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Gast

  • #31
Hier Nr. 26

Ich gehe auch zu einer Angehörigen-Gruppe :)
Es ist sehr schwierig, sein Verhalten im Moment zu deuten aus der "Ferne". Entweder befindet er sich in einer Selbstmitleidsphase und hofft so, rein "strategisch" dein Herz erweichen zu können oder er ist ganz klar und lässt sich in seinen Schmerz fallen. (Ich hoffe, er ist nicht suizidgefährdet?) Auf alle Fälle sind es Kontaktversuche! Wenn du ihn liebst und ihn wirklich so annehmen kannst, wie er ist und auch Grenzen setzen kannst, würde ich mich treffen mit ihm und ihn mal fragen, wie er sich denn sein weiteres Leben so vorstellt. Sag ihm doch auch, was du empfindest, offen und ehrlich und dass du nicht weg gehen willst (oder wirst?) Ich würde aber bezüglich Medis kein Wort verlieren und die Einnahme nicht zur Bedingung eines Neuanfangs machen. Therapie eher.
Was du übrigens über seine Familie geschrieben hast, macht mich sehr traurig. Hat er wohl jemals, ausser von Dir, Unterstützung für eines seiner Vorhaben bekommen? Offenbar ist er im Stande, einiges zu leisten und auf die Beine zu stellen, wenn er sich geliebt fühlt oder glücklich ist.
Viel Glück!
 
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Gast

  • #32
Hier FS,

danke für die Rückmeldung!
naja, mein herz is eh weich. es war ja seine entscheidung zu gehen. meine tür is an sich ja nicht geschlossen. aber ich muss mich wirklich vor weiteren kränkungen schützen, denn mein herz is halt gebrochen und ich bin in einer zwickmühle.
deswegen reagier ich eben nicht, aber es ist unglaublich schwer und gleichzeitig hab ich auch angst, er könne denken, ich habe kein interesse mehr an ihm. aber kontaktversuche gabs kurz nach der trennung auch und die endeten im desaster. nur hat er damals gemeint, es würd ihm so gut gehen und er sei so frei und unabhängig und hat mir auch von mädels erzählt, zu denen er "so einen guten zugang" hätte. und dafür will ich mich eben nicht "missbrauchen" lassen, das möcht ich nicht wieder haben. und ich möcht auch nicht für ihn da sein, weil er halt sonst keinen erreicht.

nur schreibt er jetzt eben, dass er viel weint und ich ihm so fehle und er sich so unverstanden fühlt. also momentan nix von "ich bin so frei und es geht mir so gut". könnt aber natürlich auch wieder kommen, wenn ich reagier... hach....
 
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Gast

  • #33
26.
Ich kenne Dein Dilemma aus meiner vorherigen Beziehung leider nur zu gut. Ich liebte ihn, wollte aber nicht mehr verletzt werden und dazu die Angst, er könnte denken, dass er mir nichts mehr bedeute, schwierig! Ich war da auch die Einzige, die sich kümmerte, keine Freunde, Familie wie die drei berühmten Affen...Vielleicht könntest du es ja jetzt schon mal mit einer Angehörigengruppe versuchen? Müsste aber von einer Fachperson geleitet sein, nicht dass Du bei einem Haufen frustrierter, gehässiger Partner oder Expartner landest! Oder ein Termin bei seinem Psychiater mit ihm zusammen? Ein Brief? Ich finde z.B. das, was Du in Deinem letzten Post geschrieben hast, absolut auch brieftauglich :)
 
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Gast

  • #34
Ich würde das Einnehmen der Tabletten zur absoluten Bedingung machen, für ihn selbst !
Er hat es ohne sie nicht geschafft, wieso soll er es jetzt tun?
Und nun, er kam mit der Tour "mir geht es gut " halt nicht weiter und probiert es jetzt mit weinen.
FS, lass du dich von einer Fachperson unterstützen - nicht wegen ihm sondern wegen dir!
Und was heisst bei mir so schlimm war - die letzte Mail ist keine 3 Monate her und darin versicherte er mir das er alle meine Fehler mir verzeihen wird und ich deshalb zurück kommen kann.
Wohlbemerkt, ich habe vor 20 Jahren Schluss gemacht!!!!!
Pass auf dich auf, um ihn müssen sich andere kümmern denn ansonsten gibt es am Ende 2 Kranke!
Poster 28
 
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Gast

  • #35
Ich würde das Einnehmen der Tabletten zur absoluten Bedingung machen, für ihn selbst !
Er hat es ohne sie nicht geschafft, wieso soll er es jetzt tun?
Und nun, er kam mit der Tour "mir geht es gut " halt nicht weiter und probiert es jetzt mit weinen.
FS, lass du dich von einer Fachperson unterstützen - nicht wegen ihm sondern wegen dir!
Und was heisst bei mir so schlimm war - die letzte Mail ist keine 3 Monate her und darin versicherte er mir das er alle meine Fehler mir verzeihen wird und ich deshalb zurück kommen kann.
Wohlbemerkt, ich habe vor 20 Jahren Schluss gemacht!!!!!
Pass auf dich auf, um ihn müssen sich andere kümmern denn ansonsten gibt es am Ende 2 Kranke!
Poster 28
Puh, da hast Du Dir aber einen wirklich extremen Fall geangelt! Aus meiner Erfahrung sind Depressionen nicht an solch krasse Wahrnehmungsstörungen und Stalking (ich nenne es jetzt mal so) gekoppelt.
Die FS hat die 2 Jahre Zeit mit ihrem (Ex)-Partner als grundsätzlich schön, bereichernd und normal erlebt, ohne dauernde Rückfälle. Als erstes muss der Mann von selber darauf kommen, dass die Medikamente ihm helfen und auch wirklich willens sein, diese zu nehmen, ohne Druck von aussen. Soviel ich verstanden habe, ist sie auch die einzige nahe Bezugsperson für ihn. Ich habe das selber auch erlebt und was wirklich das Wichtigste ist: Achtsam sein mit sich selber! Aber das ist leichter gesagt als getan, denn die meisten Menschen (Freunde, Verwandte usw.) verhalten sich genau so, wie immer wieder geschrieben wird: Sie suchen schnellstens das Weite, sobald sie die Worte "psychisch krank" hören. Erstaunlicherweise wurde/wird ein "Burn-Out" nie dieser Stigmatisierung unterworfen...aber das ist ein anderes Kapitel.
FS, befindet sich Dein "Partner" denn (wieder?) in psychiatrischer Behandlung? A propos, der Arzt darf Dir übrigens keine Auskunft geben, wenn ihr nur ein Paar seid, nur, weil Du das weiter oben geschrieben hast.
 
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Gast

  • #36
Hier die FS,

danke für die Meldungen. Tut gut darüber zu schreiben und andere Meinungen zu hören.

#32 Und wie endete dann alles?

das problem ist, dass ich ja jetzt eigentlich keinen kontakt mit ihm hab. das heißt, ich kann auch nicht mit ihm zum psychiater gehen. ich hab auch schon vermutet, dass der psychiater auch keine infos geben dürfte. darf ja ein arzt nie.

ich hab ihm heute vorhin einfach eine kurze meldung geschickt, dass mir das lied das herz bricht und ich auch sehr traurig bin. nicht mehr. wollt damit einfach signalisieren, dass ich nicht ganz weg bin, aber nicht zu viel von mir preisgeben - eben aus selbstschutz. ein bisschen auch abtesten, wie oder ob er drauf reagiert.

in wirklichkeit steht ein neubeginn eh nicht wirklich an im moment. es is gar nicht wirklich thema - nur in meinem kopf. wie es in seinem aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber mir gegenüber sagt er ja immer, dass es "nie mehr wird".

aber medikamente müssten sein. er muss natürlich selbst erkennen, dass die wichtig sind für ihn. bevor er das nicht sieht, seh ich sowieso wenig chancen, dass irgendwas in richtung beziehung passiert.

an sich hat er schon familie, die ihn unterstützt, aber er fühlt sich ja eben scheinbar grad von jedem missverstanden. schwer nachvollziehbar, dass es da nicht bei ihm klingelt, wenn er sich wirklich so unverstanden fühlt, dass er nicht überlegt, ob ihm da meds nicht helfen könnten. das hatte er vorher, als er die meds nahm (soweit ich weiß), nicht.

ich weiß nur, dass er nach der trennung einen termin beim psychiater hat, der ihm dann meds verschrieben hat, die er sich dann aber nicht besorgt hat, weil er meinte, sie nicht zu brauchen. hätte eine woche darauf noch einen termin gehabt, den er abgesagt hat. ob er jetzt wieder mal dort war, weiß ich nicht.

ich glaub zu seiner therapeutin geht er und er hat mal nach der trennung gesagt, dass sie ihm angeraten hat, diagnostik zu machen. aber sie hat auch gesagt, dass er die meds nicht nehmen muss, wenn er das gefühl hat, sie nicht zu brauchen. weiß natürlich nicht, ob das tatsächlich so war. vielleicht will sie auch sein vertrauen gewinnen, dass er die diagnostik dann macht.

ich werd mich bemühn auf mich zu achten. gelingt mir mal mehr, mal weniger. mit diesen traurigen nachrichten hat er mich halt wieder irgendwie mehr erreicht. aber ich wart halt mal weiter, bleibt mir wohl nix anderes übrig...
 
G

Gast

  • #37
Hallo FSin,

ich kann deine Situation nachvollziehen und verstehen.
Ich war der Mann einer psychisch schwer kranken Frau. Ich habe die Schwere der Krankheit immer heruntergespielt und ähnlich wie die Witwe von Robert Enke immer gedacht "mit Liebe kriegt man das wieder hin".
Außerdem bin ich sozial eingestellt und gebe vor Problemen nicht so schnell auf. Ich habe hohe Moralvorstellungen und verurteile niemanden wegen einer Krankheit.

Ich habe 7 Jahre meines Lebens damit verbracht, zu versuchen, diesen Menschen dauerhaft auf die Beine zu bekommen, weil ich sie geliebt habe und die Hoffnung hatte, das es noch etwas wird.
Ich habe Abgründe erlebt mit Polizei- und Notarzteinsatz. Ich fand es selbstverständlich, meine Frau über Wochen und Monate in der Psychiatrie zu haben und sie zu versorgen.

Ich habe auf einem Internetforum psychisch Kranker mein Leid geklagt und um Tipps gebeten.
Eine Frau schrieb mir: Intelligenz besteht darin, aus den Erfahrungen der Vergangenheit die Zukunft zu antizipieren.
Ich weiß genau, was die meinte und ich will nicht unintelligent sein.

Ich habe mich getrennt, verarbeite die Beziehung gerade und wundere mich, was da passiert ist.

Es ist eine Lebensaufgabe, als Angehöriger einen psychisch kranken Menschen zu betreuen. Du hast die freie Wahl, dies zu tun oder auch nicht.

m
 
G

Gast

  • #38
ich hab ihm heute vorhin einfach eine kurze meldung geschickt, dass mir das lied das herz bricht .. wollt damit einfach signalisieren, dass ich nicht ganz weg bin, aber nicht zu viel von mir preisgeben
ich werd mich bemühn auf mich zu achten. gelingt mir mal mehr, mal weniger. mit diesen traurigen nachrichten hat er mich halt wieder irgendwie mehr erreicht.
Liebe FS,
Nachrichten von der Dimension "Herz brechen..." sind wohl eher problematisch bis übertrieben. Kapp' den Kontakt zu ihm und lass' ihn agieren.
Warte nicht darauf, dass er Input für Dein Leben liefert, sondern lebe Dein Leben. Wenn er dann zu spät kommt und es gibt einen anderen - hat er eben Pech gehabt, denn Du warst ihm nicht wichtig genug. Die Folgen muss erspüren.
Halte Dich aus seiner Medikation rauas - er ist nicht entmündigt und Du verstehst es ohnehin nicht. Es ist seine persönliche Verantwortung, ob er seine Medikamente nimmt oder nicht. Nur wer die Wirkungen/Nebenwirkungen am eigenen Leib erfahren hat, sollte sich dazu äußern.
 
G

Gast

  • #39
Hier die FS,

#36 wie lange bist du nun getrennt? Wie gehts dir damit? Versucht sie, Kontakt mit dir aufzunehmen?

#37 ich hab mir lang überlegt, ob ich das mit dem "Herz brechen" schreiben soll. Seine Mutter hat mir den Rat gegeben (was eh die meisten sagen), dass ich auf MICH schauen muss und ihm Dinge mitteilen soll, wenn ich das möchte. Aber nicht, um etwas zu erreichen und möglichst ohne Erwartungen. Auch mit dem Risiko, verletzt zu werden. Deswegen hab ich mich entschlossen, das zu schreiben, denn der Song berührt mich eben unheimlich. Er hat nicht drauf reagiert, aber eigentlich find ich das ganz gut so. Gesehen hat ers ja.

Ja, wie gesagt, ich versuch, mein Leben zu leben und oft gelingt es (immer öfter) und dann eben nicht so sehr. Ich kann auch wieder Dinge genießen, aber in meinem Kopf spielt sich so viel ab, vor allem, wenn er sich dann eben meldet, beschäftigt es mich eben wieder verstärkt.

Es bleibt mir eh nix anderes übrig als einfach mein Leben zu leben, weiterzumachen und zu sehen, wohin es mich führt. Natürlich muss ER auf mich zukommen, wenn er das will. Ob oder wann das passiert, weiß ich eh nicht. Ich versuch, nicht zu warten.

Dass ich keinen Einfluss zur Zeit hab, weiß ich sowieso. Ich sprech ja nicht mit ihm über Medikamente. Und dass er selbst erfahren muss, is eh ganz klar. Ich will halt das Beste für ihn - auch wenn es ohne mich sein sollte :/
 
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Gast

  • #40
32 (26)
Finde ich gut, dass Du geschrieben hast. Hat Dir sicher auch etwas Druck weg genommen, nicht?
Bei mir endete es so, dass er eine neue Partnerin gefunden hat. Offenbar hat ihm die Verliebtheit so gut getan, dass er drei Monate stabil war, dann die ersten Probleme mit ihr, ihm ging`s wieder schlechter, sie wurde dann doch noch über seine Probleme aufgeklärt (ich war dann übrigens Schuld an seinem Zustand) und dann ging`s nicht lange und ich war wieder gefragt. Er war drei Tage bei mir und kehrte wieder zu ihr zurück. Ich weiss nur, dass sie irgendwann mit einer Lungenembolie (Ursache unklar...) ins Spital eingeliefert wurde...Er hat bis heute keine Krankheitseinsicht! Aber sein psychischer Zustand steht in direktem Zusammenhang mit der Anhäufung von Geld :)
Ich denke, Du machst alles richtig.
 
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Gast

  • #41
FS,

ja, obwohl er nicht drauf reagiert hat, gehts mir irgendwie besser, weil ich weiß, dass meine nachricht bei ihm angekommen ist. und es muss ihm ja nicht immer gleich "schlecht" gehen und vielleicht war sein bedürfnis einfach nicht allzu stark, mich zu kontaktieren.

irgendwie kenn ich mich nicht ganz aus. sprichst du (26) 32 von 2 verschiedenen beziehungen?
wie lang ist die trennung nun her?

danke, tut sehr gut, zu hören, dass ich "alles richtig" mache. keine ahnung obs so is, kann man wahrscheinlich auch nciht allgemein sagen, aber zurückhalten is wohl momentan das beste. erzwingen kann ich sowieso nix und geduld is in dem fall wohl das vernünftigste....
 
G

Gast

  • #42
Hallo FS, hier 26/32

Ja, ich spreche von 2 verschiedenen Beziehungen, entschuldige das Durcheinander :)
Post 26 ist über meine jetzige Beziehung mit einem depressiven Mann, der regelmässig seine Medis nimmt, die anderen Beiträge sind über meine letzte,10-jährige Beziehung ohne Krankheitseinsicht und ständigem Hin und Her. Daher meine Erfahrung und Erkenntnisse. Ich habe wohl ein besonders gutes Händchen bei der Auswahl "meiner" Männer...und nein, ich habe kein Helfersyndrom, oder doch, bei Tieren ;-)
 
G

Gast

  • #43
Hier FS,

#26/32 wow, du hast wohl wirklich ein gutes händchen. eine ehemalige arbeitskollegin hat mal gesagt, dass man im leben schon irgendwie an die menschen gerät, die zu einem passen. damit mein ich, dass die beiden männer zu dir passen/gepasst haben, weil du gut für sie und sie auch gut für dich sind/waren. jeder kriegt das, was er 'verdient' (und das mein ich nicht negativ).

aber ich glaub schon, dass sich die menschen, die rollen im leben spielen/spielten auf eine art ein wenig ähneln... tut sehr gut deine inputs, ich würd gern noch viel mehr von deinen erfahrungen wissen.

sonst nix neues. kein kontaktversuch zur zeit. einerseits machts mich ein bissi traurig, aber vielleicht is es gut so. ich versuch, mir nicht weiter allzu viele gedanken darüber zu machen...
 
G

Gast

  • #44
Ich bin auch zwei Jahre lang mit so einem Mann gewesen. Wenn er normal war, war alles so fantastisch "perfekt", und wenn er krank war, war es die Hölle. Ich konnte mich zwei Jahre lang von ihm nicht befreien, ich liebte ihn so sehr, und immer hoffte ich, dass es mit der Zeit besser würde, aber im Gegenteil wurde es mit der Zeit schlimmer, und am Ende fing er sogar an, gewaltätig zu sein, weil er grundlos eifersüchtig wurde. Das war das Ende für mich und ich habe vor zwei Monaten es geschafft, mein Herz endlich von ihm zu trennen. Ich finde es sehr traurig, dass es nicht funktionieren konnte, ich wollte ihn sogar heiraten. Aber endlich weiss mein Gehirn, dass es nicht gut für mich ist, und ich fühle mich mit der Trennung ganz ok. Er hat mir eine Zeit lang auch kranke SMS geschickt, aber ich habe nichts geantwortet, und jetzt lässt er mich in Ruhe.
Ich rate dir auch, den Kontakt zu ihm komplett aufzuhören.
 
G

Gast

  • #45
hier fs,

heißt das, dass du seit 2 monaten getrennt bist oder dass du seit 2 monaten mehr oder weniger mit der trennung zurecht kommst? hatte er eine diagnostizierte psychische störung? welcher art?

was meinst du mit 'kranken sms'?

wahnsinn, wie viele von ähnlichen erfahrungen berichten können...
 
G

Gast

  • #46
Hier FS,

#26/32 wow, du hast wohl wirklich ein gutes händchen. eine ehemalige arbeitskollegin hat mal gesagt, dass man im leben schon irgendwie an die menschen gerät, die zu einem passen. damit mein ich, dass die beiden männer zu dir passen/gepasst haben, weil du gut für sie und sie auch gut für dich sind/waren. jeder kriegt das, was er 'verdient' (und das mein ich nicht negativ).

aber ich glaub schon, dass sich die menschen, die rollen im leben spielen/spielten auf eine art ein wenig ähneln... tut sehr gut deine inputs, ich würd gern noch viel mehr von deinen erfahrungen wissen.
Da gebe ich Deiner Kollegin Recht :) Leider schaffen es viele Menschen nur nicht, dies auch so zu sehen, schade. Die 10-jährige Beziehung war sehr wichtig für mich, und ich möchte sie, trotz aller Schwierigkeiten nicht missen! Ich habe viel gelernt, vor allem über mich selber, ausprobiert, meine Grenzen überschritten, wieder gelitten usw. ABER ich bin dadurch ein anderer Mensch geworden, für mich im positiven Sinn, setze heute ganz andere Prioritäten, kann "Nein" sagen und gut zu mir selber schauen, achtsam sein. (Vorsicht: Absolutes IN-Wort bei Psychologen :)) Ich verspüre keinerlei Zorn oder Frust! Und mein jetziger Partner ist genau so, wie ich mir meinen "Lebensmann" immer vorgestellt und gewünscht habe, ich habe ihn mir also wirklich ehr und redlich verdient *ggg*

Liebe Grüsse
 
G

Gast

  • #47
@45: schön. ich glaub ehrlich gesagt jetzt schon, dass ich aus dieser beziehung einiges gelernt hab. schon währenddessen und auch jetzt. das mit den prioritäten zum beispiel - da hab ich während der beziehung schon einiges erkannt, was wichtig ist und was nicht so sehr.

ich hätt halt nur gern die möglichkeit, das ganze mit ihm nochmal 'auszuprobieren'. aber momentan rührt er sich nicht und ich krieg nix mehr mit... :/
 
G

Gast

  • #48
Hier die FS,
#36 wie lange bist du nun getrennt? Wie gehts dir damit? Versucht sie, Kontakt mit dir aufzunehmen?
/
Richtig getrennt seit einigen Monaten. Ich genieße es, nicht mehr für diesen Menschen verantwortlich zu sein. Eine große Last ist von mir abgefallen.
Wir haben Kontakt, weil wir ein gemeinsames Kind haben. Sie hat vor Gericht durchgesetzt, dass sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekam.

Ich werde mich nie wieder so ausnutzen lassen von einem psychisch kranken Menschen, der kaum redet, völlig lieblos ist, am liebsten herumliegt und sich versorgen lässt.
Früher war das anders, sonst wären wir nicht zusammengekommen.

Du hast wahrscheinlich selbst ein Problem. Kein normaler Mensch will sich so einen psycho-Kram langfristig antun.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Gast

  • #49
Hier die FS,

#47 das Gefühl, dass eine "Last" abgefallen ist, kenn ich. Gegen Ende der Beziehung hab ich immer versucht, nichts "falsch" zu machen, keinen Streit zu riskieren (was mir eh nicht gelungen ist und wahrscheinlich auch gar nicht gelingen konnte). Das muss ich nun nicht mehr. Ich würde es auch nicht mehr tun. Es bringt keinem was. Ich werde unglücklich, wenn ich alles unterdrück und - ich glaub - aus seiner Sicht hätte ich es eben sowieso nicht richtig machen können, denn wenn er gedacht hat, etwas sei so, dann habe ich mir den Mund fusslig reden können um ihn von meiner Sicht der Dinge überzeugen zu versuchen - es hat nicht funktioniert.

Ja, wahrscheinlich hab ich selbst ein Problem. Vermutlich auch mehrere. Haben wir das nicht alle irgendwo? Dieser "psycho-Kram" wie du es nennst, ist nun mal Teil eines Menschen, den ich liebe. Und ich liebe den Menschen und nicht die Krankheit. Ich möchte einen Menschen nicht verurteilen oder ablehnen, weil er krank ist. Ob ich es langfristig aushalten würde, weiß ich, ehrlich gesagt, nicht. Ich hab aber in der Zeit nun schon extrem viel gelernt. Über ihn, über uns und vor allem über mich selbst. Ich würds einfach echt gern ausprobieren, ob es funktionieren kann.

Leider ist grad vollkommene Funkstille. Ganz schwer auszuhalten. Ich will ihm gern schreiben, aber ich trau mich nicht. Ich hab Angst vor weiteren Verletzungen.
Außerdem will ich ihm halt auch die Möglichkeit geben, sich um sich selbst zu kümmern. Und wenn er doch draufkommt, dass er zu mir zurück will, soll er das natürlich aus freien Stücken tun und weil er sieht, dass es Veränderung und Arbeit braucht und das muss von ihm ausgehen. Aber ich halts kaum aus.
 
G

Gast

  • #50
Dann hat dir der liebe Gott diesen Mann geschickt, um an dir selber zu arbeiten und zu lernen, dass es gewisse Dinge halt im Leben gibt, die man aushalten lernen muss.

Glaube mir, es wird besser. Mir ging es auch mal so mit dir, mit der Zeit heilen alle Wunden.

Ich habe mich mit Sport abgelenkt. Das hilft mir immer sehr gut. Dann habe ich viel über Beziehungen, Persönlichkeitstypen usw. gelesen und dabei auch heraus gefunden, warum ich mir so einen schwierigen Fall an Land gezogen habe.

Daraus habe ich gelernt und heute lass ich die Finger von Männer, die mir nur Probleme bringen, aber keine halbwegs gesunde und schöne Beziehung.

Es gibt u.A. Bachblüten, die dir helfen, seelisch innerlich ruhiger zu werden, um diese Abnabhlungs- und Trauerphase besser durchzustehen.

w
 
G

Gast

  • #51
Ja, wahrscheinlich hab ich selbst ein Problem. Vermutlich auch mehrere. Haben wir das nicht alle irgendwo? Dieser "psycho-Kram" wie du es nennst, ist nun mal Teil eines Menschen, den ich liebe. Und ich liebe den Menschen und nicht die Krankheit.
hier #47:
Nein, wir haben nicht alle irgendwo psychische Probleme. Wir haben Stärken und Schwächen und brauchen manchmal etwas länger, um ein Problem zu lösen. Es gibt eine "Range" was normal ist und was krank und Grauzonen etc.
Du machst das gleiche, was ich gemacht habe: die Toleranzgrenze immer weiter verschieben und sich die Krankheit irgendwie schönreden von wegen es gäbe den guten Menschen hinter der Krankheit.
Mach es so, es ist dein Leben.

Sei dir aber auch im Klaren darüber, dass es jede Menschen gibt, die ein "normales" Leben führen als Paar. Wo sich beide lieben und unterstützen, zusammen Kinder kriegen und ganz "spießig" den Rest des Lebens glücklich miteinander sind.
 
G

Gast

  • #52
Hier die FS

#48 auch wenn ich nicht an den "lieben Gott" glaube: ja, den Gedanken hatte ich auch schon. Bin sowieso der Meinung, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn man ihn nicht immer verstehen kann. Hab auch schon angefangen, Bücher zu lesen. Tröstet irgendwie und tut ganz gut. Sport mach ich auch wieder seit der Trennung. Dennoch frage ich mich eben auch, was wäre, wenn ich mich bei ihm melden würde. Ich bemüh mich, es nicht zu tun, aber es fällt schwer. Aber auch hier denke ich: wenn es sein soll, dann wird es sein, dass wir wieder zueinander finden. Auch wenn mich viele vielleicht für naiv halten, wenn ich das schreibe.

#49 Da bin ich mir nicht so sicher. Ja, ok, wir haben nicht alle Borderline oder bipolare Störungen oder Persönlichkeitsstörungen, aber auch Spinnenphobie ist zum Beispiel eine Störung. Schon klar, dass das in Bezug auf Beziehungen natürlich wahrscheinlich wenig Rolle spielt.

Es GIBT den guten Menschen hinter der Krankheit. Ob ich die Krankheit schönrede, weiß ich nicht. Die Krankheit bestimmt nicht die ganze Persönlichkeit eines Menschen.

Ich bin mir auch klar, dass es "normale" Paare gibt. Schön für sie. Könnt ichs mir aussuchen, würd ich auch sowas wählen. Kann ich aber nicht. Vielleicht wird es mit meinem nächsten Partner so. Vielleicht wird der nächste aber der alte PArtner. Vielleicht wird der nächste auch einer mit anderen Problemen. Wer weiß das schon. Und auch bei "normalen" Paaren, kann einer oder auch beide an einer psychischen Störung erkranken.
 
G

Gast

  • #53
hier #47:
Nein, wir haben nicht alle irgendwo psychische Probleme. Es gibt eine "Range" was normal ist und was krank und Grauzonen etc.
.
Die FS hat doch nur geschrieben, dass alle Menschen irgendwo ein PROBLEM haben. Diese angebliche Liste würde ich dann gerne mal sehen, tönt sehr schwammig. Du hast Deine Beziehung offenbar noch nicht wirklich abgeschlossen, so viel Wut und Frust, die da noch sind...Auch schon mal an Dich als Auslöser gedacht?
Ich bin selber psychisch krank. Hab ich`s mir ausgesucht? Ja, klar! Lass ich mich gehen, liege in einer Ecke und werde bedient? Ja, natürlich, von morgens bis abends. Bin ich ein guter Mensch? JA und dieses Mal ganz ohne Ironie. Ich kann diese ewigen Pauschalisierungen nicht mehr hören oder lesen!
So, jetzt ist mir wohler :)
 
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Gast

  • #54
Liebe FS
Ich finde Dich toll. Du hast verstanden, worum es im Leben geht, nämlich darum, Erfahrungen zu machen, zu lernen und so zu wachsen. Das alles in Liebe! Du bist auf einem guten Weg und mit Deiner Einstellung schaffst Du alles :)
 
G

Gast

  • #55
Hier die FS

#52 tolles Posting, sehr sympathisch :)

#53 Danke für die Blumen, das ist schön zu lesen. Tut gut.

Seit ich nun nix mehr von ihm mitbekomm wirds immer schlimmer und schwerer, still zu bleiben. Ich hoff halt, dass es ihm auch so geht und er irgendwann "schwach" wird und sich meldet. Hab inzwischen einiges über bipolare Störungen gelesen und mir auch Bücher bestellt. Hilft mir schon und ich denk, das trifft in so vielen Dingen auf ihn zu. Aber natürlich kann ich keine Diagnose stellen, is mir schon klar. Aber es ist interessant und könnte zutreffen.

Was würdet ihr mir raten? Weiterhin standhaft bleiben versuchen und mich nicht melden? Weiter abwarten und mich erst in einigen Tagen/Wochen melden?
NAchts hab ich das Handy auf lautlos aber jeden morgen schau ich nach, ob was gekommen ist. Inzwischen bin ich einfach traurig, dass nix passiert :(

Das "Gute" is ja, dass es mir vor allem Morgens sehr schlecht damit geht. Da schreib ich ihm aber nicht, weil er da bestimmt schläft, wenn er immer nachts so lang unterwegs ist. Und abends, wenn ich könnte und auch zeit hätte, mich damit zu beschäftigen, geht es mir meistens ein wenig besser und ich halt es aus, es nicht zu tun. Komisch eigentlich, ich hätte selbst erwartet, dass ich nachts am meisten leiden werd. Aber es is morgens. Das bekannte Morgentief eben...
 
G

Gast

  • #56
Oje, das kenne ich, dieses Warten! Stress pur...Dass du Bücher liest und dich informierst, finde ich toll. Aber wird dadurch nicht dein Mitgefühl und dein Bedürfnis, ihm zu helfen verstärkt? Ich bin sicher, es gibt auch gute Bücher über "Angehörige", die DIR helfen würden.
Für die nächsten drei Tage verordne ich dir "innere Ferien" :) Gedanken an IHN sind verboten und du darfst nur Sachen machen, die dir gut tun.
Ich würde noch ein paar Tage abwarten, aber mir immer wieder sagen, dass alles so kommt, wie es muss und ihm in Gedanken einen schönen, guten Tag wünschen und ihm Kraft schicken. Ich weiss, das tönt sehr esoterisch, aber mir hat`s geholfen.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
 
G

Gast

  • #57
Hier dir FS

#55 naja, das Bedürfnis, es nochmal mit diesen Infos versuchen zu wollen ist schon da. Ich weiß eh nicht, ob ich es schaffen würde, aber ich würds so gern probieren.
Leider geht es mir zur Zeit so schlecht, dass ich es kaum schaffe, mal nicht an ihn zu denken. Ich merk zwar, dass sich mein Denken ändert, er ist einfach nciht mehr so präsent, aber dennoch gibts kaum einen Ort an dem wir nicht zusammen waren und der mich eben doch erinnert.
Ja, es kommt, wie es muss. Nicht aufgeben und stark bleiben. Wenns mir sehr schwer fällt, versuch ich mich damit zu trösten, dass ich (falls ich nicht zwischendurch schwach werd) ihm immer noch irgendwann mal ein SMS schreiben kann, wies ihm geht und so. Ob ichs dann noch will, wird man sehen. Es muss ja auch wieder bergauf gehen. Momentan wirds aber echt schlechter. Dabei wars schon wesentlich besser. Ich hab zur Zeit wieder viel mehr das Bedürfnis, mich zuhasue zu verkriechen und Bücher/Beiträge über Trennungen und/oder psychische Erkrankungen zu lesen. Bin mir nur nicht sicher, ob das nicht eigentlich kontraproduktiv ist, weil ich mich halt mehr damit beschäftig...
Heut wär unser offizieller 2. Jahrestag :(
Danke für die netten Worte. Freu mich natürlich auch weiterhin über Meinungen und/oder Erfahrungen.
 
G

Gast

  • #58
Das mit dem Informieren ist schonmal gut. Sei dir nur im Klaren darüber, dass selbst wenn ihr wieder zusammen kämt und du mit viel Emphatie und Gespür für das Richtige es schaffst, ihn "aufzubauen" und einige Jahre eine Beziehung zu führen, es ihm dennoch auch einmal wieder schlechter gehen kann, er sich wieder trennt und dir die Schuld gibt, dass es ihm schlechter geht.

Manche Psychotherapeuten forschen nach Stressoren im Umfeld und der Partner wird dann als ein solcher ausgemacht. Auch wenn der Partner vordergründig nichts falsch gemacht hat und sehr liebevoll war.
 
G

Gast

  • #59
Hier nochmals 55:
Ich würde die Plätze, an denen ihr zusammen wart, nicht meiden, im Gegenteil. Wieder ein "esoterischer" Rat: Dorthin gehen, an die schönen Zeiten denken, danke sagen und die Erinnerungen in einer fiktiven Schublade platzieren. (Natürlich darfst Du auch weinen) Du entdeckst sicher überall etwas Schönes, was Dir als "Paarteil" entgangen ist und schon hast Du eine neue Erinnerung. Diese kleinen Rituale, die ich selber für Diverses immer wieder gebrauche, wirken erstaunlich gut. Die Kraft der Gedanken ;-)
 
G

Gast

  • #60
Hier FS

#57 ja, das ist mir klar. einerseits macht mir das natürlich auch große angst und andererseits hat man ja sowieso nie eine garantie. ich denk immer noch, dass unsere liebe besonders und groß war/ist und dass es vielleicht gehen könnte. aber vielleicht red ich mir das auch nur ein. und irgendwie fühl ich mich auch blöd dabei, sowas zu schreiben, wo es momentan gar keine anzeichen auf versöhnung gibt. ich versuch einfach die zeit verstreichen zu lassen und zu sehen was kommt.

#55 und 58
naja, es kommt drauf an. ich muss nicht bewusst wo hin gehen, wo er sein könnte oder wo wir ständig waren, aber ich war und bin natürlich dennoch öfter an "gemeinsamen" orten. lässt sich kaum vermeiden, wir waren sehr viel zusammen unterwegs. außerdem kann und will ich deswegen ja auch nicht mein gesamtes leben umkrempeln und schöne orte meiden...
 
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