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  • #1

Partner/Ehevertrag für ungleiche Gehälter in der Partnerschaft?

Ich brauche Eure Hilfe!

Mein Freund und ich sind seit ca. 5 Jahren zusammen und teilen seit ca. einem Jahr eine Mietwohnung. Im Zuge eines geplanten Immobilienkaufs setzen wir uns gerade mit einem Partnervertrag auseinander. Hierbei planen wir eine 50/50 Grundbucheintragung und gemeinsam den Kredit zu gleichen Teilen zu bedienen, haben jedoch auch die Moeglichkeit fuer 5% Sonderzahlungen im Jahr. Da mein Freund ca. das doppelte meines Gehaltes verdient und jedes Jahr die Moeglichkeit von Bonuszahlungen hat, gehe ich davon aus, dass es diese Zahlungen zum groessten Teil von Ihm geleistet werden. Im Gegenzug dafuer soll ich ihm jeweils einen Schuldschein unterschreiben, sodass wir im Falle einer Trennung alles sauber trennen.

Ist das heute eine gaenige Praxis?

Zudem hat er nun angemerkt, dass er im Falle einer Hochzeit eine Guetertrennung haben moechte. Seins bleibt seins und wird im Falle einer Scheidung nach 20 Jahren keine Bewandnis haben. Er begruendet diese Entscheidung damit, dass er sich sein eigenes Vermoegen ansparen moechte falls er arbeitslos oder krank wird und dann entsprechend davon zehren kann ohne mich dafuer zu beantspruchen. Es sagt: Wuerden wir keine Guetertrennung haben und wir lassen uns nach 20 Jahren scheiden bekaeme ich die Haelfte. Sollte er nun anschliessend arbeitslos werden wuerde ich ihn ja um seine Ersparnisse bzw. Ruecklagen bringen.

Bin ich total falsch, wenn ich diese Ansicht nicht so ganz teilen kann? Man kann doch nicht nur die Vorzuege einer Beziehung sehen und dass finanzielle komplett ausklammern, oder? Ich bin definitiv nicht darauf aus mich von meinem Mann/Partner aushalten zu lassen, aber Sicherheit moechte ich schon haben.

Gaebe es auch Zwischenloesung zwischen Guetertrennung und Zugewinngemeinschaft?

Vielen Dank fuer Eure Hilfe!!!!
 
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  • #2
Ich finde die Lösung, die Dein Freund vorschlägt, ausgesprochen fair. Wenn Ihr heiratet und bis zum Lebensende zusammen bleibt, wird der andere gut versorgt zurückgelassen und so soll es sein. Wenn die Ehe oder Beziehung aber scheitert, steht keiner finanziell besser oder schlechter als ohne die Beziehung dar. Ohne das finanzielle "Drumherum" hat die Ehe doch nicht weniger Wert, sondern mehr, weil sie auf den eigentlichen Sinn zurückgeführt wird. Im Übrigen ist es wirklich so, dass derjenige, der mehr verdient, sich regelmäßig auch mehr "verschleißt" und Rücklagen für den Krisenfall braucht. In den Kliniken gibt es so gut wie keine Hausfrauen mit burn out oder Herzinfarkt, das ist denen vorbehalten, die sich beruflich engagieren.
 
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  • #3
Welche Sicherheit möchtest Du denn haben? Das er Dich aushalten muss? Sei doch froh, dass er alles im voraus Planen will, dann gibts später keinen Streit.
 
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  • #4
Ob es eine Zwischenlösung zwischen Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft gibt, die - das ist der relevante Punkt - im Fall einer gerichtlichen Lösung Rechtssicherheit für Dich und/oder ihn bietet, weiß ich nicht. Mit dieser Frage müsstest Du Dich an einen Anwalt wenden.

So lange Ihr unverheiratet seid, beide erwerbstätig bleibt und keine Kinder habt, finde ich die Sache mit dem Vertrag halbwegs in Ordnung, frage mich aber trotzdem, weshalb wollt Ihr Euch bei so "unsicheren" persönlichen Verhältnissen, die bereits eine Trennung ins Kalkül zieht, gemeinsam Immobilien anschaffen? Ist es ein gemeinsamer Wunsch eine Immobilie zu erwerben oder ist es einem von Euch beiden wichtiger?

Wenn Ihr heiratet, solltest Du nur dann einen Ehevertrag unterschreiben, wenn zu 100% feststeht, dass Ihr keine Kinder bekommen und Ihr beide ununterbrochen erwerbstätig sein werdet.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Du mit einem Anwalt über diese Themen sprechen solltest.

Und ja, ich glaube auch zu beobachten, dass mittlerweile viele Menschen in ihren Beziehungen darauf achten, nicht zuviel zu geben und "ihres" für sich alleine zu behalten. Positiv ausgedrückt kann man auch sagen, dass mittlerweile mehr Wert auf "Eigenverantwortung"/"Abgrenzung" gelegt wird, was ja nicht schlimm sein muss.

w/50
 
  • #5
Und welche Sicherheit hat Dein Partner?
Sind Kinder geplant?
Wie sicherst Du sonst Deine eigene Zukunft ab?
 
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  • #6
Aha, du brauchst also eine Sicherheit!
Ich dachte, man heiratet aus Liebe und nicht, weil man Sicherheit braucht!
Dein Freund denkt schon ganz richtig, wenn du anders denkst, passt ihr vielleicht nicht so richtig zusammen.
Denk mal drüber nach...
 
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  • #7
Liebe FSin,
die Vorstellungen deines Partners hören sich für mich nicht gut an. Deshalb würde ich mich nicht zu 50% an dem Immobilienkauf beteiligen. Mag er die Immobilie doch nur auf seinen Namen kaufen und auch finanzieren. Stelle dir vor es käme zu einer Trennung, einer muss ausziehen, (vermutlich wirst du das sein, weil du nicht über die Mittel verfügst um die Immobilie zu übernehmen), dann beginnt die Feilscherei um den aktuellen Wert der Immobilie.
Du möchtest vielleicht die Immobilie komplett verkaufen und den Erlös teilen, er dagegen möchte sie übernehmen und dafür weniger als den Einstandspreis bezahlen. Ein Gutachter wird nötig werden und weitere Probleme sind bereits vorprogrammiert. Trotz notariellem Vertrag.
Wie dein Partner die Finanzen handhaben möchte ist durchaus keine gängige Praxis! Ich halte sie sogar für absolut egoistisch und nur das eigene Wohl im Auge behaltend. In einer Partnerschaft oder gar Ehe sollte es gerade so sein, dass man sich der Unterstützung seines Partners in Notfällen gewiss sein kann, auf Gegenseitigkeit beruhend. Er behauptet zwar, dich im Notfall nicht in Anspruch nehmen zu wollen. Das sind aber eben nur Worte. Umgekehrt würde er dich keinesfalls unterstützen wollen wenn du einmal z.B. arbeitslos werden würdest. Worauf beruht eigentlich eure "Partnerschaft"?
Ich könnte einen Mann mit dieser Geisteshaltung nicht als meinen Partner bezeichnen.
Eine Zwischenlösung zwischen Gütertrennung und Zugewinngemeinschft gibt es nicht. Falls du diesen Mann tatsächlich heiraten möchtest, musst du dich schon für eine dieser Möglichkeiten entscheiden.
Nochmals möchte ich dir ganz dringend davon abraten, ohne Ehe eine Immobilie 50/50 mit ihm zu erwerben.
 
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  • #8
Natürlich kann in einer Partnerschaft so geplant werden - dann sollte aber auch gleich festgelegt werden, wie es abgegolten wird, wenn einer der beiden die Kindererziehung übernimmt, eine Beförderung ablehnt, den Partner oder die Eltern des anderen (mit)pflegt oder einfach "nur" den Haushalt macht.

Fair ist fair! Und wenn man Regelungen trifft, dann müssten die für alle Zeiten gelten. Nicht nur für heute. Das solltest Du unbedingt berücksichtigen. Wenn Ihr heute schon ALLES wirklich alles an Arbeit 50:50 trennt und sich daran sicher nichts ändern wird, dann wäre die vorgeschlagene Regelung fair - sonst nicht.

Für mich persönlich käme ein Ehevertrag nur dergestalt in Frage, dass eventuell vorhandene Firmen oder ähnliches von der Zugewinngemeinschaft ausgeschlossen würden, weil es sonst im Fall einer Trennung zum Verlust derselben kommen könnte. Die Entnahmen aber sollten geteilt werden.

Zum Hintergrund: Ich habe bisher immer mehr verdient als meine Partner und möchte nicht immer nachrechnen müssen, wer von uns mehr für wen getan hat, um fair zu bleiben. Partner sein heisst für mich alles zu teilen. Wer das nicht wollen würde wäre für mich nicht der richtige.

Vielleicht kann sich Dein Partner als Kompromiss vorstellen, dass er einen gewissen Betrag je Monat - solange er so viel mehr verdient als Du - für seine Versorgung in jedem Fal. behalten darf, der nicht auf das Gemeinsame angerechnet wird. Ich fände das persönlich seltsam.
 
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  • #9
Dein Freund scheint eine panische Angst davor zu haben finanziell ausgenutzt zu werden. Ich finde einen Ehevertrag gut aber nicht ausgelebt bis ins klein klein.

Seine Vorschläge klingen für mich wie der Beginn einer Geschäftsbeziehung und weniger nach einer Partnerschaft. Ich höre jetzt zwar schon wieder die geschröpften geschiedenen Männer hier aufschreien.
Aber mal ehrlich eine Beziehung dermaßen abzusichern und die Scheidung gleich mit einzuplanen halte ich für etwas überzogen.

Dass bei einer Scheidung am Ende keiner als Verlierer dasteht ist o.k. und darüber kann man reden aber bitte so dass beim anderen kein bitterer Nachgeschmack entsteht.

w46
 
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  • #10
Du teilst Deine Erbsen mit ihm und er bringt seine Kürbisse vor Dir in Sicherheit.
Die Kürbisse die er zum Teil mit in Eure Suppe schmeisst isst er fleissig mit und hat im Krankheitsfall seine Erträge im Rücken. Wenn ER Dich Mal verlässt ist die Ehe auch futsch,
er hat vorgesorgt. Du kämpfst dann ums Restpüree, er hat seine aufgestockte Pyramide.
 
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  • #11
Alle Ehen, ( in meinem Bekanntenkreis) die mit Vertrag geschlossen wurden, sind inzwischen geschieden! Scheidungsgrund, der Ehevertrag. Einer hat sich dabei immer schlecht gefühlt und kam sich minderwertig vor. Egal, wer der Schwächere war, ob Mann oder Frau. Immer hatten diese Personen das Gefühl nicht genug geliebt zu weren. Immer wussten sie, einen Trennung ist schon einkalkuliert. Mit diesem Druck wurden sie nicht vertig. Immer ging die Scheidung vom Schwächeren aus, selten vom vertraglich Geschützten. Denn mit der Unterschrifft, hat der finaziell Schwächere schon seine uneingeschränkte Liebe gezeigt und eingeschränkte Liebe erhalten.
 
  • #12
Ich würde ohne ehe eh keine gemeinsame immobile kaufen. Wenn ihr nicht einmal beide gleich abbezahlt, warum dann der gemeinsame Kauf? Was für eine Sicherheit willst du denn bitte schön? Das du nach einer Trennung schön versorgt wirst? Da kannst du dich schön wieder selber versorgen, ist doch normal.
 
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  • #13
Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten!

In der Tat ist auch ein Kind geplant (vor oder während der Ehe kann ich nicht sagen). Ich gehe davon aus, dass ich mit einem Kind nicht den gleichen Job ausführen kann wie ohne, da ich im Aussendienst bin und sehr viel reise. Für mich heißt das auch eine gewisse Einbuße beim Einkommen hinnehmen zu müssen und das nicht nur während der ersten ein oder zwei Jahre. Wie soll das denn bemessen werden? (also, nicht während ich Zuhause bin, sondern einfach weil der Job ein anderer wäre)

Das wir über den Fall der Trennung sprechen finde ich schon gut und okay, denn alles was wir heute klar in einem Partnervertrag regeln kann später kein Streit auslösen. Dennoch finde ich eine solche Trennung des finanziellen schon irgendwie krass und hat etwas von bedingter Liebe und Zuwendung für mich.

Wie bereits geschrieben, will ich mich wirklich nicht aushalten lassen. Dennoch sehe ich eine Beziehung als etwas Gemeinsames und mit all den Punkten, die eine Beziehung ausmacht, gehört doch auch das finanzielle dazu, oder? Den Beitrag mit den Erbsen und dem Kürbis finde ich dazu ganz treffend formuliert. Die Vorzüge nimmt er mit und die möglichen Nachteile schliesst er aus. Damit geht er nach 20 Jahren mit einem stattlichen Vermögen da raus und sucht sich dann womöglich eine 10 Jahre jüngere...

Also, ich kann schon sagen, dass ich mindestens einen genau so stressigen, wenn nicht noch stressigerin Job habe wie er. Nur er hat das Glück für seine Branche einfach besser bezahlt zu werden. Sind Kinder im Spiel wird auch diese Arbeit auf mich warten, da ich nicht vorhabe Zuhause zu bleiben.

<- mod Dies ist ein Post der FS >
 
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  • #14
Ich (w, Ende 20) kann es verstehen, dass Mann sich heute besser absichern will. Dennoch finde ich, dass die Lösung deines Freundes einen Schritt zu weit geht.

Zum Punkt Immobilienkauf: Wenn mein Partner alles genau 50:50 teilen wollen würde, käme für mich nur (!) eine Immobilie on Frage, die ich auch genau zur Hälfte mitfinanzieren könnte. Das schließt dann aber die Hälfte der Sonderzahlungen ein.

Wollt ihr denn später Kinder haben, wenn ihr heiratet? Gütertrennung käme für mich persönlich nur in Frage, wenn man keine Kinder möchte. Oder wenn man die Kinderbetreuung genau hälftig teilt...Was ich persönlich aber noch nie erlebt habe.
 
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  • #15
Wenn Ihr beide bereits jetzt wisst, dass Ihr ein Kind möchtet, Du Dich um das Kind kümmerst und beruflich Einschränkungen somit auch in finanzieller Hinsicht und in der Rente in Kauf nehmen musst, dann ist für mich vollkommen klar, dass er sich auf Deine Kosten bereichern will.

Mit einem solchen Mann: Kein gemeinsamer Immobilienkauf, keine Ehe und vor allem anderen, kein Kind, unter keinen Umständen ein Kind. Du lebst später von Hartz IV, nicht er.

w/50
 
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  • #16
Wir hatten einen Ehevertrag mit Guetertrennung bis zur Geburt des ersten Kindes, ab dann waere es Zugewinngemeinschaft gewesen. Das finde ich voellig in Ordnung. Sowas wuerde ich der FSin auch raten. So sind beide adequat abgesichert.
Wir lassen uns jetzt scheiden, was aber ueberhaupt nichts mit dem Ehevertrag zu tun hat.
 
  • #17
Ich bin kein Freund von Eheverträgen. Die gesetzliche Regelung ist bei näherem Hinsehen ausgesprochen gerecht. Zwei Leute tun sich zusammen, der eine hat einen tollen Beruf, der andere vielleicht ein Grundstück, der eine macht Karriere, der andere versorgt des einen Kinder, einer wird mal krank, in guten und in schlechten Zeiten wird der andere mal für eine Zeit arbeitslos. Beide wirtschaften zusammen und meistern das Leben gemeinsam. Wen verklag ich, wenn meine Frau nach fünf Jahren an Krebs stirbt und mir die Kinder da läßt? Und wenn sie das nicht tut und statt dessen im Lotto gewinnt oder Vorstand bei Porsche wird, wer bekommt dann den 911er? Ehe heißt, mitgefangen, mitgehangen und am -leider häufigen - Ende wird brüderlich geteilt. Klar fällt das dann schwer. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn er das nicht will, sollte dir klar sein, dass er offensichtlich deshalb einen Ehevertrag will, weil er dir deinen Anteil am in der Ehe mit gemeinsamer Anstrengung erworbenen Zugewinn nicht gönnt sondern den selber behalten will. Findest Du das akzeptabel? Du hast die Wahl! Meine wäre klar: Kein Ehevertrag oder keine Ehe.
 
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  • #18
Ehevertrag heißt

- die Beteiligten sind sich der Person/Persönlichkeit des anderen nicht wirklich sicher, wissen nicht, wie sie den anderen im Konfliktfall einschätzen können und
- es gibt etwas oder die Aussicht darauf, über das man sich irgendwann streiten könnte.

Auf Ehe und Kinder sollte in diesem Fall eigentlich besser verzichtet werden. Eine Eigentmswohnung lässt sich auch als Eigentümergemeinschaft erwerben.

Ausnahmen können sein Anteile an Familenunternehmen und daraus resultierende Verbindlichkeiten, in die auch Dritte mit eingebunden sind. Das lässt sich vertraglich ausklammern, macht auch oft Sinn.
 
  • #19
Lass den Vertrag und kaufe dir statt dessen eine eigene, kleine Immobilie, die du auch mit deinem selbst verdienten Geld bis auf den allerletzten Cent finanzieren kannst - und zwar kaufst du diese Immobilie vor einer Eheschließung, so dass sie auch wirklich dir alleine gehört und bei einer Trennung nicht berücksichtigt wird.
 
  • #20
Also dein Freund denkt nicht sehr weit oder nur an sich selber. Wenn ihr verheiratet seit, wollt ihr die steuerliche Regeln so beibehalten, nein, er wird sicher die Steuerklasse 3 haben wollen und du bekommst die schöne Stufe 5. Ich denke kaum, dass er für euch beide die Steuerklasse 4 haben will, denn so schmeißt ihr Geld mit beiden Händen aus dem Fenster. Und wem von euch beiden gehört dann das Geld, was er dann mehr überwiesen bekommt? Nach seiner Vorstellung auch ihm, denn es steht ja sein Name auf dem Gehaltsabrechnung.

Wenn ein Kind kommt oder auch ein zweites, wer bleibt Zuhause und wer verziertet auf das berufliche Weiterkommen? Klar kommt gerne die Erklärung oder Ausrede von den Männern, wer will den unbedingt das Kind haben, also warum muss er als Mann dafür das Risiko tragen?

Was ich interessant finde, in deinem erstem Text, du gehst davon aus, dass er die Sonderzahlungen zahlen wird und du wirst ihm einen Schuldschein unterschreiben. Am ja... bei einer Trennung, wie sollst du dann diese Schuldscheine ab bezahlen, dich verschulden?

Wenn du auf seine Bedingungen zu 100% eingehst, dann bist du in eurer Beziehung auch zu fast 100% von ihm abhängig. Wenn ihr euch wirklich trennen würdet, egal ob Kinder da sind oder auch nicht, dann wirst du im Regen stehen, weil du in der Beziehung mit ihm über deine Verhältnisse gelebt hast. Er will dich von sich, ob nun Bewusst oder Unterbewusst, Abhängig machen, dich damit unter Druck setzen und vor allem am längerem Hebel damit zu sein. So wirst du es sehr schwer haben aus dieser Beziehung herauszukommen, für ihn wir es ein Fingerschnippen sein. Wenn er will kann er ohne Sorge dir in der Beziehung fremdgehen und du wirst aus Vernunft, vor allem wenn Kinder da sind, sehr lange die Füsse stillhalten. Wenn du ihm dann doch zu langweilig bist, weil durch die geborenen Kinder, die Figur nicht mehr ganz so nett ist oder was auch immer anderes, dann kann er dich austauschen und bei fast 0 von vorne anfangen. Klar aus seiner Sicht kann ich das auch verstehen, bei denn Bedingungen hat er viel bessere Chancen auch bei deutlich jüngeren Frauen und die will er sich offen halten.

Das einzige, was immer noch, dein Trumpf ist und das auch nur, wenn ihr Kinder bekommt. Du wirst bei einer Trennung wahrscheinlich die Kinder bekommen, aber willst du ihn mit so was unter Druck setzen? Wenn er dann überhaupt auf den Umgang mit den Kindern besteht. Naja dein Vorteil ist, selbst wenn ein Ehevertrag absolut zu seinen Gunsten existiert, vom Gesetz gibt es auch noch ein paar Regeln, wenn eine Ehe geschlossen wird und die können mit keinem Vertrag ausgehebelt werden. Der Stadt sorgt dafür schon vor, dass kein Mensch bei einer Scheidung von Hartz IV lebt, wenn der Ex genug Geld hat aber es kann dir dann passieren, dass du auf dem Standard von Hartz IV lebst und das mach für dich auch keinen Unterschied.

Geh zu einem gutem Anwalt und las dich auf keine Schuldscheine ein.
 
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  • #21
Die gesetzliche Regelung ist NICHT fair. Beispiel: Frau mit Millionenerbe arbeitet nicht, sondern bringt einen Teil des Lebensunterhalts als Mieteinnahme ein. Mann arbeitet hart, macht Karriere. 20 Jahre und drei Kinder später Scheidung (lassen wir außen vor, ob sie einen Neuen oder er eine Neue...). Dann wird der Zugewinn (das gemeinsame Haus) 50:50 geteilt, d.h., alles, was er erarbeitet hat, verliert er zur Hälfte. Die ehe war "emanzipiert" - sie hat im Haushalt keineswegs mehr gemacht als er, darauf hat sie stets geachtet, und sei es um den Preis der Verwahrlosung des Hauses. Sie hatte eine vergleichsweise ruhige Zeit (von den ersten Jahren mit den Kindern mal abgesehen)... und bekommt jetzt: die Hälfte des Hauses, die Hälfte seiner Renten- und Pensionsansprüche, Kindesunterhalt (3 x 600€ macht alleine 1.800€ p.m.) - und ihr Erbe behält sie, weil das ist ja kein Zugewinn, sondern war schon vorher da. Realer Fall, nur unwesentlich gekürzt dargestellt.

Jeder Mann, der sich vor so etwas schützt, ist gut beraten.

M48

<- mod Bitte antworten Sie auf die Frage, die Konstruktion eines neuen Falls ist ein verwirrendes Nebenthema! >
 
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  • #22
Sie hat aber kein Millionenerbe und lässt ihr Haus nicht verwahrlosen. Soll er sich doch bei einer Millionenerbin absichern aber nicht bei einer spärlich mit Federn bedeckten Gans.
 
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  • #23
Wenn man das hier alles so liest, dann ist ja eine Eheschließung das dummste, was man überhaupt machen kann. Bei so vielen möglichen Schwierigkeiten gibt es wohl nur wenig Möglichkeiten:

er und/oder sie ist vermögend:
Wilde Ehe, jedem gehört das, was er/sie kauft, bloß nichts gemeinsames, dessen Wert sich hält (Immo)

er und/oder sie ist eher arm:
Juhu, ihr könnt heiraten. Wird wohl klappen, da ihr beide kein Geld habt und ihr als Zweckgemeinschaft zusammen bleiben müsst/ könnt. Stressige Sachen wie Ehevertrag usw. könnt ihr auch sein lassen.
 
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  • #24
Eine Eheschliessung und Familiengründung ist ein schöner, wichtiger, guter und oft glücklicher Schritt zwischen zwei Menschen die sich gegenseitig lieben und wertschätzen. Wenn bei einem aber der Wurm drin ist, sei es in Form von Berechnung, Ehebruch oder charakterlichem Mangel kann die stabilere Person das nur manchmal unter großen Anstrengungen ausgleichen.
Zu einer Ehe gehören zwei und nicht nur einer , 1 1/2 oder 1 3/4 Personen.

Der Mann der FS hat sich selbst im Blick und wie er finanziell am Besten aus der Ehe rauskommen
würde wenn Schluss ist. Das ist für eine Ehe in Liebe der völlig falscher Ansatz, er will sich vor seiner eigenen Ehefrau und deren in der Ehe gewachsenen Rechten schützen. Sie soll sogar Schuldscheine unterschreiben da sie nicht in der Lage ist oder sein wird den Anteil zu stemmen der sie finanziell überfordert. Na toll.
 
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  • #25
Kleine anmerkung zuf "faulen" Millionenerbin: der Zugewinn aus dem Millionenerbe wäre auch Teil des bei Scheidung zu verteilenden Vermögens.

Wenn ich manche hier rechnen sehe, dann will ich nichts mehr von niemandem.
W/46

<- mod Damit ist der Ausflug ins Nebenthema beendet. >
 
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  • #26
Das Thema der Schuldscheine könnte man lössn: wenn sie den Haushalt komplett macht kostet der Tag Full Service exkl, Sex 60 Euro. Vielleicht macht das den Widersinn einer solchen Regelung klar. Wie sagte Frau Limbach: "Wo das (Familien-) recht bemüht wird, ist die Familie (ehe) "
W/46
 
  • #27
Der Sinn einer Ehe ist für mich Liebes-, Wirtschafts- und Lebensgemeinschaft. Erst recht mit Kindern. Entweder suche ich mir einen Partner aus, dessen Charaktereigenschaften ich beurteilen kann und wertschätze oder ich lasse es bleiben.
Die ganze Rechnerei mag ja noch gehen so lange keine Kinder da sind - sind Kinder da, erwarte ich einfach, das jeder sein Einkommen, was er erwirtschaftet (nicht sein Erbe!) in die gemeinsame Kasse schmeißt. Jede Erbsenzählerei verbietet sich dann - so viel Vertrauen und gemeinsamer Wirtschaftsstil muß schon da sein.
Ich erlebe es im weiteren Bekanntenkreis, wo man selbst mit zwei Kleinkindern von "mein Geld" und "dein Geld" redet. die Frau hatte pro Kind ein Jahr pausiert und redet jetzt davon "daß sie wieder arbeiten gehen müsse weil IHR Geld alle sei". Finde ich ein bissl pervers (damit meine ich nicht das arbeiten gehen an sich sondern die Begründung!)
 
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  • #28
Warum brauchst du Sicherheiten? Stell dir vor, dein Freund beginnt in 10 Jahren eine Affäre nach der anderen, belügt und betrügt dich, oder wird zum Säufer, stürzt ab, dir gegenüber gewalttätig? Oder irgendwas schlimmes passiert? Du brauchst definitiv eigene Rücklagen, um jederzeit dein eigenes Leben in die Hand nehmen zu können!
 
  • #29
Warum brauchst du Sicherheiten? Stell dir vor, dein Freund beginnt in 10 Jahren eine Affäre nach der anderen, belügt und betrügt dich, oder wird zum Säufer, stürzt ab, dir gegenüber gewalttätig? Oder irgendwas schlimmes passiert?

Am ich glaube, ich stehe im Wald, genau für so eine Situation braucht sie doch die Sicherheit. Wenn in 10 Jahren sowas passiert und es gibt eine Zugewinngemeinschaft und keine Guetertrennung, dann kann sie sich scheiden lassen und ihr Leben ist immer noch halbwegs lebenswert.

Du brauchst definitiv eigene Rücklagen, um jederzeit dein eigenes Leben in die Hand nehmen zu können!

Am wie soll sie die bilden, wenn ihr Freund eine Wohnung kaufen will, die über die Verhältnis der FS geht und sie dafür auch noch Schuldscheine unterschreiben soll? Wenn Kinder kommen, dann kann sie in der Zeit auch keine Rücklagen bilden, denn sie kann da auch nicht arbeiten.

Oder wessen Geld Ist es, was durch den wechsel der Steuerklasse mehr in der Beziehung da ist. Ich gebe Constanze recht, die Entwicklung die so zum Teil stand findet, ist krank. Wie kann bei einer Frau das Geld ausgehen, wenn sie verheiratet ist? In dem Jahr der Babypause, ist das Elterngeld auch viel weniger als wenn sie arbeitet, muss sie dieses Minus auch selber abfangen?

Wie heißt es so schön, mit gefangen, mit gehangen...
 
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  • #30
Wenn Ihr keine Gütertrennung habt, und er wird nach der Scheidung arbeitslos, dann hat er kein Vermögen mehr. Das stimmt. Jedenfalls hat er ein kleineres Vermögen als mit Gütertrennung.

Und was ist mit Dir ?
Wenn die Ehe geschieden wird und Du bist mit den Kindern alleine und womöglich arbeitslos ?
Was für ein Vermögen hast Du dann ? Oder sollst Du dann Deine "Schuldscheine" erstmal abbezahlen ? Wovon ?

Dein Freund sorgt gut für sich.
Such´ Dir eine gute Anwältin und mach einen Termin. Alleine.

w55
 
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