• #1

Partner ist gefühlskalt - Bin ich zu emotional? Reagiere ich über?

Guten Morgen erstmal...

... also muss da mal was los werden. Bzw. nachfragen!
Ich (w35) bin seit kurzem "eigentlich" glücklich in einer Beziehung. Ich liebe ihn so wie er ist, obwohl wir vom Charakter ziemlich unterschiedlich sind. Er introvertiert, ich extrovertiert. Er rational, ich emotional. Er liebt die gerade Linie im Leben, ich die Spannung und den Spaß. Wir haben so oft darüber geredet, dass wir uns lieben und beide an uns arbeiten müssen, um einen guten Mittelweg zu finden. Gemeinsam und Zusammen!!!
Leider klappt es nicht. Wir geraten immer öfter wieder in den gleichen Konflikt. Und ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass alles nur an mir liegt. Ich mache selten was richtig bei ihm, oft werde ich belächelt oder er rollt mit den Augen und ist einfach genervt von mir. Aber was kann ich für meine Emotionalität?? Und bitte: Es gibt doch wohl Schlimmers als liebevoll mit seinem Partner umzugehen!? Oder ist das seine eigene Unsicherheit??
Ich komm immer an. Ob das Küssen ist, Sex, in der Nacht aneinander kuscheln. ALLES.
Wenn er dann gut drauf ist, kommt auch was zurück aber naja, ich finde mit fast 39 kann man sich auch mal zusammenreißen, auch wenn man mal nicht gut drauf ist! Und er weiß, dass ich viel Zuneigung und Zärtlichkeiten brauche, macht man das dann nicht für seine Partnerin?

Ich sehe das bestimmt alles zu verbissen, oder!? Ich bin zu allen Kompromissen bereit, aber um Liebe und Zuneigung ständig betteln?
Ich glaube einfach, dass kann ich auf Dauer nicht.
Und er kriegt es an den Nerven, weil ich auf alles so emotional reagiere.
Aber ich liebe ihn und möchte mich nicht trennen. Also bleibt nur Geduld, oder!?

Schönen Tag
4nj4
 
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  • #2
Mmh, ihr seid erst kurz zusammen und er rollt jetzt schon genervt mit den Augen ...

Das ist wohl häufig das Problem, einerseits zieht einen das an, was so anders ist, so gegensätzlich, aber genau das beginnt dann zum Problem zu werden, weil man es nicht erträgt.

Ihr seid anscheinend sehr unterschiedlich von euren Bedürfnissen. Und er scheint Dich nicht ernst zu nehmen.

Es ist auf Dauer nicht ertragbar ständig mehr Nähe und Liebe zu wollen. Und der andere zieht sich dann meist immer mehr zurück, da hat er die Macht. Darunter wirst Du mehr und mehr leiden.

Ob da Geduld oder aussitzen etwas bringt, bezweifle ich.

Und Emotionalität kann man so oder so auslegen. Die Nähe des anderen zu wollen, zu kuscheln etc. ist normal in der Partnerschaft und sollte bei beiden vorhanden sein. Überzureagieren, Szenen zu machen, Vorwürfe zu machen, rumzuzicken ist dann eher die andere und negative Seite.
 
  • #3
Hallo 4nj4,

zu einer Partnerschaft gehört selbstverständlich auch dazu Gefühle zu zeigen und emotional zu sein. Wenn er Schwierigkeiten hat, dann sollte er versuchen daran zu arbeiten.
Besser ist es aber, wenn du ihm nicht immer wieder verbal dazu aufforderst "mehr Gefühle" zu zeigen (dich zu küssen, kuscheln etc.), sondern dich am besten dementsprechend verhältst, d.h. lehne dich mal etwas zurück und lass ihn tun. Denn es gilt: Lehnt sich ein Partner zu sehr in die Beziehung hinein, so lehnt sich der andere zurück. Versuch ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen euch. Küss ihn mal nicht als erstes, fang nicht an mit dem GV und kuschel nachts nicht mit ihm. Auch wenn ihr in einer Beziehung seid, sollte der Mann noch immer ein wenig "jagen" dürfen. Wenn du dich etwas zurück hältst, dann fühlt er sich vielleicht auch gleich wohler, da er sich dann nicht mehr so eingeengt fühlt.
 
  • #4
Du machst einen Fehler, den wir Frauen zu oft machen!
Du suchst dir einen Mann, bei dem 80% passen, und glaubst, der Rest werde sich ändern oder du könntest ihn noch umerziehen!
Er ist ein erwachsener Mann, warum sollte er sich ändern? Das wird nicht passieren, er wird nur dich dafür verabscheuen, dass du ihn wie ein Kind erziehen willst!
Entweder du entscheidest, dass dir das reicht, was du von ihm bekommst, oder du trennst dich. Warten, Hoffen und Umerziehen sind zum Scheitern verurteilt! Seine Bedürfnisse und sein Charakter sind nicht weniger wert als deine!
 
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  • #5
Dein Fehler ist, zu allen kompromissen bereit zu sein. So führt man keine Partnerschaft! Ich hatte auch mal so einen Freund.

Ich sehe es nicht ein, Kompromisse finden zu müssen, entweder passt man zusammen oder eben nicht. Alles andere ist künstliche Verstellung und den Partner maßregeln zu wollen. Du verlierst den Respekt! Und er muss dich auch so lieben, wie du bist, das tut er aber nicht!

Er will eine Frau, die sich anpasst und so tickt wie er. Er will nicht so extrovertiert wie du sein und auch keinen Spaß im Leben. Für dich heißt es da nur: anpassen oder gehen! Siehst du nicht, dass er kein Stück weit bereit ist, dir entgegenzukommen und auch dein Leben nicht mag, so wie du es führst? Ich kenne das alles von meinem Ex. Je mehr du dem entgegenkommst, desto noch weniger Respekt wird er vor dir haben.
Ihr passt einfach nicht zusammen und du leidest am Ende. Nimm die Zügel wieder in die Hand und führe dein eigenes Leben!
 
  • #6
Je weniger er Dir gibt, umso mehr möchtest Du, weil Du einen "Mangel" erleidest. Das kann unglaublich nervend sein, aus Sicht der nüchternen Person. Ich befürchte, Ihr passt einfach nicht zusammen - und wenn man einer Beziehung im Anfangsstadium schon "arbeiten" muss, ist nur klar, dass es eben nicht passt. Wenn ein Partner mehr Zuneigung als ein anderer braucht, dann kann der andere Partner nicht einfach so "stillhalten" und das für einen tun, dann wird Zuwendung zur Pflicht, zum Pflichtprogramm - und nicht mehr freiwillig gegeben. Das ist schon vergleichbar mit früher, wo Frauen "es" eben als "eheliche Pflicht" über sich ergehen lassen sollten für ihre Ehemänner - eine gruselige Vorstellung heute. Ich hatte in meinen jungen Jahren mal einen Freund, der wollte ständig Zuwendung, Bestätigung, Nähe, kuscheln - auch wenn ich gerade andere Dinge unglaublich interessant fand, z.B. einen Film, ein Buch, mein Mikroskop, die Entwicklung meiner eigenen Fotos, etc. Ständig sollte ich was unterbrechen für ihn. Am Ende habe ich nicht einmal mehr seine Nähe ertragen und habe mich getrennt. Meine Nachfolgerin hatte exakt sein Bedürfnis nach Nähe - es hat einfach gepaßt, und alle waren glücklich. Ich denke, man kann nicht körperliche Zuwendung mit Szenen oder Vorwürfen einfordern, denn dann vergrault man den anderen nur. Wenn Du mit dem, was er zu bieten hat, nicht einverstanden bist, dann solltest Du einsehen, dass es nicht passt. Es gibt hier kein "Falsch" und kein "Richtig", es gibt zwei verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Beide haben recht.
 
  • #7
Ich kenne das Problem. Bei mir und meiner Frau ist es ähnlich, nur wahrscheinlich nicht so krass: Sie hat ein größeres Bedürfnis nach Nähe. Und wie Gast 1 schon richtig schrieb: Sie leidet darunter mehr als ich, denn der mit dem geringeren Nähebedürfnis sitzt am längeren Hebel.

Einigem bei Gast 1 kann ich allerdings nicht zustimmen:


Das glaube ich nicht. Ich nehme meine Frau sehr ernst. Ich weiß, dass sie damit nicht glücklich ist, nur: So ein Bedürfnis kann man nicht per Beschluss haben. "Du sollst jetzt bitteschön Zärtlichkeiten und Nähe brauchen!" - Wie soll das gehen?

Die Nähe des anderen zu wollen, zu kuscheln etc. ist normal in der Partnerschaft und sollte bei beiden vorhanden sein.

Ja, aber für das Maß dieses Bedürfnisses gibt es keine Normwerte. Das ist nun mal bei jedem Menschen anders.

Eine Lösung gibt es, glaube ich, nicht. Dein Freund kann natürlich "bewusst" mit Dir kuscheln etc., obwohl ihm gerade überhaupt nicht danach ist. So mache ich das auch, soweit ich kann, aber Frauen merken sofort, wenn das nur eine Art "Gefallen" ist.
 
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  • #8
Hallo,
leider habe ich den Eindruck, dass ihr beide überhaupt nicht miteinander harmoniert. Die Beschreibung eurer Beziehung hört sich für mich nicht nach "Liebe" an, wie du es nennst.
Ich denke nicht, dass man sich für eine Liebe so verbiegen muss/darf, dass der andere Partner einen überhaupt ertragen kann...
Damit wird keiner von euch beiden auf Dauer sein Glück finden.
Es ist halt (leider) machmal so, dass man einem Menschen begegnet, Anziehung und Gefühle vorhanden sind, die alleine aber für eine längere Partnerschaft auf Dauer nicht ausreichen.
w
 
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  • #9
Hallo 4nj4,
diese Konstellation kommt mir sehr bekannt. Ich (w, emotional) hatte einen Partner, der sehr pragmatisch und rational durchs Leben marschierte. Es ging 2 Monate lang.
Ich weiß du wirst es nicht gerne hören, aber es ist sehr schlecht miteinander vereinbar. Ich bin in der Beziehung fast kaputtgegangen, er hat mich nie getröstet, war immer nur genervt, wenn ich mal meinen Gefühlen freien Lauf gelassen habe.
Frage dich ehrlich, ob es das wert ist. Er wird sich nicht ändern, entweder man ist ein Gefühlsmensch oder eben nicht. Du müsstest dich in dieser Beziehung sehr stark verbiegen. Und NEIN: Du siehst es nicht zu verbissen! Du hast ein Bedürfnis nach emotionalen Austausch und Zärtlichkeit, was völlig okay ist! Es gibt genug Männer, die gerne kuscheln, einfühlsam sind und sich nach Zärtlichkeit sehnen. Ist nicht böse gemeint, aber ich denke auf langer Sicht wirst du innerlich verkümmern.
 
  • #10
Borr, das sind ja schon einige Statements ...vielen Dank!!!
Ja, mmmh da ich ein "Herz/Bauch-Mensch" bin und (leider) immer danach gehe, werde ich wohl nocheinmal mit ihm reden...
Er ist ja kein schlechter Mensch. Ich wollte nur mal hören, ob ich irgendwie falsch liege... mit meinen Ansichten.
Stimmt gegen jeden einzelnen Charakter kann man nichts tun, und ich möchte ihn doch auch nicht komplett ändern oder erziehen!! Nur Verständnis für mein Wesen wäre vielleicht auch mal "nett"!
Leider hab ich wirklich Angst, dass wir zu verschieden sind.
Tja, und das mit der Zurückhaltung habe ich schon probiert. Es fällt mir aber unheimlich schwer mich zurückzuhalten, weil ich ihn natürlich sehr anziehend finde!! Aber da sollte ich mich wirklich etwas zurücknehmen. Er ist da ja eher etwas schüchtern.
 
  • #11
Der Typ ist nicht so rational, wie es Dir scheint. Jemand, der mit den Augen rollt wegen seiner Partnerin oder sie sogar belächelt, ist einfach überheblich und nicht der rationale geradlinige. Denen ist nämlich bewusst, dass sie auch Emotionen haben. Der Mann hat keinen guten Kontakt zu seinen Gefühlen und überspielt das, und zwar erstens, indem er sich eine Frau nimmt, die "zu emotional" drauf ist (vielleicht zu ungleichgewichtet mit der Rationalität, sonst würde sie so einen Partner nicht gesucht haben?) und sie dann zweitens auch noch deswegen minderwertig einstuft. Dann kann er sich gut fühlen, weil er so "logisch" ist, und den emotionalen Anteil in sich durch Dich ausleben lassen kann. Wenn Du "hysterisch" wirst, wird er kalt und kommt vermutlich mit "so kann man nicht mit dir reden".
Ihr habt euch gesucht und gefunden, weil ihr wirklich an euch arbeiten wollt. Wenn ich das richtig sehe, ist das Muster so:
Er wird Dich so lange belächeln, bis Dir klar wird, wo sein Manko ist und Du ihm auch mal mit Rationalität kommst. Dann nämlich, wenn Du durchschaust, dass es nicht immer an Dir liegt, Du Dich nicht wegen Deiner "unlogischen" Emotionen schämst und seine Augenrollreaktion einfach nur noch blöde und nicht mehr verletztend empfindest. Du stehst nicht zu Deinen Emotionen und hältst sie auch für eine Schwäche, sonst würdest Du Dir das gar nicht gefallen lassen bzw. hättest Dir einen Freund gesucht, der besseren Zugang zu seinen Emotionen hat.
Zitat von 4nj4:
Ich komm immer an. Ob das Küssen ist, Sex, in der Nacht aneinander kuscheln. ALLES.
Ja, sowas braucht man nicht als Partner. Ich kenne das, obwohl mein Ex nicht so ein verkopfter Typ war. Es ist öde und Du verschwendest Zeit, wenn Du betteln solltest. Der Mann muss in Kontakt mit seinen emotionalen Bedürfnissen kommen. Das einzige, was Du tun kannst, ist zu Deinen Gefühlen besser zu stehen, sie vor Augenrollern zu schützen, indem Du klarmachst, wie unmöglich diese Reaktion ist, statt Dich für Deine Emotionen zu entschuldigen. Und werde Du auch mal rationaler. Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber das ist auch Dein Part dabei, nicht mehr süß, niedlich oder sonstwie zu sein, wenn man was selber entscheiden oder in die Hand nehmen muss, ohne Spaß. Man wird manchmal nicht ernst genommen, wenn man bei allem kichert, schreib ich mal so, ohne Dir das unterstellen zu wollen.
(bist Du viel jünger als er?)
 
  • #12
Mich hatte das unterschiedliche Nähebedürfnis (ich - körperbetont, er - wie der von dir beschriebene Fall) in meiner 12jährigen Beziehung langsam aber sicher in die Verzweiflung getrieben. Wir hatten viel darüber gesprochen, daran gearbeitet ... mit minimalem Ergebnis.
Mit viel Verständnis wird es bei euch sicherlich gehen, stelle dich aber darauf ein, dass ein Teil von dir sich sehr oft nach mehr Emotionalität, überschwänglicher Nähe (?), mehr Initiative von ihm sehnen wird.
Er rollt oft mit den Augen - du kannst kaum etwas richtig machen? Das würde mich persönlich stören. Wie sieht es denn mit seiner Akzeptanz der Kombination von Gegensätzen aus?

Stichwort: Gegensätze. Die Bücher des Psychologen Stefan Woinoff (eher "leichte" Lektüre) haben mir geholfen auf hurmorvollem Wege zu akzeptieren, dass ich mich immer wieder zu gegensätzlich gestrickten Männern hingezogen fühle. Ein Lesetipp für dich? Wichtig war auch diese schlichte Erkenntnis: Stark gegensätzliche Partner verstärken die eigene Grundtendenz zusätzlich. Bei einem weniger rationalen und gefühlsreduzierten Mann wärst du bei weitem nicht so sehr dazu angehalten, ständig auf deine "Herz/Bauch"-Anteile zu hören. Beobachte mal, wann du auch rational im Alltag/Beruf agieren kannst - lasse dich nicht zu sehr von deinem Partner auf die typische Weibchenschiene (Ich! bin! Gefühl!) bringen.

w
 
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  • #13
Wie lange seid ihr zusammen? Ich denke, er geht dir einfach fremd! Wäre keine Seltenheit, bei Männern, die sich daheim desinteressiert, kühl oder antisexuell geben! Solche Männer sind schnell genervt, ziehen sich zurück, antworten nicht mehr, wenn man mit ihnen spricht.

Nein, ich finde, du solltest nicht mehr Geduld haben, weil er wird sich weder ändern, noch dir mehr geben, noch sich trennen, er lebt einfach so gemütlich vor sich hin, wie es ihm passt. Eher wirst du noch viel abhängiger von seiner Zuneigung.

Du wirst den Schlussstrich ziehen müssen. Der Mann tut es nicht! Er kann sich seine Zuneigung bei Bedarf überall draußen holen. Mit dir lebt er einfach nur nebeneinander her.
 
  • #14
Nein, liebe FS bist du nicht.

Dein ganzer Beitrag handelt davon, dass er nicht so ist, wie du es dir wünscht. Und nun fragst du, ob du ihn so lange nerven sollst, bis er so ist, wie du ihn willst und nennst das Ganze "Geduld haben".

Wärst du kompromissbereit, würdest du ihn so akzeptieren, wie er ist.

Stell dir bitte den umgekehrten Fall vor. Er würde von dir erwarten, dass du introviert bist, keine oder wenig Gefühle zeigt und nicht mehr so viel lachst. Da würdest du doch auch denken "Der spinnt", oder? Warum erwartest du also von ihm, dass er sich ändert und sich verbiegt, nur weil du das brauchst? Willst du wirklich, dass er dich nur küsst, um dir einen Gefallen zu tun und nicht, weil ER es will?

Manchmal muss man sich einfach eingestehen, dass der andere Mensch so anders, als man selbst ist, dass es einfach nicht passt.
 
G

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  • #15
Ihr paßt nicht zusammen! Es gibt doch mehr als genug gefühlsbetonte, überschwengliche Männer die ständig Nähe wollen.

Das einzige woran man nicht arbeiten kann und was von Anfang an stimmen muß, ist das ähnliche Nähebedürfnis oder merkst du nicht, dass du ihm jetzt schon auf den Wecker gehst, mit deiner Emotionalität. Er ist von deinen ständigen Forderungen gestreßt und du bist frustriert. Er hat das Bedürfnis nicht, das ist so und das kannst du nicht ändern.

Ich hatte mit Männern immer das gegenteilige Problem, die haben sich genau wie du beschwert und ich selbst habe das weder absichtlich getan noch bemerkt. Es ist also nicht so, dass Frauen immer ein starkes Nähebedürfnis haben und Männer nicht, das ist Quatsch. Ich bin von emotionalen Männern wahnsinnig gestreßt und fühle mich unter Druck gesetzt, so wird es ihm auch gehen.
 
  • #16
"Ich bin von emotionalen Männern wahnsinnig gestreßt und fühle mich unter Druck gesetzt, so wird es ihm auch gehen."

(Wie zitiert man hier?)

Antwort 14, Du hast es auf den Punkt gebracht, mich stressen überaus emotionale Menschen auch sehr, sie haben nur wenig Selbstreflexion und ich persönliche finde sie unberechenbar und komme damit nicht klar. Bei Kindern ist so ein Verhalten ganz normal, aber bei Erwachsenen finde ich es unbehaglich, regelrecht bedrohlich. Ich denke mal auch, dass es dem Mann in diesem Fall so gehen könnte und kenne dies auch aus normalen Freundschaften; eine Freundin von mir reagierte ständig emotional, dass ich die Freundschaft beenden musste, weil mir diese Eskapaden einfach zuviel wurden. Sie selbst bezeichnete sich immer als "lebendig" und "temperamentvoll", ich empfand es irgendwann nur noch als Zumutung und habe es schlichtweg nicht mehr ausgehalten. Man muss ja nicht gleich ein Mr. Spock sein, trotzdem kann man selbst auch erst einmal innehalten und kurz in sich gehen. Bedürfnisse sind eben unterschiedlich, allerdings kann man so eine Beziehung auch als Ergänzung sehen und vielleicht einmal sein eigenes Verhalten überprüfen.
 
  • #17
Wenn er dann gut drauf ist, kommt auch was zurück aber naja, ich finde mit fast 39 kann man sich auch mal zusammenreißen, auch wenn man mal nicht gut drauf ist! Und er weiß, dass ich viel Zuneigung und Zärtlichkeiten brauche, macht man das dann nicht für seine Partnerin?
Nein, das macht man nur, wenn man selber auch das Bedürfnis danach hat. Und es ist gerade egal, ob Dein Partner verklemmt ist oder verkopft oder rational - DU wirst ihn nicht ändern, das muss er wenn dann selber machen, und ob dann mehr Bedürfnis nach Nähe dabei rauskommt, ist auch noch die Frage. Solange Du aber immer ankommst, muss er das nicht machen. Und er ist vermutlich froh, wenn Du ihn mal in Ruhe lässt, weil er ja auch weiß, bald kommst Du wieder an.
Es passt nicht und Du reibst Dich nur auf.
Was ich ansonsten denke, habe ich schon in meinem ersten Beitrag geschrieben.
 
  • #18
Und er weiß, dass ich viel Zuneigung und Zärtlichkeiten brauche, macht man das dann nicht für seine Partnerin?

Ab und zu vielleicht geht das, aber wenn er ständig seine Bedürfnisse quasi vergewaltigen würde, käme das völlig unecht bei Dir an. Zudem könnte es sein, dass ihn diese Selbstmanipulation recht schnell so sehr nervt, dass er sich trennen muss um sich wieder halbwegs wohl zu fühlen in seiner Haut.

Sorry, aber m.E. passt es einfach nicht zwischen euch.
 
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  • #19
Das ist insgesamt nicht kompatibel und wird sich auch mit Geduld nicht ändern. Manchmal passt das Dreieckige nicht ins Runde. Und wenn der Frust dann immer mehr wird, dann ist das wie die aktuelle Wetterlage, wer Wind sät wird Sturm ernten und was für einen.
 
  • #20
Du schreibst selbst "seit kurzem", also es ist keine Langzeitbindung, denn diese sind meist entscheidend, dass es funktioniert. Und sorry, glücklich ist wohl stark untertrieben, denn sonst würdest Du diesen Beitrag nicht darlegen.

Ich z.b. glaube eben nicht das Gegensätze, sprich intro und extro sich anziehen, ich glaube das gleich und gleich eine bessere Chance auf "Dauer" haben.

Das bestätigen auch immer wieder Langzeitstudien von Soziologen.

Und gerade was die Rationalität Deines Partners angeht, er ging eine pragmatische Lösung ein, er wollte einfach nicht alleine sein und Punkt, Gefühle sind ihm da nicht so wichtig, es ist halt jemand in der Nähe, auch wenn ohne Emotion.

Machen viele, ist nichts besonderes.

Du bist für mich allerdings auch keine empathische oder emotionale Frau, denn dann hättest Du nicht den falschen Partner an der Backe. Du bist nur ungestüm, ungeduldig und spontan, ebenfalls ein Ego, dass einen Bedarf nicht gedeckt sieht.

Im Grunde seid ihr nur zwei Notlösungen auf Limit.

Trennt euch und sucht einen Partner, zu dem ihr euch ergänzt und nicht abstößt.
 
  • #21
Hallo 4nj4 ,
ich kann dich recht gut verstehen. Liegt einfach daran das es bei mir genau anders herum ist. Ich unbeschreiblich viel dieser Nähe und Aufmerksamkeit brauche. Muss nicht 24 h sein , obwohl das teilweise sicher auch schön sein kann. Aber mir ist wichtig das die Frau mich auch sieht und mal von sich aus auf mich zugeht. Nur ist das eher selten.
Also zu dir zurück, entweder er macht dir nur was vor weil es praktisch ist. Oder er ist eben so wie er ist und will und brauch diese ganze Kuschelnummer nur ab und an.
Ich will ihn nicht in Schutz nehmen, aber wer sagt das er es je konnte. Das er weiß was Liebe für dich ist? Meist sind wohl Menschen ohne Emotionsgedusel eben mehr anders veranlagt.
Also ich bin 20 Jahre verheiratet, wir verstehen uns bei allem .... nur bei dieser mir wichtigen Gefühlswelt nicht. Ich weiß seit ich sie das 1. Mal verlassen habe, das es auch psychische Erkrankungen gibt. Aber das allein Hilft mir nicht weiter. Wir haben zwar viel besser über dies alles reden können. Nur so lange sie dies nicht ernsthaft angeht , wird das nicht anders. Und auch danach wird es nie so wie es sich ein Emotionsmensch vorstellt. Das ist sicher.
Ich stecke gerade im letztem Versuch .... Ich habe mich wieder getrennt, diesmal mit Kontaktsperre (zumindest fast). Sie nutzte mich im Grunde weiter unbewusst aus. Ihr reichte ein Kontakt, Anrufe , alles nach ihrer zeitlichen Einteilung. Wünsche von mir sieht sie als Druck und reagierte über. Ich hoffe sie findet einen weg der auch ihr hilft.
Also wenn du so nicht alt werden willst, dann überlege genau wo dein Weg dich hinführt ... Normal ist man doch völlig verliebt und will sich nicht eine Minute trennen, wenn alles neu ist.
Du bist noch jung , versuch glücklich zu sein. Oder versuch es wenigstens mit völliger Emotionslosigkeit, und lehn ihn auch ab und an im Bett ab. Dann merkt er vlt den Unterschied und ihr könnt feststellen ob sich was bewegt.
Liebe Grüße und viel Erfolg
 
M

Mooseba

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  • #22
Ja, du siehst das zu verbissen. Je rationeller ein Mensch ist, desto vernünftiger und erwachsener ist er.
 
  • #23
Ja, du siehst das zu verbissen. Je rationeller ein Mensch ist, desto vernünftiger und erwachsener ist er.
Das ist mit Verlaub Schwachsinn! Ein emotionaler (extrovertierter) Mensch ist nicht weniger vernünftig und erwachsen als ein Rationaler (Introvertierter), er zeigt und drückt seine Gefühle nach aussen aus und vermutlich auch spontan, so wie er das empfindet. Lebt authentisch, er druckt das Gefühl aus, welches er gerade empfindet, kuschelt sich an, weil er Wärme und Geborgenheit sucht, umarmt jemanden, weil er die Person liebt!

Alle Menschen haben Emotionen, aber nicht alle zeigen sie. Die Rationalen bzw. Introvertierten haben ebenfalls eine reiche Gefühlswelt nur halten sie sie unter dem Deckel. Das ist der Unterschied.
 
  • #24
Liebe 4nj4,

ich würd an deiner Stelle mal folgendes machen. Frag ihn, wenn er das nächste mal mit den Augen rollt, warum er überhaupt mit dir zusammen ist. Ich mein, was ist das denn für eine Beziehung wenn er so gar keinen Respekt vor dir hat.

Für mich kommt das auch eher, wie Herakles schon sagte, wie eine Bedürftigkeitsbeziehung rüber. Er will nicht allein sein.

Überleg doch mal was das mit deinem Selbstwertgefühl macht. Vom Partner nicht ernst genommen und somit nicht respektiert zu werden, kann auf dauer am Selbstbewusstsein kratzen.

Da du dich nicht trennen kannst, also seine "Arschtritte" geduldig aushälst, würde ich den Spiess umdrehen. Statt bedürftig und bettelnd daherzuschleichen, stell ihn zur Rede.

Warum mit einem Menschen zusammensein, den man ständig kritisiert, belächelt, der einen sogar nervt ?

Dann schau dir die Antwort mal genau an. Wer weiss, vielleicht willst du diese Beziehung dann nicht mehr führen, weil du dir zu gut bist.

Alles Gute !

w35
 
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  • #25
Hallo FS
Ich habe einen guten Kumpel und seine Beziehung ist ähnlich.
Sie macht alles für ihn, ist anhänglich, bietet sich permanent an und mittlerweile gibt sie sogar Job und alles für ihn auf da er umzieht und sie mit muss.
Er will und kann nicht allein sein, sie ist auf Abruf bereit und das ist natürlich super für ihn.
Er befriedigt seine Bedürfnisse nach guten Gesprächen (die er mit ihr anscheinend nicht führen kann) mit anderen, datet sogar nebenher und alles.
Und wenn sie dann mit ihren Kindergarten-Geschichten bei ihm ankommt, dann ist er genervt, sie merkt es und fängt an zu heulen, er ist dann noch mehr genervt und geht auf Abstand.
Sie kommt dann wieder hinterher und wenn er einsam ist, dann lässt er sie auch antanzen und verspricht Besserung...
Ich finde es schlimm, sein Verhalten ist inakzeptabel aber sie glaubt ja niemanden, auf sein Verhalten hingewiesen wurde sie oft genug.
Falls es sich bei dir ähnlich anfühlt, lass es.
w, 43
 
  • #26
ch sehe das bestimmt alles zu verbissen, oder!? Ich bin zu allen Kompromissen bereit, aber um Liebe und Zuneigung ständig betteln?
Ich glaube einfach, dass kann ich auf Dauer nicht.
Und er kriegt es an den Nerven, weil ich auf alles so emotional reagiere.
Aber ich liebe ihn und möchte mich nicht trennen. Also bleibt nur Geduld, oder!?
Nejn, du siehst es nicht zu verbissen, es stimmt lediglich die Kompatibilitaet nicht bei euch z.B. Naehe/Distanz. Ich wuerde unter diesen Umstaenden niemals bleiben, denn du wirst immer darunter leiden, aendern wirst du an deiner Situation nichts, wenn du dich nicht trennst! Also bleibe noch so lange, bis du es nicht mehr aushaelst, fuer mich ist das verplemperte kostbare Lebenszeit!
 
  • #27

Ich halte es für einen Fehler, zu "allen" Kompromissen bereit zu sein, nur um ein wenig Liebe und Zuneigung zu bekommen. Ich bin auch überzeugt, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann. Am Beginn einer Beziehung lernt man sich kennen. Wenn dann schon gravierende Probleme auftreten, würde ich nicht mehr weiter "investieren". Es ist absehbar, dass es mit der Zeit nicht besser wird, Du rennst schlicht in Dein eigenes Unglück.

Kompromisse solltest Du nur bei den Punkten eingehen, die Dir nicht wirklich wichtig sind.
 
  • #28
... also muss da mal was los werden. Bzw. nachfragen!
Ich (w35) bin seit kurzem "eigentlich" glücklich in einer Beziehung. Ich liebe ihn so wie er ist, obwohl wir vom Charakter ziemlich unterschiedlich sind. Er introvertiert, ich extrovertiert. Er rational, ich emotional.

Wo liegt der Fehler?

Nach kurzer Zeit den Mann schon als den Partner bezeichnen, gleich von Liebe schreiben und ... extrovertiert und introvertiert passt selten zusammen! Bitte darüber nachdenken, was hier falsch gedacht wird.

Was ist an diesem Mann wirklich so liebenswert?

W Ü50
 
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