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Gast

  • #1

Partner hat sich als schwul geoutet - wie damit umgehen?

Mein Partner hat sich als schwul geoutet. Hat jemand so etwas schon einmal erlebt und wie seid ihr damit umgegangen ? Für mich bricht gerade eine Welt zusammen. w48
 
  • #2
Zuerst mal, das tut mir echt leid für dich..
Aber ich muss jetzt mal ganz naiv fragen... "merkt" man das nicht? Bzw gibts da keine Anzeichen dafür?
Das geht doch normal nicht von heute auf morgen... oder liege ich da falsch?
 
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Gast

  • #3
Liebe FS

die Welt brach mir zwar nicht gleich zusammen weil wir uns erst ein Vierteljahr kannten und eigentlich liebten (wenn Liebe nicht meint dauernd in der Horizontalen zu liegen ).

Ich habe mich gewundert warum er so unstet war.
Am Ende hatte er nach zahlreichen Ausbrüchen und Launen, Rückzügen und Aggressivität die ich mir gar nicht erklären konnte
einen Zusammenbruch mit viel Tränen gehabt. Und hat mir dann gestanden was eigentlich mit ihm los ist. Ich fiel aus den Wolken.

Er wünschte die Trennung. Also trennten wir uns.
Obwohl sonst alles gepasst hätte.
Er ist immer noch Single und fühlt sich ohne Frau nicht gut.
Kennt jemand sowas ?
 
  • #4
Au weia.....damit kann man gar nicht umgehen. Es ist dann halt leider so und du wirst dich anderweitig umschauen müssen. Tut mir echt leid für dich!
 
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Gast

  • #5
Wahrscheinlich will er nur elegant schlussmachen. Wäre er wirklich schwul, wäre er wohl kaum mit dir zusammengekommen. Oder braucht er eine Alibi-Frau zum Repräsentieren?
 
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Gast

  • #6
Meiner Freundin ging es vor ein paar Jahren so! Sie kam dahinter dass ihr Mann mit dem sie eine kleine Tochter hat, dem männlichen Geschlecht mehr zugewandt ist.
Das passiert öfter als man annehmen möchte. Schwule stehen oft unter einem enormen Druck der Gesellschaft und der Familie daher schaffen sie es gut über Jahrzehnte ein Doppelleben zu führen oder ihre wahren sexuellen Triebe zu verdrängen.

Die Frage ist wie du damit umgehen kannst und wie du weiterleben möchtest. Von arrangierten Beziehungen bis zur Trennung in Freundschaft und gegenseitiger Wertschätzung IST alles möglich! Nur du musst dich mit der Lösung identifizieren können!

W39
 
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Gast

  • #7
Wie lange seid ihr denn schon ein Paar? Ich dachte eigentlich, dass man das irgendwie merkt, besonders, wenn man sich schon länger kennt.

Machen kannst Du da gar nichts. Verständlich natürlich, dass Du jetzt schockiert bist. Will er denn mit Dir zusammenbleiben?

w
 
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Gast

  • #8
So schmerzhaft das ist - Die Beziehung hat sich in dem Moment ja erledigt, denn er steht auf Männer.

Das Ergebnis eines solchen Outings ist Trennung (es sei denn, er wäre Bisexuell - dann wäre die Frage, ob Du so leben wollen würdest).

Ich wünsche Dir Kraft, DEINEN Weg zu gehen!
 
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Gast

  • #10
welch wunderbare dümmliche Bemerkung.. vorgeben schwul zu sein und sich zu "outen" nur um Schluss zu machen ist wie Autos anzünden damit es drinnen wärmer wird.. manchmal .. wirklich..
Wieso soll das eine dümmliche Bemerkung sein? Es ist doch eher dümmlich zu glauben, der gute Mann wäre wirklich schwul.
Vielleicht hat die FS ein resolutes oder labiles Temperament und er weiß sich nicht anders zu helfen.
Ähnlich wie viele Frauen einen Freund vortäuschen, wenn sie einen unangenehmen Verehrer haben.
 
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Gast

  • #11
Meine beste Freundin, die einige Jahre mit einem Mann zusammen war, hat das erlebt. Er hatte sich mit Coming-Out getrennt und sie hatte es nicht geahnt, dass er schwul sein könnte. Es war sehr schmerzhaft und die Fragen, die ihr immer in den Sinn kamen, waren stets: Warum habe ich das nicht gemerkt? Lag es an mir? Sie hat sich erst zurückgezogen, aber dann allmählich auch die Konfrontation und das Gespräch mit ihm gesucht. Sie hat es gebraucht, dass er ihr sagt, dass es einfach nicht an ihr liegt und sie daran nichts ändern kann - weder mit dem Ändern bestimmter Eigenschaften noch mit neuer Haarfarbe oder zwei Kilo mehr/weniger. Sie kann mit einem Mann einfach nicht konkurrieren und das machte die Sache so schwierig für sie. Aber mit der Zeit, in der sie sich getroffen haben und immer geredet (und auch gestritten haben) hat sie es eingesehen und letztlich sogar einfach akzeptiert. Heute sind sie die allerbesten Freunde und sie sagt immer, dass sie stolz darauf ist, ihn nicht einfach fallengelassen zu haben, auch wenn sie so sehr gekränkt und erschüttert war. Es war für beide schwierig, für ihn natürlich auch, aber die Mühe hat sich zumindest in diesem Fall gelohnt...

Ich wünsche dir Kraft und Mut für deinen Weg!!
 
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Gast

  • #12
welch wunderbare dümmliche Bemerkung.. vorgeben schwul zu sein und sich zu "outen" nur um Schluss zu machen
Sorry, das gibt es wirklich! Männer sind oftmals feige und trauen sich nicht, einen Schlußstrich zu ziehen, lieber schieben sie Gründe vor wie: "ich bin es gar nicht wert, such dir einen besseren Mann", damit die Frau den Anfang macht. Dabei lachen sie sich ins Fäuschen und haben schon längst eine neue Geliebte.

Es gibt genug Männer, die gehen eine Beziehung zu Frauen ein, um beruflich und privat besser dazustehen, leben aber insgeheim andere Fetische und Wünsche. Es gibt auch Männer, die sind Jahrzzehnte verheiratet, ohne ihre Frau zu lieben.

Interessant wäre zu wissen, wie lange ihr denn zusammen seid. Um 1 Jahr Beziehung ist es doch nicht zu schade, da kennt man sich ja kaum.
 
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Gast

  • #13
Sorry, das gibt es wirklich! Männer sind oftmals feige und trauen sich nicht, einen Schlußstrich zu ziehen, lieber schieben sie Gründe vor wie: "ich bin es gar nicht wert, such dir einen besseren Mann", damit die Frau den Anfang macht.
Also das hier genannte Beispiel mag schon auftreten, lässt sich aber nur schlecht mit der Bekenntnis zur Homosexualität vergleichen. Obwohl unsere Gesellschaft in dieser Hinsicht wesentlich toleranter geworden ist, Homosexualität teilweise sogar als Hype gefeiert wird, setzt man sich beim Outen doch einem starken gesellschaftlichen Druck aus. Sowas spricht sich schließlich rum. Und trotz aller Toleranz wird man umgehend als "unmännlich" und "anders" wahrgenommen. Einer solchen Kastration setzt sich wohl kaum ein heterosexueller Mann aus, nur um den Unannehmlichkeiten einer Trennung zu entgehen. Da scheint die Theorie der Alibi-Frau wesentlich glaubhafter, da auch schon häufiger praktiziert.

Beachtet man zudem das Alter der FS und schließt damit auf das Alter ihres Freundes, wird man schnell feststellen, dass er wohl aus einer Generation stammt, in der diese Selbstoffenbarung keinesfalls so "einfach" war wie heute.

Ich würde die Aussage des Freundes also auf jeden Fall ernst nehmen. D.h. da kann man auch leider nichts machen. Entweder die FS und ihr Freund erhalten die Beziehung auf rein platonischer Ebene oder man trennt sich eben. Ich sehe da keine Alternativen.
 
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Gast

  • #14
Sorry, das gibt es wirklich! Männer sind oftmals feige und trauen sich nicht, einen Schlußstrich zu ziehen, lieber schieben sie Gründe vor wie: "ich bin es gar nicht wert, such dir einen besseren Mann", damit die Frau den Anfang macht. Dabei lachen sie sich ins Fäuschen und haben schon längst eine neue ...
Aus dieser ernsten Frage muss man nicht gleich wieder ein Männer-Bashing machen - auch wenn das gerade in Mode ist (Pardon, anscheinend im Zeitgeist politisch korrekt erscheinen mag). Ich habe selbst einen guten Bekannten, beinahe Freund, dem ging nach 20-jähriger Beziehung die Frau verloren, weil sie sich in ihre Reitlehrerin (sic!) verliebt hat.

Sie ist seit über einem Jahr immer noch im Zustand der Verliebtheit mit der unangepassten Reitlehrerin, während mein Freund seine Lebenskrise noch längst nicht wirklich überwunden hat.

Das gibt es also auch mit umgekehrten Vorzeichen. Deshalb wäre etwas mehr Vorsicht ratsam, bevor man das zu einem "Problem 'der' Männer" stilisiert.

M50