• #1

Patchwork, Expartner & Festtage

Ich bin geschieden und habe 2 Kinder die vorwiegend bei mir wohnen (aus erster Ehe). Ich bin nun seit bald einem Jahr in einer neuen Partnerschaft mit einem Mann der nicht verheiratet war, jedoch ein Kind aus der ehemaligen Partnerschaft hat. Ich bin seit bald einem Jahr getrennt und er seit bald 3 Jahren. Unsere Kinder sind 11, 9 (meine) und 4.5 (seine). Wir wohnen beide immer noch getrennt, faktisch aber zusammen. Eigentlich läuft das ganze gar nicht schlecht. Mit den ehemaligen Partnern haben wir so unsere Differenzen, jedoch auf dem aufsteigenden Ast. Er betreut seine Kleine jedes 2. Wochenende und in der Regel noch einmal unter der Woche. Die Kinder verstehen sich gut und wir uns auch mit den Kindern.

Nun zu der Fragestellung: Mein Partner hat vor unserer Beziehung die Weihnachtstage mit seiner Ex und seiner Tochter verbracht (ein Tag mit ihren Eltern und einen Tag mit seiner Mutter). Nun kam vor kurzem von ihr die Frage, ob er immer noch gedenkt so zu feiern oder ob sich das jetzt mit mir verändert hat. Ich bin hiermit nicht einverstanden und habe einen Kompromiss vorgeschlagen. Mein Gegenvorschlag war: Ein Weihnachtstag (sie kann wählen) feiert er mit ihr und ihren Eltern und ein Tag feiert er (idealerweise mit seiner Tochter) mit uns und seiner Mutter. Er findet den Vorschlag fair hat ihn leider jedoch immer noch nicht mir ihr besprochen.

Nun ganz ehrlich gesagt bin ich nun etwas irritiert was wirklich richtig ist und glaube, dass sie nicht einverstanden sein wird und ihm auch die Tochter für den 2. Tag nicht geben wird. Nach einer Diskussion mit einer Kollegin (die auch in einer Patchworkfamilie lebt) bin ich mir unsicher was nun am besten für uns und die Kinder ist. Gemäss ihrer Meinung hat man sich für eine Trennung entschieden und muss den Kindern keine falsche Harmonie vorleben. Zudem findet sie haben die Kinder so nur falsche Hoffnungen. Ich bin mir nun gerade unsicher. Was für mich sicher nicht stimmt, ist dass er zwei mal mit ihr feiert und uns nicht miteinbezieht. Klar sehe ich auch nicht gerne das er mit ihr und ihren Eltern feiert als wäre die Beziehung immer noch aktuell aber ich denke um einen Kompromiss komme ich hier nicht rum, zumal für sie klar ist, dass sie beide immer noch beide Tage zusammenfeiern.

So noch ergänzend; sie lebt ebenfalls in einer neuen Beziehung(er hat keine Kinder) ist aber immer noch auf meinen Partner fixiert. Was meint ihr. Wie würdet ihr die Situation lösen?
 
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  • #2
Du machst jetzt schon Stress wegen Weihnachten? Autsch....
Die Lösung:
Indem du dir klar machst, daß du nicht der Mittelpunkt des Universums bist. Du hast warmgewechselt mit Kindern, und daß das ganze kompliziert wird, war dir doch klar, oder?
Es geht nicht um dich. Es geht um die Kinder, denen ihr enorm viel zugemutet habt. Wenn du damit nicht zurecht kommst, suchst du dir einen Mann ohne Kind. Du klingst unglaublich unflexibel und intolerant, eine richtige Dramaqueen....
 
  • #3
Als der Sohn meines Lebensgefährten noch klein war, haben wir es so gehandhabt, daß er einen der Weihnachtstage bei uns verbracht hat.
So kenne ich es aus dem Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis auch.
Hätte mein Partner einen Teil der Festtage mit Ex und Ex-Schwiegermutter verbringen wollen, wäre mir das - ehrlich gesagt - doch etwas seltsam vorgekommen.

w,51
 
  • #4
Puh, was für ein Patchwork-Kuddelmuddel... da muß man erst mal durchblicken... o_O

Also, ich bin (leider!) selbst in einer sogenannten Patchwork-Familie groß geworden, und würde es so handhaben, dass ich eine klare Struktur in das Ganze bringe, und gebe von daher Deiner Kollegin Recht.Ich würde an Eurer Stelle so feiern, wie EURE Familie (also, Dein jetztiger Freund + Eure daheim bei Euch lebenden Kinder) feiern möchte, und das künftig zu tun gedenkt.Die nicht bei Euch lebenden Kinder würde ich einladen, dazu zu kommen.Dann könnt Ihr alle zusammen und mit allen Kindern Weihnachten feiern.
 
  • #5
Nach meinem Gefühl sollte nur die aktuelle Familie zusammen feiern. Also die Exfrau mit ihrem Kind und ihrem Freund zu den Exschwiegereltern gehen. Am nächsten Tag geht dein Mann mit dir und seinem Kind zu seinen Eltern.
 
  • #6
Ich sehe das wie #4.
Was macht der aktuelle Partner der Ex? Wie wird er mit eingebunden?
 
G

Ga_ui

  • #7
Wenn ich eins gelernt habe, dann ist das, solange die Ex-Partner noch was im Leben des Partners zu melden haben, dann hat man keine vernünftige Beziehung! Die Ex ist auf deinen Partner fixiert und dein neuer Partner kann nicht für sich entscheiden, dass er die Zeit lieber mit dir/euch verbringen will. Keine gute Basis und zwecklos. Überlege, ob du dir das die nächsten 10 Jahre antun willst.

Nein, ich finde nicht, dass der Vater überall auf allen Hochzeiten tanzen muss an Weihnachten. Entweder gehört er zu dir mit deinen Kindern und die Tochter ist gerne eingeladen, BEI euch zu feiern (so lange und so oft sie will), oder der Mann nabelt sich von dir/euch ab und spielt auf heile Familie bei der anderen Gesellschaft. Dann weißt du ja über euer Verhältnis bescheit.

Mit gesundem Menschenverstand wüsste er, wohin er gehört.

Alternative 2: die Ex/Mutter feiert mit ihrer Tochter allein. Und dein Partner feiert mit dir allein. Also jeder getrennt. Ist wohl kein Weltuntergang. Viele Väter sind an Weihnachten nicht zu Hause, einige müssen sogar arbeiten.
 
  • #8
Bei uns ist es noch ein bißchen schwieriger, weil ich selbst geschiedene Eltern habe. Somit gilt es, drei Großelternpaare zufriedenzustellen.
Nun, Weihnachten hat ja drei Tage.

An Heiligabend gehe ich mit meiner Tochter ( sie lebte bei mir ) zu meinem Vater ( inzwischen im Heim ) und meiner Stiefmutter ( bei ihnen bin ich aufgewachsen ).
Mein Exmann gammelt im Bett rum.
Mein jetziger Freund geht zu seinen Eltern, wir hatten aber auch erst ein Weihnachten zusammen, mal sehen, ob es dieses Jahr anders wird.
Am 1. Weihnachtsfeiertag gehe ich mit meiner Tochter zu meiner leiblichen Mutter und ihrem Mann.
Mein Ex gammelt im Bett rum.
Mein Freund kommt mit.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag geht meine Tochter mit meinem Ex zu dessen Eltern. Er gammelt dort im Bett rum.
Ich gehe mit meinem Freund zu dessen Eltern. Das war letztes Jahr. Davor blieb ich allein zu hause.

In den Jahren, als meine Tochter ein Kind war, gab es mit meinem Ex immer eine Meinungsverschiedenheit, wer sie an Heiligabend 'bekommt'.
Ich habe aber immer darauf bestanden, dass sie zu uns kommt, denn hier war ihr Lebensmittelpunkt, mein Ex hatte mit Weihnachten ohnehin nichts am Hut ( auch nie ein Geschenk für sie ) und er lag auch nur im Bett.

Also, kompliziert war das nie, aber es ging ja auch nur um ein Kind.

w 48
 
  • #9
Mein Gegenvorschlag war: Ein Weihnachtstag (sie kann wählen) feiert er mit ihr und ihren Eltern und ein Tag feiert er (idealerweise mit seiner Tochter) mit uns und seiner Mutter. Er findet den Vorschlag fair hat ihn leider jedoch immer noch nicht mir ihr besprochen.
Liebe "Winner",
ich finde Deinen Vorschlag richtig und fair. So halte ich es mit meiner Tochter auch, sie ist Heiligabend mit ihrem Vater in der Kirche, kommt dann aber Abends zu mir zurück. Wir verbringen (meine Tochter und ich) den 1. Weihnachtstag kuschelig zusammen und am 2. Weihnachtstag ist sie in der Regel bei ihrem Vater. Kleine Änderungen wegen Urlaub oder so werden voher miteinander abgesprochen.

Nun zu Deinem Thema:
ich habe mal Deinen Text zum Gegenvorschlag hier hineinkopiert. Fällt Dir was auf? (er findet den Vorschlag fair, hat ihn aber leider noch nicht mit ihr besprochen).
Was machst Du für ein Faß auf, noch bevor Du weißt wie sie reagieren wird? Irgendjemand hier hat was von Dramaqueen geschrieben. Daran kann ich mich nur anschließen. Klärt das doch erst mit der Mutter, vielleicht mag sie es ja auch ganz gern, einen ganzen Tag mit ihrem (kinderlosen) Partner zu verbringen? Oder will bereis ab 2. Weihnachtstag in Urlaub fahren, oder oder.

Frohe Weihnachten schon einmal ! (in 3,5 Monaten :) )
 
  • #10
Zu meiner Verteidigung,von wegen Dramaqueen...die Frage kam von seiner ex per sms und naemlich dass sie davon ausgehe dass sie immer noch alle weihnachtstage gemeinsam verbringen..er hat auf die sms (ca vor 4 wochen) nie geantwortet.ich habe gesagt dass ich nicht einverstanden bin dass er nur mit ihr feiert und ich den oben erwaehnten kompromiss vorschlage
 
  • #11
Herrje, jetzt schon Stress wegen Weihnachten, du bist nicht zu beneiden.

Wie bereits von anderen hier geschrieben, ist es die sinnvollste Lösung entsprechend der realen Tatsachen zu feiern. Sie mit dem Kind in ihrer Familie und er (oder ihr) mit seinem Kind im Rahmen seiner (und deiner) Familie. Alles andere ist sehr befremdlich.
 
  • #12
Hallo winner,
das ist sicherlich eine schwierige Situation. Aber wie stellt sich dein Freund und seine EX das vor? Und wie ist es um das Kindeswohl bestellt? Seine Kleine hat bisher Weihnachten mit ihren Eltern verbracht. Der Vater der Kleinen sieht sie nur alle zwei Wochen, also summa summarum 4-5 Tage im Monat. Das ist für beide nicht viel. Weihnachten ist ein besonderes Fest für Kinder und ich finde es schön und bemerkenswert, dass er sich hier nicht beleidigt abkapselt, sondern trotz der Trennung integriert. Das tut dem Kind auf jeden Fall gut. Hier geht es nicht darum, familiäre Harmonie vorzugauckeln, denn Kinder begreifen mehr als Erwachsene denken. Denn nach dem Weihnachtsfest ist ihr Papa wie gewohnt wieder nur alle zwei Wochen für sie da. Und sie begreift das. Und ich bin mir sicher, dass sie die zwei Weihnachtstage mit ihren Eltern genießt.
Ihr seid erst fast ein Jahr zusammen, lebt noch nicht in einer Wohnung gemeinsam (also eigentlich nur faktisch, nicht offiziell). Ist es vielleicht nicht etwas zu früh, gleich eine Neuordnung zu diktieren? Sind es nicht vielleicht nur Besitzansprüche , die du glaubst zu haben...und Eifersucht? Letztendlich bist du doch nur seine Freundin. Vielleicht willst du auch mehr und versucht ihn unter Druck zu setzen.
Alles Gute
 
  • #13
Eigentlich kann man es hier niemandem recht machen. Wenn die FS drei Wochen vor Weihnachten gefragt hätte, hieße es, warum machst du dir jetzt erst Gedanken, du weißt doch, dass Weihnachten am 24.12. ist. Schlimm, schlimm.
FS, du bist keine Drama Queen. Ich finde deine Lösung gut. Habe selbst drei "Kinder" (15, 19, 21), zwei leben beim Vater, Tochter bei mir und neuem Partner. Wir feiern alle zusammen Weihnachten und das seit 4 Jahren, fertig. Geht auch. Lieben Gruß.