• #1

Partnersuche weiterführen oder erst einmal sein lassen?

ich befinde mich gerade in einer blöden Situation mit mehreren Baustellen.
Ich habe eine befristete Stelle, die immer verlängert wird und habe seither (3 Jahre) in WG's gelebt. Aufgrund der Unsicherheit (Befristung läuft aus)bin ich wieder nach Hause zu meinen Eltern gezogen (als Übergang bis ich eine neue Stelle habe). Ich habe also gerade keine eigene Wohnung und auch berufliche Unsicherheit.

Gleichzeitig wünsche ich mir aber nach jetzt 3,5 Jahren Singlezeit eine Beziehung. Ich möchte endlich mal ankommen und irgendwann eine Familie gründen.

Ich frage mich jetzt aber, ob es für mich mit der Partnersuche jetzt Sinn macht oder ob ich zunächst mein Leben auf die Reihe bekommen soll. Kennt ihr solche Situationen oder habt ihr selbst in einer schwierigen Zeit jemanden gefunden?
An alle Männer. Schreckt euch das ab oder würdet ihr mir in diesem Fall eine Chance geben?

Ewig warten möchte ich nicht, da man im Leben ja nie weiß, was kommen wird. Und da es leider wenig unbefristete Stellen gibt, habe ich auch nie eine Garantie für bessere Bedingungen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Hallo Irina,

Also meiner Meinung nach ist es „egal“ ob meine Partnerin beim kennen lernen in einer eigenen Wohnung lebt und ob sie einen unbefristeten Job hat. Wenn es funkt funkt es und wenn man gemeinsam durch das Leben gehen will schafft man widrige Umstände (befristeter Job, blöde wohnsituation) gemeinsam deutlich leichter, das schweißt auch zusammen...

Das ist meine Meinung, aber jeder Mensch tickt ja bekanntlich anderst.

Lg
RoGuBaer
 
  • #3
Bist du 32? Dann schreckt es mich ab - ja. In einer WG würde es mich nicht abschrecken. Denn auch Unsicherheit im Job zwingt einen nicht bei seinen Eltern zu wohnen. Für eine WG sollte es doch reichen. Oder ist es hier die übelste Branche, die man sich vorstellen kann? Dann müsstest Du es mir schlüssig erklären, aber da braucht es viele gute Gründe. Aber mit zu Deinen Eltern kommen würde ich sehr ungern und auch selten. Wenn du tatsächlich 32 bist und dann hätten wir dann sozusagen in Deinem Kinderzimmer Sex - Nein Danke.

M 47
 
  • #4
Hallo Irina,

wäre ich ein Mann, würde mich das abschrecken. Nicht deine Befristungen im Job, aber dass du mit 32 bei deinen Eltern wohnst.
Ich bin selber 32 und habe seit mittlerweile 6 1/2 Jahren meine eigene Wohnung. Bei meinen Eltern einziehen würde ich im Leben nicht, auch wenn wir ein sehr gutes Verhältnis haben.
Was befürchtest du? Wenn du die letzten 3 Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast, erhältst du 12 Monate Arbeitslosengeld. Das ist doch eigentlich ausreichend Zeit um sich was neues zu suchen.
Wäre dein ALG so niedrig, dass du dir keine Wohnung leisten kannst? Für solche Fälle gibt es Wohngeld. Man muss sich nicht schämen, wenn man übergangsweise Unterstützung vom Staat erhält. Du willst dies ja nicht dauerhaft tun.
Mein Bruder hat seit seiner Ausbildung eine eigene Wohnung. Selbst mit dem Lehrlingsgehalt hat er das geschafft. Danach musste er sich 2 Jahre mit Zeitarbeit rumschlagen, was ebenfalls unstetig ist. Immer davon abhängig, ob man neue Einsätze in Aussicht hat. In seiner Wohnung blieb er trotzdem.

Was ich damit sagen will: ich kann deine Angst insoweit nicht nachvollziehen. Ich würde keinen Partner wollen, der bei den Eltern wohnt. Selbst eine WG wäre schon nichts. Für sowas bin ich zu alt und möchte mir ein eigenes Leben mit Partner aufbauen.

W32
 
  • #5
Warum suchst du dir keine unbefristete Stelle statt dich jahrelang davon abhängig zu machen, ob die Frist verlängert wird oder nicht? Ich hätte das niemals mit mir machen lassen. Würde denn umgekehrt ein Mann mit ähnlicher Konstellation für dich in Frage kommen?
 
  • #6
Letztendlich ist es wichtig, was für dich gut ist und nicht, ob sich einige Männer von deiner aktuellen Lebenslage abgeschreckt fühlen könnten.
Wenn du dir jetzt einen Partner wünschst, dann suche auch jetzt.

Wer dich wirklich will, dem kommt es nicht darauf an, ob dein Job befristet ist oder ob du gerade keine eigene Wohnung hast.
Ob WG oder Eltern ist doch egal, es kommt in der Situation auch immer auf die Mitbewohner bzw. die Eltern an, ob ein Partner sich beim Besuch wohlfühlen wird.

Eventuell ist ja deine Lebenslage sogar ein Vorteil für dich.
Vielleicht bist du dadurch weniger ortsgebunden und es kommt auch ein Mann in Frage, der weiter weg wohnt oder beruflich einen Ortswechsel vornehmen muss. Deine Auswahl vergrößert sich. Oder du kannst die berufliche Flaute nutzen um eine Familiengründung anzugehen. Danach kannst du dich wieder jobmäßig neu aufstellen. Mit Kind werden die Karten sowieso neu gemischt.
Mach aus einem vermeidlichen Nachteil einen Vorteil.
 
  • #7
Ich frage mich jetzt aber, ob es für mich mit der Partnersuche jetzt Sinn macht oder ob ich zunächst mein Leben auf die Reihe bekommen soll.
Warum solltest Du mit der Partnersuche warten oder eine Pause einlegen? Jünger wirst Du nicht mehr. Und per Knopfdruck findet man ebenfalls nicht den passenden Partner. Du solltest Dich jedoch bei der Partnersuche nicht unter Druck setzen. Falls der ein oder andere Mann dumme Kommentare bzgl Deiner aktuellen Sitaution abgibt solltest Du diese auch nicht ernst nehmen - sie kommen lediglich von frustrierten Menschen.

An alle Männer. Schreckt euch das ab oder würdet ihr mir in diesem Fall eine Chance geben?
Schreckt nicht ab.

Wenn du tatsächlich 32 bist und dann hätten wir dann sozusagen in Deinem Kinderzimmer Sex - Nein Danke.
Man kann auch anderswo Sex haben...falls Du jedoch heimlich verheiratet / vergeben bist wird es auf Dauer jedoch schwierig...

m, 39
 
  • #8
Hallo Irina_85

Wenn Du aus Deiner Situation ein Problem machst, dann wird es ein Problem. Du hast Dein Leben auf der Reihe. Wo ist denn der Unterschied zwischen Deiner befristeten Stelle und einer Feststelle, die jederzeit gekündigt werden kann. Was würden wohl all die Frauen machen, welche zum Zeitpunkt der Partnerwahl wüssten, dass ihnen Monate später gekündigt wird? Wenn Dir jetzt danach ist, einen Mann kennenzulernen, dann ran an den Speck.

Wohnsituation. Ich würde auch nicht zu Deinen Eltern kommen und Dich dort körperlich näher kennenlernen. Das ist dann wohl der einzige Kompromiss, dass Du zu "ihm" gehen darfst. Aber das sollte, wenn die Kennenlernphase normal verläuft, kein Hindernis sein.

Fazit: Hör auf Dir Probleme zu machen wo keine sind. Deine Situation ist gut, Du kannst ja sogar noch Geld sparen und mit Deinem Zukünftigen tollen Urlaub machen :)

Liebe Grüsse

Kurt,50
 
  • #9
Dein Post ist voll von "Unsicherheiten", "Sicherheiten", "Garantie", "feste Beziehungs-Wünsche". Für mich (w, Anf. 40) klingt das recht unselbständig und zukunftsängstlich.

Mehrere Baustellen kann ich nicht herauslesen, nur die eine: Du wirkst unreif (ist 85 Dein Geburtsjahr), irgendwie tatsächlich noch wie ein Kind. Und ja, ich kann mir vorstellen, dass das nicht sehr attraktiv für Männer ist.
 
  • #10
Hallo Irina,

mich (m37) würde es nicht abschrecken.

Viel wichtiger als deine aktuelle Wohnsituation ist die Frage, ob Du realistische Vorstellungen und Pläne für deine Zukunft hast. Ungewisse Zeiten und ungünstige Umstände hat jeder mal. Wenn ein potentieller Partner dann wegen "Sex im Kinderzimmer" damit ein Problem hat, ist er halt nicht der passende. Oder hat selbst keine eigene Wohnung. ;-)

Mich selbst hat es übrigens auch in den 30ern noch mal zu den Eltern verschlagen. Hier war eine Trennung der Grund, verbunden mit dem Wunsch, während der Zeit der Wohnungssuche nicht noch Bett und Tisch teilen zu müssen. Geht und geht vorbei, so eine Zeit.

Eine Partnersuche würde ich in deiner Situation nicht auf Eis legen.

Gruß

Atlantis
 
  • #11
Die Unsicherheit der Arbeitsverhältnisse ist ein echtes lebensweltliches Problem. Das wirkt sich auf die ganze Lebensplanung aus; also ein klarer gesellschaftlicher Missstand.

Tja, in wie fern das abschreckt? Es droht die Versorgerrolle. Da hat Mann schon Bedenken. Aber es gibt der Widrigkeiten viele. Und wo eine echte Anziehung ist, sollte es daran letztendlich nicht scheitern.

Wie Frauen im umgekehrten Fall reagieren würden, brauchen wir nicht zu besprechen.

Schwierig, aber ich rate, die Kontaktsuche trotzdem fortzusetzen. Man findet oft an den unwahrscheinlichsten Orten. Warum nicht auch aus einer schwierigeren Situation heraus?

Die Beziehung zu einem Mann lässt sich am leichtesten aufbauen, wenn der Einstieg allmählich und niedrigschwellig beginnt. Wenn es gut läuft, ergibt sich die sukzessive Intensivierung von selbst. Dass gerade dies dem Such- und Anbahnungsschema der allermeisten Frauen überhaupt nicht entspricht, ist eine ganz andere große Schwierigkeit, die - sollte man denken - leicht auszuräumen wäre. Das ist aber überhaupt nicht der Fall, die Befindlichkeiten sind gerade diesbezüglich am größten, was sich auch in einer Vielzahl von Beiträgen hier zeigt.

Wenn Du einen interessanten Mann kennenlernst, kategorisiere ihn nicht in Richtung beziehungstauglich j/n, Familienplanung j/n, sondern lass es einfach laufen und sieh, wie es sich entwickelt. Die meisten Frauen klammern. Wenn Du das nicht tust, hast Du einen Bonus, der manch anderes aufwiegen kann.
 
  • #12
Jo, kann deine Situation nachempfinden.
Aber sorry für meine ehrlichen Worte: Wie willst du eine Familie Gründen, wenn du nicht mal dein eigenes Leben auf die Reihe bekommst und bei den Eltern wohnst?
Wie willst du dann ein Kind versorgen? Auch bei den Eltern?
 
  • #13
Kann nur aus Erfahrung schreiben, dass eine Bekannte, Akademikerin, die bei ihren Eltern wohnte, bis sie 45 war, keine feste Beziehung zustande brachte.
Ich würde Dir raten, eine kleine günstige Einraumwohnung zu mieten. Selbst wenn Dein Vertrag ausläuft, bekommst Du Arbeitslosengeld und überbrückst ein Jahr Miete. Auch mit H4 stemmst Du das.
Aber damit demonstrierst Du, dass Du in der Lage bist, auch widrigen Umständen zu trotzen.
Ich glaube, einen Mann interessiert weniger, ob Du es "geschafft" hast, sondern ob Du belastbar und vorzeigbar bist.
Beziehung geht immer, auch unter Deinen beruflichen Umständen, bist ja nicht die einzige. Aber Deine häuslichen Umstände könnten eventuell abschrecken, wenn Dein Interessent mit Mutti und Vati am Frühstückstisch sitzen soll, um höflich Muttis selbstgemachte Marmelade zu loben...
 
  • #14
Na und ? Jeder kann in eine blöde Situation kommen - ist eben so. Wer den Kopf hochnimmt und wieder aufsteht, hat durch ein gutes Krisenmanagement was dazu gelernt.
Sich so gut mit den Eltern zu verstehen, dass man dort übergangsweise wieder wohnen kann - ich finds gut. Denn dadurch hast du auch Verständnis, wenn der Mann mal bei seinen Eltern Rasen mäht etc.
Dazu kommt, wie du bei deinen Eltern wohnst. Einliegerwohnung fände ich spitze ....
Ich denke, dass im Normalfalle ein gutes Verhältnis zu den Eltern gerade im Hinblick auf Familiengründung ein wichtiger Baustein ist.

Mach dir keinen Kopf - du kannst doch am WE in seiner Wohnung übernachten. Oder?
 
  • #15
Wieso sollte das ein Problem sein für die Partnersuche?

a) die meisten Akademikerjobs sind heutzutage befristet, da zuckt keiner mit der Wimper

b) der Mann wird Dich ohnehin bei sich einziehen lassen falls es was Ernstes wird mit Euch also erübrigt sich die Wohnungsuche ohnehin irgendwann

c) Sex kann frau auch gerne bei IHM haben oder im Hotel, da muß keiner bei den Eltern was machen (wäre auch bisserl geschmacklos)

d) bleibe bloß daheim und spare Geld. wieso solltest Du dich noch finanziell überlasten, wenn Du eine liebende Familie hast, die Dich aufnimmt (haben viele heutzutage nicht und müssen sich alleine durchschlagen).
 
  • #16
Liebe FS,

vergiss die Männer, die dir eine Chance geben sollen. Was hast du verbrochen, nichts.
Nicht jeder radiert *Vati und Mutti* weg, wie Aussätzige, die nicht fähig sind, die Privatsphäre der Tochter zu respektieren wenn sie vorübergehend bei ihnen wohnt. Ich finde es normal und viele andere auch, dass man in schlechten Zeiten zusammenrückt. Man nennt so etwas Familienzusammenhalt. Freue dich, dass es bei euch funktioniert und sei stolz darauf. Du bist einem neuen Partner keine Rechenschaft schuldig und musst keinerlei Beweise ob deiner Belastbarkeit bringen. Alles Liebe!
 
  • #17
Aber Deine häuslichen Umstände könnten eventuell abschrecken, wenn Dein Interessent mit Mutti und Vati am Frühstückstisch sitzen soll, um höflich Muttis selbstgemachte Marmelade zu loben...
Soweit muss es nicht kommen. Es reicht doch am Anfang, wenn einer von beiden eine eigene Wohnung hat und die Frau besucht den Mann. So einfach kann es sein..
Wohnsituationen und andere materielle Dinge lassen sich von heute auf morgen verändern, der Charakter nicht. Daher ist die Persönlichkeit und die passende Chemie in einer Beziehung viel entscheidender.
 
  • #18
Hm, zu den Eltern würde ich nicht zurückgehen. Das liegt aber daran, dass ich keine habe...;-) Und da muss das auch gehen, wenn ich mal arbeitslos werde.

Andererseits kann ich manche Foristen nicht verstehen, die hier Sex im Kinderzimmer befürchten oder auch mit den Eltern am Frühstückstisch sitzen zu müssen. Das klingt ja grade so, als ob die FS für immer dort wohnen bleiben würde. Oder, als ob der Mann keine eigene Wohnung hätte. Dann wäre das tatsächlich ein Problem. Aber normalerweise trifft man sich - sollte es soweit kommen - dann eben bei ihm, wenn es bei ihr nicht geht. Ist doch nicht so kompliziert, wie es hier manche hinstellen.

Witzig ist auch, dass der FS geraten wird, sich endlich mal einen unbefristeten Job zu suchen. Dazu kann ich nur sagen: Willkommen in der Realität von mehreren Millionen Arbeitnehmern in Deutschland. Es gibt so extrem selten unbefristete Arbeitsverhältnisse, gerade für die Generation Baujahr 80-90, das ist doch nun wirklich nichts Neues. Und es ist auch völlig egal, in welcher Branche, ob man studiert hat oder guter Facharbeiter ist. Meiner Erfahrung nach werden unbefristete Arbeitsverträge heutzutage nur dort angeboten, wo man wirklich verzweifelt auf der Suche nach Fachkräften ist, und dort hat es meistens seinen Grund, dass die niemanden finden.

Ich finde, es kommt auch drauf an, was für Männer so deine Zielgruppe sind. Bodenständige, realistische Menschen wird das sicher nicht unbedingt abschrecken, weil die wissen, wie es auf dem Arbeitsmarkt läuft. Am Ende kann man das auch nicht pauschalisieren, den einen stört es, den anderen nicht.

Fazit:
Du kannst doch schon mal anfangen zu suchen. So ein Lebenspartner muss ja auch erstmal gefunden werden, die stehen ja nicht an jeder Straßenecke. In der Zwischenzeit wird sich auch beruflich was ergeben haben, dann sieht die Welt auch schon wieder anders aus. Und wenn du jemanden Passenden gefunden hast, dann werden ihn vorübergehende widrige Lebensumstände auch nicht stören.
 
  • #19
Nein, mich würde deine Lebenssituation nicht abschrecken oder in irgendeiner Form beeinflussen, denn ich hinterfrage immer erst die Gründe bevor ich einen Menschen disqualifiziere.

Befristete Arbeitsverträge nur an den Profit denkender Arbeitgeber sind ein Graus, sie wissen gar nicht was sie dem Arbeitnehmer damit antun. Keine Sicherheit, du kannst nichts planen, noch nicht einmal ein Auto finanzieren wenn das alte den Geist aufgibt. Du weißt nicht, ob du in einem Jahr noch die Raten zahlen kannst. Da ist es leicht gesagt, beantrage doch H4 oder Wohngeld wenn du nicht klar kommst. Ja sicher, alles ganz einfach. Das Leben ist ein Ponyhof und der Staat ist der Financier des eigenen Lebens. Und die tollen Jobs liegen auch wie Sand am Meer auf der Straße!!!

Meiner Meinung nach hast du alles richtig gemacht indem du kein finanzielles Risiko eingehst und dich vorübergehend bei deinen Eltern einnistest. Pass aber nur auf, dass dir der Ehrgeiz für dein eigenes Leben incl. eigene vier Wände etc. nicht verloren geht und du bequem wirst. Viel zu bequem dich zu bewegen in die Selbstständigkeit und deshalb noch in 10 Jahren bei den Eltern wohnst. Das geht gar nicht!

Vor dem Partner wünsche ich dir viel wichtiger einen unbefristeten und dich befriedigenden Job. Mit Sicherheit im Nacken lebt es sich leichter, das strahlst du aus und dann kommt irgendwann auch der Mann, mit dem sich der Kreis schließt.

Viel Glück!
 
  • #20
Hier die FS,

ich musste gerade so richtig lachen, weil die Männer hier von "Sex im Kinderzimmer" sprechen. Tatsächlich hatte den ja jeder mal, weil man früher auch daheim gewohnt hatte.
Und der Mann hat ja dann meisstens eine Wohnung. In der Wohngemeinschaft wäre die Situation ja auch so ähnlich. Also für mich jetzt kein Argument.

Ich muss einigen hier recht geben. Ich bin ein Sicherheitsmensch und die Sitaution macht mich unglücklich, weil ich eben nicht das Gefühl habe, anzukommen. Anfangs war die Stelle nur für ein Jahr und mittlerweile bin ich drei Jahre hier.

Ich habe studiert und auch schon weit weg gewohnt (alleine) und auch in Wohngemeinschaften gewohnt. Also ich kann mich selbst versorgen (kochen, bügeln, waschen etc.) und mach das jetzt auch noch daheim.
 
  • #21
Also ich war auch 2 oder 3 Mal im Leben übergangsweise arbeitslos gemeldet bei Jobumbrüchen. Deswegen wäre ich aber im Leben nie bei meinen Eltern eingezogen! Niemals!
Und WG mit über 30? Naja - wenn es eine Luxus-WG ist - schicke Altbau-Stadtwohnung mit einer Mitbewohnerin - dann o.k.
Aber mich würde das definitiv abschrecken.
Hatte gerade einen attraktiven Mann kennengelernt, der sehr interessiert an mir war. Aber er wohn ewig weit weg auf ner Insel (über 200km) und hat 2 Zimmer im Haus seiner Mutter hier bei mir in der Nähe.
Will ich denn einen Mann besuchen, der keine eigenen 4 Wände hat? Nein!
Hatte auch einen Freund, der im Haus seines Vaters gewohnt hat. Der Vater selber lebte da zwar nur ab und an am WE und war sonst in einer anderen Stadt und das Haus war riesig und schick, aber trotzdem kam ich mir vor, als wäre ich 16 und zu Besuch bei den Eltern.
Ich finde, irgendwann ist man erwachsen und für sich alleine verantwortlich.
Schau erst mal nach einem richtigen Beruf, schreib Bewerbungen und nabel Dich von deinen Eltern ab. Wie stellst du dir denn eine BEziehung in deiner Lage vor? Soll er dann in dein Kinderzimmer kommen?
Oder nur du zu ihm?
Ich für meinen Teil mag keine Männer, die immer nur zu mir kommen und selber eine unrepräsentative Wohnung haben.
Wie geht es dir selber?
Würdest du gerne einen Mann daten, der mit 32 keinen Job hat und bei seinen Eltern wohnt?
Was würdest du ihm raten?
Klar kann man vieles gemeinsam meistern, aber auch Männer wollen eine Frau an ihrer Seite, die ihr leben alleine hinbekommt, gerade wenn sie eine Familie gründen wollen. Oder suchst du den Retter, der dein Leben endlich schöner macht?
Diese Bürde nimmt keiner auf sich! Männer wollen auch eine Frau, die ihr Leben bereichert.
 
  • #22
Ich verstehe nicht, warum du die keine kleine Wohnung suchst. Wenn du wirklich arbeitslos wirst, zahlt die doch das Amt - solange die Wohnungsgröße angemessen ist und du nicht irgendwo Vermögen gehortet hast. Welche Größe für ein Amt angemessen ist, kann man ja ergooglen.

Solange du Arbeit hast und eine Bestätigung deines Vorvermieters bringen kannst, dass du mietschuldenfrei bist, dürfte das wesentlich problemfreier sein, eine Wohnung zu finden, als wenn du erstmal arbeitslos bist und einen Wohnberechtigungsschein brauchst.

Wenn man arbeitslos ist, sich um seine Angelegenheiten kümmert und aktiv einen Job sucht, empfinde ich das nicht problematisch. Die Sache mit den befristeten Arbeitsstellen ist ja ein neuerliches Phänomen und nicht vom Arbeitnehmer verschuldet. Da kann es auch sein, dass man eben nicht gleich immer was neues findet oder eine Verlängerung bekommt. Ich finde dafür muss man sich nicht schämen, das sollten eher die Arbeitgeber tun.

Aber wenn sich jemand aus Bequemlichkeit mit über 30 bei seinen Eltern wieder einnistet, finde ich das sehr abschreckend. Das würde den Eindruck von Bequemlichkeit und Unselbstständigkeit bei mir hinterlassen.
 
  • #24
Ich frage mich jetzt aber, ob es für mich mit der Partnersuche jetzt Sinn macht oder ob ich zunächst mein Leben auf die Reihe bekommen soll. Kennt ihr solche Situationen oder habt ihr selbst in einer schwierigen Zeit jemanden gefunden?
Liebe FS
Ich bin auch gerade in einer Übergangszeit und habe mich entschlossen, vorerst nicht zu daten. Nicht wegen der Meinung potentieller Partner, sondern weil ich meine Lebensenergie jetzt erst mal darauf verwenden möchte, mich im Leben wieder wohl zu fühlen. Zudem, ich bin auch vorübergehend bei den Eltern (hab Wohnung aufgegeben weil ich länger ins Ausland möchte) und so würde ich keinen Mann jetzt mit nach Hause bringen wollen. Das wär mir peinlich.
Aber: Das ist keine Regel, die man befolgen muss. Es ist mein Bauchgefühl. Dir rate ich daher, auf deines zu hören. Die Leute verurteilen viel zu vieles. Mach einfach dein Ding.
 
  • #25
Sei mir nicht böse, aber wenn man mit 32 J. noch solche finanzielle Engpässe hat das man bei den Eltern wohnen muss, sollte man als erstes an sich und nicht an eine Familiengründung denken auch wenn die biologische Uhr tickt.

Es ist keine Schande Hilfe zu benötigten und diese auch in Anspruch zu nehmen, aber man sollte schon versuchen dort wieder herauszukommen.

An deiner Stelle würde mich jetzt erst einmal um eine neuen Arbeitsplatz bemühen um nicht auf die Gnade meines AGs für eine weiteren Befristung angewiesen zu sein. Unbefristete Stellen sind sicherlich schwer zu finden, aber ob du nun bei deinen AG befristet arbeitest oder bei AG xy für mehr Geld kann schon einen Unterschied sein.
Versuch dir ein finanzielles Polster anzulegen, z.B. für eine eigene kleine Wohnung und/oder für eine Weiterbildung/ Qualifizierung um langfristig deine beruflichen Optionen zu verbessern und damit finanziell unabhängig von Dritten wirst!

Ich kann mir vorstellen, dass sich das auch positiv auf dein Selbstvertrauen und dein Gemüt auswirkt. Was sich wiederum nur positiv auf die Partnersuche auswirken kann.

Du liest hier selber oft, dass manche Herren eine Frau mit begrenzten finanziellen Möglichkeit unterstellen doch sowieso nur einen Ernährer zu suchen. Wenn du dann noch völlig unbedacht das Wort Kind in den Mund nimmst, nehmen manche gleich die Beine in die Hand oder Frau darf nicht aufmucken, wenn sie weiterhin versorgt werden möchte.
Klar sind das jetzt Worst Case Szenarien, aber auch ohne diese überspitzte Darstellung ist schon nicht so leicht den passenden Partner zu finden und mit deiner beruflichen + Wohnsituation machst du dir vielleicht doppelt und dreifach Druck.
Die Frage ist doch kannst du diesen Druck standhalten?

Vielleicht solltest du einen Schritt nach dem anderen setzen.
Ich würde damit anfangen mich mit meinen Leben kritisch auseinander zu setzen bevor ich in das Leben eines anderen trete.

Viel Glück
 
  • #26
Liebe FS,

ich finde gut, wie offen Du mit der Situation umgehst. Du bist selbstreflektiert. Ja, und das Leben ist leider nicht immer ein Strandspaziergang. Und klar, es gibt die Männer, die das abschreckt, aber der Richtige wird immer der Richtige sein, egal, wie es gerade bei Dir aussieht. Deine Lebensplanung sieht ja anders aus. Ich habe meinen derzeitigen Freund kennengelernt, als bei ihm alles im Chaos war. Er hatte zwar eine eigene Wohnung, die war aber so gut wie leer. Er hatte massenhaft Probleme. Aber hätte ich darauf verzichten wollen, ihn kennenzulernen? Nein. Also ...
 
  • #27
Wenn du dir jetzt einen Partner wünscht, dann suchen dir einen.
Mich würde es durchaus stören das du nicht alleine lebst. Ob bei deinen Eltern oder in einer WG spielt dabei keine Rolle. Ich hätte keine Lust dich da zu besuchen, von Übernachtungen ganz zu schweigen.
 
  • #28
Ich habe also gerade keine eigene Wohnung und auch berufliche Unsicherheit.....und irgendwann eine Familie gründen.....habe ich auch nie eine Garantie für bessere Bedingungen.
Liebe FS,
ich habe ein relativ simples Verfahren zur Entscheidungsfindung: ich versetze mich in die Lage des anderen und überlege mir, wie ich die Situation an dessen Stelle beurteilen würde.

Dabei kommt bei mir raus, dass ich einen Mann, der in dieser Situation ist, nicht als geeigneten Partner für eine Familiengründung betrachten würde - übrigens nicht nichtmal für eine reine Spassbeziehung, solange er noch im Kinderzimmer wohnt, s.u.

Du setzt voraus, dass ein Mann, alle Probleme nicht hat, die Du hast - und wenn nicht?
Vielleicht solltest Du das Thema mal anders angehen und Dir einen Job suchen, der eben nicht chronisch unsicher ist, wenn Du eine Familie willst. ODafür muss man u.U. von seinen beruflichen Idealvorstellungen abrücken.

In Deiner Altersklasse sind Frauen, die den Mann als Alleinverdiener vorraussetzen, nicht besonders begehrt. Zu dem Thema findest Du hier in diversen Threads Stellungnahmen, dass die Manner keine Versorgerrolle mehr einnehmen wollen.
Anders als Du es in Deinem Thread liest, erwarten die meisten Männer, dass die Frau vor der Familiengründung beruflich Land unter den Füßen hat und sich für Ihren Beruf interessiert, um spätestens nach Ablauf der Erziehungszeit wieder ins Berufsleben einsteigt, damit sie sich im Trennungsfall gut selber ernähren kann.
Daher würde ich wenig Vertrauen in Männer setzen, die Dir sagen, auf Arbeit und eigene Wohnung kommt es doch garnicht an. Das ist nur richtig, wenn Mann nichts Dauerhaftes mit Perspektive Familie sucht.

ich musste gerade so richtig lachen.... "Sex im Kinderzimmer"... Tatsächlich hatte den ja jeder mal...
Und der Mann hat ja dann meisstens eine Wohnung.
Sex im Kinderzimmer hatte ich zuletzt mit 18. Das fand ich ziemlich unentspannt. Ich bin der Ansicht, dass man mit 32 schon etwas weiter gekommen sein sollte im Leben als mit 16-18.
Und Selbstständigkeit eines Erwachsenen mache ich auch nicht am Wäsche bügeln fest, sondern eher am eigenständigen Legben wozu eine eigene Wohnung gehört.
Fällt Dir auf, dass in Deiner Denke der Mann alles das zu liefern hat, was Du selber nicht auf die Reihe bekommst? Glaubst Du wirklich, dass Männer das bei einer 32-jaehrigen ansprechend finden, wenn sie eine Frau fürs Leben suchen?
 
  • #29
Hei irina,

Mach dich wegen der (hoffentlich nur vorübergehenden) finanziellen Unsicherheit nicht selber fertig, davor ist keiner gefeit. Ob es den potentiellen Partner stört ist wohl von Fall zu Fall verschieden. Jemand der dein Sicherheitsdenken nicht nachvollziehen kann, ist wahrscheinlich auch in anderen (grundlegenden) Angelegenheiten inkompatibel und würde dich auch unter anderen Umständen nicht glücklich machen.
Wie schon mal geschrieben wurde, wird es wohl eher zum Problem, wenn du wegen deiner Situation die Unsicherheit ausstrahlst und auf die Partnersuche überträgst. Dann kann es wirken, als würdest du einen Versorger oder nur eine finanzielle Sicherheit suchen oder du wirkst allgemein bedürftig...
Vielleicht stellst du die Suche für ein paar Tage/Wochen erstmal hinten an und gewöhnst dich an die aktuelle Situation. Wenn deine Zweifel dann weg sind kannst du wieder frisch durchstarten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
P

Papillon

  • #30
Liebe FS,
ich finde es gar nicht mal so schlecht. Du kannst flexibel auf neue Situationen (wie einen Partner) reagieren. Ich stehe mit beiden Beinen fest auf dem Boden, wahrscheinlich so fest, dass ich angewurzelt bin. Das ist auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Also Augen zu und durch. Lass es auf dich zukommen. Wenn du dich verliebst ist es eben so. Ich finde das ist so kostbar, dass man das nicht wegen irgendwelchen "unpassenden" Situationen auf Spiel setzen soll.