• #31
Lass dich nicht runterziehen. Das meiste, was hier geschrieben wurde, stimmt wohl. Nichtsdestotrotz wissen wir viel zu wenig über deine gegenwärtige Situation. Vor allem wie es dazu gekommen ist. Ich hoffe, dass da nicht noch was anderes im Busch ist, obwohl ich das irgendwie denke.

Das wichtigste ist sicher, dass du lernst, dein Leben alleine zu meistern. Aber daneben kannst du natürlich nach einem Partner Ausschau halten. Den perfekten Zeitpunkt gibt's sowieso nicht.
 
  • #32
Hallo Irina,

unabhängig vom Wiedereinzug bei deinen Eltern einen anderen Blick auf deine Partnersuche:

In den letzten Wochen gab es hier mehrere Fragen von Frauen Ende 20, die sich fragten, ob sie noch einen Partner finden oder ob sie schon hoffnungslose Fälle seien. Hast du vielleicht gelesen.
Ich habe mich um diese Threads nicht gekümmert, da ich mir selbst keinen bzw. nicht noch mehr Druck machen möchte, als dies mein Umfeld schon tut.
Mit 32 sind wir aber in einem Alter, in dem es normal ist, eine Familie zu gründen. Das Ticken der biologischen Uhr wird langsam lauter, da sollten wir uns nichts vormachen. Insofern würde ich die Partnersuche nicht allzu lange nach hinten schieben. Wer weiß wieviele Frösche du noch küssen musst, bevor du den richtigen findest. Noch nicht, aber irgendwann schließt sich das Zeitfenster, dass uns die Natur gibt (ich sehe schon die Gegenstimmen, aber es ist nunmal so, dass die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden ab 35 deutlich sinkt und die Gefahr der Missbildungen steigt).

Wie ich oben geschrieben habe, wäre ich an deiner Stelle nicht wieder bei deinen Eltern eingezogen. Auf der anderen Seite würde ich davon aber nicht meine Partnersuche abhängig machen. Auch die Zeit bei deinen Eltern soll ja sicher keine Dauerlösung sein. Letzteres muss man den Männern nur klarmachen, dann klappt das auch.
 
  • #33
Hallo @irina_85 ,
lass dich nicht verrückt machen.
Jeder, der heute eine Führungsposition und eine gewisse Lebenserfahrung hat, weiss von der Misere der befristeten Jobs und der vielen Praktika nach dem Studienabschluss. Es ist heute eben nicht mehr wie bei uns Ü50 ern, die von der Uni weg mit geilem Vertrag noch 3 Monate unbeschwert Urlaub gemacht haben und direkt gutes Geld verdient haben. Das ist die Kehrseite der vielen Akademiker. Natürlich hat auch die Wahl des Studienfaches Auswirkungen .....
Sieh es mal so - am lautesten jaulen die Leute, die aus angeblich schlimmen Elternhäusern gekommen sind - aber keinerlei Probleme hatten, ordentlich zu erben. Mit 30 schon die Ehe in den Sand gesetzt hatten, bei den Eltern niemals mehr hätten einziehen dürfen. Ein armes Leben, das man sich schön reden muss. Hast du nicht. Sondern die heute fast üblichen Anfangsschwierigkeiten. Und den Vorteil, dir in Ruhe Arbeit suchen zu können. Dazu eine Art, das Beste aus den Umständen zu machen. Also lass dich nicht verrückt machen - du musst ja nicht aktiv suchen. Wenn der Mann, der es eben für dich ist, vor dir steht - dann ist er eben da. Egal, wo du wohnst. Egal, wie viel Geld aauf dem Konto ist. Mich als Mann würde eher stören, wenn Frau auf Pump unbedingt einen Status erhalten will, den sie erst noch erreichen muss.
Familienzusammenhalt ist was Schönes und Gutes - und Menschen, die selber aus solchen Verhältnissen kommen, werden es zu schätzen wissen, dass auch du den Familienverbund hast.
Und Sex - ach, den kann man fast überall haben. Im "Kinderzimmer" muss ja nicht sein ....
 
  • #34
Also ich war auch 2 oder 3 Mal im Leben übergangsweise arbeitslos gemeldet bei Jobumbrüchen. Deswegen wäre ich aber im Leben nie bei meinen Eltern eingezogen! Niemals!
Und WG mit über 30? Naja - wenn es eine Luxus-WG ist - schicke Altbau-Stadtwohnung mit einer Mitbewohnerin - dann o.k.
Aber mich würde das definitiv abschrecken.
Hatte gerade einen attraktiven Mann kennengelernt, der sehr interessiert an mir war. Aber er wohn ewig weit weg auf ner Insel (über 200km) und hat 2 Zimmer im Haus seiner Mutter hier bei mir in der Nähe.
Will ich denn einen Mann besuchen, der keine eigenen 4 Wände hat? Nein!
Hatte auch einen Freund, der im Haus seines Vaters gewohnt hat. Der Vater selber lebte da zwar nur ab und an am WE und war sonst in einer anderen Stadt und das Haus war riesig und schick, aber trotzdem kam ich mir vor, als wäre ich 16 und zu Besuch bei den Eltern.
Ich finde, irgendwann ist man erwachsen und für sich alleine verantwortlich.
Schau erst mal nach einem richtigen Beruf, schreib Bewerbungen und nabel Dich von deinen Eltern ab. Wie stellst du dir denn eine BEziehung in deiner Lage vor? Soll er dann in dein Kinderzimmer kommen?
Oder nur du zu ihm?
Ich für meinen Teil mag keine Männer, die immer nur zu mir kommen und selber eine unrepräsentative Wohnung haben.
Wie geht es dir selber?
Würdest du gerne einen Mann daten, der mit 32 keinen Job hat und bei seinen Eltern wohnt?
Was würdest du ihm raten?
Klar kann man vieles gemeinsam meistern, aber auch Männer wollen eine Frau an ihrer Seite, die ihr leben alleine hinbekommt, gerade wenn sie eine Familie gründen wollen. Oder suchst du den Retter, der dein Leben endlich schöner macht?
Diese Bürde nimmt keiner auf sich! Männer wollen auch eine Frau, die ihr Leben bereichert.

ich bin nicht arbeitslos, sondern befinde mich in einer Übergangsphase, da mein Vertrag bald enden wird. Mein Problem ist eher, dass ich nicht weiss wo es mich hinverschlägt beruflich. Hier jetzt eine Wohnung zu mieten und einzurichten und dann wieder ausziehen zu müssen ist doch auch blöd.
Ich versuche natürlich in meiner Region eine neue Stelle zu finden, eine Garantie habe ich aber nicht.
 
  • #35
ich musste gerade so richtig lachen, weil die Männer hier von "Sex im Kinderzimmer" sprechen. Tatsächlich hatte den ja jeder mal, weil man früher auch daheim gewohnt hatte.
Und der Mann hat ja dann meisstens eine Wohnung. In der Wohngemeinschaft wäre die Situation ja auch so ähnlich. Also für mich jetzt kein Argument.

Drehen wir das Ganze doch einfach mal herum. Du triffst einen Mann, der (mit 32?) noch im Kinderzimmer wohnt und jetzt gerne da mit Dir Sex haben möchte. Oder in Deiner Wohnung, denn Frauen haben ja meistens eine Wohnung. Daheim gewohnt hat man nur früher mal...

Der Mann jobbt so vor sich hin und hat auch keine Perspektive, dass mittel- bis langfristig zu ändern. Möchte aber "ankommen und eine Familie gründen".

Ich will gar nicht ausschließen, dass es Männer gibt, die sich trotzdem für Dich interessieren. Aber sicher ist Deine Auswahl eingeschränkt. Der Mann, der eine 32jährige Frau für eine Familiengründung sucht, steht mit Mitte 30 eher fest im Leben und hat eine längerfristige Perspektive dafür aufgebaut. Mag sein, dass er nicht studiert hat, geschieden ist und schon ein Kind hat, nicht ganz so attraktiv ist und Du deshalb trotzdem eine Chance hast. Mag sogar sein, dass er "perfekt" ist. Du musst halt einfach suchen und ich denke, dass Du einfacher "findest", wenn Du etwas Abstriche machst. Oder eben auf Deiner Seite dafür sorgst, dass Deine Baustellen langsam verschwinden.

Vor allem wie es dazu gekommen ist. Ich hoffe, dass da nicht noch was anderes im Busch ist, obwohl ich das irgendwie denke.

Ja, Erklärungen mögen helfen. Sie dürfen nur nicht wie Ausreden wirken...
 
  • #36
ich schildere nochmal kurz meine Situation:

nach dem Studium habe ich einen Job bekommen und dann wärendessen in Wohngemeinschaften gelebt. Es war eine schöne Zeit, aber dauerhaft keine Lösung für mich. Der Vertrag der letzten Wg ist dann ausgelaufen. Dann musste ich eben ein paar Monate überbrücken bis der Vertrag ausläuft und bin wieder zurück ins Haus meiner Eltern. Da bin ich jetzt immer noch, weil man Vertrag wieder verlängert wurde und ich seither keine geeignete Stelle gefunden habe. In den drei Jahren hatte ich keine Planungssicherheit, da die Stelle zu Beginn auf ein Jahr befristet war (Elternzeitvertretung) und immer wieder verlängert wird. Mittlerweile möchte ich nur noch raus da. Man signalisiert mir, dass man sehr zufrieden sei, aber keine Möglichkeit hat mich zu entfristen. Nun ist die Kollegin wieder schwanger und ich wurde wieder verlängert.

Ich muss zugeben, dass ich gern unter Menschen bin und mir das bei meinen Eltern gut tut. Andererseits entwickel ich mich auch nicht weiter. Ich möchte schon ausziehen, weiss aber nicht genau wohin im Moment. Also blöde Situation, die mich im Moment nicht zufrieden macht.

Anderserseits dann wieder die biologische Uhr, die tickt auch immer lauter.

Ich suche keinen Versorger für mich, um mich abhängig zu machen. Ehrlich gesagt möchte ich einfach mal ankommen (beruflich und wohnungsmäßig) und dannach jemanden kennenlernen. Man hat nur keinen Einfluss drauf wegen der beuflichen Situation.

Mir ist es auch unangenehm jemanden nach Hause zu bringen. Vorerst wären dann Treffen nur bei dem Mann möglich.
 
  • #37
Also, ich verstehe immer noch nicht wieso hier aus der normalen Tatsache ein Problem gemacht wird, weil jemand ins Elternhaus wieder einzieht? Liest man die Zeitungen da wird einem schnell klar, daß dies zum neuen Normalo-Trend mutiert.

Weil es wenig Jobs gibt für junge Menschen (vor allem im Ausland aber auch hierzulande sind Erstjobs nicht gerade üppig besoldet) oder sie sind befristet (ganz oft bei wiss. Mitarbeitern an Unis) & die Mietpreise für Wohnungen (gerade 1-2 Zimmer) unerschwinglich geworden sind, so daß das ganze Gehalt auf die Miete drauf geht.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß viele Männer Anfang 30 auch zu Hause oder in WGs wohnen. Ich selber kannte 2 Doktoranden. Das ist keine Schande sondern die (traurige) Realität der jungen Menschen. Gehe selbstbewußt damit um, denn schämen mußt Du Dich dafür absolut nicht. Jeder Doktorand/ Jungdozent wird Dich sofort verstehen.

Es wäre kontraproduktiv jetzt noch finanzielle Unsicherheit herbeizuführen, wenn Du Eltern hast, die Dich unterstützen wollen. Viele werden Dich dafür beneiden und Dir die Sache madig machen, einfach weil sie selbst nicht so viel familiären Rückhalt haben.

Eine Frau kann auch zu Hause unabhängig sein im Geiste, da darf sie ihr Portmonnaie schonen. Denke an das Geld welches Du einsparst! Da ist es egal was ein neuer Typ davon hält - der hätte das auch gerne wenn er dazu in der Lage wäre.

Männer wollen oft zusammenziehen wenn sie interessiert sind also werdet ihr so oder so eine neue Wohnung brauchen. Wer eine Frau liebt, der will nicht separat wohnen. Das erledigt sich nach 6 Monaten des Kennenlernens ohnehin.

Bis es soweit ist, denke an Deine Sicherheit und Finanzen und läßt Dich nicht verunsichern. Du bist vernünftig, höre auf Dein Bauchgefühl und richte Dein Leben nicht nach der (immer wieder sich ändernden) Meinung Anderer.
 
  • #38
Liebe FS,
@Tom hat es so schön alles auf den Punkt gebracht. So einfach ist es und kann es sein, wenn man bei sich bleibt. Deine eigene Sicherheit, die kompatibel mit Kopf, Hand und Fuß ist, wird den richtigen Mann, der deiner entspricht, von allein in dein Leben ziehen. Vertritt deine Meinung und trainiere dir ein Standing an, unabhängig von anderer Leute Meinung. Das beeindruckt und das zieht den Richtigen in deinen Bann.

Nun, zum Sex im Kinderzimmer ;-). Ich glaube kaum, dass noch die Dornröschenbettwäsche aufgezogen ist und das rosa pink Barbiehaus raumeinnehmend den Weg zum Bett versperrt. Du trägst doch sicherlich auch nicht mehr die rosa Unterwäsche, oder?
Ach ja, lautloser Sex unter der Bettdecke kann auch ganz andere und schöne Erfahrungen bringen. Deine Eltern werden ihren Kopf noch nicht einzementiert haben und um dieser Dinge wissen, weil sie selber auch noch aktiv sind.
 
  • #39
Also, ich verstehe immer noch nicht wieso hier aus der normalen Tatsache ein Problem gemacht wird, weil jemand ins Elternhaus wieder einzieht? Liest man die Zeitungen da wird einem schnell klar, daß dies zum neuen Normalo-Trend mutiert.

Sehe ich nicht so. Der "Normaltrend" ist eher, dass Studenten ihren Bachelor mit 22 machen. Mit 32 stehen die längst auf eigenen Füßen. Und in Italien oder Spanien, wo "Mamma" alles richtet, sind wir auch nicht. "Normal" ist an dem Zustand nichts.
Von "vielen" Männern kann sicher nicht die Rede sein und wir hatten ja hier durchaus auch schon genügend Diskussionen über "Muttersöhnchen", die viele Frauen auch dankend ablehnen.

Natürlich kann es passieren, dass man auch in höherem Alter aus irgendwelchen Gründen kurzfristig Unterstützung braucht. Das ist auch in Ordnung. Was die FS haben sollte, ist eine längerfristige Lebensplanung. Wenn die darin besteht, dass sie sich auf ewig von Kurzzeitstelle zu Kurzzeitstelle hangeln möchte, wird es auch da Männer geben, die sich damit zufriedengeben. Die haben aber dann in der Regel ihre Gründe dafür, dass sie das tun...
 
  • #40
Hier die FS,

ich merke, dass mein Idealismus mir oft im Weg steht. Die zukünftige Wohnung muss für mich eben schön sein und ich muss mich wohlfühlen. In den Wohngemeinschaften war es für mich oft ungemütlich. Im Haus meiner Eltern habe ich viel Platz und Freiraum.
Viele raten mir zu einer kleinen Wohnung, aber das würde mich eben einengen.

Wenn ich umziehe, dann eben richtig und nicht mal für ein paar Monate. Da ist mir der Aufwand zu hoch. Außerdem sehe ich im Moment die Ersparnis, die ich gut für Reisen nutzen kann.

Ich habe russische Wurzeln, daher ist das bei uns vom Familienzusammenhalt vielleicht anders. In Deutschland ist es vielleicht anders, aber im Süden da leben doch die Männer auch ewig zu Hause (also bis sie heiraten). Da ist es üblich direkt mit dem Mann zusammenzuziehen.

Auch bei meiner ehemaligen Mitbewohnerin aus Guatemala ist das üblich.

Stimmt ich bin bequem und ich muss aufpassen, dass ich mich da nicht ewig einniste. Ich nehme die Kritik an und mache mir da meine Gedanken.
 
  • #41
Der Trend, wieder bei den Eltern einzuziehen, ist dann wohl an mir vorbeigegangen. Ich kenne niemandem, wirklich absolut niemanden, der jenseits der 30 noch oder wieder bei den Eltern wohnt.

Das Problem ist eher, dass die FS ihre berufliche Situation zu einem Problem bei der Männersuche macht.
Natürlich ist diese Situation für sie nicht schön. Das kann wohl jeder hier nachvollziehen. Aber wie viele hier schreiben, ist das eine ganz normale Situation, in der sich viele junge Menschen befinden. Die FS ist damit kein Ausnahmefall.

Im Gegensatz zu der FS ziehen diese anderen jungen Menschen aber nicht wieder zu ihren Eltern. DAS ist es, womit die FS aus dem Rahmen fällt und was bei der Partnersuche nicht gut ankommt. Will sie den Rest ihres Lebens bei jeder finanziellen Unsicherheit wieder zu ihren Eltern ziehen? Auch mit 40 oder 50? Tut mir leid, aus meiner Sicht ist man irgendwann für das Lösen seiner Probleme selbst zuständig und kann sich nicht hinter Mutters Rockzipfel verstecken. In der DDR war es normal mit 20 zu heiraten und eine Familie zu gründen. Da will es mir nicht in den Kopf, dass es jetzt, ein paar Jahrzehnte später, normal sein soll, mit Anfang 30 noch nicht erwachsen zu sein.

Im Übrigen finde ich es nicht angebracht, den anderen bei jeder konträren Ansicht sofort Neid zu unterstellen. Das ist mir hier im Forum schon häufiger aufgefallen.
Nein, ich bin nicht neidisch, weil ich eine andere Sichtweise als die FS habe. Ich habe super Eltern und einen perfekten Familienzusammenhalt, wie sich gerade die letzte Woche wieder zeigte. Wenn ich wollte, könnte ich bei meinen Eltern auch wieder einziehen. Ich will aber nicht mehr "Kind" sein, sondern meine Wohnung nach meinem Geschmack einrichten, niemandem Rechenschaft schulden wo ich bin und mit wem, wie aufgeräumt/unaufgeräumt meine Wohnung ist, wen ich mit nach Hause bringe usw. Einfach mein eigenes unabhängiges Leben leben. Sorry, das hat nichts mit Neid zu tun.
 
  • #42
Viele raten mir zu einer kleinen Wohnung, aber das würde mich eben einengen. Da ist mir der Aufwand zu hoch. Außerdem sehe ich im Moment die Ersparnis, die ich gut für Reisen nutzen kann.

Eine Frage der Prioritäten. Wenn Deine auf Reisen und auf dauerhaft unsicheren Jobs liegen, ist das in Ordnung. Es ist dein Leben. Alles gleichzeitig geht eben meist nicht so wirklich.

Ich habe russische Wurzeln, daher ist das bei uns vom Familienzusammenhalt vielleicht anders.

Ich habe keine Ahnung, wie russischstämmige Männer das sehen. Vielleicht ist es für sie oder für Männer aus dem Süden völlig normal und Du schränkst Deine Suche einfach entsprechend ein? Vielleicht kann der Mann dann auch gleich noch bei Deinen Eltern mit einziehen, wenn sowieso genügend Platz ist? Es ist ja nicht grundlegend verkehrt, im Familienverband zu leben. Hier lese ich aberimmer wieder mal, dass das bei manchen eher problematisch ist und sich kaum jemand darum reisst..

Für mich entsteht das Bild einer anspruchsvollen Frau (große, schöne Wohnung), die aber selbst keinen Aufwand haben möchte, um dieses Ziel zu erreichen und das Geld, das sie verdient, lieber für Reisen ausgibt.
Heute liegst Du mit zarten 32 Jahren Deinen Eltern auf der Tasche, in Zukunft erwartest Du von einem Partner, dass er Dir entsprechend den Rücken frei hält: im Klartext, einen Lebensstil finanziert, für den Du selbst nicht bereit bist, genügend zu tun.

Also, zurück auf Deine Ausgangsfrage

An alle Männer. Schreckt euch das ab oder würdet ihr mir in diesem Fall eine Chance geben?

Mit Deinen Zusatzinformationen ist die Antwort völlig klar. Ja, schreckt ab. Keine Chance. Ich würde jedem Mann, der heir fragt, zur Flucth raten.

Da ist es üblich direkt mit dem Mann zusammenzuziehen.

Dir ist schon klar, dass Du ja dann zu der schönen großen Wohnung auch Deinen Beitrag leisten könntest/solltest?
 
  • #43
Liebe FS,

da komme ich nicht so ganz mit.

Du wohnst bei deinen Eltern um Geld zu sparen und da du dort ausreichend Platz hast -> soweit nachvollziehbar.

Du fühlst dich in einer kleinen Wohnung eingeengt, nutzt deine Ersparnisse für Reisen und hattest leider noch nicht viel Erfolg bei der Job und Männer Suche -> hier wird es komplizierter.

Dir ist natürlich bewusst, dass eine schöne große Wohnung - schönes großes Geld kostet.
Diese Kosten kann man jedoch mit einen Mann teilen, dann aber auch den Platz. Ist auch klar.

Du weißt noch nicht wohin es dich beruflich verschlägt oder machst du das von deinen zukünftigen Partner abhängig?

Das habe ich jetzt noch nicht verstanden.

Da du etwas langfristig anstrebst und eine Fernbeziehung wohl nicht ideal für eine Familiengründung ist, wo suchst du dir den zukünftigen Vater deines Kindes?

Ich bin verwirrt, das wirkt etwas unstrukturiert auf mich.

Wartest du jetzt mit der Jobsuche bist du weißt wo dein Zukünftiger wohnt?
Oder suchst du dir erst den Job und dann den Mann?

Versteh mich nicht falsch das kann man parallel machen, aber du suchst einen Mann zwecks Familiengründung!


Das ist schon verzwickt, denn da wäre ja irgendwie beides wichtig.
Nur irgendwo sollte man doch anfangen.

Ohne Mann kein Kind, aber ohne besser bezahlten Job kein gehobener Lebensstil (viel Platz, Reisen usw.)


Was ist dir den persönlich am Wichtigsten?

Vergiss die gesellschaftlichen Zwänge aller "deine biologische Uhr tickt" oder
"du bist 32 und hast dich noch immer beruflich etabliert".

Du solltest dich auf das fokussieren was dich zufrieden und glücklich macht.
 
P

Papillon

  • #44
Liebe Irina,

mir geht es wie Tom, prinizpiell gibt es kein Problem.
Wenn du auf den richtigen Mann triffst ist das doch alles nicht weiter schlimm und definitiv lösbar.
Dein Hauptproblem ist dein Job, aufgrund der befristen Stelle bist du unglücklich. Setze hier als Erstes an und stecke die meiste Energie hinein um eine unbefristete Stelle zu ergattern. Verfolge deine Berwebungen und telefoniere freundlich nach.
Damit ergeben sich viele neue Konakte.
Mit neuem Job und vielleicht andere Gegend, lernst du genügend neue Männer kennen.
Also lieber Priorität Job und dann als zweite Stelle der Mann. Ergibt sich etwas zufällig ist es auch okay!
Sich jetzt den Kopf darum machen, à la.. wie wäre es, wenn ich den Mann zu meinen Eltern mitnehmen müsste..., ist eine reine Energieverschwenung. Mache das, wenn die Situation eintritt und vorher schön auf der Jobbörse suchen und nicht unbedingt auf der Partnerbörse ;-)
Alles liebe, P.
 
  • #45
ich bin nicht arbeitslos, sondern befinde mich in einer Übergangsphase, da mein Vertrag bald enden wird. Mein Problem ist eher, dass ich nicht weiss wo es mich hinverschlägt beruflich. Hier jetzt eine Wohnung zu mieten und einzurichten und dann wieder ausziehen zu müssen ist doch auch blöd.
Ich versuche natürlich in meiner Region eine neue Stelle zu finden, eine Garantie habe ich aber nicht.
Dann kümmere Dich doch erst mal um einen neuen Job - so lange dauert das doch nicht?
Ich habe das Gefühl, dass du einen Mann sucht, der dich aus deiner Situation errettet. Du redest von Familienplanung, obwohl bei dir gerade alles unsicher ist.
Männer suchen in der Regel eine Frau, die ein tolles Leben hat, denn was sollte ein Mann gerade an Dir bewundernswert finden?
Du hast nicht einmal eine eigene Wohnung!?
Kein Mann will sofort mit einer Frau zusammenziehen, keiner will eine ohne Lebensplan.
Den meisten Männern ist es egal, wenn man gerade einen Job sucht, aber bei dir habe ich das GEfühl, dass du gar keinen Plan hast, wo dein Leben hingehen soll und dass du gerne einen Mann kennenlernen möchtest, damit er dir diese ENtscheidung abnimmt.
AUch sprichst du von deinem zukünftigem JOb so, als ob das noch Monate dauern könnte - du glaubst gar nicht daran, dass du etwas Passendes findest. Vielleicht willst du auch gar nicht, sondern lieber schwanger werden?!
 
  • #46
Für mich entsteht das Bild einer anspruchsvollen Frau (große, schöne Wohnung), die aber selbst keinen Aufwand haben möchte, um dieses Ziel zu erreichen und das Geld, das sie verdient, lieber für Reisen ausgibt.
Heute liegst Du mit zarten 32 Jahren Deinen Eltern auf der Tasche, in Zukunft erwartest Du von einem Partner, dass er Dir entsprechend den Rücken frei hält: im Klartext, einen Lebensstil finanziert, für den Du selbst nicht bereit bist, genügend zu tun.
Liebe FS
In der Schweiz ist es ebenfalls nicht so exotisch, übergangsweise mal wieder für eine Weile zu den Eltern zu ziehen oder erspartes Geld für Reisen auszugeben. Wir haben das Ideal des "harten Arbeiters" nicht mehr so sehr, sind da etwas hipstermässig unterwegs. Vielleicht ne Generationenfrage?
Ich würde sagen, geh' doch jetzt bisserl reisen, wenn du kannst, dann kommst du zurück, suchst dir schnellstens einen besseren Job auch wenn der etwas weiter weg liegt. Dann ziehst du nahe an deinem Arbeitsplatz in eine schöne Wohnung, die kannst du dir ja übergangsweise (!) mit einer Person noch als WG teilen und wenn du eines Tages mehr verdienst oder einen Freund hast, kannst du die Wohnung dann alleine oder mit dem Freund übernehmen. Am neuen Wohn-/Arbeitsort fängst du mit Dating an und triffst Männer aus dem Umkreis, lässt dir von ihnen auch gleich die Stadt zeigen. Voilà fertig ist der schöne Plan und viel Spass dabei :)
 
  • #47
Ich hätte die Rückkehr zu meinen Eltern nicht ertragen können, aber ok, es waren wahrscheinlich andere Verhältnisse als bei euch. Ich war keine 16, als ich ausgezogen bin, bin am Wochenende kellnern gegangen, um mein Abitur machen zu können und niemandem auf der Tasche zu liegen. Habe meine beiden Studien neben den Kindern und Job absolviert.
Mir ist es sehr fremd, wenn sich jemand in diesem Alter auf „Mein Leben ist gerade so schwierig“ zurückzieht.
Wenn ich das jemals getan hätte, wäre ich bis heute bei Mutti.
Du bist 32, in deinem Alter war ich zweifache Mutter, Stiefmutter eines 5-Jährigen, (befristet) berufstätig und in den letzten Zügen des 2. Studiums.
Mama und Papa habe ich nicht gebraucht, seit ich unter 16 war, niemals mehr einen Cent bekommen, und ich bin heute froh darüber.

w, 50
 
  • #48
Liebe FS, ich finde der @Tom26 und die @Pia62 habeb es sehr schön auf den Punkt gebracht. So seriös wie uns wer weiß ich , uns jemand unsere Gesellschaft und deren Regeln vorschreiben möchte ist sie nicht. Ich selbst habe jegliche gesellschaftliche Naturgesetze gebrochen. Ich selbst bin sowas von Meilen weit davon entfernt. Ein Mann in sagen wie mal in solch einer gesellschaftlicher Position wie ich, dürfte niemals so denken geschweige denn, sich so verhalten wie ich in der Öffentlichkeit. Ich pfeife so was auf diese gesellschaftlichen Zwänge. Warum? Weil ich ich bin und niemanden dafür etwas schuldig bin. Ich habe nie vergessen wo ich her komme und wer meine Eltern waren. Man könnte behaupten ich bin ein asy mit Niveau. Entgegen allen Regeln. Such den für dich besten Weg und bleibe immer bei dir.
M46
 
  • #49
Gleichzeitig wünsche ich mir aber nach jetzt 3,5 Jahren Singlezeit eine Beziehung. Ich möchte endlich mal ankommen und irgendwann eine Familie gründen.
Zuerst wäre es sinnvoll mal zu definieren, was Du mit "ankommen" meinst.
Ist damit das "ich-will-eine-Beziehung-um-endlich-ausgesorgt-zu-haben" gemeint? "Ankommen" heißt nämlich genau das.
Übrigens spricht der Anschein sowohl Deiner beruflichen als auch privaten Situation genau dafür. Du hast einen Beruf, der Dich nicht ernährt, weshalb Du bei Deinen Eltern lebst und einen Mann suchst, der Dir aus dieser Situation hilft.

Hast Du möglicherweise ein weiches Fach als Beruf gewählt, für das auf dem Arbeistmarkt nur staatlich subventionierte befristete Stellen zu haben sind. (Literaturwissenschaftler, Politologe oder Historiker sind solche Fächer)

Nein, ich denke nicht, daß Du mit dieser inneren Einstellung gut "landen" wirst.
Außerdem bin ich der Überzeugung, daß eine allseitig gebildete und emanzipierte Frau es heute nicht mehr nötig hat, "anzukommen".
Ankommen bedeutet doch stehenbleiben und stehenbleiben bedeutet Stillstand.

Kein beziehungserfahrener Mann möchte jedoch nach einer längeren Zeit der Beziehung den Satz hören, daß sie sich "weiterentwickeln will, weil es zu langge Stillstand in der Beziehung gab" - ein Stillstand, den sie doch als "ankommen" erst gewollt hat.

Überleg Dir das nochmal mit dem Ankommen und kümmere Dich darum, selbständig und selbstversorgend Dein ganzes Leben lang zu bleiben.

Dann kommt die richtige Beziehung mit Familie etc. ganz automatisch.

Frauen, die "in einer Beziehung ankommen" wollen und gleichzeitig mit über 30 nicht in der wirtschaftlichen Lage sind, für sich selbst zu sorgen, werden von leistungsfähigen Männer heute nur noch mit dem Rücken angesehen. Das ist gesetzlich so gewollt.

m47
 
  • #50
... bin wieder zurück ins Haus meiner Eltern. Da bin ich jetzt immer noch, weil..... ich seither keine geeignete Stelle gefunden...

Natürlich findest Du keine geeignete Stelle, wenn das komfortable Fallback das kostenfreie Bett im Kinderzimmer ist. Es gibt keinen Druck, sich mal aufzuraffen und wirksame Massnahmen zu ergreifen. Immer hübsch in der maximalen Komfortzone bleiben.

Demzufolge nimmst Du Dir als Beispiele Länder in denen "zurück ins Kinderzimmer" angeblich Standard ist, die genau wie Du keine wirtschaftlichen Erfolgsmodelle sind (Südeuropa, Guatemala, Russland). Erkennst Du den Zusammenhang? Wer es sich bequem macht, dem fehlt der Biss.

Es ist kompletter Unsinn, dass die jungen Leute mit hoher Qualifikation heute schlechte Bedingungen am Arbeitsmarkt haben und dass die 50+er es doch so viel einfacher hatten.
Nie waren die beruflichen Aussichten besser für Hochqualifizierte, als heute. Die Arbeitslosenquote von Akademiker beträgt 3%, d.h. Vollbeschäftigung. Wer als Hochschulabsolvent dauerhaft befristete Arbeitsverträge hat, stellt sich dusselig an.

Von 1980-1988 (vor der Wiedevereinigung) war die Arbeitslosenquote viel höher als heute. Akademiker waren in den Statistiken garnicht abgebildet, weil sie wegen Elterneinkommen und fehlender Beitragszahlungen keine Ansprüche hatten. Die Statistik war bereinigt durch alle die aus politischen Gründen einem Berufsverbot unterlagen oder als Frauen mangels Kinderbetreuung nicht arbeiten könnten - gibt es heute nicht, also heult hier nicht rum über schlechte Bedingungen.
Damals gab es auch reichlich Fruhverrentungen über die Sozialkassen, damit Arbeitsplatze für die "junge Generation" geräumt werden, was aber nicht passierte.

Ich bin 1982 wie viele Kommilitonen aus den geburtenstarken Jahrgängen in einen befristeten Vertrag tariflich deutlich unter meinem Ausbildungslevel bezahlt gestartet - total normal damals.
Ein halbes Jahr vor Ende des Vertrages wollte ich mit dem AG die Weiterführung klären. Er sah noch keinen Bedarf. Ich bewarb mich breit und hatte, als der Arbeitsvertrag endete mehrere, bessere Jobangebote vorliegen.
Das Ganze habe ich 3 mal durchexerziert, jedes Mal mit Gehaltssteigerung und Karriereschritt, weil zunehmende Berufspraxis. Der 3. Arbeitgeger bot direkt einen Festvertrag zum Tariflohn, weil ich genug Berufserfahrung hatte.
Einem Einem Arbeitgeger gegenüber, der mit meiner vermeintlichen Notlage zockt, muss ich nicht loyal sein. Der lernt, dass ich die Gesetze des Kapitalismus genauso beherrsche wie er. Da bleibt kein Raum für Dating.

Woher ich die Strategie und Härte bei der erfolgreichen Jobsuche hatte? Kinderzimmer war keine Option für mich. Mit 32 hatte ich Sex im eigenen Haus, statt im Kinderzimmer.
 
  • #51
Männer suchen in der Regel eine Frau, die ein tolles Leben hat, denn was sollte ein Mann gerade an Dir bewundernswert finden?
Du hast nicht einmal eine eigene Wohnung!?

Ich denke, du verwechselst Männer mit Frauen. Frauen suchen oft einen Mann, den sie irgendwie bewundern können. Männer bewundern keine Frauen für ihr angeblich so tolles Leben. Das ist das typische Frauen-Status-Denken.

also TS: Wenn ein Mann dich gut findet, dann nimmt er dich sowieso. Egal, ob du dich jetzt in einer Übergangsphase befindest oder vielleicht bald einen fixen Job hast. Das spielt keine große Rolle. Also los und viel Glück.

Nichtsdestotrotz solltest du an deinen Baustellen arbeiten. :)
 
  • #52
Man könnte behaupten ich bin ein asy mit Niveau. Entgegen allen Regeln. Such den für dich besten Weg und bleibe immer bei dir.

Völlig in Ordnung. Jeder kann sein Leben leben, wie er möchte, da bin ich sofort dabei. Aber die reale Konsequenz ist eben, dass mindestens ein Teil der Männer bei dem "Gesamtpaket" FS zurückschrecken wird. Und offenbar rennen sie ihr ja auch nicht gerade die Türe ein, sonst würde sie nicht fragen.
Wer als Punk mit zwei großen Hunden unter der Brücke lebt und seinen Tag mit Alkoholkonsum verbringt, findet auch durchaus mal eine Partnerin (ich übertreibe...).
Natürlich kann es sein, dass sich jemand findet. Wer aber ein "geordnetes Leben" möchte und eine Familiengründung anstrebt, könnte mehr auf eigenen Beinen stehen als die FS.
 
  • #53
Männer bewundern keine Frauen für ihr angeblich so tolles Leben. Das ist das typische Frauen-Status-Denken.


Willkommen im 21 Jahrhundert.

Ich bewundere Frauen und Männer wenn sie etwas im Leben aus eigener Kraft erreicht haben, aber mit tränenden Augen zu diesen aufschauen und mich wie eine Klette an solche Leute hängen, ist definitiv zu viel des Guten!

Natürlich finden Männer besonders Frauen attraktiv die etwas vorzuweisen haben.
Die vielleicht den selben Ehrgeiz und die selbe Leidenschaft an den Tag legen.
Gleich und gleich gesellt sich gern.
Das bedeutet nicht das Beide gleich erfolgreich, gleich viel Kohle verdienen oder in der gleichen Branche tätig sein müssen, aber ne Schnarchnase oder jemand der sich hängen lässt und auf Hilfe oder ne "göttliche Eingebung" wartet, wirkt doch nicht interessant oder attraktiv.

Die Suche nach dem Heimchen am Herd ist gerade für viele Männer in den 30igern sowas von Vorgestern.

Natürlich interessiert es keinen Mann, was genau du für einen Job du hast oder ob du damit reich wirst, nur glücklich bist du mit deinen Leben ja anscheinend nicht. Unzufriedenheit kann man manchen Menschen schon förmlich von weitem ansehen.

Klar, läuft die Job und Partnersuche zur Zeit schlecht, aber Schluss mit den gejammer es kommen auch bessere Zeiten.
Nur leider bist du für diese Zeiten, deine Zukunft und dein Glück alleine verantwortlich.
 
  • #54
Hier die FS,

@LuckyLife: ich bin wegen der Überbrückungszeit zu meinen Eltern gezogen, da ich mich bewerbe und nicht weiss wo ich den nächsten Job haben werde. Die Gründe liegen nicht darin, dass es mir am Geld mangelt und ich mich nicht versorgen könnte. Ich verdiene ganz gut und könnte mir eine gute Wohnung und Reisen auch leisten. Der Grund liegt wie gesagt darin, dass mein neuer Job weiter weg sein könnte-also nicht planbar das ganze und ein Umzug derzeit auch blöd, wenn ich da wieder nach kurzer Zeit ausziehen muss. Gerade ist hier auch ein Wohnungsmangel, also auch nicht einfach hier.

Trotzdem möchte ich wieder einen Partner haben, daher war auch die Frage, soll ich damit warten? Wer weiss wie lange das alles dauern wird, bis ich den Job habe. Leider kann ich nicht hellsehen.

@neverever: ja genau, wer macht die Regeln? Ich war schon immer eine, die aus der Reihe tanzt und nicht der Masse folgt.
Das hier viele das nicht toll finden, macht mir auch nichts und ich stehe dazu. Es ist ja für den Übergang und nicht für die Ewigkeit.

@veritar: das heisst für mich einfach in meinem Leben glücklich mit allem zu sein. Einen Job, bei dem ich planen kann und mir was aufbauen längerfristig. Mein Lebensplan wäre irgendwann die eigene Familie. Aber nicht unter diesen Umständen wie jetzt. Und nein ich möchte mich nicht versorgen lassen wie manche Frauen, die nie arbeiten gehen und nur nach dem Geld des Mannes hinterher sind. Ich habe definitiv Ziele im Leben, aber wie sagt man so schön- das Leben lässt sich nicht planen und es kommt oft anders als man denkt.



@Lebenslust: ich möchte keinen unsicheren Job, denn das entspricht nicht meinem Naturell. Leider ist es eben so, dass es viele befristete Stellen gibt (wie rosendame schon schrieb). Warum sollte ich nicht auch vereisen dürfen, wenn das Geld da ist.
 
  • #55
Ich bewundere Frauen und Männer wenn sie etwas im Leben aus eigener Kraft erreicht haben, ...
Natürlich finden Männer besonders Frauen attraktiv die etwas vorzuweisen haben.
Die vielleicht den selben Ehrgeiz und die selbe Leidenschaft an den Tag legen.
Gleich und gleich gesellt sich gern.
....
Die Suche nach dem Heimchen am Herd ist gerade für viele Männer in den 30igern sowas von Vorgestern.
Ich habe aber den EIndruck, dass die FS gar nicht sonderlich an einem neuen Job interessiert ist - sie sagt ja selber, das könnte noch dauern mit Job und Wohnung - wieso?
Und sie möchte auch nicht aus ihrer jetzigen Comfort Zone, sondern lieber warten, bis ein Mann sie "rettet".

Gleich und gleich gesellt sich gerne. Ich glaube aber, dass die FS gerne einen erfolgreichen Mann an ihrer Seite hätte, mit dem eine Familienplanung drin ist. Wie sie aber selber schon sagt, war ihr die WG zu unbequem und uncomfortabel.
Auch möchte sie sich nur bei dem Mann treffen. Ich denke, sie stellt sich da dann aber auch schon ein gewisses Ambiente vor - ein Mann, der auch in einer WG wohnt oder bei Mama, käme für sie nicht in Frage. Einer, der beruflich nicht weiß, wo es weiter geht auch nicht.

LIebe FS: Du möchtest einen Mann, der eine (schöne) Wohnung hat und einen guten Beruf, damit du bei ihm ankommen kannst und mit ihm eine Familie gründen kannst - vom Elternhaus direkt zum Mann, der dich dann weiter versorgt.
So ist mein Eindruck, denn wenn du an Familie denkst, obwohl du weder eine Wohnung noch einen JOb hast, gehst du wohl stillschweigend davon aus, dass das dann alles der Mann finanziert.
In D wollen aber die Männer für die Familienplanung eine Frau auf Augenhöhe.
 
  • #56
@Lebenslust: ich möchte keinen unsicheren Job, denn das entspricht nicht meinem Naturell. Warum sollte ich nicht auch vereisen dürfen, wenn das Geld da ist.

Einen unsicheren Job möchte kaum jemand. ein WG-Zimmer kann man auch dann kündigen, wenn man wegen neuem Job umzieht, dafür muss man nicht zu Hause einziehen. Du bist 32. Du willst Familie.

Männer bewundern keine Frauen für ihr angeblich so tolles Leben. Das ist das typische Frauen-Status-Denken.

Ich finde schon auch toll, wenn Frauen erfolgreich sind. "Bewundern" ist eine andere Kategorie.
Für mich ist es heute selbstverständliche Voraussetzung einer Beziehung, dass eine Frau auf eigenen Beinen steht. Ich habe das auch nicht immer so gesehen. Aber es reicht ja, einen Fehler einmal zu machen. Meine Erfahrung ist:
Viele Frauen, die beruflich nichts auf die Reihe bringen und die mit 32 (das ist weit nach dem Studium) nicht auf eigenen Füßen stehen, überlassen potentiell auch in einer Beziehung alles dem Mann und suchen eher einen "Versorger". Das sind die, die schon gerne eine schöne große Wohnung haben und eine Familie gründen wollen, aber nichts dazu beitragen können. Bescheiden und einfach zu Hause wohnen geht da genau so lange, wie sie selbst dafür arbeiten müssen. So lange geben sie das Geld lieber für Urlaub aus. Der unsichere Job macht wenig Spaß und warum dann noch nach etwas Dauerhaftem suchen, das ist anstrengender, als es dem Mann zu überlassen. Wer als Mann eine "Versorgerehe" möchte, da mag das vielleicht passen. Wer im 21. Jahrhundert lebt, der macht einen großen Bogen.
 
  • #57
ich finde das Einziehen bei den Eltern kann keine Dauerlösung sein. Ich denke mal, du willst Geld sparen und nach einer anderen Alternative suchen? Es kommt auch wiederum drauf an, wie du bei deinen Eltern lebst: im Kinderzimmer oder hast du einen eigenen Eingang mit Einliegerwohnung? Nimmst du alle Mahlzeiten mit ihnen ein oder hast du komplett deinen eigenen Haushalt? Auf dem Dorf leben noch viele so lang bei den Eltern bis sie den richtigen Partner haben. Die Mieten in Großstädten sind zum Verzweifeln. Eine Erzieherin oder Friseurin kann sich nur eine WG leisten oder eben bei der Familie wohnen bleiben. So sieht es nun mal in Deutschland aus.
Gibt es keine Möglichkeit, einen unbefristeten Vertrag zu bekommen? Wenn du ein Auto hast, kannst du ggf. erstmal einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen, um an eine unbefristete Stelle zu kommen. Primär würde ich dir dringend raten, erstmal an so eine Stelle zu kommen und dann eine eigene WG zu gründen- du kannst dann den Mietvertrag machen und genau aussuchen, wer in die Wohnung soll. Zur Not tut es auch eine 1 Zimmer Wohnung...hast du das gar nicht in Betracht gezogen?
 
  • #58
@Meeresbrandung: es ist für den Übergang bis ich einen Job habe und weiss an welchem Ort ich mir die Wohnung suchen soll.
Und es ist ein Haus, aber nicht Einliegerwohnung und nein ich esse nicht immer mit der Familie. Das ist bei uns wie eine Art WG. Jeder unterstützt den anderen und jeder kocht mal und macht den Haushalt.

Ja ich fahre mit dem Auto zur arbeit. Mein Vertrag wurde wegen der zweiten Schwangerschaft der Kollegin wieder verlängert, aber wieder ein Jahr. Langsam nervt mich diese unsichere berufliche Sitation von einer Befristung zur anderen. Und mit 32 möchte man auch langsam mal einen Partner und irgendwann Familie. Ich habe das Gefühl irgendwie in einer Sackgasse zu stecken und nicht vorwärtszukommen.
Da ich von Natur aus auch noch ungeduldig bin, macht es für mich alles nicht einfach.
 
  • #59
Ich finde schon auch toll, wenn Frauen erfolgreich sind.

Dem stimme ich auch voll und ganz zu. Wobei "erfolgreich" hier bedeutet, dass sie das tut, was sie gerne machen würde und ihre Ziele verfolgt - und nicht im Sinne von Status.

Es gibt ja genügend Frauen, die beruflich oder von der Ausbildung her weniger vorzuweisen haben als die TS, und die trotzdem keine Probleme haben, bei den Männern anzukommen. Ganz einfach weil für einen Mann der Beruf/Erfolg/Status der Frau nicht in gleicher Weise zu ihrer Attraktivität beiträgt als umgekehrt. Von daher ist der Rat, sie möge sich mal von der Partnersuche zurückziehen und ihr Leben in Ordnung bringen total überzogen.

Und wenn sie einen Prinzen sucht, der ihr das süße Leben finanziert, ist jetzt, solange sie noch jung und knackig ist, der beste Zeitpunkt dafür.
 
  • #60
Ich kann hier teilweise nur noch den Kopf schütteln.
Hallo - Irina hat studiert und arbeitet. Verdient Geld, sucht einen neuen Job, natürlich möglichst unbefristet. Sie ist sogar bereit, ihre Heimat zu verlassen, um beruflich Fuss zu fassen.
Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern - ist das soooo schlimm? Ich halte das eher für positiv - denn ich kenne den Unterschied, dass es schön ist, wenn man der Freundin sagen kann, ich möchte noch bei meinen Eltern vorbei (anstatt "ich muss") - und dafür sogar noch ein Lächeln erntet. Solche Frauen halten irgendwann auch ihre eigene Familie zusammen.
Ich verstehe die Einstellung, dass man lieber etwas "Eigenes" hat, unabhängig ist. Das muss aber nicht jeder haben. Unterschiedliche Lebensauffassungen sind auch Teil unserer Gesellschaft.
Wie leider der Neid auch. Die Foristin, die sich vom Exmann versorgen lassen will, hält sich also für eine unabhängige Karrierefrau. Die Foristin, die stets mit ihrer tollen "Karriere" angibt, war nach dem Studium in den 80-ern froh über einen Job zum "Tariflohn" - das spricht Bände. Eigenes Haus und Haus, das der Bank gehört zu verwechseln auch.
Wie schön ist dagegen eine entspannte Haltung a la Pia oder neverever.
Was du, Irina, schnellstmöglichst lernen solltest: Stelle die Vorteile deiner Entscheidungen mehr in den Vordergrund. Und sprich den Nutzen mehr an, den auch ein Mann von deiner Einstellung hat. Das gilt übrigens auch für potentielle Arbeitgeber. Ein Mann, der eine Familie gründen möchte, kann keine neidzerfressene, sich selbst total überschätzende Frau gebrauchen. Denn er sucht die Mutter seiner Kinder. Und sollte sich Familie auch leisten können und wollen. Und ein Arbeitgeber sucht ausgeglichene Mitarbeiter, die etwas können und mit den anderen Mitarbeitern klar kommen. Neidische und missgünstige Leute, die ewig unzufrieden sind und noch dazu mehr von sich eingenommen sind als gut für den Firmenfrieden ist - die fliegen heute schneller wieder raus als alles andere. Oder haben das Glück, seit vielen Jahren in einem Konzern zu "arbeiten", wo man sie eben notgedrungen aussitzt.
 
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