• #241
Es kann sein dass es gerade unglücklich daran zerbricht dass jeder von uns momentan für seine Ableger sorgen muss… ich möchte es aber nicht schlecht reden.
Es überzeugt mich persönlich nicht, was ich da jetzt lese. Für mich ist es irgendwie nur schön und paasend im Nachhinein geredet, um die Konfliktsituation nicht zu sehr zu bestärken. Sei mir bitte nicht böse, wenn ich sage, wenn es echt in der Liebe passen würde, gäbe es diesen Thread garantiert nicht!
 
  • #242
Es kann sein dass es gerade unglücklich daran zerbricht dass jeder von uns momentan für seine Ableger sorgen muss…
Hm? Das versteh ich nicht. Wieso sollte es deswegen gleich zerbrechen? Ich meine, reduzieren wir es doch mal auf das Kernproblem:

Da ist ein Paar, was zusammenziehen möchte. Beide haben jeweils Kinder, zu deren Unterhalt sie verpflichtet sind. Es gibt unterschiedliche Vorstellungen über die künftige finanzielle Lastenverteilung, welche offenbar aktuell nicht gelöst werden können, weil einer oder beide nicht von ihrem Standpunkt abrücken. Ergo: Dann zieht doch einfach nicht zusammen. Problem gelöst. Alles bleibt beim alten. Wo zerbricht hier irgendwas? Ihr MÜSST doch nicht zusammenziehen.

Wenn der Aufenthalt deines Partners und dessen Kindern Mehrkosten in deinem aktuellen Haushalt verursacht, hat er sie auszugleichen in irgendeiner - zwischen euch verabredeten Form.

Problem gelöst.
 
  • #243
in der Zeit der lockdowns und Homeoffice letztes Jahr überwiegend zu viert, aber auch oft zu sechst mit den Kindern meines Lebensgefährten oder noch zusätzlich mit Freunden der Kids. Es wurde hier täglich viel mit vielen Leuten „gelebt“ - gekocht, gebacken, geduscht, Wäsche gewaschen. War auch gut so, wir sind emotional sehr gut durch die Zeit gekommen.
Und warum muss das alles bei Dir stattfinden, wenn Du Dir das finanziell garnicht leisten kannst?

Ja, es ist geplant dass sie einen Nebenjob annimmt - da es aber wegen dem besonderen Studiengang ein anderes Land (mit Fremdsprache) ist, und sie sich da erst zurecht finden soll, hat sie ein paar Monate Zeit von uns eingeräumt bekommen bis sie selber Geld dazu verdienen muss. Schlimm?? Ich habe doch an niemanden die Erwartung dass er es ausgleicht.
Nicht schlimm, aber vielleicht unnötig - insbesondere, wenn Du Dir das ofensichtlich garnicht leisten kannst. Man kann auch ohne supadupa zu was kommen im Leben und besser die jungen Leute lernen früh, dass die Eltern sich nicht alles leisten können, denn es kommen noch lausige Zeiten auf sie zu.

passen im Alltag und in unseren Werten gut zusammen
Ja, ihr habt beide den Hang über eure Verhältnisse zu leben und merkt das erst wenn ihr Probleme bekommt.

sind vom Charakter her im Umgang miteinander überhaupt nicht kleinlich.
Nee, erst wenn die Not euch treibt wird es kleinlich und dann ad hoc so richtig.

Weil sie erkennt, dass sie zusammen keinen Konflikt gelöst bekommen. Das Leben besteht nun mal nicht nur aus lieben und lachen, wenn man selber derartig über seine Verhältnisse lebt und das seinem Nachwuchs ebenso beibringt, es dann auch noch finanzieren muss.
Ihr jüngstes Kind zieht auch aus, d.h. 600 € Unterhalt entfallen, gleichzeitig erwartet diese Kind auch Sponsoring in der höhe wie die Schwester - und warum auch nciht.
 
  • #244
Dann zieht doch einfach nicht zusammen. Problem gelöst. Alles bleibt beim alten. Wo zerbricht hier irgendwas? Ihr MÜSST doch nicht zusammenziehen.
Nein so einfach geht das nicht, es geht um Gefühle, es geht nicht um Kopfdenken!
Wenn der Aufenthalt deines Partners und dessen Kindern Mehrkosten in deinem aktuellen Haushalt verursacht, hat er sie auszugleichen in irgendeiner - zwischen euch verabredeten Form.
Problem gelöst.
Das Problem ist auch somit nicht gelöst, das Problem ist erst dann gelöst, wenn sie diesbezüglich den Kontakt brechen, da er nicht stimmig ist! Die Gefühle klären und bereinigen Beziehungen, nicht der Sachverstand!
 
  • #245
Ich halte nichts davon, wenn Kinder alles in den Rachen von den Eltern geschoben bekommen, sie lernen nicht Selbstverantwortung und Selbstfürsorge zu leben!
 
  • #246
Ich finde deine Tochter erhält zu viel Unterstützung. Im Ausland studieren muss sie sich auch leisten können . Sie sollte schnell eine günstigere Wohnung oder WG finden . Ich finde das in Ordnung wenn man seine Kinder realistisch unterstützt . Mein Sohn würde auch gerne in den USA studieren , kann ich mir aber nicht leisten . Eigentlich kann ich mir nur Studiengebühren in den Niederlanden leisten . Er wird jetzt in Deutschlanf bleiben . Wenn dein Partner 300 Eueo verraucht bedeutet das mehr als eine Schachtel am Tag . Auch extrem .
Ihr könntet auch sehr günstig im September Urlaub machen mit Billigflug und kleiner Pension am Meer. Oder Jugendherberge , ist aber gar nicht mal so billig . Wenn er etwas Geld zur Verfügung hat . Sonst geht das natürlich auch nicht . Ich denke am besten funktioniert eine Beziehung wenn man Inder Lage ist Probleme gemeinsam zu lösen. Zieht nicht zusammen . Lass ihn homeoffice bei sich machen . Sehr einfach . Für dich anscheinend nicht .
 
  • #247
Warum vier Haushalte?

Heißt das, dass sein älteres Kind jetzt wegen seiner Ausbildung in eine eigene Wohnung zieht?
Und er dort ebenfalls die Miete übernimmt - so wie du es mit deiner Tochter machst?
Momentan sind es doch vier Haushalte.

Seine zwei Kinder die bei der Mutter leben, seine Wohnung, mein Haus und das Studio meiner Tochter.

Meiner Tochter zahle ich momentan 700 Euro Unterhalt, die verwendet sie für die Miete im Studium. Wenn sie in kürze Geld dazu verdient, reduziert sich mein Unterhalt.

Mein Partner zahlt für seine beiden Kinder 1550 Euro und zwar direkt an die Mutter und ohne Abzug des anteiligen Kindergeldes und des Ausbildungsgehalts des volljährigen Kindes und somit freiwillig ca 900 Euro mehr als es gesetzlich vorgesehen ist.
Ihr jüngstes Kind zieht auch aus, d.h. 600 € Unterhalt entfallen, gleichzeitig erwartet diese Kind auch Sponsoring in der höhe wie die Schwester - und warum auch nciht.
Wenn sie für ein Studium wegziehen muss dann erwartet sie kein „Sponsoring“ sondern wird natürlich auch Unterhalt von ihrem Vater und mir bekommen. Würde sie aber auch anteilig bekommen wenn sie in Ausbildung ist und zuhause wohnt.

Und wenn alle ausziehen kann mir dann langsam Gedanken machen ob ich alleine noch im großen Haus wohnen bleiben möchte oder mich anders sortiere.
 
  • #248
An diesem Thread wird mir die soziale Ungerechtigkeit wieder bewußt.
Solche Beträge hätte ich meinem Kind niemals hinterher geworfen.

Das scheint in diesen Kreisen jedoch normal zu sein.

Und 300,- € mtl. für Zigaretten...
3600,- € im Jahr ausschließlich für Destruktivität...
krasse Sucht.
Hat der Mann denn gar keine Ahnung von den Folgen?
In einen solchen Mann könnte ich mich nie verlieben, geschweige denn, mit ihm leben.
 
  • #249
Ähm, ich traue es mich kaum zu sagen, sie bekommt das Studio von mir mit 700 Euro bezahlt, plus das Kindergeld, und sogar noch Unterhalt von ihrem Dad zum Leben.
Als Dein Partner könnte man auf die Idee kommen, dass Du Deine Tochter überversorgst…🤔
Ja, es ist geplant dass sie einen Nebenjob annimmt - da es aber wegen dem besonderen Studiengang ein anderes Land (mit Fremdsprache) ist, und sie sich da erst zurecht finden soll, hat sie ein paar Monate Zeit von uns eingeräumt bekommen bis sie selber Geld dazu verdienen muss.
Aber natürlich gibt es dafür gute Begründungen.😉
Schlimm?? Ich habe doch an niemanden die Erwartung dass er es ausgleicht.
Schlimm könnte es nur sein, wenn man an andere nicht die gleichen Maßstäbe anlegt wie an sich selbst…
 
  • #250
Habe ich. Wir waren hier einfach auch viele Leute - in der Zeit der lockdowns und Homeoffice letztes Jahr überwiegend zu viert, aber auch oft zu sechst mit den Kindern meines Lebensgefährten oder noch zusätzlich mit Freunden der Kids. Es wurde hier täglich viel mit vielen Leuten „gelebt“ - gekocht, gebacken, geduscht, Wäsche gewaschen. War auch gut so, wir sind emotional sehr gut durch die Zeit gekommen.
Die vier waren dann eher auch Deine beiden Kinder und deren Freunde? Kannst Du dann die dadurch erhöhten Kosten einfach ihm anlasten und als übliche Nebenkosten ansetzen?

Irgendwie past ihr gut zusammen, weil ihr beide eure Kinder über das normale Maß hinaus unterstützt. Ich denke, ihr werdet einen Weg finden, eurer Beziehung einen angemessenen Stellenwert zukommen zu lassen, wenn die Beziehung grundsätzlich gut läuft. Und in zwei Jahren, in fünf erst recht, sieht die finanziell Situation ja ganz anders aus.
 
  • #251
Es kann sein dass es gerade unglücklich daran zerbricht dass jeder von uns momentan für seine Ableger sorgen muss…
Vielleicht sollte man das Pferd von hinten aufzäumen .......

Was ich damit meine:
Momentan dreht sich die Diskussion quasi nur ums Geld. Ich kann mir vorstellen, dass ihn diese Diskussion an seine Ex erinnert - mit der er sich auch nicht anlegen will.

Also sollte das Hauptthema sein, was die Zukunft bringen soll.
Nicht das Geld für den Urlaub - der Urlaub selber ......
Nicht das Hausgeld - sondern ein gemütliches Zuhause.....

Von hinten durch die Brust ins Auge - er muss selbst Lust darauf bekommen, mehr Geld für die Zukunft mit dir zur Verfügung zu haben. Dann raucht er weniger, vermindert den monatlichen Beitrag der Versicherung, lässt den Unterhalt neu berechnen. Und du hilfst ihm beim Kochen, damit er nicht mit den Kindern, sondern mit dir zum Essen geht

Ein sinnvoller Denkanstoss ? Musst du entscheiden ......
 
  • #252
Ich habe die 9 Seiten heute überflogen und kann das ein oder andere übersehen oder falsch verstanden haben.

Mir scheint da ein Denkfehler vorzuliegen. Dass er weiter seine Wohnung behalten kann ohne seine Ausgaben zu reduzieren, dürfte nicht funktionieren.

Es ist doch sicherlich auch deinem Partner klar, dass man für die selbst verursachten Kosten auch aufzukommen hat. D.h. dass du bisher aus Liebe zu ihm sehr großzügig warst und seine bei dir verursachten Nebenkosten übernommen hast und er damit entweder seinen Lebensstil (Rauchen, Gastronomie) bestreiten oder seine Kinder großzügig mit Geld beschenken konnte. Warum solltest du das weiter tun? Insofern kann man das als Querfinanzierung betrachten.

Aus meiner Sicht ist klar, dass er die zukünftig selbst bezahlen muss. Bei einem 3-Personen-Haushalt wohl +/- 1/3. Ich meine aktuell etwa 300 €? Will er weiterhin seine Wohnung behalten, müsste er irgendwo dieses Geld einsparen. Ich bezweifle auch, dass seine 700 € Warmmiete im nächsten Jahr unverändert bleibt. Würdest du dich von ihm trennen, hätte er auch höhere Nebenkosten in seiner Wohnung. Auch da müsste er irgendwo reduzieren.

Aus meiner Sicht würde bei einem Zusammenzug ein fairer Ausgleich aus einer fiktiven Kaltmiete (Abnutzung-, Erhaltungskosten und Reparaturen sind inkludiert), den jährlich neu zu kalkulierenden Nebenkosten sowie den zusätzlichen Lebenshaltungskosten bestehen.

Die Kaltmiete kann man über ca. 1/3 der Wohnfläche multipliziert mit der ortsüblichen m2-Miete ermitteln. Vermutlich wird das dann ganz unschön für ihn. Aber das wäre mal eine Basis über die man diskutieren könnte.

Fast alle Menschen denken, dass sie im Recht sind. "Willst du Recht haben oder glücklich sein? Beides gleichzeitig geht nicht!" Lord Marshal.

Ansonsten würde ich dir noch eine Geschichte mit auf den Weg geben. Als ich als Kleinkind Fahrrad fahren lernte, nahm mir ein Auto die Vorfahrt. Aufgeregt erzählte ich meinem Vater, dass ich recht hatte und das nächste Mal einfach weiter fahren würde. Mein Vater zog die Augenbrauen hoch und meinte, dann würden sie wohl auf mein Grabstein schreiben "Heini - er war im Recht".
 
  • #253
Ich denke das Problem ist dass dein Partner keine weitere Verantwortung mehr in seinem Leben möchte . Dazu passt das Zusammenziehen aber nicht , denn es ist ein Stück mehr Verbindlichkeit und geht mit gemeinsamer Verantwortung einher . Daher muss er entweder Verantwortung übernehmen oder in seiner Wohnung bleiben und dein Haus wirklich nur als Besucher nutzen . Warum kannst du ihm das nicht klar machen ? Geht sonst vielleicht mal zur Paarberatung, bei kirchlichen Trägern ist das umsonst. Die eigentliche Frage lautet wie meistens : Wie wichtig bist du ihm und wie wichtig ist ihm die Beziehung ?
 
  • #254
Ein sinnvoller Denkanstoss ? Musst du entscheiden
Das ist zauberhaft, Danke Dir!! Ich würde mir sehr wünschen dass es mir gelingt in ihm diese Sichtweise zu wecken… muss noch in mich gehen und überlegen wie genau.


Fast alle Menschen denken, dass sie im Recht sind. "Willst du Recht haben oder glücklich sein? Beides gleichzeitig geht nicht!" Lord Marshal.
Dankeschön für Deinen Beitrag und die Geschichte dazu.

Wenn ich mich entscheiden muss, möchte ich lieber glücklich sein als recht haben ;-)
Schlimm könnte es nur sein, wenn man an andere nicht die gleichen Maßstäbe anlegt wie an sich selbst…

Naja, ich habe die Entscheidung sehr bewusst getroffen meinen Kindern ein vernünftiges Studium zu ermöglichen. Ich finde es ist eine gute Investition in ihre Zukunft - aber das ist MEINE Investition, und ich kann nicht erwarten dass jemand dafür meine Lebenshaltungskosten übernimmt.


Überhaupt von Herzen einen ganz ganz lieben Dank an euch alle fürs Schreiben und für Euere Zeit und Gedanken.
 
  • #255
Nein, du hast nur einen nicht passenden Partner an deiner Seite - wobei Partner wäre auch der falsche Begriff für ihn, denn sonderlich partnerschaftlich verhält er sich nicht.

Du merkst ja gerade selbst, dass beim Thema Zusammenzug dir bewusst wird, dass du mit ihm eine so enge Beziehung nicht wollen würdest. Zumindest nicht unter den Konditionen, die er dir anbietet. Also würde ich die ausschlagen und ihm klar sagen, unter welchen Bedingungen das für dich vorstellbar wäre.

Nein ist ein tolles Wörtchen, was leider zu selten benutzt wird in Beziehungen.

Wenn er dir da nicht entgegenkommen mag, dann kannst du die Beziehung entweder einfach so weiterlaufen lassen, oder du entscheidest dich für den Cut, um nach einem Mann Ausschau zu halten, der mehr deinen Vorstellungen entspricht ( wenn dir das Leben unter einem Dach so wichtig ist ).

Aber verfalle nicht ins Nörgeln. Denn das würde bedeuten, dass du die Verantwortung für dich an ihn abtrittst. Er muss nichts ändern, wenn er nicht mag. Aber du musst das eben auch nichts akzeptieren, was dir nicht guttut.


Kompromisse sind ja schön und gut, aber bitte nur da, wo es nicht weh tut. Alles andere führt doch eh zum schleichenden Tod einer Beziehung, weil man sich eben doch ärgern wird darüber einen faulen Kompromiss eingegangen zu sein und dann mal gerne dazu neigt, dem Anderen vorzuhalten, was man ja so für ihn getan hat.

Werde dir bewusst, was und wie du es möchtest und dann stehe zu dir selbst. Völlig gleich, wie andere Menschen das empfinden.
 
  • #256
Ich kann gut verstehen, dass ihr eure Kinder unterstützen wollt, bis sie auf eigenen Füßen stehen. Man sieht das eben als Meilenstein, bis zu dem man es noch schaffen muss. Ich habe von meinem Eltern ab Beginn der Ausbildung keine finanzielle Unterstützung mehr bekommen - sie hatten es einfach nicht.

Das Problem, das du mit deinem Partner hast, muss meiner Meinung nach aber so oder so geklärt werden, ob ihr nun zusammenzieht oder nicht... denn wenn sein Lebensmittelpunkt weiterhin bei dir ist, werden deine Kosten noch mehr steigen. Möglich, dass sich auch seine Warmmiete erhöht, nur wird er in seiner Wohnung ja weiter weniger verbrauchen, wenn er vorwiegend bei dir ist. Und das muss irgendwie ausgeglichen werden.

Letztlich kann keiner dem anderen reinreden, in welchem Umfang er seine Kinder zu unterstützen hat. Du kannst dir die Hilfe für deine Tochter ja grundsätzlich leisten, nur dann eben nicht noch zusätzlich, deinen Partner für möglichst wenig Geld bei dir wohnen zu lassen und alle Neuanschaffungen, Nachzahlungen und Reparaturen selber zu tragen. Das sollte er einsehen.
 
  • #257
Die FS hört hier lieber Kommentare von männlichen Foristen, die ihr gut zureden und alles sehr positiv sehen .
Ich bin eigentlich auch optimistisch und positiv eingestellt und gönne auch jedem sein Glück aber hier sehe ich es so, dass du den Tatsachen nicht ins Auge blicken willst .
Ich hätte keine Lust nach drei Jahren abzuwarten dass der Partner Lust entwickelt , sich auch finanziell und partnerschaftlich in die Beziehung mit einzubringen . Das sollte nach drei Jahren selbstverständlich sein. Dass du mit 49 Jahren noch so leidensfähig bist verstehe ich nicht .
 
  • #258
Wenn ich mich entscheiden muss, möchte ich lieber glücklich sein als recht haben ;-)
Glücklich sein bedeutet nicht, dass du zurückstecken sollst. Du solltest ihn in meinen Augen auf keinen Fall weiter mitfinanzieren. Er kann definitiv nicht mit Geld umgehen und da solltest du sehr genau darauf achten. Ihr solltet einen Kompromiss finden mit dem ihr beide leben könnt. Die Übernahme der anteiligen NK wäre aus meiner Sicht ein Minimum. Sicher auch noch eine Art Instandhaltungsrücklage. Wo bei dir die Grenze liegt, entscheidest du. Wenn er seinen Anteil an deinen NK nicht tragen will, dann taugt er mMn nicht als Partner.

Ich finde @Anna1309 hat das hier sehr gut beschrieben:
Kompromisse sind ja schön und gut, aber bitte nur da, wo es nicht weh tut. Alles andere führt doch eh zum schleichenden Tod einer Beziehung, weil man sich eben doch ärgern wird darüber einen faulen Kompromiss eingegangen zu sein und dann mal gerne dazu neigt, dem Anderen vorzuhalten, was man ja so für ihn getan hat.

Bei meiner Fahrrad - Geschichte würde ich anstelle recht behalten zu wollen besser dem Autofahrer sein Fehlverhalten aufzeigen. Der sollte sich dann beim nächsten Mal korrekt verhalten ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #260
Ich habe die 9 Seiten heute überflogen und kann das ein oder andere übersehen oder falsch verstanden haben.

Mir scheint da ein Denkfehler vorzuliegen. Dass er weiter seine Wohnung behalten kann ohne seine Ausgaben zu reduzieren, dürfte nicht funktionieren.

Es ist doch sicherlich auch deinem Partner klar, dass man für die selbst verursachten Kosten auch aufzukommen hat. D.h. dass du bisher aus Liebe zu ihm sehr großzügig warst und seine bei dir verursachten Nebenkosten übernommen hast und er damit entweder seinen Lebensstil (Rauchen, Gastronomie) bestreiten oder seine Kinder großzügig mit Geld beschenken konnte. Warum solltest du das weiter tun? Insofern kann man das als Querfinanzierung betrachten.

Aus meiner Sicht ist klar, dass er die zukünftig selbst bezahlen muss. Bei einem 3-Personen-Haushalt wohl +/- 1/3. Ich meine aktuell etwa 300 €? Will er weiterhin seine Wohnung behalten, müsste er irgendwo dieses Geld einsparen. Ich bezweifle auch, dass seine 700 € Warmmiete im nächsten Jahr unverändert bleibt. Würdest du dich von ihm trennen, hätte er auch höhere Nebenkosten in seiner Wohnung. Auch da müsste er irgendwo reduzieren.

Aus meiner Sicht würde bei einem Zusammenzug ein fairer Ausgleich aus einer fiktiven Kaltmiete (Abnutzung-, Erhaltungskosten und Reparaturen sind inkludiert), den jährlich neu zu kalkulierenden Nebenkosten sowie den zusätzlichen Lebenshaltungskosten bestehen.

Die Kaltmiete kann man über ca. 1/3 der Wohnfläche multipliziert mit der ortsüblichen m2-Miete ermitteln. Vermutlich wird das dann ganz unschön für ihn. Aber das wäre mal eine Basis über die man diskutieren könnte.

Fast alle Menschen denken, dass sie im Recht sind. "Willst du Recht haben oder glücklich sein? Beides gleichzeitig geht nicht!" Lord Marshal.

Ansonsten würde ich dir noch eine Geschichte mit auf den Weg geben. Als ich als Kleinkind Fahrrad fahren lernte, nahm mir ein Auto die Vorfahrt. Aufgeregt erzählte ich meinem Vater, dass ich recht hatte und das nächste Mal einfach weiter fahren würde. Mein Vater zog die Augenbrauen hoch und meinte, dann würden sie wohl auf mein Grabstein schreiben "Heini - er war im Recht".
Leider kann man aber nicht glücklich leben wenn man das Gefühl hat, uübervorteilt zu werden. Das würde ja bedeuten, man lässt sich beschubbern um dann glücklich sein zu können. Das ist, sorry, so passiv und irgendwie wie ein Kalenderspruch.
 
  • #261
Leider kann man aber nicht glücklich leben wenn man das Gefühl hat, uübervorteilt zu werden. Das würde ja bedeuten, man lässt sich beschubbern um dann glücklich sein zu können. Das ist, sorry, so passiv und irgendwie wie ein Kalenderspruch.
Du hast meinen Hinweis falsch gedeutet. Vermutlich hast du #258 überlesen?

Für mich ist das keinesfalls ein Kalenderspruch. Fast jeder meint seine Ansicht sei die richtige. Wenn man sich davon mal löst, ist man offener für die Perspektive des anderen und eben für Lösungen, die beide tragen können. Das Beharren auf der eigenen Position führt beim Gegenüber meist zu einer Abwehrreaktion, die eine einvernehmliche Lösung behindert. Was bringt das, wenn andere und letztlich auch man selbst dadurch unglücklich wird? Das sollte man im Hinterkopf behalten.
 
  • #262
Du hast meinen Hinweis falsch gedeutet. Vermutlich hast du #258 überlesen?

Für mich ist das keinesfalls ein Kalenderspruch. Fast jeder meint seine Ansicht sei die richtige. Wenn man sich davon mal löst, ist man offener für die Perspektive des anderen und eben für Lösungen, die beide tragen können. Das Beharren auf der eigenen Position führt beim Gegenüber meist zu einer Abwehrreaktion, die eine einvernehmliche Lösung behindert. Was bringt das, wenn andere und letztlich auch man selbst dadurch unglücklich wird? Das sollte man im Hinterkopf behalten.
Wenn nur einer glücklich wird ist ja nun auch keinem geholfen. Doch, dem einen. Ich verstehe schon, Kompromisse sind wichtig, aber immer ist es auch nicht möglich.
 
  • #263
Ich habe das Erbe meiner Eltern auch an meine Nichten weitergegeben, weil ich es nicht brauche.
Sehr schön, so einen Onkel wünscht man sich. Finde ich wirklich klasse.
Wenn er sich angemessen beteiligt, sollte die Mitsprache so sein wie in einer gemeinsamen Mietwohnung.
Ja eben, "angemessen" bedeutet, was in ihrem Ermessen ist, kein fauler Kompromiss, bei dem er sich auf ihre Kosten durchzecken kann.

Er könnte sein Einkommen auch aufstocken, es gibt Minijobs, und wenn man etwas in die Rentenversicherung einzahlt ist das sogar sehr vorteilhaft.

Ich bin für halbe halbe bei Zahlungsverpflichtungen, die aus dem Zusammenleben entstehen oder wenn ich mehr verdienen würde und es mir leisten kann, dann eben anteilig z.B. 70/30 oder 80/20. Aber das messe ich am Einkommen und dann sieht man weiter, wie man das zur Zufriedenheit beider regelt. Hätte ich viel mehr als der Partner und könnte mir locker leisten, ihn bei mir im Eigentum wohnen zu lassen und er trägt so viel wie möglich bei, weil er Unterhaltsverpflichtungen hat, dann würde ich das auch mitmachen, wenn die Liebe stimmt. Aber ich finde, wer liebt, versucht nicht auszunutzen und zu schaden. Jemand, der ein solches Gefühls - und Gedankenchaos verursacht, ist sicher nicht der richtige Partner.

Aber er leistet sich und hat ganz genau Ahnung, was das Leben kostet. Aus dem Grund ist er so stur und hat zwei Jahre bei ihr gewohnt. Nix LAT. Sie soll für ihn aufkommen, kann das aber nicht. Der Betrag fehlt wiederum bei ihr.

Hängt davon ab, wozu und in welcher Lebensphase. Ich finde grundsätzlich für Vermögensanlage die Schweiz attraktiv wegen der Stabilität. Die deutschsprachige Alpenregion ist insgesamt schön, Skandinavien auch. Beruflich dürften für mich die USA am attraktivsten sein, wenn ich mal nicht mehr arbeiten muss, kann ich mir Länder fast in der ganzen Welt vorstellen. @Tom26 s Variante mit Italien finde ich auch interessant.
Danke für die Auskunft. Ich informiere mich seit einer Weile für später, wo ich gerne wohnen möchte, wenn mein Mann in Rente ist.
 
  • #264
Ich halte von Paarberatung nichts, das ist meine reflektierte Lebenseinstellung, wobei ich überzeugt bin, dass er das nicht mitmacht! Wenn ich zur Paarberatung gehen muss, um meine Beziehung evtl. weiter leben zu können, ist meist nur eine zeitliche Problemverschiebung! Auch finde ich es destruktiv, wenn eine Frau den Mann für eine Beziehungsverlängerung rum kriegen möchte! Viele Frauen entscheiden sich leider nicht für das Glück! Glück in der Beziehung sieht anders aus, viele bleiben im Problem verharrt, weil sie Angst haben, vom alleine sein! Das ist meine Grundeinstellung: Einfach tun, was richtig ist. Einfach lassen, was nichts bringt. Einfach sagen, was man denkt. Einfach leben, was man fühlt. Einfach lieben, wen man liebt. Einfach ist nicht leicht. Einfach ist am schwierigsten. FS hat einen nicht passenden Mann an der Seite, sie will es noch nicht sehen! Es ist doch so sehr bequem für ihn, was da abgeht. Viele Frauen machen oft dieselben Fehler, indem sie Kompromisse eingehen, die sich später dann rächen! Es muss anscheinend noch heftiger kommen, wenn man nicht erkennt, dass die Beziehung nicht geht, die Schmerzgrenze ist dann noch nicht erreicht!
 
  • #265
So schön kann kein Mann sein, dass ich etwas "in Kauf" nehme. Entweder es passt oder nicht.

Ähm, dann solltest Du die Immobilie aber auch zur Hälfte bezahlen, oder?
Aber selbstverständlich. Könnte ich das nicht, kann ich mich nur per "Mietvertrag oder ähnliches" einbringen.
Ich habe übrigens auch den Vorschlag gemacht zu zweit eine Wohnung zu Miete zu suchen…möchte er aber auch nicht.
Ist klar, so wie Du ihn beschrieben hast.

Wenn nicht, dann kann ich Dich nicht ernst nehmen.
Was soll daran so besonders sein, Selbstständiger zu sein?
Ein selbsttändiger Mensch hat doch mit selbstständiger Arbeit nichts zu tun.
Wie kommt jemand darauf, zur Hälfte in einem Grundbuch eingetragen zu werden, ohne 50 % des Hauswertes beigetragen zu haben ?
Hab ich das irgendwo geschrieben? Natürlich musst Du die Hälfte auf den Tisch legen. Hab ich auch gemacht.
Und wieso sollte sie jemand ins Grundbuch reinnehmen ? Es ist bereits ihr Haus.
Darum es einfach mal von der anderen Seite aus betrachten. Ich zieh zu keinem Menschen in die Immobilie und mach und tu und sorge mit meiner Hände Arbeit und meinem Geld dafür, dass der Wert des Hauses gesteigert wird und ich hab nix davon. Wäre ich doch schön blöd.

Jetzt kommt das große Aber...
Jemand der schmarotzen will, denkt nicht so. Der hat auch kein Geld auf der Tasche.
Bevor ich zu meinem Mann ins Haus gezogen bin, wurde der Wert festgelegt und ich hab die Umbauarbeiten bezahlt. Das war ganz schon teuer, aber im Grundbuch sind wir halbe halbe.

Hier im Thread gibt es schon 2 fertige Familiengebilde, die mit unterschiedlichen Vorraussetzungen zusammengepresst werden wollen. Gruselig.
 
  • #266
Warum immer rechtfertigen müssen?

Er zahlt doch auch jetzt schon, genau wie Du.
Und auch jetzt habt ihr beiden Kosten für das Wohnen und für Nebenkosten.

Ich finde zusammenziehen ist dann eine diskussionslose Angelegenheit, wenn keiner verliert.
Warum immer vom Einkommen ausgehen und nicht von: was habe ich nach Abzügen zur Verfügung?
Dann muss man über die Abzüge nicht diskutieren.
Und was zahlt man jetzt im Monat an Miete und NK...
Den Betrag muss man doch auch ohne Zusammenziehen leisten.
Kommt keiner teurer weg, kann man schauen was man spart und das kommt in einen Topf...für Urlaube.
 
  • #267
Liebe #Patchworkmom, wie ist es denn nun ausgegangen? Seid ihr noch zusammen?
 
  • #268
Und warum muss das alles bei Dir stattfinden, wenn Du Dir das finanziell garnicht leisten kannst?
Richtig. Aber offenbar ist es eben in seiner Wohnung nicht sehr schön. Daher bei ihr. Dazu sollte er sich aber angemessen an den Mehrkosten - so sie denn wirklich anfallen - beteiligen. Und die Sachen, die er abnutzt, ersetzen/ reinigen/ reparieren/ was auch immer. Eigentlich eine klare Sache.
Weil sie erkennt, dass sie zusammen keinen Konflikt gelöst bekommen.
Das seh ich bisschen anders. Sie bekommen zusammen DIESEN Konflikt nicht gelöst. Lösungsvorschlag: einfach nicht zusammenziehen. Für den Rest: siehe oben.
Da muss gar nix zerbrechen. LAT kann auch schön sein.
Zerbrechen muss es nur dann, wenn er so borniert ist, und nicht mal schnallt, dass oben genanntes eine Selbstverständlichkeit ist. Das wär mir dann auch zu blöd und mir nichts mehr wert.
 
  • #269
Liebe Patchworkmom,

ich habe jetzt nur Deinen Eingangsthread gelesen und ein bisschen quergelesen...
Ich muss sagen, ich verstehe Dich zu 100% und kann auch alle Gedankengänge nachvollziehen.
Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, sind diese leidlichen Unterstellungen diverser Mitglieder, liegt´s am Neid (warum ist es wichtig, wer das Haus wie finanziert hat?! oder ist es so unvorstellbar, dass eine gestandene Frau Ende 40 sich selbst ein Haus leisten kann?! Egal...)

Ich würde nicht mit diesem Mann zusammenziehen und auch gar keine Beziehung haben wollen. Grund: Er soll seine Finanzen selber regeln und auch klarkommen. Ich würde auch nicht seine Familie querfinanzieren wollen, denn das machst Du im Endeffekt, wenn er bei Dir einzieht.

Sollte er dennoch einziehen, muss er klar Miete bezahlen und auch die ganzen Nebenkosten anteilig. Warum auch nicht? Du hast auch deine Ausgaben und bist nicht die Caritas. Aus Erfahrung weiß ich auch, was nicht bezahlt wird, wird auch nicht gepflegt und wertgeschätzt. Und Wertschätzung gegenüber Dir hat er definitiv nicht. Die Waagschale muss sich ausgleichen!

Wenn er kein Geld übrig hat aufgrund seiner Erstfamilie, ist das auch nicht Dein Problem. Du hast nur dieses eine Leben und ich möchte das auch nicht damit verbringen, unfähige Männer durchzufüttern ;-)

Du bist eine gestandene Frau, die sich selbst wieder alles aufgebaut hat. Respekt davor und ich wünsche Dir alles Gute.

LG
 
  • #270
Warum immer vom Einkommen ausgehen und nicht von: was habe ich nach Abzügen zur Verfügung?
Dankeschön pixi67, ich finde das ist ein sehr guter Gedanke. Wir haben aber so ziemlich das gleiche Einkommen. Während er aber nach der freiwilligen „mehr-als-Tabelle-Versorgung“ der Kids, plus ein Extra für ihre Sparbücher und seine eigene hohe Altersvorsorge kaum was zum Leben übrig hat, sorge ich aus meinem Einkommen für unseren Alltag, ohne das etwas davon für die Sparbücher meiner Kinder oder meine Altersvorsorge übrig bleibt. Finde ich irgendwie unfair.
Liebe #Patchworkmom, wie ist es denn nun ausgegangen? Seid ihr noch zusammen?
Liebe Gwendolyn, wir sind noch zusammen und noch im Dialog… es ist mühsam, emotional, und tränenreich … und der Ausgang ist offen.
 
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