• #1

Passen heißer Sex und Zuverlässigkeit/ Reflexion zusammen?

Jemand, mit dem ich über den Unterschied zwischen „Schmusesex“ und „heißem Sex“ sprach, sagte: Vielleicht ist es aber so, dass ein Mann, mit dem du richtig heißen Sex haben kannst, ansonsten kein guter Partner für dich ist, weil er nicht zuverlässig und nicht vertrauenswürdig ist. Oder zumindest nicht so intellektuell, wie du es auch brauchst. Also, seine Ansicht war: Heißer Sex und Zuverlässigkeit/ sehr viel Reflexion passen nicht zusammen. Also, eigentlich sind das zwei Fragen, denn natürlich sind Zuverlässigkeit und Intellektualität (und ihre Gegenteile) nicht aneinander gekoppelt.
Was sind eure Erfahrungen?
 
  • #2
Oh hier wirst du 100 verschiedene Antworten kriegen, das sieht jeder für sich ganz anders. Es kommt auch darauf an, wie man sexuell geprägt ist, was man sucht und was man möchte.

Viele können (soweit ich das hier im Forum lesen kann) Sex, Nähe und Leidenschaft nur dann eingehen und empfinden, wenn sie 100% Vertrauen haben.

Ich ticke da eher wie dein Bekannter. Wirklich heißen Sex und Ekstase kann ich dann erreichen, wenn ein gewisses Maß an Spannung besteht. Am Besten wenn ich den Anderen kaum kenne und viel Projektion im Spiel ist. Bei mir ist heißer Sex verknüpft mit etwas Fremden, Wilden und einer gewissen Aggression (im positiven Sinne), so in Richtung zwei Raubtiere, die im Blutrausch übereinander herfallen. Sehr drastisch ausgedrückt. Mich erregen auch kein Kuscheln (Kuscheln ist das Gegenteil von heißem Sex für mich), sondern eher Anspannung, die sich entladen muss. Ich werde heiß wenn mich der Andere gegen die Wand drückt, und nicht dann, wenn er mich zärtlich streichelt.

Diese ultimative Ekstase und Leidenschaft kann ich in einer tiefen vertrauten Liebesbeziehung nicht finden. Da besteht keine Spannung mehr. Ich kenne den Anderen ja. Beziehungs-Sex hat andere Qualitäten für mich. Das Glücksgefühl, dem Menschen, den ich liebe, so nahe zu sein. Ihn zu riechen, zu fühlen, zu schmecken. Das vertieft die Bindung, ist innig und schön. Aber nicht hemmungslos leidenschaftlich.

Mit meiner Meinung stehe ich unter Frauen ziemlich alleine da. Aber ich stehe dazu.

w36
 
  • #3
Über heißen Sex schreibt @Andreas1965 viel. Zum Schluss in seinem Dänin Thread.

Es kommt halt darauf an wie man heißen Sex und Zuverlässigkeit definiert. In der Definition bzw. Erfahrung von Andreas passt beides letztlich nicht zusammen.

Für einige wird gerade die Unzuverlässigkeit oder Unerreichbarkeit des Sexgefährten für ein Gefühl besonders heißen Sexes sorgen.

Unsicherheit, Verlustangst sorgen dann vielleicht für einen besonders großen Kick und Thrill.

Zuverlässigkeit ist dagegen mit Routine und in gewisserweise Widerholung verbunden. Das kann neben dem Gefühl von Sicherheit auch als langweilig empfunden werden. Der Sex wird dann mit der Zeit immer unheißer also gewöhnlicher und wahrscheinlich auch weniger. Die Möglichkeiten für Innovationen die dies verhindern sind halt limitiert.
 
  • #4
Oh hier wirst du 100 verschiedene Antworten kriegen, das sieht jeder für sich ganz anders. Es kommt auch darauf an, wie man sexuell geprägt ist, was man sucht und was man möchte.

Viele können (soweit ich das hier im Forum lesen kann) Sex, Nähe und Leidenschaft nur dann eingehen und empfinden, wenn sie 100% Vertrauen haben.

Ich ticke da eher wie dein Bekannter. Wirklich heißen Sex und Ekstase kann ich dann erreichen, wenn ein gewisses Maß an Spannung besteht. Am Besten wenn ich den Anderen kaum kenne und viel Projektion im Spiel ist. Bei mir ist heißer Sex verknüpft mit etwas Fremden, Wilden und einer gewissen Aggression (im positiven Sinne), so in Richtung zwei Raubtiere, die im Blutrausch übereinander herfallen. Sehr drastisch ausgedrückt. Mich erregen auch kein Kuscheln (Kuscheln ist das Gegenteil von heißem Sex für mich), sondern eher Anspannung, die sich entladen muss. Ich werde heiß wenn mich der Andere gegen die Wand drückt, und nicht dann, wenn er mich zärtlich streichelt.

Diese ultimative Ekstase und Leidenschaft kann ich in einer tiefen vertrauten Liebesbeziehung nicht finden. Da besteht keine Spannung mehr. Ich kenne den Anderen ja. Beziehungs-Sex hat andere Qualitäten für mich. Das Glücksgefühl, dem Menschen, den ich liebe, so nahe zu sein. Ihn zu riechen, zu fühlen, zu schmecken. Das vertieft die Bindung, ist innig und schön. Aber nicht hemmungslos leidenschaftlich.

Mit meiner Meinung stehe ich unter Frauen ziemlich alleine da. Aber ich stehe dazu.

w36
Ich habe bisher auch diese Erfahrung gemacht. Und ich ticke auch ziemlich ähnlich wie du. Bisher zumindest.

Ich wünsche mir, dass ich beides gleich stark ausleben kann. Ich träume einerseits von viel Kuscheln und zärtlichem Sex. Andererseits liebe ich es auch, gegen die Wand gedrückt zu werden, ein bisschen zu schlagen, ein bisschen gewürgt zu werden und vielleicht auch selber geschlagen zu werden. Manchmal habe ich Träume, dass ich mehr "härtere Sachen" ausprobieren möchte. So Richtung BDSM. KA, wie weit ich gehen werde.

Bei mir kamen all diese Dinge auch erst mit der Zeit. Ich denke, solche Dinge würde ich aber dann eher mit einem Partner machen.

Ich denke übrigens auch, dass du wie bei jeder Frage fast, 100 verschiedene Antworten kriegen wirst. Ich persönlich habe es bisher wie Sommergold erlebt. Ich denke aber, es ist auch mit einem Partner so möglich!
 
  • #5
Hey🌸
Mir ist in der aktiven Zeit aufgefallen, das ich heißen Sex tatsächlich mit Bad Boys hatte... Mit den lieben ruhigen Männern war der Sex iwie krampfig.
Meine These: bei dem lieben Mann, den man auch intellektuell liebt, seelisch, kann man sich nicht so dirty geben.
Beim Badboy ist alles dirty und man kommt besser aus sich heraus.
Kann auch sein, das ich Sex im allgemeinen als etwas schmutzig sehe, was man mit einem lieben Mann so nicht ausführen kann...
Das ist nur meine Erfahrung und das Resultat war, das ich lieber den Badboy wählte der mich natürlich verarscht hat, statt den lieben Mann der ehrlich zu mir stand.
Ich kam zu dem Entschluss das es wohl alles in einem Mann nicht gibt und ich vorerst alleine bleibe 😊

Lg Leo
 
  • #6
"Dumm fickt gut"?

Wenn sich heißer Sex und intellektuelle Fähigkeiten ausschlließen würde, wäre das Leben eine ziemlich traurige Veranstaltung.

Ob Sex schmutzig ist?
Wenn er gut sein soll, schon.
(Woody Allen)


Die Frauen, die mir im Leben über den Weg laufen und Sex für mehr oder weniger befänglich halten, sind keine intellektuellen Leuchten; eher im Gegenteil. Vielleicht ist gerade das ein Merkmal schlichter Gemüter, die eigene Sexualität nicht annehmen zu können und eine mutmaßliche gesellschaftliche Konditionierung gegen sie unreflektiert zu eigen zu machen. Die sexuelle Libertinage ist eher ein Zeichen der Ober-, denn der Unterschicht, womit die Ausgangsthese empirisch wieder legt ist. Der Adel war seit jeher sexuell freizügig.
 
  • #7
Da ordnest du dich dann selbst quasi als Teil einer sexuell gesellschaftlichen Avantgarde und verkannten Moderne mit ein um dann an solche Damen wie deine Dänin zu geraten.

Du erhöhst dich also unter Missachtung deiner Missgriffe hier regelmäßig selbst und wertest Andere als zumindest rückständig und die eigentliche Natur des Menschen Leugnende ab. Für das Scheitern ist dann die Andere, in deinem letzten Fall, die Dänin allein verantwortlich. Nicht untypisch für tendenziell narzisstische Charakterzüge.

Ich glaube @Moment hatte in einem ihrer Kommentare im Dänin Thread angedeutet, dass sich möglicherweise zwei narzisstische Persönlichkeiten dort getroffen haben.

Anmerkungen der Moderation: Diese Thesen und Fragen passen besser in den eigens dafür geschaffenen Thread. Die Diskussion darüber kann dort vertieft werden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #8
Es geht beides, warum nicht. 😉☺️😇

Menschen haben ihre Facetten, jede:r ist individuell - also mit der/dem richtigen Partner kann alles möglich sein.

W, 51
 
  • #9
Vielleicht ist es aber so, dass ein Mann, mit dem du richtig heißen Sex haben kannst, ansonsten kein guter Partner für dich ist, weil er nicht zuverlässig und nicht vertrauenswürdig ist.
Inwiefern sollte hier ein Zusammenhang bestehen ? 🤔

Die Frage wäre doch, welche Attribute jemand mitbringen muss, damit ich ihn als heiß empfinde. Und ich spreche hier von charakterlichen Merkmalen, denn sexuelle Anziehung ist ja nicht nur ein Produkt von optischen Markern.

Ähnlich verhält es sich doch in puncto Kompatibilität - gewisse Persönlichkeitseigenschaften sind sozial verträglich und andere weniger.

Eigenschaften kommen nun mal im Paket. Der emphatische Mann hadert wahrscheinlich damit sich ab und an mal durchzusetzen und für seine eigenen Interessen einzustehen und der durchsetzungsfähige Mann wird wohl keinen Orden für seine Nächstenliebe erhalten.

Ausschlaggebend ist doch, was ich in einer Beziehung suche und wie ich selbst gestrickt bin - die Schnittmenge aus wollen und brauchen quasi.

persönlich habe ich nicht die Erfahrung gemacht, dass Leidenschaft und Partnerschaft sich ausschließlich würden.
 
  • #10
Unterschied zwischen „Schmusesex“ und „heißem Sex“
Wie habt ihr den denn überhaupt definiert?

Ich würde auch unterscheiden zwischen Empathie und deren Intelligenz und dem, was sonst so als "Intelligenz" gilt, also geistige Fähigkeiten. Hochgeistige, total intelligente Leute, wenn man es IQ-mäßig definiert, können empathiemäßig komplett unterbelichtet sein. Oder ihren Körper ablehnen. DAS letzte würde ich als Garantie für schlechten Sex sehen, also eigenen schlechten Sex. Wer seinen Körper nicht mag, kann nur verklemmt sein. Wer den menschlichen Körper an sich nicht mag, naja, der wird sich auch vor seinem Partner ekeln.

Aber das tun wirklich allseits intelligente Menschen ja nun nicht.

ein Mann, mit dem du richtig heißen Sex haben kannst, ansonsten kein guter Partner für dich ist, weil er nicht zuverlässig und nicht vertrauenswürdig ist.
Wieso sollte das zusammenhängen?
Ich kann mir das nur aus früheren Rollenbildern zusammenbauen, dass einer so ticken könnte. So in Richtung: Wer verklemmt ist, ist auch treu, denn er hat keinen Spaß am Sex. Ich glaube, manche Männer denken so über Frauen, die "hochwertig" sein sollen.

zumindest nicht so intellektuell, wie du es auch brauchst
Seh ich auch keine Korrelation. Zwischen Verkopftheit und "sich nicht fallenlassen können" vielleicht, aber zwischen Intellekt und Leidenschaft - nee.

Heißer Sex und Zuverlässigkeit/ sehr viel Reflexion passen nicht zusammen
Für mich kompletter Unsinn.

Wer viel reflektiert, also auch zu Erkenntnissen über sich und die Mitmenschen kommt, wird empathischer und sensibler für andere. Das ist schon mal ne gute Voraussetzung, auch sehr auf einen anderen eingehen zu können.
Und Zuverlässigkeit und heißen Sex in Korrelation bringen zu wollen, das ist für mich, als würde man sagen "Treue hängt mit Kochenkönnen zusammen".
 
  • #11
Ich verstehe auch nicht, warum man da einen Gegensatz konstruieren muss.
Mein Partner ist eine großartige Mischung aus Reflektion und Wildheit. Bei ihm vergesse ich alles außenherum und bin ganz im Moment.

Das ist alles, was ich für "heißen" Sex brauche.
 
  • #12
Über heißen Sex schreibt @Andreas1965 viel.
Andererseits liebe ich es auch, gegen die Wand gedrückt zu werden, ein bisschen zu schlagen, ein bisschen gewürgt zu werden und vielleicht auch selber geschlagen zu werden. Manchmal habe ich Träume, dass ich mehr "härtere Sachen" ausprobieren möchte. So Richtung BDSM.
Das meine ich nicht mit "heißen Sex". Ich meine unverklemmten leidenschaftlichen Sex, sicherlich auch mal etwas wilder, aber keine außergewöhnlichen Praktiken. Klar, oral auch, beiderseits.
 
  • #13
Bei einem Mann mag das stimmen, dass er heißen Sex nicht in Verbindung mit einer zuverlässigen Partnerin sieht, das kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich finde schon, dass Männer gedanklich an der Stelle einen Unterschied machen, einige heiraten sogar „schlechten“ Sex, wenn die restlichen Randumstände stimmen. Alles schon mitbekommen. Auch glaube ich, dass Männer bei sexuell aktiv-interessierten Frauen des Öfteren einen Rückzieher machen bzw diese Frauen für eine Beziehung nicht für geeignet halten, weil sie ggf kommende Untreue wittern oder sich nicht in der Lage fühlen, den sexuellen Hunger dauerhaft befriedigen zu können. Umgekehrt kann ich aus meiner (weiblichen) Sicht nur sagen, dass ich heißen Sex und Unzuverlässigkeit bei einem Mann NICHT in Korrelation zueinander sehe. Vielleicht bin ich naiv, aber für mich käme es nicht in Frage, einen Mann dauerhaft in Betracht zu ziehen, mit dem es nicht zumindest anfänglich heiß her geht. Einen Rückschluss auf seine Zuverlässigkeit und die weiteren (positiven) charakterlichen Eigenschaften ziehe ich daraus nicht.
 
  • #14
...ein Mann, mit dem du richtig heißen Sex haben kannst, ansonsten kein guter Partner für dich ist, weil er nicht zuverlässig und nicht vertrauenswürdig ist. Oder zumindest nicht so intellektuell, wie du es auch brauchst.
Was sind eure Erfahrungen?
Meine ist, dass Menschen, die solche Regeln und Zusammenhänge für ihr Leben brauchen und sich die dann möglichst noch irgendwo im Internet anlesen, ein Problem damit haben, ihr Leben eigenständig zu gestalten. Dass sie Fehler machen, die sie nicht verarbeiten können. Dass sie einfach unsicher sind und meinen, dass Regeln dabei helfen, mit dieser Unsicherheit umzugehen oder Entscheidungen besser treffen zu können. Dass ich solche Menschen als Partnerin nicht haben möchte, weil sie mir irgendwie zu beschränkt sind.
 
  • #15
Ich meine unverklemmten leidenschaftlichen Sex, sicherlich auch mal etwas wilder, aber keine außergewöhnlichen Praktiken. Klar, oral auch, beiderseits.
Das wäre aus meiner Sicht ganz normaler Sex.

Fehlen solche Spezifika wie in einem Andreas typischen Setting sehe ich eigentlich keinen Widerspruch zwischen deiner Definition von heißem Sex und Verlässlichkeit sowie Intellektualität.

Vielleicht kannst du deine eigenen Bedenken dazu konkretisieren dann könnte man weniger spekulierend antworten.
ein bisschen zu schlagen, ein bisschen gewürgt ... geschlagen ...
Für mich passiv und aktiv inakzeptabel. Klar toleriere ich BDSM. Sobald dabei aber der reine Rollenspielcharakter wesentlich überschritten wird habe ich eine ähnliche Sicht darauf wie @Merretich .
Hey🌸
Mir ist in der aktiven Zeit aufgefallen, das ich heißen Sex tatsächlich mit Bad Boys hatte... Mit den lieben ruhigen Männern war der Sex iwie krampfig.
Meine These: bei dem lieben Mann, den man auch intellektuell liebt, seelisch, kann man sich nicht so dirty geben.
Beim Badboy ist alles dirty und man kommt besser aus sich heraus.
Kann auch sein, das ich Sex im allgemeinen als etwas schmutzig sehe, was man mit einem lieben Mann so nicht ausführen kann...
Das ist nur meine Erfahrung und das Resultat war, das ich lieber den Badboy wählte der mich natürlich verarscht hat, statt den lieben Mann der ehrlich zu mir stand.
Ich kam zu dem Entschluss das es wohl alles in einem Mann nicht gibt und ich vorerst alleine bleibe
Statt allein zu bleiben würde ich in dieser Situation danach forschen was mein Verhalten derart motiviert und wie ich mich reprogrammieren kann.
 
  • #16
Meine ist, dass Menschen, die solche Regeln und Zusammenhänge für ihr Leben brauchen und sich die dann möglichst noch irgendwo im Internet anlesen, ein Problem damit haben, ihr Leben eigenständig zu gestalten. Dass sie Fehler machen, die sie nicht verarbeiten können. Dass sie einfach unsicher sind und meinen, dass Regeln dabei helfen, mit dieser Unsicherheit umzugehen oder Entscheidungen besser treffen zu können. Dass ich solche Menschen als Partnerin nicht haben möchte, weil sie mir irgendwie zu beschränkt sind.
Viele Leute haben solche Regeln. Nur sprechen sie sie nicht aus, da sie nicht schlecht ankommen wollen. Ich hatte früher auch nie Regeln, erst jetzt (siehe Theard Tipps Beziehungsanbahnung). Warum ich so wurde? Nun, habe vorher die Erfahrungen gesammelt und versuche schlau zu sein und zu lernen.

Ich sehe auch keinen unbedingten Zusammenhang zwischen wildem Sex und Zuverlässigkeit. Aber es ist doch allemal eine interessante Frage, oder nicht?

Der Person geht es doch sicher ähnlich wie mir. Sie hat etwas im Kopf, und fragt hier nach verschiedenen Meinungen. Wo sonst reden bzw. schreiben Menschen so offen über Sexuelles? Nirgendwo! Fast nirgendwo. Die Gesellschaft ist verklemmt was Sex anbelangt! Dazu ist hier dieses Forum da.
 
  • #17
Also ich würde, wenn überhaupt..am Anfang kann die These stimmt aber...auf Dauer nicht.
Und das würde ich eher wenn auf mich Münzen, als auf die Herren.
Ich habe mit Bad boy ohne große Gefühle nicht viele Erfahrung aber ich war damals fürs "erste Mal ' mit einem Mann freier.
Nicht aufgeregt ob ich gefallen, kein Interesse an Zärtlichkeit etc...
Wenn ich verliebt war, habe ich beim ersten gemeinsamen Mal auf mehr geachtet.

Aber in diese eine Nacht, habe ich nicht großartig Wünsche mitgebracht, so habe ich dann doch mehr erleben dürfen, wo man sich kannte, vertraute etc.
Das war dann besser
 
  • #18
Vielleicht ist es aber so, dass ein Mann, mit dem du richtig heißen Sex haben kannst, ansonsten kein guter Partner für dich ist, weil er nicht zuverlässig und nicht vertrauenswürdig ist. Oder zumindest nicht so intellektuell, wie du es auch brauchst. Also, seine Ansicht war: Heißer Sex und Zuverlässigkeit/ sehr viel Reflexion passen nicht zusammen.
Als erstes stelle ich die wichtigste Frage, wie wird guter Sex von jedem einzelnen definiert, - meistens ist die Definition falsch und überwiegend nach dem Mainstream fremd konditioniert - und zweitens, wenn der Sex im Vordergrund steht, als treibende Kraft, dann ist der Sex ausschlaggebend für alle Kontakte mit den ableitenden Aktivitäten, es ist nicht die Liebe, es ist nicht der Geist, nicht die Geisteshaltung, nicht die Einstellung, nicht die "S" Werten, nicht der Charakter, nicht der Intellekt, nicht die Kommunikation! Ich erkenne dann keinen langfristigen Erfolg, sondern nur ein kurzes Spaß-Zeitfenster, das war's dann!
 
  • #19
Ich kann keinen Zusammenhang zwischen heißem Sex und Zuverlässigkeit, bzw. heißem Sex und Reflektiertheit/ Intellekt erkennen.

Mich persönlich interessieren ONSs und kurze Affairen allerdings nicht. Ist für mich langweilig. Habe ich ein Mal in meinem ausprobiert... Brauche ich nicht (mehr).

Daher habe ich fast nur mit intellektuellen, sehr selbst-reflektierten und zugleich sehr zuverlässigen Männern Erfahrung. Die anderen interessieren mich für eine Beziehung nicht.

Ich liebe es im Bett, wenn ein Mann kreativ, einfühlsam (muss ganz und gar nicht "kuscheln" bedeuten, kann gerne auch härtere Praktiken beinhalten) und wild (aus seinem animalen Instinkt heraus) vorgeht! In meinen vier - jeweils langjährigen - Beziehungen hatte/ habe ich das zum Glück.

Ich kann mir aber vorstellen, dass auch weniger intelligente, intellektuelle und/ oder wenig selbst-reflektierte Männer "heiß im Bett" sein können. Und auch unzuverlässige im Sinne von keine Beziehung Wollende. Unzuverlässige im Sinne von Unbemühte oder Egoistische eher nicht.
 
  • #20
Viele Leute haben solche Regeln. Nur sprechen sie sie nicht aus, da sie nicht schlecht ankommen wollen. Ich hatte früher auch nie Regeln, erst jetzt (siehe Theard Tipps Beziehungsanbahnung). Warum ich so wurde? Nun, habe vorher die Erfahrungen gesammelt und versuche schlau zu sein und zu lernen.
Es geht hier um Menschen, von denen jeder individuell ist. Wenn es viele sind, die Regeln haben, dann sind es eben viele, die mit Alltag und Veränderungen nicht mehr flexibel umgehen können. Das ist sicher auch ein gesellschaftliches Problem.
 
  • #21
Ich bin da irgendwie anderer Meinung. Ich habe mit meinem Freund heißen Sex und einen vertrauensvollen Partner an meiner Seite. Es kommt doch drauf an, was man daraus macht. Wenn ich mein Sexleben langweilig gestalte und nix neues ausprobiere, oder offen für neues bin, klar ist das dann langweilig bzw. nicht '🔥'.
Ich hatte mal was mit einem wirklich für mich heißen Kerl. Die ersten 5x war es aufregend, danach wurde es eintönig und immer das selbe. Irgendwann wurde er für mich langweilig.
Da habe ich jetzt in meiner Beziehung mehr Spaß.
 
  • #22
Hallo,

ich halte die These, dass guter oder schlechter Sex vom Intellekt abhängig wäre, für Unsinn.
Weder "fickt Dumm gut", noch sind Intellektuelle grundsätzlich "verkopft", oder umgekehrt.
Dass jene, die ihre Sexualität nicht annehmen könnten, nicht intelligent genug wären, halte ich für Unsinn. Es fließen wie immer die unterschiedlichsten Prägungen ein, welche die unterschiedlichsten Persönlichkeiten formen. Das ist so bunt und individuell, wie die Artenvielfalt.
Deshalb ist "guter" also leidenschaftlicher Sex nicht zwingend mit Zuverlässigkeit verbunden.
Es kann auch jemand sehr umtriebig sein und dennoch kein beliebter Sexualpartner sein.

Viel Testosteron -> Viel Leidenschaft (stürmisch) -> bedeutet nicht zwangsweise, dass die Frau das auch letztlich als gut empfindet, wie das technisch umgesetzt wird.
Das wäre mir neu. Im Gegenteil waren gerade dort der religiöse Anstand, sowie Erbfolge meist besonders wichtig. Auch wenn es natürlich unzählige Geschichten über wilde Gelage gibt.
Das Zuchtbuch und die Reinheit, durften über Generationen nicht "beschmutzt" werden. Zumindest nicht offiziell.
Zudem geht es hier um "guten Sex". Wie "gut" der jeweilige Adelige im Bett war, lässt sich wohl empirisch nicht erfassen.
womit die Ausgangsthese empirisch wieder legt ist
Mit einer zweiten Behauptung kann man keine These widerlegen.
Zudem fehlen wohl jegliche Daten. Wenn du dich auf deine persönlichen Erfahrungen berufst, wäre das bestenfalls hermeneutisch.

Also bei meinen Partnern waren Zuverlässigkeit und sexuelle Fähigkeiten recht ausgeglichen.
Ich sehe da keinen Zusammenhang.
Im Übrigen kann Leidenschaft auch bedeuten immer wieder den/die selbe Partner/in zu beglücken. Daraus kann man sogar einen besonderen Reiz ziehen, wenn man es eben entsprechend drauf hat.
Nicht für jeden ist der "unbekannte" Sexualpartner der größte Kick. Der Spannungsbogen, bis es dann zum Sex kommt, wäre dann theoretisch sehr kurz und nicht sehr ausgeprägt, im Gegensatz zur langsamen und reizvollen Annäherung über Tage.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #23
Vielleicht ist gerade das ein Merkmal schlichter Gemüter, die eigene Sexualität nicht annehmen zu können und eine mutmaßliche gesellschaftliche Konditionierung gegen sie unreflektiert zu eigen zu machen.
Ich kann dir versichern, mir fallen spontan mehrere Dutzend Menschen ein, die sehr einfach gestrickt sind und für die Sex das Größte ist.
Du bist ein sprachlich gewandter Mensch und wirst unabhängig von sexuellen Komponenten vorsortieren.


Also, seine Ansicht war: Heißer Sex und Zuverlässigkeit/ sehr viel Reflexion passen nicht zusammen
Für mich sind diese Begriffe auch sehr wirr zusammen gestellt und in keinem Zusammenhang zu sehen.
Das meine ich nicht mit "heißen Sex". Ich meine unverklemmten leidenschaftlichen Sex, sicherlich auch mal etwas wilder, aber keine außergewöhnlichen Praktiken. Klar, oral auch, beiderseits.
Keine Bange. Mit einer Portion gegenseitiger Begeisterung und Mut klappt genau das wunderbar.
Sogar die Liebe darf sich da anschließen und macht es sogar noch besser.
 
  • #24
Dies habe ich nur einmal vollkommen als Highlight erlebt, und ich hatte einige Beziehungen. Das Geheimnis? Gegenseitige tiefe Liebe, hohe Moral und Wertvorstellungen generell im Leben, absolute Treue, Vertrauen. Da kann man sein Innerstes oeffnen und ganz sich selber sein. Wir waren wie gleichgeschaltet- der einzige Mann, bei dem bisher Kuessen, Vorspiel und so weiter einfach fuer mich total stimmte.
Das Rundum- Wohlfuehlpaket hatte nichts mit Schichtdenken oder Intelligenz zu tun. Sondern extrem mit Gefuehlen.
 
  • #25
Dies habe ich nur einmal vollkommen als Highlight erlebt, und ich hatte einige Beziehungen. Das Geheimnis? Gegenseitige tiefe Liebe, hohe Moral und Wertvorstellungen generell im Leben, absolute Treue, Vertrauen. Da kann man sein Innerstes oeffnen und ganz sich selber sein. Wir waren wie gleichgeschaltet- der einzige Mann, bei dem bisher Kuessen, Vorspiel und so weiter einfach fuer mich total stimmte.
Das Rundum- Wohlfuehlpaket hatte nichts mit Schichtdenken oder Intelligenz zu tun. Sondern extrem mit Gefuehlen.
Ich habe es einige Male so erlebt wie Du, Narandu. Und ich teile Deine Ansicht dazu. Wie schade, dass dieses Geheimnis - wie Du es nennst - so wenige Männer kennen oder leben wollen.
In meinem Fall waren es tatsächlich Männer, die erfolgreich im Beruf waren und die ihr Privatleben im Griff hatten.
 
  • #26
Wie schade, dass dieses Geheimnis - wie Du es nennst - so wenige Männer kennen oder leben wollen.
Vielleicht weil wir das eben anders fühlen ?
Manchmal kommt es, bei aller Liebe und tiefstem gegenseitigem Verständnis, auch mal einfach darauf an, dass die Sache geil ist und Spaß macht.
Klar ist auch ein" inniges Verschemelzen" immer mal wieder schön aber auf Dauer reicht mir das nicht...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #27
Äh, mit Verlaub, @Kirovets, Deine Antwort zeigt, dass Du leider so gar nicht verstanden hast, was @Narandu oder @Ostseestern tatsächlich meinten. Das eine schließt doch das andere nicht aus! So wie Du es beschreibst, klingt es für mich eindeutig danach, dass Du „trennst“ ... und zwar in Deinen schnellen Spaß und dann eben, der Partnerin zuliebe, die langsame (langweilige) Variante. Ich würde mal behaupten, da ist noch viel Luft nach oben bei Dir😉
Sex mit einem relativ Unbekannten kann befriedigend sein, aber persönlich kann ich nur das unterschreiben, was @Narandu schon formulierte. Und in solch einer Konstellation kann es dann sehr viel Spaß und Innovationen geben, keine Ahnung, warum so viele das gleich mit Kuschelsex verbinden?!
 
  • #28
Die Frage ist nicht unberechtigt. Ja, ich glaube, das ist enorm selten, denn die meisten Menschen kriegen gerade so eines auf die Reihe, aber nicht zwei Sachen. So viele Supermenschen gibt es nur selten.

Wenn ein Mensch sich gerne weiterentwickelt und offen für den Partner ist, bzw. Spaß am gutem Sex hat, dann wird er automatisch daran arbeiten. Problem: Intellektuelle Menschen sind sehr häufig genussfeindlich, auch im Bett.

Pornosex würde ich aber nicht unbedingt erwarten, denn dafür muss man auch den Geist gewissermaßen ausschalten und abschalten können.

Bei Menschen die sagen, "ich will so bleiben wie ich bin" ... vergiss es. Genauso bei Dauersingles. Sexuelle Intelligenz muss gepflegt werden und man muss Spaß zusammen haben. Das ist für viele solcher Menschen schwer zu begreifen oder kommt von vornerein gar nicht in die Tüte.

Unmöglich ist es aber nicht.
 
  • #29
Problem: Intellektuelle Menschen sind sehr häufig genussfeindlich, auch im Bett.
Das ist nun doch ein zu krasses Vorurteil. Ich würde eher sagen, dass Kopfmenschen den Kopf schlecht ausschalten können, und deswegen vielleicht zu viel reflektieren und beobachten, anstatt einfach wild loszulegen (was für Sex wohl tendenziell gut ist).
Der Begriff „Pornosex“ erschließt sich mir in dem Zusammenhang aber nicht ganz - das ist doch eher so eine Reihe von Übungen und Positionen, die abgearbeitet werden … nicht sehr lustvoll.
Was da wahrscheinlich oft bzw vielen dazwischenkommt, sind andere Partnerschaftsprobleme oder eigene innere Baustellen (Unsicherheit, sich beweisen wollen, Enttäuschungen durch Zurückweisung etc). Wenn das zu sehr präsent ist, kann sich die sexuelle Intelligenz nicht entwickeln bzw. entwickelt sich dann nur als Mittel für andere Zwecke.
 
  • #30
Problem: Intellektuelle Menschen sind sehr häufig genussfeindlich, auch im Bett.
Blödsinn. Ich frage mich, wie man zu solchen Aussagen kommt.
Pornosex würde ich aber nicht unbedingt erwarten, denn dafür muss man auch den Geist gewissermaßen ausschalten und abschalten können.
Aja weshalb muss man da den Geist ausschalten? Ist das ein ähnliches Problem, wie du es in einem anderen Thread nanntest, dass man beim Sex auch etwas "aushalten" müsse. Zum Beispiel bestimmte Gerüche....?
Ich denke, das ist wirklich ein sehr individuelles Problem., welches du nicht anderen Menschen andichten solltest.
Bei Menschen die sagen, "ich will so bleiben wie ich bin" ... vergiss es.
Wie meinen?
Was ist mit denen?
Wie kommst du zu solchen Aussagen?
 
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