• #31
Er sagt, dass meine geringe Beziehungserfahrung zeigt, dass ich mich nicht auf andere Menschen einlassen kann.
...ich denke dass er und ich einfach viel zu verschieden sind: Er Raucher, ich NR, er TV süchtig, ich schaue ungern TV, komplett verschiedener Musikgeschmack, könnte die Liste ewig weiterführen...

Grundsätzlich müssen Verschiedenheiten kein Problem sein. Wenn man sich im Kern lieb hat, dann wird man es auch akzeptieren, dass der jeweils andere andere Interessen hat. Die Kunst ist es dann lediglich, dem jeweils anderen seine Interessen zu belassen, wie man es umgekehrt für sich einfordert. Wenn man sich mag, dann freut man sich gewöhnlich bereits daran, wenn der jeweils andere glücklich ist. Solange man dabei entspannt ist, ist das alles kein Problem.

Problematisch werden Verschiedenheiten jedoch dann, wenn sich die Partner durch Abwertungen und Genörgel umerziehen wollen bzw. keine Kompromisse finden können, wo jeder auch die Interessen des jeweils anderen mit im Auge behält. Wenn man z.B. dem anderen immer zu verstehen gibt, dass dessen Lieblingsmusik grässlich ist und man auch nicht akzeptiert. Man zeigt dem Partner dann, dass es einem gleichgültig ist, ob dieser an Dingen Freude empfindet. Und es gibt kaum etwas Tödlicheres für eine Beziehung, da dann auch der Partner zunehmend umgekehrt auch Dinge nicht mehr akzeptieren wird. Kein Mensch mag ständige Erziehungsversuche.

Man muss die Dinge ja nicht gut finden, die der Partner mag. Man kann auch gerne sagen, dass man selber Dinge nicht mag, solange man dem Partner zugleich stets vermittelt, dass man seine Wünsche gleichwohl respektiert und sich auch daran erfreuen kann, wenn der Partner an den Dingen Freude empfindet.

Keine Ahnung, ob das auch bei Euch das Problem war. Der Satz "nicht auf Menschen einlassen kann" deutet aber für mich darauf hin. Wenn man nicht akzeptieren kann, dass der Partner nicht die gleichen Dinge richtig findet, wie man selber und daher mittels Abwertungen und Genörgel zu erziehen versucht bzw. eine negative Stimmung erzeugt, dann zerstört man damit zuverlässig nahezu jede Beziehung.
 
  • #32
Ach du meine Güte, lass dir bloß nichts einreden. Beziehungen sind eine Erfahrung, da gibt's keine "Referenzen". Diese Ausrede bei einer Trennung kommt nur von geistig minderbemittelten Leuten. Das spricht für geistige Unreife. Aber seinerseits, nicht deinerseits.
 
  • #33
Hallo,

ich bin grade mitten in einer Trennung, hatten uns schon oft halb getrennt, aber ich denke diesmal ist es ernst.

Mein Ex sagt, dass einer der Gründe für die Trennung ist, dass ich noch nie eine Beziehung hatte, die länger als 1 Jahr ging (ich bin 34). Das ist natürlich krass für mein Alter und ich hätte auch gerne viel längere Beziehungen gehabt, und wäre am liebsten schon verheiratet mit 3 Kindern, aber es hat bisher leider nicht geklappt.
Er sagt, dass meine geringe Beziehungserfahrung zeigt, dass ich mich nicht auf andere Menschen einlassen kann.

Es gibt natürlich noch andere Trennungsgründe. Aber zu diesem einen Grund hätte ich gerne eure Meinung.. hat er Recht? Ich meine ich kenne etliche Gründe wieso es nie länger als 1 Jahr hielt...ich war längere Zeit psychisch ziemlich schlecht drauf, ich wusste lange nicht wer ich bin...erst mit Anfang 30 ging es bergauf.

Meint ihr man muss schon längere Beziehungen gelebt haben, um echt Beziehungsfähig zu sein? Mein Ex meint, ich sei nicht beziehungsfähig. Das sehe ich nicht so, ich denke dass er und ich einfach viel zu verschieden sind: Er Raucher, ich NR, er TV süchtig, ich schaue ungern TV, komplett verschiedener Musikgeschmack, könnte die Liste ewig weiterführen...

Frage an die Männer: Würdet ihr eine Beziehung mit einer Frau anfangen deren längste Beziehung 1 Jahr war?

Liebe Grüße

JA, bin 42 und es hat bei mir wegen verschiedenster Gründe nur zu 2 x ca. 4 Monate gereicht, glaube jedoch, dass wir alles Notwendige haben, um Beziehungen führen zu können. Wir versuchen nur allzuoft unsere Intuition, Emotion, Herz o. Bauchgefühl mit unserem Verstand zu kontrollieren, wenn wir uns auf jemanden beziehen.
 
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  • #34
Also wenn man in dem Alter noch keine längere Beziehung hatte, ist man wohl beziehungsunfähig. Man hat nie gelernt sich auf eine andere Person richtig einzulassen, hat nicht gelernt Kompromisse einzugehen. Liebe FS, ich glaube dein Ex hat recht.
 
  • #35
Ein Ausdruck von Beziehungsunfähig ist, dass man sich meist immer wieder beziehungsunfähige Partner sucht und beziehungsfähige Menschen als langweilig empfindet.

Im Grunde gehören die meisten Menschen die hier schreiben, dass sie für eine Beziehung keine Kompromisse machen in diese Kategorie. Gleiches gilt für jene die traditionelle Konzepte als langweilig ansehen oder Nähe nervt.
 
  • #36
...Mein Ex sagt, dass einer der Gründe für die Trennung ist, dass ich noch nie eine Beziehung hatte, die länger als 1 Jahr ging (ich bin 34).

Wenn Dein Ex das so sagt, dann wird er das so sehen. Rein grundsätzlich finde ich das nachvollziehbar. Offenbar lag bei Dir immer ein Problem vor, wenn die Beziehung länger dauerte. Kann an den Partnern liegen, aber ich würde einen hohen Eigenanteil vermuten.

Frage an die Männer: Würdet ihr eine Beziehung mit einer Frau anfangen deren längste Beziehung 1 Jahr war?

Tendenziell eher nicht, wenn ich mit dem Verstand aussuche. Du bist offenbar entweder nicht in der Lage, einen Partner passend auszuwählen oder Du bist selbst schwierig. Du schiebst Deinen Anteil daran eher von Dir und zum Partner. Für eine Beziehung denkbar schlechte Voraussetzungen.
 
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