• #1

Partner verdient viel mehr als ihr -- für Euch akzeptabel?

Bezugnehmend auf den Parallelthread (https://www.elitepartner.de/forum/macht-danke-sagen-klein-24398.html) möchte ich hier eine andere Facette dieses Themas diskutieren.

Angenommen, Ihr wäret der weniger verdienende Partner, würde Euch so eine Situation gefallen und emotional erfüllend sein? Möchtet Ihr Euch lebenslang aushalten lassen?

Könntet Ihr mit den verzerrten Machtverhältnissen, mit der Abhängigkeit, mit der Außenwirkung leben und umgehen?

Sehnt Ihr Euch geradezu nach einem gut verdienendem Partner oder würdet Ihr einen etwa gleich verdienenden Partner bevorzugen?

Basis für dieses Thema soll sein, dass der Einkommensunterschied drastisch ist (> 1:3, eher mehr bezogen auf Netto) und der besserverdienende Lebensstandard der gemeinsame Lebensstandard wird.
 
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  • #2
Ich sehe darin kein Problem, solange man diese Abhängigkeit gerade vermeidet, Und sich vielleicht mal etwas schenken lassen bedeutet ja noch lange keine Abhängigkeit. Das ist nur der Fall, wenn man sich völlig auf den Partner verlässt, seinen eigenen Beruf aufgibt etc.
 
  • #3
<MOD: Kein Querulantum bitte!>

Problematisch an Deiner Fragestellung finde ich, dass Du von "aushalten" sprichst. Das alleine suggeriert, dass das finanzielle Ungleichgewicht im Vordergrund der Partnersuche stand.

Mein Ehemann war als ich ihn kennenlernte bereits beruflich sehr erfolgreich, im am Ende meines Studiums und erst am Beginn meiner Berufstätigkeit. Durch das von beiden gewollte Kind, war der Einkommensunterschied während der gesamten Ehe vorhanden. Tatsächlich hat mein Mann nie gedacht oder gefühlt dass er mich "aushält" noch war es von meiner Seite so. Emotional hat das auch nie zu Einschränkungen geführt. Eigentlich haben wir uns gefreut ein schönes Leben zu haben und konnten den Luxus in dem wir gelebt haben sehr Wert schätzen.

Es gab auch keine verzerrten Machtverhältnisse. Ich habe keine Ahnung wie Du dir so eine Beziehung vorstellst. Wenn Du meinst, dass bei einem derartigen Ungleichgewicht, der Finanzstärkere mit finanziellen Sanktionen arbeitet, kann ich das nicht bestätigen. Ich habe auch kein "Haushaltsgeld" oder so eingeteilt bekommen. Es gab ein Konto, neben seinem eigenem, dafür hatte ich eine Karte. Alles finanzielle wurde zusammen besprochen. Ich hatte nie das Gefühl, abhängig zu sein.

Ich denke Du hast ein falsches Bild von solchen Beziehungen. Auch solche ungleichgewichtigen Beziehungen können ihren Grundstein auf Liebe aufgebaut haben. Ein materieller Unterschied ist nicht gleichzusetzen damit, dass keine gleichberechtigte Partnerschaft möglich ist.

Im Gegenteil. Ich habe damals volle Unterstützung erhalten um Beruf und Kind unter einen Hut zu bekommen. Mein Mann hatte meine volle Unterstützung um seinen Beruf und Kind unter einen Hut zu bekommen. Den Haushalt haben wir zusammen gemacht bzw. entschieden, eine Putzfee muss her. Auch solche Entscheidungen haben wir zusammen getroffen.

Das wir gescheitert sind, lag nicht an diesem Ungleichgewicht.
 
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  • #4
Ich war in meiner Beziehung und späteren Ehe sowohl der mehr als auch der weniger verdienende Partner. Während der Phase, in der ich deutlich mehr verdiente, haben wir geheiratet.

Mein Mann und ich haben damit in keinster Weise ein Problem gehabt - der Ausgleich erfolgte dann auf einer anderen Ebene, die mit Geld nicht zu beziffern ist. Weder ich noch mein Mann haben darin ein Problem gesehen oder uns abhängig gefühlt, obwohl bei beiden Situationen nicht abzusehen war, wie lange sie anhalten.

Verzerrte Machtverhältnisse haben haben uns nie Probleme gemacht und wohl weil wir mit der Situation selbst im Reinen waren, gab es auch von Außen keinerlei negative/abwertende Reaktionen.

Dazu sagen muß man, dass wir beide nie dazu neigten, jede Ausgabe in der Art aufzurechnen, wie Du, Fragestellerin, dass in verschiedenen Beiträgen hier geschildert hast. Unsere Prioritäten waren wohl andere .... Wir haben einander nicht auf der Grundlage gegenwärtigen oder später zu erwartenden Einkommens ausgesucht, sondern weil Gefühle eine Rolle spielten. Unsere Beziehung hat ohne jegliche Krisen gehalten, bis der Tod uns geschieden hat.

Nein, meine Sehnsucht galt bisher nicht der finanziellen Situation eines Partners.
 
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  • #5
Also Abhängigkeit ist schlimm! Das habe ich gerade noch, weil ich 2 kleine Kinder habe und nicht voll arbeiten kann, mein Exmann sich aber mit wechselnden Geliebten Spaß hatte und ich dann gegangen bin. Wollte ich nie! Aber zum Wohle der Kleinen hab ich eben jeweils 1-1,5 J. im Beruf ausgesetzt.
Zur Frage:
Ich hätte dann kein Problem damit, wenn mein Partner eben mehr als ich (in Vollzeit) verdienen würde, es aber nicht raushängen lassen würde.
es käme auch auf den Beziehungsstatus an: In einer anfänglichen Beziehung wollte ich keine überteuerten Ausgaben annehmen, weder Geschenke noch Reisen. Da käme ich mir gekauft vor und ich will keinen Sugardaddy-Supergönner als Partner.
Im Familienstatus mit meinem Mann war das was Anderes. Da hatten wir ja Arbeitsteilung: Er verdient sehr viel, ich in Teilzeit Angestellte natürlich ein Bruchteil - nicht mal ganz 2000,- netto.
Obwohl ich eine gute Ausbildung habe und auch ziemlich gut in meinem Beruf bin.
Also: Abhängigkeit will ich nie wieder -ist bei mir aber noch ein Stück Arbeit, bis ich da ganz rauskomme.
Ansonsten find ich besser verdienend grundsätzlich ansprechender und attraktiver als schlechter als ich verdienend (wobei das ja kaum geht, da Männer ja in Vollzeit arbeiten).
ein sehr gut verdienender Mann hat in der regel auch einen gehobenen Lebensstandard. den will er ja mit seiner festen Partnerin auch irgendwie teilen, also wäre frau ja eine Spaßbremse, wenn sie sich dauernd ziert. Solange er dafür nicht der Superhecht sein will, ist es o.k. und sogar toll.
In einer festen Partnerschaft, in welche man als Team agiert, gibt es kein wirkliches Meins-Deins mehr. Aber so die ersten Monate bis evtl. Jahre ist das so eine Gratwanderung.
Denke, dass Männer damit eher ein Problem hätten, da es einfach ein Männer-Ding ist, den Gönner zu spielen. Das gefällt Männern, wenigstens den "männlichen". So käme ihnen eine Frau, die alles zahlt, ihnen möglicherweise fast wie eine Kastration vor.
w, 39
 
  • #6
Problematisch an Deiner Fragestellung finde ich, dass Du von "aushalten" sprichst.
Ich nenne die Dinge beim Namen. Man muss den Tatsachen schon in die Augen schauen.

Ich denke Du hast ein falsches Bild von solchen Beziehungen.
Mag sein, mag nicht sein. Wir diskutieren die Frage doch, um viele verschiedene Eindrücke zu sammeln. Deine und meine unter anderem auch.

Auch solche ungleichgewichtigen Beziehungen können ihren Grundstein auf Liebe aufgebaut haben.
Da gehe ich sogar fest von aus! Sonst kommt es doch hoffentlich sowieso nicht in Frage.

Ein materieller Unterschied ist nicht gleichzusetzen damit, dass keine gleichberechtigte Partnerschaft möglich ist. [...] Es gab auch keine verzerrten Machtverhältnisse.
Das bezweifle ich. Im Ernstfall entscheidet doch wohl eher derjenige über eine Ausgabe, der sie bezahlen soll und dessen Geld es ist.
 
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  • #7
Könntet Ihr mit den verzerrten Machtverhältnissen, mit der Abhängigkeit, mit der Außenwirkung leben und umgehen?
Ich sehe das nicht als verzerrtes Machtverhältnis. Bei uns ist es ungefähr 1:3 und sehen darin kein Problem und ich denke nicht, dass mein Partner dies jemals ausnützen würde, wäre es so, hätte ich mich nicht darauf "eingelassen" und wurden von Anderen niemals darauf angesprochen.

w
 
  • #8
Das bezweifle ich. Im Ernstfall entscheidet doch wohl eher derjenige über eine Ausgabe, der sie bezahlen soll und dessen Geld es ist.

Ach ja... Warum stellst Du eine offene Frage, wenn Du bereits ein Urteil hast und nicht einmal denjenigen glaubst, die aus eigener Erfahrung hier berichten?

Ich war einmal der besser verdienende Partner in einer Beziehung und habe damals auch den Großteil unserer gemeinsamen Ausgaben bestritten. Entschieden haben wir trotzdem immer gemeinsam und ich habe kein einziges Mal meinen Willen durchgesetzt. Es war immer eine einvernehmliche Lösung möglich.
Allerdings kann ich nach dieser Beziehung durchaus bestätigen, dass zumindest einige Männer ein Problem damit haben, dass die Frau mehr verdient und er eben nicht den großen Macker spielen kann.
 
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  • #9
Ich denke Du hast ein falsches Bild von solchen Beziehungen. Auch solche ungleichgewichtigen Beziehungen können ihren Grundstein auf Liebe aufgebaut haben. Ein materieller Unterschied ist nicht gleichzusetzen damit, dass keine gleichberechtigte Partnerschaft möglich ist.

Doch, natürlich ist das so! Das höhere Gehalt bringt den anderen (in der Regel den Mann) automatisch in eine Machtposition, und früher oder später wird er das auch raushängen lassen. Dein Ex war da vielleicht ne Ausnahme, aber grundsätzlich gilt doch: derjenige, der aufgrund des höheren Einkommens die meisten Kosten trägt, hat auch das Sagen bzw. denkt dann, er sei der Alleinherrscher.
 
  • #10
Im Ernstfall entscheidet doch wohl eher derjenige über eine Ausgabe, der sie bezahlen soll und dessen Geld es ist.

Das wiederum bezweifle ich. In einer liebevollen und gleichberechtigten Partnerschaft (ich weiss es ist für manche unfassbar, aber das hat nichts mit Geld zu tun) wird das kein Thema sein, da es eine Vertrauensbasis gibt, dass die Kohle nicht einfach verjuckt wird.

Auch ich finde, dass aushalten und Partnerschaft in einem Zug genannt nicht zusammengehören.

Respekt, Wertschätzung gehören eben auch in diese Konstellation, aber nicht aufrechnen.
 
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  • #11
Das ist in guten Zeiten kein Problem, in schlechten Zeiten ist es eine Gratwanderung zwischen Gönnerhaftigkeit, Stolz, Machtdemonstration, Minderwertigkeit etc. Geld soll Spass machen und frei, leider tut es das häufig nicht. Ich bin sehr gerne in einem schön gelegenen Hotel zu Gast, das seine besten Zeiten hinter sich hat, dort ist eine wilde Mischung von Leuten Gast , manchen stinkt das Geld 10m gegen den Wind entgegen, manchen die Bildung, manche sind einfach schräg , ein paar Loser sind auch da, und ein paar hat's einfach per Zufall dahin verschlagen weil eine tolle Wand in der Nähe ist, dort geföllt's mir. Es ist am einfachsten sich mit gleich und gleich zu gesellen aber auch am langweiligsten
 
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  • #12
ich finde es problematisch, wenn der sehr viel besser verdienende Partner den Lebensstandard hoch schraubt und erwartet, dass man seine Konsumpräferenz mit finanziert , und man sich dafür auch noch wesentlich mehr anstrengen muss bzw. die persönlichen Opfer sehr viel höher sind. Ich gehöre zu den Menschen, die einen Teil ihres Einkommens für spätere Zeiten zurück legen, um sich auch später einen guten Lebensstandard sichern zu können. Wenn ich gezwungen würde, meine Ausgaben heute wesentlich höher zu schrauben, als ich das alleine bei diesem Einkommen täte und dafür auch auf meine Altersabsicherung verzichten müsste, hätte ich damit ernste Probleme. Auch weil ich nicht daran glaube, dass man sicher mit dem Partner bis zum Lebensende zusammen bleibt. Irgendwann steht man dann wieder alleine da und auch noch älter, ihm geht es immer noch gut, man selber bricht im Lebensstandard wieder ein und in der Hinterhand hat man auch nichts oder kaum etwas. Das wäre nichts für mich.
Wenn der besser Verdienende auf mich rücksicht nehmen würde, dann würde mir das gar nichts ausmachen, die schlechter Verdienende zu sein.
 
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  • #13
Mir (w) wäre es egal, ob mein Partner deutlich mehr verdient als ich und mich unter Umständen noch mitfinanziert oder ob er gleich viel verdient - solange ein gesundes Gleichgewicht auf insgesamt verschiedenen Ebenen da ist, und ich kenne auch meine Qualitäten.

Einen Typen, der weniger verdient oder gleich viel und der Löwenanteil an "Beziehungsinvestition" insgesamt aber an mir hängt, wovon er bloß profitiert, das wäre für mich ein No-Go.
 
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  • #14
Ich kann Gast #11 voll und ganz zustimmen! Genau so ist es!

Ich kenne es aus eigener Erfahrung, ein großes Einkommensgefälle in der Beziehung zu haben, wobei ich die Wenigverdienerin war, aber für mich selbst mein Leben lang mit meinem Einkommen gut auskomme.

Es kommt in der Regel zu zwei wesentlichen Problemen:

1. Geld bedeutet Macht. Viel Geld bedeutet viel Macht! Das ist nun mal in unserer Welt so, da braucht man sich nichts schönzureden!
Der Vielverdiener wird in der Regel irgendwann diese Macht raushängen lassen (wie hier schon jemand so passend schrieb)! Damit hat man ein starkes Machtgefälle in der Beziehung!

2. Wenn der Vielverdiener nicht seinen gewünscht aufwändigen Lebensstil für BEIDE bezahlt, finanziert man selbst, in aller Regel, den wesentlich höheren Konsum des Vielverdieners mit, obwohl man diese ganzen Dinge selbst gar nicht bräuchte und gerät deswegen an bzw. über die Grenzen der eigenen finanziellen Möglichkeiten. Der Vielverdiener spart, relativ gesehen bzw, sogar ganz konkret noch, weil der Wenigverdiener ja dessen Jahrgangsweine usw. mitbezahlt, die er als Single allein bezahlt hätte! Es wäre die klassische "Verteilung der Kosten von oben nach unten", wie sie ja auch gesellschaftlich stattfindet!

Mit einem vielverdienenden Partner, der diese Ungerechtigkeit nicht rafft und bewusst ausgleicht, ist für mich eine Partnerschaft im Grunde nicht möglich!
Wenn es einen Partner gäbe, der das Gefälle ausgleichen würde, würde ich trotzdem sehr genau schauen, ob er es wirklich aus Liebe und echter Großzügigkeit macht, oder ob es nur vorübergehend ist, um mich zu "kaufen".

Umgekehrt, einen Partner zu haben, der weniger verdient als ich, fände ich auch nicht gut, da mein Einkommen schon am unteren Rand ist und ich meinen Lebensstandard kaum noch weiter runterschrauben kann oder jemand anders mitfinanzieren kann.

Hätte ich ein "mittleres" Einkommen und mein Partner weniger als ich, hätte ich sicher kein Problem, meinen Lebensstandard an seinen anzupassen bzw. Dinge, die mir wichtig sind, dann für beide zu finanzieren, wenn mein Einkommen es hergäbe.

w45
 
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  • #15
Dass der Mann mehr verdient , würde mich nicht stören-
Ich würde aber immer versuchen auf meiner Ausgabenhöhe zu bleiben, sollte die Beziehung nicht glücken, würde ich sonst dumm dastehen.
Ich war auch mal in der Situation, dass die Eltern eines Freundes sehr häufig zum Essen eingeladen hatten über Jahre, immer für mich mit bezahlten, und ich mich unwohl dabei fühlte.
In dieser Partnerschaft, in der mein Freund viel besser verdiente, haben wir anteilig die Kosten geteilt-die Miete, der gemeinsamen Wohnung hat er bezahlt-ich das Haushaltsgeld überwiegend.
Das war kein Problem, Kosten für Urlaub hat jeder selbst bezahlt-und sie mussten sich eher auf meinen finanziellen Möglichkeiten bewegen--das häufige Essen gehen, das ich eigentlich nicht wollte- hatte er bezahlt.Ich hatte damals teure Sporthobbys, dafür wollte ich mein Geld ausgeben...
In meiner Ehe war es dann so, dass ich mehr verdiente, der Partner noch eine Ausbildung gemacht hat, und auch seine Familie mit seinem Geld unterstützte .Das war teilweise problematisch.
Sein Umgang mit Geld,war insgesamt locker, er spielte gerne Lotto-ich nicht z.b.-
Urlaube waren wenig möglich-dazu war nicht genug Geld da...
die Ehe hat auch unter diesen Gesichtspunkt immer mehr gelitten, und ist geschieden.
Ich finde es wichtig, dass der Umgang mit Geldausgaben einigermassen harmonisiert.Und auch ein ähnlicher Wunsch nach Konsum-weniger ist oft mehr.
Wenn einer sehr viel Geld hätte , daraus seinen Selbstwert bezieht-vielleicht damit angibt, oder es raushängen lässt, da hätte ich rasch Probleme damit-
Auch mit Vergleichen, und aufrechnen-was zahlst Du , was ich....

ich will da autonom sein, erwarte es auch vom Partner- verantwortungsbewusstes , reflektiertes Handeln,
Schulden für Konsumdinge machen toleriere ich nicht.Auch finanzielle Risikoanlagen eher nicht.
w51
 
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  • #16
Ich als Mann fände es toll, wenn meine Frau sehr viel mehr verdient. Woher kommen diese Ideen von Machtverhältnissen und Abhängigkeit?
Ich kann mich alleine sehr gut versorgen, sollte die Beziehung scheitern, dann kann ich das immer noch. Ich sehe hier keinerlei Abhängigkeit oder Macht, solange derjeneige, der wenig verdient, auch mit seinem Geld alleine Leben kann.
 
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  • #17
derjenige, der aufgrund des höheren Einkommens die meisten Kosten trägt, hat auch das Sagen bzw. denkt dann, er sei der Alleinherrscher.

Man sagt zwar, wer das Geld hat, hat die Macht. In unserem Fall ist es zum Glück nicht so, da ist das Gehaltsgefälle auf 1:3 - Probleme, bezüglich "Alleinherrschaft" hat es noch niemal gegeben.

w
 
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  • #18
Einmal unabhängig von der Macht in der Beziehung: Ich persönlich würde mich unwohl fühlen, ein Leben zu leben, bei dem ich weiß, dass ich es selbst nie finanzieren könnte und daher kontinuierlich von meinem Partner subentioniert werde. So verdiene ich für mein Alter doch zufriedenstellend, weiß aber, dass ein Mann, der 3x mehr verdient, ganz andere Wünsche hat. Und so hätte ich den Eindruck, dass mein Leben etwas zu kurz kommt.
 
  • #19
Mein Ex hatte ja viele zweifelhafte Seiten, aber auch in den Zeiten, in denen er wirklich sehr viel verdient hat und ich wegen zwei Babys garnichts, habe immer ich die Grundlinien unserer Ausgaben festgelegt und wir sind beide sehr rational und zielgerichtet mit Geld umgegangen.

Er hat auch ganz klar profitiert und niemals einen Pieps über dieses Ungleichgewicht verloren- wohl auch, weil ich immer viele Abende damit verbracht habe, einen Artikel oder eine Rede für ihn zu schreiben oder ein Konzept mit ihm zusammen zu perfektionieren.

Dieses ach so moderne 50:50 Konzept ist einfach kontraproduktiv, wenn man eine richtige Familie sein will. Entweder man schätzt sich gegenseitig und vertraut sich- oder man heiratet nicht und bekommt schon gar keine gemeinsamen Kinder.
 
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  • #20
Na ja wenn ich einem neuen Menschen begegne weiß ich von seinen finanziellen Verhältnissen recht wenig. Sollte ich mich dann verlieben, interessiert mich der Gehaltszettel auch nicht. Wenn es zum Zusammenleben kommt wäre es schön wenn er seinen Anteil zahlt.

Sollte er mehr verdienen als ich, gönne ich ihm das, das ist sein Verdienst. Wenn er einen Lebensstil hat bei dem ich nicht mithalten kann, sage ich ihm das. Ist er bereit auf meinen Lebensstil Rücksicht zu nehmen wäre es optimal. Also irgendein Mittelweg wird sich finden.

Ich habe kein Problem wenn mein Partner mehr verdient als ich, kann aber nur nach meinem Geldbeutel leben. Sprich ich erwarte nicht, dass mein Partner mich aushält. Wenn er mich mal einlädt freue ich mich, sehe dies aber zu keinem Zeitpunkt als selbstverständlich an.

Bei einem unterschiedlichen Einkommen geht es für mich nicht um Machtverhältnisse, sollte mein Gegenüber dies so sehen, wäre er sicher auf Dauer nicht mehr mein Gegenüber.

Was die Außenwirkung anbelangt die interessiert mich herzlich wenig. Ich war mein Leben lang finanziell unabhängig von einem Menschen, mal mit mehr, mal mit weniger Geld. Ich möchte einen Partner für Herz und Seele und nicht zur Befriedigung meiner materiellen Bedürfnisse.

Im übrigen war ich jahrelang in Beziehungen und jeder hat seinen Anteil bezahlt. Das war völlig o.k.

w45
 
  • #21
Ich verdiene normal und wäre deshalb in einer Beziehung, sagen wir mal ohne Kinder und Eigentum, das abgezahlt werden muss, immer zumindest finanziell unabhängig. Daher würde es mich auch nicht stören, wenn mein Freund/Mann viel mehr verdient oder vermögend ist, da er mich trotzdem nicht "aushalten" müsste. Er müsste aber akzeptieren, dass ich nicht z.B. die gleichen teuren Urlaube machen könnte wie er, d.h. entweder wir machen etwas auch für mich bezahlbares, oder er zahlt. Außerdem wäre wichtig, dass sich das viele Geld oder Vermögen nicht negativ auf seinen Charakter auswirkt bzw. schon ausgewirkt hat.
 
  • #22
Angenommen, Ihr wäret der weniger verdienende Partner, würde Euch so eine Situation gefallen und emotional erfüllend sein?

Ich würde sie zunächst mal recht emotionslos und neutral zur Kenntnis nehmen.

Möchtet Ihr Euch lebenslang aushalten lassen?

In "aushalten lassen" schwingt für mich "den anderen finanziell ausnutzen" mit, und das würde ich nicht nur nicht lebenslang, sondern keinen einzigen Tag wollen. Die Frage ist nun, wo dieses "Ausnutzen" anfängt und bis wo eine ungleiche aber gleichwohl faire und partnerschaftliche Verteilung finanzieller Belastungen reicht.

Könntet Ihr mit den verzerrten Machtverhältnissen, mit der Abhängigkeit, mit der Außenwirkung leben und umgehen?

Die Außenwirkung wäre mir, solange die Beziehung im Inneren damit gut klarkommt, herzlich egal. Sobald sich jedoch durch den ungleichen Verdienst "Machtverhältnisse" und "Abhängigkeiten" einstellen würden hätte ich damit ein ersnthafts Problem --- übrigens ebenso im umgekehrten Fall, ich will weder ein (finanziell) abhängiger Partner sein noch eine abhängige Partnerin haben.

Sehnt Ihr Euch geradezu nach einem gut verdienendem Partner oder würdet Ihr einen etwa gleich verdienenden Partner bevorzugen?

Einziges Kritierium für mich ist, dass beide Partner ein Einkommen haben, welches ihnen ein gewisses Mindestma´an finanzieller Eigenständigkeit gewährleistet, damit es eben nicht zur einem Machtgefälle oder zu Abhängigkeiten kommt.
Basis für dieses Thema soll sein, dass der Einkommensunterschied drastisch ist (> 1:3, eher mehr bezogen auf Netto)

Ich würde als Kriterium weniger das Verhältnis beider Einkommen zueinander sehen wollen, das kann im Zweifel nahezu belliebig hoch ausfallen, solange der weniger verdienende Partner immer noch genug für eine finanziell eigenständiges Leben mit einem angemessenen Lebensstandard verdient.
 
  • #23
Ich denke, das unterschiedliche Gehalt ist eher nur ein Symptom dafür, dass die beiden Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebensumständen kommen, unterschiedliche Dinge vom Leben erwarten und verschiedene Vorstellungen haben. Das wird es eher sein, was nicht zusammen passt. Kann der ärmere Part sich in den anderen gesellschaftlichen Kreisen adäquat bewegen? Gibt es gleiche Interessen? Ist einer bereit sich dem anderen anzupassen? Verlieben kann man sich in einander, aber wie auch bei anderen Verbindungen wo es wenig Überschneidungen gibt, ist die Chance auf eine langfristige und glückliche Bindung eher schlecht
 
  • #24
Ich denke, das unterschiedliche Gehalt ist eher nur ein Symptom dafür, dass die beiden Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebensumständen kommen, unterschiedliche Dinge vom Leben erwarten und verschiedene Vorstellungen haben.

Wenn man es rein auf das Gehalt beschränkt, so dürfte Deine Annahme zumindest in vielen Fällen durchaus zutreffend sein, wobei schon da reichlich Ausnahmen möglich sind. Spätestens dann, wenn man andere Einkommensarten --- Mieteinnahmen, Einnahmen aus Patenten, ... --- hinzurechnet kann es schnell passieren, dass derjenige, der insgesamt effektiv deutlich mehr Geld mit nach Hause bringt gleichzeitig derjenige mit dem geringen Gehalt ist.
 
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  • #25
Ich denke, das unterschiedliche Gehalt ist eher nur ein Symptom dafür, dass die beiden Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebensumständen kommen, unterschiedliche Dinge vom Leben erwarten und verschiedene Vorstellungen haben.

Zum Glück gibt es diese Probleme in unserer Partnerschaft nicht - mag sein, dass ich mit einem Ausnahmefall zusammen bin. Das Gehaltsgefälle war nie ein "Problem" für uns. Natürlich hat mein Partner einen ganz anderen Lebensstil und ein teures Hobby, zurückgeschraubt hat er seinen Lifestyle nicht.

w
 
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  • #26
Ein Teilnehmer dieser Diskussion sprach vom unterschiedlichen Niveau, ob sich der , der weniger hat...in "höheren" Kreisen wohl fühlen wird, dahin passt?
Ich habe immer ein normales Gehalt gehabt, und kann mich in anderen Kreisen bewegen.
Beruflich , bei Einladungen im Geschäft z.b., und wer wirklich etwas auf dem Kasten hat, denkt nicht so!
Es ist so, dass ich vor 2 Jahren auf der Feier eines 70.Geburtstags eines Radiologen, bereits berentet, eingeladen war.Mein früherer Chef, ich bin Krankenschwester.
Dieser Mann z.b. hat sehr viel in seinem Leben aufgebaut, materiell und ideell.
Auf dieser Feier waren von der Putzfrau, bis zum Starradiologen aus der Schweiz alle vertreten,mit persönlicher Einladung.-
Alle wurden in seiner Rede , auf ihre Weise gewürdigt, er hat aus seinem Leben erzählt, Photoalben mitgebracht, es war wunderschön....eine Party im Elsass, in einem schönen Lokalgarten.
Es war bei ihm sein ganzes Berufsleben so, dass er alle gewürdigt hat-auf niemand herabgesehen-1x im Jahr gab es einen von ihm und seiner Frau geplanten Tagesausflug für die gesamte Abteilung....Kultur, Sport, tolles Essen...von allem etwas dabei.-
Tage , die wir nie vergessen werden.
Ich schätze, es war etwas, dass er sowohl für sich ..als Dank an die Mitarbeiter, aber auch für das Klima bei der Arbeit tat.-
Es hängt von den betroffenen Menschen ab....nie habe ich mich diesem Chef unterlegen gefühlt.
Und er konnte es sehr gut ausdrücken....jeder gibt auf seine Weise etwas---auch der , der materiell weniger hat, auch der , der nicht das gleiche Niveau Erziehung erlebt hat.-
Das ausdrücken zu können....ist eine Kunst!
WERTSCHÄTZUNG beruflich -LIEBE im privaten
w51

seine Frau, ist eine MTA gewesen-
 
  • #27
Solange die Frau sich selbst am Leben erhalten kann und sich ihre Wünsche erfüllen kann, passt das schon. Nach oben hin habe ich keine Grenzen, solange sie mich und meine Vorzüge und Besonderheiten liebt und respektiert und nicht verlangt das ich finanziell über meine Verhältnisse lebe. Zum Toyboy möchte ich nämlich nicht werden.
 
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  • #28
Solange man sich wirklich liebt, spielen Aussehen, Beruf und Verdienst keine Rolle.
Als Frau sollte man aber selbst was verdienen, damit man nicht so abhängig von dem
Mann.
 
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  • #29
ich kenne einige paare mit entsprechender konstellation - darunter auch in der richtung, dass frau die besser verdienende ist. probleme gibt das keine, da immer auch der schlechter verdienende part ohne unterstützung vom anderen einen für ihn ausreichenden lebens-standard leben konnte bzw. könnte.

"lebenslang aushalten lassen" - erübrigt sich bei enstprechendem niveau. "verzerrte Machtverhältnisse, Abhängigkeit" eigentlich ebenso, können aber in partnerschaft völlig unabhängig vom einkommen vorkommen.

die "Außenwirkung" eine solchen konstellation sollte augeklärten menschen, die sich lieben sch... egal sein - ist sie in aller regel auch. abgesehen davon: wenn z.b. der partner der gutverdienenden ärztin künstler ist, sollte aussenwirkung auch kein thema sein ...
 
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