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  • #1

Partner suchen, aber eigentlich keinen wollen?

Ich (ü40) bin nun seit 3 Jahren Single und stelle mit Erschrecken fest, dass ich, was Männer angeht, immer intoleranter werde. Einerseits suche und wünsche ich mir einen neuen Partner, anderseits suche ich bei jedem das Haar in der Suppe. Letztens habe ich einen sehr netten und sympathischen Mann kennen gelernt, habe irgendwann bemerkt, dass er gelbe Zähne hatte und schon war er für mich erledigt. So geht es mir bei jedem Mann, irgendetwas finde ich immer. Zu klein, zu dünn, unpassend gekleidet, nicht witzig genug, zu albern, zu gutaussehend. Alles k.o. Kriterien. Eine Freundin meinte nun, ich wolle gar keinen Partner und würde deshalb Gründe suchen, jeden Kandidaten abzulehnen. Könnte sie Recht haben? Woher kommt dieser Zwiespalt? Hat jemand hier Ähnliches erlebt?
 
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  • #2
Du machst das wahrscheinlich wie viele hier (und anderswo). Mit der im Kopf vorhandenen Listen von Dingen, die alle nicht gehen, wird die Auswahl natürlich immer enger. Bis zu einem gewissen Grad ist das gut, denn sonst könnte ja jeder kommen. Ab einer Grenze wird es schwierig: Menschen sind nun mal unterschiedlich und haben nun mal auch Macken oder Marotten - manche sind ganz ok, fast liebenswert (was man meist erst nach etwas Zeit merkt), manche gehen halt gar nicht. Den Idealtyp Mann / Frau gibt es nicht, es gibt nur Leute, die der eigenen Vorstellung nahe kommen. Den Rest muss man mitnehmen oder allein bleiben. Und - ehrlicherweise - man selbst ist auch nicht ohne jeden Makel. Selbst bei Leuten wie zB Herrn Clooney wäre ich mir nicht sicher, ob nicht vielleicht....
 
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  • #3

Doch ja. Je älter man wird, desto weniger hat man Lust sich ärgern zu lassen.
Andererseits ist z. B. "unpassende Kleidung" tatsächlich kein Kriterium einen ansonsten interessanten Mann sausen zu lassen.

Vielleicht machst du dir klar, dass dich keiner zwingt einen Mann sofort zu heiraten oder Sex mit ihm zu haben. Schon gar nicht beim Erstbesten. Warum lässt du dich nicht einfach flirtend und freundschaftlich auf ein Kennenlernen ein - nur so, ohne dir selbst Druck zu machen? Man kann auch "nur" befreundet sein, wenn man merkt dass nicht mehr drin ist und auch so sagen. Wenn ein Mann dann lieber weggeht - auch gut.

Mir hat es geholfen mir einzugestehen, dass ich ausgehen, flirten, Männer kennenlernen will, aber momentan sonst alleine leben und mich nach meiner Trennung vor einiger Zeit neu orientieren möchte. Tatsächlich gibt es Männer, die damit kein Problem haben. Und vielleicht passt ja mal oder man kommt sich doch näher.... alles bleibt offen, thats life! :)
 
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  • #4
Ja, das kenne ich.
Allerdings bin ich nur bei der Online-Suche so überkritisch. Im wirklichen Leben bin ich toleranter, weil ich den Menschen erstmal als Kollegen, Nachbarn...kennen lerne und nicht so streng beurteile. Dann finde ich zunächst den Menschen nett und die gelben Zähne stehen nicht im Mittelpunkt.

w
 
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  • #5
Man kann auch "nur" befreundet sein, wenn man merkt dass nicht mehr drin ist und auch so sagen.

Hier nochmal die FS. Nein, ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Freundschaftsebene nicht funktioniert. Entweder ein Mann hat kein Interesse an mir, dann will er auch nicht mit mir befreundet sein, oder er hat Interesse und dann wird das mit einer Freundschaft auch nichts. Ich finde es sehr unangenehm, mir einen Mann "vom Leib zu halten", der mehr will, als ich. Davon abgesehen, ist es auch unfair dem Mann gegenüber. Wenn ich merke, da wird nichts draus, mache ich lieber einen cut.

Das war aber auch nicht der Hintergrund meiner Frage. Mit geht es darum, ob Intoleranz eine Art von Selbstschutz ist, um sich nicht gefühlsmäßig auf jemanden einlassen zu müssen.
 
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  • #6
Klar, je mehr man nicht an den Männern mag, desto mehr sollte man sich von ihnen verabschieden.
Wozu sich ärgern?
Frau muss doch nicht mit Gewalt alles nehmen, was ihr vor die Flinte läuft.
Wenn man DEN Mann findet, merkt man das schon.....
 
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  • #7
Ich gehe einfach davon aus, du suchst einen Lebenspartner für immer. Da findet man heute so gut wie nichts mehr, bzw. stellt nunmal eine extrem hohe Kriteriumliste. Es muss ja schließlich für die nächsten Jahrzehnte passen. Deine Freundin ist vermutlich die Sorte Frau, die von einer Beziehung und in die nächste rutscht und auch meist nur kürzere Bindungen hat.
 
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  • #8
DEN Mann wird es aber wohl nicht geben! Bei sovielen NOGOs.
 
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  • #9
Mit geht es darum, ob Intoleranz eine Art von Selbstschutz ist, um sich nicht gefühlsmäßig auf jemanden einlassen zu müssen.

Hier nochmal #2:
Defintiv ja. Warum das aber so ist, kannst im Grunde nur du dir selbst beantworten.

Mein früherer Partner kam in einer furchtbaren uralt-Jacke, unrasiert und mit schmutzigen Händen verspätet zum Date. Hätte das ein anderer gemacht, hätte ich ihn kommentarlos in den Wind geschossen. Bei ihm fand ich es süß. Wir hatten eine lange und harmonische Beziehung.

Ich will damit sagen, wenns passt siehst du gar keine Fehler. Wenn du aber Fehler sofort siehst, passts nicht so gut und wenn du danach suchst, dann willst du nicht dass es passt.

Gibt es etwas, dass du für dich noch abschließen musst, bevor du wieder ausreichend Offenheit und Neugier für Männer jeder Art aufbringen kannst? Spür mal in dich.
 
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  • #10
Ich finde, zwischen NoGo-Liste und ekligen Details (ist natürlich fast immer subjektiv) besteht doch noch ein Unterschied. Vor auffällig gelben oder schlechten Zähnen ekele ich mich, das ist nun mal so. Und wenn ich versucht habe, mich an irgendwas zu gewöhnen (ich mag z.B. keine längeren, mit Gel zurückgekämmten Haare bei Männern), ist das bisher immer schief gegangen. Wenn ich mir so gar nicht vorstellen kann, ihn irgendwann mal küssen zu wollen, lasse ich es lieber gleich. Und warum Freundschaftssschiene? Da hat man nur wieder jede Menge Klärungsbedarf.

Und wie hier schon einige angemerkt haben, wenn man das Gefühl hat, dass er es sein könnte, nimmt man sonst als störend empfundene Details gar nicht mehr wahr.

wÜ45
 
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  • #11
Liebe FS,

die gleiche Feststellung mache ich auch. Eigentlich wünsche ich mir einen Partner, aber finde ich keinen, der mir so gefällt, dass ich mit ihm zusammensein möchte. Das hängt m.E. an mehreren Faktoren:

1. die finanzielle Unabhängigkeit. Ich habe einen sehr gut bezahlten Job, verdiene mehr als die meisten Männer. Männer wollen mit ihrer finanziellen Potenz überzeugen (tradierte Rollenverteilung), sind aber durch Scheidungen finanziell ziemlich geschröpft, sodass es für beide nicht passt: ich brauche das nicht, was sie als ihre Hauptfeature anbieten und sie haben nicht so viel, wie sie darstellen wollen. Sekundärqualitäten, auf die ich Wert lege, bieten sie nicht an.

2. der Zeitraum des Singleseins. Je länger allein, desto besser habe ich mich darin eingerichtet. Mein Alltag ist so, dass erst mal nichts fehlt. Ich kann alles machen was ich will, wann ich es will, ohne dass ich mich mit jemanden abstimmen muss. Für emotionale Belange, Gedankenaustausch usw. habe ich ein Netz aus guten Freundinnen, Familie, Kollegen. D.h. ein Mann, der eine gewisse Einschränkung darstellt, muss also einen relevanten Gewinn an Lebensqualität unter dem Strich bedeuten. Das ist schwer, wenn frau ohne Mann schon ein ziemlich gutes Leben hat.

3. das Alter. Ich weiß, dass ich körperlich nicht mehr so attraktiv bin und muss entsprechend was dafür tun, um Defizite auszugleichen (habe Freitag erst 500 € bei der Kosmetikerin gelassen), Sport, Wellness, hochwertigere Kleidung. Männern fehlt in fortgeschrittenem Alter hier die Selbstkritik - sie tun noch nichtmal das Notwendige und meinen, mit einem knapp durchschittlichem Einkommen seien sie die Könige, denen jede Frau für ihr Interesse dankbar sein muss. Je älter die Single-Männer werden, desto unattraktiver werden sie. Es ist nur eine Minderheit, die sich richtig pflegt, auf ein gutes Erscheinungsbild achtet.

Ich stelle in der Gesamtheit bei mir mit zunehmendem Alter und zunehmendem Alleinsein eine gewisse Ungeduld fest. Wenn ich mit einem Mann zusammensein will, dann will ich ihn küssen. Und wenn er gelbe Zähne hat, dann kann und will ich ihn definitiv nicht küssen. Ich will auch keine dicken gelben Finger- und Fußnägel sehen. Das finde ich unappetitlich, total unsexy.
Keinesfalls will ich seine Mama/Erzieherin sein, die ihn zur Maniküre/Pediküre/zum Friseur scheucht, ihm einen Termin beim Zahnarzt zur professionellen Zahnreinigung und zum Zähne bleichen macht und sich dann noch dafür anpöbeln lässt. Ein erwachsener Mann muss das alles allein wissen und handeln. Hat er andere Werte, passt es eben nicht und er hat keine Chance auf eine Partneroption.

Ich schau mir diese Striktheit bei mir an und sage, es ist ok - ich will es wirklich nicht anders, ich könnte das nicht. Ich will nicht sagen, dass ich keinen will, ich sehe ja täglich Männer, die mir gefallen würden, aber die sind alle verheiratet. Es ist so schwer, den passenden zu finden, dass die Suche nicht lohnt.
w, 55
 
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  • #12
Liebe FS

Dein Beitrag hätte von mir stammen können.

Ich habe wie Du das gleiche Alter und mir geht es genau so.
Im Grunde meines Herzens hätte ich sehr gerne eine stabile Partnerschaft.
Gebe auch offen zu, dass ich konservativ und monogam bin.

Also mal hier und da eine Affäre oder lockere Sexgeschichten sind bei mir nicht der Fall.
Sobald dann mal ein Mann erscheint, der Interesse zeigt und sogar noch mein Typ ist, glaube ich direkt, da stimmt was nicht, was will der von mir?

Früher in jungen Jahren dachte ich nicht so und freute mich.

Heute, wohl aufgrund der Lebenserfahrung, denke ich wohl "rationaler".
Entweder will er nur Sex oder ein Abenteuer und ich grüble, ob ich ihn wohl wiedersehen will.

Das schlimme dabei sind die Ängste vor Enttäuschung und dann suche ich Fehler, wo ich anfangs keine sah, z.B. naja, die Zähne sind nicht der Hit, oder er trägt ständig nur Jeans und Karohemden, oder sein Haarschnitt ist nicht mein Fall, seine Stimme, irgendwas finde ich dann schließlich auch.

Also ich suche mir so lange Fehler bis ich am Ende sagen kann, er ist es nicht.

Ich kann Dich also verstehen, mich verstehe ich nicht und wenn es so weitergeht, werde ich alleine alt werden, aber ich finde aus diesem Teufelskreis nicht heraus.

Im Grunde ist es wohl die Angst vor echten Gefühlen und dem Risiko enttäuscht zu werden.
 
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  • #13
Liebe FS
Das hätte ih geschieben haben können. Mir geht es genauso. Ich habe eigentlich keine sehr großen Ansprüche, er muss etwa in meinem Alter sein, sollte nicht kleiner sein als ich und finanziell nicht auf mich angewiesen sein. Das ist eigentlich alles. Und dann trifft man sich oder telefoniert und ich bemerke so viele Kleinigkeiten, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, mit diesem Mann intim zu werden. Und so verlaufen alle Dates. Entweder ich verabschiede mich höflich von ihm oder es verläuft nach 2-3 Dates im Sande.
Ich kenne einige Frauen aus meinem Bekanntenkreis, die lernen 2-3 Männer kennen und dann sind sie in der nächsten Beziehung, teilweise aber wirklich ernsthaft und lang anhaltend.
Aber diese Frauen sagen vorher schon "ich will nicht alleine bleiben, ich suche mir nun einen neuen Partner". Ich sage " mal schauen, ob sich nicht etwas tut".
ICh glaube auch, dass ich in Wirklichkeit nicht will, ich möchte eigentlich mein Leben als Single auch nicht aufgeben, ich möchte irgendwie beides, einen Partner und die schönen Seiten meines Singellebens. Das geht natürlich nicht. Meine Bekannten, die einen Partner gefunden haben, haben aber auch alle das Singleleben als sehr negativ empfunden.
Ich denke, ich bleib weiterhin Single und wenn es wirklich mal so werden sollte, dass mir dieses Dasein nicht mehr gefällt, dann wird sich schon ein Mann finden.

w 58
 
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  • #14
.... Männern fehlt in fortgeschrittenem Alter hier die Selbstkritik - sie tun noch nichtmal das Notwendige ... Je älter die Single-Männer werden, desto unattraktiver werden sie. Es ist nur eine Minderheit, die sich richtig pflegt, auf ein gutes Erscheinungsbild achtet.
w, 55

Das stört mich am häufigsten, wenn ich ein Date in meiner Altersgruppe habe: während ich ganz selbstverständlich auf mein Äußeres achte, hübsch, gepflegt und appetitlich daher komme, glauben viele Männer, es reiche per se aus, dass sie ein MANN sind, der sich zu einem Treffen "herablässt". Viele sind so von sich überzeugt, dass es fast weh tut ...

Vermutlich gibt es das umgekehrt genauso ... aber ich verzichte dann meist sehr schnell auf tiefere "Erkenntnisse". Einsam bin ich deswegen allerdings nicht. w 60+
 
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Gast

  • #15
@ Gast 9

Hier die FS. Du sprichst mir aus der Seele. Ähnlich gelagert ist es bei mir auch. Finanzielle Unabhängigkeit und somit nicht auf männlichen Beistand angewiesen, Freundeskreis für den Austausch. Und ich gebe dir Recht, man muss mit zunehmendem Alter etwas tun, um attraktiv zu bleiben.
Leider geht dieser Trend an den meisten Männern vorbei. Sie wollen nur aufgrund ihrer (angeblichen) charakterlichen Vorzüge geliebt werden und über den Rest hat frau klaglos hinweg zu sehen, während umgekehrt jede Falte und jedes Speckröllchen bei ihr beäugt und kritisiert wird.
Einfachste Dinge wie körperliche Hygiene, Zahn-/Fuss-/Fingernagelpflege sowie Sport und gesundes Essen sind für mich selbstverständlich und das erwarte ich einfach auch von meinem Partner. Ich will mir keinen Mann passend machen und mir hinterher dann noch anhören, dass ich nur an ihm herumnörgele.

Aber schön, dass es auch noch andere gibt, die ähnlich denken, auch auf die Gefahr hin, dass mit dauerhaftem Alleinsein gedroht wird.
 
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  • #16
...Keinesfalls will ich seine Mama/Erzieherin sein, die ihn zur Maniküre/Pediküre/zum Friseur scheucht, ihm einen Termin beim Zahnarzt zur professionellen Zahnreinigung und zum Zähne bleichen macht und sich dann noch dafür anpöbeln lässt. Ein erwachsener Mann muss das alles allein wissen und handeln. Hat er andere Werte, passt es eben nicht und er hat keine Chance auf eine Partneroption.

...ich sehe ja täglich Männer, die mir gefallen würden, aber die sind alle verheiratet....
w, 55

Und du denkst, diese gepflegten, verheirateten Männer machen das alles ganz von sich aus?! Rate mal, wer die zum Friseur, Zahnreinigung ... usw. scheucht!

Bedenke außerdem, dass super gepflegte Männer, die das alles von sich aus machen, in aller Regel sehr stark narzisstisch sind. Für solch einen Mann bist du als Partnerin nur dazu da, seine Schönheit und Grandiosität zu spiegeln und zu verstärken - um DICH geht es für so einen Mann nicht. Habe das gerade 10 Jahre lang hinter mir und will sowas nie wieder!
Die meisten Männer aus meinem Umfeld sind, für meinen Bedarf, ausreichend gepflegt, auch wenn sie nicht zur Maniküre gehen, sondern sich die Nägel nur selbst schneiden und reinigen. Für den einen oder anderen zusätzlichen Pflege- oder Stylingtipp, wenn notwendig, sind die meisten auch aufgeschlossen, und deshalb für mich kein Problem.

w48
 
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  • #17
Ich glaube, je älter man wird und je mehr Enttäuschungen man mit dem anderen Geschlecht erlebt hat, desto mehr lernt man das Alleinsein zu schätzen und desto intoleranter wird man gegenüber Fehlern bei potentiellen Partnern. Wenn man dann noch so romantisch ist, dass man nicht irgendwen für eine oberflächliche Sache sucht, sondern "den Einen", mit dem man den Rest seines Lebens verbringen kann und möchte, wird es noch schwieriger. Diese ganzen No-Go-Listen hat man glaube ich nur so lange im Kopf, wie es nicht funkt. Begegnet einem der Richtige, die Chemie stimmt und es funkt, ist er für einen der perfekte Mann, selbst wenn er die halbe No-Go-Liste, die man vorher im Kopf hatte und bei allen anderen Männern immer im Kopf durchgegangen ist, in sich vereint, sofern es sich nicht um Punkte auf der No-Go-Liste handelt, die einer funktionierenden Beziehung im Wege stehen, wie z. B., dass der Mann eine ihn bemutternde Hausfrau sucht, man selbst aber eine gerne Vollzeit berufstätige Frau ist, der Haushalt und Kocherei ein Graus sind.
 
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  • #18
Männer wollen mit ihrer finanziellen Potenz überzeugen (tradierte Rollenverteilung),

ich als Mann nicht...

sind aber durch Scheidungen finanziell ziemlich geschröpft,

genau meine Situation.

Ich gelte als "gut erhalten" (bin oft für Mitte-30 geschätzt), bin körperlich fit, gut ausgebildet, habe einen sehr interessanten Beruf inkl. ein paar wohl bekannte Auszeichnungen, kann schönes Small-Talk über alle Themen machen, usw, usw... also finde ich immer wieder neue nette Bettpartnerinnen. Nach ein Paar Wochen zusammen ergibt sich immer wieder das gleiche... Frau überlegt und grübelt nach, und dann wegen der Lage meiner Finanzen komme ich für eine langfristige Beziehung leider nicht in Frage. Immer wieder neue Varianten von "es tut mir so leid, es wäre wirklich so perfekt mit Dir, aber..."

...aber was soll's, sage ich. Ich bereue die Ehe nicht, da ich ein wunderbares Kind davon habe, und jetzt nehme ich einfach, was die Damen anbieten. Inzwischen glaube ich auch, dass ich auf die "echte" Partnersuche wahrscheinlich keine Lust mehr habe.

m + 45
 
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Gast

  • #19
Die meisten Männer aus meinem Umfeld sind, für meinen Bedarf, ausreichend gepflegt, auch wenn sie .... sich die Nägel nur selbst schneiden und reinigen. Für den einen oder anderen zusätzlichen Pflege- oder Stylingtipp, wenn notwendig, sind die meisten auch aufgeschlossen

Die Männer in meinem Umfeld sind auch sehr gepflegt und keineswegs narzisstisch, aber sie sind vergeben.
Natürlich bekommen sie mal dezente Hinweise von ihren Frauen, wenn was noch besser geht. Aber Friseur, Anzüge und Hemden regelmäßig in die Reinigung bringen, täglich duschen, Zahnarzt usw, das erledigen sie eigenständig, haben sie auch schon vor der Ehe getan. Teilweise kenne ich sie ja seit über 30 Jahren, ich habe das miterlebt.
Ich meinte Männer, die in fortgeschrittenem Alter online angeblich beziehungssuchend sind. Die haben einfach bewirkt, dass ich so toleranzlos geworden bin. Ich habe auch versucht mich mit einem vagen "passt nicht aus der Affäre" zu ziehen, aber wenn sie nachfragten, schon gesagt, dass ich ein anderes Erscheinungsbild bei einem Mann attraktiv finde, ohne so ins Detail zu gehen. Dann war ich die alte Meckerziege und das will ich nicht sein. Die Männer dürfen so bleiben, wie sie sind, aber nicht an meiner Seite.
Es ist einfach so, mit zunehmendem Alter will man sich weniger ärgern. Eine neue Partnerschaft soll Freude bringen, keine Belastung.
W, 50+
 
  • #20
Den perfekten Partner/in, wie ihn sich die Meisten vorstellen - werden die Meisten nicht bekommen.

Sei es, daß sie ihn nicht finden werden. Oder nicht bekommen, weil bereits in festen Händen.
Oder er den Suchenden nicht als Partner/in haben will.

Also muß man Kompromisse eingehen, um überhaupt einen Partner/in zu haben.
Wer immer nur das Perfekte sucht - wird immer suchen, aber leer ausgehen ?

Alle meine bisherigen Partnerinnen hatten auch m.o.w. große Nachteile. Aber ich bin auch nicht perfekt.
Wären beide Seiten nicht kompromissbereit gewesen - hätte es gar keine Partnerschaften ergeben.
Aber einen Menschen kann man erst in einer Beziehung ganz kennenlernen.
 
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