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Gast

  • #1

Neuer Partner will mit den Kindern wenig zu tun haben

Die Fragestellung ist vielleicht ein wenig ungewöhnlich, da wir nun schon seit 4 Jahren zusammen sind und die Situation im Prinzip schon immer so war.

Ich (w/48) habe zwei Kinder (11 und 9 Jahre alt) aus meiner Ehe und verstehe mich mit meinem jetzigen Partner gut bis auf die Tatsache, dass er möglichst wenig mit meinen Kinder zu tun haben möchte. Wir waren zwar zusammen im Urlaub, aber er meidet den Kontakt, ist nicht unfreundlich, geht aber auf Distanz. Zusammenleben will er mit mir aus dem o.g. Grund nicht.

Eskaliert ist die Situation, als ich gebeten hatte, mir behilflich zu sein, meinen auf dem Schoß eingschlafenen Sohn ins Bett zu bringen. Er zog ihn am Arm nach oben, um ihn sich angeblich über die Schulter zu legen (er wiegt schlappe 23 Kilo) und ins Bett zu tragen. Ich empfand diese Geste als sehr rüde und habe ihn scharf angesprochen, er solle das in dieser Art lassen.

Seitdem ist die ganze Situation derart eskaliert, dass ich mich grundsätzlich frage, wie andere Menschen darüber denken.

Danke für Eure Meinungen.
 
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Gast

  • #2
Was ich mich als Mutter gerade frage: warum bleibt Frau (und Mutter) mit so einem Mann vier Jahre zusammen??

Ich gehe mal davon aus, dass er dich bevorzugt sieht, wenn die Kinder nicht dabei sind. Zukunftsperspektive gleich Null, es sei denn, du schickst die Kinder zum Vater oder schmeisst sie gleich mit 18 raus.

Auch die Kinder merken natürlich auf diese Art, dass sie den werten Herren nur stören. Was wird deinen Kindern da vorgelebt? Und wieder die Frage: warum machst du das mit??

ICH würde dann lieber alleine bleiben, als mit so einem Mann Zeit zu verbringen!
 
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Gast

  • #3
Ich bin immer wieder darüber fasziniert! Was erwartet eine alleinerziehende Frau von einem Mann, der selber keine Kinder hat und die betreffenden Kinder nicht von ihm sind?

Der Mann wollte die Frau und nicht ihren Anhang.
 
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Gast

  • #4
Als erstes muss man mal sagen, dass es nicht seine Kinder sind. Punkt.
Er wird auch niemals die gleichen Gefühle gegenüber den Kindern entwickeln können wie Du sie hast.
Es sind und bleiben DEINE Kinder.
Wichtig ist es aber, dass er sie akzeptiert.
Du bist verletzt, hättest sicher gerne, dass er sie kompromisslos liebt.
Du findest in jedem Verhalten, das er bei den Kindern zeigt, die Bestätigung, dass er sie NICHT liebt.
Er liebt sie nicht! Und Du kannst es nicht erzwingen. Ein Gefühl von Machtlosigkeit ist das.
Wenn er wegen der Kinder nicht mit Dir zusammenleben möchte, dann solltest Du Dir überlegen, ob Du mit so einer Partnerschaft leben möchtest.
Kein Familienleben, sondern eine Paarbeziehung, bei der die Kinder außen vor bleiben.
Solange Ihr beide damit zufrieden seid, ist es ja OK.
Aber verlange nicht von ihm, dass er Deine Kinder lieben muss.
Verlange nicht von ihm, wie er mit Deinen Kindern umzugehen hat.
Er kann es nicht.
Wenn, dann muss es von ihm und von deinen Kindern aus kommen.
Es tut mir leid, wenn ich so etwas lese, aber ich kann diesen Mann auch verstehen.
Nun liegt es an Dir, wie Du damit weiter lebst. Es ist nicht einfach.
Ich wünsche Die von ganzem Herzen einen guten Ausgang.
w/47
 
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Gast

  • #5
Liebe FS,
es sind Deine Kinder, nicht seine Kinder. Er will mit Dir eine Paarbeziehung, kein Familienleben mit Kindern. Wenn das nicht Deiner Intention von Partnerschaft entspricht, musst Du Dich von ihm trennen und mit einer Partnerschaft abwarten, bis die Kinder aus dem Haus sind.

Ich gehe mal davon aus, dass der Mann um die 50 oder älter ist. Da habe ich sehr viel Einsicht, dass er sich keinen 23kg Mehlsack über die Schulter wirft und sich einen Bandscheibenvorfall holt.
Ein 9-jähriger ist kein Kleinkind mehr, dass auf Mamas Schoß schlafen muss - wäre mir perönlich auch zu schwer. Wenn Du das brauchst, um emotionale Nähe zu Deinem Kind zu spüren,und ohnehin alles besser kannst und weißt, dann musst Du ihn selber hochhieven und in sein Bett schaffen.
Es ist mir ein Rätsel warum man einen 9-jährigen nicht wecken und auffordern kann ins Bett zu gehen, wenn er so müde ist. Er ist doch keine 3 Jahre alt.
Vermutlich war Dein Partner auch ein wenig angenervt von dem klettigen Kind und hatte auf einen Paarabend gehofft. Dass Kinder dabei sein wollen, ist normal wenn man eine Beziehung mit einer AE eingeht. Dass sie solange dabei sein müssen, bis sie vor Müdigkeit ins Koma kippen und nicht mehr allein ins Bett gehen können, ist nicht mehr normal. Da haben Frau und Kind ein massives Problem. Schick ihn einfach früher ins Bett, wenn er noch laufen kann.

Helikoptermütter sind nur einschränkt für eine Partnerschaft geeignet.
 
G

Gast

  • #6
Danke für die Antworten - bevor ich ihn eine Rechtfertigungsspirale komme möchte ich etwas klarstellen:

Dass mein Partner (im übrigen selbst alleinerziehender Vater gewesen) mich wollte und nicht einen Kindergarten ist doch klar. Aber wenn die Kinder mit im Haushalt der Mutter wohnen und man sich auch dort sieht, lassen sich "Begegnungen" nicht vermeiden. Ich erwarte weder, dass er meine Kinder liebt, noch dass er Ersatzpapa spielt. Der richtige Papa hat ausreichend Kontakt zu seinen Kindern.

Was ich sehr traurig finde ist das unterkühlte Klima. Ja, in der Konsequenz müsste ich diese Beziehung beenden, wenn ich damit nicht klarkomme, ich bin nicht naiv. Aber die Dinge sind nicht immer nur schwarz oder weiß.

"Lieber" Gast #4,

Warum soll ich eigentlich "ohnehin alles besser können"?
Mein Sohn ist weder "klettig" noch vor "Müdigkeit ins Koma gefallen", sondern ausnahmsweise an diesem Abend dabei gewesen. Ich verhindere tunlichst, dass die Kinder unsere Zweisamkeit stören - es war ausnahmsweise, dass er nach seiner Geburtstagsfeier beim Fernsehen auf mir eingeschlafen ist. Ich bin auch keine "Helikoptermutter", die eingeschränkt für eine Partnerschaft geeignet ist.

Bitte lass deinen eigenen Frust bzw. deine gallige Polemik nicht an mir aus. Ich bin weder frustriert noch sonstwie neurotisch - einfach nur völlig normal.
 
  • #7
Ich könnte mir keine Beziehung mit einem Mann vorstellen (egal wie nett er ist), der mit meinem Kind nicht halbwegs nett und vernünftig umgehen kann. Dabei gibt es eine Menge Männer, die Kinder mögen auch wenn es nicht ihre eigenen sind. Natürlich kann man die Liebe eines Vaters zu seinem eigenen Kind nicht vergleichen, aber gernhaben kann man die Kinder durchaus.
Kinder spüren das, daß sie nicht willkommen sind. Unter solchen Umständen würde ich mich immer auf die Seite meines Kindes schlagen. Immer.
 
  • #8
Oh je, es ist schlimm für Deine Kinder zu erleben, dass sie bestenfalls geduldet sind.
Ich finde es selbstverständlich, einen neuen Partner keine finanziellen Bürden mittragen lassen oder ich finde es auch nicht ok, selbstverständlich davon auszugehen, dass der neue Mann sich an der für Kinder nötigen Arbeit beteiligt, aber ein mindestens freundschaftliches Klima ist doch Voraussetzung für nähere Kontakte, langfristig auch mit einer Frau, die Mutter ist, die ihre Kinder liebt und um sich hat.
Wer dazu menschlich nicht in der Lage ist, hat psychische Defizite, mag trotzdem liebenswert sein, aber ungeeignet für eine enge Bindung. Diese Distanz, dieses daraus folgende kindliche Unwohlsein kann man als Mutter auch nicht ausgleichen.

Du bist es deinen Kindern wirklich schuldig, einen Schlussstrich zu ziehen oder den täglichen Kontakt auf die späten Abendstunden zu beschränken. Auch ein gemeinsamer Urlaub ist eine seelische Belastung unter diesen Vorzeichen.

NIEMALS würde ich meinen Kindern zumuten, sich abgelehnt zu fühlen durch Personen, die mir wie auch immer nah sind.
 
G

Gast

  • #9
Liebe FS,

was erwartest du denn? Es sind nicht seine Kinder. D.h. alle Sachen die mit DEINEN Kindern verbunden sind sind ausschließlich DEINE Sache.
Oder du hättest diese Beziehung früher beenden sollen.
m, 41
 
  • #11
Ja, es sind nicht seine eigenen Kinder. Und ja, es ist unwahrscheinlich, dass ein fremder Mann Kinder genauso liebt, als wären es seine eigenen.

Aber: Es ist absoluter Quatsch, dass man fremde Kinder - erst Recht die der geliebten Frau - nicht mögen und mit ihnen einen wohlwollenden, zugewandten Umgang pflegen kann!
Was machen denn all die Erzieherinnen, Lehrer/innen, Sozialpädagogen und Kinderärzte?!
Sie mögen einfach erstmal grundsätzlich Kinder. Können warm mit ihnen umgehen. Wenn sie richtig professionell sind, sogar mit den Kindern, denen sie nicht so richtig etwas abgewinnen können. Und wenn dann sogar eine so persönliche Ebene wie bei der Fragesteller hinzukommt, muss sich dieses Mögen sogar erhöhen, vielleicht sogar zur Liebe entwickeln - welcher Art auch immer.
Und kommt jetzt bitte nicht mit Menschen aus diesen Berufsgruppen, die Kinder ablehnen. Ja, auch diese Ausnahmen wird es geben. Genau, wie es solche Männer gibt, die sich so kalt verhalten wie von der FS beschrieben.

Liebe FS,
für mich wäre das nichts. Ich würde glauben, wenn ein Mann mich wirklich liebt und ein warmherziger Mensch wäre, würde er zumindest versuchen auch ein klein wenig mein Mutterherz mit zu erfreuen.
Männer, die das nicht können, sollen und dürfen Alleinerziehende ablehnen.
 
G

Gast

  • #12
Ich bin immer wieder darüber fasziniert! Was erwartet eine alleinerziehende Frau von einem Mann, der selber keine Kinder hat und die betreffenden Kinder nicht von ihm sind?

Der Mann wollte die Frau und nicht ihren Anhang.
Wie naiv kann Man(n) sein? Was von einem solchen Mann erwartet wird? Ganz einfach: Dass er fähig ist zu kapieren, dass er eben eine Frau MIT Kind zur Partnerin hat und sich damit zumindest in gewissen Teilen zu arrangieren hat. Ist das so schwer zu verstehen?
 
G

Gast

  • #13
Dein Fall, denke ich, ist eine Frage von wahrer Liebe oder nicht.

Es gibt doch Beziehung, da macht man nette Dinge zusammen, spricht miteinander und teilt so manches. Wenn es aber spitz auf Knopf kommt, um wirkliches Annehmen des anderen und Interesse an ihm, dann scheitert das zumindest bei manchen.
Man muss sich also fragen: was erwarte ich von dieser Beziehung.

Als Beispiel: ich hatte auch so einen Partner; solange wir zusammen positve Momente teilten, war alles im Lot. Sobald ich aber meine Person, mein Leben und was mir wichtig war (dieser Punkt wurde mir u.a. zum Vorwurf gemacht: sollte ich doch NUR den Partner als wichtiges Moment in meinem Leben haben) miteinbeziehen wollte, machte er dicht: kein Interesse an meinen Hobbies, kein Verständnis für außerbeziehungstechnische Aktivitäten (auch Arbeit), etc. Bei unseren GEMEINSAMEN Kindern war es dann auch so. Wie sieht das bei Deinem Partner aus: meinst Du, mit eigenen/gemeinsamen Kindern wäre es anders?

Liebe FS, wenn es für Dich ok ist, daß jeder von euch zwei Leben (eines mit und eines neben/getrennt vom Partner, dazu gehören nun Deine Kinder) habt, dann richtet ihr euch das schon irgendwie ein.
Anderfalls muss er sich ändern oder du dich trennen.
 
G

Gast

  • #14
Wie naiv kann Man(n) sein? Was von einem solchen Mann erwartet wird? Ganz einfach: Dass er fähig ist zu kapieren, dass er eben eine Frau MIT Kind zur Partnerin hat und sich damit zumindest in gewissen Teilen zu arrangieren hat. Ist das so schwer zu verstehen?
Für mich als Frau, die Du zitiert hast! Ja für mich ist das schwer zu verstehen. Warum suchen sich Frauen mit Kindern oder besten sogar drauf, einen Mann ohne Kinder! Oder wie in diesem Fall, mit schon erwachsenen Kindern.

Der Mann hat das alles schon hinter sich und darf jetzt einen 9-jährigen durch die Gegend schleppen. Ich glaube - weder meine Mutter noch mein Vater haben mich mit 9 durch die Gegend getragen. Ich wurde geweckt und ging ins Bett. Und ich hab eine enge Bindung zu meinen Eltern.

Die Kinder waren mit im Urlaub, die hätten auch beim Vater für die Zeit bleiben können.

Die FS schreibt selber - der Mann ist nicht unfreundlich zu ihren Kindern, er geht nur auf Distanz. Also eine Toleranz von ihm ist da.

Die FS wurm es auch, weil der Mann mit ihr wegen der Kinder nicht zusammen leben will.

Wie soll sich der Mann verhalten! Mit den Kindern Hausaufgaben machen, Ball spielen, ihnen Essen kochen u.s.w. Das gehört mit zur Erzeugung. Was soll der Mann machen um sich aus der Erziehung raus zu halten. Er muss die Distanz waren.

Der Mann schlägt die Kinder der FS nicht. Er beleidigt sie nicht. Er ist ganz einfach neutral zu ihnen.

Wenn der FS dieses neutrale Verhalten für ihre Kinder nicht recht, dann muss sie sich trennen. Es ist die Frage - ob die FS auch so viel Aufstand um die Kinder des Mannes macht? Kocht sie den schon erwachsenen Kinder Suppe, wenn sie krank sind oder geht mal mit ihnen einkaufen, wenn der Mann eine Tochter hat. Bing sie mal mit dem Auto zum Flughafen, wenn der Vater keine Zeit hat. Komisch! Die FS hat nichts zu der Beziehung geschrieben, die sie zu seinen Kindern hat. Ihr geht es nur darum, wie der Mann ihre Kinder behandelt. Ist ganz schön heuchlerisch, das Verhalten!

Die FS sollte sich einen Mann suchen, der Kinder in ihrem Alter hat und somit ähnliche Probleme. Nein aber das ist den meisten AE Müttern zu doof, denn sie wollen sich nicht um die Kinder des Mannes mit kümmern, wenn sie beim Vater sind. Aber der Mann soll sich bitte für ihre Goldstücke ein Bein ausreisen.
 
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Gast

  • #15
Ich bin immer wieder darüber fasziniert! Was erwartet eine alleinerziehende Frau von einem Mann, der selber keine Kinder hat und die betreffenden Kinder nicht von ihm sind?

Der Mann wollte die Frau und nicht ihren Anhang.
Faszinierend ist wohl eher diese bizarre Vorstellung. Da will sich wohl jemand nur die Rosinen rauspicken. Aber dann nochmal klar und deutlich: Wenn du eine Frau mit Kindern wählst, dann entscheidest du dich automatisch auch für eine Gemeinschaft mit den Kindern (finanzielle Angelegenheiten mal außen vorgelassen). Oder wie soll es sonst gehen? Glaubst du jemand gibt wegen dir die Kinder ins Heim?
 
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Gast

  • #16
Liebe FS,

was erwartest du denn? Es sind nicht seine Kinder. D.h. alle Sachen die mit DEINEN Kindern verbunden sind sind ausschließlich DEINE Sache.
Oder du hättest diese Beziehung früher beenden sollen.
m, 41
Zum Glück machen es sich nicht alle Männer so einfach. Und die, die eine derartige Einstellung haben, sollten tunlichst vermeiden, mit einer alleinerziehenden Mutter zusammenzukommen. In einer intensiven und ernsthaften Partnerschaft kann man Kinder und Partner sicherlich NICHT so strikt voneinander trennen - außer die Frau muss in zwei Parallelwelten leben. Es ist Jedermanns Recht, nichts mit den Kindern zu tun haben zu wollen - aber dann müssen sie eben auch gänzlich auf die Frau verzichten.
 
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Gast

  • #17
Dass mein Partner (im übrigen selbst alleinerziehender Vater gewesen) mich wollte und nicht einen Kindergarten ist doch klar.....

......lWas ich sehr traurig finde ist das unterkühlte Klima.
Wenn er alleinerziehender Vater gewesen ist, dann hat er das Kinderthema einfach hinter sich gelassen und will jetzt altersgerecht wieder Paarzeit leben. Darauf solltest Du auch mal achten. Ich finde die passende Partnerwahl im fortgeschrittenen Lebensalter sehr schwierig, weil die Grundlagen doch sehr unterschiedlich sind. Ich war immer sehr kopflastig bei der Partnerentscheidung. Es ging nicht um Kinder sondern um Verständnis für berufliches Engagement. Das ist übrigens kein großer Unterschied zu Kindern.
Für Dein Alter (seins hast Du nicht genannt) hast Du junge Kinder, die noch recht betreuungsintensiv sind. Das solltest Du bei Deiner Kritik an ihm einbeziehen.

Ich sehe im Bekannten- und Kollegenkreis (alle Akademiker), die späten Eltern, die mit recht jungen Kindern dastehen, haben ganz. V andere Lebensbedingungen, als die Gleichaltrigen, deren Kinder bereits aus dem Haus sind.
- Meine Schwester, 50, Sohn mit 25 im Studienabschluss. Sie und ihr Mann leben seit Jahren nur noch Paarzeit, mit schönen Wochenenden und kinderlosen Urlauben ausserhalb der Ferienzeiten. Der Junior ist seit 6 Jahren aus dem Haus, war vorher ein Jahr weg zum Auslandsschuljahr.
- Freundin, 55, mit 21 im Studium schwanger geworden, mit Anfang 40 (jünger als Du) war das studierte Kind schon aus dem Haus und sie konnten als Paar leben
- Freundin, 55, 2 Kinder (30 und 32), 4 Enkel. Die Kinder waren mit 45 aus dem Haus zum studieren und sie wieder ein Paar, dass sich um die Enkel kümmert, wenn sie Lust haben, verpflichten lassen sie sich nicht. Ansonsten genießen sie ihr Leben, sind voll berufstätig, reisen viel.
- Freundin, 50, Kind 9, an Ferienzeiten gebunden, keine Wochenendreisen ohne Kind, weil Großeltern zu alt, um den Wirbelwind zu betreuen. Urlaub immer nur in Ferienzeiten, wenn alles überfüllt ist. Beide voll berufstätig und hängen tot über den Zaun vor Erschöpfung. Ähnliches bei vielen spätgebaehrenden Kolleginnen.

Das solltest Du einfach einbeziehen, wenn Du mit seinem Verhalten unzufrieden bist. Man muss immer die Gegenseite verstehen. Wie sehen Deine Kinder das? Leiden sie oder haben sie wenig Berührungspunkte, sodass es ihnen eher egal ist, weil der Vater präsent ist? Kinder können sehr robust sein, wenn sie sicher in der Bindung sind und mit ihnen kommuniziert wird.

Vielleicht solltest Du das Ganze lockerer angehen, Dir Freiräume ohne ihn für die Kinder nehmen, eher Affäre als Beziehung, ihn mehr auf die Zeiten reduzieren, wenn die Kinder beim Vater sind. Dann gibt es keine unterkühlten Situationen.
 
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Gast

  • #18
Hallo FS, ich selbst AE kann dich verstehen. Es tut dir weh, dass er so ist. Ändern wirst du ihn nicht. Du hast den Zeitpunkt verpasst ihm zu sagen, daß es dich nur mit den Kindern gibt. In einer Affäre wäre es verständlicher, aber in einer ernsten Beziehung ist es ein No Go. Die Kinder spüren seine Distanz und ich will nicht wissen, was sie von all dem halten. Ich würde das nicht einmal als Beziehung bezeichnen. Tut mir leid. Und noch was, es gibt Männer die fremde Kinder lieben als wären es ihre eigenen. Frag deinen Freund wie er reagiert hätte, wenn du das an seinen Kindern gemacht hättest? Hätte ihm bestimmt auch nicht gefallen. Ich glaube eine Frau ohne Kindern wäre besser für ihn, da er keine mehr? mag und ein liebevoller Mann wäre geeigneter für dich/ euch. Aber nur du kannst was daran ändern. Meine Kinder gehen jedenfalls vor.
 
G

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  • #19
Seitdem ist die ganze Situation derart eskaliert, dass ich mich grundsätzlich frage, wie andere Menschen darüber denken.

Danke für Eure Meinungen.
Ich frage mich immer wieder, was es Fragende bringt, grundsätzlich zu wissen, wie andere Menschen über ihre Probleme denken. Explitzit wurde ja nicht um Hilfe, Denkanstösse usw. gebeten, also dürften wir sie der FS gar nicht geben.

Ich empfehle das Gespräch mit dem Mann zu suchen und grundsätzlich zu fragen, warum er so reagiert, was er meint, wie die Kinder darauf reagieren und was man gemeinsam tun kann, damit es für alle entspannter wird.

Ich war jahrelang als AE-Mutter mit Absicht Single, nach schlechten Erfahrungen mit getrennt lebenden Vätern und habe mir nur noch diese für Affären gesucht. Gesprächsbereitschaft, das Herz an der richtigen Stelle, Offenheit, eine gute Kommunikationsfähigkeit, konstruktives Konfliktmananement seitens des Mannes war ganz selten vorhanden. Dass das wenige Männer haben, habe ich inzwischen kapiert. Daher nehme ich mir dann solche Männer nur noch, wenn ich meinen "Spass" mit ihnen haben kann. Was anderes können sie mir leider nicht geben, was ich schade finde.

w
 
  • #20
<mod>

Pech, liebe FS, dass Du jemanden erwischt hast, der solche emotionalen Defizite hat. Aber lass keinen weiteren Kontakt von ihm zu Deinen Kindern zu. Er trennt kühl- das Mindeste, was Du tun musst, ist das aufzugreifen, und Deinerseits zeitlich zu trennen, auch wenn es Euch gemeinsame Zeit kostet.
Abgesehen davon: Ich würde mich von diesem Mann trennen.
 
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Gast

  • #21
Ich bin ein wenig entsetzt über die Bemerkungen meiner Geschlechtsgenossen. Ich liebe die Kinder meiner Partnerin genau wie meine eigenen. Liebe FS, dein Partner verfügt über keinerlei Empathie. M50
 
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Gast

  • #22
Ich frage mich, warum eine Mutter so auf so eine Konstellation einlässt. Natürlich will und darf Frau irgendwann einen neuen Partner haben und ihre Bedürfnisse befriedigen, aber doch bitte nicht auf Kosten der Kinder!!! Zumal deine Kinder wirklich noch klein waren (5 und 7) als ihr euch kennengelernt habt, da kann ich wirklich nicht verstehen, dass du ihnen so einen Umgang zugemutet hast!

Ich war selbst jahrelang alleinerziehend und habe in dieser Zeit einige Männer kennengelernt, die mit mir eine Partnerschaft führen wollten und für die ich auch durchaus Gefühle entwickelt habe. Ich habe sie dann auch erst nach einiger Zeit mit meinen (ebenfalls sehr jungen Kindern) bekannt gemacht (auf der "Freundschaftsebene") und dann genau beobachtet, wie sie sich den Kindern gegenüber verhalten und umgekehrt. Als deutlich wurde, dass das nicht harmoniert und somit perspektivisch auch kein - für alle Seiten - erfülltes Familienleben möglich gewesen wäre, habe ich diese (sich anbahnenden) Beziehungen beendet, in erster Linie zum Schutz der Kinder!

Und es ist völliger Quatsch, dass alleinerziehende Frauen höchstens auf einen Partner hoffen dürfen, der SIE will und die Kinder bestenfalls "irgendwie" akzeptiert. Es gibt durchaus Männer (meiner Erfahrung nach besonders kinderlose), die sich nach einem harmonischen Familienleben sehnen, die Kinder mit der Zeit wie ihre eigenen annehmen und auch lieben, ja, das funktioniert tatsächlich! Ich muss es wissen, ich bin nämlich mit so einem Mann verheiratet und seine Familie (die Kinder und ich) geht ihm über alles. Wäre das nicht der Fall gewesen, wäre ich - den Kindern zuliebe - lieber alleine geblieben, als sie (und mich) so einer unhaltbaren Situation wie der euren auszusetzen.
 
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Gast

  • #23
Liebe FS,

<mod>
Den Partner den du da hast verstehe ich teilweise denn sein Kind scheint bereits erwachsen zu sein. Nun hat er eine Frau an seiner Seite die trotz des hohen Alters von bereits 48 J. noch mit kleinen Kindern zu tun hat.
Für mich stellt sich die Frage was du von ihm erwartest? Er verhält sich respektvoll und hat dich trotz der kleinen Kinder als Partnerin an seiner Seite akzeptiert.
Da dir der Kontakt scheinbar nicht liebevoll genug erscheint solltest du dich trennen und den Mann die Möglichkeit geben eine Frau kennen zu lernen die mit kleinen Kindern bereits durch ist oder eben keine hat.
Du selbst könntest dir, auch wenn es schwierig wird, einen Mann suchen der ebenfalls noch kleine Kinder hat. Schwierig deswegen weil es nun mal sehr selten ist mit 48+ noch kleine Kinder zu haben.

Viel Glück

W/41
 
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Gast

  • #24
Die Kinder werden spüren, dass er sie auf Distanz hält. Ich versteh nicht, weshalb hier alle auf FS rumhacken? Wenn man sich für eine alleinerziehende Mutter entscheidet, darf man sich aber auch nicht die Rosinen rauspicken und sich über die "nervigen" Kinder beschweren, bei manchen Kommentaren hier stockt mir der Atem.

Für mich wäre das kein tragbarer Zustand und würde mich trennen. Es gibt genug Männer, die mit "fremden" Kindern einen freundschaftlichen oder liebevollen Umgang pflegen.

Wenn man keinen Bezug zu anderen Kindern aufbauen kann, dann sollte "mann" sich für eine kinderlose Frau entscheiden, ganz einfach.

w
 
G

Gast

  • #25
Moderationskommentar:
Bitte antworten Sie konkret, wohlwollend und hilfreich auf die Fragestellung der FS.
Beiträge mit Chat, Nebenthemen und abwertender Wortwahl werden nicht veröffentlicht. Danke für Ihr Verständnis. Ihr Moderationsteam
 
G

Gast

  • #26
Es könnte ziemlich zu spät sein, aber versuchen Sie doch durch gemeinsame reguläre Unternehmungen ihre Kinder und ihren Partner zusammenzubringen. Reden Sie darüber mit Ihrem Partner, welche Möglichkeiten Sie beide sehen.
 
G

Gast

  • #27
Die FS

Mein Partner hat einen 18-jährigen Sohn, der bei der Mutter lebt, also sehen wir uns nur bei gemeinsamen Grillfesten etc. und da beziehe ich ihn selbstverständlich in Gespräche mit ein und interessiere mich für seine Themen.

Mein Partner hat laut seiner Aussage mit dem Thema Kinder abgeschlossen, das haben wir ganz am Anfang besprochen. Der gemeinsame Urlaub fand deswegen statt, weil 6 Wochen Urlaub nicht für 12 Wochen Schulferien reichen. Es war einfach so, dass die Kinder mich als Bezugsperson haben und er eben auch mit dabei war. Ansonsten sehen mein Partner und ich uns in den Abendstunden und den kinderfreien WE.

<mod> Ich versuche, beiden Seiten gerecht zu werden und meine Kinder kommen in der Regel mit der Situation ganz gut klar, haben keine psychischen Defizite, sind völlig normal und aktzeptieren meinen Partner einfach als "meinen" Partner, genauso wie sie "ihre" Freunde haben.

Mein Partner ist weder psychisch gestört noch lieblos, er hat nur einfach kein Intersse am Kontakt mit meinen Kindern. Ich kann das aktzeptieren. Manchmal gibt es halt Situationen, die schwierig sind. So einfach ist das.

<mod> Für alle weiteren Beiträge danke ich.
 
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Gast

  • #28
Ich war drei Jahre mit einem "Partner" zusammen, der vorwiegend mit mir ausgehen wollte, die Kinder zwar toleriert hat, aber auch genervt war, wenn er am Wochenende bei mir in der Wohnung ausgeschlafen hat und die Kinder dann irgendwann zu hören waren. Habe immer gedacht, es ändert sich irgendwann. Hätte viel früher den Absprung finden müssen. Ich hab mich wie zerrissen gefühlt. Aus Rücksicht auf meinen Partner sollte ich meine Kinder vernachlässigen, er wollte sie immer früh im Bett haben und in Ruhe mit mir allein sein, ständig Babysitter, damit wir ausgehen könnten und Urlaub am liebsten auch ohne die Kinder.
Das mache ich nie mehr. Lieber bleibe ich allein mit den Kindern als nochmal so eine anstrengende Beziehung.
 
G

Gast

  • #29
Die Fragestellung ist vielleicht ein wenig ungewöhnlich, da wir nun schon seit 4 Jahren zusammen sind und die Situation im Prinzip schon immer so war.
Das ist wohl der Kern des Problems. Dein Partner wollte vermutlich nie eine "Familie" mit Kindern, sondern Dich. Du hast das 4 Jahre so akzeptiert und beklagst Dich jetzt "plötzlich".

Frauen mit kleinen Kindern sollten sich entweder einen Partner suchen, für den die Kinder willkommen sind oder es eben bleiben lassen. Das gilt für Väter natürlich genauso. Dir bleibt eigentlich nur die Trennung, wenn Du jetzt nicht mehr akzeptieren kannst, wie Dein Partner seit 4 Jahren zu Deinen Kindern steht.

m, 46