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Gast

  • #1

Partner hat Probleme mit Sohn

Hallo zusammen! Ich bin weibl., 53 Jahre und lebe mit ihm, 58 Jahre seit 6 Jahren zusammen. Mein Sohn (19J.) zog u.a. wegen ihm zu meinem Ex-Mann, denn mein Partner ist äußert kleinlich (Beispiel: Nicht nur Händewaschen nach dem Nachhausekommen, sondern gleich darauf nochmals, wenn mein Sohn am PC saß. Ärger, weil er das beim zweiten Mal nicht von alleine tut (PC)), Im Gespräch mit meinem Partner konnte ich zumindest erreichen, dass sich beide zusammensetzen und reflektieren, letztlich auch um einen gewissen Frieden herzustellen. Mein Partner kann meinem Sohn allerdings auch nach diesem Gespräch nicht verzeihen. Er hegt einen Groll wegen diesen Banalitäten (natürlich haben sich diese zu oft wiederholt!!). Wenn nun mein Sohn zu Besuch kommt, ist ausschließlich seitens meines Partners eine riesige Spannung zu bemerken, die ich selbst kaum aushalten kann. Mein Sohn sagte mir, dass er Friede will und alles hinter sich lassen will (Brotsamen liegen gelassen etc., immer wieder an Schokoladenschublade gegangen (also an die meines Partners, denn der Sohn hat eine eigene)). Das klinkt sehr banal, ich weiß das. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, denn ich liebe natürlich auch meinen Sohn. DANKE vielmals.
 
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Gast

  • #2
In welcher Hinsicht hast du denn mit deinem Partner überhaupt gesprochen? Ich bin ja schon selber eher der strenge Typ, aber sich fünf Jahre daran hochziehen, dass ein pubertierender 14jähriger an meine Schublade gegangen ist, (man sollte auch nicht vergessen das das nun sicher auch nicht einfach für den Jungen war mit deinem neuen Partner), das finde ich doch arg geschädigt. Eher denke ich statt deinem Sohn solche Gespräche anzudienen, erstaunlich das er das mitgemacht hat und auch immer noch kommt solltest du mal deinem Partner auf den Zahn fühlen. Ich würde meinem Sohn das nicht zumuten und mich woanders treffen.
 
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Gast

  • #3
Ein 19-jähriger ist nicht mehr in der Pubertät, sondern seit einen Jahr volljährig und somit erwachsen - es sei denn er hat ein erhebliches Entwicklungsdefizit. Einfach mal das Thema frei vom Jugendwahn unter diesem Aspekt betrachten. Das gilt für den Sohn und auch für den Partner.
Dein Partner mit seinem Ritual "Hände waschen" klingt für mich nach einer milden Zwangsstörung. Einfach mal diagnostisch abklären, das erleichtertVvieles.
 
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Gast

  • #4
Hallo Gast 1: Vielen Dank für Deine Antwort!! // Ich sprach mit meinem Partner darüber, dass ich zwar weiß, dass mein Sohn hier nicht richtig gehandelt hat, er jedoch hier auch seinen Teil dazu beigetragen hat und sehr empfindsam (du hast recht: geschädigt) reagiert. Er, mein Partner, sieht das alles ganz anders und fühlt sich bis aufs Mark dadurch verletzt. Schöne Grüße
 
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Gast

  • #5
An Deiner Stelle hätte ich Probleme mit diesem Partner.

Dein Partner scheint mehr als nur ein Problem zu haben und wegen so einem Mann, läßt Du zu, dass Dein Sohn auszieht?? Kopfschüttel ....

Mit dem Quatsch, den Dein Partner produziert, setzt Du Dich auch noch auseinander und läßt zu, dass die Beziehung zu Deinem Sohn ganz kaputt geht.

Warum hängst Du so an diesem kleinlichen Mann? Hast Du Angst, alleine bleiben zu müssen?
 
  • #6
Liebe FS,

sei mir nicht böse, aber dein 19-jähriger Sohn wirkt mir 1000mal erwachsener als dein Partner?

Ich bin zwar keine Mutter, aber falls mein Partner nicht in der Lage ist, meinen Sohn zu aktzeptieren, dann würde mein Partner gehen müssen. Nicht mein Sohn!

lg
 
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  • #7
Für mich klingt es nach therapiebedürftigem Problem bei deinem Partner. Er scheint massiv eifersüchtig zu sein, wenn dein Sohn in der Nähe ist, daher macht er ihn schlecht. Triff deinen Sohn ohne den Partner und lass deinen Sohn wie er ist. Im Gegenteil, gib deinem Sohn das Gefühl, dass er dir wichtig ist und nicht aus deinem Leben ausgeschlossen wird.
w44
 
  • #8
Liebe FS,

wie, bitte, kommst Du mir diesem Mann zu Recht? Ich kann mir ja überhaupt nicht vorstellen, dass nur das Verhalten dieses Mannes Deinem Sohn gegenüber so .... seien wir höflich .... eigenwillig ist?

Ich finde nun Jungs im Alter von 19 nicht erwachsen und dafür, ganz ehrlich, verhält sich der Junge sehr vernünftig. Er braucht Dich sicherlich aber dennoch und das sollte Dir auch sehr wichtig sein. Nimm Dir Zeit für ihn, unternimm etwas mit ihm, nach euer beider Geschmack, aber erspar ihm die Konfrontation mit diesem Mann.

Ganz ehrlich, meine Kinder würden mich sehr kritisch auf meinen Geisteszustand hin beäugen, wenn ich solch einen Kandidaten angeschleppt, ihn ernst genommen hätte und noch dazu mit ihm zusammen gezogen wäre. Brauchst Du denn so dringend einen Mann? Passt er denn ansonsten so perfekt zu Dir, dass Du bereit bist solche Neurosen und Zwangsvorstellungen zu tolerieren?
 
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Gast

  • #9
Wie kann man denn wegen unterlassenem (zweimaligem) Händewaschen oder Schokoladeklau "bis ins Mark verletzt" sein? Mit Deinem Partner stimmt ganz gewaltig was nicht. Mein ex hatte auch einen pubertierenden Sohn (zwischen 14 und 19 während unserer Beziehung) und da gab es wegen ganz anderer Sachen Streit. Wenn der mal geduscht hat war es schon toll.
Und trotzdem, auch wenn ich da manchmal stinksauer war weil der Kleine wieder rotzfrech war oder total bekifft haben wir uns wieder versöhnt. Mir war ja immer klar, wie schwer das für ihn ist seinen Papa zu teilen. "Bis ins Mark verletzt" ist einfach nicht angebracht bei Kindern, es sei denn sie versuchen Dich um die Ecke zu bringen. Sei froh dass Dein Sohn sich noch um Eure Beziehung bemüht und ich an Deiner Stelle würde Deinem Partner mal so richtig den Kopf waschen.
 
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Gast

  • #10
Du hast Dich in meinen Augen an Deinem Sohn versündigt. Er scheint ein lieber, vernünftiger Junge zu sein, Dein Partner dagegen ein Zwangsneurotiker. Wenn jemand mein Kind so behandeln würde würde ich mir das verbitten. Und das wegen solcher Nichtigkeiten! Warum nur triffst Du Deinen Jungen nicht alleine damit er das nicht mehr mitmachen muss?
Und warum bleibst Du bei einem Partner der Dein Kind von Dir weg getrieben hat?
Bist Du ein armes Hascherl dass Du meinst, unbedingt jemanden zu brauchen?
Wieviel besser wäre es Dir alleine mit Deinem Sohn ergangen! Ihr hättet Ausflüge machen können, lachen, seine Freunde wären zu Euch gekommen, Du hättest die Bande bekocht.
Das alles hast Du versäumt für einen Partner. Es ist so traurig.
 
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Gast

  • #11
Liebe FS,

ich kann mir ja durchaus vorstellen, dass Dein Partner ein durchsetzungsstarker Mensch ist.

ABER:

Er hat ne Klatsche und zwar eine ganz Große.

Wenn er nicht bereit für eine fachlich und sachlich angemessene Therapie, dann sollte er manns genug sein, Deine Gegenwehr ertragen zu können. Sorry, aber der hat wirklich eine Meise. Ich mag das gar nicht noch begründen, wie die Vorposter.

Kinder können durchaus Sachen machen, die den Partner berechtigt stören, aber das hier geht zu weit. Ich vermute mal, Dein Sohn hat ihn mit seinen Händen nicht mal berührt, sondern hat sich mit den Dreckspfoten lediglich im Haushalt bewegt.

Schenke Deinem Partner ein paar weiße Stoffhandschuhe und bitte ihn, diese antibakteriell und mit Fungizid zu behandeln, bevor er sie in den Wäschekorb wirft. Sollte er überrascht sein, erkläre ihm, dass Dir das sonst zu gefährlich ist für die übrige Wäsche.

Ironie off!

Wie kommen solche Männer an Partner und andere finden Keine???? Macken sind ja okay, aber das ist wirklich krank.
 
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Gast

  • #12
Ein 19-jähriger ist nicht mehr in der Pubertät, sondern seit einen Jahr volljährig und somit erwachsen - es sei denn er hat ein erhebliches Entwicklungsdefizit. Einfach mal das Thema frei vom Jugendwahn unter diesem Aspekt betrachten. Das gilt für den Sohn und auch für den Partner.
Dein Partner mit seinem Ritual "Hände waschen" klingt für mich nach einer milden Zwangsstörung. Einfach mal diagnostisch abklären, das erleichtertVvieles.
Da der Sohn jetzt 19 Jahre alt ist und längst ausgezogen, ich vermute da war er noch minderjährig, habe ich über den Daumen gepeilt 5 Jahre abgezogen. Auch unter dem Aspekt, dass die FS ca. ein Jahr nach dem Kennenlernen zusammengezogen ist. Selbst wenn der 18 gewesen wäre, wäre er immer noch in einer weniger erwachsenen Phase wie heute mit 19, wo er sich doch sehr tolerant und verständig verhält. Wenn der Partner der FS 58 ist, könnte er durchaus noch Schäden aus den Nachkriegsjahren mitbekommen haben. Selbst mein Jahrgang kämpft noch mit traumatisierten Eltern die Im Krieg als Kinder massive Schäden erlitten haben. Nun muss man natürlich keine kriegsgeschädigten Eltern haben um solche Zwangshandlungen zu entwickeln. Das Theater, wenn mal was nicht an seiner Stelle steht, das Radio mal auf einem anderen Sender oder das Lineal zu lange aus der Schublade geliehen, oder zugegeben das man sein Butterbrot weggeworfen statt getauscht (Wer wollte 1978 ein Leberwurstbrot mit rausquillender Butter gegen ein Nutellaweißbrot tauschen? Genau. Niemand), kenne ich gut. Aus der Schusslinie zu gehen war vom Sohn eine gute Idee. Offensichtlich war die Lösung gut. Wie die FS allerdings ihrem Partner diese Einsicht vermittelt das er sich zu seinem eigenen Besten erkennt und ändert, weiß ich leider auch nicht. Die Zwangshandlungen scheinen auch noch sehr im Rahmen zu sein. Ich habe auch schon eine 10jährige beinahe die Wohnung zerlegen sehen, weil die Mutter wider besseres Wissen die gesammelten Bleistiftschnitzen weggeworfen hat und von der Kommunionstorte das Stück mit dem Muster weggeben hat. Spätestens dann kann man das Leid einer in dem Fall sicher schon psychiatrisch Behandlungsbedürftigen Zwangshandlung ermessen. Und zwar für beide Seiten.
 
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  • #13
Hallo zusammen! Ich bin weibl., 53 Jahre und lebe mit ihm, 58 Jahre seit 6 Jahren zusammen. Mein Sohn (19J.) zog u.a. wegen ihm zu meinem Ex-Mann,
Entschuldige aber das ist doch schon die Krönung. Dein Sohn verlässt Dich wegen diesem Pedanten und Du lässt es geschehen. Und so wie es sich anhört seid Ihr ja wohl nicht zu Ihm gezogen?! D.h. Dein Sohn wurde von Deinem Partner vom Hof gejagt. Respekt!!!*IRONIE .Typen gibt es und dieser Erbsenzähler fühlt sich wahrscheinlich noch im Recht & Heldenhaft. Nach dem Motto: "Das wäre geschafft". Nun kann ich in der Bude walten u schalten wie ich will, alles auf MEINN Kommando.
 
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  • #14
Das ist echt eine harte Geschichte die Du hier postest. Mir, als Mutter eines fast gleichaltrigen Sohnes, tut es in der Seele weh, wenn ich Deinen Beitrag lese...und das tat ich gleich 2 mal.

Ich bin völlig fassungslos, dass Du das zulässt. Dein Sohn ist nach Deiner Beschreibung ein völlig anständiger Kerl und zeigt obendrein noch Verständnis. Mir zerreist es fast das Herz! Geht das nur mir so?

Und Du hast Dich für diesen Partner entschieden. Nun musst Du mit Deinem Partner zusammenleben, da der arme Junge freiwillig das Feld verlassen hat. Ich hätte mich andersherum entschieden, aber egal. Du musst letztendlich mit den Konsequenzen leben. Ich denke, du wirst es noch bitter bereuen.
 
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  • #15
Ich bin auch geschockt, denke aber, auch das kann man diplomatisch lösen, wenn man auch den etwas "schwierigen" Partner liebt. Die Frage ist, ob es für den Sohn o.k. ist, ausgezogen zu sein. Dann kann man das schon trennen. Den Partner mit seinen Ticks akzeptieren (vielleicht hat er wirklich eine Zwangsstörung), wie auch immer, damit kann man umgehen. Aber keine Vorwürfe an den Sohn! Eher ein Lob, dass er den Krampf mitmacht. Man kann auch mit schwierigen Partnern klarkommen und die Ticks in gewissen Grenzen tolerieren. Aber nur, wenn man dazu in der Lage ist, ihm deshalb nicht Recht und das Sagen zu geben. Man denkt sich halt, ok, da hat er nen Knall, aber wir bemühen uns, ihm entgegenzukommen. Wohlmerkend, dass er es in anderen Bereichen umgekehrt tut. Toleranz ist etwas anderes als Unterordnung.

Bei dir FS hat man aber eher das Gefühl, dass du die etwas seltsame Sicht deines Partners als richtig ansiehst. Verliere bitte nicht die normale Wahrnehmung. Dein Sohn hat nichts Schlimmes getan, und wenn er sich ständig die Hände wäscht bei euch, dann nicht, weil man das so macht, sondern um einem schwierigen Menschen netterweise und freiwillig entgegenzukommen.
 
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Gast

  • #16
Liebe FS,
Du verhältst Dich unverantwortlich und wirst Deiner Aufgabe als Mutter - und die hast Du mit der Geburt Deines Sohnes übernommen nicht gerecht. Dein sogenannter Partner hat nach dem was Du schilderst eine Form der Zwangsstörung. Es ist in unserem Kulturkreis nicht üblich sich nach dem
PC-Arbeiten die Hände zu waschen. Und es ist völlig daneben, wenn Du hier schreibst, Dein Sohn hätte das wiederholt gemacht, er hätte damit einen Erwachsenen belastet. Sorry !
In meiner Familie gibt es auch eine Schokoladenschublade. Aber wir sind eine Familie und haben EINE.. Gewisse Sorten werden von allen Familienmitgliedern gegessen, andere sind individuell. Und wir regeln es mit dem dritten Weltkrieg, wenn die eigene Lieblingsschokolade aus ist. Manchmal gibts ein Kriegsende, weil eine Partei kapituliert - d.h. einkauft .Die beiden letzten Sätze sind Ironie-
ich fürchte, das muss ich Dir mit Deiner Beziehung sagen.
Auch mir als Mutter tut Dein Sohn leid!
 
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Gast

  • #17
liebe fs,

ich bin entsetzt darüber, dass du deinen sohn hast gehen lassen und ihm jahrelang diese abartige behandlung durch einen vermutlich zwangsgstörten zugemutet hast.

w

ps, ich wasche mir nicht jedes mal die hände, wenn ich am pc war.... und kenne solche menschen nicht. wie kann es sein, dass er für deinen sohn solche regeln aufstellt. wo ist denn da die mutter. er war 13, er hätte deinen schutz gebraucht, stattdessen schaust du zu, wie dieser mann deinen sohn vertreibt. du solltest dich schämen.
 
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Gast

  • #18
Ich danke allen bisherigen Antwortenden in diesem Thread, dass ihr das Verständnis für das Kind habt. Der Sohn scheint in der Tat der vernünftigere in der Konstellation zu sein. Und selbst wenn der Sohn einen eifersüchtig, rebellischen Teil einbringen würde, ist er immer noch ein Kind, war in den Jahren der Trennung/Scheidung (er ist ja gerade mal 19 jetzt) in der Pubertät und allein eine Trennung der Eltern, neue Partner der Eltern, Veränderung der familiären Situation, des Zusammenlebens und Alltags ist eine riesengroße Herausforderung in einer entscheidenen Entwicklungsphase eines Kindes. Das Kind braucht Unterstützung und Verständnis, Einfühlung der Eltern. Was hat er denn hier gelernt? Die Mutter hält zu einem Partner, das Kind muss gehen, wenn es nicht passt. Und das er freiwillig gegangen ist, macht es nicht besser.
Wie gesagt, ich danke allen Vorschreibern, dass ihr der Mutter aufzeigt, dass das Problemverhalten auf Seiten des Partners liegt, vermutlich hat er ein Problem, weil es eben nicht sein leibliches Kind ist, ihn vielleicht an das Vorleben, auch den Ex der Partnerin erinnert (so was muss nicht bewusst laufen) und der Sohn damit unliebsam im Revier ist, er will das Revier säubern, sagt ja alles.
Wenn man Frauen fragt, würdet ihr euch im Zweifelsfall für euer Kind oder den neuen Partner entscheiden, sagen alle klar, fürs Kind. Die Realität schaut leider oft ganz anders aus, da die Machtspiele gar nicht begriffen oder verzerrt werden. Abgetan werden, zugunsten der neuen Beziehung. Das war ja nun weiter nichts, dann wasch dir halt die Hände. Solche Mütter sind sich gar nicht bewusst, was sie damit ihren eigenen Kindern antun. An die TE, dein Partner ist unakzeptabel, menschlich verkommen!
 
G

Gast

  • #19
Hallo zusammen, man kann dankbar für die vielen konstruktiven Meinungen sein! Es gibt hier aber auch immer wieder den Interpretations-Stadl, also Leute, die sich alle und jenes aus dem Nichts heraus zusammenreimen und dann handfest verurteilen. Die Verurteiler sind meist auch Menschen, die so EINIGES nicht auf die Reihe bekommen.
 
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Gast

  • #20
Liebe FS,
ich war und bin teilweise noch in der gleichen Situation wie Du. Nun bin ich dabei, auszuziehen. Es zerreisst mir das Herz. Doch in den 5,5 Jahren Beziehung mit meinem Partner, jetzt 53 Jahre, musste ich zuviel anhören (an Deiner Tochter kann ich nichts Positives sehen, das Negative überwiegt, Es ist mir egal, ob sie sich hier wohlfühlt, sie ist hinterlistig, faul, wer keine Pflichten hat, braucht keine Rechte und so weiter und so weiter). Ich hatte immer wieder gesagt, dass es mir weh tut, wenn er so über meine Tochter spricht. Er hat auch seine guten Seiten, die ich immer noch sehr liebe. Aber ich will meine Tochter nicht verlieren. Sie wird ausziehen und dann nicht mehr kommen. Sich woanders zu treffen, weil der Partner sie nicht gerne im Haus sieht, ist keine Lösung. Und wenn Dein Sohn noch kommt, so wird es Dich zerreißen, so wie es bei mir war.
Dein Partner hat ein Problem. Meiner sieht es nicht ein. Ich bin nun in psychiatrischer Behandlung, weil es mich wirklich gebrochen hat. Und ich laufe mit einem sehr schlechten Gewissen meiner Tochter gegenüber durch die Welt. Zu lange habe ich gehofft, dass sich was ändern wird. Das wird es aber nicht.
Es ist so schwer, aber überlege Dir, ob es spurlos an Dir vorbei gehen wird, wenn immer diese Anspannung ist, wenn Dein Sohn zu Besuch kommt. Was passiert, wenn er eine Familie hat und jedes Treffen zwischen Dir und ihm und seiner Familie zu Spannungen führt. Kannst Du damit umgehen?
Ich wollte immer ein Heim, in dem jeder, vor allem mein Kind willkommen ist. Das hört nicht mit 16 oder 19 Jahren auf. Meine Tochter ist jetzt 18, aber wo sollen sie denn hin, wenn es auch mal Probleme gibt und man eine Zuflucht braucht, so wie es jede Person mal in Notlagen braucht.
Dein Freund hat ein Problem, aber Du und Dein Sohn müsst damit leben. Kommt Ihr damit zurecht?
Ich kann nur sagen, ich kann diesen Balanceakt nicht mehr bewältigen. Und es ist keine Änderung in Sicht. Ich möchte immer einen guten Kontakt zu meinem Kind haben. Und wenn das ein Problem für meinen Partner ist, dann werde ich nicht glücklich bzw man landet dort, wo ich jetzt bin, in der Notaufnahme für die Psychiatrie, mit deren Hilfe ich nun aufgepeppelt werde. Gott sei Dank habe ich noch rechtzeitig die Kurve bekommen und meine Tochter dadurch nicht verloren. Kinder sind ganz schön tolerant und akzeptieren viel, unserer wegen. Das tut Dein Sohn jetzt. Aber Du riskierst, dass er irgendwann nicht mehr kommt und magst Du Deine Enkelkinder nie bei Dir im Haus um Dich haben, weil es dann auch Probleme geben wird?
Eine Betroffene, die Dich sehr gut versteht, aber an dieser Situation wirklich kaputt gegangen ist und wohl nie wieder ein gutes Gewissen gegenüber ihrer Tochter haben wird.
 
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Gast

  • #21
@ 19 Mir gingen lange keine Worte mehr, die hier geschrieben worden sind, so ans Herz!!

Ich habe keine Kinder - aber auch eine Mutter. Mir als Kind würde es sehr nahe gehen, wenn ich erlebe in welche Konkflikte und Krise meine Mutter gerät. Du klingst sehr reflektiert und es ist davon auszugehen, dass Du nicht "blind" und rücksichtslos gehandelt hast.

Erkranken tun meist nur die Menschen, die besonders gewissenhaft sind und sich gerade sehr viele Gedanken um andere machen. Ich möchte Dir einfach auf diesem Wege das aller Beste wünschen und in erstes Linie, dass Du Dir selbst verzeihen kannst!

Deine Tochter kann es ja und wird zu Dir halten! Werde wieder gesund und genieße die Sonnenstrahlen des Lebens, die Dir in Deiner Zukunft noch ins Gesicht strahlen werden. w 40 - Die Tochter einer Mutter, die auch wegen einer Krise für längere Zeit in einer psychiatrischen Abteilung war.
 
G

Gast

  • #22
Liebe FS!
Ich war auch in so einer Situation, in der mein Partner nicht mir meiner Tochter zuerecht kommen wollte!!! Wie lebten zuasammen,zuerst ganz gut , doch mit zumehmender Zeit gab es immer mehr Streitereien und Beleidigungen seitens meines Partners gegeüber meiner Tochter! Diese waren so demaßen bescheuert,meine Tochter fühlte sich zu unrecht angegriffen(!Ich habe allerdings echt gelacht über diese Desinfektionsgeschichte!) Dies steigerte sich und ich wollte auch einfach auch nicht mehr vermitteln. Wir haben uns eine Wohnung gesucht und meine Tochter war super glücklich aus diesem Dustkreis entkommen zu sein....ich übrigens auch! Diese Unterstellungen, sind einfach krank und machen einen krank,weil sie nicht nachvollziehbar sind.Es dauert ein bißchen, bis man das verstanden hat, weil man ja eine normale Beziehung will! Aber ich würde dafür niemals mein Kind aus dem Haus lassen.Ich für mich habe das richtige getan und stell dir mal folgendes vor..........ein paar Jahre später, dein Sohn wohnt in einer entfernten Stadt und will euch besuchen kommen und dein mittlerweile Angeheirateter macht einen Aufstand vom feinsten....was dann?Wie fühlst du dich?Ich kann nur sagen, dein Sohn ist erwachsener als dei Partner, war meine Tochter im übrigen auch! Ich hab mir nur irgendwann so die Augen aus dem Kopf geheult, das ich unsere Zeit so verschwendet habe!
w46
 
  • #23
Hier nochmals '19
und dann war es lt Partner das Kind, das der Grund für das Scheitern der Beziehung ist und es wird weiterhin nichts reflektiert. Ich hoffe, dass ich die Tage bis zu meinem Auszug in 2 Wochen schaffe, nervlich ein Wrack.
FS: Lande nicht dort, wo ich jetzt bin. Das wirst Du, wenn Dir Dein Sohn was bedeutet und wenn Dein Partner nicht jetzt aufhört mit seinen Allüren, dann wird er es nie tun.