• #1

Partner redet vom Auswandern

Mein Partner und ich sind ü40 und bereits einige Jahre ein Paar.

Er ist selbstständiger Informatiker und hat einen Sohn (8J.) aus erster Ehe.

Nun erwähnt mein Partner in letzter Zeit häufig, dass es mit "Deutschland bergab gehen" würde, was ihn noch halten würde, sei sein Kind. Mich könnte er ja "mitnehmen".

Ich habe ihm bereits mehrfach gesagt, dass dies für mich nicht in Frage kommt. Ich habe hier einen sehr sicheren Arbeitsplatz im ÖD, der ein Sechser im Lotto für mich ist! Außerdem mag ich Deutschland, meine Freunde und die soziale Absicherung.

Er kann mit seinem Job hingehen überall arbeiten, ich werde niemals im Leben wieder so eine gut bezahlte Stelle finden.
Sein Sohn ist ja noch recht jung, aber ich frage mich- was ist, wenn das Kind mal 18 wird? Ist er dann auf und davon?

Wie ernst sollte ich solche Sprüche nehmen?
 
  • #3
Nun erwähnt mein Partner in letzter Zeit häufig, dass es mit "Deutschland bergab gehen" würde,
Er soll aufhören die BILD zu lesen.
Es gibt noch weitere 'alternative' Medien, die ständig ein sehr negatives Bild dieser Republik verbreiten. Diese werden auch gerne in Gruppen bei facebook, instagramm, telegram usw. verbreitet.
Liest man so etwas nicht mehr, dann geht es auch nicht mit Deutschland bergab.

Guck dir mal diesen thread an:

https://community.elitepartner.de/forum/frage/wie-mit-den-taeglichen-horrormeldungen-umgehen.87263/

Zum Schluss wird klar was sie mit 'Horrormeldungen' meint.

Wer wirklich auswandern will, hat ein Ziel, einen Traum. Er begründet seinen Auswanderungswunsch also positiv.
PS: Du tust mir leid, dass du einen so negativ eingestellten Partner hast. Lass dich bitte nicht mit runterziehen.
Dir alles Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Hallo,

mein Partner nervt mich damit auch. Lustigerweise mit der gleichen Begründung wie deiner. Und in Schweden, Dänemark etc ist ja alles besser... blablabla. Er ist Handwerker und würde sich wahrscheinlich leichter in einen Job einfügen als ich mit meinem Bürojob.

Ich für meinen Teil kann mir daher auch keine Auswanderung vorstellen. Hier lebt meine zum Teil schon recht betagte Familie, hier ist mein sicherer Job. Dazu sprechen wir außer englisch keine Fremdsprache und haben keine Kontakte in die jeweiligen Länder. Ich würde seine Pläne ernster nehmen, wenn wir die Länder wirklich kennen würden, Freunde dort hätten und die Sprache lernen würden.

Letzten Endes würde ich meinen Partner ziehen lassen, wenn er unbedingt auswandern will, würde aber nicht mitkommen. Dann hätten wir halt eine Fernbeziehung.
 
  • #5
Mein Partner und ich sind ü40 und bereits einige Jahre ein Paar.

Er ist selbstständiger Informatiker und hat einen Sohn (8J.) aus erster Ehe.

Nun erwähnt mein Partner in letzter Zeit häufig, dass es mit "Deutschland bergab gehen" würde, was ihn noch halten würde, sei sein Kind. Mich könnte er ja "mitnehmen".

Ich habe ihm bereits mehrfach gesagt, dass dies für mich nicht in Frage kommt. Ich habe hier einen sehr sicheren Arbeitsplatz im ÖD, der ein Sechser im Lotto für mich ist! Außerdem mag ich Deutschland, meine Freunde und die soziale Absicherung.

Er kann mit seinem Job hingehen überall arbeiten, ich werde niemals im Leben wieder so eine gut bezahlte Stelle finden.
Sein Sohn ist ja noch recht jung, aber ich frage mich- was ist, wenn das Kind mal 18 wird? Ist er dann auf und davon?

Wie ernst sollte ich solche Sprüche nehmen?
Du verlierst ja erstmal nichts wenn er für sich so plant und du deinen gewohnten Alltag hast. Lass ihn ziehen und schau dir dann "sein Land " bei Besuchen an.

Es heißt ja, Reisende soll man nicht aufhalten. Vielleicht kommt er ja zurück oder nach einer Frist geht es entzwei. Aber dann kannst du es nicht ändern. Bloß wenn er so unbedingt das will, geh nicht dagegen an und reibt euch auf. Alle Leichtigkeit und Ruhe der Beziehung wäre dahin.

Möglich er meckert nur und bewegt sich nicht. Dann weißt du auch woran du bist. Ich hatte auch einen Freund, der wollte immer viel (drüber reden). Bewegt hat er sich null.
 
  • #6
Er soll aufhören die BILD zu lesen.
Es gibt noch weitere 'alternative' Medien, die ständig ein sehr negatives Bild dieser Republik verbreiten. Diese werden auch gerne in Gruppen bei facebook, instagramm, telegram usw. verbreitet.
Liest man so etwas nicht mehr, dann geht es auch nicht mit Deutschland bergab.

So sehe ich es auch!

Natürlich hat sich die Lebensqualität stark verringert, das merke ich natürlich auch.
Dennoch habe ich hier ein sehr gutes Sozialsystem, welches mich im Notfall auffängt, dazu eine Krankenversicherung, Urlaub und einen gut bezahlten Job im Home Office!

Dazu kann und will ich meinen Job im ÖD nicht aufgeben, da er mir eine VBL-Zusatzrente von monatlich ca. 1000 Euro ermöglicht, auf die ich angewiesen bin und weil er mir auch einfach Freude bereitet. Andere Stellen, auf die ich mich beworben hatte, waren weitaus schlechter bezahlt.

Ich werde definitiv hier bleiben! Wenn er gehen soll, bitte. Meine Lebensgrundlage werde ich niemals aufgeben, die habe ich mir hart erkämpft!
 
  • #7
Letzten Endes würde ich meinen Partner ziehen lassen, wenn er unbedingt auswandern will, würde aber nicht mitkommen. Dann hätten wir halt eine Fernbeziehung.

In meinem Fall ginge auch ein Kompromiss- er arbeitet einen Monat lang im Jahr von Bali oder Australien aus und kommt dann wieder.

Ehrlich gesagt fände ich es den Oberhammer, wenn er wirklich auswandern würde, obwohl sein Kind in Deutschland lebt! Welches Elternteil tut so etwas?
 
  • #8
Ich werde definitiv hier bleiben! Wenn er gehen soll, bitte. Meine Lebensgrundlage werde ich niemals aufgeben, die habe ich mir hart erkämpft!
Mach das bloß nicht. Schon mal gar nicht für jemanden, der offensichtlich für SICH Pläne schmiedet und selbstverständlich davon ausgeht, dass du dich in sein Lebenskonzept einfügst.

Vor 3 Jahren habe ich genau das gemacht, der vermeintlichen Liebe gefolgt fast 800km von Zuhause entfernt. Super Job aufgegeben, tolle Wohnung, Freunde und Familie zurück gelassen. Nach 3 Monaten meinte er dann, er möchte doch wieder zurück. Gut, glücklich war ich dort auch nicht.
Dann kam Corona. Er ging problemlos in seine alte Firma zurück, bei mir ging es zu dem Zeitpunkt nicht mehr.
Meine Job-Zusagen wurden aufgrund der ungewissen Situation alle zurück genommen und ich wurde arbeitslos. Für ihn war alles super, wir haben in seiner Eigentumswohnung gelebt und ich habe trotzdem von meinem Arbeitslosengeld Miete gezahlt.
Habe natürlich weiter versucht, mich zu bewerben, habe Fortbildungen gemacht. Bis dann im November 2020 der erlösende Anruf von meinem alten Arbeitgeber kam mit der Frage, ob ich nicht zurück kommen möchte.
Zu dem Zeitpunkt haben wir uns bereits getrennt und er wollte mich (verständlicherweise) raus haben aus seiner Wohnung, zumal er bereits einen Monat nach der Trennung eine neue Freundin hatte.
Er hat natürlich versucht, alles fair zu machen aber getrennt ist getrennt und auch sein Leben musste weiter gehen. Ich wollte ja selbst auch schnellstmöglich raus.
Aber finde mal eine Wohnung in einer Großstadt als Arbeitslose und mitten in der Corona Krise. Mit dem neuen (alten) Job kam dann auch die Wohnung. Aber es hat mich lange Zeit gekostet, mich zu erholen von allem.
Nie wieder würde ich so etwas machen wenn die Qualität der Beziehung so einen Schritt gar nicht rechtfertigt. Bzw. wenn ich so etwas machen würde dann nur wenn ich bereit wäre, auch ohne den Partner dann in dieser anderen Gegend zu bleiben.
 
  • #9
Ich finde so ein denken, wo die ganze Phanatsie sich in eine Richtung bewegt als hätte man kein Kind, zeigt dass man innerlich nicht wirklich in der Elternrolle drinnen ist.

Wenn er wirklich das Gefühl hatte für sein Kind da sein zu wollen, versteht dass ein Kind ihn brauchen könnte, im Alltag oder Notfall, dann würde er sich sowas gar nicht so weit vorstellen.

Ist er denn emotional wirklich mit dem Kind verbunden ? Kommt es zb vor dass er merkt dass sich seit 2,3 Tagen die Stimmung beim Kind verändert und versucht dann herauszufinden ob es vielleicht ein unangenehmes Erlebnis hatte von dem es nichts erzählt ? Macht er sich öfter Gedanken darüber wie die Dynamik in der Klasse, Freundesgruppe, mit der Lehrerin oder neuen Hortbetreuerin ist und beobachtet er bei Veränderungen im sozialen Umfeld die Stimmung des Kindes und interveniert zur Not ?

Wenn nein hat er wenig Bezug dazu, und er würde sich leicht davonmachen können. Er wird sich das, wenn er der Meinung ist sein Kind hätte die in Deutschland übliche materielle Versorgung auch gut irgendwie rechtfertigen können.

Es ist ja immer der Unterschied ob man ein Kind innerlich emotional durchs Leben begleitet oder oberflächlich versorgt, ähnlich wie man ein Haus in Schuss hält.
 
  • #10
Du kannst ihn ja mal fragen, wie ernst er das meint, vielleicht sind das so Midlifecrisis-Gedankenspiele, in dem Alter überlegen viele, ob sie nochmal was verändern sollen, nochmal irgendwie ein Neuanfang.

Nimmt er dich nicht ernst? Du sagst ihm doch, du willst das nicht, also müsste er alleine gehen. So ganz alleine im Ausland ... Muss man wollen. Eigentlich werden vielen im Alter Partnerschaft, Familie, Freunde und Heimat wichtiger. Aber wer weiß, vielleicht startet er ja auch mit 50, wenn sein Sohn volljährig ist, so richtig durch im Ausland und lässt es krachen. Kann er Schwedisch oder Dänisch? Klar, mit Englisch kommt man heutzutage durch, erst recht als Informatiker, aber ob das dann in der Realität wirklich alles so toll ist? Es sagt sich jedenfalls immer leicht.

Wenn er im Homeoffice arbeitet, kann er ja mal so ein paar Arbeitsurlaube woanders machen und gucken, wie es ihm gefällt.

Ich finde zwar auch einiges suboptimal hier im Land momentan und schon länger, aber es ist meiner Meinung nach trotzdem noch sehr lebenswert und definitiv nicht alles schlecht.
w27
 
  • #12
Da spricht vor allem der Frust aus ihm. Noch ist sein Kind relativ klein und wenn dieses in 10 Jahren volljährig ist, wäre dein Partner schon ü 50. Das ist ziemlich alt, um sich im Ausland neu in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Vielleicht vertagt er dann die Idee auf das Rentenalter.
Um welche Länder geht es denn konkret? Die skandinavischen?
Dazu sprechen wir außer englisch keine Fremdsprache
Das ist schon einmal schlecht. Bekanntlich lernen sich Sprachen im Alter weniger leicht, insbesondere wenn man nicht so sprachenaffin ist bzw. über die Jahre hinweg nicht ständig neue Sprachen hinzugelernt hat. Auch die skandinavischen Sprachen sollte man beim Erwerb nicht unterschätzen, obwohl es sich um germanische Sprachen handelt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung weil ich an einer skandinavischen Uni studiert habe.
Letzten Endes würde ich meinen Partner ziehen lassen, wenn er unbedingt auswandern will, würde aber nicht mitkommen.
Das ist ein Statement. Seine Auswanderungsvorstellungen hingegen klingen nach einer fixen Idee und sonst nichts weiter.
 
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  • #13
Mein Partner und ich sind ü40 und bereits einige Jahre ein Paar.

Er ist selbstständiger Informatiker und hat einen Sohn (8J.) aus erster Ehe.

Nun erwähnt mein Partner in letzter Zeit häufig, dass es mit "Deutschland bergab gehen" würde, was ihn noch halten würde, sei sein Kind. Mich könnte er ja "mitnehmen".

Wie ernst sollte ich solche Sprüche nehmen?
Wie ernst du es nehmen sollst kann dir hier natürlich niemand sagen. Generell ist Auswandern umso leichter, je jünger die Person ist. Ich glaube ja, der redet nur, das klingt einfach nur unzufrieden, völlig unausgereift und weltfremd…

Er lebt jetzt in einem der reichsten Länder der Welt, Sehnsuchtsort für Millionen von Menschen weltweit. Glaubt er ernsthaft, dass woanders die Welt rosarot und heile ist?

Ich würde es umso ernster nehmen, je konkreter die Pläne sind, aber das liest sich überhaupt nicht so, eher wie Stammtischgerede:

- Wo würde er hinwollen? War er da überhaupt schon mal!?
- Kennt er die Einwanderungsbedingungen des Landes?
- Kann er die Sprache?
- Kennt er da Leute? Hat er hierzulande Freunde?
- Wie stellt er sich das mit dem Sohn vor, will er ihn dann gar nicht mehr sehen? Und mit dir?
- Wie stellt er sich das mit Krankenversicherung und Rente vor?
- Wie gesund ist er?
- Wo will er wohnen?
- Hat er finanzielle Rücklagen? Wovon will er leben, wenn er gerade mal nicht arbeiten kann?
- Kann er mit der sozialen Isolation, die unweigerlich eintreffen wird, umgehen?
 
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  • #14
Ich finde so ein denken, wo die ganze Phanatsie sich in eine Richtung bewegt als hätte man kein Kind, zeigt dass man innerlich nicht wirklich in der Elternrolle drinnen ist.

Wenn er wirklich das Gefühl hatte für sein Kind da sein zu wollen, versteht dass ein Kind ihn brauchen könnte, im Alltag oder Notfall, dann würde er sich sowas gar nicht so weit vorstellen.

Ich vermute eine Art Trotzreaktion bei ihm.

Sein Sohn wird gerade vom neuen Ehemann seiner Ex-Frau mit großgezogen, der Sohn ist schwer begeistert vom Neuen der Mutter.
Mein Freund möchte seinen Sohn häufig sehen, die Mutter behauptet aber, der Sohn sei beim Musikunterricht oder müsse Hausaufgaben machen.

Alle 14 Tage ist das Kind über das Wochenende bei ihm, das Verhältnis ist ansonsten sehr eng.
 
  • #15
Du kannst ihn ja mal fragen, wie ernst er das meint, vielleicht sind das so Midlifecrisis-Gedankenspiele, in dem Alter überlegen viele, ob sie nochmal was verändern sollen, nochmal irgendwie ein Neuanfang.

Nimmt er dich nicht ernst? Du sagst ihm doch, du willst das nicht, also müsste er alleine gehen. So ganz alleine im Ausland ... Muss man wollen. Eigentlich werden vielen im Alter Partnerschaft, Familie, Freunde und Heimat wichtiger. Aber wer weiß, vielleicht startet er ja auch mit 50, wenn sein Sohn volljährig ist, so richtig durch im Ausland und lässt es krachen. Kann er Schwedisch oder Dänisch?

Wieso Schwedisch oder Dänisch?

Er weiß noch nicht mal, in welches Land er gehen würde. Bisher sind es nur unkonkrete Floskeln.

Wenn er wirklich mit 50 ohne mich auswandern würde, ja dann ist ihm nicht mehr zu helfen.
 
  • #16
Das finde ich schwierig zu beurteilen. Ist es in irgendeiner Form konkret? Bestimmtes Land oder bestimmter Zeithorizont? Oder nur ein Gedankenspiel aufgrund der hier doch im Moment von nicht wenigen als unsicher beurteilten Lage?

Bisher sagt er nur, dass Deutschland immer schlimmer wird und dass es nicht sein Land ist. Er fühlt sich hier nicht mehr wohl.

Er hat aber noch kein konkretes Land, keine Pläne oder einen Zeithorizont erwähnt.
 
  • #17
Wenn er wirklich mit 50 ohne mich auswandern würde, ja dann ist ihm nicht mehr zu helfen
Ja, aber die entscheidende Frage ist doch, was DU dann machst? Und ob du nicht weitere 10 Jahre auf eine Beziehung „verschwendest“, die dann eh vorbei ist und du hast praktisch deine Zeit verplempert.
Es spielt doch keine Rolle, was ER will, sondern was DU für dein Leben willst und ob es noch der richtige Partner für dich ist. Schon alleine auch wegen seines Dauer-Nörgelns. Wenn ihr keine gemeinsamen Ziele habt dann kannst du die Beziehung vergessen.
 
  • #19
Er soll aufhören die BILD zu lesen.
Es gibt noch weitere 'alternative' Medien, die ständig ein sehr negatives Bild dieser Republik verbreiten. Diese werden auch gerne in Gruppen bei facebook, instagramm, telegram usw. verbreitet.
Liest man so etwas nicht mehr, dann geht es auch nicht mit Deutschland bergab.

Guck dir mal diesen thread an:

https://community.elitepartner.de/forum/frage/wie-mit-den-taeglichen-horrormeldungen-umgehen.87263/

Zum Schluss wird klar was sie mit 'Horrormeldungen' meint.

Wer wirklich auswandern will, hat ein Ziel, einen Traum. Er begründet seinen Auswanderungswunsch also positiv.
PS: Du tust mir leid, dass du einen so negativ eingestellten Partner hast. Lass dich bitte nicht mit runterziehen.
Dir alles Gute.
Ist doch egal, was die Medien schreiben. Der Endresultat ist das einzige, was zählt. Mir geht es wesentlich besser seit ich nicht mehr in Deutschland lebe und vielen meiner Kollegen geht es auch so. Also muss doch etwas dran sein, wenn immer mehr diesen Schritt tun. Ob es nun beim Partner der FS das wirkliche Motiv ist, ist natürlich schwer zu sagen. Ich würde an Stelle der FS auch nicht mitgehen, wenn ich es nicht wirklich wollte.

@godot: ich schätze Deine Beiträge wirklich immer sehr, aber bitte sei auch so tolerant, dass es Menschen gibt, die in einem anderen Land momentan glüklicher sind. Das hat nicht mit Bildzeitung etc. zu tun, sondern ist ein Lebensgefühl. Es wandern seit jeher immer wieder Leute aus Deutschland aus, sei es wg. einem Job, der Liebe oder was auch immer. Keiner würde gehen, wenn er sich davon nicht ein besseres Leben versprechen würde. Das habe ich mir auch erhofft, und dem Partner der FS geht es genauso. Das ist doch völlig legitim.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
Ja, aber die entscheidende Frage ist doch, was DU dann machst? Und ob du nicht weitere 10 Jahre auf eine Beziehung „verschwendest“, die dann eh vorbei ist und du hast praktisch deine Zeit verplempert.

Ich habe dann nicht meine Zeit verplempert, sondern hatte eine schöne Zeit.
Hart gesagt kann es immer sein, dass der Partner geht- sei es durch Krankheit, einen Autounfall, eine andere Frau... ich lebe nicht in dieser Beziehung und denke, dass es automatisch hält, bis wir 100 Jahre alt sind.

Wünschenswert ist es natürlich.
 
  • #23
Liebe FS, brich mal gedanklich dein Leben auf das Wesentliche runter. Was/Wer ist wichtig? Ohne was kannst du nicht?
Was wäre, wenn die schönen Rahmenbedingungen deines Jobs plötzlich wegbrechen würden?

Frag mal die Leute aus der DDR, die für das System gearbeitet haben, wie es war, als plötzlich alles zusammenbrach, auf das sie gezählt hatten und an das sie geglaubt haben. Was glaubst du, was mit dem Sozialsystem passiert, wenn immer mehr Menschen daraus bedient werden und immer weniger einzahlen?

Wenn alles wegbricht und du an Punkt Null wärst : Was wäre dann, wer wäre dir dann wichtig? Könntest du dir vorstellen, ohne diesen Mann zu leben?

Wie ernst du ihn nehmen musst, hängt davon ab, was er für ein Mensch ist. Ist er ein Träumer und Meckerer oder ist er ein Macher?

Auf alle Fälle ist er ein bisschen übergriffig, wenn er dich nicht fragt was du willst. Aber dass er dich mitnehmen will und an seiner Seite haben will finde ich ja schon wieder ein bisschen süß. Das zeigt, dass zumindest du ihm wichtig bist, egal was kommt.

Vereinbare doch mit ihm, dass du mit ihm auswanderst, wenn dein Job wegbricht 😉
 
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  • #25
Bisher sagt er nur, dass Deutschland immer schlimmer wird und dass es nicht sein Land ist. Er fühlt sich hier nicht mehr wohl.

Er hat aber noch kein konkretes Land, keine Pläne oder einen Zeithorizont erwähnt.
Dann finde ich das einerseits nicht übermässig kritisch, andererseits ist es anstrengend für Dich.
Frag ihn dich mal, wie und wann er sich das konkret vorstellt.
 
  • #26
Nun erwähnt mein Partner in letzter Zeit häufig, dass es mit "Deutschland bergab gehen" würde
Da würde ich mich als erstes fragen, ob ich mit so einem Menschen überhaupt zusammensein will, denn mit ihrer Weltuntergangsstimmung (die ich für vollkommen unberechtigt halte) haben sie hohen Nervfaktor und das ist nichts für mich.

Ich habe ihm bereits mehrfach gesagt, dass dies für mich nicht in Frage kommt.
Dann denk drüber nach, ob Du in einer Schleudersesselbeziehung bleiben willst oder es voraussschauend beendest, weil zu unsicher.
Damit schaffst Du Dir Raum für eine Beziehung ohne Weltuntergangsstimmung und mit einer Perspektive die besser zu deinen Lebensvorstellungen passt.

Was gewinnst Du denn, wenn er Dir 10 Jahre so die Ohren volltextet und geht, wenn Du 50+ bist? Besser Du entscheidest für Dich, statt irgendwann, wann es ihm beliebt mit seinem Abgang beschieden zu werden.

Aber keine Frage, ich finde auch mit 50 noch einen neuen Partner.
Ja, aber warum 10 Jahre so einen Meckerprütt ertragen, wenn Du auch jetzt einen anderen finden kannst? Es ist ja nichts Gutes erkennbar, warum Du mit ihm zusammen bist.

Ich würde für mich drauf gucken, ob ich an dem wie es jetzt ist (negative Stimmung, Unsicherheit was er wann entscheidet) noch Freude haben und daraufhin jetzt für mich entscheiden.

Es ist wie mit den Frauen mit Kinderwunsch und den rumeiernden Männern: ihn aufgeben schafft neue Chancen, bei ihm bleiben bedeutet Verzicht auf was Wichtiges.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Wahrscheinlich Gerede. Wer tut sich das an? Woanders ist es auch nicht grüner.
 
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