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  • #1

Nicht kompatibel beim Sex- weiter probieren oder trennen?

[] Ich habe ziemlich viel Erfahrung und komme mit den meisten Männern sehr gut zu Recht, kann den GV genießen und meist mehrfach einen Orgasmus haben. Ich habe es jedoch zwei oder drei Mal erlebt, dass mehrere behutsame Hinweise (verbal und nonverbal) nicht dazu führten, dass sich für mich "abturnendes" Verhalten änderte. Die Männer waren sicher guten Willens, aber manches geht reflexartig beim Sex. Als Mann hätte ich keine Erektion mehr gehabt - eindeutig. Als Frau bin ich nur völlig angenervt - sollte ich wegen der eigentlich guten Beziehung durchhalten? Würden Männer durchhalten?
 
  • #2
Du müsstest genauer beschreiben, welches Verhalten nicht gepasst hat, damit wir die Lage einschätzen können. Was war abturnend? Was stimmte nicht? Was hat er falsch gemacht, nicht gemacht oder anders gemacht?

Prinzipiell glaube ich, dass mindestens 90% aller Menschen sexuell miteinander kompatibel sind, wenn sie sich wirklich gegenseitig sympathisch und attraktiv finden, sich wirklich ineinander verliebt haben und den Geruch des Partners mögen (alles drei kann man vor dem ersten Sex wissen). Seltsame Praktiken oder Gewohnheiten haben nur wenige und Sex erfordert keineswegs ein Studium, sondern Einfühlungsvermögen, Experimentierfreude und Hingabe. Jedes Paar muss sich erst einmal aufeinandereinstellen, sich aneinander gewöhnen und sich eben auch gegenseitig zeigen, was gefällt und was weniger.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Mann, in den ich mich verliebe, so schlecht im Bett ist, dass eine Partnerschaft dadurch belastet würde. Wenn er prinzipiell bezüglich Ansichten und Wertvorstellungen harmoniert (was ja für viele andere Bereiche einer Beziehung ohnehin extrem wichtig ist), dann wird er auch nicht verklemmt oder prüde sein, sondern ganz normal und reif.

Ich bin gespannt, welche Details bei Euch nicht passen.

Hier ein Thread, der seltsam ergebnislos war -- war für die Annahme von weitreichender Kompatibilität spricht:

http://www.elitepartner.de/forum/sexuelle-kompatibilitaet-wirklich-ein-problem.html
 
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  • #3
Nur guter Sex wird im Alltag und auf Dauer nie Bestand haben. Vielleicht solltest Du an Deiner inneren Einstellung arbeiten.
 
  • #4
du solltest außerhalb des Bettes mit ihm sprechen. Nicht währenddessen. In Ruhe sprechen und ihm sagen was dich stört. Wenn sich dann nichts ändern, dann würde ich schon Konsequenzen ziehen
 
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  • #5
Hier die FS:

Sicherlich passt in sehr vielen Fällen der Sex so weit, dass bei den kleinen Problemen mit Reden und behutsamen Hinweisen Abhilfe möglich ist, so dass Beide sich wohl fühlen.

Es kann aber auch richtig schwierig sein, Konkret: Mann ist ein zärtlicher und toller Liebhaber, aber wenn er dann wirklich sehr, sehr erregt ist, bewegt er sich viel zu schnell, "rammelt" wie wild los- viel, viel zu schnell für mich, meine Erregung sank sofort. Ich habe das mehrfach liebevoll angesprochen, aber es passierte immer wieder, war wie ein Reflex, so dass ich schon ganz verkrampft war bei dem Gedanken- wann geht es wieder los? Ich habe dann irgendwann u.a. aus diesem Grund die Beziehung beendet.

Bei einem anderen Mann passte die Empfindsamkeit überhaupt nicht- man musste extrem heftig und hart an ihm herum massieren und er machte es trotz aller Hinweise auch bei mir. Meine Klitoris ist sehr empfindlich und wenn an ihr kräftig herummassiert wird, schmerzt es mich richtig. Er wollte das nicht tun, war aber diese Praktik von 20 Jahren Ehe gewöhnt und in der Aufregung "passierte" es immer wieder. Ende leider wie oben....
 
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  • #6
Ich denke es ist nicht nötig hier irgendwelche intimen Details zu beschreiben.
Darum geht es doch auch nicht.

Vielleicht ist es besser diese "verbalen Hinweise" nicht während des sexuellen Zusammenseins zu geben, sondern in einer neutralen, entspannten Situation mit dem Partner darüber sprechen.
Und letztendlich auch darlegen welche Konsequenzen (mögliche Trennung) eventuell
entstehen können.
Sollte das keinen Erfolg haben, würde ich mich mit großer Wahrscheinlichkeit trennen. Da diese ungewünschten Verhaltensweisen langfristig die gesamte Beziehung nachhaltig belasten. Und man hier keinen Willen zur Änderung erkennen kann, welches doch ein Ausdruck von Liebe und Empathie wäre.

m45
 
  • #7
@#5: Na ja, ihm muss es natürlich auch Spaß machen. Du kannst ja nicht erwarten, dass er sich das "schnelle Rammeln" komplett abgewöhnt.

Mein Rat: Wieso reitest Du ihn nicht öfter mal, dann kannst Du doch den Rhythmuss bestimmen. Versucht auch öfter mal Cunnilingus oder Fellatio einzubauen, so dass ihr nicht so oft auf die typischen "Rammelsituationen" stoßt.
 
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  • #8
Ich denke, dass bei euch beiden emotional was nicht stimmt. Wenn man einen Menschen von ganzen Herzen begehrt, stimmt auch der Sex. Wahrscheinlich bist du nicht richtig verliebt. Du redest dir den Mann schön und dann wunderst du dich, dass der Sex nicht wirklich gut ist.
Dein Bauch sagt dir, dass er nicht der Richtige ist.
Eigentlich weißt du das selbst. Daher ist die Frage hier im Forum völlig überflüssig.
 
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  • #9
Es passt oder passt nicht - sprichwörtlich ;-)
Da gibts wenig zu diskutieren, höchstens weiter zu ergründen weil es sich beide wünschen.
 
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  • #10
Hi FS
mir geht es dahingehend genau wie dir. Ich kann Rammeln auch nicht leiden und meine Erregung sinkt.
Der Unterschied zu dir ist, dass ich beim GV sowieso nie komme. Von daher praktiziere ich ihn fast nie. Der Mann verliert über kurz oder lang das Interesse daran, weil es meinerseits keinen krönenden Abschluss gibt und ich den GV auch nicht vermisse.

Ich kann dir nur aus meiner Warte her sagen, lass das Rammeln nicht zu. Es ist dein Körper und du bist kein Rammbock.
Wenn er das nicht kapiert, würde ich Schluss machen.
 
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  • #11
Ich denke es muss von Anfang an stimmen...klar kann man miteinander reden und evtl. kleinere Ungereimtheiten beim Sex besprechen und korrigieren. Vorallem wenn wirklich Liebe da ist.
Aber wenn er von Anfang an wirklich alles tut, was Du so gar nicht magst wirds schwierig. Wenn ein Mann küsst und begrapscht wie ein wild gewordenes Tier, keine Ahnung hat was Frauen unten rum so mögen und einfach drauf losrammelt...total abtörnend. Dass ist dann vermutlich seine Art und er interessiert sich nicht für das Wohl der Frau. Ausser er ist erst 16 Jahre alt :) - dann kann er sich noch ändern. Aber in einem gewissen Alter sollte man(n) schon wissen was zu tun ist oder zumindest sensibel sein und auch nachfragen (Erfahrung!!).
habe so was kürzlich erlebt..bin ab seiner Zunge fast erstickt und meine V. tut mir jetzt noch weh vom Rumfingern wie an einem Wühltisch...einfach nur eklig! Solch ein Mann fasst mich nie mehr an - dann mach ich es mir lieber selber!!
 
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  • #12
Für mich vögeln da zwei Singles - quasi SB mithilfe des anderen. Damit meine ich beide! Das sieht nicht nach Liebe und Freundschaft oder tiefempfundener Empathie aus.

Ausserdem: die Domestizierung eines Mannes hat noch zu einer aufregenden und spannenden Zweisamkeit geführt. Hör auf, ihn ändern zu wollen, sondern leb ihm vor, was Du magst. Er wird Dir dann schon folgen - etwas mehr Geduld bitte. Und sei nicht so ätzend egoistisch.
m
 
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  • #13
Aloha,
ich finde es sind sehr viele negative Worte die mit der ja "tollsten" Nebensache der Welt in Verbindung gebracht werden.
Ich denke es steht keinem von uns zu die sexuellen Vorlieben eines anderen zu bewerten.
Aber zum Thema des Threats bin ich der Meinung das man offen über seine Vorlieben reden sollte und sollten diese nicht kompatibel sein bzw. soweit voneinadner entfernt sein, und man stellt das auch beim Sex fest, sollte man vielicht beenden. Weil spinnen wir die Situation des unbefriedigten Mannes bzw der Frau weiter. Sie wird unweigerlich dazu führen das sich der unbefriedigte Partner seine Wünsche von einer Dame oder eines Herren des horizontalen Gewerbes befriedigen lässt und ob das sinn und Zweck einer Beziehung ist ist die Frage.
Wenn ich so massive Probelme als Mann habe meiner Frau zu sagen wie sehr mich gewisse Kleidung an ihr anmachen würde, wie werde ich dann bitte schwerwiegende bzw. zwischenmenschliche Probelme ansprechen?
schönen Tag euch allen noch
 
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  • #14
Für guten Sex braucht man keine Liebe. Für Liebe braucht man keinen Sex.
Was ist wichtiger, eine gute Beziehung (das definiere jeder, wie er mag) oder richtig guter Sex? Ersteres hält länger...
w41
 
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  • #15
Liebe und Vertrauen ist genauso ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung wie guter Sex!
Und wenn der Sex nicht stimmt, und dieser mit der Zeit auch nicht besser bzw. anders wird, ist es in meinen Augen auch keine erfüllte Beziehung. Ich würde das nicht mitmachen!

w28
 
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  • #16
Hier noch einmal die FS:

Vielen Dank für Eure Antworten!

Das ich als egoistisch bezeichnet werde, wundert mich wenig- eine Frau hat gefälligst zu erdulden, klar. Und dass ich beide Beziehungen u.a. wegen der Probleme beim Sex beendet habe- sorry, liebe #14, aber für mich gehört guter Sex einfach mit dazu, damit ich mich wohl fühle bei einem Mann.

Aber das, was mir eigentlich Kummer gemacht hatte, ist noch nicht wirklich gelöst: Die Männer waren keine egozentrischen Rammler oder Widerlinge, hatten aber einfach Reflexe (oder instinktive Reaktionen, Eigenheiten) beim Sex, die mir mir nicht kompatibel waren.

Reden nützt da einfach Nichts, glaube ich- ist ja auch teilweise die Meinung hier. Was könnte man sonst tun? Oder doch nur trennen?
 
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  • #17
Also, wenn sonst alles stimmt...

Der Sex wird sowieso im Laufe der Jahre weniger werden und veliert an Bedeutung.

Es gibt andere Dinge, die meines Erachtens wichtiger sind für eine funktionierende Partnerschaft.
 
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  • #18
Ohne Reden?

Erstens, wie wäre es mit: positives Verhalten belohnen, negatives nicht verstärken?
Können subtile Dinge sein wie vermehrte Aufmerksamkeit oder diese zu entziehen,
plötzlich mit dem Sex aufhören, usw.

Zweitens: Ein Sporttrainer zeigt z.B. anhand eines aufgezeichneten Videos den Sportlern
wo Fehler passiert sind. Es ist einfach leichter zu verstehen, wenn man sich selbst sieht.
Dann gibts noch NLP, usw.

Drittens: Um beim Sex besser zu werden bedarf es Theorie und Praxis.
Bei der Theorie gibt es z.B. das Buch "Zeit für Liebe" von Diana Richardson.
Auch wenn 80% oder mehr Schwachsinn ist, habe ich (28, männlich) etwas dazugelernt
(z.B. die Perspektive einer Frau besser zu verstehen).
 
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  • #19
stimmt: Reden!
an#18: der erste konstruktive Ansatz, ein Buch als Lernhilfe kann bestimmt nicht schaden (kenne das Vorgeschlagene zwar nicht, kann auch konkret keins empfehlen).

zum Thema Sex und Beziehung: ich denke, das muss jede/r für sich selbst entscheiden, wie wichtig ihr/ihm Sex ist.

Für mich hat sich in meiner reichhaltigen Erfahrung gezeigt, dass Sex genauso wie andere nonverbale Signale/Verhaltensmuster sehr viel über eine Person aussagt, was sehr toll sein kann, wenn es einfach passt, aber tatsächlich zu einem Problem werden kann, weil sich dann meistens auch in anderen Situationen die Diskrepanz in der Art der Einfühlung und Sensibilität gezeigt haben.

Daher: Augen auf, wenn´s im Bett nicht stimmt!
Das ist so ähnlich, wie wenn man nie über diesselben Witze lachen kann, enttäuschend.

an die FS:
an reines Reflexverhalten glaube ich persönlich nicht, zumindest ab einem gewissen Alter bedeutet es meistens, dass Diejenige/Derjenige sich nicht wirklich tiefgehend mit zwischenmenschlichen und dem eigenem Verhalten auseinandergesetzt hat.

w,41
 
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