leib - auch wenn das vielleicht für manchen hier altmodisch klingen mag. Wer erwachsen und gesund ist, hat für sich selbst zu sorgen, sofern er nicht durch die Umstände (Baby, Pflege der Eltern o.ä.) davon abgehalten wird.
 
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Gast

  • #53
Denn händchenhaltend in der Öffentlichkeit zeigen, Freunde bewirten und gemeinsam in Urlaub fahren dürfte dann ja nicht drin sein.
Warum nicht? Sie kann sich doch in den Vermieter verlieben, ohne eine Wirtschaftsgemeinschaft zu gründen, weiterhin bei ihm zur Miete wohnen, ein Verhältnis haben.

Ich finde das Verhalten völlig in Ordnung. Wenn von Staatsseite so unlogisch vorgegangen wird, dass man Regelungen nicht mehr kontrollieren kann, dann kann dies nunmal leicht umgangen werden. Man sollte nur solche Gesetze schaffen, die man auch kontrollieren kann, sonst macht man sich lächerlich.

Private Verhältnisse sind nunmal nicht zu kontrollieren. Da auch WG-Bewohner füreinander aufkommen müssen, hat das Ganze nichts mit der Beziehung zu tun, sondern eben alleine mit dem Mietverhältnis. Das Problem lässt sich also leicht lösen: Man wohnt zur Miete.
 
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  • #54
@52 - und ihr glaubt, das funktioniert auf Dauer? Genau diese Sozial-Schmarotzer sind einfach nur zum K....! Genau wie faule H4-Empfänger. Man kann arbeiten für sein Geld und muss der Allgemeinheit nicht auf der Tasche liegen. Das zeigt mir mal wieder, es gibt einfach zu viel Geld vom Staat. Das ist in anderen Ländern anders - wahrscheinlich damit auch besser! Aber leider gibt es in unserem Land zuviele Gutmenschen.
 
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Gast

  • #55
Genau diese Sozial-Schmarotzer sind einfach nur zum K.....! Genau wie faule H4-Empfänger. Man kann arbeiten für sein Geld und muss der Allgemeinheit nicht auf der Tasche liegen. .
Mir ist es lieber, wenn meine Steuern für diese sogenannten Sozialschmarotzer ausgegeben werden, als für die x-te Subvention einer Firma, unsinnige Strassenbaumassnahmen oder überflüssige Staatsbedienstete.
 
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Gast

  • #56
@52 - und ihr glaubt, das funktioniert auf Dauer? Genau diese Sozial-Schmarotzer sind einfach nur zum K.....!
Jetzt mach mal halblang. Ich arbeite seid Jahren mit H4-Empfänger, viele sind wirklich unfähig einer regelmässigen Arbeit nachzugehen. Dahinter liegen oft psychische Probleme. Mir tun am meisten die betroffenen Kinder leid.

Aber sein wir doch ehrlich, die großen Firmen, Banken und Politiker besch..... uns in ganz anderen Dimensionen um unser Geld als Otto-Normal-Verbraucher.

Lasst uns unseren Frust also nicht an den H4-Empfängern raus. Dies sind schon genug gestraft.

w 50
 
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Gast

  • #57
Wenn ich dann lesen muss, dass faule Frauen sich einnisten und von meinem hart verdienten Geld leben - was ist das dann für euch: Schön?!?!
Nein, nicht schön, man sollte aber dennoch dazu in der Lage sein, zu unterscheiden und einen Blick für Gerechtigkeit zu haben.

Was ist mit Ehefrauen, die nicht arbeiten, und deren Mann weniger Steuern zahlt? Die leben ebenfalls von deinem Geld mit, indirekt.

Und hier geht es nunmal um den LG oder Mitbewohner eines arbeitslosen Menschens. Kann man das bitte mal differenzieren? Warum sollte dieser Mensch nicht nur für andere Arbeitslose in die Kasse einzahlen, sondern auch noch die komplette Zahlung für eine fremde Familie übernehmen? Um den geht es. Und es ist nicht ganz ernst zu nehmen, wenn man diesem nun wiederum den Vorwurf macht, mit einer arbeitslosen Frau zusammen zu sein.

Es geht eben nicht um Sozialschmarotzer. Es geht um einen Menschen, der bereits einzahlt, genau wie du, und noch ZUSÄTZLICHE Kosten übernehmen soll.
 
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Gast

  • #58
Ich mache als Single nur noch die vereinfachte Steuererklärung, kann mich aber erinnern, dass es auf den zig Bögen die man früher ausfüllte auch immer diese Zeile "Unterhalt für bedürftige Personen" oder so ähnlich gab.

Jetzt mal an diejenigen, welche sich damit besser auskennen - kann man es demnach nicht längst absetzen von der Steuer, wenn man für andere Haushaltsangehörige finanziell sorgt, oder habe ich da die falsche Vorstellung? Ich dachte jedenfalls bisher immer es wäre so.
 
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Gast

  • #59
Es ist dem Mann doch freigestellt weiterhin alleine zu wohnen.
Man kann sich nunmal nicht nur die Rosinen im Leben raus picken. Die Frau soll bei ihm leben, sich um seinen Haushalt kümmern (davon ist ja wohl auszugehen, wenn er voll arbeitet und sie gar nicht), soll nachts neben ihm liegen damit sein sexuelles Bedürfnis jederzeit gestillt werden kann, aber bezahlen soll doch bitte die Allgemeinheit für diese "Dienste", versorgen möchte er sie nicht?
Was für eine assoziale Einstellung...

Dafür dass sie sich um seinen Haushalt und seine Wäsche kümmert steht ihr doch wohl auch eine vernünftige Versorgung zu, oder ist ihre Arbeitsleistung in seinem Haushalt nichte wert?
Wird hier nicht oft genug betont, dass dies ein Fulltime-Job ist? Und den kriegt er zum Nulltarif? Oder auf Kosten des Steuerzahlers?

Das was ihr an finanziellem Ausgleich dafür von ihm zusteht wird wohl ausreichen, zusammen mit Kindergeld und Unterhaltsvorschuß (falls der Vater nicht zahlt), dass sie dann genug zur Verfügung hat um ihre Kinder selber und ohne den Steuerzahler zu versorgen.

Nicht er kommt hier für die Kinder auf, sondern sie mit dem was ihr von seiner Seite her als finanzieller Ausgleich zusteht für das, was sie zur Wirtschaftsgemeinschaft beiträgt, nämlich ihrer körperlichen Arbeit in seinem Haus.

Wer bitte hier fände es denn gerecht, wenn sie das alles umsonst für ihn leistet?

Hartz4 ist für diejenigen da, die GAR NICHTS mehr haben bzw, an finanzieller Zuwendung von anderen bekommen, damit diese Menschen nicht ohne Dach überm Kopf verhungern müssen. Hartz4 ist doch kein selbstverständliches Einkommen, was einem grundsätzlich zusteht und immer weiter gezahlt werden muß, wenn man einmal in der Lage war auf diese NOTLÖSUNG angewiesen zu sein um überhaupt überleben zu können.

In Deutschland muß kein Mensch verhungern oder auf der Strasse leben, wenn er das nicht will.
Dafür zahle ich auch gerne Steuern, das ist eine Solidarität die ich als absolut selbstverständlich ansehe meinen Mitmenschen gegenüber.

Ändern sich die Lebensumstände so wie in dem Fall hier ist es sehr wohl rechtens diese Zahlungen einzustellen.

Sie übernimmt für ihn den Job als Haushälterin, Putzfrau, Köchin, aber er bekommt diese Dienstleistungen ganz umsonst, sie ist deswegen weiter bedürftig und der Steuerzahler bezahlt sie dann praktisch an seiner Stelle, damit beide zusammen mehr Geld haben?
Unglaublich, das es tatsächlich Leute gibt die dieses als korrekt empfinden.
 
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Gast

  • #60
Warum sollte dieser Mensch nicht nur für andere Arbeitslose in die Kasse einzahlen, sondern auch noch die komplette Zahlung für eine fremde Familie übernehmen? Um den geht es. Und es ist nicht ganz ernst zu nehmen, wenn man diesem nun wiederum den Vorwurf macht, mit einer arbeitslosen Frau zusammen zu sein.
Fremde Familie?
Sie leben zusammen, teilen Tisch und Bett wie man so schön sagt und die Frau kümmert sich um seinen Haushalt und seine Wäsche während er das Geld verdient.

Das ist dann also eine "fremde Familie", wo der Mann die Frau nicht versorgen braucht, sondern wo andere Steuerzahler der Frau Geld zukommen lassen sollen, damit sie ihre Kinder durchbringen kann?
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.