• #31
@#29: Lisa, nach wie vor gibt es hier kaum Szenarien, wie der Partner in eine finanzielle Krise gekommen sein sollte. Das aber ist doch ganz wesentlich dafür, wie man reagieren würde. Der Grundsatz "Beim Geld hört die Freundschaft auf" hat sich mannigfach bewährt.

Wofür hast Du denn Geld verliehen? Was bezeichnest Du als finanzielle Krise? Wie lange kanntest Du die Partner schon?
 
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  • #32
Welche Krise soll es denn sein?! Ich bitte um Beispiele!!! Man pumpt seinen Partner doch normal nicht an.
 
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  • #33
zico,m
Ohje schlimm hier die Meinungen von vielen,da möchte man hier ja fast niemanden kennenlernen bei soviel Knickrigkeit!Geld Leihen ist eine Vertrauenangelegenheit,ist es zur Partnerschaft gekommen-spätestens dann sollte auch das Vertrauen erreicht sein um aus zeitlich absehbaren Finanznöten zu helfen.Stimme aber zu,bei höheren Beträgen sich abzusichern--prinzipiell ist es für mich aber ein Geben und Nehmen....keiner ist vor so einer Lage sicher.
#24#26
....und irgendwie werde ich den Gedanke nicht los---daß ein alleinstehender Mann wenn er eine Partnerschaft mit einer geschiedenen Frau inkl. 1-2-3 Kindern eingeht,auch im gewissen Sinne finanziell für die "Altlasten" der neuen Partnerin aufkommt bzw sich beteiligt.Ja Männer haben "Altlasten" (und müssen sich deren finanziell zuwenden-ob gesetzlich oder freien Stückens)---nur die sind meist weit weg oder in einer anderen Familie.Gemeinsamkeit beruht nicht auf Einseitigkeit-das gilt für Mann und Frau

Wenn man sich leisten kann,warum nicht mal Aushelfen-bei den richtigen Freunden.
 
  • #34
@#32: Auch Du nennst keine Beispiele möglicher finanzieller Krisen. Vielleicht bin ich da einfallslos, aber mir fällt einfach kein Fall ein, in dem nicht eine Bank naheliegender wäre oder das Risiko untragbar hoch.

Wir reden hier doch von substantiellen Beträgen und nicht von maximal dreistelligen Summen, oder? Und wir reden von getrennt wohnenden Partnern, also wahrscheinlich nicht gerade langen Beziehungen, eher intimen Freundinnen als Partnerinnen im eigentlichen Sinne.
 
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  • #35
Wer heute gezwungen ist, Kurzarbeit zu machen oder arbeitslos wird, kommt zwangsläufig in eine Krise. Der Fall Selbständig ist oben schon erläutert. Sind das keine Krisen?
 
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  • #36
Sicher ist Geld verleihen ein heikles Thema, doch wo wie zico #32
oder auch Lisa #29, muss ich mich schon sehr wundern ob des Egoismus, und dass dann längere!! (nicht gerade kennenlernen) Partnerschaft plötzlich bloß noch Freundschaft ist.
Wie zicos letzter Satz und erst recht bei einem Partner, dem man vertrauet und liebt.
Wenn ein Umternehmen den Bach runter geht, bei dieser Krise sicher keine Seltenheit, dann gibt auch eine Bank nichts mehr, da brechen harte Zeiten an.
Habe einige Firmen pleite gehen sehen, als die IT-Branche den "Abflug" machte, manches war hausgemacht, manches eben nicht.
Einen Kredit über einen Freund oder Partner ist m.E. besser als bei einer Bank, stehst ja auch dann gleich in der Schufa.
Nach einer langjährigen Ehe sind nun mal die Bedingungen/"Altlasten" als bei (kurzen) finanziell unabhängigen Partnerschaften - da könnte ich allerdings auch Fragen, was sind diese Partnerschaften wert, wenn sie das Thema Geld von vornherein als Tabu ausschließen - weil eben Geld der häufigste Streitfaktor (in einer Ehe) ist.
[gekürzt - Anfeindungen im Forum nicht erlaubt - MOD]
V.W.
 
  • #37
@#34: Wer arbeitslos wird oder kurzarbeitet, der braucht doch keine finanzielle Unterstützung in einer normalen Partnerschaft. Wenn man zusammenwohnt, wird man sich die anteiligen Kosten wohl immer noch lässig leisten können, selbst getrennt wohnend sollte die Miete und das Essen drin sein. Wer nicht zusammen wohnt, führt in meinen Augen eben auch eher eine "Beziehung" als eine echte, unterstützungswürdige Partnerschaft.

Also nein, das sind keine Gründe für finanzielle Unterstützng. In welcher Form auch? Ab und zu mal einen Hunderter zustecken? Wie absurd ist das. Sicherlich kann man einen arbeitslosen Partner mal öfter einladen, sei es zum Essen oder anderen Veranstaltungen. Aber finanziell unterstützen? Wenn man nicht mal zusammenwohnt? Hallo?

@#35: Wenn ein Unternehmen den Bach runter geht, wäre ich die letzte, die in ein fallendes Messer greift und auch noch eigenes Geld versenkt. Du unterstellst mangelndes unternehmerisches Wissen und offenbarst es selbst. Wer bei klarem Verstand investiert in Unternehmen, "die den Bach runtergehen", so Deine Worte. Niemand! Nein, Du müsstest schon sagen, wozu das Geld gut sein soll und warum das Geld dann sicherer ist als das restliche Unternehmen. Alles sehr unrealistisch.

Ich hoffe, keine Frau ist dermaßen blöde, Geld in einen Mann oder ein Unternehmen zu stecken, dass von Pleite bedroht ist. Davon hat ja auch keiner was.

Wie schon oben gesagt: Bett und Essen sind drin -- wenn es denn wirklich sein muss, weil kein Geld mehr da ist. So wenig hat aber niemand angesichts deutscher Sozialleistungen.
 
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  • #38
@#36
Ich beweundere Dich ob Deines klaren Verstandes und Realismus, nur so schwarz / weiß ist Unternehmerschaft nicht. Ich meine auch nicht, in das niedergehende Unternehmen zu investieren, so blöde bin ich auch nicht, doch möglicherweise gibt es Außenstände, die Unternehmer abzahlen will, um sich Geschäftspartnerschaften für reinen Neuanfang zu erhalten. Und mein Kommentar bezog sich auf Deinen Hinweis in #33, das ist doch wohl für solch schlimme Situationen hinfällig. Auch Dein # 25.5 ist reichlich naiv, ich bin keine Unternehmerin, denke aber in Gründungsphasen sind Altersvorsorge und Rücklage nicht oder kaum drin, und bei dieser Wirtschaftsmisere und Finanzkrisen kann auch Unternehmer nicht (immer) langfristig planen, zumal das heute eh kaum noch möglich wird angesichts Großkonzerne und Aktiengesellschaften, die den KuM zum Ruin treiben.<gekürzt> So und in einer echten Partnerschaft (zusammenwohnen) sollte jeder anteilig zu seinem Einkommen in den "gemeinsamen Topf" werfen und nicht 50:50, so ist das nämlich für die Ehe gedacht, aber wahrscheinlich liegen da meine Wertevorstellungen auf altmodischem Niveau.
V.W.
 
  • #39
@#37: Außenstände von geliehenem Geld bezahlen, obwohl die Firma Pleite geht? Tolle Idee. Aber wohl hoffentlich nicht ernst gemeint. War denn von Gründungsphase die Rede? Beim Fragesteller (#23) zumindest nicht. Also komplett hergeholt.

OK, danach möchtest Du also lieber über "echte Partnerschaften" sprechen. 50:50 ist doch die einzign sinnvolle Regelung, solange beide halbwegs auf Augenhöhe agieren. Man nimmt sich zusammen eine Wohnung, die man sich leisten kann und zahlt dafür natürlich auch jeder die Hälfte, falls man sie gleichmäßig nutzt. Es wäre doch absurd, je nach Gehaltserhöhung mal 43:57, mal 44:46, mal 49:51 zu zahlen. Jeder muss wissen, was er sich leisten kann und fertig. Anteiliges Einzahlen ist eine dieser absurden und in meinen Augen regelrecht dümmlichen Ideen, für die es keinerlei sinnvolle Erklärung gibt. Die sich aber spontan klasse anhören. Willst Du das auch auf Hotelzimmer, Essengehen und Kinderkleidung anwenden? Tolles Abendessen für 120,00 wird 57:63 geteilt? Die Ferienwohnung für 1000,00 auch 550 zu 650? Aua, das tut ja schon weh. Im übrigen hat das mit Wertevorstellungen rein gar nichts zu tun, sondern einzig damit, dass der weniger Verdienende seine Ausgaben auf den anderen abwälzt und ihn ausnutzt. Wahrscheinlich träumen Befürworter einer solchen Regelung davon, der schlechter verdienende Partner zu sein und fein abzugreifen. Oder mit dem Geld zu protzen und dafür auch noch geliebt zu werden. Beides verachte ich und lobe ich nicht.

Verdient der Partner rein zufällig mehr, wird die gleiche Wohnung für mich günstiger? Bei jeder seiner Gehaltserhöhungen profitiere ich mit? Warum? Das ist kein Anfang für wirtschaftlich sinnvolles rechnen. Genau solche Leute wählen einen Partner danach aus, dass er viel verdient, damit ihr Anteil geringer ist. Brr. Mich ekelt diese Geisteshaltung regelrecht an.

Und wie machst Du das mit Selbständigen, die erst Monate nach Jahresabschluss ihre Einnahmenüberschussrechung vorliegen haben und dir sagen können, wieviel sie verdient haben? Die total unregelmäßige Einnahmen haben wegen Projektarbeit? Nein, egal von welcher Perspektive man es betrachtet, 50:50 ist die einzig sinnvoll, faire und partnerschaftliche Regelung, vorausgesetzt die Augenhöhe passt halbwegs und keiner will bewusst den anderen aushalten, weil der Unterschied einfach viel zu groß ist (das wären die wenigen Ausnahmen).
 
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  • #40
@#38 "Die Ferienwohnung für 1000,00 auch 550 zu 650?"
Was spricht dagegen, der eine hat eben weniger, das hat gar nichts mit abgreifen oder aushalten zu tun , kannst ja auch gern allein fahren, dann hast Du die Kosten allein.
Ich sagte "Anteile in einem Topf" und bei jeder einzelnen Ausgabe.
<persönlicher Angriff entfernt>
V.W.
<persönlicher Angriff entfernt>
 
  • #41
@#39: Ich habe Dich schon verstanden. Warum Anteile in einen Topf und nicht gleiche Summe? Gemeinsame Entscheidungen, gemeinsame Kosten. Punkt. Alles andere wird unfair und weltfremd.

Familiengründung ist ein ganz anderer Fall, insbesondere wenn einer komplett zuhause bleibt. Hier ging es doch eher um "Zusammenziehen", also die eher frühe Phase einer Partnerschaft. Das wird man ja wohl differenzieren dürfen, oder?
 
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  • #42
MadMax

das thema der anteiligen kostenaufteilung hatten wir schon mal...

zum thema:
natürlich würde ich dem partner, der in finanziellen schwierigkeiten steckt unter die arme greifen-auch mit kapital!
die rückzahlung kann man ja -wie von frederika beschrieben- entsprechend regeln.
warum unbedingt eine bank heranziehen...die zinsen kann man lieber besser investieren.
...ich gehe mal davon aus, dass dem partner keine zinsen abgeknöpft werden...wundern würde mich hir nichts mehr...
 
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  • #43
siri
hier wird immer vom Partner gesprochen - für mich ist es tatsächlich ein entscheidender Unterschied, ob ich jemanden 5 Monate oder 5 Jahre kenne. Könnte man das Wort "Partner (mit und ohne räumliches Zusammenwohnen) bitte etwas konkretisieren?
 
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  • #44
MadMax

@siri
ich meine damit natürlich eine längere partnerschaft.
kenn ich eine frau erst ein paar monate und sie kommt mit finanziellen problemen, wäre ich "sehr zurückhaltend"!
 
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  • #45
siri
#43 MadMax
ok, dann sind wir uns sehr einig.

die Frage war aber nicht nur an dich gestellt. Ich frage mich, ob alle auch bei einer längeren Partnerschaft ihre teilweise recht harten Ansichten vertreten würden.
 
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excuse-me

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  • #46
Wenn geben schon so schwer fällt - wie fühlt sich der Mensch, der in Not ist, wenn er um Hilfe bitten muss - und dann noch den Partner?
Wenn ich das hier so lese - die Bank scheint da wirklich die bessere Alternative zu sein.
 
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  • #47
@42 Siri - Nehmen wir an, die Partnerschaft besteht seit rund 3 Jahren, aus bewusst gewählten Gründen jedoch räumlich getrennt. Ist das nach eurer Definition nun länger oder doch eher kürzer? Oder soll ich vermuten, viele von Euch wären froh, sie hätten mal drei Jahre Partnerschaft? Mit 5 Monaten ist es noch Kennenlern- und Ausprobierphase, da liegt für mich der Begriff Partnerschaft noch etwas weiter entfernt. Doch bei Jahren sieht es wohl anders aus. Es ist wirklich interessant, diese Diskussion zu verfolgen - danke an den Fragesteller/die Fragestellerin - denn Leute, das ist bis jetzt nicht geklärt und eigentlich auch nicht relevant, denn die Antworten sind höchst interessant und lassen tief blicken.
 
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  • #48
siri
ok, drei Jahre Beziehung die auch gut funktioniert.

Vorausgesetzt der Mann hat einfach Pech gehabt und meine Unterstützung würde ihm eine realistische Chance eröffnen, die Angelegenheit in Ordnung zu bringen. Dann würde ich ihm eine Summe leihen, die mich nicht ruinieren würde. Schließlich hilft es uns ja nicht weiter, wenn wir beide am Ende sind, wenn es dann doch nicht klappt. Ich bin dafür, daß man, wenn man eine echte Beziehung hat, das Leben gemeinsam bewältigt. Und wenn einer auf der sicheren Seite bleibt, hilft das beiden am meisten. Ich bin manchmal einfach rational.
 
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  • #49
Die Antworten im Sinn von "trotz längerer Beziehung leihe ich kein Geld" erschüttern mich schon - ich frage mich, wo ist da das Vertrauen zu meinem Partner, wo die Unterstützung seiner Existenz (und diese beinhaltet mehr als ein Bett und Essen)? Ich habe 2mal selbst Geld verliehen und mir 1mal von meinem Exfreund Geld geliehen - die getroffenen Arrangements war besser als einen Kredit zu nehmen und zudem ein Freundschaftsdienst, und es ist immer alles zurückgezahlt worden. Ich bin ein in Geldangelegenheiten sehr vorsichtiger und konservativer Mensch, und trotzdem - es gibt Menschen, denen ich so vertraue, dass ich ihnen jederzeit Geld borgen würde. Es muß traurig sein, keine so vertrauenswürdigen Menschen zu kennen!
 
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  • #50
Ich entscheide das im Einzelfall! Ein Heiratsschwindler bekommt nichts! Meine Partner (keine Drogenabhängige, keine Spekulanten, keine unfähigen Unternehmer) hätten immer etwas bekommen und ich weiß, ich hätte es auch zweifelslos zurück erhalten, wie es auch für mich selbst selbstverständlich wäre! Ich weiß, mit wem ich mich einlasse und kann selbst entscheiden, brauche dazu keine Prinzipien. Ich lade auch Obdachlose zum Essen ein, ohne jegliche Erwartungen, viele boten sich übrigens danach für Dienstleistungen (Kein Sex, nein!) wie Rasenmähen etc. an, denn auch sie besitzen noch Ehre! Die Welt ist nicht schlecht! Meine Erfahrung ist, tue Gutes und Dir wird Gutes geschehen. Früher oder später bekommen wir alles zurück - ob gut oder schlecht! w/46*
 
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  • #51
Ich bin in meinen Beiträgen #35, #37, #39 von (längeren) Partnerschaften und nicht von der Kennenlernphase ausgegangen.
Manche haben offenbar eine Kennenlernphase von mehreren Jahre, um die finanzielle "Augenhöhe" hinreichend zu prüfen, definieren offenbar Partnerschaft fast ausschließlich an monetären Verhältnissen, weil andere Werte nicht zählen. Es lebe die Wohlstands-/Wegwerfgesellschaft :-( .

Wenn man zusammenziehen würde, würde das in diesen Krisenzeiten auch erhebliche Kosten sparen, wenn nicht ganz dringendes dagegen spricht.
 
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  • #52
Lisa
@49 So sehe ich es auch - früher oder später bekommen wir alles zurück! Auch die Verweigerung von Hilfen - wenn wir hätten helfen wollen und können!

@35 Hallo V.W. Deinen letzten Satz mag ich voll unterstreichen.

Bei dieser beschämenden Diskussion stellt sich mir eine zugespitzte Frage:
wenn ihr Eurem Partner schon keine Euros leihen mögt, würdet ihr ihm evtl. eine Niere schenken
(sofern sie passen würde!), um seine Lebensqualität zu verbessern?
 
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  • #53
Lisa
@30 Frederika. Ich vermute du bist verbeamtet! Und Beamte kommen nie in eine finanzielle Krise!
 
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  • #54
In welcher Welt leben viele hier eigentlich? In einer, in der alles möglich ist, wenn man nur redlich, kopflastig,realistisch und auf ewig vorausschauend handelt?
1. bekommt man bei keiner Bank als Selbstständiger Geld, wenn man nicht gerade ein Haus, mehrere Autos, 1 Pferd und vielleicht sogar noch eine Insel im Pazifik besitzt oder Bill Gates heisst. (Aber dann braucht man in der Regel kein Geld mehr.)
Banken reichen den Unternehmen gern in sonnigen Zeiten einen Regenschirm aber reissen ihn weg, wenn es anfängt zu regnen...
2. Eine Krise kann z.B. bei einem Unternehmer dadurch entstehen, dass ein Angestellter Geld veruntreut (klar, jetzt ist ja der Unternehmer wieder selber schuld. Komisch, dass das in den besten Unternehmen vorkommt) oder durch die Finanzkrise fest eingeplante Aufträge wegbrechen. Oder bei einem Privatmann, der bei den Lehman - Brothers investiert hat und durch ihre Pleite alles verloren hat (Auch das ist ungeplant!).

Mein Vater war sein Leben lang Unternehmer (jetzt Ruheständler). Als ein langjähriger Mitarbeiter, der Prokura hatte, mit 30.000,- € verschwand, ist er arg in eine finanzielle Krise gekommen, weil 30.000,- € für einen Kleinunternehmer kein Pappenstiel sind.
Seine älteste Freundin hat ihm ohne Zinsen und Rückzahlungsplan 5.000,-€ geliehen. Andere Freunde 10.000,- €. Selbstlos und ohne jede Forderung. Er war ihr bester Freund und sie haben seine Sorgen geteilt. Tut man es bei einem Partner da nicht?

Wenn ich einen Partner gefunden habe, ihn liebe und er mich braucht, wie auch immer, bin ich für ihn da. Selbstlos.
 
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  • #55
Kann manche Ansichten (Bei Geld hört die Freundschaft auf.) hier nicht nachvollziehen. Wenn ich in einer Partnerschaft lebe, dann doch mit einem Menschen, dem ich vertraue. Und diesem würde ich (wie übrigens auch guten Freunden) auch finanziell unter die Arme greifen. Sollte dafür begründeter Anlass bestehen. Und Partnerschaft hat für mich nichts mit zusammen wohnen oder nicht zu tun.
 
  • #56
Außer doch sehr konstruierte Fälle mit Unternehmern habe ich hier noch kein einziges sinnvolles Beispiel für nötige finanzielle Unterstützung des Partners gesehen. Geld in Unternehmen nachzuschießen, muss sehr gut überlegt sein und ist ein erhebliches Risiko. Das hat in erster Linie nicht mit Partnerschaft, sondern mit Wirtschaft und Vernunft zu tun.

Das Thema ist eigentlich ein Thema um nichts. In einer normalen Partnerschaft kommt es zu so einer Situation gar nicht.
 
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VirginiaWoolf

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  • #57
@#55
Was ist eine NORMALE Partnerschaft?
Und woher nimmst Du diese Sicherheit?
 
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  • #58
Frederika - kann mich da der Meinung von #52 nur anschließen. Aber das wäre müßig es zu diskutieren, denn du willst nicht verstehen, dass es genügend Engpässe im Leben geben kann, in denen man einen Partner finanziell unterstützen muss/kann. Wenn du so hervorragend verdienst, dass alles passt, super für dich! Wahrscheinlich besitzt du jedoch kein Hauseigentum, keine Leasingraten, keine anderweitigen Verpflichtungen, keine Eltern, die unterstützt werden müssen oder sonstiges. Kinder hat du keine, das weiß ich - also auch keine zusätzlichen Ausgaben für Schulbücher, für Klassenfahrten, usw.

Einige Poster hier haben es verstanden. Bei dir, sorry, gebe ich es jetzt auf. Denn mehr Fallbeispiele nützen da auch nichts. Ich befürchte, du hattest noch nie so lang andauernde "normale" Partnerschaften, dass du solche Durststrecken hast jemals durchstehen müssen. Es gibt sie, durch Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit (da wird jeweils das Gehalt gekürzt...) oder eben durch o.a. finanzielle Verpflichtungen, wie auch bei Selbständigen. <persönliche Angriffe entfernt> Komisch nur, dass ein Thema, das nach deiner Aussage kein Thema ist, bereits 55 Postings inne hat...
 
  • #59
@#57: Was soll das? Reden wir Tacheles an konkreten Beispielen, zu denen die Betroffenen ja offensichtlich nicht in der Lage sind:

1) Partnerschaft seit 10 Jahren, zusammenlebend, ein gemeinsames Kind, der Partner wird arbeitslos. Damit bekommt er immerhin noch 50% des Gehaltes. Natürlich würde ich uneingeschränkt zu ihm halten. Aber müsste ich ihm Bargeld geben, ihn "finanziell" unterstützen? Wohl kaum. Wir wären EINE Familie und würden normal weiterleben, solange mein Gehalt (und sein Arbeitslosengeld) für alle reichen würde, was mal anzunehmen ist. Er würde sich baldmöglichst wieder einen Jobs uchen und auch dabei würde ich ihn nach Kräften unterstützen. Alles in allem: Das ganze läuft nicht auf die Art von finanzieller Unterstützung heraus, die der Fragesteller wohl meinte, nämlich den Transfer von Geld. Man lebt als Familie, fertig. Kein Problem.

2) Lockere Beziehung seit 9 Monaten, getrennt wohnend, keine Kinder. Das nenne ich noch nicht einmal Partnerschaft, aber egal. Er macht Schulden, verspekuliert sich, fällt auf Betrug herein, was auch immer. Würde ich da Geld hinterherwerfen? Ganz sicher nein. Da würden die Alarmglocken schrillen und Punkt.

So, jetzt seid Ihr an der Reihe mit realistischen Beispielen (bitte keine weiteren Unternehmer, das haben wir echt oben abgehandelt). Bisher gab es keine sinnvollen Beispiele, nur pauschale Gequake von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, die niemanden, der in einer stabilen Partnerschaft lebt, in den finanziellen Ruin treibt.

Daher bleibe ich vorerst dabei: Mir fallen keine Szenarien ein, in denen man den Lebenspartner FINANZIELL konkret unterstützen müsste. Ich bin gespannt.
 
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  • #60
Wow - dass sich so eine Diskussion entwickelt, hätte ich während meiner Fragestellung nicht für möglich gehalten. Scheint ein heißes Eisen zu sein.

Doch es erschreckt mich auch, dass augenscheinlich ein Partner bei Vielen nur dann wertvoll ist, wenn es keine Probleme gibt. Die schlechten Zeiten mögen also bitte ausgeklammert sein aus einer Partnerschaft. Schade diese Einstellung und schürt den Eindruck der Oberflächlichkeit in der Gesellschaft noch weiter.

Danke nochmal für all die Postings - herzliche Grüße
 
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