Neuer Partner - Probleme mit dem Kind

Hallo,

ich habe vor ca. 3 Monaten einen neunen Mann kennen gelernt.
Er ist wirklich toll und wir verstehen uns gut, lachen auch viel.

Er (39) hat eine Tochter (3,5) welche jedes Wochenende bei ihm ist.
Ich (32) habe einen Sohn (4,5).

Ab und an unternehmen wir am Wochenende was zu viert, was auch lustig ist.
Nun hat mein Sohn mir zu verstehen gegeben, dass er die Tochter nicht mag (aber gut, im Moment sind alle Mädchen doof)

Allerdings kann ich die Meinung meines Sohnes fast nachvollziehen.

Ich weiß nicht warum, aber bis jetzt hab ich noch keinen Draht zu dem Mädchen gefunden und ich mache mir deswegen wirklich viele Gedanken.

Er liebt sein Kind überalles und kümmert sich wirklich toll.

Aber ich bin fast schon genervt von ihr.

Sie ist ziemlich pummelig und wenn sie im Schnee hinfällt, bleibt sie sitzen und kann nicht aufstehen, sondern fängt an zu quängeln.
Ein Hügelchen hinauf klettern ist kaum möglich und sie plumpst wie ein Sack auf den Hosenboden.
Vom Schlitten aufstehen dauert ewig weil sie es nicht allein schafft.
Zuhause geht es weiter, irgendwelche Spiele spielen ist nicht möglich - kann sie einfach nicht.
Heult bei jeder kleinigkeit los.
Neulich wollte sie meine Wand anmalen, habe ich natürlich etwas gesagt worauf hin sie angefangen hat zu heulen und sich nicht mehr beruhigt hat. Der Papa war auf meiner Seite und hat versucht es ihr zu erklären das man keine Wände anmalt, aber keine Chance.
Ihren Hubbi würde sie am liebsten den ganzen Tag nehmen und ihre Windel auch - was ihr optisches Erscheinungsbild nicht gerade positiver verändert.
Auch wenn es gemein ist, niedlich ist die Kleine wirklich nicht. Was vielleicht alles nochmal verstärkt (ja ich weiß, ich bin gerade gemein und oberflächlich und es zerreißt mir mein Herz das ich so denke)

Sie hängt ständig nur auf ihrem Papa, keine 5 Minuten ohne Papa, dabei würde mein Kind gerne mit ihr spielen und fragt sie auch ständig und ist dann traurig das sie nicht mit ihm spielen will.
Und mittlerweile möchte er nicht mal mehr das sie zu uns nachhause kommt.

Jetzt bin ich wirklich in einer Zwickmühle und weiß nicht weiter.

Ihn mag Ihn sehr und haben auch erziehungstechnisch sehr viele gleiche Ansätze. Ich denke es würde wirklich gut passen und das er eine Tochter hat, mit der ich vielleicht mal Barbie spielen kann und Mädchenkram machen kann, finde ich auch schön.
Allerding werde ich mit dem Mädchen (bis jetzt) einfach nicht warm und merke wie ich mittlerweile echt genervt bin wenn der Name fällt und wir am WE ja wieder etwas zusammen unternehemen können.

Aber hat das wirklich einen Sinn? Kann das eine Zukunft haben oder lieber jetzt schon schweren Herzens die Reißleine ziehen?

Auch das er jedes Wochenende sein Kind hat, manchmal sogar ab Donnerstag schon macht er auch nicht einfach was die Zweisamkeit angeht.
Da ich i.d.R. mein Kind auch immer habe außer 1x in der Woche nicht bzw jedes 2. Wochenende nicht.

Dabei dachte ich wirklich das ER es sein könnte, da sonst alles passt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wie kann man so über kleine Kinder sprechen?! Gerade wenn man selbst eins hat!

Empathie Fehlanzeige!

Kinder merken, wenn Erwachsene sie nicht mögen! Deswegen reagiert sie so auf dich!

Du magst sie nicht, weil es nicht dein Kind ist und sie dir Paarzeit stiehlt!

Das arme Kind tut mir wirklich Leid!

Leg dem Vater am besten diesen Beitrag vor, dann hat sich dein „Problem“ erledigt!
 
Betrachte das bitte aus der Perspektive des Mädchen. Jede Woche wird sie hin und her geschoben. Vielleicht fühlt sie sich bei Papa sehr gut und sie liebt ihren Vater ganz dolle. So und dann kommst du daher und bringst auch noch einen Jungen mit, der ihr überlegen ist. Was glaubst Du denn wohl was in diesem kleinen Mädchen vor sich geht. Das alles in einer sehr kurzen Zeit.
manchmal sogar ab Donnerstag schon macht er auch nicht einfach was die Zweisamkeit angeht.
Du brauchst also Zweisamkeit, das Mädchen brauch noch etwas mehr, kann sich aber mit 3.5 Jahren nicht so vertändlich ausdrücken. Ausser
den ganzen Tag nehmen und ihre Windel auch - was ihr optisches Erscheinungsbild nicht gerade positiver verändert.

Hässlich, -DEINE GEDANKEN-
 
Liebe FS,
ich finde Deine Schilderung nicht fies und gemein, Du hörst Dich an wie eine gute Beobachterin, die an diesem Kind etliche Dinge feststellt, die ungewöhnlich und unangenehm sind.
Mach Dich nicht verrückt, daran lässt sich etwas ändern. Aber leider nicht durch Dich, sondern durch die Eltern, die die Augen öffnen müssen. Kannst Du mit dem Mann wirklich reden? Ja?

Dann sag ihm, dass Du Dir Sorgen machst und schildere ihm Deine Beobachtungen. Neutral und sachlich, Dir ist ...... aufgefallen und da Du viele Kindern kennst, hast Du das Gefühl, dass die Kleine ein Problem hat. Probleme mit dem Gleichgewicht/der Motorik/Koordination etc etc haben auch Auswirkungen auf die Psyche und das Verhalten, die Kinder werden unsicher, quengelig, aggressiv - einfach auffällig. Dafür können sie nichts, sie brauchen die Erwachsenen, die sich bemühen ihre Probleme realistisch zu sehen und ihnen zu helfen.

(Mein Sohn hatte ganz seltsam gelagerte Probleme mit dem Gleichgewicht, die vom Kinderarzt nicht diagnostiziert werden konnten. Ich bin mehreren Menschen entsetzlich auf die Nerven gegangen, er bekam dann endlich eine perfekt passende Therapie und das Problem war bald vergessen.)

(Nein, ich war keine neurotische Helikoptermutter.)
 
Vom Schlitten aufstehen dauert ewig weil sie es nicht allein schafft.
Zuhause geht es weiter, irgendwelche Spiele spielen ist nicht möglich - kann sie einfach nicht.
Heult bei jeder kleinigkeit los.
Dass dich das nervt, kann ich schon nachvollziehen. Klingt für ihr Alter eher suboptimal, was ihre motorischen Fähigkeiten angeht. Aber gut, das ist Erziehung, oder ? Dafür kann die Kleine schlicht nichts.
Genauso wie ihre Optik. Schlechte Ernährung + kaum Bewegung. Da verzapfen die Eltern den Mist ....wieso projizierst du das aufs Kind ?
Ich weiß nicht warum, aber bis jetzt hab ich noch keinen Draht zu dem Mädchen gefunden und ich mache mir deswegen wirklich viele Gedanken.

Er liebt sein Kind überalles und kümmert sich wirklich toll.

Aber ich bin fast schon genervt von ihr.
Du magst sie nicht und fragst dich, wieso sie mit dir nicht warm wird. Kinder spüren intuitiv, wer ihnen wohl gesonnen gegenüber tritt und wer nicht.
Ich denke es würde wirklich gut passen und das er eine Tochter hat, mit der ich vielleicht mal Barbie spielen kann und Mädchenkram machen kann, finde ich auch schön.
Ein Kind ist keine Puppe. Du beziehst dich null auf das kleine Wesen, malst dir aber aus, was du alles mit ihr anstellen könntest.

Nur eine Vermutung: Kann es sein, dass der Vater deines Sohnes keine so enge Beziehung zu ihm hat?

Ich würde - an deiner Stelle - mal meine eigenen Gefühle ergründen und woher diese Abneigung kommt. Das hat wahrscheinlich wenig mit dem Mädchen zu tun, denn auf sie beziehst du dich ja kaum und was du da schilderst, ist ja nicht katastrophal.

Ich würde mich, um eine Beziehung zu ihr bemühen. Ihr behutsam zeigen, dass du sie magst und offen bist, sie einbeziehen z.B. beim Tisch decken, ihr aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen usw. einfach mal den Kontakt über IHRE Interessen zu ihr suchen.

Das Problem liegt aber sicherlich bei dir. Die Kleine klingt nicht nach einem nervenaufreibenden Problemfall....
 
Es ist ein Kind, dass seinen Papa auf einmal nicht mehr hatte, weil sich die Eltern trennten? Oder sind sie schon länger getrennt?
Vielleicht ist die Mutter auch "kalt" dem Kind gegenüber oder es ist eine Papa-Kind? Bei Dir ist ja gegeben: Mutter und Sohn. Es heißt doch: Vater und Tochter. Vielleicht ist da was dran.

Es einem Kind anzulasten, dass es dicklich ist und unbeweglich, das ist doch albern. Und vor allem kann es sich ja nicht selbst drum kümmern, aber auf ihm lädst Du Deinen Frust ab. NIcht auf die Mutter, die sich vielleicht nicht gut drum kümmert, nicht auf den Vater, der vielleicht gar kein Problem sieht, nein, auf den Menschen, der hier am schwächsten ist. Dabei ist doch klar, dass das Kind dafür gar nichts kann und nicht wie ein Erwachsener betrachtet werden sollte, der für sich die Verantwortung hat.

Auch wenn es gemein ist, niedlich ist die Kleine wirklich nicht.
Muss sie das sein, damit man nett zu ihr ist?

Sie hängt ständig nur auf ihrem Papa, keine 5 Minuten ohne Papa, dabei würde mein Kind gerne mit ihr spielen und fragt sie auch ständig und ist dann traurig das sie nicht mit ihm spielen will.
Ich verstehe schon, dass Du Deinem Sohn gern die Enttäuschung ersparen würdest, aber das könntest Du ihm ja so erklären, dass er sich nicht persönlich abgelehnt fühlt. Und wenn er bei seinem Papa wäre (vorausgesetzt, das ist ein lieber und guter Vater, wie es sein sollte), dann würde er vielleicht auch lieber mit Papa zusammen sein, statt mit einem fremden Kind. Papa ist Papa und ihr stört vielleicht sogar. Am Ende, als wenn ihr zusammenleben würdet, hätte Dein Sohn ihren Papa viel mehr als sie zeitlich gesehen.

Fazit: Das Kind hat vielleicht die Trennung der Eltern überhaupt nicht verkraftet. Vielleicht ist die Mutter verklemmt in Gefühlsäußerungen, gibt Schokolade statt Umarmung. Anscheinend geht sie auch nicht zum Kindersport (gut, geht gerade nicht) oder mal spazieren, dass die Kleine besser lernt, wie man wieder aufsteht. Vielleicht sitzt sie den ganzen Tag bei der Mutter irgendwo rum, weil sie sich nicht kümmern will oder ihr das zu viel ist? Forsche da, wenn Du nicht nur fies über die Kleine denken willst.

Ich habe auch den Eindruck, Du bist eifersüchtig. Muss nicht stimmen, aber kommt ein bisschen rüber. Du willst den Mann für Dich und ja, er verbringt wirklich viel Zeit mit seinem Kind. Er sollte vielleicht gar nicht daten und sich erstmal um seine Tochter kümmern?

Allerding werde ich mit dem Mädchen (bis jetzt) einfach nicht warm und merke wie ich mittlerweile echt genervt bin wenn der Name fällt und wir am WE ja wieder etwas zusammen unternehemen können.
und das schon nach 3 Monaten Kennen. Ich glaube, das wird nichts. Er sollte sich ja auf jeden Fall auf die Seite seiner Tochter stellen, wenn Du Stress machst wg. Zeitverbringen usw..
 
Zuletzt bearbeitet:
Anstatt rumzujammern, nehme die Sache doch in Angriff. Gehe mit beiden Kindern raus, lass sie spielen und toben, koche ihnen was gesundes usw.
Ich hatte auch mal einen Lebenspartner, wo das Kind sehr schrecklich war.
Aber: da kann das Kind doch nichts für.
Du wirst schon irgendwas finden, damit die kleine mehr Freude hat und lebhafter wird, dass geht doch so schnell mit Kindern.
 
Ich finde Deine Sicht eigenartig. Was kann das Kind dafür, wenn sich die Eltern so früh trennen? Logisch, dass sich daraus auch Probleme ergeben.
Deine Klagen, dass er sein Kind jedes Wochenende hat, kann ich auch nicht nachvollziehen. Du hast Dein Kind dafür die ganze Woche. Aus meiner Sicht scheint das nicht zu passen.
 
Nun hat mein Sohn mir zu verstehen gegeben, dass er die Tochter nicht mag (aber gut, im Moment sind alle Mädchen doof)
Allerdings kann ich die Meinung meines Sohnes fast nachvollziehen.
Es wird sich wohl nichts ändern!
Ich weiß nicht warum, aber bis jetzt hab ich noch keinen Draht zu dem Mädchen gefunden und ich mache mir deswegen wirklich viele Gedanken.
Er liebt sein Kind überalles und kümmert sich wirklich toll
Bei all dem positiven Denken, kann ich für dich keine gute Situation erkennen!
Aber ich bin fast schon genervt von ihr.
Sie ist ziemlich pummelig und wenn sie im Schnee hinfällt, bleibt sie sitzen und kann nicht aufstehen, sondern fängt an zu quängeln.
Es hat doch keinen Wert, wenn man ständig genervt ist!
(ja ich weiß, ich bin gerade gemein und oberflächlich und es zerreißt mir mein Herz das ich so denke)
Lieber offen, direkt, aufrechtig und authentisch sein, als sich was schön zu reden und/oder unter den Teppich zu kehren, was die allermeisten Menschen machen!
Jetzt bin ich wirklich in einer Zwickmühle und weiß nicht weiter.
Du bist gut beraten für alle, wenn du den Kontakt beendet, lass dich nicht madig machen und negativ beeinflussen von einigen Schreiber hier!
Aber hat das wirklich einen Sinn? Kann das eine Zukunft haben oder lieber jetzt schon schweren Herzens die Reißleine ziehen?
Ich sehe für mich bei dir keinen Sinn, für mich ist das Energie - und Zeitverschwendung da es keine Zukunft hat, lieber jetzt die Reißleine ziehen, als später! Deine Situation wird nicht einfacher, sie wird schwieriger mit der Zeit!
Ich finde Gedanken hässlich, die schön geredet werden und/oder unter den Teppich gekehrt werden. Menschen die offen, direkt aufrichtig und authentisch sagen, was sie denken, was sie fühlen, können niemals hässlich sein!! Punkt.
 
Du liebst den Mann, jetzt gibt es ihn nicht ohne Tochter.

Dass man nicht jedes Kind auf Anhieb toll findet, finde ich menschlich - ich war auch interessiert daran, dass ich die Kinder meines Partners kennenlernte, wie auch daran, dass sich meine Söhne und er begegneten.
Wären da größere Disharmonien gewesen, hätte ich das Kennenlernen abgebrochen. Mir ist Familie wichtig und da muss es passen. Nun sind unsere "Kinder" erwachsen.

Hier hast Du ein kleines Mädchen, und vielleicht doch noch eine Chance?
Indem Du Dir überlegst, dass sie fremdelt, sich unsicher fühlt, deswegen am Papa hängt? Dass sie in der Situation schlicht überfordert ist?

Also zu versuchen, über Mitgefühl den Zugang zu finden, und Dir zu überlegen, was würdest Du mit dem Mädchen machen, wenn es Deine Tochter wäre?
Für Deinen Sohn, lade einen Kumpel mit ein, dann hat er einen adäquaten Begleiter.

Wenn sie so unsicher ist, an wäre es auch sinnvoll mit dem Vater zu reden, vielleicht ist es wirklich nicht normal und dann sollte man darauf schauen.

Redet überhaupt miteinander - aber werde Dir bewusst, ihn gibt es nur mit ihr, so wie Dich nur mit Deinem Sohn.
Das Mädchen ist ein Kleinkind.

Und was würdest Du tun, wenn Du bei Deinem Freund eine Abneigung gegen Deinen Sohn bemerken würdest? Sollte eine rhetorische Frage sein.

W, 51
 
Ich finde Gedanken hässlich, die schön geredet werden und/oder unter den Teppich gekehrt werden. Menschen die offen, direkt aufrichtig und authentisch sagen, was sie denken, was sie fühlen, können niemals hässlich sein!! Punkt.
Wenn sie offen, direkt, aufrichtig und authentisch wäre, hätte sie ihren Partner bereits über ihre Gefühle/Gedanken informiert und sich schon längst getrennt!
 
Auch das er jedes Wochenende sein Kind hat, manchmal sogar ab Donnerstag schon macht er auch nicht einfach was die Zweisamkeit angeht.
Ah, ja, er soll Deinen Wünschen nach sein eigenes Kind (!) weniger als 5 Mal die Woche NICHT sehen!.... Während DU....
ich i.d.R. mein Kind auch immer habe außer 1x in der Woche nicht bzw jedes 2. Wochenende nicht.
Du misst mit zwei verschiedenen Maßstäben.

Und irgendwie habe ich das Gefühl, DU überträgst Deine Ablehnung dem Mädel gegenüber auf Deinen Sohn.

Kommt mir alles nicht sympathisch rüber, was Du schreibst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ich habe vor ca. 3 Monaten einen neunen Mann kennen gelernt.
Er ist wirklich toll und wir verstehen uns gut, lachen auch viel.

Er (39) hat eine Tochter (3,5) welche jedes Wochenende bei ihm ist.
Ich (32) habe einen Sohn (4,5).
Ihr kennt euch drei Monate und stellt euch schon die Kinder vor, schlimmer: Die Kinder sollen jetzt einen auf -familie mit Euch machen.
Wow.
Mädchen sind motorisch gleichaltrigen Jungs oft unterlegen. Dein Kind ist männlich und ein Jahr älter, zudem ist das Mädchen pummelig. Was erwartest du denn dann von ihr? Dass sie mit deinem Sohn mithalten kann? Wird wohl unrealistisch sein. Fast alle Kinder in dem Later weinen, wenn sie überfordert und dann auch noch unverstanden sind.
Hoffentlich bist du bei deinem Sohn empathischer. Für das Mädchen hoffe ich, dass sich eurer Kontakt bald beendet. Denn es klingt scheußlich.
Stell dir vor, die neue Freundin deines Kindvaters fühlt und denkt so negativ über deinen Sohn.
Nicht süß und niedlich, sondern frech und dumm..oder stell dir eben was vor, was im Rahmen des möglichen wäre.
Und dann stell dir vor, er muss diese Tage mit Papa und der Neuen aushalten, ohne dich. Schmerzt dich das nicht?
 
Hey, wartet mal: die FS hat doch gar nicht gesagt, dass sie möchte, dass der Partner sein Kind weniger sieht. Sie hat doch nur gesagt, dass es die Situation nicht einfacher macht, wenn sie ihr eigenes Kind unter der Woche jeden Tag hat, und das Kind des Partners noch dazu kommt, jedes Wochenende. Sie bezog das doch nur darauf, dass sie sowieso wenig Paarzeit miteinander haben, ich habe darüber keine Beschwerde rausgelesen.
Darüber hinaus habe ich auch an keiner Stelle gelesen, dass die FS mit dem Kind nicht korrekt umginge. Gerade weil sie ja auch ein eigenes hat, versucht sie das Mädchen mit einzubinden. Sie hat sich sicher schon über eine kleine Spielkameradin für ihren Sohn gefreut, welche sie nach gegebener Zeit und fortschreitender Beziehung ebenso ansehen will, als wäre es ihr eigenes Kind. Also als Geschwister für den Sohn. Sie ist halt nur verwirrt darüber, dass erstens ihr Sohn das Mädchen gar nicht mag, und sie selbst auch nur sehr schwer Zugang zu dem Kind findet, weil es ihr zumindest nicht so sympathisch ist, wie sie sich das erhofft hatte.
Und machen wir uns nichts vor: es gibt auch zwischen Kindern und Erwachsenen Antipathien. Man muss nicht jedes Kind mögen, das sind kleine Menschen mit einem eigenen Charakter. Und manche Menschen können eben nicht miteinander. Blöd ist es nur, wenn es nun grade das Kind des neuen Partners ist.
Da muss sich die FS halt hinterfragen, ob es so schlimm ist, dass es gar nicht geht, oder ob sie sich doch um einen Zugang bemühen könnte.
Weil, seien wir mal ehrlich: eigentlich ist es doch völlig egal, ob eine 3 jährige pummelig und entwicklungsverzögert ist oder nicht. Hier gehts um Antipathie.
Fakt ist, das Kind ist seine Tochter. Das bleibt so. Und das Kind hat Eigenarten. Man muss das Kind nehmen wie es ist und dort abholen wo es steht. Und Bezugspersonen sind dann nun mal beide verantwortlich, und die FS ist ja auf dem Wege dahin, eine Bezugsperson zu werden. Dann muss sie sich eben auch bemühen. Das Kind kann das noch gar nicht leisten und muss es auch nicht.
 
Sie hängt ständig nur auf ihrem Papa, keine 5 Minuten ohne Papa, dabei würde mein Kind gerne mit ihr spielen und fragt sie auch ständig und ist dann traurig das sie nicht mit ihm spielen will.
Und mittlerweile möchte er nicht mal mehr das sie zu uns nachhause kommt.
Das ist ein kleines Mädchen! Ein Kind! Sie sieht ihren Papa nur gelegentlich, jüngere Kinder brauchen ihre Eltern und auch die Nähe zu ihren Eltern noch mehr.

Wie lange ist dein Freund von seiner Ex getrennt? Vllt fällt es dem kleinen Mädchen einfach schwer immer hin und hergeschoben zu werden, keine Routine, keine „Sicherheit“ in dem Sinne.

Du bist eine erwachsene Frau und lästerst so über das Kind deines Freundes, ich finde das sehr gemein von dir.

Sei doch mal ein bisschen rücksichtsvoller.

Wenn ein neuer Partner so schlecht über mein Sohn sprechen würde bzw. meinem Kind komisch kommen würde, er würde sich direkt disqualifizieren, maximal unattraktiv und gehässig. Geht gar nicht!
Damit meine ich nicht, dass du ihr gesagt hast sie soll die Wand nicht anmalen, nein deine Art wie du über das kleine Mädchen sprichst.
Ich finde Gedanken hässlich, die schön geredet werden und/oder unter den Teppich gekehrt werden. Menschen die offen, direkt aufrichtig und authentisch sagen, was sie denken, was sie fühlen, können niemals hässlich sein!! Punkt.
Sie ist nicht offen, ehrlich und authentisch, sie schreibt ihre Gedanken hier rein - anonymes Forum- sie sagt es niemals ihrem Freund, denn dann hätten sich ihre Probleme längst in Luft aufgelöst.

W 26
 
auch zwischen Kindern und Erwachsenen Antipathien. Man muss nicht jedes Kind mögen, das sind kleine Menschen mit einem eigenen Charakter.
In dem Alter sind Kinder sehr form- und beeinflussbar!

Man muss schon sehr viel falsch machen, dass ein 3,5 jähriges Kind einen nicht mag!

Da reicht normalerweise schon aus, dass man ihnen etwas Aufmerksamkeit schenkt wie Fragen stellen, Lieblingsbuch vorlesen etc. Das ist zumindest meine Erfahrung!

Natürlich gibt es auch sehr schwierige Kinder.

Hier denke ich aber eher, dass die FSin schwierig ist!
Sie ist halt nur verwirrt darüber, dass erstens ihr Sohn das Mädchen gar nicht mag,
Der Sohn mag das Mädchen nicht, weil die Mutter es nicht mag! In dem Alter fand ich auch die Menschen blöd, die meine Mutter nicht mochte.
 
Liebe FS,
jemanden wie Dich nenne ich üblicherweise "komplett empathiefreie Zone". Deine rüde Aburteilung des kleinen Mädchens ist umso verwunderlicher, weil Du selber ein Kind in fast dem gleichen Alter hast - ok, 1 Jahr macht in dem Alter doch einiges aus.

Ich habe keine Kinder, kann mir aber extrem gut vorstellen, wie verstört ein 3-jähriges Kind ist, welches die Trennung der Eltern in dem jungen Alter bereits durch hat, zwischen den Eltern und nun auch noch den Wohnsitzen neuer Partner hin und her transportiert wird, die Eltern haben neue Techtelmechtel mit anderen Partnern und auch mit Kindern.
Dein Kind lebt ausschließlich bei Dir, d.h. hat sehr stabile Lebensverhältnisse, aus denen heraus er sichere Bindungen aufbauen kann. Vergleich das mal mit dem kleinen Mädchen, was wie Stückgut hin und her geworfen zwischen allen möglichen Leuten und deren Anhang.

So ein kleines Kind spürt auf jeden Fall eines ganz deutlich: Deine Abneigung und die Abneigung Deines Sohnes, die wohl eher durch Dich herbeimanipuliert ist, als bei einem Sohn durch konkrete Ereignisse entstanden. Im Endeffekt willst Du den Mann für Dich allein - ohne sein Kind, aber mit Deinem Kind. Durch garstige Aburteilung versuchst Du sein Kind zu verdrängen.

Vermutlich für Dich vollkommen unbekannt: kleine Kinder entwickeln Unsicherheit, durch den chaotischen Lebensstil ihrer Eltern und das drückt sich dann auch in großer Ungeschicktheit aus = körperliche Unsicherheit statt Selbstvertrauen, Selbstsicherheit.

Und mittlerweile möchte er nicht mal mehr das sie zu uns nachhause kommt.
Super, mach das. Das kann nur gut für die Kleine sein, mehr Zeit mit ihrem Vater zu haben.

haben auch erziehungstechnisch sehr viele gleiche Ansätze.
Das glaubst Du doch hoffentlich nicht selber. Ich erkenne bei euch Null Schnittmenge was den Umgang mit Kindern angeht, sondern das Gegenteil. Du förderst Dein Kind (schlank, spportlich, kontaktfreudig, kann eigenständig spielen), bei ihm das komplette Gegenteil.

Auch das er jedes Wochenende sein Kind hat, manchmal sogar ab Donnerstag schon macht er auch nicht einfach was die Zweisamkeit angeht.
So ist das halt, wenn Mann das Wechselmodell macht, statt Unterhalt zu zahlen.

lieber jetzt schon schweren Herzens die Reißleine ziehen?
Im Sinne seines Kindes sofort die Reißleine ziehen. In dem Alter nehmen Kinder so schwer Schaden durch eine derartige Ablehnung wie sie durch Dich kommt.

Alles was Dich stört ist unveränderlich: er liebt sein Kind; er macht das Wechselmodell; er scheint unfähig, dem Kind durch liebevoll-kompetente Unterstützung in die Spur zu helfen.
D.h. Du ziehst immer den Kürzeren.
 
Ich finde @Lionne69s Antwort super.

Es ist deine Aufgabe als Erwachsene, auf das Kind zuzugehen und zu versuchen, einen Zugang zu ihr zu finden. Du hast sehr viele Vorurteile und dir deine Meinung schon gebildet. Versuche einmal, diese negativen Gedanken auszuschalten, wieder bei Null zu starten und neutral auf das Mädchen zuzugehen.
Sie wird überfordert sein mit der Situation. Papa und Mama trennen sich und jetzt ist da diese fremde Frau mit ihrem Sohn, zu der sie immer muss. Völlig verständlich, dass sie sich an ihren Papa klammert.

Ich muss bei deiner Beschreibung an die Eingewöhnung meiner Tochter in der Kita im letzten Jahr denken. Meine Tochter ist eine, die schnell auf andere zugeht und sich für andere interessiert. Geweint hat sie nur die ersten Sekunden, wenn ich sie alleine lassen musste. Dann war da aber auch ein Mädchen, dass ebenfalls noch eingewöhnt wurde. Das hat hat auch nach Wochen noch fast den ganzen Tag geheult. Kinder sind eben unterschiedlich und nicht jedes geht mit neuen Situationen so gut um, wie dein Sohn. Ein anderes, schon älteres Mädchen aus der Kita guckte meine Tochter anfangs komisch an und wirkte verstimmt, als meine Tochter nicht wie gewünscht mit ihr spielte (meine Tochter war da knapp ein Jahr alt). Ich fand dieses Mädchen dann auch unsympathisch, aber vermutlich ist sie gar nicht so. Zwei der älteren Jungs haben sich ständig gekloppt, auch die waren mir suspekt. Aber wie gesagt, ich kenne die Kinder nicht weiter. Vermutlich sind es alles nette Kinder, wenn man sie besser kennenlernt und sich auf sie einlässt. Kein Kind ist von Natur aus schlecht, gemein oder sonst was. Es sind immer die Erfahrungen der Umwelt, die es prägen. In deinem Fall die Trennung der geliebten Eltern, Papa ist nicht mehr jeden Tag da und dann diese neue Frau und deren Sohn, mit dem sie spielen soll.

Gehe auf das Mädchen zu. Du bist die Erwachsene. Von einem Kind kannst du nicht erwarten, dass es die Situation perfekt wie ein Erwachsener meistert.

Dafür, dass sie pummelig ist, kann das Mädchen ebenfalls nichts. Es sind die Eltern, die durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung dafür verantwortlich sind. Sicherlich gibt sich das, wenn man ein wenig mehr auf diese Dinge achtet. Wenn ihr zusammenseit, kannst du ja selbst mal drauf achten, inwiefern dein Partner seinen Anteil daran hat. Zur Bewegung kann man Kinder animieren, in dem Bewegung Spaß macht. Denkt euch Spiele aus, bei der sie sich bewegen muss, wo sie aber trotzdem Spaß dran hat.

W35
 
Hey, wartet mal: die FS hat doch gar nicht gesagt, dass sie möchte, dass der Partner sein Kind weniger sieht. Sie hat doch nur gesagt, dass es die Situation nicht einfacher macht, wenn sie ihr eigenes Kind unter der Woche jeden Tag hat, und das Kind des Partners noch dazu kommt, jedes Wochenende. Sie bezog das doch nur darauf, dass sie sowieso wenig Paarzeit miteinander haben, ich habe darüber keine Beschwerde rausgelesen.

So lese ich es auch - ganz neutral, als Frage.
Ich habe oft genug mit kleineren Kindern zu tun, zu manchen bekomme ich sofort einen Draht und bei anderen...
Da kann das Kind nichts dafür.

Es ist aber eine Zwickmühle, wenn es wie hier das Kind des Partners ist.
Dass es zudem noch schwieriger ist, wenn das Kind häufig da ist - oft ist ja die Umgangszeit nur alle 2 Wochen. Da ist es leichter, wenn es nicht rund läuft, eine Lösung zu finden, als wenn das Mädchen alleine schon durch die Präsenz Teil der Familie ist.
Und da ist ja noch ein Kind, das auch mit der neuen Situation umgehen muss.
Dass ein kleiner Junge Schwierigkeiten mit einem Mädchen hat, das ihn ablehnt, immer heult, hat nichts mit der Mutter zu tun. Auch Kinder mögen sich nicht automatisch.

Und ich verstehe es so, dass die FS nun vom Forum Rat haben möchte, wie sie diese Situation lösen könnte, ohne die Radikal lösung Trennung.

Das wird nur mit dem Mädchen gehen, in dem die FS versucht, die Vorbehalte zu überwinden und doch noch den Zugang zu finden. Dem Mädchen Sicherheit und ein gutes Gefühl vermittelt, dann hängt sie weniger bei Papa, heult weniger.

Und mit dem Vater redet - aber nicht - Du ich mag Deine Tochter nicht. Das ich nicht mangelnde Authentizität, das ist Takt.
Dass da die Partnerschaft beendet wäre, ist klar.
Vor allem denke ich, man kann durchaus lernen, ein Kind zu mögen, wenn man mal einen Zugang gefunden hat.

Es ist eine schwierige Situation.
Ich finde aber, die Angriffe hier hat sie nicht verdient.

Eher die Űberlegung, was würden wir an ihrer Stelle machen.

W, 51
 
Natürlich gibt es auch sehr schwierige Kinder.
Es geht nicht um „schwierige Kinder“, es geht mir hier darum, dass die FS sich hier öffnet im Schutze eines anonymen Forums und eine völlig natürliche Sache erzählt, nämlich, dass sie einem anderen Menschen gegenüber Antipathe empfindet und mit ihm (in dem Falle ihr) nicht richtig warm wird, und weil dieser Mensch zufällig nur 3,5 Jahre alt ist, heißt es der Fs gegenüber „wie kannst du nur?“. Dabei ist das was ganz normales🤷‍♀️. Es gibt keine Verpflichtung, das Kind zu mögen und die FS ist dadurch kein schlechter Mensch, nur weil das so ist. Lehrerinnen und Erzieherinnen und allen anderen pädagogischen Mitarbeitern geht das ziemlich oft so, man hat Kinder, die findet man besonders süß, und welche, die einem schon von ihrer ganzen Art her unsympathisch sind. Deswegen behandelt man letztere doch nicht anders oder schlechter oder ungerechter. Dazu ist man erwachsen und kann differenzieren.

Aber dass sie so fühlt, ist erstmal so zu akzeptieren. Sie ist ein Mensch und keine Maschine.

Das ändert aber nichts daran, dass sich die FS nicht mit der Situation arrangieren muss, will sie den Mann behalten. Entweder sie kriegt es hin, doch noch irgendwelche guten Seiten oder Anknüpfungspunkte an gemeinsame Interessen zu finden, oder die Beziehung wird nicht lange andauern können.
Und das hier:
Der Sohn mag das Mädchen nicht, weil die Mutter es nicht mag! In dem Alter fand ich auch die Menschen blöd, die meine Mutter nicht mochte.
Ist mir zu oberflächlich und als Erklärung zu simpel hergeleitet. Kindheitspsychologie ist dann doch ein wenig diffiziler.


In dem Alter sind Kinder sehr form- und beeinflussbar!
Wem erklärst du das grade, und warum? Ich verbringe mein ganzes Berufsleben mit Kindern und würde mich schon als gebildete Fachkraft sehen.
Das hat mit meinem Beitrag aber null zu tun.
 
Abgesehen davon, dass auch Erwachsene manche Kinder unsympathisch finden dürfen, finde ich es erschreckend, wie du über dieses kleine Mädchen schreibst. Dicke Kinder und insbesondere dicke Mädchen haben es in unserer Gesellschaft eh schon schwer, und deine Beschreibung klingt in der Tat wie Ablästern und nicht nach Mitleid mit einem kleinen Kind, dessen Eltern sich nicht genügend um seine motorischen Defizite kümmern oder blind dafür sind.

Das Mädchen ist 3,5 Jahre alt, das ist die Gefahr groß, dass es pummelig bleibt. Das Letzte, was es dann brauchen kann, sind eine Stiefmutter und einen Stiefbruder, die verächtlich auf es herabsehen.
 
Ich finde Gedanken hässlich, die schön geredet werden und/oder unter den Teppich gekehrt werden. Menschen die offen, direkt aufrichtig und authentisch sagen, was sie denken, was sie fühlen, können niemals hässlich sein!! Punkt.
Die FS selbst schämt sich selbst für ihre Gedanken. Solche Gedanken sollten niemals toleriert werden. Denn am Anfang steht der Gedanke.... Du kennst die Theorie.
Zum Schutz dieses Mädchen sollte die FS die ganze Verbindung überdenken und überlegen damit sie dem Mädel keinen Schaden zufügt. Wenn sie in ihrer Entwicklung nicht soweit ist, dann ist das so.
 
Mich erschreckt auch, wie abfällig du über das Kind denkst.
Gerade weil du selbst Mutter bist, müsste dir doch glasklar sein, dass jegliche Probleme mit dem Kind durch die Eltern verursacht sind.

Eine Windel noch in dem Alter? Klares Versagen und Faulheit der Eltern.
Übergewicht in dem Alter ist auch einzig den Eltern zuzurechnen, die das Kind schlecht / ungesund ernähren, mit Essen belohnen oder trösten, sich nicht durchsetzen und dem Kind zu wenig Bewegung ermöglichen oder es dazu nicht animieren.

Auch die Unselbständigkeit wird durch die Eltern gefördert, wenn es zB. nicht animiert wird, selbstständig aufzustehen.
Natürlich hängt sie auch an dem Papa, einfach weil sie sicher sehr vermisst unter der Woche, vielleicht auch von der Mutter nicht genug echte Liebe bekommt.

Meine Güte... ich bin wahrlich kein Fan von kleinen Kindern, aber das Mädel tut mir echt leid.
Rede mit dem Vater - eure Erziehungsansätze gehen anscheinend weiter auseinander, als dir bewusst ist.
Du kannst nur versuchen, positiv auf das Kind einzuwirken, es zu bestärken und Selbstständigkeit loben.
Klar wirds da auch mal Geschrei und Machtkämpfe geben, aber ich finde, das muss man auch mal aushalten.
 
Liebe Fragestellerin,

Es ist schade, wie sehr du hier angegriffen und verurteilt wirst. Deine Reaktion ist absolut menschlich. Es gibt nun einmal Menschen, die man nicht mag und das können auch Kinder sein.
Ich hatte die Situation vor Jahren auch mal so ähnlich. Meine damalige Freundin hatte einen Sohn von 12. Der Junge war eine Katastrophe. Faul, dick, wehleidig und ständig am heulen wegen nix. Ich konnte nicht mit diesem Kind. Die Mutter hat ihn zu einer Memme gemacht. Mir tat es zwar leid, aber ich beendete dann die Beziehung, weil ich so ein Kind nicht in meinem Haus ertragen hätte.
Wir sind alle nur Menschen und diese Hypermoral mancher Schreiber hier hat mit dem realen Leben nix gemein. Steh zu deinen Gefühlen. Sprich es an. Möglicherweise kann eine Erziehungsberatung helfen. Erkundige dich mal beim Jugendamt, oder einer anderen Stelle nach Hilfsangeboten. Einen Versuch wäre es doch wert.
Wenn es aber keine Änderung gibt, solltest du eine Trennung erwägen, denn Eltern und Kinder gehören nun mal zusammen. Ohne Teamwork geht das nicht.

Ich wünsche dir viel Glück
 
Christel,

Du hast hier ein paar sehr harte - und mE unfaire - Rückmeldungen bekommen.

Trotzdem würde ich mir diese genau anschauen, in Dich hinein fühlen.
Wo könnte ein Kern Wahrheit stecken? Und noch wichtiger, was davon kommt auch in Deinem Außen evtl. so an.

Kinder haben sehr feine Antennen, und erst recht, weil sie es nicht benennen können, verunsichert sie undefiniert negatives noch mehr.

Eine Idee, falls Du magst, überlege Dir mal was, was Du nur mit ihr allein machen könntest, was ihr gefällt, und Freude macht.

Miteinander lachen öffnet Herzen.

Auch wir haben bei unseren eigenen Kindern lernen müssen, dass sie eigene Persönlichkeiten sind - mit manchen Eigenheiten, die uns weniger liegen.

W, 51
 
Ich bin etwas zwiegespalten beim Lesen. Mein erster Impuls ist, das arme Kind zu trösten. Das kann ja nichts dafür; weder, dass es zu dick oder unsportlich ist (Schuld der Eltern oder auch Veranlagung), und auch nichts dafür, dass es so an seinem Papa hängt. Es hat bestimmt unter der Trennung gelitten und hat vielleicht Verlustängste, und daher klebt es an Papa. Ich bin ja auch Papakind, ich versteh das. Und jedes Kind ist ja eben auch anders. Aber ich hab auch eher ein Herz für Außenseiterkinder, weil ich selbst mich als Kind so gefühlt habe.
Generell kann ich es verstehen, wenn man mit einem Kind nicht kann. Manche hier scheinen das nicht zu kennen. Bei meinen Freunden mag ich die meisten Kinder sehr gern und finde sie großartig. Aber ein Freund hat einen Sohn (jetzt schon Teenager), mit dem ich einfach noch nie auf einer Wellenlänge war, schon als Kleinkind nicht. Er ist das Gegenteil von dem, was du beschreibst - sportlich, gewitzt, ein wunderschönes Kind - aber er wusste das auch genau, dass die Erwachsenen ihn eigentlich alle toll finden und hat sich auch so verhalten. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte einen Partner mit einem Kind, das ich einfach unsympathisch finde - seeeehr schwierig. Das Kind wird (und muss sich auch nicht!) ändern, man kann nur selbst versuchen, sich neu auszurichten und die guten Seiten zu sehen, noch einmal neu an die Sache heranzugehen. Vielleicht doch schauen, ob unterbewusst da Eifersucht im Spiel ist bei dir, weil du lieber eine kleine Familie zu dritt mit ihm wärst.
Oder man trennt sich eben gleich, wenn man denkt, dass es nie passen wird. Denn auch für das Kind wäre es ja schrecklich, wenn es ständig bei einer anderen Frau ist, die es nicht mag. Kinder merken das ja auch sehr schnell...
Ich finde nach drei Monaten übrigens auch extrem früh? Macht ihr das immer so? Da weiß man doch wirklich noch nicht, ob es was wird, dann gewöhnen sich Kinder an "neue Familie" und wenn es dann doch nach einem halben Jahr auseinandergeht, dann ist es für die Kinder gleich wieder eine Trennung mehr..? Wahrscheinlich geht es bei euch eher zeitlich nicht anders, oder?
w, 37
 
Es gibt nun einmal Menschen, die man nicht mag und das können auch Kinder sein.
Menschen bis 12 J. werden als Kinder definiert.
Es macht einen Unterschied, ob ich ein 3,5 jähriges, ein 6 jähriges oder ein 12 jähriges Kind vor mir habe.
Die Persönlichkeit verfestigt sich doch erst im Laufe der Entwicklung.

Das 3,5 jährige Kind entwickelt sich gerade enorm, ist in der Trotzphase.

Da finde ich es persönlich unangebracht zu sagen, dass man das Kind nicht mag, von Antipathie spricht.

Aber das kann natürlich jeder anders sehen.
 
Deswegen behandelt man letztere doch nicht anders oder schlechter oder ungerechter. Dazu ist man erwachsen und kann differenzieren.
Das ist eben die Frage. Es gibt Forschung dazu, dass Kinder, die niedlich sind, mehr Zuwendung bekommen.

So erwachsen, wie Du das hier beschreibst, würde ich mir die Leute unbedingt wünschen, aber ich glaube kein Stück, dass viele so sind. Ich HOFFE, dass man das Menschen beibringt, die pädagogische und betreuerische Berufe haben. Wenn ich mir aber ansehen, dass damals fast jeder eine KiTa aufmachen durfte, bei dem die örtlichen Anforderungen vorhanden waren, weil politisch gewollt war, dass endlich der Betreuungsnotstand schwindet, dann schwindet sofort auch mein Vertrauen darin, dass Dein Zitat stimmt.
Ich war mal mit mit meiner Bekannten, die ihre Tochter abholen wollte. Die Kinder waren auch noch so klein, dass sie noch nicht reden konnten, wie sie sich fühlten bei der in einem 30-Stunden?-Kurs ausgebildeten Betreuerin. Eine dunkle Wohnung, eine hässliche, unfreundliche Frau, die komplett überfordert war, was man sah an ihrem Umgang mit einem weinenden Mädchen, das immer, wenn andere Eltern ihre Kinder abholten, mit zur Tür lief. Ich denke mal, weil es selbst abgeholt werden wollte, aber am Tisch sitzen bleiben sollte.
 
Liebe FS, ich denke, mit etwas Hingabe, Vorlesen, spielen das Lieblingsessen kochen könntest du dem kleinen Mädchen näher kommen, ich denke, das braucht sie und sie würde das auch schön finden. Da kann auch dein Sohn dabei sein und dann entsteht eventuell eine Bindung. Leider ist es so, dass man nicht alle Kinder mag, das ging mir früher ganz genauso, manche haben eine Ausstrahlung, zum Davonlaufen, auch mit 6 Monaten. Und wer das nicht kennt, enthält sich bitte eines Kommentars. Mein Neffe ist so gewesen und das hat sich nicht geändert. Aber zurück zu dir. Ich finde es gut und mutig, sich in einem anonymen Forum Hilfe zu holen, denn du siehst ja was passiert wenn man ungeschönt die Wahrheit sagt, hier entsteht ein Shitstorm mit dem Tenor: wie kannst du nur? Versuche es mit Vorlesen, das mögen so gut wie alle Kinder (mein Neffe nicht, aber das ist ein anderes Kapitel). Und nebenbei: nicht alle Kinder mögen alle Kinder, das muss jetzt nichts mit den Eltern zu tun haben. Meine Tochter hat gerne der Tochter meiner Freundin Angst gemacht, das war nicht nett, lustig aber schon.
 
Liebe Sandra!
Es ist ein wenig früh, nach 3 Monaten Kinder schon zusammenzubringen, wenn man selbst erst in der Kennenlernphase ist. Aus deinem Beitrag spricht Ungeduld und auch ein wenig Eifersucht. Paarzeit mit zwei kleinen Kindern in Patchwork ist eben schwierig, außer abends.
Und klar, es gibt Triggerpunkte, auch bei Kindern, bei mir ist langsames und quengliges Verhalten auch einer. Vieles, was du beschrieben hast, kenne ich aus der Vergangenheit auch von meinem Sohn (4): Er ist ein bisschen bequem und isst leidenschaftlich gern, deshalb waren Spaziergänge, Laufrad- oder Fahrradtouren am Anfang immer eine weinerlich-quengelige (seine Seite) oder eine kraftzehrend-geduldige (meine Seite) Angelegenheit. Es hat sich aber echt gelohnt, dass ich da am Ball geblieben bin und ihm mit Ermutigung zur Seite gestanden habe. Mittlerweile klettert und radelt er ganz geschickt.
Ich würde das gelassen sehen. In dem Alter ist so viel möglich. Es gibt natürlich einen Unterschied: Ich liebe mein Kind. Daher glaube ich, du solltest wirklich an deiner Einstellung arbeiten und finde es gut, dass du dich hier im Forum dazu geäußert hast. Das ist vielleicht der erste Schritt zum Umdenken. Mach doch mal was mit dem Mädchen, was es mag. Ich habe meine Bewegungseinheiten für meinen Sohn immer mit Sachen kombiniert, die er mochte: Also erst raus gehen und dann drinnen was machen, was ihm gefällt. Zusammen was Gesundes kochen (er durfte Gemüse schneiden), ihm was vorlesen, oder bei dem Mädel kannst du ihr doch mal die Haare machen mit Spangen und so, das lieben die doch, oder mit ihr was malen etc.
Bring sie mal zum Lachen! Dann wirkt sie sicher niedlicher in deinen Augen. Du behandelst sie fast wie eine erwachsene Rivalin. Sie wirkt sehr überfordert. Geh mal in dich und probiere es von einer anderen Perspektive aus. Sie ist 3,5. Du bist erwachsen. Du kannst das. Sie nicht.
 
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