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  • #1

Nun will er ein Kind !

Mein Partner und ich sind seit 5 Jahren zusammen und wir leben davon seit einigen Monaten in einem gemeinsamen Haus mit meiner Tochter ( 6), die letztes Jahr eingeschult wurde. Bis letztes Jahr Sommer hatte ich den Wunsch nach einem Kind und er sagte, dass er sich das nicht vorstellen kann und das ich mir das genau überlegen soll. Ich habe nachdem meine Tochter in die Schule kam, wieder begonnen von Teilzeit in Vollzeit zu arbeiten und inzwischen bin ich sehr zufrieden. Das war auch der Grund weshalb wir uns dann entschlossen, ein Haus zu nehmen. Nun spricht mein Partner bereits den ganzen Dezember von nichts anderem, als von einem Kind. Nachdem ich ihn fragte, woher der Sinneswandel kommt, sagte er mir, dass dies sein tiefster Wunsch sei und nun der richtige Zeitpunkt. Ich empfinde es allerdings gar nicht mehr als richtigen Zeitpunkt, denn ich will nun keine Kinder mehr.
Ich fühle mich wohl, alles ist perfekt und nun sowas. Mein Partner sagte mir jetzt, dass, wenn ich ihn liebe, ich auch bereit sein müsste, ihm seinen Wunsch zu erfüllen, wo es ja bis letztes Jahr auch noch mein Wunsch war. Er empfindet mich als gefühlskalt und denkt gar, dass mir nicht an einer harmonischen Familie liegt. Ich bin innerlich völlig irritiert und kann das alles gar nicht begreifen.
 
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  • #2
Also spontan fällt mir dazu ein, dass der Mensch dazu neigt, genau das zu wollen, was er nicht bekommen kann. Vielleicht ist das der Grund?

Oder er kommt mit deiner Vollzeitstelle nicht zurecht.
 
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  • #3
Ich denke in erster Linie sollte die Frau den "richtigen Zeitpunkt" bestimmen. Schließlich leidet ihr Körper unter einer Schwangerschaft und der sich anschließenden Geburt. Ausserdem ist es leider immer noch so, dass Frau den Hauptteil der Kindererziehung zu bewerkstelligen hat.

Ich an deiner Stelle würde dem Wunsch meines Freundes nur nachgeben, wenn ich selbst auch den Wunsch nach einem zweiten Kind verspüren würde. Und dann sollte auch direkt abgeklärt werden, wer wann welche Pflichten in der Kindererziehung übernimmt.
 
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  • #4
Ich denke, dass hat auch mit dem Haus zu tun. In ein Haus gehört eine Familie. Und da wünscht er sich eine eigene.
 
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  • #5
Wenn es nicht mehr dein Wunsch ist, würde ich mich dazu auch nicht überreden lassen. Gefühlskalt empfinde ich dein Verhalten nicht. Außerdem hast du auch keine moralische Pflicht, deinem Partner seinen Kinderwunsch zu erfüllen, er sah sich schließlich vorher auch nicht verpflichtet, dir deinen zu erfüllen. Jetzt hast DU halt keinen mehr, Das kann passieren, wenn man mit seinem Kinderwunsch jahrelang hingehalten wird und sich im Leben deshalb neu orientiert und sein Leben auf andere Dinge als die Familie ausrichtet, ist aber das Risiko der hinhaltenden Person, wenn sie sich später doch für Kinder entscheidet.
Männer haben immer leicht reden, sie tragen ja seltenst die beruflichen Konsequenzen und setzen ggf. jahrelang beruflich aus und müssen sich auch nicht den ganzen Tag alleine um das Kind kümmern, sondern nur abends und am Wochenende. Ansonsten würde ich mal vorfühlen, ob dein Partner auch bereit wäre, sich beruflich einzuschränken, um sich um das Kind zu kümmern und dir zu ermöglichen, weiterhin Vollzeit zu arbeiten, oder ob er es für selbstverständlich ansieht, dass du, obwohl du mit deiner aktuellen Situation mit Vollzeitjob sehr zufrieden bist, wieder jahrelang beruflich zurücksteckst und TZ arbeitest. Daran kannst du dann erkennen, wie ernst es ihm mit dem Kind wirklich ist, und ob du Unterstützung bekommst, oder alleine mit dem Baby anhängst.

Vielleicht mag dein Partner auch einfach nicht, dass du VZ arbeitest, ein Kind ist da heutzutage ja das einzige noch probate Mittel, die Frau aus dem Job raus zu bekommen. Jedenfalls finde ich es sehr verdächtig, dass dein Partner gerade jetzt, wo du dich beruflich neu eingerichtet hast und nicht mehr nur TZ arbeitest, alles für ein Kind wieder umwerfen will, nachdem er vorher jahrelang keines wollte.
 
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  • #6
Ich denke es liegt an deinem Beruf. Letztes Jahr warst du die kleine Hausfrau die nebenbei noch ein bisschen gearbeitet hat und jetzt arbeitest du Vollzeit und bist dabei vielleicht auch noch erfolgreich(er als er?). Deshalb will er dich mit einem Kind zurück an den Herd holen.
 
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  • #7
Klingt irgendwie nach Midlifecrises. Hat sich irgendetwas in eurem Umfeld verändert? Wenn er sich erst seit 1 Monat die Babyfrage stellt ist das noch nicht lang genug, um dem nachzugeben. Außerdem betont er, dass du ihm diesen Wunsch erfüllen würdest, wenn du ihn liebtest. Das ist nicht nur Erpressung, sondern auch noch sehr egoistisch! Warte lieber noch, irgendwas stimmt da nicht. Du wärest nicht die erste Frau die gleichzeitig mit einer anderen Frau von demselben Mann schwanger ist!
 
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  • #8
Ihr wohnt nun seit einiger Zeit als kleine Familie in einem gemeinsamen Haus - es scheint so, als würde ihn das beflügeln im Sinne von "ich bin angekommen, das ist mein Nest, zu meinem perfekten Glück fehlt jetzt nur noch ein eigenes Kind."
Warum willst Du nicht mehr? Bitte bedenke, dass Kinderwunsch etwas Elementares ist. Viele Beziehungen gehen auseinander, wenn der eine dem anderen diesen Wunsch nicht erfüllen kann /mag. Der Partner mit Kinderwunsch trifft dann oft eine Kopfentscheidung und geht.
 
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  • #9
Also kurz gesagt, dein Partner hat den Schuss nicht gehört.

Das Problem an der Geschichte, es kann sein, dass er sich von dir trennen, weil ihn der Hafer gestochen hat und er ein Kind will (darum setzt er dich auch so unter Druck). Er war nicht bereit, dir deinen Wunsch zu erfühlen, da musstest du dich ihm unterordnen, jetzt tickt er im Kopf anders und es muss auch nach seiner Nase gehen.

Im Prinzip hast du drei Möglichkeiten.

1) du sagst nein und wartest die Konsequenzen ab.
2) du sagst ja und hoffst auf das Beste.
3) und die ist die gemeinste von allen, du machst es so wie viele Männer das machen, du hältst ihn hin... also sagst zum Kinderwunsch ja und verhütest für dich weiter. Als Frau ist es da viel leichter, denn fast immer verhütet die Frau in einer Beziehung. Es gibt keine Garantie auf eine Schwangerschaft, nur weil man Se hat und das auch ohne Verhütung.

Überlege für dich sehr gut, was du möchtest und wer bei dem Kind nach der Geburt bleibt und wie ihr das Haus finanzieren wollt. Weil wenn du Pech hast, dann stehst du mit zwei Kindern alleine da.

Also ich glaube nicht, dass ich das Risiko bei so einem wankelmütigem Mann, der mich so Unterdruck setzt, zu einem Kind ja sagen würde. Weil es ist auch dein Körper, um den es hier geht und deine berufliche Zukunft. Es ist keine solche Entscheidung, wo man sich für ein Haustier entscheidet. Man kann kein Kind sich an der nähsten Ecke backen lassen (viel Männer haben aber so die Vorstellung). Eine Schwangerschaft ist eine Ausnahmesituation, für den Körper einer Frau und die ist nicht immer leicht. Also ich würde mich zu so einer Entscheidung von keinem Mann nötigen lassen.
 
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  • #10
Frag ihn doch, wie er sich die Betreung des Baby vorstellt. Ob er im ersten Jahr Zuhause bleiben würde für die Betreung, oder später eine Krippe in Frage kommen würde? Wie ihr euch die Betreung teilen würdet? Wenn diese Fragen geklärt sind, kannst unter Erwägung dieser Optionen nochmal in Ruhe drüber nachdenken, ob du allenfalls doch noch ein Kind bekommen möchtest. Falls nicht, ist das eine legitime Entscheidung. Wenn er dann geht, auch.

Meiner Meinung nach geht es hier weniger um eine Standpunktdiskussion als um den Abgleich von Interessenslagen.

w39
 
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  • #11
Liebe Fs,

leider hast Du nicht erwähnt, wie alt Ihr seid, denn ich finde, dass man darauf auch noch gewisse Rückschlüsse ziehen könnte.

Männer sind ja meist erst etwas später bereit eine eigene Familie zu gründen, deshalb könnte es ja sein, dass er sich langsam bereit für ein eigenes Kind fühlt. Das Problem ist, dass Du - verständlicherweise - nicht noch einmal mit einem Baby und Windeln anfangen möchtest, nachdem Deine Tochter bereits eingeschult wurde, ein gewisses Maß an Eigenständigkeit besítzt und Du wieder beruflich Fuß gefasst hast.

Die Frage ist nun, wie groß ist sein Kinderwunsch und könntest Du Dir unter keinen Umständen ein weiteres Kind vorstellen. Was wäre denn für ihn die Konsequenz, wenn Du nicht noch ein Kind mit ihm bekommst. Meines Erachtens solltest Du nicht nur ein Kind bekommen, weil er dies möchte, allerdings könnte es natürlich passieren, dass er sich von Dir trennt, weil er seinen Kinderwunsch unbedingt verwirklichen möchte.

Vielleicht erörterst Du ihm einfach mal in Ruhe, warum Du Dir jetzt kein Kind mehr vorstellen kannst, denn eigentlich müsste er dies verstehen. Mach ihm allerdings keine Vorwürfe, dass Du bis vor kurzem ein weiteres Kind gewollt hättest und er ja nicht wollte.

Viel Erfolg.
 
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  • #12
liebe fs,

kein wunder, dass du irritiert bist.....
ich denke, die erklärung ist nicht schwierig. du hattest jahre lang gesagt, dass du noch ein kind mit ihm willst, das hat er sich nicht vorstellen können. nun hast du damit abgeschlossen und in seinen gedanken ist jetzt ohne den druck, deinen wunsch erfüllen zu sollen, die einsicht herangereift, dass er dann gar kein kind mehr haben wird und ihm ist klar geworden, dass er das überhaupt nicht will. es ist paradox, aber dein mit dem thema abschließen war die voraussetzung, dass er sich ernsthaft mit der perspektive beschäftigt - entlastet von jeglichem druck und ergebnisoffen - und jetzt hat er richtig stress, er kann das kind ja nicht selbst bekommen....:))

dass er dir jetzt vorwürfe macht - gefühlskalt usf. - das spricht völlig gegen ihn und das würde ich mir verbitten, dafür muss er sich entschuldigen.

eure bedingungen sind perfekt für ein kind. wenn es altersmäßig bei dir passt, würde ich es mir überlegen, sobald das kind da ist, wirst du es als großes glück empfinden. wenn du mit diesem mann alt werden willst, spricht mehr dafür als dagegen. wenn er auch eine lebensperspektive mit dir sieht, dann ist eigentlich das thema heiraten jetzt dran....

ich wünsche dir viel glück und gute entscheidungen und ein gesundes, fröhliches zweites kind...

w
 
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  • #13
Klingt nach einer sich anbahnenden, handfesten Beziehungskrise, die sich danach anhört, als wenn sie bei fortschreitender Dauer in einer Trennung mit entsprechendem Scherbenhaufen enden könnte.
Falls Du absehbar keine Lösung für Euer "Problem" siehst, mit der Ihr beide zufrieden und glücklich seid, empfehle ich Dir/Euch eher früher als später den Besuch eine Paartherapeuten. Das kann helfen.

w34
 
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  • #14
Wenn du kein Kind mehr willst, dann willst du kein Kind mehr! Wenn dein Partner dich liebt, dann akzeptiert er das, wenn nicht, so hat er Pech gehabt und Punkt. Ich an deiner Stelle würde mich nicht bekehren lassen. m
 
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  • #15
Seid ihr denn eigentlich verheiratet. Ist dein Partner bereit, die volle Verantwortung für dich, deine finannzielle Sicherheit und das Kind zu übernehmen? Wie sieht es mit der Kinderbetreuung aus?

Eine Familie mit Kind seid ihr doch auch so schon, es ist zwar ein Kind aus deiner vorherigen Beziehung, aber Kinderleben ist doch im Haus. Mit kommt es auch seltsam vor, dass er jahrelang deinen Wunsch abgeblockt hat und jetzt auf einmal den Kinderwunsch hat. Bist du sicher, dass das nicht nur eine Marotte ist? Oder will er Sprengstoff in die Beziehung bringen, warum auch immer?

Du kannst ja mal antesten, wie er sich verhält, wenn du zu einem Kinderwunsch einlenkst (vorerst nur zum Schein).
 
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  • #16
Warum willst Du nicht mehr? Bitte bedenke, dass Kinderwunsch etwas Elementares ist. Viele Beziehungen gehen auseinander, wenn der eine dem anderen diesen Wunsch nicht erfüllen kann /mag. Der Partner mit Kinderwunsch trifft dann oft eine Kopfentscheidung und geht.
Sie hat sich halt so entschieden. Ein Kind reicht wohl in der heutigen Zeit auch, wenn man den Stress bedenkt. Viele Beziehungen gehen auch auseinander, wenn ein Kind hinzukommt. Also trotz der Erfüllung des Wunsches des Partners. Ich würde mich da auch nicht zu hinreißen lassen ein zweites Kind zu bekommen, nur weil mein Partner auf einmal auf diese Idee kommt. Ich bekomme ein zweites Kind, wenn ich es mir selbst zumuten kann mich um die Erziehung, Job und Karriere, Haushalt, erstes Kind und Mann zu kümmern. Das kann ich nicht!
 
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  • #17
Diese extrem wichtige Frage sollte zu Beginn einer Beziehung gklärt werden.
"...Bis letztes Jahr Sommer hatte ich den Wunsch nach einem Kind "
"..und er sagte, dass er sich das nicht vorstellen kann und das ich mir das genau überlegen soll. "
D.h. es war nicht geklärt. Eine Grundvoraussetzung für eine stabile Beziehung war NICHT vorhanden.
Die aufwändige Aktion eines Umzuges in ein gemeinsames Haus hättet ihr euch sparen können.
(Banal gesagt, erst Köpfchen, dann Muskeln.)
Wenn ihr es nicht schafft zu einer gemeinsamen Lösung zu finden dann sehe ich das Ende eurer Beziehung.---
Meine Meinug: Ein Kind ist gut, aber wenn ihm was passiert.... zwei sind besser, drei Kinder finde ich optimal. Ich wünsche Euch alles Gute für das Neue Jahr und mehrere gesunde Kinder..M 55J
 
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  • #18
Hier die FS: Ich danke Euch für die Antworten. Zu den Fragen: Nein, wir sind nicht verheiratet ( er sprach es mal an, aber solange es nicht konkret ist, belasse ich es dabei, denn ich fühle mich so ganz wohl) , er ist 43. Es stimmt, wenn ich drüber nachdenke, bin ich durch meine Arbeit wieder sehr viel unter Menschen und dies stört ihn bedingt, wenn ich zb. am WE mal mit der Kollegenrunde was trinken gehe. Ich beziehe ihn aber immer mit ein, erzähle ihm alles und plane trotzdem auch für ihn und meine Tochter.
Ich regel alle unsere Finanzen und halte ihm den Rücken frei. Er geht nicht einmal mehr zum Sport, seitdem wir zusammenleben. Ich werde ihm sagen, dass ich mir jetzt kein Kind vorstellen kann, aber vllt in einem Jahr. Ich muss das Ganze überdenken. Ich muss mit meinem Partner reden, ja, dass stimmt. So ganz gefällt mir seine Argumentation nicht und wieder mit Baby zu Hause zu sitzen- Nein. Das will ich nicht und ich hoffe, dass er mich versteht. Vllt hat er eine Krise oder gar Angst mich zu verlieren. Ich danke Euch für die Antworten. Zumindest kann ich nun einen Anfang in ein Gespräch mit meinem Partner finden. LG
 
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  • #19
Hallo FS: Steh zu Dir und lass das Baby raus. Das Ganze ist ein Machtspiel.

Deine Tochter braucht Dich. Kläre erst mal die Grungsatzfrage.

w-51
 
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  • #20
Ja, ich sehe es auch so, dass dein Partner ein Machtspiel betreibt. Jedenfalls benimmt er sich äußerst unpartnerschaftlich und respektlos. Du bist vollzeit berufstätig, hältst ihm aber nach wie vor den Rücken frei...? Was soll das werden, wenn noch ein zweites Kind da ist?
 
  • #21
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das jetzige, gemeinsame Familienleben seinen Sinneswandel ausgelöst hat, weil er es schön findet mit Euch, und er sich zum ersten Mal ein zweites, eigenes Kind vorstellen kann, da nun die unbewussten Ängste, die viele Männer gegenüber der Versorgungsaufgabe von Kindern haben, nicht mehr bestimmend sind.... dass also das Ganze für ihn kein Machtspiel sein muss.

Keines meiner Kinder hätte ich für einen früheren Wiedereinstieg ins Berufsleben aufgeben wollen.
Wären für Dich zwei weitere Jahre des Baby-bedingten Aussetzens wirklich so schlimm? Oder nimmst Du ihm seinen Primärwunsch tatsächlich nicht ab?
 
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  • #22
@20: Da die FS und ihr Partner schon 5 Jahre zusammen sind, gehe ich davon aus, dass der Partner das gemeinsame Familienleben nicth erst erlebt, seit die Familie im Sommer in das Haus gezogen ist, sondern es vorher schon erlebt hat und auch die Tochter der FS, die gerade eingeschult wurde, schon fast ihr gesamtes Leben kennt und aufwachsen sieht.

Abgesehen davon: Das Baby ist doch im Moment der primäre Wunsch des Partners der FS und die FS kann nach vielen Jahren endlich wieder beruflich durchstarten und Vollzeit arbeiten und ist glücklich mit ihrer aktuellen Situation. Warum sollte dann sie 2 Jahre zu Hause bleiben, ihre berufliche Laufbahn wieder unterbrechen, nach der Babypause jahrelang Teilzeit arbeiten und alle Elternpflichten alleine stemmen? Wäre ich an der Stelle der FS würde ich mich nicht darauf einlassen, sondern in mich gehen und, sofern ich mir noch ein Kind vorstellen könnte, sicherstellen, dass der Partner sich in die Kindesaufzucht miteinbringt und ich die beruflichen Konsequenzen nicht alleine tragen müsste, sondern schnell wieder arbeiten gehen könnte, da die FS ja selbst schreibt, dass sie nicht wieder mit einem Baby zu Hause bleiben will und ihr Beruf sie sehr erfüllt. Abgesehen davon wäre solch ein Ultimatum gegenüber dem Partner auch aufschlussreich, da durch seine Reaktion ersichtlich wäre, wie ernst es ihm mit dem Kind ist, und ob er selbt bereit wäre, dafür berufliche Konsequenzen in Kauf zu nehmen, oder das nur von seiner Partnerin erwartet bzw., ob sein neu entdeckter Kinderwunsch nicht nur darauf basiert, dass er die FS wieder "ins Haus zurückholen" will.
 
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  • #23
Wenn ich mich in seine Lage versetze dann wird mir ganz unwohl. Auf der Liste Deiner Prioritäten ist Dein Partner nach Deinem Kind und Deinem Full-Time Job nun auf Platz drei abgerutscht. Ein gemeinsames Kind würde ihn wieder zu einem gleichberechtigten Partner machen und Euch beide zu gemeinsamen Eltern. Doch das versagst Du ihm. Bedenke doch auch was er auf sich genommen das Kind eines anderen Mannes zu akzeptieren und mit ihm sogar in einem Haus zu leben. Das ist ein großes Opfer welches wahrscheinlich auch seine Lethargie erklärt. Mit euch beiden, Mutter und Tochter, ist er auf verlorenem Posten. Ein gemeinsames Kind wurde diese Schieflage ausgleichen und ihr würdet eine echte Familie werden. Und nur so macht das Haus auch für ihn einen Sinn.
 
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  • #24
das ist doch offensichtlich - er hat Angst, die Kontrolle über dich zu verlieren. Du hast nun Kollegen, dir macht die Arbeit Spaß - und ER. ER fühlt sich zurückgesetzt - hat für dich sogar den Sport aufgegeben und nun steht er da. Lass dich nicht darauf ein, du verlierst, egal wie und wann. Rede mir ihm, jedoch nicht, indem du ihm ALLES erzählst. Denn das scheint für ihn noch schlimmer zu sein, als wenn es nur "normale" Arbeit wäre. Er muss lernen, dass er kein Weibchen zuhause hat. Schließlich seid ihr nicht verheiratet - du hast also keinen Versorger und bist im Fall einer Trennung auf dich alleine gestellt. Er ist in der Krise - und natürlich könnt ihr es nur gemeinsam schaffen, jedoch nicht auf deine Kosten! w/43
 
  • #25
@20: Da die FS und ihr Partner schon 5 Jahre zusammen sind, gehe ich davon aus, dass der Partner das gemeinsame Familienleben nicth erst erlebt, seit die Familie im Sommer in das Haus gezogen ist,
Ich denke, diese typische Familie-im-gemeinsamen-Haus- Idylle kann schon noch einen Extra-Kick gegeben haben. Offensichtlich ist da jetzt auch Platz -ohne wirkliche Mehrkosten- für ein weiteres Kind.
Aber die Idee, nachzufragen, ob er eventuell auch Elternzeit nehmen würde, finde ich gut, das könnte zumindest klären, wie ernst ihm sein Primärwunsch ist, oder ob es doch ein Machtspielchen ist. Selbst wenn er sich das Baby wünscht, um sich Eurer Partnerschaft wieder enger zu versichern, wäre das ein legitimes Gefühl, das Du unbedingt ernst nehmen und in gedanklichen Varianten mit ihm durchspielen musst- andernfalls gefährdet es die Beziehung ebenfalls.
Noch etwas: In der Lebensmitte verändert sich der Hormonhaushalt auch von Männern, das Testosteron sinkt, "weibliche" Hormone treten verstärkt auf, sie werden anhänglicher, leben lieber väterliche Gefühle aus... Sei doch froh, dass er sich als Objekt dieser Sehnsucht ein gemeinsames Kind mit Dir wünscht und keine superjunge Frau sucht.
 
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  • #26
Ich gehe davon aus, dass er mit Deinem beruflichen "Flügge-und-unabhängig-Werden" Verlustängste entwickelt hat und Dich mit einem Baby an das Haus binden möchte. Das ist die positive Interpretation. Oder möchte er das Kind die ersten Jahre selbst versorgen?

w/50
 
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  • #27
Ich als Mann kann den Wunsch Deines Partners nur zu gut verstehen. Männer brauchen oftmals etwas länger um sich über den Kinderwunsch im Klaren zu werden. Aber wenn es dann mal soweit ist, dann sind die Würfel gefallen und Mann steht zu seinem Wunsch.

Bei einer langfristigen Partnerschaft sollte ein gemeinsames Kind einen hohen Stellenwert haben. Dass Du schon ein Kind aus einer früheren Beziehung mitbringst, kann niemals dem Wunsch des Mannes nach einem eigenen Kind gerecht werden.
Aktuell lehnst Du den Wunsch Deines Partners ab, erwartest aber, dass er sich mit einem "fremden" Kind aus seiner Sicht zufrieden gibt. Dies kann auf Dauer nicht funktionieren. Wenn Du ihn wirklich liebst, wirst Du ihm auch diesem Wunsch erfüllen. Da Du auch keinen Wert auf eine Heirat legst, scheinst Du mit Deinem Partner auch etwas unsicher zu sein. Ich denke mal, er liebt Dich mehr als Du ihn.

Wenn ich Dein Partner wäre, und Du würdest mir dauerhaft diesen Wunsch ablehnen, würde ich mich trennen müssen. Es gibt genug Frauen die sich nach einem Partner sehnen MIT Kinderwunsch. Die Ausrede dass Du ja bereits wieder Vollzeit arbeitest, kann hier nicht gelten.

m45
 
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  • #28
Dein Freund wollte die richtigen Bedingungen für eine Familie schaffen.
Dieses hat er nun getan.

Und wie es so oft im Leben ist, stellt sich immer erst später heraus, das wir Männer uns da gerne was selber vorlügen.

Seine Belange scheinen dich nicht zu Interessieren, für dich ist es wichtig ein Dach über den Kopf zu haben, für "deine" Familie, und dabei scheint dein Partner wirklich garkeine Rolle zu spielen.
Es ist für dich völlig unerheblich, das dieser Mann eigentlich nur alles richtig machen wollte, und jetzt dafür abgestraft wird.

Wenn er für dich nur das Mittel ist ein gutes Leben führen zu können, tut mir dein Freund einfach nur Leid. Ich kann nur hoffen das er schnell Aufwacht. Oder auch du.
Es wird mit Sicherheit (auch wenn das Verhältnis zu deinem Kind ok ist) sich mit diesem Zustand nicht zufriedengeben.
 
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  • #29
Aktuell lehnst Du den Wunsch Deines Partners ab, erwartest aber, dass er sich mit einem "fremden" Kind aus seiner Sicht zufrieden gibt. Dies kann auf Dauer nicht funktionieren. Wenn Du ihn wirklich liebst, wirst Du ihm auch diesem Wunsch erfüllen. Da Du auch keinen Wert auf eine Heirat legst, scheinst Du mit Deinem Partner auch etwas unsicher zu sein. Ich denke mal, er liebt Dich mehr als Du ihn.
Das ist eine sehr einseitige Sicht. Die FS hatte jahrelang diesen Wunsch und er hat dieser über Jahre abgelehnt. Schon daraus kann man erkennen, ihr ging es nicht um Sicherheit oder ähnliches. Sein Fehler war es, über Jahre ihren Wunsch ohne eine Aussicht darauf zu verweigern.

@FS
Sicher brauchen Männer oft länger in ihrer Entscheidungsfindung. Dinge wie z.B. ein eigenes Haus sind dafür oft Voraussetzungen. Auch ist sein Wunsch verständlich. Evtl. macht ihr es so wie ich. Meine Ex blieb damals 3 Monate zu Haus. Danach blieb ich 2 Jahre zu Haus. Auch bei Kollegen sehe ich diese Lösung, dass sich beide die Erziehungszeit teilen. Redet einfach darüber wie er es sich vorstellt.

m43
 
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  • #30
Als Deine Tochter noch nicht eingeschult war, warst Du ja zu Hause, deswegen brauchte er da kein gemeinsames Kind. Jetzt, da Deine Tochter eingeschult ist und Du wieder Vollzeit tätig bist, braucht er wieder ein Kind, damit Du zu Hause bleibst. So wie Du Deinen Freund schilderst schilderst scheint er ziemlich manipulativ zu sein. Lass Dich nicht unterkriegen, es passt ihm einfach nicht, dass Du nicht die klassische Hausfrauenrolle übernimmst. Du aber denkst bitte an Deine Rente!