G

Gast

  • #1

Partneranfragen aus Deutschland an schweizer Frauen sinnvoll?

Ich lebe in Deutschland, direkt an der schweizer Grenze. Ungefähr die Hälfte meiner Partnervorschläge sind aus der Schweiz. Ich habe nun allerlei Damen angeschrieben, teils in Deutschland, teils in der grenznahen Schweiz.

Soweit die deutschen Frauen betroffen sind, läuft alles wie erwartet. Bei Schweizerinnen ist auf all meine Anfragen hin, nur ein einziger (!) Mailkontakt zustande gekommen.

Woran liegt das? Habe ich da einfach Pech gehabt oder gibt es unter schweizer Frauen irgendwie Vorbehalte gegen deutsche Männer? So groß ist der kulturelle Unterschied nun auch wieder nicht.

m
 
  • #2
Hallo FS,
warum nicht ? Wenn doch an der Schweizer Grenze wohnt, ist es auch entfernungsbedingt genauso als wenn Du jemanden im Süddeutschen Raum anschreibst. Da ich aber kein Schweizer bin, fehlen mir natürlich die Kenntnisse der Eigenart. Auf der anderen Seite habe ich bei EP als deutscher jemanden aus Österreich kennengelernt. Ich glaube die Deutsch-Österreichische Beziehung ist ein wenig komplizierter aus die Deutsch-Schweizerische. Am Anfang hatte meine Österreicherin auch so ihre Bedenken, gleichwohl konnte ich ihr aber klarmachen, dass ich nicht so typisch deutsch bin, wie sie dachte. Also keine Tennissocken u.v.m. Wir machen mittlerweile sogar unsere Witze darüber:
Österreicher können nicht Fußball spielen und deutsche können nicht Ski fahren.
Sprichst Du Französisch oder Italienisch? Wenn nicht, dann würde ich mich nur auf den deutschsprachigen Teil konzentrieren.
Bon change.
 
G

Gast

  • #3
Hallo Magnus
Das hat mehrere Gründe: Wenn du in D arbeitest kannst du dir das Schweizer Lebensniveau kaum leisten. Dies ist bekannt und von daher sind solche Männer hier uninteressant. Ich hatte mehrere dates und alle rechneten nur um wieviel billiger ien Cüpli in D als in Zürich wäre-abtörnend.
Falls du es im Raum ZH versuchst hast du eh schlechte Karten denn hier sind die Deutschen schon fast verhasst und werden generell als laut, arrogant, geizig usw bezeichnet.
Ich selbst date zwar Deutsche (oder auch jede andere Nationalität) aber diese müssen schon in ZH wohnen denn ich habe keine Lust jedes WE nach D zu fahren weil er sich den Ausgang hier nicht leisten kann.
Hart, aber Fakt
w, 40
 
G

Gast

  • #4
@2: Es gibt mit Sicherheit auch Männer in D die sich den Schweizer Lebensstil locker leisten können, da ihr Kapital bereits auf div. Stiftungen angelegt ist. Wenn Du schreibst Du lebst in ZH und willst auch einen Partner aus der Gegend hat dies eher geographisch was zu tun und nicht monetär. Ich wohne z.B. in M und suche auch nur in einen 75Km-Radius, da ich keine Lust habe meine Freizeit auf der Autobahn zu verbringen. In einen Punkt gebe ich dir aber Recht diese „Geiz ist geil“ Mentalität mancher Deutschen ist einfach nur zum „kotzen“. Da aber für manche das Einkommen des Partners so wichtig ist, sollte EP im Profil den Punkt „Versteuertes Einkommen 2010“ noch zusätzlich einfügen.m,45
 
G

Gast

  • #5
@ 3
Richtig, ich will nicht weg aus ZH und ich möchte ebenfalls keine WE-Beziehung die zur Hälfte auf Autobahnen stattfindet.
Und ja, es gibt viele Männer die genügend Geld haben um hier in ZH auszugehen aber bei jedem Glas Wein umrechnen was es kostet ist einfach ätzend.
Zu deiner letzten Bemerkung: Ich bin sehr zufrieden mit meinem Gehalt und er muss auf keinen Falll mehr verdienen aber meinem Lebensstandart möchte ich auch nicht enorm senken.
Ich koche gerne aber ich will nicht kochen müssen weil er kein Geld fürs Restaurant hat, asl Beispiel.
Und nein, ich bin weniger berechnend als es klingt aber ich habe hart gearbeitet um beruhigt zu Leben und ein unterhaltszahlender Mann (was in meinem Alter ja wirklich oft der Fall ist) auf Mindestbasis (sind 800.- Euro soweit ich weiss) hat einfach keine Chance.
Der Partner soll ja zu einem passen und keine Notlösung sein...
nochmal 2
 
G

Gast

  • #6
FS @ # 2

Danke für die offene Erklärung. Ich wohne in der Tat im Umfeld von Zürich. Ich kenne durch den Sportverein mehrere Schweizer und habe (in D) bei einem schweizer Professor studiert. Trotzdem bin ich mir nicht im Klaren gewesen, wie negativ deutsche Männer von der schweizer Damenwelt gesehen werden.

Es ist auf alle Fälle hilfreich, dies nun zu wissen. Andererseits fällt damit de facto die Hälfte meiner Partnervorschläge weg. Von meiner Seite aus hätte ich eigentlich keine Vorbehalte gegen schweizer Frauen gehabt.

FS
 
G

Gast

  • #7
Hallo FS

Ich bin Schweizer und komme aus BS..

Und ja, die Deutschen sind im Allgemeinen sind nicht sehr beliebt bei den Schweizer/innen - das ist Fakt. Nur schon die Sprache (welche ich aber persönlich als sehr schön empfinde) lässt bei vielen die Nackenhaare aufstehen. Es klingt für sie arrogant, laut und zu extrovertiert.

Zudem sind doch viele Schweizerinnen - was Beziehungen angeht - sehr traditionell veranlagt. Je weiter du ins Landesinnere vorrückst, desto mehr wirst du den Kantönligeist zu spüren bekommen. Städte wie Basel oder Genf hingegen, sind um einiges liberaler und offener gegenüber "Fremden" eingestellt.

Ausnahmen gibt es immer und zum Glück sind nicht alle so.

Aber willst du wirklich eine Zürcherin? :)

m,35
 
G

Gast

  • #8
Ich spreche selbst aus Erfahrung, da mein Partner Schweizer ist (wir leben momentan noch in D - CH). Ich bin zwar wirklich nicht geizig und habe in D auch genug, um schön essen zu gehen, aber in CH/Raum Zürich - ja da fange auch ich an, umzurechnen :D Mein Partner und ich haben da mittlerweile ein "Abkommen". Er zahlt wenn ich in CH bin, ich zahle wenn er in D ist, denn es tut mir manchmal doch etwas weh, wenn ich beispielsweise für ein Eis das drei bis vierfache wie in D zahle. Mein Partner findet das übrigend nicht abtörnend (auch nicht am Anfang!).

Auf Dauer ist das natürlich keine Lösung und in den nächsten 1 bis 2 Jahren haben wir vor, uns für ein Land zu entscheiden. Mal rein vom finanziellen Aspekt gesehen stelle ich mir es für den deutschen Part rustrierend vor, wenn sein Geld in CH so schnell weg ist...Ob das nun unbedingt typisch deutsche "Geiz ist Geil" Mentalität ist...Ich denke eher nicht.

In deinem Fall wird es aber vermutlich so sein, dass - wie bereits angesprochen - Deutsche in CH und besonders im Raum Zürich nicht besonders beliebt sind. Aus meiner Erfahrung haben es deutsche Frauen bei Schweizer Männern etwas leichter (wieso weiß ich nicht? Sind vielleicht unkomplizierter?) als deutsche Männer bei Schweizer Frauen...
 
  • #9
Eine ganz simple Erklärung könnte die sein, dass Schweizer/innen hier die Anfragen von Deutschen einfach gleich wegklicken bzw. ignorieren, weil sie gar nicht genau hinschauen, woher in Deutschland die Person kommt. Vielleicht wird einfach angenommen: Deutschland --> Ausland --> zu weit weg!

Ferner ist dem hier ja bereits erwähnten Umstand, dass Deutsche bei uns Schweizern tendenziell eher unbeliebt sind, sicher auch Rechnung zu tragen. Ich persönlich teile diese Meinung nur sehr bedingt; allerdings muss ich schon sagen, dass auch Deutsche, die schon lange hier in der Schweiz leben, zuweilen nicht in der Lage (oder nicht willens) zu sein scheinen, die schweizerische Art der Kommunikation zu übernehmen. Bei uns sagt man halt nicht "mach mal!" bzw. "bist du bescheuert?", sondern "könntest du vielleicht, aber nur wenn du grad Zeit hast" bzw. "das hätte ich jetzt vielleicht nicht ganz so gemacht, sondern ein wenig anders".

Das, was #2 sagt, muss ich aus meiner eigenen Erfahrung leider auch bestätigen. Ich weiss, die Schweiz ist eine Hochpreisinsel, und ich ärgere mich oft auch über die hohen bis überrissenen Preise hier. Aber wenn man im Ausgang ständig alles ausrechnen und über die Preise diskutieren und wegen ein paar Franken ans andere Ende der Stadt pilgern muss, dann verdirbt mir das die Laune.
 
G

Gast

  • #10
Hallo FS

Ich bin Schweizer aus Zürich und kann der rhetorischen Frage von #6 nur beipflichten.

Auch mag richtig sein, dass viele Schweizerinnen (und Schweizer) die Distanz zwischen Stuttgart, Freiburg i.B. und Hamburg nicht unterscheiden können.

Da ich nunmal mit vielen Hundert Frauen in Zürich gesprochen und geflirtet habe, erlaube ich mir ein paar Verallgemeinerungen bzgl. Sozial- und Flirtkompetenz (NICHT innere Werte):

Die Damenwelt in Zürich, egal ob City-Tussie oder Alternativ ist entsetzlich unkompetent im Führen einer Konversation.
Stelle eine Frage, kommt die Antwort: Warum? oder Äh? Ausnahmen bestätigen die Regel.
In der Nordostschweiz leben sehr viele Immigranten 1. bis 3. Generation. Was durfte ich erleben?
Bei Deutschen Frauen war ich stets positiv überrascht, wie auch bei Holländerinnen, Skandinavierinnen, Spanierinnen, Griechinnen oder Frauen aus dem gesamten slawischen Kulturraum (Französinnen trifft man hier in der Ostschweiz sehr selten).
Die Italienerinnen, auch in dritter Generation, sind ewiggestrig und spiessig. Was in Mailand oder Bologna wohl längst überholt wäre.
Bei Türkinnen entdeckte ich alles von verschlossen bis aggressiv sympathisch

Schweizerinnen abseits vom Grossraum Zürich (Ca. 2 Mio Menschen im Aargau, Kanton Zürich, Zug..)

Etwas natürlicher, vielleicht aber auch etwas zaghaft, jene aus dem tieferen Osten (St.Gallen und Thurgau).
Vieeeel sympathischer und charmanter sind die Frauen (und Männer) westlich aus dem Grossraum Bern. Ihre gemütliche und höfliche Art ist schon fast sprichwörtlich.
Frauen aus den Bergkantonen (Graubünden) und der Innerschweiz sind meist bodenständiger und fürchten weniger das andere Geschlecht. Können ganz feine Kumpels sein, wenn sie auftauen...manchmal aber auch etwas deftiger, direkter aber von innerer Stärke.

Basel und Tessin eher oberflächlich

Was Sympathie und Antipathie gegenüber Deutschen angeht, müsste man mehr differenzieren (Alter, Region, politische Position, urban oder ländlich etc.)
Ich denke, dass ein Süddeutscher, der gar etwas "schwäbelt" oder ein Bayer bestimmt den Schweizern vertrauter ist als z.B. eine "Berlinerschnauze".

Wer viel in Deutschland verkehrt, ist natürlich aufgeschlossener.

Und ja: Finger weg von den Züri-City-Tussen. Man findet viele Exemplare im Banken- und Versicherungssektor, Medizin und Marketing. Ausser Du bietest grosszügig Porsche, Portemonnaie und Potenz (Reihenfolge könnte etwa hinkommen). Aber das kennt man auch aus anderen europäischen Metropolen.
 
  • #11
Die Taxonomie von #9 kann ich so weder bestätigen noch widerlegen. Vielleicht werden hier persönliche Erfahrungen mit einzelnen Individuen etwas zu sehr verallgemeinert...?

Was ich jedoch bestätigen kann, ist die negative Einschätzung der Sorte "Züri-City-Tusse": In Zürich sind weibliche Hochnäsigkeit, Arroganz und Zickentum Dauergäste. (Ähnliches mag mutatis mutandis auch für gewisse Männer gelten, nur interessieren mich diese nicht.) Natürlich wählen alle diese Tussis - wenn sie denn wählen gehen - rot oder grün; wenn sie jedoch den Männern Körbe verteilen, gebricht es ihnen an jeglicher Sozialkompetenz. Schliesslich muss man ja nur an der Urne sozial sein, nicht aber im täglichen Umgang mit anderen Menschen...
 
G

Gast

  • #12
eine andere Möglichkeit wäre die Suche nach in der Schweiz lebenden Deutschen/ Nicht-Schweizerinnen auszudehnen. Als ich in Konstanz gelebt habe, hatte ich eine Freundin in Zurich; die allerdings Deutsche war. Ich als Badner hätte übrigens am liebsten eine Elsässerin, weil ich dort immer wieder gerne meinen Urlaub verbringe und die Küche mag. Bei der Arbeit in Amerika habe ich mal eine kennengelernt. Ein Kumpel von mir hat seine schweizer Freundin auch in Amerika kennengelernt. Also: willst Du als Deutscher eine Schweizerin, Österreicherin oder Elsässerin vorurteilslos und unkompliziert kennenlernen, dann fahre nach Übersee!