• #61
Jo eh, kann das Mädl auch theoretisch besondere Bedürfnisse haben. Kann sein, muss nicht. In dem Fall wurde aber nicht geschrieben: Hilfe, hat das Kind meines Partners eine Krankheit aus dem Autismus Spektrum ;-) also partnerschaftliche Verklärung?

Buggles,
du hast scheinbar nicht ganz begriffen, woraus ich hinaus wollte :

Kinder sind nicht nur das Produkt ihrer Eltern, sondern eigenständige Wesen die trotz bester Hege und Pflege in ihrer Entwicklung unterschiedlich sind und von dem, was andere als Normal oder Richtig empfinden abweichen können, ohne dass die Eltern etwas falsch gemacht hätten. Ich kenne auch mehr als ein Kind, das im Kigaalter pummelig war und sich irgendwann streckte. Viele Kinder legen vor Wachstumsphasen auch etwas zu, manche mehr, manche weniger. Dass ein 3 Jähriges Kind heulend sitzen bleibt oder eine Quengelphase hat ist auch normal. Das hat alles nicht zwingend etwas mit den Eltern zu tun und als jemand, der das zu genüge durch hat bin ich solche Aussagen einfach leid. Wir wissen doch viel zu wenig über die Situation, aber hauptsache man hat schon mal den Zeigefinger rausgeholt.
Und was nutzt das der FS? Das ändert nichts daran, dass sie das Kind nicht mag aber den Vater schon.
 
  • #62
Mich erschreckt auch, wie abfällig du über das Kind denkst..... Eine Windel noch in dem Alter? Klares Versagen und Faulheit der Eltern.
Übergewicht in dem Alter ist auch einzig den Eltern zuzurechnen
Die FS denkt ja nicht nur abfällig über das Kind, sie phantasiert sich zusammen, dass sie mit dem Mann gleiche Erziehungsvorstellungen hat, d.h. er gut, nur das Kind ist der Störfaktor an ihrem Glück und das ist falsch.

Das Kind verbringt die halbe Zeit beim Vater und er hat darum genausoviel Erziehungseinfluss wie die Mutter, d.h. er trägt durch seine umgesetzten "Erziehungsvorstellungen" die Verantwortung für das pummelige, ungeschickte, unselbstständige, entwicklungsverzögerte und für die FS nervige Kind - nicht das Kind.

Die FS folgt strikt ihrem Eigeninteresse: sie will den Mann und daher auf garkeinen Fall auf seine Schwächen gucken, sich keinesfalls deswegen mit ihm auseinandersetzen und den Abbruch riskieren. Das geht nur, wenn sie dem 3-jäährigen Kind die komplette Eigenverantwortung für seine "Persönlichkeitsentwicklung" zuschreibt, nicht dem Mann in seiner Rolle als Vater.

Mit realistischer Sicht müsste sie sich fragen, ob er für sie als Partner mit Kind in Frage kommt, so erziehungsinkompetent wie er ist. Und wenn sie das bejaht, dann sollte sie nicht über das Kind ablästern und sich ausgiebig darin ergehen, wie nervig es in jeder einzelnen seiner Entwicklungsverzögerungen ist, sondern ihren Mut zzusammenraffen und dem Mann mal was über Kindererziehung erzählen sowie ihm da mutig unter die Arme greifen, damit das Kind aufschließen kann und nicht in kurze Zeit zum Mobbingopfer wird.

Dafür ist sie aber zu feige und zu egoistisch, denn Kritik an ihm beinhaltet das hohe Risiko, dass er keinen Bock auf die nächste Meckerziege in seinem Leben hat und darum die kaum begonnene Anbahnung abbricht.

Zur Klarstellung: mich würde das Kind auch nicht begeistern. Ich hatte sowas auch mal in einer Beziehungsanbahnung, wusste aber das es ein Problem des Mannes, nicht das seiner Kinder ist. Daher war die richtige Fragestellung "passt ein Mann zu mir, der so seine Kinder erzieht?"
 
  • #63
"passt ein Mann zu mir, der so seine Kinder erzieht?"

Ganz genau. Denn als nächstes würde sich dann das Problem stellen, dass das Erziehungsverhalten des Mannes sich auch auf das Kind der FS auswirkt.
Die FS wird dann immer als die Böse dastehen, wenn der Mann den Kindern alles durchgehen lässt oder das Mädel Dinge darf, die der Junge nicht darf.
Dann würde er sich ungerecht behandelt fühlen, denn er versteht auch noch nicht, dass manche Erziehungsmaßnahme zu seinem besten ist.

Ich würde mich an Stelle der FS dann auch schwer damit tun, das Mädel meinen eigenen Überzeugungen zuwider zu behandeln zB hinsichtlich der Windel oder zusehen, wie die anderen diese Bemühungen zunichte machen.

Wenn nicht alle wirklich am gleichen Strang ziehen, gibt's nur Stress.

Daher hätte ich dringenden Klärungsbedarf mit dem Vater anstelle der FS.
Man kann die Problempunkte doch sachlich ansprechen und eine gemeinsame Strategie abstimmen, wahrscheinlich sind sie dem Vater nichtmal bewusst.
 
  • #64
Oft achten Frauen einfach mehr auf so etwas wie gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung, weil sie bewusster leben. Das überträgt sich dann bei der Erziehung. Also, bei unserem Sohn bin auch ich diejenige (trotz ansonsten sehr entspannter Rollenverteilung), die da eher ein Auge darauf hat. Und es kann durchaus sein, dass Kinder anders sind als die Eltern. Unser Sohn ist auch eher der bequeme, gemütliche Typ, den man echt nach draußen befördern musste (jetzt wie gesagt hat sich das nach enormen Anstrengungen gegeben), und das, obwohl mein Mann und ich beide ziemlich sportlich und sehr bewegungsfreudig sind... es gab da auch Situationen, wo er bockig und heulend auf dem Waldweg saß und nicht mehr weiter wollte... deswegen würde ich mit pauschalen Erziehungsvermutungen vorsichtiger sein.
 
  • #65
Buggles,
du hast scheinbar nicht ganz begriffen, woraus ich hinaus wollte :

Kinder sind nicht nur das Produkt ihrer Eltern, sondern eigenständige Wesen die trotz bester Hege und Pflege in ihrer Entwicklung unterschiedlich sind und von dem, was andere als Normal oder Richtig empfinden abweichen können, ohne dass die Eltern etwas falsch gemacht hätten. Ich kenne auch mehr als ein Kind, das im Kigaalter pummelig war und sich irgendwann streckte. Viele Kinder legen vor Wachstumsphasen auch etwas zu, manche mehr, manche weniger. Dass ein 3 Jähriges Kind heulend sitzen bleibt oder eine Quengelphase hat ist auch normal. Das hat alles nicht zwingend etwas mit den Eltern zu tun und als jemand, der das zu genüge durch hat bin ich solche Aussagen einfach leid. Wir wissen doch viel zu wenig über die Situation, aber hauptsache man hat schon mal den Zeigefinger rausgeholt.
Und was nutzt das der FS? Das ändert nichts daran, dass sie das Kind nicht mag aber den Vater schon.
Nun denn, gehen wir davon aus, dass die aufgezeigten Argumente der FS, mit welchen sie die Antipathie zum Mädchen belegt, nichts mit dem Erziehungsstil, der Familienstory etc. zu tun haben. Ich hoffe das sogar für alle Beteiligten.

Das Mädchen ist so, wie es ist. Es kann sich nicht aus der Situation rausnehmen. Die Erwachsenen schon. Verstehst du, worauf ich hinaus will? Als Vater muss man das Wohlergehen des Kindes im Auge behalten. Deswegen finde ich es nicht optimal nach 3 Monaten Kindeszusammenführung zu praktizieren. Die Kleine scheint ja klammerndes, ängstliches Verhalten zu zeigen.

Der eigene Sohn kommt mit dem Mädl nicht klar.
Wie siehst du das also? Was ist der Tipp? Meiner Meinung ist es angezeigt, dass man mal mehr Raum zwischen alle bringt.

Wie erklärt man seinem Partner, dass man das eigene Kind net mag? Überhaupt nicht, oder?

Und kann es möglich sein, dass man einem anderem Menschen Akzeptanz vorheuchelt, die es nicht gibt. Unwahrscheinlich oder?

Und das müsste die FS , wenn sie mit der Kleinen nicht warm wird.

Ich habe in solchen Konstellationen unendliches Leid gesehen. Deswegen mein Ansatz: über die eine oder andere Marotte kann man hinwegsehen. Aber wenn man die Kinder des Partners nicht mag, geht's nicht. Da muss ne andere Passung her. Wäre das Kind ein 15 jähriger Teenager, kann man verbalisieren u Regeln vereinbaren.
So ein kleines Kind ist in dem Fall leidtragend, weil macht- und wirkungslos.

Und sei mir nicht böse, bei meinen Stiefkindern erlebte ich u.a. die Ablehnung durch die Partner der Mutter. Die wohnen mittlerweile bei mir, Mama kaum noch Kontakt. Ich hätte das allen Beteiligten anders gewünscht.
Deswegen mein Rat: weitersuchen- irgendwo anders gibt es das Topf-Set, das zur eigenen Deckelsammlung passt.

Ich betrachte, das per se nicht im moralischen Gesichtspunkt. Man muss auch nicht jeden mögen ;-)
 
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  • #66
Was sagt denn der Vater des Kindes dazu? Über den steht da überhaupt nichts. Wahrscheinlich kann der gar nichts dafür, dass das Kind übergewichtig ist und mit fast 4 Jahren in die Windeln macht, und es ist ihm vielleicht ebenfalls peinlich.

Du willst ja den Vater als Partner haben, und nicht das Kind. Wie läuft es denn mit dem Vater?
 
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  • #67
Was sagt denn der Vater des Kindes dazu? Über den steht da überhaupt nichts.
Mit dem redet die FS nicht darüber. Sie mag das Kind, dessen Verhalten und Entwicklungsverzögerung nicht, aber keinesfalls will sie deswegen nach 3 Monaten mit dem Mann in Auseinandersetzung gehen.

Wahrscheinlich kann der gar nichts dafür, dass das Kind übergewichtig ist und mit fast 4 Jahren in die Windeln macht, und es ist ihm vielleicht ebenfalls peinlich.
Wieso kann er nichts dafür? Selbstverständlich kann er das. Das Kind ist hälftig bei ihm. Lies die Posts der FS. Sie ist darüber schwer genervt, weil sie deswegen zu wenig Paarzeit mit ihm hat.
Er ist hälftig daran beteiligt, dass sein Kind mit 3,5 Jahren übergewichtig ist, noch den ganzen Tag am Schnuller hängt, weinerlich ist, unbeweglich und noch Windeln trägt - genauso viel wie die Kindsmutter. Das nennt man Erziehungsversagen.

Wenn es ihm peinlich ist, dann soll er es ändern. Das Kind ist oft genug bei ihm. Auch Männer haben Erziehungsverantwortung für ihre Kinder.
 
  • #68
Zur Info: Es gilt (noch) nicht als entwicklungsverzögert, wenn ein Kind mit 3,5 noch Windeln trägt. Früher hat man wesentlich mehr Druck mit der "Sauberkeitserziehung" gemacht; heute ist die Perspektive eher, dass zum Trockenwerden auch ein gewisses Körpergefühl gehört, was der Kleinen wohl eher abgeht (vgl. Motorik). Außerdem müssen so kleine Kinder, um lernen zu können, sich sicher und geborgen fühlen: Bei dem Mädchen ist das Gegenteil der Fall, es hat eine Trennung hinter sich und der Vater gibt ihm nicht gerade viel Zeit, damit klarzukommen, wenn die neue Partnerin nach 3 Monaten schon vorgestellt wird. Daher kann sie alles noch gut aufholen. Ich bezweifele, ob ein Kinderarzt sie bereits so definitiv als "entwicklungsverzögert" einstufen würde wie manche der selbstbewussten Foristen ;-) hier.

Aber das ist nicht wirklich das Hauptproblem, sondern eher, ob die FS - sorry, "Christel" und nicht "Sandra" - damit klarkommen würde. Wäre schön, noch mal was von dir dazu zu hören, wie du das jetzt siehst, Christel.
 
  • #69
Die FS hat leider keine weiteren Informationen gegeben

Allerdings was ist ihr zu raten
Ich denke abwarten...weil es ja Dinge sind, die sich "rauswachsen" können und auch eigene Kinder haben mal Phasen wo man nicht nur frohlocken kann

Oder sie spürt in sich die volle Ablehnung, dann ist sie in der falschen Beziehung, denn ohne Kind gibt es ihn nicht.
Und jeder Mann müsste ja auch sie mit ihren Sohn nehmen und das ohne solche Abneigungen
 
  • #70
Er (39) hat eine Tochter (3,5) welche jedes Wochenende bei ihm ist.
Auch das er jedes Wochenende sein Kind hat, manchmal sogar ab Donnerstag schon macht er auch nicht einfach was die Zweisamkeit angeht.
Selbstverständlich kann er das. Das Kind ist hälftig bei ihm. Lies die Posts der FS.
Liebe @Vikky , ich habe mir tatsache die Mühe gemacht, nochmal nachzulesen, und bin zur Auffassung gelangt, dass ich unter „hälftig“ etwas anderes verstehe als du.
Der Mann hat sein Kind jedes Wochenende. Der ganze Alltag, also einschließlich Ernährung usw., findet bei der Mutter statt. Der Mann ist ein typischer Schönwetter - und Wochenend - Papa. Was ihn natürlich nicht von seiner Verantwortung freispricht, da gebe ich dir Recht. Aber er hat es natürlich leicht, ernährungstechnisch die ganzen Ausnahmen zuzulassen, ist ja schließlich Wochenende😜.
 
  • #71
Kinder sind hervorragende Spiegel ihrer Umgebung.
Dem Spiegel die Verantwortung dafür zu übertragen, was er zeigt ist zwar menschlich aber null zielführend.
Übergewicht bei Kindern hat eine hohe psychische Komponente.......Ein so kleines Kind abzulehnen, weil es übergewichtig ist, halte ich für wenig emphatisch. Auch den Umstand das es klammert, weil es Verlustängste hat.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen die ich nicht mag mir immer etwas über mich sagen. Dinge, die ich vor mir selber verberge.
Liebe TE, willst du das es mit dem Vater klappt? Dann suche dir professionelle Hilfe um den Schlüssel zu finden. WAS ist es in dir, was dir deine Ablehnung zeigen möchte?!
Wo bist du unbeweglich? Wo bist du zu schwer?
Wo bist du gerade nicht besonders niedlich?

Und noch eine Frage... Ist die Tochter ggf. der EX zu ähnlich? Hast du ein Problem mit dem Umstand dass er ein Kind mit einer anderen hat? Das du nie die 1. warst? Wie schwer ist es die Aufmerksamkeit so teilen zu müssen? Hat der Vater ggf. auch solche Anteile, die er aber dir zu Liebe unterdrückt?

Wie auch immer, ich rate dir den Focus mehr auf die "Wahrheiten" in der selber zu legen. Da wo es weh tut, da wo es unschön ist, wo es weh tut, da geht es lang.

Wenn du offen dafür bist, empfehle ich dir die Arbeit von Byron Katie.
 
  • #72
Ich sehe das genauso wie Pixi: Manche Sachen werden sich von selbst erledigen, oder man gewöhnt sich daran.
Wenn es mit dem Partner passt, wird es irgendwann auch mit dem Kind passen. Die Kleine entwickelt sich ja (hoffentlich) ebenfalls weiter, wodurch das eine oder andere Problem wegfallen wird. Ich würde es daher locker nehmen und nicht zu viel darüber nachdenken.
Keinesfalls darf man die Schuld dem Partner geben oder ihn damit belasten, weil der kann das maximal zu 50% beeinflussen.
 
  • #73
Zur Info: Es gilt (noch) nicht als entwicklungsverzögert, wenn ein Kind mit 3,5 noch Windeln trägt.
Zur Klarstellung: ich bin nicht der Meinung, dass das Mädchen stark entwicklungsverzögert ist. Die Fs stellt es so dar, im Vergleich zu ihrem unwesentlich älteren Sohn und dessen Kompetenzen.

Ich sehe einfach nur 2 Kinder, die kaum geboren schon die Inkompetenzen von 4 Erwachsenen abfedern müssen, die es über die Geburt der Kinder hinaus nicht geschafft haben, die Beziehung aufrecht zu erhalten. Je nachdem wie die Trennung verlaufen ist und der Elternkontakt danach, nimmt ein Kind mehr oder weniger Schaden, was seine Entwicklung in dem jungen Alter massiv beeinflusst.

Liebe @Vikky , ich habe mir tatsache die Mühe gemacht, nochmal nachzulesen, und bin zur Auffassung gelangt, dass ich unter „hälftig“ etwas anderes verstehe als du.
Der Mann hat sein Kind jedes Wochenende. Der ganze Alltag, also einschließlich Ernährung usw., findet bei der Mutter statt. Der Mann ist ein typischer Schönwetter - und Wochenend - Papa.
Wir haben ein unterschiedliches Verständnis von "hälftig". Die Fs bewehklagt, dass das Kind oft schon Donnerstag bei ihm ist, nicht erst Freitag.
Ich gehe davon aus, dass die Frau berufstätig ist, d.h. sich also auch noch institutionelle Dritte um das Kind kümmern. Insoweit ist Mo-Do/Fr ab Feierabend im Vergleich zum kompletten arbeitsfreien WE und ohne Fremdbetreuung sehr wohl hälftig was die Zeit mit dem Kind, Mahlzeiten mit dem Kind angeht. Der Mann hat dabei eindeutig die entspanntere Zeit, d.h. Kapazität für Erziehungsarbeit. Er nutzt sie offensichtlich nicht.

Umso klarer: mit 3,5 Jahren, der Trennung, dem Wechselmodell sowie zusätzlicher Fremdbetreuung ist das Kind komplett überfordert und regressiert darum erheblich = Kritikpunkte der Fs am Kind.

Wofür mir jegliches Verständnis gegenüber der Fs fehlt und daher barsche Aeusserung meinerseits: warum sieht eine alte kinderlose Schachtel wie ich das, nicht aber die Fs, die ein fast gleichaltriges Kind hat, mit einer vollkomnen anderen Betreuungssituation und daher auch anderen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Bei ihrem Modell ist der Ex eine kaum wirkende Randerscheinung und ihr Kind kann sich an sie binden, den Vater als wenig wirksamen Spassvater handeln.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #74
Vielen Dank @Vikky für die in meinen Augen großartigen und en detail ins Schwarze treffenden Beiträge. Ich habe mich gefragt, ob Du Kinderärztin oder Psychologin bist...

Liebe FS, @Christel123 ich möchte Deine Aussagen über das kleine Mädchen und somit Deine Gefühle nicht werten, Deine Gefühle seien Dir zugestanden, auch wenn es mich persönlich fröstelt beim Lesen Deines Beitrags und ich die Kleine am liebsten als Nr. 6 in meine Familie adoptieren würde, finde ich es doch gut, dass Du so offen und ehrlich bist. So schrecklich ich Deine Sicht auf dieses Kleinkind finde, zolle ich Dir dennoch Respekt für Deine Ehrlichkeit und dass Du Deine Gefühle nicht verdrängst, was meiner Meinung nach früher oder später in einem viel größeren Desaster enden würde.

Ich kann Dir nur nahelegen in Betracht zu ziehen, im Interesse ALLER (Deinem, dem Deines Sohnes, des Vaters der Kleinen und vor allem dem dieses Kleinkindes) die Verbindung mit diesem Mann aufzulösen. Man liest nicht wirklich viel über diesen Papa, aber zumindest drei Menschen sind jetzt schon frustriert... besser wird das nicht, eher schlimmer (oder richtig schlimm). Ich glaube, dass Du das Mädchen niemals mögen wirst, und das schreibe ich ohne Wertung.

Wenn es mit dem Partner passt, wird es irgendwann auch mit dem Kind passen.

Leider ist das oft genug eben nicht der Fall und die "ungeliebten" Kinder haben es traurigerweise auszubaden.

Es ist nun schon Jahrzehnte her, aber als ich sehr jung war, ein Kleinkind, war ich in einer sehr ähnlichen Situation wie die Kleine. Ich war zwar nicht pummelig oder entwicklungsverzögert, aber bekam ein neues Elternteil vor die Nase gesetzt, das sich zwar zu den eigenen beiden Buben noch ein kleines Mädchen gewünscht hätte, ABER dieses kleine Mädchen, das er gerne gehabt hätte, war leider genau das Gegenteil von mir! Er mochte mich vom ersten Augenblick an nicht (ich ihn auch nicht besonders) und das hat sich niemals geändert. Es begann mit Antipathie und Emotionslosigkeit mir gegenüber und steigerte sich über Resignation und Frustration in erst psychische und später physische Gewalt. Und ich war ein liebes, angenehmes, artiges Kind, mit mir hatte man keinen Ärger. Er mochte mich und meine Art einfach nicht, gleich was ich versuchte, es war niemals gut genug. Es gipfelte darin, dass ich als Jugendliche die Polizei rufen und unter Polizeischutz aus diesem Haus raus mußte, weil er mich umbringen wollte... er ist schon lange tot und tut niemandem mehr was, aber die abwertenden Sprüche sitzen noch heute, Jahrzehnte später, tief in mir wie Stacheln...

Laß diesen Mann und die Kleine los... das passt nicht und es ist niemandes "Schuld"...
 
  • #75
Ich habe mich gefragt, ob Du Kinderärztin oder Psychologin bist...
Ich bin Informatikerin i.R.
In dem Job lernt man, genau hinzugucken und nachzudenken, was man da eigentlich alles vor sich hat - nicht dem Irrglauben aufzusitzen, dass ein flüchtiger Blick ausreicht.

Als Kind und Jugendliche habe ich es nicht leicht gehabt. Daher sicherlich einen besonderen Sinn dafür, was Kindern alles schaden kann und wie sehr es schadet, wenn Erwachsene nur sich und ihre Bedürfnisse sehen, dafür sich gern in die Tasche lügen (gleiche Erziehungsvorstellungen).
Ein Erwachsener sollte den Unterschied zwischen Handeln und gefälliger Aussage/nach dem Mund reden erkennen.
 
  • #76
ich die Kleine am liebsten als Nr. 6 in meine Familie adoptieren würde,
Jetzt lass mal die Kirche im Dorf, dann könntest Du ja fast 40 % der deutschen Kinder adoptieren. Das tut mir persönlich sehr leid mit Deiner Kindheit und ich finde auch, dass neue Partner, die nicht mit den Kindern des Partners klarkommen, eine Zumutung für die Kinder sind. Aber bei der FS ist es ja noch nicht soweit. Sie kennen sich gerade mal 3 Monate und so oft wird sie das Mädchen noch gar nicht gesehen haben.
Sie hat in einem anonymen Forum ihre Bedenken geäußert und klar, sind einem nicht alle Menschen sympathisch, auch kleine Kinder nicht. Ist halt dumm, wenn es sich um die Kinder des Partners handelt. Etwas mehr Empathie würde da in der Tat nicht schaden. Aber, ob das ausreicht? Ich würde mich an Stelle der FS da raushalten, auch essenstechnisch würde ich an Stelle der FS keine klugen Ratschläge geben. Man kann dazu amhalten, dass man gemeinsam mit den Kindern viel an der frischen Luft ist ( gibt im Moment eh keine Alternative), viel Bewegung und wenn sie bei ihr sind gesund kochen und Schokolade, Chips etc. nicht auf den Tisch stellen. Später kann man dann dazu anleiten, dass Sportkurse besucht werden - aber erst viel später. Die FS ist ja nicht die Mutter. Ansonsten, würde ich mich erstmal - wenn möglich- ganz ohne Kinder treffen. Die Situation ist für die Kinder, die sich gegenseitig nicht wirklich mögen, auch nicht einfach - weder für den Sohn, noch für das Mädchen.
W, 56
 
  • #77
Also ich wüsste zuerst mal gern, wie die Mutter das Kind erzieht, denn das ist Ausschlag geben und nichts anderes.

Für mich tönt das entweder sehr nach verhätschelt werden... das Kind ist ihr einziger Lebensinhalt und sie geht in der Mutterrolle total auf...oder das Gegenteil, zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Ausländer? Die haben oft noch mal andere Erziehungswerte.

Es würde helfen wenn der Vater mit der Mutter mal darüber spricht.

Ich würde versuchen den Fokus nicht auf das erziehen lenken sondern eher auf Rolle wie eine Großmutter verwöhnen. Und wenn Du innerlich in großzügiger Haltung bist, wirkt sich das auch auf den Sohn aus.

Ist es ein Einzelkind? Manche Kinder müssen das Spielen erst lernen und brauchen Begleitung.

Und ich würde fragen, ob es nicht möglich ist, einmal im Monat oder alle zwei Monate einen Tag und Abend ohne Kinder zu sein.

Vielleicht ist die Mutter überfordert mit der Erziehung und darum hat er das Kind jedes WE?

Spiele mit. Immer wieder. Irgendwann kannst Du ernten.
 
  • #78
Also jetzt muss ich noch etwas los werden, ich habe nun die Beiträge der Anderen gelesen hier.

Weshalb gehen alle davon aus, dass die Kinder leiden wenn sich Eltern trennen?

Meine waren 2 und 4 Jahre alt bei dem Beschluss der Trennung, ein halbes Jahr später zog der Vater aus und als sie 3,5 und 5,5 Jahre alt waren erfolgte die Scheidung. Sie hatten Null Probleme. Erst als sie Teenager waren hatten sie das Gefühl etwas zu verpassen.
Wir haben uns ganz natürlich verhalten und für uns war die Scheidung selbstverständlich und wir haben nicht schlecht über den Anderen gesprochen.
Allemal besser als die ewigen Streitereien im Alltag die es vorher gab.

Manchmal ist es eine Entlastung.
 
  • #79
Also ich wüsste zuerst mal gern, wie die Mutter das Kind erzieht, denn das ist Ausschlag geben und nichts anderes.
Warum, welchen Wert hat diese Info? Sie kann e snicht wissen, denn sie bekommt immer die durch ihn gefärbte darstellung der Wirklichkeit.
Das Kind st oft und laange genug bei ihm. Er hat ausreichend Einfluss, um es "gut" zu machen - was immer man unter "gut" verstehen mag.

Für mich tönt das entweder sehr nach verhätschelt werden... das Kind ist ihr einziger Lebensinhalt und sie geht in der Mutterrolle total auf
Er hat das Kind hälftig, Erseite ihr durch "sein" und Mutterrolle durch "Vaterrolle". Warum werden Männer von Frauen derartig aus der Verantwortung entlassen/entmündigt?

Es würde helfen wenn der Vater mit der Mutter mal darüber spricht.
Braucht er nicht. Er muss es nur anders machen, als er es bequemerweise oder aus schlechtem Gewissen macht. Das Kind ist oft und lange genug bei ihm, dass er erzieherische Akzente setzen kann und Kinder begreifen hervorragend, dass bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Regeln existieren.

Vielleicht ist die Mutter überfordert mit der Erziehung und darum hat er das Kind jedes WE?
Vielleicht weil er keinen Unterhalt zahlen will, sondern selber am Leben des Kindes teilhaben will durch das 50/50-Modell?
Willkommen in der Neuzeit, in der Väter Erziehungsverantwortung haben und diese übernehmen - ok hier mehr schlecht als recht.
 
  • #80
Meine waren 2 und 4 Jahre alt bei dem Beschluss der Trennung, ein halbes Jahr später zog der Vater aus und als sie 3,5 und 5,5 Jahre alt waren erfolgte die Scheidung. Sie hatten Null Probleme.
Also; es gibt sicher Trennungen, bei denen die Kinder froh sind. Wenn es vorher ständig Streit gab und schlechte Stimmung. Und ich würde niemals raten, nur wegen der Kinder zusammen zu bleiben. Trotzdem ist eine Trennung immer schwer für Kinder, weil es eine Veränderung ist, bei der sie die Bezugspersonen weniger sehen als vorher, sich an der Sicherheit der Familie was ändert. Ich glaube, dass das immer was mit Kindern macht. Nur reagieren nicht alle gleich darauf. Manche verhalten sich dann besonders lieb und angepasst, aus Angst vor weiterem Verlust oder weil sie merken, die Eltern haben grad so viel eigene Probleme. Was unterbewusste Auswirkungen angeht, kann man das doch als Eltern gar nicht wirklich wissen? Dann finde ich es sehr selbstbewusst zu sagen, meine Kinder hatten damit gar keine Probleme.
 
  • #81
Ich finde es wirklich erschreckend, wie hier eine Frau, die selbst Mutter ist, über ein kleines Kind redet. Sicher mag man nicht jeden; sicher können auch Kinder schon unangenehme Eigenarten haben, aber hier geht es doch gar nicht um die Persönlichkeit der Kleinen. Ich lese hier nur von Genervtheit und aufkeimender Verachtung, weil das Mädchen nicht funktioniert, wie die FS es sich vorstellt. Wir erfahren so gut wie nichts über dieses Kind, außer, was es alles für Defizite hat. Und diese Defizite sind bezeichnenderweise fast alle körperlicher Natur - dieses unerfreuliche Kind ist zu dick, ist ungeschickt, ist nicht niedlich, braucht noch eine Windel und einen "Hubbi" (was auch immer das sein soll?!), was sein "optisches Erscheinungsbild nicht gerade positiver verändert" - solche Aussagen muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und bei dieser vernichtenden Beurteilung, die sie ganz sicher nicht ansatzweise so gut überspielt, wie sie es sich einbildet, wundert sich die neue Stiefmutter-Aspirantin noch, dass dieses defizitäre kleine Geschöpf "ständig nur auf dem Papa hängt"!

Angesichts dieses Vorbilds mag ich mir gar nicht ausmalen, wie der Sohn der FS in einigen Jahren mit Mädchen umgehen wird, die nicht dem allgemeinen Schönheitsideal entsprechen, mit unsportlichen Mitschülern oder gar behinderten Menschen.

Man kann dem kleinen Mädchen nur wünschen, dass ihr Vater die ablehnende Haltung seiner neuen Freundin und das dahinterstehende Menschenbild erkennt und zum Wohle seiner Tochter konsequent den einzig richtigen Schluss daraus zieht.

Und der FS kann man nur raten, 1.) die Finger von Patchwork-Konstrukten zu lassen und 2.) sich darauf einzustellen, dass auch ihr eigener Sohn vermutlich früher oder später in irgendeinem Bereich Schwächen zeigen und auf Verständnis und Geduld angewiesen sein wird. Die wirklich herausfordernden Phasen des Elternseins - Schulzeit und Pubertät mit all ihren Fallstricken und potenziellen Konfliktherden - kommen erst noch auf sie zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #82
Hallo liebe Fs,

ich finde deine Schilderungen nicht unempathisch, sie wirken auf mich realistisch.
Würde mich auch alles stören und ich hätte keine Lust, mit dieser Familie die Wochenenden zu verbringen. Ein phlegmatisches Kind und ein Vater, der darum kreist. Du wirst da keine Entwicklung beobachten können, da die Art von Erziehung Fortschritte hemmt. Lieber ein bisschen zu wild als zu phlegmatisch. Aber die Art die du schilderst, scheint anerzogen zu sein. Es gibt ja alles mögliche, um Kinder zu unterstützen. Ergotherapie, Physio, Frühförderung, wenn nötig. Ich kann oft nicht verstehen, dass Eltern ihre Kinder in ihrem Zustand lassen, wo es doch eine Fülle von Möglichkeiten gibt. Ihre Kinder so stark beglucken, dass sie sich selbst nicht helfen können.
Das wird die Gesellschaft von morgen.
Mein Kind wächst auch als Patchworkkind auf und ist total normal.
So ein geschildertes Verhalten mit 3,5 lässt nicht auf etwas positives schließen.
Ich verstehe, dass du keine Lust hast, dem ständig beizuwohnen.
 
  • #83
Dieses Kind ist erst 3,5 Jahre alt . Seit einem Jahr haben wir eine Pandemie und nur unregelmäßig Kita und Schule . Wo sollte sich das Kind denn entwickeln lernen und Sozialkompetenz . Das Kind ist nicht 5 Jahre alt , so dass eine Windel total unangebracht wäre . 3 Jahre ist ein ganz normales Alter um trocken zu werden . Mein jüngerer Sohn wsr als Kleinkind anstrengend , permanent unzufrieden , wachte schon mit schlechter Laune auf . Es war unglaublich schwierig mit ihm und auch meinen Eltern ging oft die Geduld aus . Ich denke es war auch deshalb weil sein Vater und ich getrennt waren seitdem er zwei war , mein anderer Sohn mir so viel Kummer machte und ich so angestrengt war mit der Arbeit und meinem Leben . Jetzt ist er 8 Jahre und ein lustiges , fröhliches, unglaublich emphatisches Kind . Zum Valentinstag hat er ein Video für mich gemacht mit unseren gemeinsamen schönsten Erinnerungen , dass ich mir immer anschauen soll, wenn ich traurig bin oder schlechte Laune habe , damit ich wieder glücklich bin. Geduld und Liebe machen sehr viel aus . Natürlich auch Konsequenz und Erziehung , aber ohne Bindung kann man meiner Meinung nach nicht erfolgreich erziehen . Wie war denn deine Beziehung zu deinem Vater ? Vielleicht bist du neidisch ? Mein Vater stab ja kurz vor meiner Geburt und deshalb fehlt mir ein Vater mein Leben lang . Aber ich bin zutiefst berührt wenn ich einen Vater sehe, der liebevoll zu seiner Tochter ist. Ich denke dann immer so ein Glück , dieses Mädchen wird gestärkt und selbstbewusst durchs Leben gehen .
 
  • #84
ich finde deine Schilderungen nicht unempathisch, sie wirken auf mich realistisch. Ihre Kinder so stark beglucken, dass sie sich selbst nicht helfen können. Ihre Kinder so stark beglucken, dass sie sich selbst nicht helfen können.
FS sollte sich mit Kontaktabbruch von ihm zurückziehen. Ich finde es furchtbar und ganz schlimm, wenn Mütter und Männer aus purem Egoismus ihre Kinder begluckern, sie werden später mit großen Probleme allein sein müssen!!
Wie war denn deine Beziehung zu deinem Vater ? Vielleicht bist du neidisch ? Mein Vater stab ja kurz vor meiner Geburt und deshalb fehlt mir ein Vater mein Leben lang . Aber ich bin zutiefst berührt wenn ich einen Vater sehe, der liebevoll zu seiner Tochter ist. Ich denke dann immer so ein Glück , dieses Mädchen wird gestärkt und selbstbewusst durchs Leben gehen .
Was der Vater mit der Kleinen mit 3,5 macht, ist für das Kind nicht förderlich, leider weiß er es nicht!
 
  • #85
Ich bin auch nicht so körperlich und mit Wandern und Rumtoben und Ballspielen, was kleine Jungen und dein eigener offenbar auch gerne tun, kannst du mich ebenfalls nicht begeistern.
Ich stelle mir vor, dass das Mädchen einfach kaputt war, genug hatte, als es heulend nicht mehr aufstehen konnte, als es hinfiel.

Ich erinnere mich an eine Skifreizeit, die wir in der 10. Klasse machten. Ich war Sport aus dem Elternhaus nicht gewohnt, trotzdem hatte ich wegen Ballett und Fahrradfahren eine gute Kondition, ausreichend Muskeln auch und ich war auch nicht dick. Aber dieses Skifahren, für mich das erste und einzige Mal, empfand ich als Horrortrip. Ich sehe mich noch wie heute hinter den anderen langlaufend herkeuchen. Sie warteten ab und zu auf mich, wenn ich zu weit zurück fiel. Wenn ich keuchend ankam, fuhren sie, fröhlich und gut ausgekeucht, weiter.
Wenn ich da hingefallen wäre, hätte ich auch geheult und mich aufrichten lassen. Und mich an meinen Lehrer ( = Papa ) geklammert, wenn der mich gelassen hätte.

Das wird mit euch nichts. Du bist eine Tobe-Kinder-Mutter.
Ich bin eine stille-Kinder-Mutter. Ich wäre mit dem Mädchen nach Hause gegangen, wir hätten es uns schön gemütlich gemacht auf dem Sofa, ein Wimmelbild angesehen, es hätte sich an mich geschmiegt und ich hätte sein weiches Haar gestreichelt. In einem Jahr könnte es gut sprechen, ein bisschen lesen, die Uhr lesen, wissen, dass acht Achtel das gleiche sind wie vier Viertel ( denn wir würden immer Äpfel achteln ), wissen, dass man mit zwei fünfzig-cent-Münzen das gleiche bekommt wie mit einem Euro, obwohl das doch nur eine Münze ist, denn wir würden immer ausgiebig einkaufen.
Kann dein Sohn all das ? Nun...
Mir gefallen die ruhigen Kinder.
Ich bin auch sicher, dass das Mädchen bei mir schnell weder Windel noch Hubbi ( = Schnuller ? ) brauchte, denn ich würde es im Arm halten, wenn es Zuwendung bräuchte.

Ok, du bist nicht die Mutter dieses Mädchens, aber es wird oft bei euch sein.
Ihr könntet aber vielleicht auch ein LAT-Modell machen und eure jeweiligen Kinder allein betüteln.
Falls du aber eine richtige Familie anstrebst, musst du das Kind schon mindestens mögen und der Mann muss deinen Sohn mindestens ein bisschen mögen, was bald ebensowenig der Fall sein wird, wenn es mit euch so weitergeht.
Vielleicht kann dein Freund eine Frau finden, die sein Mädchen liebenswert findet.
Wenn dein Freund bei dir bleibt und dafür das Seelenheil seines Kindes hintanstellt, soll er in der Hölle....ok, eine Nummer kleiner, ist ihm nicht zu helfen. Dem Kind ist dann nicht zu helfen..., seufz.

w 53
 
  • #86
Na da sag ich doch mal... wow!!!!

Es ist schon wieder interessant, dass die FS wieder mehr Hiebe als Vorschläge und Denkanstöße erntet. Man stellt die Fragen erstmal hier um vielleicht Sichtweise und Argumentation gegenüber dem Partner erstmal in irgendein klares Bild zu bekommen.

Liebe FS. Ich kann dich nur zu gut verstehen und auch die Gefühlslage kenne ich. Reflektiere eure 4er Situation mal, wie ist dein Partner zu deinem Sohn, wie ist er zu dir, wenn sie bei euch ist? Wenn die kleine sieht, dass ihr ein Team seit, fehlt ihr aufgrund ihres Alters noch das Verständnis, dass sie zu eurem Team gehört. Sieh braucht Halt und Beständigkeit. Sieht sie das bei euch, will es nicht mit euch, sondern so wie ihr mit ihrem Papa. Sie möchte Team sein mit ihrem Papa, nicht teilen. Und ja da können auch Kinder alle Register ziehen. Warum? Weil sie es nicht besser wissen in dem Alter.

Mein Vorschlag, bindet sie in das miteinander mehr ein. Nicht dein Sohn fragt: wollen wir zusammen spielen? Sondern du: Wir machen jetzt was zu viert.... Nicht 2 Lager, sondern zu viert...Eine Leinwand zum Beispiel gestalten, essen zubereiten zum Beispiel. Und sprecht zu viert darüber.
Was Nuckel, Windel, pummelig angeht, liegt der Erziehungsauftrag bei deinem Partner und der Mutter, ich würde diese Themen ansprechen bei ihm und fragen, ob sie beide nicht mal den Dialog dazu gehen möchten.
Auch würde ich mit meinem Partner darüber sprechen, dass es eine Paarzeit - nach Möglichkeit planbar - geben sollte. Kommen Ausflüchte und keine Ansätze dieses Hickhack zu ändern, hast du deine Antwort, deinen Stellplatz.
 
  • #87
Nur zu meiner Verteidigung: Meine Kinder waren damals 2 und 4 Jahre alt, sind heute 16 und 18.... und weil ich mit ihnen darüber spreche weiss ich ob sie es gut verkrafteten oder nicht!!!
Ich bin fest der Überzeugung, dass eine Scheidung fest mit der inneren Haltung zu tun hat, je klarer das Ziel, um so klarer der Weg, um so mehr Kraft ist da um die Kinder positiv zu begleiten.
Und manchmal ist das eben der bessere Weg als zu bleiben- auch für die Kinder.
Ich finde es einfach schrecklich, wenn alle in der Gesellschaft automatisch die Erwartungshaltung haben, dass es Leidende geben muss und seelische Verletzungen, die negativ prägen für immer. Ich behaupte, dass es gar nicht immer sooo viel Drama ist... sondern Andere machen es... indem sie die Erwartungshaltung haben.
Man kann aber mit Bewusstheit und authentisch sein viel dagegen tun! Das fängt mit der Erwartungshaltung im Innern bei einem selbst an... und mit viel Glück zieht der Exmann und Vater der Kinder mit.
 
  • #88
@87, super Geisteshaltung, super Einstellung, gefällt mir sehr, du bst ein großes Vorbild und ein gutes Beispiel für viele Menschen, besonders für Frauen, die aus Bequemlichkeit, Komfortzone, sich nicht getrauen, sich zu trennen und sich scheiden zu lassen, die Kinder als Ausrede benutzen und vorschieben und so tun, als ob sie nicht wüssten, das es den Kinder schadet, sie leiden. Wenn die Eltern sich nicht mehr verstehen, nicht mehr lieben sollten sie sich anständig trennen und nicht weiter Zusammenleben, auch nicht sich gleichzeitig für neue Partner interessieren, also mehrere Baustellen im Leid gleichzeitig unterhalten, geht doch gar nicht gut, wie kann man so etwas verantworten?
 
  • #89
Und manchmal ist das eben der bessere Weg als zu bleiben- auch für die Kinder.
Ich finde, man richtet eine Menge Schaden an, wenn man bleibt und dabei unglücklich ist. Das Kind lernt doch, dass Beziehung bedeutet "aushalten, lieber heimlich weinen, nichts sagen". Denn dass sich das vor Kindern verbergen lässt, dass man unglücklich ist, glaube ich kein Stück, zumal ja meist gedacht wird, dass die nichts mitkriegen.
Vielleicht kommen insbesondere daher so viele Beziehungsphobiker*innen, weil sie nie gesehen haben, dass "Liebe glücklich macht".
 
  • #90
Hallo, zu dieser Aussage: Das Kind trägt mit 3,5 J. noch Schnuller und Windel, was könnten die Ursachen sein, ist es schlimm für die Entwicklung, sollte ich meinen Partner darauf ansprechen? Wie kann ich unterstützen? für ein Kind von 3,5 Jahren, das die Trennung seiner Eltern erlebt hat und jetzt auch noch die "Corona-Massnahmen" mit dem ganzen für kleine Kinder beängstigenden Umtrieb bzw. fehlendem Umtrieb: keine Oma/Opa treffen, welche evtl. noch nahe standen?. Was soll denn ein Kleinkind anderes tun als in Selbstschutz übergehen und erstmal an der einzigen Bezugsperson (Papa) kleben? Das ist völlig normal und auch das Abwarten um Hilfe beim Aufstehen oder so gehört dazu. ( sieht mich Papa noch??) Es ist (oder war?) bekannt, dass auch schon trockene Kinder bei Trennung Eltern oder auch nur bei Krankheit Elternteil länger oder wieder Windeln brauchen und Schnuller nicht hergeben wollen. Warum ist diese Wissen jetzt nix mehr wert? Schon viele Erwachsenen sind nach einem Jahr Corona-Chaos maximal gestresst, und da soll ein Kleinkind sich "nach Vorgabe" entwickeln?? denglish: dream on... Warum wird da überhaupt gefragt?' werden alle Kinder über einen Kamm geschoren, und von wegen "niedlich".... 3,5 Jahre , ja könnte Trotzalter auftreten, und Ablehnung macht es nicht besser.. Es scheint mir auch so, dass das Kind als " Konkurrenz" um die Zuneigung gesehen wird, das mit dem Wand malen kann auch Papa nicht begreiflich machen, vielleicht wollte sie sogar die Wände "verschönern"?? um nicht so abgelehnt zu werden? wer weiss... kleine Kinder haben nicht das Stilempfinden eines Erwachsenen, und es gibt auch grosse Papierbahnen für diese Zwecke, und dann könnt jeder mal malen... eine Idee und Vorschlag für ein anderes WE: bei schlechten Wetter Tiere oder so an die (Papier) wand malen... oder Kasperletheater aufbauen und spielen ... da könnte sie erstmal zuschauen.. (nicht nur Fernsehen).. .. aber egal, letztendlich sehe ich das einzige Problem darin, dass eine erwachsene Frau auf ein Kleinkind eifersüchtig zu sein scheint, wenn ich das mal so drastisch ausdrücken soll, denn das beschriebene Verhalten der Kleinen ist sozusagen erstmal "typisch" und eher harmlos, und würde in diesem Fall, bevor die Flinte ins Korn geschmissen wird, eher eigene Beratungsstunden bei einer Familienberatungsstelle oder ähnlichem empfehlen und nicht das Übliche : Trennung blabla
 
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