• #31
Ich finde es einfach nicht gut. Für den Rest bin ich aber gut genug? Soll heißen, den Hintern darf(und soll) ich ihm abwischen, falls er es nicht kann und das war es?
Du kannst, möglicherweise sollst Du aus seiner Sicht auch, aber und da greift die andere Seite der Unverbindlichkeit: Du musst nicht, wenn Du nicht willst.
Du musst das auch nicht organisieren, dass jemand anderer das tut. Das sollen die Leute tun (abwischen oder Pflegedienst beauftragen), welche die Vollmacht haben, auch die Kontovollmacht, um die Zuzahlungen zu leisten.

Dein Dilemma ist, er ist Dir viel wichtiger, als Du ihm bist. Daran solltest Du dringend arbeiten und zur gleichen inneren Distanz kommen wie er - Schönwetterbeziehung.
Wenn Probleme auftauchen, überlässt man sie denjenigen (Mutter, Sohn), die er dafür ausgeguckt hat, statt sich ihm aufzudrängen.

Ich war schon mal verheiratet und in der Ehe gab es von Anfang an alle Vollmachten und keine Probleme diesbezüglich.
Das ist der Unterschied zwischen Ehe und Lebensabschnittgefährtin. Bei der Ehe will man ein gemeinsames Leben und handelt das entsprechend. Er will eben nur Teile gemeinsam und andere nicht. Dem solltest Du Dich endlich anpassen und es genauso für Dich handhaben - nur nimmst nur die Pflichten, die Du nehmen willst. Müssen musst Du garnichts.

Deinem Wollen hat er eindeutige Grenzen gesetzt. Es ist an der Zeit, dass Du sie respektierst, statt weiter zu zerdenken und zu intervenieren. Er ist erwachsen und er darf entscheiden, was er will - so wie Du auch, für Dich, nicht für ihn.
 
  • #32
Das ist zwar nicht, wie ich mir meine Beziehung vorstelle aber die Realität der Folgepartnerin. Mit meinem Exmann wäre es anders gewesen. Ob ich die Pflegerin sein soll, damit die Kinder Geld für das Pflegeheim sparen und damit ihr Erbe sichern, dass muss ich nicht jetzt entscheiden. Er hat es geäußert, dass er nicht weiß, was wird wenn ich zum Pflegefall werde.
Aufrichtig und authentisch gesagt möchte ich in einer solchen Beziehung nicht sein, sie ist für mich fremd, kalt und auf Distanz getragen, quasi vom sachlichen Kopf, eine reine zweckorientierte Wohn-Gemeinschaft, nur dass man eben halt nicht alleine ist, ich würde für mich den Spieß umdrehen, da bleibe ich lieber alleine. Im Endeffekt hat man sich und dem anderen nichts zu sagen, da frage ich mich, was das sein soll? Aber jedem das Seine, das muss jeder für sich selbst entscheiden, in der Not, frist auch der Teufel das Brot!
 
  • #33
Er hat es für sich geregelt und Du solltest das für Dich auch tun, und zwar unabhängig von seiner Entscheidung. Es braucht keine Gegenseitigkeit dafür.
Bei Ehegatten sehe ich das wohl auch anders!

Klar setzt man jemanden ein, von dem man annimmt, dass er im eigenen Interesse handeln wird. Das hat er gemacht und daran ist nichts auszusetzen. Das bedeutet ja nicht, dass er Dir nicht auch vertraut, aber warum sollte er es ändern?
Wenn er es ändert, würde er damit (nach Deinem Verständnis) der Familie gegenüber nicht ausdrücken, dass er ihnen nicht mehr vertraut?
Daher hat es für mich mit Nicht-Vertrauen nichts zu tun.

Kommt für mich noch hinzu, dass diese Person(en) auch dafür grundsätzlich geeignet sein müssen!
Es geht schließlich nicht immer nur um den reinen Krankenbesuch.
Im Extremfall braucht es da Standfestigkeit, Organisation, und unter der Verantwortung sollte derjenige auch bestenfalls nicht zusammenbrechen. Mutter und Sohn werden da sicher zusammen arbeiten.
Daher würde ich daran nicht sein Vertrauen festmachen.
Nur weil ich einer Person vertraue muss die nicht für alles geeignet sein!!!

Genauso sagt es nicht unbedingt Negatives aus, wenn es jemand ablehnt, eine solche Verantwortung zu übernehmen, weil er sich dem nicht gewachsen fühlt, oder?

Ich würde es an seiner Stelle auch nicht ohne konkreten Anlass ändern.

Und dazu:
"Ich wollte lediglich bestätigt haben, was ich aus seinen Worten und nicht Taten verstehe - wie hier auch schon gesagt: Lebensabschnittgefährtin, die quasi "nur" einen gewissen Abschnitt da ist und wenn es zu unbequem ist "adios"."

Seine Entscheidung allein kann ja nicht Grund sein, Deinen Stellenwert in Frage zu stellen.
Du schreibst von "regeln darf" und Du "darfst" nicht... Hört sich an, als würde er Dir etwas schönes vorenthalten.
Wir sind immer und alle" nur" Lebensabschnittsgefährten!

Hast Du Dich mit seiner Familie überworfen?

W, 46
 
  • #34
Du verkürzt das.
Eine Ehe bedeuted weit mehr (vor allem auch mehr Pflichten), als Deine kleinen Nebeneffekte.
Heiraten bedeutet eben viel mehr als "fest zusammenstehen".

Das ist leicht geschrieben, aber zumindest in Deutschland schwer umsetzbar. Man kann privat regeln was man will, Geltung haben am Ende und im Zweifelfsfall nur die gesetztlichen Vorgaben.
"Meine" kleinen Nebeneffekte? Die FS will diese Dinge geregelt haben. Also wenn ich möchte, dass dieser eine Mensch am Ende meiner Tage für mich entscheidet, also auch dabei mitredet, ob z.B. Beatmungsgeräte ab- bzw. überhaupt erst angestellt werden, dann weiß ich nicht, warum ich zu diesem Menschen nicht auch in anderer Hinsicht vollstes Vertrauen haben sollte. Was spricht also gegen Eheschließung?

Zum Zweiten: was ist daran leicht geschrieben? Das Zauberwort heißt "Testament"!

Und jetzt frage ich mal ganz keck: Warum ist ein Mensch, den ich seit neun Jahren kenne der eigenen Mutter (oder Sohn) in Sachen Vollmacht/Patientenverfügung vorzuziehen? Blut ist dicker als Wasser.
 
  • #36
Wenn ich das richtig lese, hat sein Sohn auch keine Vollmacht, sondern alles liegt bei seiner Mutter.
Da er seinen Sohn nicht eingetragen hat, meint dein Partner....wenn ich dann meine Partnerin nehme und nicht meinen Sohn, dann würde sich dieser doof fühlen.
Kurz: er hat grundsätzlich keine Lust wieder Formulare auszufüllen...und so lange Mutter lebt, ist alles geregelt.
Wo und wie er beerdigt wird ist ihm ggf schnuppe.
Sollte der Sohn Erbe sein, kann er vom Konto besagte Beerdigung bezahlen, da der ganze Kram bezüglich Testament lange dauert.

Kurz ihm selbst und für sich, ist das alles nicht so wichtig.
Frag ihn mal, wer damals auf die Idee kam überhaupt eine Verfügung zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass es seine Mutter war und er von sich aus gar keine gemacht hätte.
Als ich geschieden wurde, mit Ende 30 war es auch meine Mutter, die meinte ich müsse das mal regeln.
Für mich war dieses Thema so weit weg...Tod. Und da meine Kinder noch Kinder waren, hab ich auch meine Eltern genommen, die waren ja damals keine 80.

Geändert habe ich es jetzt, übrigens wieder auf Anraten meiner Eltern, weil sie irgendwo gelesen hatten, dass die alten Verfügungen nicht mehr gelten.
Von mir aus, hätte ich auch darüber erst wieder nachgedacht, wenn die beiden senil werden.
Bei den neuen habe ich beide Söhne eingetragen und hoffe das war's dann auch mit Formularen, immerhin ist die Chance am höchsten, dass sie noch fit sind, wenn ich abtrete.

Ich käme auch nie auf die Idee, dass meine Jungs jemanden den ich liebe, nicht zu mir lassen würden.

Ich hatte immer ein eigenes Konto und mein Exmann auch....oben auf gab es ein gemeinsames. Eine Vollmacht für das des anderen hatte keiner.

Was ich immer regeln würde, wären Dinge wie Wohnrecht etc, wenn zb ein Mann mit mir zusammen lebt.

Kurz, vielleicht ist er eher zu bequem oder mag das Thema nicht, weil es mit Tod zu tun hat.
 
  • #37
Du gibst hier Deine Ressource "Verbindlichkeit", dass Du Dich um den Mann, den Du liebst, kümmern wirst.
Das Thema ist sicher grundsätzlich vielschichtig. Es ist aber ein Unterschied, ob man die Ressource erwünscht einbringt oder aufdrängt. Wenn ich von mir aus einbringe „Ich regle jetzt Deine Finanzen und plane Deine Freizeit komplett“, würde das manche Frau auch nicht als erfreuliches Zeichen von Verbindlichkeit betrachten, sondern eben als Aufdrängen und Einmischen.

Wir sind gerade dabei, das Thema „Vorsorgevollmacht“ zu regeln, weil wir das beide wollen. Ich finde es also grundsätzlich wichtig, das zu regeln. Meine Partnerin bezieht selbstverständlich ihre zwei besten Freundinnen mit ein. Ob ihr Sohn in ein paar Jahren Vollmachten bekommt, ist jetzt noch nicht geklärt, aber wahrscheinlich. Müsste ich jetzt wegen mangelnder Verbindlichkeit ausziehen?

Regelungen für das eigene Überleben mit „Verbindlichkeit“ zu verknüpfen, ist mal wieder ein „Frauending“. Alles, was Frauen für sich beanspruchen möchten, sei es Geld, eine Kontovollmacht oder eben die Verfügung über das Lebensende, wird zum Zeichen von „Verbindlichkeit“ erklärt. So kann man keine Beziehung führen. Wenn man anfängt, ernsthaft so zu argumentieren, ist die Beziehung für mich als Mann am Ende. Für mich ist das Übergriffigkeit. Beziehungen haben für mich mit Emotionen zu tun. Wer ernsthaft die Beziehung an die Ausstellung einer Vorsorgevollmacht als Zeichen von Verbindlichkeit knüpft, bei der würde ich die „Liebe“ in Frage stellen.

Mal wieder interessante Sichtweisen hier, darauf wäre ich nie gekommen.
 
  • #38
@Madita8
Für den Rest bin ich aber gut genug? Soll heißen, den Hintern darf(und soll) ich ihm abwischen, falls er es nicht kann und das war es?.
Hä, wieso? Wer verlangt das denn? Hat er das so gewünscht? Geht er davon aus? Mach das doch einfach nicht! Da wär ich eiskalt, und würde mir doch nicht deswegen das Leben schwer machen. Ab ins Pflegeheim und gut, da wischen professionelle Menschen seinen Hintern ab. Und selbst ob er ins Pflegeheim kommt, entscheiden andere für dich. Ist doch prima! Offenbar will er es so, und wenn nicht, trifft er schon für sich seine Verfügungen. Könnte sein, dass die dir nicht gefallen.
Reiße doch nicht die ganze Verantwortung an dich, wenn er das nicht möchte. Er will nun mal, dass seine Mutter, und wenn die nicht mehr ist, sein Sohn das übernimmt. Es ist einfach mal sein Wille. Akzeptiere das und freue dich, dass der Kelch der Pflege und schweren Entscheidungen an dir vorübergeht.

Sowas kann man nicht erzwingen. Es gab ein Leben ohne dich und vor dir, und ihr seid auch nicht verheiratet, also auch nicht familiär verbandelt. Dafür habt ihr wahrscheinlich Gründe.
Also muss man auch die Konsequenzen aus diesen Lebenskonstrukten (er)tragen.
 
  • #39
Meine beiden Mütter treten immer an mich heran, wenn es so etwas zu regeln gilt. Nicht an meinen Bruder, meine leibliche Mutter nicht an ihren Ehemann und jetzt will auch mein Freund, dass wir uns gegenseitig eintragen.
Weil er niemanden sonst hat. Keine Kinder, Eltern alt, Bruder doof.
Was soll ich da sagen außer ja ?

Ich reiße mich da null drum, aber ich werde mich kümmern, wenn es sein muss.
Mein Freund ist lieb und toll, deswegen würde ich es tun.
Wenn er sich im Alter in eine Richtung entwickelt, die mir nicht gefällt, sehe ich mich nicht in der Pflicht.
Bei seinen Eltern kommt es bald zur häuslichen Gewalt. Das fing vor etwa einem Jahr an und als es dann an die Physis ging, die Mutter stieß den halbe-Portion-Vater grob aus dem Weg, so dass er taumelte, zogen die Söhne die Notbremse und der Vater geht seitdem tagsüber in eine Tagespflege.
Nun ist er seit Corona zuhause und nun gibt's da wieder verbalen Mord und Totschlag.
Der Mann ist auch wirklich unerträglich, ich kann die Mutter gut verstehen.

Auch meine Großmutter wollte sich noch im hohen Alter scheiden lassen, dazu kam es dann nicht mehr, weil mein Großvater vorher starb, aber auch sie konnte es mit ihm nicht mehr aushalten.

Ich erlebe sowas in meinem Umkreis öfter und ich höre davon oft andere reden. Alte Männer sind relativ häufig von Entwicklungen betroffen, die den Ehefrauen, die oft etwas jünger oder falls doch gleich alt, trotzdem fitter sind, die letzten Jahre versauen.
Liebe FS, ich denke, du wirst später froh sein, ohne schlechtes Gewissen gehen zu können, wenn dein Freund sich in solche Richtung entwickelt.
Du willst unbedingt auf die Intensivstation, wenn er da liegt ? Warum denn um Gottes Willen ? Das ist doch sowas von ätzend.
Man macht sowas, weil man muss. Aus ethischen Gründen. Aus Verantwortungsbewußtsein.
Dein Freund entläßt dich aus dieser Verantwortung. Hast du ein Glück ! Meiner nagelt mich da gerade richtig drauf fest.

Er will dir keine Vollmachten für das Krankenhaus und seine Finanzen geben. Ich darf davon ausgehen, dass er noch viel weniger diese Pflichten für dich übernehmen will ?
Sei doch froh !
Sage ihm und am besten auch den Vollmachtinhabern, dass du es zur Kenntnis genommen hast, dass du ihm Falle von Problemen nicht gefragt werden wirst, dich dafür bedankst und du gehen wirst, wenn die Probleme ein Maß annehmen, das du nicht abzufedern gewillt sein wirst, also z.B. wenn er Hilfe bei der alltäglichen Lebensführung braucht.

Yeah, was Besseres kann dich doch nicht passieren.

Oh halt, da ist ja noch was Klitzekleines
kein Vertrauen zu Dir...Qualität der Beziehung ... Vollmachten für den Betreuungsfall... Der Lebens-abschnittchen-gefährtin habe ich natürlich keine gegeben und das Drama beendet.
DAS ist das Problem.
So empfindest du es, so denkt auch dein Freund...denkst du und vielleicht hast du recht.
Andreas' Freundin hatte Glück, er hat sich getrennt.

w 52
 
  • #40
Für mich hat das mit Vertrauen nichts zu tun.

Natürlich gehe ich davon aus, dass ich in Fall des Falles ins Krankenhaus darf, oder meine Söhne meinen Partner dazu lassen würden.
Wir wohnen und leben nicht zusammen, solange braucht es für ihn nichts.

Ich habe einen meiner Söhne eingetragen, den einen nur als Ersatz - weil ich den Einen für kompetent halte, er ist der Behörden- und Verwaltungsmensch,
- und vor allem weiß ich, er würde abschalten lassen.

Und wenn 2 etwas zu sagen haben, dann gibt es am Ende Streit, den ich nicht möchte.

Vielleicht regel ich mal wieder alles anders, dass wird die Zeit bringen.

Nur Liebe, Vertrauen würde ich nicht mit dieser Thematik verknüpfen - es ist auch Last und Verantwortung.

W,50
 
  • #41
Es ist aber ein Unterschied, ob man die Ressource erwünscht einbringt oder aufdrängt.
Das stimmt natürlich. Vielleicht will der Partner der FS gar nicht für sie all diese Vollmachten haben. Sie müsste dann sehen, dass sie die ganze Zeit eine ganz andere Beziehungs"form" gesehen hatte, und so kam das ja auch in ihrem Beitrag hier zum Ausdruck, in dem es um die Hinternwischvollmacht geht.

Regelungen für das eigene Überleben mit „Verbindlichkeit“ zu verknüpfen, ist mal wieder ein „Frauending“.
Nee, das machen auch Männer, nur machen manche sich keinen Kopf drum, bis der Ernstfall eintritt. Sie wollen erst heiraten, wenn sie sehen, dass sie in eine Krise geraten, und ich sage jetzt nicht "Rat mal, warum", denn diese Frage würde Deinen Verstand beleidigen.
Für mich ist das Übergriffigkeit. Beziehungen haben für mich mit Emotionen zu tun.
Ja, aber was mache ich, wenn ich jemanden liebe: Ich will geben und nehmen, auch Sicherheiten, und denke auch mal über die Zukunft nach. Ich bezieh das jetzt, wie schon im vorigen Beitrag geschrieben, nicht auf Geld und Konto an sich. Aber wenn ich meinen Partner liebe und es ernst meine, würde ich ihn absichern, wenn er es nicht selbst konnte/kann. Und ich würde auch wollen, dass er sich sicher bei mir fühlt.

Das soll nicht heißen, dass eine Frau oder ein Mann alles mögliche einfordern kann an Sicherung. Ich denke, bei der FS war das Grundgefühl der Sicherheit nie da. Deswegen kommt dieses Vollmachtenthema jetzt oben drauf auf den Berg "du bist nur ..., keine Familie", den der Mann da in die Beziehung setzte.

Ich denke schon, das ist ein schweres Thema. Wenn Kinder da sind, sind die natürlich schon mal emotional viel näher als eine neue Partnerin. Aber NEUN Jahre Beziehung und der Mann sagt immer noch, sie sei keine Familie für ihn.
Da fand nie Annäherung statt.

Ich glaube, "die Frau danach" (also NACH der ersten, richtigen, lebensbestimmenden Ehe) wird öfter mal nur eine Randfigur im Leben des Mannes, während die erste Frau und er noch ein richtig verwobenes Leben führten als eine Einheit. Mir scheint, die FS dachte sich das auch so mit ihrem Partner.
Das passiert auch bei manchen AE-Frauen, die den neuen Partner nur in ihr Leben mit Kind vom anderen Mann integrieren können. Er hat nichts zu sagen (finde ich normal, er muss erstmal Vaterqualitäten beweisen), kommt in einen Kosmos, der "ohne ihn" funktioniert hat und gibt natürlich auch keine verpflichtenden Finanzen in "seine" Familie.

Die zweite Beziehung nach der ersten richtigen muss man bewusster gestalten, glaube ich. Damit man merkt, wenn man so ein Abstandsding produziert oder aufgedrückt bekommt, das man eigentlich nicht will. Oder man will es, aber dann sollten es beide wollen.
 
  • #42
Ihr seid nicht verheiratet. Er kann eintragen, wen er will. Da kannst du gar nichts machen und auch keine Ansprüche stellen. Das ist allein seine Entscheidung. Habt ihr nach 9 Jahren je über Hochzeit gesprochen? Falls nicht, warum nicht? Das wäre etwas Verbindliches.
Klingt für mich alles sehr unverbindlich und lapidar. Wenn ihr beide damit einverstanden seid, spricht auch gar nichts dagegen. Man muss nicht heiraten oder sich gegenseitig absichern. Aber wenn es dich stört, dann müsst ihr darüber reden und eine Lösung finden.
 
  • #43
Ich habe bisher niemanden eine Vollmacht / Patientenverfügung erteilt.
Nun habe ich an meine langjährigen Ex-Freundinnen gedacht. Also Ex F. hätte ich nie eine Patientenverfügung bezüglich medizinischer Entscheidungen gegeben, den sie hatte schon recht merkwürdige Ansichten über Krankheiten und was hilft. Ich glaube einfach nicht, dass mir ein Voodoo-Priester aus dem Koma geholfen hätte (Okay ich übertreibe jetzt). Für Behördengänge wäre sie gut geeignet gewesen. Übrigens ich hätte sie geheiratet - wenn sie gewollt hätte.
Ex M. wäre sehr geeignet gewesen mit ihren medizinischen Wissen, aber für Behördengänge völlig ungeeignet.
Also ich werde mir Menschen, die mir nahe stehen und die eine gewisse Kompetenz in diesen Angelegenheiten mitbringen, aussuchen. Zur Zeit denke ich da an meine Schwägerin. Die Frau ist medizinisch kompetent und kann sich durchsetzen gegenüber Autoritäten.
 
  • #44
Also ich werde mir Menschen, die mir nahe stehen und die eine gewisse Kompetenz in diesen Angelegenheiten mitbringen, aussuchen. Zur Zeit denke ich da an meine Schwägerin.
Na, da wird sie sich aber geschmeichelt fühlen.
Spaß beiseite, wie nah stehst du ihr denn ?
Ist sie deine Vertraute seit 30 Jahren oder sowas ?
Hast du ihr z.B. bei der Betreuung oder Finanzierung deiner Neffen geholfen, als sich dein Bruder vom Acker gemacht hat ?
Oder was genau verbindet euch ?

Die Übertragung einer General- oder auch nur Teilvollmacht, du denkst an die Vertretung deiner Interessen in medizinischer Hinsicht, richtig ?, ist ja nun nicht gerade ein Geschenk, so als würdest du dir überlegen, wem du dein Vermögen hinterlassen möchtest, worüber sich deine Schwägerin vermutlich freuen würde, nein, es geht um die Übertragung einer sehr unangenehmen und arbeitsintensiven Pflicht.
Warum sollte deine Schwägerin das für dich tun wollen ?

w 52
 
  • #45
Vielleicht will der Partner der FS gar nicht für sie all diese Vollmachten haben. Sie müsste dann sehen, dass sie die ganze Zeit eine ganz andere Beziehungs"form" gesehen hatte, ...
So ist es vermutlich. Sie betrachtet es als Vertrauens- und Verbindlichkeitsbeweis, dass sie ihm diese Vollmacht gibt und meint, er müsse das umgekehrt genauso sehen.
Viele möchten berechtigt über solche Dinge nicht nachdenken.
Mit der Beziehung hat das wenig zu tun. Dann pauschal Unverbindlichkeit zu unterstellen, halte ich für falsch. Und die hier gleich mal wieder spontan zahlreiche Verknüpfung mit der Ehe sowieso. Die regelt nämlich rein formal vielleicht die Erbschaft. "Lass uns heiraten, damit ich Dein Vermögen bekomme und abgesichert bin, wenn Du stirbst. Ich habe sowieso keins." ist für mich kein Liebesbeweis, sondern pures Kalkül.
Fürs Hinternabwischen braucht man übrigens keine Vollmacht...

Ja, aber was mache ich, wenn ich jemanden liebe: Ich will geben und nehmen, auch Sicherheiten, und denke auch mal über die Zukunft nach.
Jein. Geben und nehmen hat für mich zunächst mit dem Alltag zu tun. Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind im Grunde genommen für die Beziehung nicht wichtig und haben mit geben und nehmen nichts zu tun. Es gibt Millionen Menschen, die leben ohne auch nicht schlecht. Letztlich geht es bei beidem darum, dass ich für mich Regelungen festlege, die in bestimmten Situationen Bedeutung haben, wenn ich das möchte. Ob nun die Ehefrau die Wiederbelebung untersagt oder der beste Freund, ist letztlich irrelevant. Es muss sicher umsetzen bzw. den Zettel dem Arzt in die Hand drücken.
Die FS (oder zumindest die eine oder andere Foristin) möchte wahrscheinlich auch noch mitbestimmen, was dann in der Verfügung steht.

Rein praktisch gesehen wäre eine Generalvollmacht (oder passende Teilvollmachten) für irgendjemanden wichtiger und die Vorsorge, dass alle Angehörigen nicht untereinander verstritten sind.

Rein praktisch ist viel wichtiger, dass ich mir überlege, was passieren soll. Wenn ich morgen mein Vermögen der Kinderkrebsklinik vermache, was ist dagegen einzuwenden? Wenn meine Partnerin ihr Haus ihrem Sohn vermacht und ich wieder in meines ziehen muss, sollte ich sie dann verlassen?

Ich denke, bei der FS war das Grundgefühl der Sicherheit nie da. Deswegen kommt dieses Vollmachtenthema jetzt oben drauf auf den Berg "du bist nur ..., keine Familie", den der Mann da in die Beziehung setzte.
Das ist vermutlich das Kernproblem. Mich wundert immer wieder, wie viele Menschen großen Wert auf irgendwelche Zettel legen, statt sich um die Beziehung an sich zu kümmern. Eheurkunden oder Patientenverfügungen verbessern aus meiner Sicht keine Beziehung. Sie mögen ein Zeichen für eine gute Beziehung sein, aber selbst das nicht sicher.
 
  • #46
Spaß beiseite, wie nah stehst du ihr denn ?
Ist sie deine Vertraute seit 30 Jahren oder sowas ?
Hast du ihr z.B. bei der Betreuung oder Finanzierung deiner Neffen geholfen, als sich dein Bruder vom Acker gemacht hat ?
Oder was genau verbindet euch ?
Ich kann die Auswahl grundsätzlich gut verstehen. Sie hat auch genau nichts mit 30jähriger Vertrautheit, Verbundenheit, Verbindlichkeit etc. zu tun.

Worum geht es in der Patientenverfügung: es geht darum, dass jemand sagt: "Nicht mehr wiederbeleben", wenn ich das will. Das kann jemand, zu dem ich keine engere Verbindung habe und bei dem ich sicher bin, dass er oder sie das nicht emotional beurteilt, vermutlich oft viel besser als manche Partnerin.

Es gibt wenige Dinge im Leben, die so schief gehen können, wenn ich mich nicht 100%ig darauf verlassen kann, dass mein Wille umgesetzt wird. Und da ist vermutlich in nicht wenigen Fällen die eigene Partnerin genau die falsche Person. Und wenn ich hier in vielen Fällen lese, dass ältere Männer sowieso nur Pflegefälle sind und dass die "verbindliche Versorgung" das Hauptargument für die Eheschließung ist, dann muss ich doch gerade befürchten, dass so manche Partnerin das Aufenthaltsbestimmungsrecht passend gestaltet. Diejenigen, die es unbedingt haben wollen, sicher nicht zuletzt. Und auch hier steht ja gleich wieder, ob die "Finanzierung der Neffen" als Gegenleistung erbracht wurde.

Eigentlich wünsche ich mir für diese Aufgabe einen Arzt oder Notar, der das nüchtern-sachlich beurteilt. Oder eben einen guten Freund, der meinen Willen durchsetzt.
 
  • #47
Worum geht es in der Patientenverfügung: es geht darum, dass jemand sagt: "Nicht mehr wiederbeleben"...
Eigentlich wünsche ich mir für diese Aufgabe einen Arzt oder Notar, der das nüchtern-sachlich beurteilt. Oder eben einen guten Freund, der meinen Willen durchsetzt.
Warte, wir haben nicht von einer Patientenverfügung gesprochen.
Das ist pille-palle. Kann jeder leicht mit Textbausteinen aus dem I-Net selbst machen und man braucht niemanden, der die später durchsetzt.
Ja, es reicht, sie bei einem Notar oder Arzt zu hinterlegen.
Oder sogar, sie an geeigneter Stelle aufzubewahren und dazu einen Hinweis z.B. neben dem Personalausweis und der Versichertenkarte zu platzieren.
Falls du ganz sicher gehen willst, dass das nicht ignoriert wird, wäre es in der Tat ganz gut, wenn ein Mensch das durchsetzt und ja, da ist eine Freundin oder Schwägerin, der man nicht nahe steht, sicher besser geeignet als die eigene Tochter.

Nein, wir sprechen von Vollmachten.
Weißt du, was es bedeutet, für jemanden, der dement oder sonstwie hilflos ist, dessen Leben zu regeln ? Was das an Arbeit bedeutet ?
Und was an Arbeit auf die Hinterbliebenen zukommt, wenn jemand stirbt ?
Mein Freund hat seine Arbeit auf 30 Stunden reduziert, weil seine Eltern zunehmend hilflos werden.
Klar gibt's da ohne Ende Haushaltshelfer und einen Pflegedienst, aber das reicht nicht.
Der Bruder meines Freund hält sich vornehm zurück, mein Freund stemmt das alles.
Stell dir vor, da sind ein Kleinkind ( Vater ) und ein etwa 8-jähriges Kind ( Mutter ). Stell dir vor, was die alles nicht können und was mein Freund daher macht...während der Bruder nicht als Telefon geht.

@godot will seine Schwägerin für diesen Liebesdienst gewinnen.
Er fragt sie nicht, ob sie zusammen in Urlaub fahren wollen, sondern hier geht es um eine Regelung für den Fall, dass er hilflos wird wie die achtjährige 80-Jährige und das 88-jährige Kleinkind.
Jetzt klar geworden ?
Ich wollte wissen, warum Godot glaubt, dass seine Schwägerin dazu bereit sein sollte.
Es geht nicht darum, dass er mit ihr vertraut sein soll, damit sie seine Interessen durchsetzt, sondern, ob sie so vertraut sind, also sich sehr lieb haben, auf dass sie zu solchem wirklich heftigen Liebesdienst bereit sein könnte.
Das wäre sie vielleicht, wenn sie sehr dankbar wäre, weil Godot ihr früher mal ebenso extrem geholfen hat. Das mit den Neffen war ein Beispiel. Geile dich doch nicht so an der Finanzierung auf. Ich hatte ja sogar auch von der Betreuung gesprochen.

Falls du jetzt sagst, ich übertreibe, so viel Arbeit ist das nicht, sage ich: Doch, ist es.
In Stadien, in denen es wenig Arbeit ist, braucht niemand eine Vollmacht.

w 52
 
  • #48
Kann jeder leicht mit Textbausteinen aus dem I-Net selbst machen und man braucht niemanden, der die später durchsetzt.
Kann man "leicht" machen. Empfiehlt sich aber nicht, weil die Textbausteine die Details nicht regeln, die Du dann irgendwann entscheiden musst. Und niemand, der das durchsetzt? Dann kannst Du es gleich bleiben lassen.

Nein, wir sprechen von Vollmachten.
Weißt du, was es bedeutet, für jemanden, der dement oder sonstwie hilflos ist, dessen Leben zu regeln ? Was das an Arbeit bedeutet ?
Und was an Arbeit auf die Hinterbliebenen zukommt, wenn jemand stirbt ?
Ja, habe ich hinter mir.
20 Jahre immer wieder mal Aufenthalte mit allem anderen als Pillepalle im Krankenhaus
, 5 Jahre lang meine zunehmend demente Mutter alleine zu Hause, dann 3 Jahre in noch schlechterem Zustand im Heim. Neben einem Fulltimejob, nix mit halbtags oder reduzieren. Kenne ich also bestens.
Der Palliativbogen, den Du dann irgendwann unter die Nase bekommst, füllst Du nicht mit Textbausteinen. Vorsorgevollmacht aus dem Internet und ohne weitgehendere Vollmachten und Kenntnisse darüber, was denn eigentlich zu regeln ist? Viel Vergnügen. Die ganzen Vollmachten regeln das formal. Wenn Du wirklich den Willen des Betroffenen vertreten möchtest, reicht das nicht.
Wir haben für uns weitreichendere Vorsorgedokumente erstellt. Die wirkliche Arbeit übernimmt natürlich auch keine Schwägerin. Da bleibt nur, sich darum ebenfalls Gedanken zu machen.​
Ich bin auch der Meinung, dass das zu einer Beziehung gehört. Aber eben nur dann, wenn es beide wollen und nicht, wenn eine dem anderen ihre Bevollmächtigung aufdrängen will.​
 
  • #49
Hallo @frei , hallo @Lebens_Lust ,
als Nachtarbeiter kann ich mich erst jetzt melden.
Vorweg, ich bin lange nicht so tief drin in dem Thema wie ihr.
Es geht mir nicht darum, dass meine Schwägerin mich pflegt. Ich war auf der Suche nach einer durchsetzungsfähigen und medizinisch kompetenten Person. Das ist meine Schwägerin. Ich habe dabei sicher unterschätzt wieviel Arbeit darin steckt.

nein, es geht um die Übertragung einer sehr unangenehmen und arbeitsintensiven Pflicht.
Ich habe noch nicht mit ihr darüber gesprochen.

Hast du ihr z.B. bei der Betreuung oder Finanzierung deiner Neffen geholfen, als sich dein Bruder vom Acker gemacht hat ?
Ja, habe ich. Mein Bruder ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben bekommen, da finde ich deine Formulierung 'vom Acker gemacht' höchst unangemessen.

@Lebens_Lust , hat mein Hauptmotiv sehr schön auf den Punkt gebracht:

Worum geht es in der Patientenverfügung: es geht darum, dass jemand sagt: "Nicht mehr wiederbeleben", wenn ich das will. Das kann jemand, zu dem ich keine engere Verbindung habe und bei dem ich sicher bin, dass er oder sie das nicht emotional beurteilt, vermutlich oft viel besser als manche Partnerin.
Nein, wir sprechen von Vollmachten.
Weißt du, was es bedeutet, für jemanden, der dement oder sonstwie hilflos ist, dessen Leben zu regeln ? Was das an Arbeit bedeutet ?
Ich werde mit ihr sprechen sobald ich sie wieder persönlich sprechen kann. Ich habe das Ganze noch nicht ganz durchdacht. Ich bin in einer ersten Annäherung vom Koma und der Frage ob Maschinen abgeschaltet werden sollen oder nicht ausgegangen. Die Problematik Demenz habe ich noch gar nicht auf dem Schirm.

Meine zur Zeit gar nicht liebe @frei , schlägt dir die Corona-Isolation aufs Gemüt? So aggressiv habe ich dich hier selten erlebt.
 
  • #50
Ok, dann habe ich dir Unrecht getan, du weißt also, wovon wir reden.
Dann sind wir uns aber auch einig, dass Godot nicht einfach überlegen sollte, wer ihm aufgrund seiner Fähigkeiten oder auch seiner Persönlichkeitsstruktur geeignet erscheint, sondern in seine Überlegungen einbeziehen sollte, wer bereit ist, diese Last, von der auch du ein Lied singen kannst, zu übernehmen.
Du hast deine Mutter 5 + 3 Jahre betreut und gepflegt. Deine Mutter.
Nicht deinen Schwager. So etwas macht man für einen geliebten Menschen, nicht ?
Kann sein, dass Godot von seiner Schwägerin geliebt wird, in allen Ehren natürlich. Dann besteht die Hoffnung zurecht, dass sie derlei für ihn zu tun bereit ist.
Leider hat er noch nicht beantwortet, ob und wie tief die Beziehung der beiden ist.

w 52
 
  • #51
Kann sein, dass Godot von seiner Schwägerin geliebt wird, in allen Ehren natürlich. Dann besteht die Hoffnung zurecht, dass sie derlei für ihn zu tun bereit ist.
Leider hat er noch nicht beantwortet, ob und wie tief die Beziehung der beiden ist.
Wahrscheinlich hast du meinen post von gestern abend noch nicht gelesen.
Also meine Schwägerin liebt mich ganz bestimmt nicht. Meine Schwägerin ist auch von ihrem Wesen überhaupt nicht mein Typ. Was uns verbindet ist die schwere Zeit nach dem Tod meines Bruders.
Wie schon gestern geschrieben, sie soll mich nicht pflegen. Sie soll Entscheidungen treffen und das kann sie schnell und kompetent.
 
  • #52
Meine zur Zeit gar nicht liebe @frei , schlägt dir die Corona-Isolation aufs Gemüt? So aggressiv habe ich dich hier selten erlebt.
Hm...hab noch mal meine Beiträge gelesen.
Ich finde die ziemlich typisch für mich, ja, auch ein bisschen aggressiv, wie immer.
Wenn's doch mehr ist, dann liegt es nicht an Corona, mein Leben hat sich kaum geändert und ich komme mit der Situation sehr gut klar.

Ja, habe ich. Mein Bruder ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben bekommen, da finde ich deine Formulierung 'vom Acker gemacht' höchst unangemessen.
DAS hier wollte ich aber ganz und gar nicht.
Sorry, lieber Godot, das war mies.
Aber komplett aus Versehen, denn das konnte ich doch nicht wissen,
Ich hatte im Nebel gestochert. Einfach irgendeinen Grund genannt, warum du eine besondere Beziehung zu deiner Schwägerin haben könntest. Und voll ins Schwarze getroffen. Reiner Zufall.
Du hast ihr also in einer sehr schweren Zeit beigestanden, ihr habt euch vielleicht auch gegenseitig getröstet. Klar, das verbindet.
Mit 'lieben' hatte ich nichts Amouröses gemeint, sondern eine Liebe
Also ja, kann sein, dass sie bereit ist, dein Leben zu regeln, wenn du das nicht mehr kannst.
Du kannst sie ja tatsächlich erst mal fragen, ob sie bereit wäre, deine Wünsche, die du in einer Patientenverfügung niedergeschrieben hast
Ich bin in einer ersten Annäherung vom Koma und der Frage ob Maschinen abgeschaltet werden sollen oder nicht ausgegangen.
...durchzusetzen.
Das macht ja kaum Arbeit und ich finde, dazu gehört nicht viel Mut.
Sie soll ja nicht selbst Entscheidungen treffen ( das ist u.U. sehr schwer und vielleicht auch unzumutbar ), sondern deine durchsetzen.

Mehr Arbeit macht es ihr, wenn sie alles organisieren soll, was nach deinem Tod notwendig ist.
Da hängt schon einiges dran, vor allem, wenn du deine Unterlagen nicht sehr gut in Ordnung hast.
Sie also alles zusammensuchen muss.
Das könntest du mal als erstes machen.

Na, und wenn du dir vorstellst, ihr eine umfassende Vollmacht für alle Belange deines Lebens zu übertragen und sie damit einverstanden ist, kommt auf sie richtig was zu, wenn du später tatsächlich darauf angewiesen bist.
Nicht alle alten Leute werden hilflos, aber sehr viele immerhin so weit, dass sie z.B. nicht mehr ihre Steuererklärung schaffen, Konflikte rund um Versicherungen austragen, die Heizungswartung bestellen, die Rechnungen fristgerecht bezahlen etc.
In diesem Stadium der Hilfsbedürftigkeit befinden sich viele Eltern meiner Freunde.
Ich habe Glück, meine beiden Mütter schaffen das alles noch.
Ich muss bist jetzt nur ganz wenig machen, für sie regelmäßig die schweren Sachen einkaufen oder ihr Handy oder den PC wieder zum Laufen bringen.

w 52