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  • #1

Online Partnersuche ökonomisch ?

Wieviel Zeit investiert ihr in Singlebörsen und was kommt dabei raus an Telefonaten und Dates ? Firmen ermitteln den Zeiteinsatz und lassen die damit ermittelbaren Kosten der Mitarbeiter in den Endverkaufspreis einfließen. Wenn man nun die Zeit ermittelt, die man vor einem single Server verbringt und sich ansieht, wie viele Telefonate und dates rauskommen hat man den eine Zahl von Minuten online je Telefonat und je Treffen. Meiner Meinung nach steht EP da relativ gut da, weil die Leute bei EP zielgerichtet suchen und die Profile aussagekräftig sind. Andererseits fällt es schon auf, wenn man zur Effienzsteigerung der Kontaktsuche gleich in einem sehr frühen Stadium eine Telefonnummer mitschickt. Aber das sollte doch in beiderseitigem Interesse sein, oder ? 7E2176FE - m, 39
 
  • #2
1. Hm, ich bin bezüglich der Ökonomie skeptisch, aber es muss ja auch erstmal bessere Methoden geben, oder? Ich persönlich finde zum Beispiel bestimmte Single-Veranstaltungen (organisiertes Paddeln, Brunchen, Tanzkurse etc) effektiver, weil man gleich die Personen live erlebt und in wenigen Stunden damit gleich etliche Kandidaten kennenlernt. Leider gibt es von solchen Veranstaltungen aber nur recht wenige. EP hat den Vorteil, dass man mit Personen in Kontakt kommt, die man draußen wahrscheinlich nie getroffen hätte. Der Aufwand des Mailens hält sich zwar in Grenzen, aber man vertut schon sehr viel Zeit mit dem Lesen von Profilen. Würde es keine Karteileichen geben und die Antwortmoral und Höflichkeit der Mitglieder besser sein, dann könnte EP bedeutend effektiver werden. Das sehe ich wirklich als das größte Manko von EP an: Karteileichen und mieses Antwortverhalten.

2. In einem sehr frühen Stadium schon die Telefonnummer mitzuschicken, halte ich für ungeschickt. Das klingt nach notgeil, nach Affäre, nach Massenabfertigung. Mich persönlich würde das abschrecken und nicht anlocken. So verschieden können die Ansichten also sein! Ich gebe auch meine Telefonnummer quasi nie weg, weil ich persönlich von Telefonaten nicht viel halte. Wenn schon, dann einfach treffen und fertig. Telefonate bringen mir nicht viel, weil das Telefonverhalten von Personen und das Live-Verhalten sich stark unterscheidet: Der eine ist am Telefon still und schüchtern, aber live eine Wucht, der andere am Telefon plauderig, aber Live die totale Enttäuschung. Ich habe mir abgewöhnt, irgendetwas auf ein Telefonat zu geben.
 
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  • #3
Wenn mir ein Mann im Gespräch über Online-Börsen mit Begriffen wie Effizientsteigerung, Ermittlung des Zeiteinsatzes und Endverkaufspreis ankäme, erschien mir das, gelinde gesagt, ziemlich abtörnend und erotisch. Ich hoffe für dich, so flirtest du nicht bei deinen Dates, kann mir nicht vorstellen, dass eine halbwegs romantisch veranlagte Frau auf eine solche Denke steht.

Partnersuche gehört für mich zur Freizeit, die ich nicht ökonomisch umrechne. Es gibt schöne Mailkontakte und Telefonate, die Spaß machen und bereichernd sein können, selbst wenn keine Partnerschaft draus wird. Ich rechne ja auch nicht Hilfeleistungen bei Freunden, Bekannten oder Verwandten in Zeit und Geld um.

Ich suche mir meine Kontakte ziemlich genau aus und habe deshalb keinen allzu hohen Verschleiß - lieber ein paar Kontakte mit Qualität als Massen von fruchtlosem Mailverkehr mit nichtssagendem Gequatsche.
Wenn ich meine, es geht gerade nichts oder ich verschwende meine Zeit, mach ich eine Pause.
 
  • #4
Ich wusste ja immer, dass ich recht rational geprägt bin, aber auf den Gedanken, meine "Telefonier-/Dating-Effizienz" zu ermitteln, bin ich wahrlich noch nicht gekommen. :)

Aus dem Gefühl heraus hatte ich eine ziemlich hohe Effizienz. Wenn man richtig selektiert, mit Eloquenz und Esprit individuell anschreibt und auch all die anderen Tipps beherzigt, über die wir hier im Forum so sprechen, dann kann man seine Effizienz schon beträchtlich steigern. Viel hat man bis hierhin natürlich noch nicht erreicht, denn aussagekräftig ist dann erst die reale Begegnung.

Zur Telefonnummer: Ich finde es vernünftig, die Telefonnummer unmittelbar vor dem Date herauszugeben, falls kurzfristig irgendwas Unvorhergesehenes passiert. Außerdem ist es für einen Mann ein kleiner Vertrauensbeweis, wenn sie ihm ihre Handy-Nummer anvertraut. Ich nehme jedenfalls so eine Geste sehr sensitiv zur Kenntnis.

Lange Zeit empfand ich Telefonieren vor dem Date fast als Pflicht. Aber eigentlich ist es nicht unbedingt notwendig. Ich kann mich spontan nur an einen Fall erinnern, in dem mich ihre Stimme am Telefon so abgetörnt hat, dass ich eigentlich keine große Lust mehr auf ein Treffen hatte.

Die Erfahrungen von Frederika, dass es oft vorkommt, dass jemand am Telefon eine ganz andere Persönlichkeit an den Tag legt als beim realen Treffen, kann ich nicht bestätigen. Meine Kontakte waren hier oft konsistent. Vielleicht gibt es hier geschlechtsspezifische Unterschiede?
 
  • #5
@#3: Na ja, die Effizienz habe ich auch noch nicht berechnen wollen, aber ich habe schon Überlegungen angestellt, welche Form der Partnersuche ein halbwegs günstiges Verhältnis von Mühe zu Erfolg hat.

Zu Deinemn letzten Absatz: Ja, ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es da große Geschlechtsunterschiede gibt. Schließlich telefonieren ja fast alle Frauen gerne und oft, während das auf Männer nicht unbedingt zutrifft. Ich würde mir auf jeden Fall nicht zutrauen, aus einem Telefont auf die Partnereignung eines Mannes zu schließen. Ich glaube, manche Frauen gehen da zu sehr mit weiblichen Maßstäben an Männer heran.
 
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  • #6
Nochmal #2, Tippfehler-Korrektur... Ich meine natürlich abtörnend und UN-erotisch....
 
  • #7
@#4.2: Nein, zur abschließenden Beurteilung der Partnereignung ist ein Telefonat sicherlich nicht geeignet. Aber es verschafft einem doch einen deutlich persönlicheren Eindruck als das Mailen zuvor. Schlagfertige Antworten in Mails sind oft easy, aber am Telefon, wo man nicht viel Zeit zum Überlegen hat, sind sie genauso schwierig wie beim Treffen.

Bei Fernkontakten halte ich Telefonate vor dem Treffen immer noch für Pflicht. Wenn ich mich auf solche Experimente einlassen würde, dann möchte ich zuvor alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben, um einen persönlichen Eindruck von meinem Kontakt zu bekommen. Wer ein bisschen freaky unterwegs ist, benutzt am Besten gleich Skype mit Web-Cam. Das ist dann noch realer.
 
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  • #8
Flower

Ich denke der Fragesteller hat gefragt wieviel Zeit investieren wir und was (in Zahlen) rauskommt.

Also:
Ich nehme ca. 30 min prot Tag um die Anfragen/ Briefe zu beantworten und Anfragen senden. Als Ergebniss habe ich durchnittlich ein Date pro Woche. Ich bin seit April dabei (mit einer Sommerpause inzwischen). Habe noch nicht den Richtigen kennengelernt.

In meinem Fall dann: 30min * 7 tage = 3.5 Stunden Suche pro Date + 1.5 Stunden wärend dem Date: = 5 Stunden Zeiteinsatz pro Date :)))

Ob es ökonomisch ist...?
 
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  • #9
@'#1, Entschuldige aber beim Lesen Deiner Frage konnte ich mir ein Prusten nicht verkneifen ;-) Also ich habe in meinem Job auch einiges mit Wirtschaftlichkeitsanalysen, Effizienz & Co. zu tun aber auf die Idee das auf mein Singlebörsenverhalten anzuwenden bin ich ehrlich gesagt noch nie gekommen ;-))

Und ich weiß auch nicht, ob das so weiterhilft: der eine findet bereits nach einigen wenigen Mails und Dates seinen Mr. oder seine Mrs. Right und der andere hat weniger Glück und schreibt und datet einige Monate oder sogar noch länger ... Ist das nicht mehr Zufall oder Glück oder Schicksal oder wie man es auch immer nennen mag?!

Meiner Meinung nach hat Ökonomie in solchen Dingen nicht viel zu suchen ... aber vielleicht habe ich jetzt auch die Erklärung dafür, warum ich noch mit keinem der Unternehmensberater, die ich gedatet habe, wirklich auf einer Wellenlänge lag ;-))
 
A

anoki

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  • #10
Tja, ich würde pro Monat 5 Euro mehr bezahlen, wenn die Partnervorschläge dafür frei von nicht-zahlenden Mitgliedern wären...

Ein "activity-index" wäre auch nett, also ein Ranking nach Zahl der verschickten Nachrichten. Eine Frau, die pro Tag 5 Nachrichten verschickt, bräuchte ich dann gar nicht erst zu behelligen, weil sie schon anderweitig datet.

Und ein "Antwortet nicht auf Anfragen"-Warnschild wäre auch nicht schlecht. Genauso wie ein "Pause"-Knopf, mit dem man das eigene Profil mal für den Urlaub deaktivieren kann.

Also ich denke, an EP gibt es noch einiges zu verbessern, um die Effizienz zu erhöhen.

Ansonsten: die hier investierte Zeit ist Freizeit...
 
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