• #31
Lieber @Metin B

Ich klinke mich hier noch einmal kurz ein, um folgendes zu erwähnen.
Angenommen, ich treffe jetzt den Herrn Metin B. und er ist mir sympathisch, wir lachen zusammen, verbringen einen schönen Abend und sehen uns dann zu einem zweiten Date. Und an diesem zweiten Date werden die Themen tiefgründiger und wir landen bei seiner Diagnose BPD.
Dann wäre mir jetzt erst mal nicht gedient nur mit dem diagnostischen Etikett, was ja allerhand Unheimliches beinhalten kann. Ich möchte dann wissen, okay, was bedeutet das konkret, für mich jetzt?
Heisst das, ich muss damit rechnen, dass Selbstmorddrohungen per sms kommen, wenn ich Schluss machen will? Oder mit promiskuösem Verhalten, wenn es in der Beziehung nicht so läuft? Mit impulsiven Ausrastern, Drogenexzessen?
Benenne nicht die Diagnose, benenne deine konkreten Probleme in einer Beziehung, was du dagegen tust und was ich idealerweise tun könnte. Denk' ein bisschen voraus und erkläre, was hilft, statt darauf zu hoffen, dass eine neue Frau in deinem Leben intuitiv errät, wie sie z.B. im Streit mit dir umgehen sollte.
Wenn es dir im Streit etwa hilft, wenn die andere Person gelassen und eher kühl reagiert, dann erzähle das auch. Erzähle auch, was dich ggf. dazu veranlassen könnte, Streit zu beginnen.
Ja, letztlich möchte ich dich dazu ermutigen, dich nicht in eine passiv abwartende Rolle zu begeben, sondern die Angelegenheit ganz aktiv zu managen und sehr ehrlich zu sein bzgl. deinen Bedürfnissen. Die ehrliche Kommunikation eigener Bedürfnisse würde ich ohnehin jedem Menschen raten, auch denen ohne Diagnose. Es wäre uns allen gedient, wenn wir ehrlicher miteinander reden würden.
 
  • #32
Hallo Metin!

Wenn du dich auf Leidgenossinnen beschränkst, musst du halt damit rechnen, dass die Frau vielleicht selbst noch in ihrer Krankheit "stagniert" und da (im Gegensatz zu dir) nicht raus kommen möchte. Das könnte furchtbar für euch beide sein! Es könnte also sein, dass das nicht wirklich förderlich für deine Heilung ist. Schön wäre ja eine Partnerin, die dir hilft, mehr Lebensmut zu bekommen und sich mit dir positiv entwickeln will. Für deine psychische Heilung brauchst du ja eigentlich nur liebe und tolle Personen um dich. Dann kann das auch ganz schnell gehen, dass du dein Leben veränderst!

Ich muss meinen Vorschreibern recht geben. Erst schaut man, ob man sich sympathisch ist. Erfahrungsgemäß rücken solche Sachen in den Hintergrund. Und es gibt sehr viele Menschen, die verdeckt psychisch krank sind! Man sieht ja nach einer weile, wie es sich entwickelt.

Ich würde nicht gleich die "Bombe" platzen lassen und all deinen Kummer bei ihr abladen.
 
  • #33
Ich wuerde es baldmöglichst ansprechen. Falls beide Interesse haben.

Mir erzählte vor einiger Zeit ein Date beim dritten Treffen, er wuerde fast täglich kiffen und täglich nach der Arbeit trinken.
Aber das waer OK. Er waer stabil. Alles kein Problem.
Das einzige Problem sei seine psychisch kranke Ex gewesen :)

Ich war froh, dass er so ehrlich war.
Es war ein attraktiver Kerl, aber sowas kommt mir nicht ins Haus.
Vor allem wenn spürbar ist, dass null Problembewusstsein besteht.

Da ich aus einer Familie mit süchtigen, borderlinigen und narzisstischen Menschen komme, brauch ich das nicht mehr.
Ich helfe gern. Auch beruflich bin ich therapeutisch tätig. Aber da bekomme ich Wertschätzung und Geld dafür.
Im privaten ist das nicht gut.
Man ist so am kompensieren, dass das eigene Leben leidet.

Allerdings glaube ich auch, dass viele Menschen labil sind OHNE Diagnose. Das ist noch schlimmer.
Was mir grad beim daten hilft ist Zeit und Langsamkeit und genau hinzuschauen.

Es gibt bestimmt auch Partner, die kein Problem haben, zB mit einem Borderline Beziehung zu führen.
Das ist auch gut so.
Ich hab dbzgl jedoch jede Naivität verloren und waere ungeeignet.
Sowas lässt sich jedoch nur klären, wenn offen drüber geredet wird.
Es spart im Zweifel beiden! Herzschmerz und Leid.

Alles Gute vom Meerrettich
 
  • #34
Es sind aber alles beides psychische Störungen ("psychische Erkrankungen" ist als Begriff veraltet). Und was ich deutlich machen wollte, ist, dass es darauf ankommt, was genau für eine Störung jemand hat.
Die heute übliche sprachliche "Verniedlichung". Bloß niemanden "brandmarken", bloß nicht den Eindruck erwecken, man sei nicht politisch korrekt.
Nach Wikipedia ist das eine eine Angststörung, das andere eine psychische Erkrankung im Bereich Psychosen. Und Du kannst Das ja für Dich als "Störung" gleichsetzen, ich würde eine schizophrene Frau als psychisch krank ansehen und nicht treffen, während die Arachnophobie heldenhafte Taten meinerseits ermöglicht, indem ich unter Einsatz meines Lebens das Getier nach draußen schaffe. Da treffe ich die Frau gerne.
 
  • #36
Dann wäre mir jetzt erst mal nicht gedient nur mit dem diagnostischen Etikett, was ja allerhand Unheimliches beinhalten kann. Ich möchte dann wissen, okay, was bedeutet das konkret, für mich jetzt?
Heisst das, ich muss damit rechnen, dass Selbstmorddrohungen per sms kommen, wenn ich Schluss machen will? Oder mit promiskuösem Verhalten, wenn es in der Beziehung nicht so läuft? Mit impulsiven Ausrastern, Drogenexzessen?
Benenne nicht die Diagnose, benenne deine konkreten Probleme in einer Beziehung, was du dagegen tust und was ich idealerweise tun könnte.
Ich denke das ist ein exzellenter Tipp für alle Menschen mit psychischen Erkrankungen, die auf Partnersuche sind - lieber die konkreten Symptome benennen statt nur das Label. Das Label alleine kann beim Gegenüber Ängste und Unsicherheiten auslösen, die Benennung der Symptome schafft Klarheit darüber mit was gerechnet werden kann und mit was nicht.
 
  • #37
Für deine psychische Heilung brauchst du ja eigentlich nur liebe und tolle Personen um dich. Dann kann das auch ganz schnell gehen, dass du dein Leben veränderst!
Das halte ich für einen, sorry, ausgeacten Blödsinn. Ich kenne ja wirklich sehr viele Leute... aber wer ist den bitte nur lieb und toll?
Das sag ich vielleicht über ein Kind...
Erwachsene sind nie nur lieb und toll.
Was bedeutet das denn ausserdem überhaupt? Das sie ganz in der Freundschaft und Liebe zu anderen aufgehen und keine eigenen Bedürfnisse haben?
Ich war mit einem Borderliner zusammen. Nie wieder möchte ich so etwas erleben.
Das lieb und toll sein ihn retten könnte, halte ich für ein Märchen. Wenn jemand psychisch krank ist und grad einen Film schiebt, kommt ihm ja gerade ein normal handelnder und denkender Mensch suspekt, gemein und bösartig vor.
Mein expartner hat mal einenTobsuchtsanfall ekommen, weil mein Shampoo (er hatte seines vergessen), seine Haare klebrig und (Achtung o.Ton...) Scheisse macht.
Mein verständnisloser Kommentar warum er es dann regelmäßig benutzt bescherte uns 3 Stunden Geschrei, Gebrüll und zum Schluss ist er auf und davon.

Deshalb ist es ja eine Krankheit. Weil die Reaktionen auf die Umwelt nicht nachvollziehbar oder normal sind, wenn die Krankheit aktiv ist.


Hier im Haus wohnt eine Frau mit Verfolgungswahn. Wer sollte mit seinem Lieb und Toll sein sie davon heilen?
Abgesehen davon ist bei so einer Einstellung der Erkrankte selbst plötzlich abhängig von anderen Menschen.
Es gibt aber viele Menschen da draussen, die einen nicht nur wohlgesonnen sind. Es ist gut sich da behaupten zu können und nicht zu warten bis eine Gruppe von Gutmenschen sich um einen scharrt, die einen heilt.
 
  • #38
Da ich aus einer Familie mit süchtigen, borderlinigen und narzisstischen Menschen komme, brauch ich das nicht mehr.
Ich helfe gern. Auch beruflich bin ich therapeutisch tätig. Aber da bekomme ich Wertschätzung und Geld dafür.
Im privaten ist das nicht gut.
Man ist so am kompensieren, dass das eigene Leben leidet.
Ja, es ist hilfreich diese Leiden aus der Familie oder zumindest dem Freundeskreis zu kennen, da spart man sich die schlechten Erfahrungen mit ungeeigneten Partnern. Vor allem die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist eine wahre Fliegenfalle für Frauen. Diese Männer kommen in der Tendenz sehr gut bei potentiellen Partnerinnen an, aber es endet in den seltensten Fällen positiv für die Frau.
 
  • #39
Es gibt bestimmt auch Partner, die kein Problem haben, zB mit einem Borderline Beziehung zu führen.
Solche Personen haben generell ein dependentes Problem bzw. neigen zur Koabhängigkeit. Ich kenne auch eine Symbiose zwischen einer Borderlinerin und einem Narzissten. Die Borderlinerin hat parallel Beziehungen die nach ca. 3 Monaten mit ihrer Beziehung zu dem Narzissten trianguliert. Der Narz ist darüber detailliert informiert. Mindestens Mutter, Bruder und Cousine der Borderlinerin haben ebenfalls Merkmale einer Persönlichkeitsstörung.

Ich war eine der Parallelbeziehungen und kam mir wie in einem Hitchcock Thriller vor als ich erkannte woran ich bin. Rückblickend irgendwie interessant. Seit dem ist Cluster B für mich ein rotes Tuch.

Ich kenne auch Bipolare, Schizoide, Depressive, Psychotische, Traumatisierte, Suchtkranke (wer täglich kifft und trinkt ist es). Ich würde mal sagen ich selbst neige zur Koabhängigkeit bin aber auf einem Weg der Besserung. Ich meide daher privat Menschen ab dem Punkt, dass mir bewusst wird, dass sie die vorweg genannten Eigenschaften haben (könnten).

Jemand der seine Krankeit/Störung selbst erkennt und benennt ist natürlich ein besserer potentieller Partner als jemand der dies negiert und sich ungehemmt auslebt.

Borderline lässt sich nur kurz verstecken also sollte derjenige ehrlich sein und am besten bei der bereits genannten Plattform Gleichklang sein Glück versuchen.
 
  • #40
Und da haben ja mehr Leute Leichen im Keller als man denkt. Bei manchen ist es der Schummel mit dem Alter. Bei anderen die verschwiegenen Kinder. Bei manchen Schulden, Krankheiten oder bei manchen eben auch seelische Besonderheiten.
Das ist ein guter Hinweis am Rande. Ich kenne auch viele "Gesunde" (in dem Sinne, dass keine psychische Erkrankung auf diagnostischem Level vorliegt) die sehr toxisches Verhalten zeigen: Lügen, Betrügen, Ignoranz, dem Partner Probleme auflasten, auf der Tasche liegen, etc ... Gerne auch gepaart mit Null Einsicht. Meiner Meinung nach sind "Gesunde" sind nicht immer die besseren Partner. Ich sehe mein BPD nicht nur als Schwäche, sondern in manchen Bereichen ist es auch eine Stärke.
 
  • #41
Das lieb und toll sein ihn retten könnte, halte ich für ein Märchen.
Ja, Persönlichkeitsstörungen sind nicht heilbar und Rettungsversuche umstehender entsprechend zwecklos. Möglich ist nur das Management der Symptome, da kann ein lieber Umgang einen großen Unterschied machen, in der Hinsicht hat Elisabetha recht. Aber es ist für den Partner eine sehr mühsame Geschichte und dauernde Nachsicht praktisch unmöglich. Das hört erst auf wenn die Symptome mit dem Alter auf natürliche Weise abklingen (was bei BPD fast immer der Fall ist, alte Borderliner sind eine Seltenheit).
 
  • #42
Für deine psychische Heilung brauchst du ja eigentlich nur liebe und tolle Personen um dic
Ja also da bin ich ganz der Meinung von @Liviana .
Von dem Gedanken, dass ein psychisch Erkrankter nur einen liebenden Partner bräuchte, um sich besser zu fühlen, sollte man sich also ganz klar verabschieden.

Beispiel Depression...
Das ist eine Erkrankung und keine Verstimmung.
Da kann die Sonne strahlend scheinen, da kann das Konto fett sein, da können die tollsten und liebsten Menschen drum herum sein, das heilt aber die Erkrankung noch lange nicht und der Betroffene befindet sich in einer Welt aus Schwarz und Grau. Fühlt tiefe innere Unruhe und Kummer. Egal wie vorsichtig man etwas formuliert, es wird negativ ausgelegt werden. Das ist die Erkrankung.
Bei einem Krebspatienten helfen auch keine liebenden Menschen zur Heilung. Die braucht derjenige als Beistand in seinem Leben, ohne den es natürlich auch nicht geht. Aber die Medizin oder OP ist das noch lange nicht.

Der Partner soll auch kein Therapeut sein. Das wollen Betroffene auch meist gar nicht. Die wollen dass man normal mit ihnen umgeht und nicht mit der Pinzette angefasst werden. Für die Therapie ist der Therapeut da. Ein Mensch kann bei einer Erkrankung auch keine Medikamente ersetzen.

Allerdings sollten Angehörige schon einige Kenntnisse besitzen, um die Handlungen einordnen zu können, z.B. bei BPD. Vor allem damit sie die Handlungen nicht persönlich nehmen. Denn das kann sie sonst u.U. runterziehen, oder es kann zu Konflikten führen.
Dann kommt schnell der Gedanke "ich reiche nicht, ich genüge nicht, ich bin nicht gut genug...so dass es ihm/ihr besser geht".
Und das sollte man doch sehr vermeiden, sonst arbeiten die sich da am Partner einen ab, ohne Erfolg. Das wiederum kann auch schwere Erschöpfung nach sich ziehen.
 
  • #43
Die heute übliche sprachliche "Verniedlichung". Bloß niemanden "brandmarken", bloß nicht den Eindruck erwecken, man sei nicht politisch korrekt.
Es geht nicht um politische Korrektheit. Ich weiß nicht, was genau dein Problem ist, aber man verwendet den Begriff psychische Erkrankungen nicht, weil der suggeriert, dass es eine dezidierte Ursache gibt, wie bei einem gebrochenen Bein oder einem Bandscheibenvorfall. Das gibt es aber im psychischen Bereich nicht, auch bei Schizophrenie nicht.

Und die von dir zitierte Spinnenphobie muss nicht harmlos und niedlich sein, sondern kann auch so ausgeprägt sein, dass jemand erstmal jeden Raum untersucht, ob da irgendwo eine Spinne ist oder sich aus Angst vor Getier nicht aus dem Haus traut. Es ist also nicht so, wie du unterstellst, dass es harmlose "Macken" gibt, die nur eine "Störung" sind und ganz schlimme Sachen, die dann eine "Krankheit" sind. Du unterstellst in deinen Beiträgen ja ganz oft anderen irgendwelche psychischen Störungen, da solltest du schon wissen, was genau das eigentlich ist.

Nach Wikipedia ist das eine eine Angststörung, das andere eine psychische Erkrankung im Bereich Psychosen.
Na ja...hast du im Studium nicht gelernt, dass man Wikipedia nicht zitieren soll, weil das keine verlässliche wissenschaftliche Quelle ist?

Hier im Haus wohnt eine Frau mit Verfolgungswahn. Wer sollte mit seinem Lieb und Toll sein sie davon heilen?
Der liebe tolle Psychiater, der ihr die passenden Neuroleptika verschreibt.

Allerdings glaube ich auch, dass viele Menschen labil sind OHNE Diagnose. Das ist noch schlimmer.
Es muss auch nicht für alles eine Diagnose geben. Labil sein kann ja auch bedeuten, da ist jemand sensibler als andere oder kann mit Stress nicht so gut umgehen. Das ist doch letztlich Teil der Individualität jedes Menschen. Manche sind robuster und an denen prallt viel ab (was auch nicht immer gut ist, kann auch emotionale Kälte bedeuten) und manche sind sensibler; manche weinen schneller als andere, manche sind impulsiver usw. Das muss nicht immer gleich eine Störung sein. Das ist die Spannbreite menschlicher Charaktere. Und je nachdem, wie man selbst drauf ist, passt das eine oder andere besser zu einem. Man kann aber nicht für jede Eigenschaft an einem anderen Menschen, die einem persönlich nicht gefällt, eine Diagnose vergeben.
 
  • #44
lieber die konkreten Symptome benennen statt nur das Label. Das Label alleine kann beim Gegenüber Ängste und Unsicherheiten auslösen, die Benennung der Symptome schafft Klarheit darüber mit was gerechnet werden kann und mit was nicht.
Das halte ich sowieso für selbstverständlich, dass man über die Krankheit und über die konkreten Symptome usw. dann auch redet, und nicht nur die Diagnose nennt. Diagnose und was sie im individuellen Fall bedeutet, gehören selbstverständlich zusammen.
Wenn mir ein Mann "nur" seine Symptome schildern würde, würde ich auf jeden Fall fragen, ob er schon mal in psychologischer und psychiatrischer Behandlung war und würde mir die Diagnose sozusagen im Gespräch "erfragen". Aber ich bin auch beruflich in dem Bereich tätig und daher entsprechend sensibilisiert. Frauen, die keine einschlägigen Fachkenntnisse haben, kommen möglicherweise nicht auf die Idee, weiter nachzufragen.
Daher ist ein offener und ehrlicher Umgang, der das ganze individuelle Ausmaß der Erkrankung nicht verschweigt, beschönigt oder herunterspielt, im Sinne der Fairness der Frau gegenüber, auf jeden Fall angebracht. Aber so verstehe ich den FS eigentlich auch.


w53
 
  • #45
Auf keinen Fall würde ich die Diagnose beim ersten Date auf den Tisch legen. Ich sehe das wie sonrix, sobald ein näheres Kennenlernen stattfindet, solltest du die Dinge erwähnen.
Mir hat auch mal eine Bekannte beim ersten Kaffeetrinken ihr gesamte psychische Krankheitsgeschichte dargelegt. Für mich war das ein Grund keine Freundschaft zu schließen. Und ich habe Menschen mit seelischen Erkrankungen im Freundeskreis. Hier fehlte aber jedes Gespür für Takt.
Versuche den Typ Mensch, der glaubt ein Anrecht daraufzuhaben, das beim ersten Date zu erfahren, damit er keine Zeit verplempert, von vorneherein auszuschließen. Das sind eher Leute mit wenig Einfühlungsvermögen, generell eher unsensibel und das würde daher sowieso nicht passen.
 
  • #46
...
Es muss auch nicht für alles eine Diagnose geben. Labil sein kann ja auch bedeuten, da ist jemand sensibler als andere oder kann mit Stress nicht so gut umgehen. Das ist doch letztlich Teil der Individualität jedes Menschen. Manche sind robuster und an denen prallt viel ab (was auch nicht immer gut ist, kann auch emotionale Kälte bedeuten) und manche sind sensibler; manche weinen schneller als andere, manche sind impulsiver usw. Das muss nicht immer gleich eine Störung sein. Das ist die Spannbreite menschlicher Charaktere. Und je nachdem, wie man selbst drauf ist, passt das eine oder andere besser zu einem. Man kann aber nicht für jede Eigenschaft an einem anderen Menschen, die einem persönlich nicht gefällt, eine Diagnose vergeben.
Naja, ich formuliere es mal anders:
Als Medizinerin hatte ich letztes Jahr, als ich erstmals online Dating machte, zunehmend das Gefühl, besser mit Diagnose manual in der Tasche zum ersten Date aufzukreuzen :)

Ich bezeichne einen Menschen nicht vorschnell als labil, weil er sensibel ist oder sich komisch verhält weil ern schlechten Tag hat.

Aber ich bin so manchem begegnet, der bei näherem Hinsehen einschlägige Kriterien nach DSM 5 erfüllte: Sucht. Persönlichkeitsstörung. Fetischismus u.a.

Und die hatten ja nicht alle ne Diagnose.
Nur wenn der Leidensdruck sehr hoch ist, geht jmd zum Psychologen.
Und bei manchen Störungen leidet ja nur die Mitwelt (wie die "psychisch kranke" Ex des Kiffers, die "hysterisch" drauf reagierte, dass er als Vater eines Säuglings täglich bekifft war :)
Meiner Theorie nach landen sogar häufiger die Opfer von Cluster B in der Psychiatrie mit Somatisierung, Burnout oder Depression. Nicht der Cluster B selber. Der sucht sich halt wen neues, unverbrauchtes :)

Es ist interessant da draussen :)
Aber man muss echt genau hinsehen. Diagnosen sind nicht alles. Aber Applaus für jeden, der offen damit umgeht und Problembewusstsein hat!
 
  • #47
des einen an der kühlen Logik des anderen abprallen kann. Ich finde Frauen mit autistischen Tendenzen wahnsinnig attraktiv, diese sind aber recht schwierig zu umwerben.
Das wäre für mich ein Ausschlußkriterium. D.h. für mich, dass du keine echte Nähe möchtest, sonder lieber jemand Unerreichbaren hinterherläufst, an dem du dich dann abarbeitest. Weil Nähe evtl. negative Assoziationen auslöst, mit Gefahr und Bedrohung verbunden ist.
Und deine Gegenüber soll dir etwas geben, was du selber nicht hast. - Für mich wären da Dramen vorprogrammiert und evtl. ein Wiederholungsdrama aus der Kindheit?
Soweit ich weiß, hängt Borderline auch mit dramatischen Kindheitserfahrungen, Mißbrauch, Gewalt etc. zusammen, fällt also nicht vom Himmel.
Dazu musst du dich nicht äußern natürlich.
Ich als Frau hätte allerdings die Befürchtung, dass ich zur Projektionsfläche für nicht aufgearbeitete Erfahrungen werde.
Und sobald Nähe entsteht, bricht jemand Streit vom Zaun.
 
  • #48
Für deine psychische Heilung brauchst du ja eigentlich nur liebe und tolle Personen um dich. Dann kann das auch ganz schnell gehen, dass du dein Leben veränderst!
Schmarrn, sorry.
Für psychische Heilung brauchst Du das Wissen, was überhaupt los ist - nicht so einfach, Veränderungswillen aus Dir selbst heraus, viel Eigenengagement und gute professionelle Unterstützung.
Ein*e Partner*in kann begleiten, und es ist zwar tatsächlich leichter, wenn es jemanden gibt, aber nie als Co-therapeut.

Ich persönlich möchte, dass man mich erst mal kennen lernt, so wie ich bin, wie ich denke, mich verhalte, und dass man sich ein ganz unverfälschtes Bild macht. Weg von Labeln, Schubladen.

Meine Diagnose - komplexe PTBS - erwähne ich nach der Symptomatik, und das auch erst, wenn ich mir beim Kennenlernen vorstellen kann, dass sich etwas entwickeln könnte .
Es ist für mich zudem ein Test, habe ich das Gefühl, dass ich diesen Menschen meine Geschichte erzählen kann? Sagt der Bauch nein, braucht es meinerseits kein vertieftes Kennenlernen.

Die Symptomatik habe ich inzwischen gut und stabil reduzieren können, das war ein mehrjähriger Prozess, ich bin wieder gut aktiv, und unterwegs, ich achte nur bewusst darauf, dass es ohne Druck und Müssen ist. Ich habe aber Grenzen bei der Belastbarkeit, auch wenn ich immer wieder daran nage, das wird bleiben
Und ab und zu, selten, gibt es grauere Momente, keine schwarzen mehr, oder Zeiten wo der Schlaf nicht gut ist. Nun, dann kümmere ich mich um mich, gönne mir auch mal für paar Stunden oder den Tag Auszeit.
Meine Triggerpunkte kenne ich, und weiß , wie ich damit umgehe, ich kann es zuordnen, und oft genug ist es gar nicht negativ, sondern reale Warnlampe für das Heute. Ich bin bei manchem etwas sensibler, bin empfindlich, was Lügen angeht - Vertrauen - und ganz empfindlich beim Thema Aggressivität. Aber ob das ein Nachteil ist?
Eine Partnerschaft sollte das nicht beeinträchtigen.

Positiv nehme ich aber für mich mit, ich habe andere Lebensqualitäten entdeckt, kann mich über sehr vieles freuen, bewusst genießen, bin gelassener geworden... Und seitdem ich für mich aufgeräumt habe, fühle ich mich bei mir ganz gut angekommen. Da geht noch mehr, aber das sind Prozesse.

Deswegen bin ich auch strikt gegen diese Label, Metin, deswegen stört mich der Titel Deiner Frage, empfinde sie so als stigmatisierend,
Und gerade, wenn Du mit BPD umgehen kannst, was ich mir schwierig vorstelle, dann solltest Du sensibilisiert sein.

Wie passt es eigentlich zu Deinem Beruf?

W,49
 
  • #49
Marsha M. Linehan hat mit der DBT ein Therapiekonzept für Borderline entwickelt. Ein besonderer Punkt ist, dass sie sich 2011 zu einem eigenen Borderline Problem bekannt hat. Sie wird nicht die einzige betroffene Therapeutin sein. Das gilt für psychische Probleme allgemein und für Borderline im speziellen.

Wenn man sich zu seinem Problem bekennt und selbstreflektierend auch mit der eigenen Aussenwirkung umgeht kann man wahrscheinlich relativ erträglich für die Mitmenschen auftreten. Bezüglich einer engen Beziehung bleibe ich bei Borderline skeptisch.

Dass sich Borderline mit dem Alter auswächst kann sein. In der zweiten Hälfte 40 stehen zumindest einige Borderliner aber noch im vollen destruktiven Saft.

Naja, ich formuliere es mal anders:
Als Medizinerin hatte ich letztes Jahr, als ich erstmals online Dating machte, zunehmend das Gefühl, besser mit Diagnose manual in der Tasche zum ersten Date aufzukreuzen :)
Sehe ich ohne direkt vom Fach zu sein und obwohl ich Frauen datete genauso.
Die Frauen die ich getroffen habe, berichteten z.T. ihrerseits über ihre Dating und Kurzbeziehungserfahrungen. Diese Erfahrungen gleichen dem was du schreibst @Merretich . Allerdings bin ich inzwischen der Meinung, dass jeder bekommt was er bestellt. Das gilt für mich selbst auch.

Das wird für dich auch gelten. Du hast ja selbst über deinen familiären Hintergrund und den Gegenstand deines Berufs geschrieben. Da wird es einen Zusammenhang geben. Diesen wird es auch zu deinem Beziehungsleben geben. Es wäre völlig falsch wenn du auf Grund deiner aktuellen Erfahrungen das Problem vollständig auf "Männer" projiziert. Männer sind nicht das Problem. Das Problem sind Menschen, warum gerade sie auf dem Single-Markt verfügbar sind und warum wir selbst eine bestimmte Auswahl treffen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #50
Sehe ich ohne direkt vom Fach zu sein und obwohl ich Frauen datete genauso.
Die Frauen die ich getroffen habe, berichteten z.T. ihrerseits über ihrgleichen dem was du schreibst @Merretich . Allerdings bin ich inzwischen der Meinung, dass jeder bekommt was er bestellt. Das gilt für mich selbst auch.

Das wird für dich auch gelten. Du hast ja selbst über deinen familiären Hintergrund und den Gegenstand deines Berufs geschrieben. Da wird es einen Zusammenhang geben. Diesen wird es auch zu deinem Beziehungsleben geben. Es wäre völlig falsch wenn du auf Grund deiner aktuellen Erfahrungen das Problem vollständig auf "Männer" projiziert. Männer sind nicht das Problem. Das Problem sind Menschen, warum gerade sie auf dem Single-Markt verfügbar sind und warum wir selbst eine bestimmte Auswahl treffen.
Hi Ejscheff,

ja da hast Du recht.
Aufgrund der familiären Erfahrung hab ich notgedrungen gute therapeutische Qualitäten entwickelt.
Und es ist kein rein männliches Problem. Ich kenne auch sehr labile Frauen. Nur die Date ich nicht.

Mein Job besteht aktuell anscheinend im Nein sagen :)
Gestern ein Date mit einem Mann über vierzig.
Nach einer halben Stunde stellt sich raus, er hatte noch nie ne Frau,Freundin. Aber er will Kinder. Und wenn ich ihm sage was ich will und wie Beziehung funktioniert (ihm das beibringen..da ich ja Beziehungserfahrung hab..), wuerde er sich anpassen. Wir müssten auch..wenn wir uns schlecht vertragen..nur nach aussen "Familie spielen" wegen ihm.
Halt für die gemeinsamen Kinder.
Den Plan hat er mir im Café nach ner halben Stunde unterbreitet. Das hatte er sich vor dem Date überlegt. Also meine Rolle als: Beziehungscoach für eine vierzigjährige Jungfrau, Mutter seiner Kinder, Geld verdienen (er selbst stehe finanziell nicht gut da..)

Gut dass ich ne Sonnenbrille trug.
Zeitweise hatte ich meine Mimik nicht im Griff.
Ich tippe auf Autismus oder Homosexualität bei gleichzeitigem Wunsch nach "normaler Familie".
Übrigens ein normal aussehender deutscher Akademiker.
Das hätte ich vorher nicht wissen können.
Es hat durchaus Unterhaltungswert.
Ich würde nur gerne mal ankommen... Und darf doch Korb um Korb verteilen..

Dabei halte ich mich nicht für anspruchsvoll...
 
  • #51
Gestern ein Date mit einem Mann über vierzig. Nach einer halben Stunde stellt sich raus, er hatte noch nie ne Frau,Freundin. Aber er will Kinder. Und wenn ich ihm sage was ich will und wie Beziehung funktioniert (ihm das beibringen..da ich ja Beziehungserfahrung hab..), wuerde er sich anpassen. Wir müssten auch..wenn wir uns schlecht vertragen..nur nach aussen "Familie spielen"...
Ich schliesse mich, wenn Dir das öfter so geht, @Ejscheff an. Frau bekommt, was sie bestellt. Ich hatte noch nie ein Date mit einer Frau, die auch nur annähernd so drauf war. Gerade schreibt parallel wieder eine Frau, die in jeder ihrer Beziehungen betrogen wurde. Das ist kein Zufall. Augen auf bei der Partnerwahl.
 
  • #52
Und die hatten ja nicht alle ne Diagnose.
Nur wenn der Leidensdruck sehr hoch ist, geht jmd zum Psychologen.
Und bei manchen Störungen leidet ja nur die Mitwelt (wie die "psychisch kranke" Ex des Kiffers, die "hysterisch" drauf reagierte, dass er als Vater eines Säuglings täglich bekifft war :)
Meiner Theorie nach landen sogar häufiger die Opfer von Cluster B in der Psychiatrie mit Somatisierung, Burnout oder Depression. Nicht der Cluster B selber. Der sucht sich halt wen neues, unverbrauchtes :)

Es ist interessant da draussen :)
Aber man muss echt genau hinsehen. Diagnosen sind nicht alles. Aber Applaus für jeden, der offen damit umgeht und Problembewusstsein hat!
Ich glaube das auch, dass das nähere und zunächst gesunde Umfeld eines psychisch erkrankten Menschen am Ende seiner seelischen Kräften selbst in die psychiatrische Klinik landet, weil die Symptome und das gestörte Verhalten des Betroffenen die nicht betroffenen am Rande der Verzweiflung bringen kann und sie am Ende mit Depressionssymptomen (Ängste, Schlafstörungen, Angespanntheit) eine Behandlung brauchen. Psychische Erkrankungen sind kein plötzliches Leiden, wie eine Fraktur oder entzündeter Blindarm, den man auch sofort sieht, erkennt und behandelt, sondern sehr schleichend und unmerklich, so dass es für den Betroffenen nicht klar und bewusst ist, dass sie anders sind! Das ist ein Teil ihrer Persönlichkeit.

Ich lass mal einen Zitate über Nazismus, wo eine Psychologin schrieb: woher weiss man, dass man es mit narzisstisch Gestörten Persönlichkeiten zu tun hat? Die Antwort: die Mitmenschen leiden darunter.

Der Gerichtspsychiater Reinhard Haller sagte in einem YouTube Vortrag, nach dem Erscheinen seines Buches “Die Narzissmusfalle“ sehr viele Ehefrauen geschrieben, weil sie im Buch ihren Mann beschrieben fanden. Das schlimmste daran ist, dass gerade narzisstische Menschen keine Einsicht zeigen und kein Problembewusstsein haben und es sind immer die anderen die falsch krank und nicht normal sind aber sie selbst sind ganz in Ordnung. Somit würden sie nie freiwillig aber auch nicht auf Anraten sich ein eine Untersuchung und auch eine Behandlung begeben. Damit wird nicht nur die eigene Familie weiterhin leiden, sondern auch Geschwiester, Freunde, Arbeitskollegen. Spricht man sie auf ihr Verhalten an, dann sind immer die anderen die Schuldigen und sie machen nur Fehler aber ein Narzisst ist frei von Verantwortung und Schuld und ist einfach perfekt.
 
  • #53
Ich würde nur gerne mal ankommen... Und darf doch Korb um Korb verteilen..

Dabei halte ich mich nicht für anspruchsvoll...
Ich glaube dir das, während ich glaube, dass andere Damen hier einfach zu anspruchsvoll sind. Es muss beim erstenmal flashen. Der Mann muss sichtbare Insignien eines guten Beschützers haben. ...

Ich glaube inzwischen, dass Menschen mit einem spezifischen Hintergrund immer wieder an geschädigte Menschen geraten. Beides zieht sich magnetisch an.

Hier https://www.elitepartner.de/forum/frage/warum-immer-wieder-zurueck-auf-null.80172/ gehst du in deinem Kommentar auf deine Kindheit und deiner Männerauswahl ein. Du willst "ankommen". Unbewusst willst du ggf. in etwas wie deiner Kindheit ankommen und wählst deswegen instinktiv entsprechende Männer. Mir geht es jedenfalls so. Die letzten von mir ausgewählten Damen hatten tatsächlich etwas von meiner Mutter.

Ich komme mit ihnen nur klar wenn ich mich emotional von ihnen distanziere, dadurch verliere ich aber auch das Interesse an ihnen denn eigentlich will ich mich in eine Beziehung fallen lassen können. Mache ich das, dann distanzieren sie sich.

Immerhin hat meine Jetzige das Problem erkannt und versucht an sich selbst zu arbeiten, denn sie will auch ankommen. Vielleicht brauchst du deinerseits zwar keinen echten Narzissten aber einen geläuterten einsichtigen Egomanen um anzukommen und gleichzeitig mit der Vergangenheit aufzuräumen.

Ob es so einen Mann gibt und ob so ein Weg gangbar ist oder ich hier nur mit Wunschträumen hantiere, kann ich nicht sagen.
 
  • #55
Ich glaube dir das, während ich glaube, dass andere Damen hier einfach zu anspruchsvoll sind. Es muss beim erstenmal flashen. Der Mann muss sichtbare Insignien eines guten Beschützers haben. ...

Ich glaube inzwischen, dass Menschen mit einem spezifischen Hintergrund immer wieder an geschädigte Menschen geraten. Beides zieht sich magnetisch an.

Hier https://www.elitepartner.de/forum/frage/warum-immer-wieder-zurueck-auf-null.80172/ gehst du in deinem Kommentar auf deine Kindheit und deiner Männerauswahl ein. Du willst "ankommen". Unbewusst willst du ggf. in etwas wie deiner Kindheit ankommen und wählst deswegen instinktiv entsprechende Männer. Mir geht es jedenfalls so. Die letzten von mir ausgewählten Damen hatten tatsächlich etwas von meiner Mutter.

Ich komme mit ihnen nur klar wenn ich mich emotional von ihnen distanziere, dadurch verliere ich aber auch das Interesse an ihnen denn eigentlich will ich mich in eine Beziehung fallen lassen können. Mache ich das, dann distanzieren sie sich.

Immerhin hat meine Jetzige das Problem erkannt und versucht an sich selbst zu arbeiten, denn sie will auch ankommen. Vielleicht brauchst du deinerseits zwar keinen echten Narzissten aber einen geläuterten einsichtigen Egomanen um anzukommen und gleichzeitig mit der Vergangenheit aufzuräumen.

Ob es so einen Mann gibt und ob so ein Weg gangbar ist oder ich hier nur mit Wunschträumen hantiere, kann ich nicht sagen.
Ja, ein berühmter Paarpsychologe sagte mal, man datet solange den gegengeschlechtlichen Elternteil, bis man
A, Glücklich ankommt wenn die Beziehung eine liebevolle war
B, sich umprogrammiert weil man sowohl als Kind wie auch Erwachsener bei manchen keine Chance hat, weil sie halt..zB wegen Persönlichkeitsstörung ..garnicht lieben können

Ich beobachte das oft bei Bekannten und Freunden: v.a. auf Fotos.. Sogar bei Promis..ist von der Ausstrahlung ein "Beuteschema" erkennbar..das dem Elternteil gleicht.
Manchmal sogar Stimme, Körperhaltung etc. Achtet mal drauf.

Naja.
Ich denke ich mach grad ne Phase durch. Was solls. Ich liebe meinen Job, meine Freundinnen, meine Heimat und meinen Kater.
Und werde solange weiter Daten bis jmd auftaucht, bei dem ich ein gutes Gefühl hab.
Und..Leute..es wird Frühling :) :) :)
 
  • #56
... sehr viele Ehefrauen geschrieben, weil sie im Buch ihren Mann beschrieben fanden. ...
Nach Schätzungen sind weniger als 1% der Bevölkerung betroffen. Danach auch mehr Männer als Frauen. Wenn sich also Frauen immer wiederr gezielt solche Männer herausfischen, sagt das auch etwas über sie aus. Ich bin auch von der angenommenen Verteilung nicht so überzeugt. Mag sein, dass das bei richtigen psychischen Diagnosen zutrifft, aber wenn man sich die Anzeichen durchliest, gibt es auch jede Menge Frauen, die sie erfüllen. Vielleicht fallen Männer hier nur eher auf, weil sie generell etwas emotionsloser sind als Frauen.

Will irgendjemand ernsthaft behaupten, es gäbe nicht auch reichlich Frauen, die sich selbst ständig in den Mittelpunkt stellen, andere ausnutzen, dauernde Bewunderung einfordern, hohe Ansprüche haben, die andere für sie erfüllen sollen oder neidisch sind? Vermutlich ist nur die Zielrichtung eine andere, weil Frauen generell weniger nach Macht streben.

Also, was soll das Theater? Frau kann sich den Mann ansehen, den sie gerade kennenlernt. Meist sind die Männer, die aus männlicher Sicht relativ laut und auf Selbstdarstellung aus sind, bei Frauen auch recht begehrt. Von außen ist es sehr klar erkennbar, wer potentiell narzisstisch sein könnte. Viele bewundern die damit verbundenen Erfolge, die dann oft durch Rücksichtslosigkeit erzielt werden. Und beklagen sich dann lautstark, wenn sie selbst Opfer dieser Rücksichtslosigkeit werden. Auswahlverschulden. Mal wieder.
 
  • #57
Nach Schätzungen sind weniger als 1% der Bevölkerung betroffen. Danach auch mehr Männer als Frauen. Wenn sich also Frauen immer wiederr gezielt solche Männer herausfischen, sagt das auch etwas über sie.
Will irgendjemand ernsthaft behaupten, es gäbe nicht auch reichlich Frauen, die sich selbst ständig in den Mittelpunkt stellen, andere ausnutzen, dauernde Bewunderung einfordern, hohe Ansprüche haben, die andere für sie erfüllen sollen oder neidisch sind? Vermutlich ist nur die Zielrichtung eine andere, weil Frauen generell weniger nach Macht streben.

Also, was soll das Theater? Frau kann sich den Mann ansehen, den sie gerade kennenlernt. Meist sind die Männer, die aus männlicher Sicht relativ laut und auf Selbstdarstellung aus sind, bei Frauen auch recht begehrt.
Ich kann mir vorstellen, dass die Dunkelziffer gerade was Persönlichkeitsstörung and betrifft und insbesondere auch einen narzisstischen Persönlichkeitsstörung höher ist. Es ist doch ein Merkmal von Narzissmus, dass diese Menschen sich für perfekt und fehlerlos halten, mit Verachtung und Arroganz auf andere herunter blicken und einen Psychiater niemals nötig haben, weil nur die anderen psychisch gestört sind aber nicht sie selbst.

Auf YouTube gibt es wunderbare Vorträge vom Wiener Psychiater Rafael Bonelli, der die Persönlichkeitsstörungen erklärt, wie sie entstehen. Er schrieb mehrere Bücher auch eines über männlichen Narzissmus.

Unter anderem schreibt er auch, dass Männer tatsächlich mehr narzisstische Persönlichkeitsstörung haben, weil sie auch weniger Spiegelneurone im Gehirn hätten als Frauen und somit weniger emphatisch sind. Unter anderem sagte er das gleiche, dass Narzissten sehr charismatisch und eloquent sein können und viele Frauen auf diese Männer stehen und sie zu Beginn attraktiv finden. Erst später zeigt sich sein sehr schwieriger Charakter/seine problematischen Persönlichkeitszüge. Die Verbindung zwischen einer Frau mit Borderline Persönlichkeitsstörung mit einem narzisstischen Mann gibt es relativ häufig und die ist sehr explosiv.
 
  • #58
Ich kann mir vorstellen, dass die Dunkelziffer gerade was Persönlichkeitsstörung and betrifft und insbesondere auch einen narzisstischen Persönlichkeitsstörung höher ist
Ich denke, dass die Dunkelziffern mit eingerechnet sind.

Es ist nur inzwischen anscheinend üblich, jeden Menschen entweder als Narzisst oder als Borderline hinzustellen.

Das meiste sind letztendlich Persönlichkeitsausprägungen, und noch bei weitem keine Persönlichkeitsstörung.
Es ist nur sehr einfach, wenn einem an jemand anderem etwas stört, sie / in als gestört zu bezeichnen. Dann muss man sich nicht mit den Eigenverantwortlichkeiten auseinander setzen.

Es ist ein Riesenunterschied, ob jemand eine narzisstisch ausgeprägte Persönlichkeit hat, oder unter Narzissmus als PS erkrankt ist.
Mit Diagnosen sollte man immer vorsichtig sein.

W,49
 
  • #59
Unter anderem sagte er das gleiche, dass Narzissten sehr charismatisch und eloquent sein können und viele Frauen auf diese Männer stehen und sie zu Beginn attraktiv finden.
Der Ansatz @Metin B in seinem Thread ist richtig. Er sieht seine spezifische Eigenschaft als mögliches Problem bei der Partnersuche. In ihm selbst liegt sein Schlüssel zu einer dauerhaften Beziehung.

Du liebe @Mandoline schreibst über narzisstische Männer. Narzisstische Männer sind aber nicht bei Frauen erfolgreich, weil sie Superkräfte haben, sondern weil Frauen mit einem selbst schädigenden Beuteschema auf sie stehen.

Wer einen Hang zu Problemmenschen hat, muss etwas bei sich selbst ändern. @Mandoline du zitierst häufig Stefanie Stahl. Sie hat sich auch ausführlich mit dem inneren Kind beschäftigt. Wer sich ernsthaft mit diesem Ansatz beschäftigt konzentriert sich auf sich selbst. Nicht andere sondern sich selbst kann man so ändern, dass die eigene Partnerwahl sich zum Guten wendet.

Das machst du aber scheinbar nicht. Das ist dein Problem @Mandoline. Narzisstische Männer sind es nicht. Die sind ihr eigenes Problem.
 
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  • #60
Unter anderem schreibt er auch, dass Männer tatsächlich mehr narzisstische Persönlichkeitsstörung haben, weil sie auch weniger Spiegelneurone im Gehirn hätten als Frauen und somit weniger emphatisch sind. Unter anderem sagte er das gleiche, dass Narzissten sehr charismatisch und eloquent sein können und viele Frauen auf diese Männer stehen und sie zu Beginn attraktiv finden. Erst später zeigt sich sein sehr schwieriger Charakter/seine problematischen Persönlichkeitszüge.
Das stimmt, circa 2/3 aller Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung sind Männer, die restlichen 1/3 Frauen. Bei der antisozialen Persönlichkeitsstörung sind es sogar 3/4 Männer und 1/4 Frauen. Bei Borderline ist es ziemlich genau 50/50.

Ich glaube man erkennt abnormes Verhalten recht schnell, aber in der anfänglichen Phase der Verliebheit es ist sehr verlockend, solches Verhalten auszublenden oder wegzurationalisieren. Vor allem wenn dieses abnorme Verhalten attraktiv wirkt. Ich kenne das sehr gut, weil ich selbst eher submissiv bin und mich deshalb eher zu dominaten / gefühlskalten Frauen hingezogen fühle. Wie die Motte zum Feuer. Kann mir gut vorstellen, dass es vielen Frauen bei Narzissten und Soziopathen auch so geht.
 
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