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  • #1

Persönlichkeitsstörung als Single?

Ich muss da mal eine Frage stellen!
Vor zwei Wochen war ich auf einer großen Familienfeier. Viele hatte ich Jahre nicht gesehen. Ich musste extra anreisen und so hatte ich viel Zeit. Es war nicht gerade unspannend mit den Cousins und Cousinen, Tanten, Onkels etc zu reden. Welche Wege sie genommen haben. Zu 99% verheiratet und Kinder. Und ich, seit 4 Jahren Single, nicht verheiratet, keine Kinder.
Um es auf den Punkt zu bringen. Nach den zwei Tagen wurde ich förmlich beiseite genommen um zu hinterfragen ob ich nicht einen „knall“ hätte oder „wenigstens“ ein schlüpfriges Leben führe. Sprich die Sau raus hängen lässt. Ich konnte alles nicht bestätigen. Und habe gesagt ich führe ein ganz normales Leben, Arbeit (viel), essen, schlafen, lesen und Sport etc. Es hat mir zu denken gegeben. Wieso sollte ein Single eine Persönlichkeitsstörung haben. Ich kenne eher Leute, auch mit Kindern, die diese Merkmale aufweisen aber einen auf heile Familie machen.
Da wir ja hier in einem Single-Forum sind, frage ich euch.
Werdet ihr auch als unnormal von der Umwelt aufgenommen?
 
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  • #2
Ein Bekannter sagte mal zu mir, dass in unserer Gesellschaft "ein Mensch, der mit einem Pferd zusammenlebe, besser akzeptiert sei, als der Single". Damals musste ich lachen, heute gebe ich ihm recht.
 
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  • #3
nun, liebe FS,

viele die länger als 4 Jahren solo sind haben in der Tat was abbekommen. Und viele werden mit zunehmendem Alter richtig seltsam.
m, 45
 
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  • #4
Nein, ist mir nich nicht so gegangen (w47)

Meine Mutter hasst Männer (ah...daher habe ich das Problem) und ist ganz glücklich, dass ich ein zufriedenes und glückliches Leben allein führe.
Mit einem guten Freundeskreis, einem guten Job und genug Abwechslung für mein Seelenleben.

Der Rest meiner Familie sagt nichts.
Mein Freundeskreis ist erstaunt dass ich immer mal wieder ein paar Verehrer im Dunstkreis habe.
Aber ich bleibe lieber allein.

Eigene Familie hatte ich schon mit jetzt erwachsenem und gut geratenen Kind.

Ich brauch nichts.
 
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  • #5
Um mich herum leben nur Familien (2000-Einwohner-Gemeinde). Ich lebe seit gut 2 Jahren hier. Mein Sohn ist oft beim Vater, also bin ich oft alleine. Es wird getuschelt, da ich auch von zu Hause arbeite. Vor kurzem hatte ich einen ortsansässigen Handwerker da, der mich direkt fragte, ob ich denn ganz alleine in dem großen Haus wohnen würde (auch andere direkte Fragen wurde gestellt, die ich natürlich nicht beantwortete ;-)))!)

HIer wird geredet und geredet. Vermutlich schon seltsam, dass eine attraktive Frau immer alles alleine macht und nie Besuch hat. Eigentlich berührt es mich unangenehm, auch wenn ich mir immer wieder sage, dass es die Nachbarn nichts angeht, wie ich mein Leben lebe, so spüre ich doch diesen *Gruppenzwang*. Am schwierigsten für mich ist es aber das Gefühl vermittelt zu bekommen, Freiwild zu sein.

Daher habe ich mich komplett von der Nachbarschaft distanziert. Nur noch ein kurzes *Hallo* und das auch nur mit einem Minimun an Freundlichkeit/Höflichkeit!

w
 
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  • #6
IWieso sollte ein Single eine Persönlichkeitsstörung haben. Ich kenne eher Leute, auch mit Kindern, die diese Merkmale aufweisen aber einen auf heile Familie machen.
Da wir ja hier in einem Single-Forum sind, frage ich euch.
Werdet ihr auch als unnormal von der Umwelt aufgenommen?

Hat man dem FS wirklich gesagt, dass er wohl eine Persönlichkeitsstörung hat, weil er Single ist?

Wenn dem so ist, wäre das meine letzte Familienfeier gewesen, denn dann hat wohl die Familie bzw. Der/Diejenige, die eine P-Störung hat, einen Single beiseite zunehmen, und so mit ihm/ihr zu sprechen. Das ist anmassend, abwertend, unmöglich, mir fehlen einfach die Worte dafür.

Gut, ich lebe in Berlin, da ist es normal Single zu sein, würde ich als Frau, so wie ich lebe, in Bayern auf dem Land leben, würde ich garantiert als unnormal wahrgenommen und definiert werden.

w 50
 
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  • #7
Lass Dir nichts einreden. Jeder ist auf seine Art und Weise "seltsam". Ob ich nun Single bin und dazu stehe, das ich ohne Partner (und vor allem ohne die vielen Kompromisse) glücklich bin oder einen Partner und Kinder habe, bei denen ich Kompromisse und was weiß ich noch eingehen muss.

Wenn Du mit Deinem Leben glücklich bist ist doch alles OK. Vielleicht spricht ja nur der Neid aus den Äußerungen der Anderen, die auch gerne so ein ungebundenes Leben führen möchten.

Ich könnte mir (nach 1,5 Jahren offiziellem Singledasein) nicht vorstellen eine "normale" Beziehung zu führen. Das wäre mir ehrlich gesagt zu viel. Hatte ich bereits und bin auch nun froh, das meine Tochter seit Jahren auf eigenen Füßen steht. Ich liebe sie nicht weniger als eine "normale" Mutter.

Aber ich würde nicht behaupten, das ich eine Persönlichkeitsstörung aufweise. Das halte ich für lachhaft. Vielmehr würde ich vielen verbundenen Partnern eine Persönlichkeitsstörung anlasten, die sich selbst völlig aufgeben, nur um dem Partner zu gefallen.......
 
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  • #8
nun, liebe FS,

viele die länger als 4 Jahren solo sind haben in der Tat was abbekommen. Und viele werden mit zunehmendem Alter richtig seltsam.
m, 45

So krass würde ich es nicht benennen und es kommt wohl auch aufs Alter an.
Ich würde sagen, man richtet sich sein Leben als Single gemütlich ein, hat seine Rituale und seinen Rhythmus. Ein neuer Partner bringt das natürlich durcheinander und das kann als irritierend oder sogar störend wahrgenommen werden.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man in 4 Jahren so ganz ohne Liebe lebt. Hatte die FS so gar keine Beziehung, keine Affäre, keinen Lover, nicht mal einen Verehrer - gar nichts?!?
 
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  • #9
Nein, in meinem Umfeld ist das nicht unnormal, im Gegenteil. Ich bin aber aus Berlin und hier ist es nicht schwer, völlig anonym und kontaktfrei zu leben, auch wenn man das nicht will. Niemand kümmert sich um andere. Hier wird es eher als seltsam wahrgenommen, mit fremden Menschen in Kontakt treten oder gar Kontakte vertiefen zu wollen. Will man nicht aufdringlich sein, lässt man das lieber bleiben.
Es gibt sogar ein Lied von Sportsfreunde Stiller zu dem Thema Kontaktarmut ("siehst du das genauso") und das Video dazu ist bezeichnenderweise in Berlin gedreht worden (die Jungs sind eigentlich aus Bayern).
 
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  • #10
Wer sich mit 30 noch nicht fruchtvoll gepaart hat, muß ja wohl zwangsläufig ein Soziopath sein. Wir sind hier schließlich in Deutschland.

*Sarkasmus aus*
 
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  • #11
Ich habe nie diese Erfahrung gemacht. Single zu sein ist nichts Ungewöhnliches. Ich habe viele Freunde ohne Partner, meine Schwester ist solo, es gibt so viele Menschen. Heutzutage absolut normal. Warum leitest Du aus den Fragen gleich eine Persönlichkeitsstörung her ? Lass Dir nichts einreden und lebe Dein Leben, wie es Dir gefällt. Allein das zählt. w, 33
 
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  • #12
Nun… ich bin nun seit annähernd 4 Jahren Single und führe ein sehr zurückgezogenes Leben ohne irgendwelche Eskapaden. Ich gebe offen zu, dass ich eine Vermeidungsstrategie fahre. Deswegen angefeindet oder für seltsam befunden wurde ich allerdings noch nie. Sinngemäß bekomme ich höchstens Sprüche von Kollegen zu hören ich solle mal ins Bordell gehen. *lach* Da werde ich eher im Berufsleben schräg angesehen.
M45
 
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  • #13
Da sieht man mal, wie tolerant unsere aufgeklärte Gesellschaft ist.

Liebe Fragestellerin, lass Dir nichts einreden und gehe Deinen eigenen Weg. Es ist sicherlich schwer, wenn in Deiner Famile und Bekanntenkreis fast alle mit Partner und Kindern leben. Fällt man selbst aus dem Raster, wird man gleich schief angeschaut. Die Menschen sind manchmal ein wenig borniert und schließen von den eigenen Bedürfnissen gleich auf die Mitmenschen und wer da anders lebt ist halt nicht "normal". So ist das leider meistens, aber deshalb leidest Du noch lange nicht an einer Persönlichkeitsstörung. Es gibt auch viele gestörte, die eine Familie und Kinder haben. Da brauchen wir uns nichts vorzumachen und andere wiedrum leben eine Scheinfamilie und machen auf glücklich. Wenn man dann mal hinter die Fassade schaut ist auch nicht alles so rosig wie es scheint. Manchmal sind es dann genau diese Menschen, die Dir eine Andersartigkeit einreden wollen.
Außerdem hängt es auch sehr stark davon ab, ob Du auf dem Land, einer Kleinstadt, oder Großstadt wohnst und wie konservativ dein Umfeld ist und ob da mehr an den traditionellen Werten festgehalten wird, die keinen Freiraum für alternative Lebensformen lassen.

Darüber hinaus leben wir in einer Singlegesellschaft und es werden immer mehr die so leben - vielleicht hat sich das in Deiner Familie noch nicht rumgesprochen.
 
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  • #14

Sehe ich nicht so. Sehr schön kann man das unter anderem im Forum beobachten. Berichtet eine Frage von den Sorgen und Problemen, die das Singledasein mit sich bringt, lässt sich oftmals ein reger Zuspruch von beiden Geschlechtern finden. Da werden dann bspw. hohle Plattitüden à la "man muss nur mit sich selbst glücklich sein, dann wird schon alles" runtergeleiert, welche den Single aufmuntern wollen.

Betrachtet man dann wiederum Threads mit brisantem Topic, wird ganz schnell von "den Übriggebliebenen", "den Resten" oder denjenigen "welche ohnehin niemand will" gesprochen. Das Andichten sämtlicher Persönlichkeitsstörungen gehört dort ohnehin quasi schon zum guten Ton. Da solche Beiträge zumeist frei jeglicher political correctness sind, spiegeln sie meiner Meinung nach ein deutlich realistischeres Bild der gesellschaftlichen Einstellung gegenüber Singles wider.

Offiziell sind Singles Menschen wie alle anderen eben auch. Inoffiziell sind sie in unserer Gesellschaft (und hier insbesondere Dauersingles) Menschen zweiter Klasse, mit denen irgendwas nicht stimmen kann. Kann man die vermeintlichen Defizite nicht am Auftreten erkennen, müssen sie eben im Charakter verborgen liegen.
 
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  • #16
Ich kenne einige Singles, die das schon mehr als 3 Jahre sind ... und ja, ich kann dir bei jedem genau sagen, dass derjenige richtig fett einen an der Waffel hat. Keinen von denen möchte ich als Partner weil gestört.

Die Leute sollten mal aufhören sich das schön zu reden. Ein normaler Mensch lernt andere Menschen kennen und ein normaler Mensch kann mit anderen Menschen auskommen und eine Beziehung führen. Viele wollen aber ihren eigenen Stiefel machen und sich nicht anpassen an einen anderen Menschen. Oder sie verhalten sich recht eigenartig, so dass niemand Interesse an ihnen hat.

Für mich sind Langzeitsingles psychisch gestört.
 
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  • #17
Ich kenne viel mehr vergebene Leute, bei denen fliegen daheim die Messer durch die Räume und die Flaschen an die Köpfe. In meinem Familienkreis gab es schon Ehepaare, die sind sich mit der Axt hinterher gerannt oder wollten sich mit dem Auto gegenseitig überfahren. :) Ich kenne Phasen, da kamen vierteljährlich die Streife zu uns zu Besuch und die Polizisten haben sich jedes Mal mit einem Lächeln verabschiedet, weil sie wussten, es wird nicht das letzte Mal sein, dass sie zum Kaffee kommen
Ich würde sagen, das sind ganz normale Alltagsgeschichten, wenn man schon ein paar Jahrzehnte verheiratet ist.

Persönlichkeitsgestört ist man nur, wenn man es sich einreden lässt und selbst daran glaubt
 
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  • #18
Daran sieht man, dass Verwandte nicht unbedingt gute Freunde sein müssen.
Ich kenne das auch, dass man als sogenannter "Hagestolz" dauernd bedrängt und genötigt wird.
Leider gibt es das wilde Lotterleben, das in dieser Bezeichnung mitschwingt, auch bei mir nicht.
Ein Hagestolz ist fesch wie Jopi Heesters und geht jeden Tag ins Maxims.
Leider gibt es kein Maxims mehr.
Man geht robotten, gibt dort seine 100% und dann legt man sich ins Bett, um morgen wieder seine 100% geben zu können.
Man mehrt das Bruttosozialprodukt und wird zum Dank dafür auch noch beleidigt und verleumdet.
Wer würde nicht gern abends die Bettdecke zurückschlagen und dort wollüstiges Weib vorfinden??
Aber da man das nicht bekommt, ohne zu Stehlen, oder zu Morden, muss es halt irgendwie ohne gehen.
Fortpflanzung ist keine Nebensache.
Wieviel Mal 100% kann man geben, wenn die Erwerbsarbeit einem das schon abverlangt?
Das ist nicht beiläufig zu regeln.
Das erfordert ebenfalls alle Aufmerksamkeit-oder Helfershelfer, die einem was zuschachern.
Man würde ja gerne, aber niemand ist ehrlich und alle Lügen, damit die heilige Statisik stimmt.
Wenns drauf ankommt, wird einem die Tür vor der Nase zugeschlagen, oder man bekommt sonstwie den Tritt.
Die Zeit verinnt und die Chancen, nochmal irgendwo ein Bein auf die Erde zu bekommen, schwinden rasend schnell.
 
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Griet

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  • #19
Warum hast du die "lieben Verwandten" nicht gefragt, ob zuviel Schwipps in der Kirschtorte war? Beziehungs- und Familienleben ist bisweilen fuuuuurchtbar langweilig. Die haben einfach nur auf ein paar heisse Anekdoten deinerseits gehofft. Würd´ ich mich auch nicht drauf einlassen - nicht mal wenn es so wär´.
 
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  • #20
da könnt ich ja...
wenn ich das schon lese.
ganz kurz fs du lebst so wir du willst
lass doch andere sich sinnlos vermehren damit sie
was anderen zum erzählen haben
zu einer anderen gastschreiberin
was will man auch zu solchen nachbarn anderes sagen
als nur hallo und kenne das ich bin single und jeder netter
blick oder eine freundliche handlung wird direkt
als s.aufforderung von männer gesehen ja solangsam
hasse ich was das freiwild sein zu sein dennoch brauche
ich nicht einen ehering und kinder

w31
 
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  • #21
Liebe FS,
eine Persönlichkeitsstoerung ist eine schwerwiegende psychiatrische Diagnose. Ich denke nicht, dass man damit die Mehrheit der Singles labeln kann, nur sehr wenige.
Ich denke aber, dass unter Singles die Quote der psychischen Erkrankungen höher ist, als unter den Paaren und das es bei einigen die Ursache, bei anderen die Folge des Singleseins ist. In 3 Jahren Partnersuche habe ich einige Männer kennengelernt, die sehr weit weg von psychischer Normalität waren und es fiel in der Anfangsphase auf.

Ich bin seit 8 Jahren Single, hatte in der Zeit keinerlei Affären oder ONS o.a. Das ist nicht mein Ding. Ich wollte eine Lebenspartnerschaft und nichts anderes. So toll waren die Männer auch nicht, dass ich davon abgerückt wäre.
Ich merke schon, dass ich mich durch die lange Singlezeit verändert habe. Ich bin kompromissloser geworden, habe viele negative Erfahrungen gesammelt, wie mit mir als Mensch in verschiedenen Situationen umgegangen wurde. Das lasse ich mir nicht mehr bieten. Ich bin nicht mehr ansatzweise so nett und hilfsbereit wie früher, sorge viel mehr für mich selber, lasse andere auflaufen, verzeihe weniger, frage nicht mehr nach Unterstützung . Das sind alles soziale Fähigkeiten, die man in Beziehungen trainiert und das fehlt eben. Das Singleleben stellt andere Anforderungen und dafür bilde ich nun die Kompetenzen aus.
Dabei ist es bei mir nicht wirklich schlimm, denn ich habe einen Beruf, der Kommunikationskompetenzen und Kooperation, Teamarbeit etc fordert. Aber auch da bin ich nicht mehr so unterstützend und versöhnlich wie früher.
 
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  • #22
Ja, genau, wenn man "dem psychotischen Single" auch noch kriminelle Energie andichten möchte, dann verweise ich auf die Mord-Statistik der nicht-organisierten Kriminalität, nach der wesentlich mehr Liierte morden - und zwar im engsten Kreis, dem der Familie nämlich.
Familie kann einen genauso plemplem machen, wie "zu lange allein zu sein".

Aber nicht mal das ist so pauschal zu beurteilen.
Ich finde, es kommt sehr darauf an, wie man mit dem Alleinsein umgeht.
Es gibt Eigenbrötler, manchmal lernen wir sie ja auch bei Dates kennen, aber viel öfter geben sie sich kaum mehr Mühe, noch jemanden kennenzulernen, weil sie schon wissen, dass sie es eigentlich gar nicht möchten. Nicht mal die lassen sich über einen Kamm scheren.

Soziale Fähigkeiten müssen trainiert werden. Und da müssen wir Singles immer schön am Ball bleiben. Auch wenn sich kein Partner einstellt, müssen wir unter Leute, Freundeskreise pflegen usw.

Was Du, liebe FS, erlebt hast, ist natürlich eine krasse Sache. Scheint eine etwas dörflich-kleinstädtische Gesellschaft gewesen zu sein. Dort - das habe ich selbst erlebt - wird das Singlesein tatsächlich immer noch als "seltsam" angesehen, ja teils sogar als gefährlich. Wo eine Single-Frau auftacuht, haben Ehefrauen Angst um ihre Männer und irgendwie scheint dem Single sowieso irgendwie "Pech" anzuhaften oder "Gefahr", weshalb man gesellschaftlich lieber keinen Umgang mit ihm hat. In einem solchen Milieu wird sich dann auch das Etikett mit der Persönlichkeitsstörung bilden (wetten, die wissen nicht mal, was das genau ist?).

Daher gehört zum sozialen Leben eines Singles, sich Umgang mit Menschen zu suchen, die mit mehreren Lebensformen gut umgehen können... Hier in der Großstadt, wo ich nach schlechten Erfahrungen in einer Stadt mit 65.000 Einwohnern nun wieder lebe, sind über die Hälfte der Menschen, die ich kennen lerne, Singles. Das ist hier sowas von normal... (wenn DIE alle gestört wären...!).
 
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  • #23
Hallo FS

Ich kann nicht erkennen das Du als unnormal und krank bezeichnet wurdest..

Ich kann aber erkennen das diese Leute einfach Dumm daher geredet haben.

Das tun Menschen manchmal..Gerade bei diesem Thema wird da oft dummes Zeug geredet.

Ich denke aber nicht das es wirklich ernst gemeint war.

m47
 
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  • #24
Die Reaktionen von Unverständnis oder gar die Unterstellung, dass mit mir etwas nicht stimmen kann kenne ich auch nur zu gut.
Aus meinem Freundeskreis aus Gymnasialzeiten kommt derartiges nicht.
Als ich noch zur Uni gegangen bin durfte ich ebenfalls feststellen, dass es für die anderen kein Problem war, jedoch fing mein Vater damit schon vor knapp 5 Jahren (um meinen 18.) an, wenn er mal wieder fragte ob ich "endlich" eine Freundin habe.

Im Verein, bei den Pfadfindern und bei den anderen in der Ausbildung gibt es noch sehr viel mehr Unverständnis und Aussagen darüber, das mit mir wirklich etwas nicht stimmen kann, dass ich nicht wenigstens unverfänglich Sex haben will, sei es mit irgendeiner beliebigen oder im Bordell. Zu letzterem darf ich ständig Einladungen ablehnen...

Daran sieht man ja auch, dass je nachdem in welchen Kreisen man sich bewegt mehr oder weniger viel Gegenwind kommt.
 
  • #25
Ach was - nein ! - Single sein ist auch normal.

Single = z.B. nicht den Falschen am Hals - weiter nach dem Richtigen suchen.
Oder es gibt auch einzelne Leute, die bewusst alleine leben wollen.
Werdet ihr auch als unnormal von der Umwelt aufgenommen?
Ja !

Ein Onkel wunderte sich, warum ich (m, damals 37) immer noch nicht verheiratet bin ?
(Während sein Sohn (28) gerade heiratete. Aber mit Frauen viel Pech hat - jetzt 2. Ehe mit Kind)

Inzwischen halte ich mein Privatleben m.o.w. geheim, weil es für die Leute hier (Land + Kleinstadt)
noch unnormaler wäre. (m,53, Single, nie geheiratet, keine leiblichen Kinder)
Auch heute halten mich manche Leute für unnormal, lassen es sich aber nicht anmerken.
Aber die Meisten interessiert es m.E. zum Glück nicht.

Immerhin kann ich meinen Stiefsohn(12) nachweisen, das beruhigt dann die Gemüter.
Und akzeptieren sie, wie einen leiblichen Sohn.
Manchen stört sogar der Zusatz "Stief-" - ich soll ihn einfach als meinen Sohn bezeichnen.
Sie bewundern, daß ich immer noch regelmäßig Kontakt halte und ihn unterstütze.

Mir scheint, daß hier die Leute (M+F) ab 30 schnell in festen Beziehungen sind, oder gar heiraten.
Und ggf. zwischendurch nicht lange Single sind.
Alle Paare scheinen mir hier verheiratet zu sein. (Obwohl der allg. Trend = immer weniger Hochzeiten ?)
Also für sie unnormal, wenn Jemand über 30 (bereits länger) Single ist ?

Es wäre sehr mühsam, den Leuten zu erklären, warum das jeweils so ist.
Sie können es m.E. nicht begreifen, weil sie selber ja anders sind.
Vielleicht können es nur gleichaltrige Singles verstehen ?

Ich habe soviel Schlechtes in anderen Beziehungen erlebt oder erfahren.
Besonders was Männer ihren Frauen antun.
Ich lege großen Wert darauf, daß ich mir stets ehrlich in den Spiegel schauen kann. Das ich nicht so mit Frauen umgehe.
Ich bin für Gleichberechtigung und Emanzipation - nicht das klassische Rollenverhalten.
Aber hier wollen die meisten Frauen und Männer es doch lieber klassisch: Frau "am Herd" - Mann "Pascha"
Auch deswegen bin ich (wieder) Single.

Das mag "unnormal" wirken, weil ich nicht so bin wie die Mehrheit.
Aber es ist mein Leben, das ich mir ausrichte (soweit möglich) - und nicht wie die Mehrheit bin.

Ich kann auch alleine leben, obwohl mir eine feste Partnerschaft lieber wäre.
Ich muß keine Partnerin "ertragen" nur um nicht alleine zu sein.
Unglücklich zusammen, ggf. verheiratet, und x-ungewollte Kinder am Hals - sind keine Kunst.
Sondern eine Kunst, es nicht so zu machen. Sondern besser.

Ich habe stets an das Gute und an die Liebe geglaubt.
Aber das ist anscheinend mein größter Irrtum meines Lebens.
 
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  • #26
Hallo FS!

Ja, solche Gedanken kenne ich auch. Man wird halt immer daran bewertet ob man einen Partner hat oder nicht. Da wird ständig rum gekruschelt und spekuliert und was weiß ich. Ich bin eine attraktive Frau, ich habe einen guten Job und ein schönes Leben. Ich warte auf einen Ebenbürtigen. Ein Mann soll mir was bringen, der soll mich bereichern. Ich brauche keinen.
Fakt ist doch, die meisten Typen in meinem Umkreis würden ich nicht nehmen und wenn man sich so überlegt was alles Single in Beziehungen ist. Zweimal im Jahr Sex, oder nie...haben mir schon mehrere anvertraut. Bleib dir treu. Die anderen sollen denken, oder machen was sie wollen. Die meisten können ja nicht alleine, haben kein Geld und kein Kreuz.

Alles Gute!
 
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  • #27
Lass die Leute reden das haben Sie immer schon getan...

Das machen die bei anderen Singles auch..Nicht persönlich nehmen und dem Thema nich tmehr Macht geben als es ist.

m47
 
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