• #31
Nun erwähnt mein Partner in letzter Zeit häufig, dass es mit "Deutschland bergab gehen" würde, was ihn noch halten würde, sei sein Kind. Mich könnte er ja "mitnehmen".
Was hast du dir denn da für nen Laberheini angelacht? Das ist doch nur Gequacker. Würd ich nicht ernstnehmen.
Ich habe ihm bereits mehrfach gesagt, dass dies für mich nicht in Frage kommt. Ich habe hier einen sehr sicheren Arbeitsplatz im ÖD, der ein Sechser im Lotto für mich ist! Außerdem mag ich Deutschland, meine Freunde und die soziale Absicherung.
Ok dein Standpunkt ist klar.
Er kann mit seinem Job hingehen überall arbeiten, ich werde niemals im Leben wieder so eine gut bezahlte Stelle finden.
Sein Sohn ist ja noch recht jung, aber ich frage mich- was ist, wenn das Kind mal 18 wird? Ist er dann auf und davon?
Da kannst du mal sehen, inwiefern in seinen Gedanken sein Sohn und auch du eine Rolle spielen. Wahrscheinlich einer, der sich vom Leben abgehängt fühlt und „endlich mal an sich denken will.“
Kannst du ihn nicht einfach fragen, wie ernst du ihn da nehmen sollst? Also genau die selben Fragen stellen wie hier und die gleichen Argumente bringen?

Wir können doch auch nicht in eine Glaskugel schauen und dir sagen, dass dein Partner auf und davon ist, wenn sein Kind 18 ist.

Außerdem denke ich, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, lass das Kind erstmal 18 werden, wenn es dann an die konkrete Umsetzung von „am liebsten würde ich…“ geht, werden die meisten Leute doch eh mit der Realität konfrontiert. Ich würde da erstmal entspannt bleiben.

Und, falls dein Freund es noch nicht bemerkt hat: es geht mit der ganzen Welt bergab. Da haben wir es hier noch ganz schön gut, bei allem Verbesserungsbedarf. Hat er denn mal geäußert, wo er hin will, was er da so toll findet, und was er glaubt, was er dort im Vergleich zu Deutschland nicht finden wird? Wovor will er denn eigentlich weglaufen?
 
  • #32
Liebe @Walhalla
Wie andere hier schon geraten haben, würde ich auch nochmal in Ruhe nachfragen was seine konkreten Beweggründe sind. Meine waren ein besserer Verdienst bei weniger Steuern. Auch wenn ich aktuell wieder näher an meinem Geburtsland lebe, sehe ich mich auch derzeit nicht nach Deutschland zurückkehren. Viele meiner Freunde haben es ebenfalls verlassen, ein Mix aus Singles, Familien und auch Selbstständige. Und das lag nicht unbedingt an der Bildzeitung. Gemein haben sie, dass sie sich für sich selbst oder für ihre Familien ein besseres Leben wünschen, und dies perspektivisch aufgrund der politischen Entscheidungen der letzten Jahre auf verschiedenen Ebenen in Deutschland nicht mehr für sich sehen.

Es geht auch nicht nur mit IT. Berufe aus Branchen wie Handwerk und Pflege sind gefragt und werden gut bezahlt. Als ich in AUS lebte traf ich eine Deutsche ca. Mitte 50, die sich ihren Lebenstraum erfüllen wollte in Australien zu leben. Sie kam aus der Pflege und ging mit Touri Visa alleine nach AUS. Sie ging nach Perth, bewarb sich dort und fand einen Job. Das war zu der Zeit etwa 3 Jahre her. Ich traf sie in Melbourne. Dort lebte und arbeitete sie mittlerweile. Was ich damit sagen möchte: Wo ein Wille ist, ist auch auch Weg. Und mit dem ein oder anderen Hack - in diesem Fall in weniger besiedelten und bei Auswanderern weniger beliebten Städten zu starten - kann es durchaus gelingen.

FYI Mit deutscher Staatsbürgerschaft und bis zum 35. Lebensjahr verfügt man über das Privileg sich auf diverse Working Visa bewerben zu können, bspw. AUS, CAN, NZ und einige asiatische Länder. Das ist vielen gar nicht bewusst aber es ist eine - so empfinde ich das - gute Chance das Leben im Ausland auszuprobieren.
 
  • #33
Er meinte nur, er hätte Pläne, noch nicht spruchreif und er würde sie noch nicht mitteilen.
Also eine wichtigtuerische Labertasche.

Da du aber schon sicher bist, nicht mitkommen zu wollen (Gratulation zu dieser klugen Entscheidung) - soll der doch machen, was er will. Lass den rumölen, du machst dein Ding. Haut der wirklich eines Tages ab, ist es ja sowieso vorbei mit der Partnerschaft.

Vollzieh eure Trennung schon mal gedanklich.

Kann aber auch sein, dass der gar nicht geht, sondern bloß Rosinen im Kopf hat.
 
  • #34
Hab ich, gepaart mit meinem Statement, dass ich nicht mitkommen werde.
Er meinte nur, er hätte Pläne, noch nicht spruchreif und er würde sie noch nicht mitteilen.
Frag ihn doch bitte, wie es aussieht wenn du nicht mitkommen wirst. Du sagst ja selber, dass du diesen Auswanderungsdrang nicht hast und dein Job Dir wichtig ist, was ich sehr gut verstehen kann, denn auswandern ist wirklich, wirklich schwierig. Besonders wenn du in ein Land gehst, das nicht besonders nah an Deutschland ist. Ausgewandert arbeitest du deutlich mehr als in Deutschland. Auch dieser Spruch, dass es mit Deutschland bergab geht, au weiah, ganz schön nervtötend
 
  • #35
Liebe @Walhalla
Wie andere hier schon geraten haben, würde ich auch nochmal in Ruhe nachfragen was seine konkreten Beweggründe sind. Meine waren ein besserer Verdienst bei weniger Steuern. Auch wenn ich aktuell wieder näher an meinem Geburtsland lebe, sehe ich mich auch derzeit nicht nach Deutschland zurückkehren. Viele meiner Freunde haben es ebenfalls verlassen, ein Mix aus Singles, Familien und auch Selbstständige. Und das lag nicht unbedingt an der Bildzeitung. Gemein haben sie, dass sie sich für sich selbst oder für ihre Familien ein besseres Leben wünschen, und dies perspektivisch aufgrund der politischen Entscheidungen der letzten Jahre auf verschiedenen Ebenen in Deutschland nicht mehr für sich sehen.
Du bist mutig das hier zu schreiben. Ich habe mir kürzlich diese Anmerkung auch erlaubt und einen üblen shitstorm kassiert. Wenn man in einem anderen Land besser lebt, ist man für manche gleich Bildzeitungsfan. Meine Kollegen ziehen momentan auch scharenweise weg und auch die Einheimischen sagen, sie würden momentan nicht in Deutschland leben wollen. Mein Partner liebäugelt momentan auch mit dem Gedanken, muss dafür aber auch nicht den Job wechseln.

Ich würde allerdings nicht für einen Mann wegziehen und einen guten Job aufgeben, aber letztendlich weiß man nie, wie sich alles entwickelt. Wenn sie aber selbst nicht hinter einer solchen Entscheidung steht, würde ich es definitv lassen.

Mod.-Anm:
Einen Satz entfernt. Bitte kein Politiker-/Parteien-Bashing, denn genau DAS führt regelmäßig zu Streitigkeiten in diesem Forum.
 
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  • #36
Du bist mutig das hier zu schreiben. Ich habe mir kürzlich diese Anmerkung auch erlaubt und einen üblen shitstorm kassiert. Wenn man in einem anderen Land besser lebt, ist man für manche gleich Bildzeitungsfan. Meine Kollegen ziehen momentan auch scharenweise weg und auch die Einheimischen sagen, sie würden momentan nicht in Deutschland leben wollen.
Ernsthafte Frage: in welchem Land oder Ländern lebt man denn besser?
 
  • #37
Ernsthafte Frage: in welchem Land oder Ländern lebt man denn besser?
„Besser“ ist eine persönliche Wahrnehmung. Wer Wert darauf legt, rundum abgesichert zu sein, findet es in D natürlich besser als woanders.
Aber nicht jeder empfindet diese äußere Sicherheit als „besser“.
Viele liebe die Mentalität woanders mehr und kommen damit besser klar, die Kultur des Landes, das Wetter, die Landschaft, Umgang mit der Natur, usw.
Nicht jeder macht sich zum Gefangenen einer vermeintlichen Sicherheit, sondern legt größeren Wert auf andere Aspekte des Lebens.
Das muss man gegeneinander abwägen und die eigene Entscheidung für sich treffen. Jeder Lebensentwurf ist legitim.
Es sollte auch niemand für den Partner den eigenen Lebenstraum aufgeben. Man lebt nur einmal. Und wenn man die Träume und Ziele nicht teilt dann ist immer einer unzufrieden. Dann muss man das auf respektvolle Weise lösen und dem anderen alles Gute wünschen.
 
  • #38
„Besser“ ist eine persönliche Wahrnehmung. Wer Wert darauf legt, rundum abgesichert zu sein, findet es in D natürlich besser als woanders.
Aber nicht jeder empfindet diese äußere Sicherheit als „besser“.
Viele liebe die Mentalität woanders mehr und kommen damit besser klar, die Kultur des Landes, das Wetter, die Landschaft, Umgang mit der Natur, usw.
Nicht jeder macht sich zum Gefangenen einer vermeintlichen Sicherheit, sondern legt größeren Wert auf andere Aspekte des Lebens.
Das muss man gegeneinander abwägen und die eigene Entscheidung für sich treffen. Jeder Lebensentwurf ist legitim.
Es sollte auch niemand für den Partner den eigenen Lebenstraum aufgeben. Man lebt nur einmal. Und wenn man die Träume und Ziele nicht teilt dann ist immer einer unzufrieden. Dann muss man das auf respektvolle Weise lösen und dem anderen alles Gute wünschen.
Das wäre auch meine nächste Frage gewesen, nämlich: warum lebt es sich dort - vermeintlich - besser?

Die soziale Absicherung ist z. B. Skandinavien höher, das gilt aber dummerweise dann auch für die Steuerlast. Ein Wohlfahrtstaat muss schliesslich finanziert werden.

Was Länder wie Thailand angeht, raten alle Thai-Masseusen davon ab, und Länder wie Australien, USA und Kanada wollen ziemlich viel Geld sehen, damit man sich dort niederlassen darf.

Aber Nachbar‘s Rasen ist nun mal immer grüner 😃…
 
  • #39
An Alle die auch damit liebäugeln Deutschland zu verlassen weil es hier so schlimm ist: Ich bleibe hier und kämpfe darum, dass es besser wird. In den letzten Jahren hat es hier für mich und viele andere Menschen Verbesserungen gegeben. In einigen Bereichen sehe ich sogar deutliche Verbesserungen.
Viele der Menschen, die Deutschland angeblich verlassen wollen weil es hier so schlimm ist, sind einfach nur Meckerer, die ihren Popo nicht hoch bekommen hier etwas anzupacken. Sie sehen auch nicht welche innenpolitische und gesellschaftliche Probleme es in den anderen Ländern gibt. Z.B. Frankreich, dort gibt es harte Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken. Das bekommt die Deutschland-ist-schlimm-Fraktion oft nicht mit weil sie die Landessprache nicht versteht oder ganz fest die Augen zumacht. Ich bin mittlerweile froh über jeden Meckerer der abhaut.
Ich könnte jetzt lange weiter zu diesem Thema schreiben, doch dann wird es zu politisch.
Im übrigen liebäugel ich durchaus mit der Möglichkeit wenn ich dann in Rente bin ins europäische Ausland zu ziehen. Aber nicht weil Deutschland so schlimm ist sondern weil ich ein anderes Land intensiv kennenlernen möchte.
Ich möchte noch einmal betonen, dass sich mein Text nicht grundsätzlich gegen das Auswandern richtet. Es ist ein Text gegen die Deutschland-ist-schlimm-Fraktion.
So ich werde jetzt zu dem Thema schweigen und hoffe, dass die Moderation meinen Text, vielleicht auch nur zum Teil, freischaltet.
 
  • #40
„Besser“ ist eine persönliche Wahrnehmung. Wer Wert darauf legt, rundum abgesichert zu sein, findet es in D natürlich besser als woanders.
Aber nicht jeder empfindet diese äußere Sicherheit als „besser“.
Viele liebe die Mentalität woanders mehr und kommen damit besser klar, die Kultur des Landes, das Wetter, die Landschaft, Umgang mit der Natur, usw.
Nicht jeder macht sich zum Gefangenen einer vermeintlichen Sicherheit, sondern legt größeren Wert auf andere Aspekte des Lebens.
Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich liebe die Mentalität hier, die Lebensfreude, die Lockerheit und dass jeder jeden so toleriert, wie er ist. Hier gibt es keine wüsten politischen Diskussion, weil jeder dem anderen seine Meinung läßt. Kein Etepetete mehr, jeder grüßt den anderen, Kinder toben bis Abends ohne das sich jemand beschwert. Das ist eine wunderbare Lebensart, das ist Leben. Es tut mir einfach gut. Ich habe in Deutschland in einer Siedlung gelebt, das war wie auf einem Friedhof und das wichtigste war, wer das größte Haus hat oder das dickste Auto. Hier ist das egal und wenn Du hier spazieren gehst, dann begegnen sich die Menschen mit einer Herzlichkeit, die ich nicht kannte. Deutschland liebe ich nach wie vor, aber es ist momentan keine Option für mich. Außerdem befinde ich mich noch in der komfortabelen Situation, dass ich ja alle Sicherheiten aus Deutschland genieße, da ich dort arbeite. Und on top habe ich hier eine Steuerersparnis, die ich nie für möglich gehalten habe. Besser geht´s nicht. 2025 sehe ich dann weiter. ;-)
 
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  • #41
.... die aber gern und komfortabel alle Sicherheiten aus Deutschland genießen kann incl. Steuerersparnis.

Da reicht es doch zu sagen:
Ja - ich lebe woanders. Wo's mir gut gefällt und weil ich so toll Geld sparen kann.

Aber wer spricht das so offen aus? Da kommt lieber als Begründung: Ja, die *piep*, die wir gerade haben - treibt die guten Leute weg.

Steuerparadiese waren schon immer gern gesehen. Prominente Mitbürger haben das schon vor 40 Jahren und noch länger her vorgemacht. Waren ganz andere Zeiten und andere Regierungen .... trotzdem hauten Reiche ab.
 
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  • #42
Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich liebe die Mentalität hier, die Lebensfreude, die Lockerheit und dass jeder jeden so toleriert, wie er ist. Hier gibt es keine wüsten politischen Diskussion, weil jeder dem anderen seine Meinung läßt. Kein Etepetete mehr, jeder grüßt den anderen, Kinder toben bis Abends ohne das sich jemand beschwert. Das ist eine wunderbare Lebensart, das ist Leben. Es tut mir einfach gut. Ich habe in Deutschland in einer Siedlung gelebt, das war wie auf einem Friedhof und das wichtigste war, wer das größte Haus hat oder das dickste Auto. Hier ist das egal und wenn Du hier spazieren gehst, dann begegnen sich die Menschen mit einer Herzlichkeit, die ich nicht kannte. Deutschland liebe ich nach wie vor, aber es ist momentan keine Option für mich. Außerdem befinde ich mich noch in der komfortabelen Situation, dass ich ja alle Sicherheiten aus Deutschland genieße, da ich dort arbeite. Und on top habe ich hier eine Steuerersparnis, die ich nie für möglich gehalten habe. Besser geht´s nicht. 2025 sehe ich dann weiter. ;-)
In welchem Land lebst du jetzt?
 
  • #43
An Alle die auch damit liebäugeln Deutschland zu verlassen weil es hier so schlimm ist: Ich bleibe hier und kämpfe darum, dass es besser wird. In den letzten Jahren hat es hier für mich und viele andere Menschen Verbesserungen gegeben. In einigen Bereichen sehe ich sogar deutliche Verbesserungen.
Für viele aber auch nicht (und dazu gehöre ich definitiv nicht), aber das willst Du natürlich nicht sehen, weil Du dich nur um Dich drehst. Dann kämpfe mal weiter, was ja auch gut ist. Ich mache mir derweil lieber ein schönes Leben. :cool: Ich habe genug gekämpft. Jetzt möchte ich endlich die Früchte ernten. Mich beschäftigen natürlich noch viele Dinge u. a. aus der Vergangenheit, aber sie haben z. T. nicht mehr diese Wucht wie früher. Ich fühle mich zum ersten mal seit langen wieder gut und lebendig.

Für die FS ist die Entscheidung aus meiner Sicht egentlich ganz einfach. Sie hat hier einen Job, den sie verständlicherweise nicht aufgeben möchte. Der Mann wäre mir für eine gemeinsame Zukunft zu schwammig. Natürlich weiß man nicht was kommt, aber was wäre, wenn sie hier alles aufgibt und dann geht es schief? Eine Bekannte ist auch für ihren Partner ausgewandert und hadert auch noch nach 5 Jahren damit, ob es die richtige Entscheidung war. Die FS muss von diesem Schritt 100 % überzeugt sein.
 
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  • #44
Prinzipiell darf jeder Mensch sich überlegen, wo er seine nächsten Jahre verbringen möchte.
Ich selber bin auch am Gehen - bin beruflich quasi durch. Italien war für mich schon immer das Land von Dolce Vita und Ars Vivendi .... also meins.
Mit Bildzeitung hat das nichts zu tun.
Auch ich sehe hier Entwicklungen die mir gar nicht gefallen. Aber die gibt es in Italien auch. Für mich war der Weg eigentlich klar - dann kam V. Sie hat es sich angeschaut - hat überlegt - und inzwischen freut sie sich auf die südliche Heimat. Das Meer in der Nähe. Den grossen Garten .....
Es gibt auch unterschiedliche Arten, auszuwandern. Deinen wohnen grenznah - für die ändert sich nur wenig - aber vielleicht Entscheidendes, wenn sie ins Nachbarland gehen. Andere bekommen auf Zeit ein tolles Angebot vom Arbeitgeber. Wieder andere wollen weit weg .....

Es schadet nicht, sich die Pläne anzuhören. Nach den Möglichkeiten zu fragen, die für einen selbst sich eröffnen würden.
 
  • #45
.... die aber gern und komfortabel alle Sicherheiten aus Deutschland genießen kann incl. Steuerersparnis.
Mich hat das selbst überrascht, dass das so läuft Ich habe ja seit Jahren an der Grenze gelebt und gearbeitet und habe mich damit nie beschäftigt. Wegen dem Geld wäre ich auch nicht gegangen. Das die Vorteile aber derartig krass sind hätte ich nicht für möglich gehalten und genieße das jetzt in vollen Zügen. Deutsche Sicherheit und eklatant (!) niedrigere Steuern im Wohnland. Jackpot. Diese Fakten waren bisher bei weitem nicht jedem in der Frima bekannt. Jetzt macht es immer mehr die Runde und seitdem gibt es eine regelrechte Wegzugswelle. Jetzt brauch ich zum Thema, warum es woanders durchaus besser sein kann wohl nichts mehr zu sagen.
 
  • #46
Liebe Inanna, ich hoffe, Du hast Verständnis dafür, dass ich das aus Sorge vor "Enttarnung" nicht verraten kann. Ich würde es wirklich gerne, aber ich weiß, dass früher z. B. auch meine Schwester zeitweise in diesem Forum mitgelesen hat. Wenn sie das und die anderen meiner Threads liest würde sie mich erkennen. Ich denke zwar, dass die Gefahr recht gering ist, aber ich bin diesbzgl. immer in Sorge. Ich hoffe, Du hast dafür Verständnis. Ich verrate immer gerne alles soweit ich das Gefühl habe, dass es mich nicht enttarnt. Wobei es manchmal sicher auch schon zu viel war.
 
  • #48
dass ich das aus Sorge vor "Enttarnung" nicht verraten
Nun man kann einige Nachbarländer ausschliessen. Länder in denen die Steuerlast und damit auch meist die Mieten teurer sind als in Deutschland:
Schweiz, Dänemark und die Niederlande.
PS: Ich sehe diesen kurzen Text nicht als brechen meines Schweigegelöbnisses, weil ich nichts politisches, eigentlich noch nicht einmal etwas inhaltliches, geschrieben habe.
 
  • #49
Liebe TE

schwieriges Thema.

Wir gehen auch, es war zwar anders geplant, aber Corona und der der Krieg in der Ukraine haben uns veranlassst unsere Pläne zu ändern. Unsere Gründe sind aber gerade wegen unseren Kindern und mein Mann hat schon mal 6 Jahre in Australien gelebt und gearbeitet.

Konkrete Vorstellungen fände ich eine Grundvorraussetzung, sonst hört sich das Träumereien an.

Allerdings hören sich Deine Beschreibung über ihn schon so an als wärst Du bereits soweit Dich über ihn lustig zu machen.
 
  • #51
Hab ich, gepaart mit meinem Statement, dass ich nicht mitkommen werde.
Er meinte nur, er hätte Pläne, noch nicht spruchreif und er würde sie noch nicht mitteilen.
Merkst du nicht, wie er mit dir spielt, ihr passt emotional nicht zusammen, ihr seid nicht kompatibel, in wichtigen Bereichen, für eine glückliche Paarbeziehung, er liebt dich nicht, hat sich innerlich schon von dir getrennt, besser gleich trennen, als einmalige Lebenszeit und kostbare Lebensenergie zu verplempern! Du solltest erkennen, begreifen und handeln, bevor er das tut! Er benutzt seine vorgeschobenen Gründe, um von dir zu gehen! Hart aber wahr?
 
  • #52
Nun man kann einige Nachbarländer ausschliessen. Länder in denen die Steuerlast und damit auch meist die Mieten teurer sind als in Deutschland:
Schweiz, Dänemark und die Niederlande.
PS: Ich sehe diesen kurzen Text nicht als brechen meines Schweigegelöbnisses, weil ich nichts politisches, eigentlich noch nicht
Da musst Du aber nochmal ordentlich recherchieren, Godot. Und wenn Du so nett bist, für Dich selbst. Ich finde es ziemlich daneben, hier jetzt in die Details einzusteigen. Ich habe Innana erklärt, warum ich nicht näher darauf eingehen möchte. Es wäre nett, wenn Du das auch beherzigen würdest. Keiner will hier wohl seinen Wohnort veröffentlicht sehen. Vielen Dank.
 
  • #53
Sie verrät es nicht.
Da es aber ein Grenzland zu Deutschland ist, können die Unterschiede nicht so eklatant sein.

Kein Etepetete mehr, jeder grüßt den anderen, Kinder toben bis Abends ohne das sich jemand beschwert.
Aber klar doch…

Alle sind immer nett und freundlich, und keiner beklagt sich jemals über Kinderlärm….wer’s glaubt 🙄.

Zwei meiner Geschwister leben noch in Frankreich. Da geht es mitunter auch lockerer zu, und die Kinder bleiben bis Mitternacht wach.
Aber dort gibt es genauso Menschen wie hier, die das nicht in Ordnung finden und/oder die ihre Nachbarn ignorieren und miesepetrig sind.

Das Land, in dem einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, gibt es halt nur im Märchen…

Komisch dass alle Flüchtlinge immer nur nach Deutschland wollen.

Bestimmt weil es uns hier sooo schlecht geht…
 
  • #55
Komisch dass alle Flüchtlinge immer nur nach Deutschland wollen.
Meine liebe @Süsse65 , dass stimmt einfach nicht. Auch wenn die rechte Propaganda dies immer wieder verkündet.
Die Flüchtlinge wollen in ein freies westeuropäisches Land. Die Niederlande, Dänemark und besonders Schweden und das Vereinigte Königreich (England) sind eben so Ziel vieler Flüchtlinge.
Aber das nur ganz am Rande. Ansonsten sind wir uns einig.
 
  • #58
Alle sind immer nett und freundlich, und keiner beklagt sich jemals über Kinderlärm….wer’s glaubt 🙄.

Zwei meiner Geschwister leben noch in Frankreich. Da geht es mitunter auch lockerer zu, und die Kinder bleiben bis Mitternacht wach.
Aber dort gibt es genauso Menschen wie hier, die das nicht in Ordnung finden und/oder die ihre Nachbarn ignorieren und miesepetrig sind.
Na klar, und die Nachbarschaft Deiner Schwestern sind stellvertretend für ein ganzes Land. Ironie off.

Hast Du dich schon mal mit Flüchtlingen beschäftigt? Anscheinend nicht, denn dann wüsstest Du, dass die mitnichten alle nach Deutschland wollen, sondern wie Godot ganz richtig sagt überall hin, solange es ein wohlhabendes europäisches Land ist. Das sind mal wieder diese Hausfrauenhalbwahrheiten, wenn man das halbe Leben nicht über den Kinderwagenrand geguckt hat. Ich habe sehr viel mit Flüchtlingen zu tun, weil meine Tochter mit einem zusammen ist. Der findet Deutschland gar nicht gut, was mich wiederum im Stillen manchmal ein wenig ärgert. Bei seinen Verwandten ist es ähnlich. Du würdest mit den Ohren schlackern, wenn ich Dir erzählen würde, was die von Deutschland erwartet haben. Dagegen ist ein Schlaraffenland gar nichts. Und diese Erwartungen sehen sie jetzt bitter enttäuscht und möchten am liebsten weiterziehen. Deutschland ist in deren Augen mittlerweile nur noch Mist, wobei ich diese Einstellung auch manchmal Mist finde.
 
  • #59
Sie verrät es nicht.
Da es aber ein Grenzland zu Deutschland ist, können die Unterschiede nicht so eklatant sein.
Es kann da schon eklatante Unterschiede geben.
Das Saarland z.B. liegt an der Grenze zu Luxemburg und hier sind sie Unterschiede schon sehr groß, was Verdienstmöglichkeiten, soziale Absicherung, Rentenalter, Höhe der Rente etc. angeht.
Während Lindner nicht mal das 9 Euro Ticket weiter fortführen will, sind z.B. in Luxemburg die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos. Damit ist Luxemburg das erste Land weltweit, das dies landesweit anbietet.
Für Saarländer, die in ihrem Land günstig in Eigenheimen oder Wohnungen leben und in ca. 15 bis 30 Minuten in Luxemburg auf der Arbeit sind, dort nicht nur viel mehr verdienen, sondern u.a. auch günstiger tanken können, befinden sich auf jeden Fall im Vorteil.
Ähnlich ist es bei Franzosen, die an der Grenze zum Saarland wohnen und dort arbeiten, weswegen sie auch Kindergeld von Deutschland bekommen, selbst wenn die Kinder in Frankreich leben. Auch das Einkaufen in deutschen Läden muss für sie günstiger als in Frankreich sein, sonst wäre der Handel nicht so stark von Franzosen frequentiert.
Ich kann gut nachvollziehen, dass @Hasendompteur sich eine solche Möglichkeit zunutze macht und wenn sie sich darüber hinaus dort wo sie jetzt lebt, auch noch wohler fühlt, warum nicht?
Flüchtlinge wollen natürlich in ein Land, wo es ihnen besser geht, als in ihrem bisherigen. Dazu zählt mit Sicherheit die soziale Absicherung in Deutschland. Geld zu bekommen und krankenversichert zu sein, ohne dass man erwerbstätig ist, und das nicht nur auf wenige Wochen oder Monate befristet, sondern solange man lebt, wo gibt es das sonst auf der Welt?
Damit will ich nicht sagen, dass Flüchtlinge nicht arbeiten wollen. Das Gegenteil ist der Fall und viele sind sehr froh, wenn es arbeitsmäßig geklappt hat. Aber für Menschen, die nicht arbeiten können, ob aus Krankheit- oder Altersgründen etc., ist es eine große Erleichterung besser hier zu leben, als in ihrem Ursprungsland. wo es diese soziale Absicherung nicht gibt.
Ich meine, es gibt genug Länder, wo man trotz Erwerbstätigkeit nicht krankenversichert ist und selbst wenn, dann ist die Krankenversicherung nur gestaffelt und man kann nicht alle Behandlungen in Anspruch nehmen, resp. muss immer noch cash drauflegen.
Für Menschen, die in Not sind, ist Deutschland - verständlicherweise - deshalb ein Sehnsuchtsort.
Für Menschen, denen es gut geht, die ein hohes Einkommen haben, sind eben andere Länder attraktiver, u.a. wegen der Steuern.
So hat jeder Mensch seine Gründe von einem Land in ein anderes zu wechseln. Warum soll man ihn dafür verurteilen?
Jeder macht seine Erfahrungen und trägt aus seiner Handlung selber die Konsequenzen, selbst wenn er irgendwann in einer Höhle auf Mallorca lebt. Nicht jeder ist ein Conny Reimann.
 
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