• #1

Ostern ruiniert und ich bin schuld

Liebe Foristen, ich bin Taufpatin meines kleinen Neffen (3 Jahre) und meine Eltern wollten Ostern gemeinsam mit Kindern und Enkelkind im 300km entfernten Ferienhaus verbringen. Ich hatte das Osterwochenende aber bereits verplant und das auch meiner Schwägerin (der Mutter meines Neffen) mitgeteilt. Meine Eltern wussten es nicht, sie haben mich auch nicht gefragt. Sie haben mich einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, indem sie mich 2 Tage vorher anriefen und informierten (da hatte ich schon Unternehmungen ausgemacht und wollte natürlich nicht mehr absagen).
Meine Eltern waren früher nie besonders traditionell, es gab nie große Osterfeste oder ähnliches bei uns. Ostern ist mir eigentlich eher uympathisch. Ich bin am Land groß geworden und schon früher mochte ich diese ländlichen Bräuche und Traditionen nicht. Diesen Brauch hab ich in den letzten Jahren eher gemieden.
Meine Eltern sind jedoch der Meinung, dass ich, da ich Taufpatin bin, am Osterwochenende mein Patenkind besuchen und ein Geschenk hätte überreichen MÜSSEN. Dass ich nicht zu ihnen gekommen bin, um Ostern zu verbringen und dem Kleinen ein Geschenk zu geben, finden sie katastrophal. Mein Vater hat es als eine Schande (??) und als absoluten Wahnsinn bezeichnet, dass ich als Patin kein Ostergeschenk hatte.
Ich sehe es aber viel unkomplizierter und nicht nötig, unbedingt zu Ostern ein Geschenk zu überreichen. Im Mai fahr ich ihn besuchen (ist schon lange vereinbart) und da wird er bestimmt wieder ein kleines Geschenk von mir bekommen (wie meistens, wenn wir uns sehen). Aber grundsätzlich soll es doch nicht nur um Geschke gehen.
Ich finde es ist eine Sache zw. der Mutter des Kindes und mir als Patin und geht die Großeltern nichts an.
Meine Schwägerin weiß, dass ich sie total gern besuchen komme, um mit ihr und meinem Neffen Zeit zu verbringen. Auch hab ich ihr schon mehrmals Unterstützung angeboten, wenn sie im Herbst ihr zweites Kind bekommt. Sie sieht überhaupt kein Problem darin, dass ich nicht da war und es kein Geschenk gab. Doch meine beiden Eltern waren total aufgebracht, sie sagten, sie wären enttäuscht von mir, ich hätte alle vor den Kopf gestoßen und ich könnte künftig nicht mehr mit ihrer Unterstützung rechnen.
Wenn ich gewusst hätte, dass ich einen so großen Streit auslöse, wäre ich zum Ferienhaus gefahren und hätte meine Freizeitpläne abgesagt.

Wie kann ich das jetzt lösen?
Ich möchte bei diesen traditionen "Verpflichtungen" nicht mitmachen aber trotzdem meine Eltern nicht kränken.
Was ich ganz arg finde ist, dass ich nicht gefragt wurde, ob ich an dem Termin Zeit und Lust hätte. Ich bin 33 und hab das Gefühl, meine Eltern behandeln mich immer noch wie ein Kind. Ich hab zu meinem Vater gesagt, wenn ich als Patin verpflichtet bin, ein Ostergeschenk zu überreichen, dann entscheide ich den Zeitpunkt und den Ort selbst, gemeinsam mit meiner Schwägerin. Und wir werden einen Termin finden, der für alle passt.
 
  • #2
Wenn ich gewusst hätte, dass ich einen so großen Streit auslöse, wäre ich zum Ferienhaus gefahren und hätte meine Freizeitpläne abgesagt.
Siehste, ich hätte eher das Gegenteil getan. Wer mir so kommt, mit unangebrachten Forderungen, Einmischungen und Erpressung, den würde ich links liegen lassen und erst recht nicht fahren, egal ob Eltern oder nicht. Ich krieg ja schon beim Lesen Pickel.
Wie kann ich das jetzt lösen?
Ich möchte bei diesen traditionen "Verpflichtungen" nicht mitmachen aber trotzdem meine Eltern nicht kränken.
Wenn deine Eltern durch solche Sachen kränkbar sind, die sie nicht mal etwas angehen, dann lass sie gekränkt sein - ihr Bier.
Was ich ganz arg finde ist, dass ich nicht gefragt wurde, ob ich an dem Termin Zeit und Lust hätte. Ich bin 33 und hab das Gefühl, meine Eltern behandeln mich immer noch wie ein Kind.
Genau deshalb habe ich die Sachen weiter oben geschrieben.
Ich hab zu meinem Vater gesagt, wenn ich als Patin verpflichtet bin, ein Ostergeschenk zu überreichen, dann entscheide ich den Zeitpunkt und den Ort selbst, gemeinsam mit meiner Schwägerin. Und wir werden einen Termin finden, der für alle passt.
Richtig und das muss reichen!
 
  • #3
Ich gehe mit deinen Gedanken in deinem Beitrag zu 100% mit, lass dich nicht verrückt machen. Wenn du irgendwas nicht willst, dann tu es nicht, egal um wen es geht, sich vsrbiegen macht lediglich krumm und schadet. Deine Eltern müssen lernen, mit dir so umzugehen, wie man mit einer erwachsenen Person respektvoll umgeht, ich würde auf Abstand zu den Eltern gehen, damit es ihnen überhaupt auffällt, dass was nicht stimmt und setze hiermit den Punkt, da alles gesagt ist!
 

Laleila

Cilia
  • #4
Fakt ist, es geht Deine Eltern definitiv nichts an.
Fakt ist aber auch, Du willst ihre Gefühle nicht verletzen, ob es nun angebracht ist oder nicht, sich derart verletzt und verurteilen, abstrafend gar, zu präsentieren, wie die es tun.

Ein emotional schwieriges Dilemma für eine "brave" Tochter, der immer vermittelt wurde: Familie und damit auch die Meinung der eigenen Eltern gehen über alles.
Ich kenne das gut. Meine Eltern neigten auch eine Weile zu einer solchen Übergriffigkeit. Ein paar Jahre vor ihrem Tod gab es mal einen großen Knall, als sie sich massiv in die Gestaltung unseres Hauses, bei der Restaurierung, einmischten.

Zwar gab es Tränen und natürlich auch ein paar verletzte Emotionen, aber ich machte ihnen verbal deutlich, dass ich sie sehr liebe, mir aber eine solche Einmischung in meine Belange verbitte. Einfach war das nicht, aber langfristig verbesserte das unser Verhältnis nachhaltig.
 
  • #5
Meine drei Geschwister sind die Taufpaten meiner drei Kinder.
Selten gab es mal ein Geschenk, dafür haben sie ein Konto angelegt, auf das regelmäßig jeden Monat ein kleiner Betrag überwiesen wird.
Das ist doch viel sinnvoller.

Davon konnten meine älteren Kinder den Führerschein bezahlen und sogar einen Teil des Autos.

Deine Eltern sind sehr komisch.
Teile ihnen mit, dass du lieber Geld überweist, damit der Kleine mit 18 seinen Führerschein machen kann.

Wenn sie dann immer noch rummeckern - ignorieren.
 
  • #6
Steckt da vielleicht noch etwas anderes dahinter?

Denn eigentlich ist das absolut kein Grund, einen Streit vom Zaun zu brechen. Zumal das wirklich deine Angelegenheit ist und du das mit deiner Schwägerin geklärt hast.

Du bist doch nicht die Patin des Schenkens wegen geworden.
 
  • #8
Genau das ist der Punkt.
Ich bin 33 und hab das Gefühl, meine Eltern behandeln mich immer noch wie ein Kind. I

Du hast nicht nur das Gefühl, dass es so ist, es ist so. Deine Eltern bevormunden dich, machen für dich Termine aus und wollen nun das große Drama veranstalten, weil du nicht nach ihrer Pfeife getanzt hast.

Für niemanden war es ein Problem, nur für deine Eltern, die alle anderen dann noch versuchten aufzuhetzen.

Also ich würde dann schon einmal ein paar klare deutliche Worte an meine Eltern richten an deiner Stelle. Das ist nicht schön, aber das ist manchmal bitter nötig.

Ihr Verhalten ist einfach übergriffig und unverschämt und sie respektieren dich nicht. Sie erpressen dich sogar. Du bist nunmal nicht mehr das kleine Kind, was man einfach irgendwo mit hinschleppt, wie es einem passt.

Du bist eine erwachsene Frau mit eigenen Ansichten, eigenen Vorstellung und einem eigenen Leben und das haben sie zu respektieren. Auch wenn sie dich vielleicht sonst in irgendeiner Art und Weise unterstützen.

Meine Tochter ist 29, es würde mir im Traum nicht einfallen, mich so zu verhalten.

Ich kann dir ansonsten nur raten, dich von deinen Eltern so unabhängig wie möglich zu machen. Dieses Verhalten ist ja nicht von heute auf morgen aufgetaucht, das werden sie sicherlich schon immer so mit dir machen.

Deine Reaktion, es wieder gut machen zu wollen, wird dir letztlich auf die Füße fallen.

Meiner Meinung nach solltest du klare Kante zeigen und es auch in Kauf nehmen, mal drei Wochen nicht mit ihnen zu reden.
Sie verhalten sich falsch, nicht du.
 
  • #9
Meine Eltern sind jedoch der Meinung, dass ich, da ich Taufpatin bin, am Osterwochenende mein Patenkind besuchen und ein Geschenk hätte überreichen MÜSSEN.

Du bist ja nun schon groß und darfst selbst entscheiden wie Du Dich als Patin verhalten willst.

Dass ich nicht zu ihnen gekommen bin, um Ostern zu verbringen und dem Kleinen ein Geschenk zu geben, finden sie katastrophal. Mein Vater hat es als eine Schande (??) und als absoluten Wahnsinn bezeichnet, dass ich als Patin kein Ostergeschenk hatte.

Ist halt seine Sicht. Er hat andere Vorstellungen, die nicht Deine sind.

Aber grundsätzlich soll es doch nicht nur um Geschke gehen.
Ich finde es ist eine Sache zw. der Mutter des Kindes und mir als Patin und geht die Großeltern nichts an.

Das denke ich auch.

Meine Schwägerin ... sieht überhaupt kein Problem darin, dass ich nicht da war und es kein Geschenk gab.

Das ist doch das Entscheidende.

Doch meine beiden Eltern waren total aufgebracht, sie sagten, sie wären enttäuscht von mir, ich hätte alle vor den Kopf gestoßen und ich könnte künftig nicht mehr mit ihrer Unterstützung rechnen.

Das ist eine Erwartungshaltung bei denen Eltern, denen Du nicht gerecht wirst. Vielleicht ist da noch mehr aus der Vergangenheit. Verhalte Dich so als Patin, wie Du es für richtig hälst. Ich sehe hier nichts dramatisches, die Schwägerin auch nicht. das zählt.

Ich möchte bei diesen traditionen "Verpflichtungen" nicht mitmachen aber trotzdem meine Eltern nicht kränken.

Das ist albern. Du hast sie nicht gekränkt. Sie fühlen sich gekränkt. Das ist ein Unterschied!
Kränkungen haben in der Regel ein hohes Zerstörungspotenial. da wurde bei Deinen Eltern ein wunder Punkt angesprochen. Da solltest Du einmal hinschauen. Vielleicht fühlen sie sich durch Deine Absage nicht wertgeschätzt.

Wahrscheinlich verbinden sie "die Patin" mit Geschenken oder anderen Ritualen. Du nicht und das ist m.M.n. völlig okay.

Ich bin 33 und hab das Gefühl, meine Eltern behandeln mich immer noch wie ein Kind.
Da liegt der Hase ...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #10
Steckt da vielleicht noch etwas anderes dahinter?
Ja, danke dass du das sagst.
ich würde auf Abstand zu den Eltern gehen, damit es ihnen überhaupt auffällt, dass was nicht stimmt
Das hab ich versucht. Leider hat es außer Missstimmung nichts gebracht. Sie sind immer schon sehr übergriffig gewesen, auch früher bei den Noten. Ich musste ihnen immer meine Tests und Zeugnisse präsentieren (auch während dem Studium) und wenn's mal schlechte Noten gab, gab es Stress zuhause. Sie sagten immer, solange wir (mein Bruder und ich) gute Noten haben, könnten wir alles von ihnen haben. Dass ich dann mein Studium abgebrochen habe, weil ich weder auf Lernen noch auf Notendruck Lust hatte, war eine riesen Enttäuschung für meinen Vater. Hab trotzdem einen coolen, interessanten Job, zwar kein Akademikergehalt aber ich komme sehr gut aus. Mit meiner Mutter hatte ich früher viel mehr Kontakt als jetzt, wir haben teilweise jeden Tag telefoniert. Auch war ich viel öfter bei ihnen, da wir in derselben Stadt wohnten. Jetzt hören wir uns ca. 1x pro Woche und sehen uns alle 1/2 Monate. Ich merke, dass meine Mutter darunter leidet, sie denkt ich will mich von ihnen komplett abwenden.
Meine Schwägerin hat mir erzählt, dass meine Mutter oft weint wegen mir und es tut mir aus tiefstem Herzen leid, ich würde es gerne ändern aber ich habe keine Ahnung wie. Sie merken nicht, dass sie so übergriffig sind und mich behandeln wie ihr kleines Kind. Wäre vielleicht einen eigenen Thread wert.
Sie sind wohl der Meinung, ich wäre ein verantwortungsloses Kind, das sie durchs Leben führen müssen.
Für meine Mutter gehen Regeln und Diziplin über alles. Für mich nicht, ich brauche Bewegungsfreiheit, sonst fühl ich mich nicht wohl.
 
  • #11
Meine Schwägerin hat mir erzählt, dass meine Mutter oft weint wegen mir und es tut mir aus tiefstem Herzen leid, ic
Das ist so. Die verstehen das auch nicht, das kannst du hundertmal erklären.
Du kannst es nur so akzeptieren,dich abgrenzen.
Den Kontakt würde ich nicht abbrechen, denn dass deine Mutter weint ist ja tatsächlich keine emotionale Erpressung. Sie versteht es nicht und weint daher.
Sei du die Erwachsene, grenz dich ab aber bleib mit ihr in Kontakt.
Die geben ihr Bestes aber können nicht anders.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #12
Wohnst Du jetzt weiter weg und ggf in einer schönen interessanten Ecke?
Kann man irgendwie "erleben" wie Du deinen Job wuppst?

Dann lade Deine Mama mal ein...zwei Tage in Deinem Leben.
Das Du ihr verzeihst Dich bei der Einladung fast vergessen zu haben;-))
Biete ihr an teilzuhaben...

Aber Du bist ihre Tochter und bei Dir zuhause gelten Deine Regeln.
Böse Worte und Vorwürfe verboten!

Ok kann man auch schöner formulieren aber sinngemäß
 
  • #13
Für meine Mutter gehen Regeln und Diziplin über alles.

Was ich ganz arg finde ist, dass ich nicht gefragt wurde, ob ich an dem Termin Zeit und Lust hätte.
Die kommen gar nicht auf die Idee, weil es ist Ostern also bist du da. Wie eine Gleichung.
Es wäre sicher gut gewesen, dass deinen Eltern aktiv vorher mitzuteilen, dass du nicht dabei bist. Für die ist das wie ein Affront.
 
  • #14
Mutter oft weint wegen mir und es tut mir aus tiefstem Herzen leid, ich würde es gerne ändern aber ich habe keine Ahnung wie. Sie merken nicht, dass sie so übergriffig sind und mich behandeln wie ihr kleines Kind

Deine Mutter muss halt auch lernen dass du nicht ihr Spielzeug bist und sich eigene Lebensinhalte suchen, schließlich bist Du erwachsen.

Vielleicht kannst du ihr einmal sagen wie unglücklich dich ihr übergriffiges Verhalten macht. Vielleicht haben sich ihre Eltern ebenso verhalten und du kannst ihr das mal vor Augen führen.

Aber ich habe da leider wenig Hoffnung dass du zu einem Umdenken durch Worte bei deinen Eltern kommen kannst.
Meine Mutter legt leider auch das gleiche nervig aufdringliches Verhalten an den Tag was sie früher bei meiner Oma bemängelt hat. Wenn man es kurz anspricht ist ein kurzes Einsehen da und 2 Tage später ist es wieder vergessen und genauso.

Meiner Erfahrung nach kann man sich nur durch eigenes Handeln abgrenzen und die Eltern damit daran gewöhnen.

Wenn die Mutter halt jeden Tag anruft muss sie es merken, dass das nicht funktioniert und dann geht man eben nur noch einmal in der Woche ran.
 
  • #15
Nun ja, wenn solche Feiern nicht so üblich in der Familie sind und man zwei Tage vorher offiziell Bescheid bekommt, kann es schon sein dass man andere Pläne hat. Sollte innerhalb der Familie ja auch kein Zwang sein.

Und ich denke wirklich, das fehlende Ostergeschenk fürs Patenkind ist hier der Stellvertreter für was anderes. Denn eigentlich kann es ihnen egal sein, und so nötig wird das Kind ein weiteres Geschenk auch nicht haben. Allgemeine Enttäuschung über deine Abnabelung vielleicht. Angst, den Zugriff auf dich und dein Leben ganz zu verlieren. Sie merken ja, dass du dich zurückziehst.

Meine Mutter kann schon auch sehr extrem sein wenn es ums Einmischen und Mitreden geht, selbst bei Sachen die ihr wirklich komplett egal sein könnten. Allerdings kommt da von mir schon fast reflexartig Kontra, und sie weiß, dass ich so oder so mein Ding mache. Das Wichtige ist, dass wir trotzdem ein gutes Verhältnis haben. Sie hat mittlerweile kapiert, dass ich bestimmte Dinge selber entscheide, selbst wenn sie ab und zu versucht, mir ihre Meinung aufzudrücken. Ab und zu nehme ich das auch einfach hin, ich muss ja nicht auf sie hören.

Nun weiß ich nicht, ob du schonmal Klartext geredet hast, oder ob das Reduzieren des Kontaktes dein Ausweichmanöver ist. In dem Fall bleibt es ungeklärt, sie wissen nicht, was der Grund ist uns verstehen es nicht - in ihren Augen verhalten sie sich wie liebende und fürsorgliche Eltern.

Vielleicht kannst du das Gespräch suchen und klarstellen, dass du sie gerne in deinem Leben hast, aber nur, wenn sie deinen Lebensentwurf auch akzeptieren. Schon möglich dass sich nichts ändert, weil sie einfach nicht aus ihrer Haut können, aber du hast es dann versucht.

Sie werden lernen müssen, dass du selber entscheidest, wie du deine Patenschaft gestaltest, und natürlich auch dein Leben, und dass ihr Einfluss auf ein erwachsenes Kind einfach nicht mehr so groß ist wie sie es gerne hätten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Das was eine Patin ausmachen soll, ist grundsätzlich eine Absprache zwischen Eltern und Patin, ergänzt durch das Patenkind. Das geht Deine Eltern nichts an. Wie sehen es denn Schwägerin und Bruder?

Ich finde, die ganze Schenkerei nimmt mittlerweile überhand.

Seltsam auch, dass Deinen Eltern plötzlich Ostern wichtig ist, wenn das in Deiner Kindheit anders war. Ich finde nicht, dass man 2 Tage vorher ein Wochenende für andere verplanen kann. Andererseits, wenn Du Deiner Schwägerin vorher mitgeteilt hast, dass Du keine Zeit hast, scheint die Planung ja doch längerfristig gewesen zu sein.

Du bist erwachsen und kannst Deine Zeit so verplanen wie Du möchtest. Und das eben rechtzeitig. Und so würde ich das meinen Eltern auch sagen. Dumm gelaufen, geht besser.
 
  • #18
Und ich denke wirklich, das fehlende Ostergeschenk fürs Patenkind ist hier der Stellvertreter für was anderes
Das vermute ich auch. Sie vermissen dich und wollten ein schönes Osterfest mit der ganzen Familie verbringen.

Manchmal kann die Sichtweise einer neutralen Person (Sohn & Schwiegertochter) etwas abmildernd wirken. Haben sie sich für dich eingesetzt?

Es gibt Ratgeber für Eltern über das Loslassen der Kinder - vielleicht ein nachträglich Ostergeschenk :oops:.

Einen Brief schreiben mit deiner Sichtweise und deinen Gefühlen - auch, dass du verletzt bist?
Vorschläge, wie man es zukünftig handhaben könnte.
 
  • #19
Liebe Foristen, ich bin Taufpatin meines kleinen Neffen (3 Jahre) und meine Eltern wollten Ostern gemeinsam mit Kindern und Enkelkind im 300km entfernten Ferienhaus verbringen. Ich hatte das Osterwochenende aber bereits verplant und das auch meiner Schwägerin (der Mutter meines Neffen) mitgeteilt. Meine Eltern wussten es nicht, sie haben mich auch nicht gefragt. Sie haben mich einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, indem sie mich 2 Tage vorher anriefen und informierten (da hatte ich schon Unternehmungen ausgemacht und wollte natürlich nicht mehr absagen).
Meine Eltern waren früher nie besonders traditionell, es gab nie große Osterfeste oder ähnliches bei uns. Ostern ist mir eigentlich eher uympathisch. Ich bin am Land groß geworden und schon früher mochte ich diese ländlichen Bräuche und Traditionen nicht. Diesen Brauch hab ich in den letzten Jahren eher gemieden.
Meine Eltern sind jedoch der Meinung, dass ich, da ich Taufpatin bin, am Osterwochenende mein Patenkind besuchen und ein Geschenk hätte überreichen MÜSSEN. Dass ich nicht zu ihnen gekommen bin, um Ostern zu verbringen und dem Kleinen ein Geschenk zu geben, finden sie katastrophal. Mein Vater hat es als eine Schande (??) und als absoluten Wahnsinn bezeichnet, dass ich als Patin kein Ostergeschenk hatte.
Ich sehe es aber viel unkomplizierter und nicht nötig, unbedingt zu Ostern ein Geschenk zu überreichen. Im Mai fahr ich ihn besuchen (ist schon lange vereinbart) und da wird er bestimmt wieder ein kleines Geschenk von mir bekommen (wie meistens, wenn wir uns sehen). Aber grundsätzlich soll es doch nicht nur um Geschke gehen.
Ich finde es ist eine Sache zw. der Mutter des Kindes und mir als Patin und geht die Großeltern nichts an.
Meine Schwägerin weiß, dass ich sie total gern besuchen komme, um mit ihr und meinem Neffen Zeit zu verbringen. Auch hab ich ihr schon mehrmals Unterstützung angeboten, wenn sie im Herbst ihr zweites Kind bekommt. Sie sieht überhaupt kein Problem darin, dass ich nicht da war und es kein Geschenk gab. Doch meine beiden Eltern waren total aufgebracht, sie sagten, sie wären enttäuscht von mir, ich hätte alle vor den Kopf gestoßen und ich könnte künftig nicht mehr mit ihrer Unterstützung rechnen.
Wenn ich gewusst hätte, dass ich einen so großen Streit auslöse, wäre ich zum Ferienhaus gefahren und hätte meine Freizeitpläne abgesagt.

Wie kann ich das jetzt lösen?
Ich möchte bei diesen traditionen "Verpflichtungen" nicht mitmachen aber trotzdem meine Eltern nicht kränken.
Aus der Kirche austreten wär ne Maßnahme! Damit zeigst du klare Kante. Was ein Irrsinn in deiner übergriffigen Familie! 🤦‍♀️ Kränkung deiner toxischen Eltern ist IHR Problem, nicht deins! Hilfe....
 
  • #20
Schreibe ihnen einen Brief, und zeige Deine Grenzen.
Du hast die Wahl, abgrenzen und Deine Eltern "verletzen", oder immer weiter versuchen es ihnen recht zu machen, was nie klappen wird.
 
  • #21
Hallo ADAC,
ich vermute, dass du irgendwelche Regeln und Gebote bzw Verbote oder Traditionen verletzt hast. Das war schon immer so und so bleibt es .....
Du schreibst ja selbst, was deinen Eltern wichtig ist - Regeln und Disziplin. Was mir hier bei deiner Schilderung fehlt - Was sagt eigentlich dein Bruder ? Es wäre seine Aufgabe, deinen Vater bzw euren Vater auf die Seite zu nehmen, bei einem Cognac und einer Zigarette den Sachverhalt ruhig unter Männern zu klären. Können wir Männer nämlich meist besser. Weniger Tränen und Emotionen - dafür kurze klare Worte, anschliessend der Handschlag und gut. Dann wird verkündet und gut. Die Show kann weiter gehen.
Kann es sein, dass dein Bruder den Quatsch längst vergessen hat ? Und dein Vater auch, würde deine Mutter ihn nicht stündlich daran erinnern ?
Ich kenne das Theater um "Taufpate". Sollte ich auch werden, als mein Bruder Vater wurde. Und ich ? Längst aus der Kirche ausgetreten. Was die Kirche gefreut hat - gegen 1000 Euro Spende dürfte ich dennoch Pate werden. Kommentar von mir - ich lege noch einen Tausender drauf und wir legen das Geld für die Kleine an. Hat sie mehr davon. Vater hat auch noch einen draufgetan - und fertig. Pate wurde der Bruder der Mutter. Ganz traditionell. Innerhalb von 5 Minuten geregelt. Stress vermieden. Bei der 2. Nichte wusste dann schon jeder, was er auf den Tisch zu legen hat ......
Im Grunde bin ich dankbar für diese Frage, zeigt sie doch auf, wie einem Regeln das Leben vergällen und wie wichtig intelligente und individuelle Regelungen und gesunder Menschenverstand sind.
Aber falls du dennoch eine Regel benötigst, gibt es eine klassische Regelung in Italien. Die besagt
"Weihnachten mit der Familie - Ostern mit wem du willst"
Viel Erfolg bei der Aussprache mit deiner Mutter - dein Vater wird wohl das Ergebnis akzeptieren. Hauptsache, er hat seine Ruhe. Ja, die meisten Männer mögen solche Familienkräche nicht. Warum ? Wirkt sich meist negativ auf das Essen aus .....
 
  • #22
Hallo ADAC,
ich vermute, dass du irgendwelche Regeln und Gebote bzw Verbote oder Traditionen verletzt hast. Das war schon immer so und so bleibt es .....
Du schreibst ja selbst, was deinen Eltern wichtig ist - Regeln und Disziplin. Was mir hier bei deiner Schilderung fehlt - Was sagt eigentlich dein Bruder ? Es wäre seine Aufgabe, deinen Vater bzw euren Vater auf die Seite zu nehmen, bei einem Cognac und einer Zigarette den Sachverhalt ruhig unter Männern zu klären. Können wir Männer nämlich meist besser. Weniger Tränen und Emotionen - dafür kurze klare Worte, anschliessend der Handschlag und gut. Dann wird verkündet und gut. Die Show kann weiter gehen.
Kann es sein, dass dein Bruder den Quatsch längst vergessen hat ? Und dein Vater auch, würde deine Mutter ihn nicht stündlich daran erinnern ?
Ich kenne das Theater um "Taufpate". Sollte ich auch werden, als mein Bruder Vater wurde. Und ich ? Längst aus der Kirche ausgetreten. Was die Kirche gefreut hat - gegen 1000 Euro Spende dürfte ich dennoch Pate werden. Kommentar von mir - ich lege noch einen Tausender drauf und wir legen das Geld für die Kleine an. Hat sie mehr davon. Vater hat auch noch einen draufgetan - und fertig. Pate wurde der Bruder der Mutter. Ganz traditionell. Innerhalb von 5 Minuten geregelt. Stress vermieden. Bei der 2. Nichte wusste dann schon jeder, was er auf den Tisch zu legen hat ......
Im Grunde bin ich dankbar für diese Frage, zeigt sie doch auf, wie einem Regeln das Leben vergällen und wie wichtig intelligente und individuelle Regelungen und gesunder Menschenverstand sind.
Aber falls du dennoch eine Regel benötigst, gibt es eine klassische Regelung in Italien. Die besagt
"Weihnachten mit der Familie - Ostern mit wem du willst"
Viel Erfolg bei der Aussprache mit deiner Mutter - dein Vater wird wohl das Ergebnis akzeptieren. Hauptsache, er hat seine Ruhe. Ja, die meisten Männer mögen solche Familienkräche nicht. Warum ? Wirkt sich meist negativ auf das Essen aus .....
Hey, witzig, dass du das sagst mit den Männern und den Familienkrächen. Bei uns ging selbiger immer von meinem Vater aus - er ist die Familiendiva, um die sich alles drehen sollte. Was wir Weibsen pragmatisch geregelt hatten, wurde bei ihm zum Riesenproblem. Gerne wurde auch mal die Meinung stillschweigend geändert und was heute richtig war hat morgen Fratzengeballer ausgelöst. So kann's also auch gehen 😉
 
  • #23
Seltsam auch, dass Deinen Eltern plötzlich Ostern wichtig ist, wenn das in Deiner Kindheit anders war.
Genau das ist der Punkt. Es wird mal wieder die Religion als Totschlagargument verwendet, um seine ureigenen Interessen durchzusetzen.

Eine ehrliche offene Kommunikation - dass man gerne mit der Tochter Ostern verbringen möchte - findet nicht statt.

Stattdessen wird es ihr zwangsweise aufgebürdet ohne zu fragen, weil sie Angst haben, dass sie sonst nein sagen könnte.

Warum haben sie diese Angst? Weil sie im Grunde wissen, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist, sicherlich nicht das erste Mal so handeln und die Tochter schon oft versucht hat, sich dagegen zu wehren.

Aber man will ja seinen eigenen Willen durchsetzen und der ist wichtiger, als das es der Tochter gut geht und sie glücklich ist. Also werden Scheinargumente bemüht.


Es gibt Ratgeber für Eltern über das Loslassen der Kinder - vielleicht ein nachträglich Ostergeschenk :oops:.
Das ist eine gute Idee 😃
 
  • #24
Ich würde weniger über die Schwägerin kommunzieren sondern direkt mit deinen Eltern.
Ist zwar für dich anstrengender, aber dann musst du zu dir stehen und kannst nicht den Umweg über die Schwägerin nehmen.
Und deine Eltern wissen direkt Bescheid.
 
  • #25
Hey, witzig, dass du das sagst mit den Männern und den Familienkrächen.
Darum schrieb ich meist ........
Ich habe das wirklich so erlebt - Männer sind pragmatischer. Und bevor der Braten verkohlt ist wird lieber lösungsorientiert gehandelt.
Ist bei uns auch in der Clique so - wir Männer sind schneller bei der Lösung. Es gibt Frauen, die da mithalten können. Aber die werden dann von den anderen Frauen eingebremst.
Und stimmt, es gibt auch Männer, die gerne Diva spielen. Allerdings werden die dann von den anderen Männern übertönt. Und haben dann die Wahl - Burgfrieden akzeptieren oder gehen.

Und was ist Fratzengeballer ?
 
  • #26
Aus eigener und familiäre Erfahrung weiß ich, dass einen die Eltern erst ernst nehmen wenn man sich auch wie ein Erwachsener benimmt. Da kann man auch gerne mal den Kontakt abbrechen bis die Einsicht eingekehrt ist, dass es so nicht geht. Ich habe das immer gerne exerziert, meine Schwester nicht, und rate mal, wer respektiert wurde. Das mag vielleicht manchmal etwas schmerzhaft sein, für mich war es das nicht, aber wenn man respektiert werden will, darf man nicht mit Blümchen winken, ganz besonders wenn die Eltern sich aufführen wie in der Leibeigenschaft. Nur mal so für die innere Einkehr gesagt.
 
  • #27
Dreieckskommunikation- hier über die Schwägerin- die sowohl du als auch deine Mutter betreiben, um Unangenehmen aus dem Weg zu gehen, kann dysfunktional sein.
 
  • #28
dass einen die Eltern erst ernst nehmen wenn man sich auch wie ein Erwachsener benimmt
Wie benimmt man sich denn als Erwachsener?
Respekt und Toleranz sollten eigentlich selbstverständlich sein. Ich bin sicher, wenn ich eine Familie hätte, wäre es gleich. Mein Vater hält sich sowieso für den Nabel der Welt und verlangt, regelmäßig besucht und angerufen zu werden, und kommt nicht auf die Idee, selbst ins Auto zu steigen um uns zu besuchen. Er sagt, es gehöre sich so, dass die Kinder besuchen, nicht umgekehrt. Er überweist mir monatlich 200€ und glaubt, dass ich somit in seiner Schuld stehe. Ich brauche sein Geld aber nicht. Ich komme prima zurecht.
 
  • #29
Wenn deine Eltern sich nicht so benehmen, dann benimm du dich so.
Wenn du das trotzige Kind wirst, handelst du nicht als Erwachsener.
Leicht daher gesagt, klar.
Jeder hat Trigger.Deine Eltern drücken ein paar Knöpfe und du springst innerlich um Dreieck.

Er überweist mir monatlich 200€ und glaubt, dass ich somit in seiner Schuld stehe. Ich brauche sein Geld aber nicht. Ich komme prima zurecht.
Warum nimmst du es dann?
 
  • #30
Wie benimmt man sich denn als Erwachsener?
Respekt und Toleranz sollten eigentlich selbstverständlich sein. Ich bin sicher, wenn ich eine Familie hätte, wäre es gleich. Mein Vater hält sich sowieso für den Nabel der Welt und verlangt, regelmäßig besucht und angerufen zu werden, und kommt nicht auf die Idee, selbst ins Auto zu steigen um uns zu besuchen. Er sagt, es gehöre sich so, dass die Kinder besuchen, nicht umgekehrt. Er überweist mir monatlich 200€ und glaubt, dass ich somit in seiner Schuld stehe. Ich brauche sein Geld aber nicht. Ich komme prima zurecht.
Du musst das ja nicht mitmachen. Schick das Geld zurück und ignorier sein Gequengel. So lange du mitspielst, kann sich gar nichts ändern. Ping Pong kann man nicht alleine spielen. Es sei denn du willst gar nicht, dass sich was ändert. Ist ja auch möglich. Erwachsene wissen, dass sie den Kuchen entweder essen oder behalten können.
 
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