Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

  • #121
Ob du das nun als Gesäusel oder sonstwie deklarierst, ob du den Vergleich "Schubladen denken" satt hast oder nicht, sorry das ist nicht mein Problem.
Ich nehme mir das gleiche Recht raus wie du, nämlich genau das zu schreiben was ich denke.
Punkt!!!

Im übrigen eine klare Meinung zu haben und Menschen die diese nicht übernehmen oder leben wollen, als einfache Gemüter abzustempeln ist ein himmelweiter Unterschied.

<<Negation von Erfahrungswerten wäre eine Verleugnung des bisherigen Lebens<<

Joo und vereitelt event. neue, andere Erfahrungen, womit wir wieder bei den Schubalden sind
:))))) .
 
  • #122
@#120: Selbstverständlich darfst Du hier Deine Meinung schreiben. Aber bitte nicht Deine Meinung zu mir, sondern zum Thema. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen unseren Beiträgen.

Die erfahrungsbasierte Einschätzung neuer Situationen vereitelt nicht generell neue Erfahrungen, aber sie lässt uns besser selektieren, welche Erfahrungen wohl positiv und welche negativ sein werden. Lebenserfahrung ist nützlich, nicht schädlich.
 
G

Gast

  • #123
@#117: "<< was bitte hast du denn schon groß für Infos? Meinst du etwa die ganzen unbelegten Behauptungen aus #115?<<

Nein die meine ich nicht, das überlasse ich anderen. ;-))) .
Aber ich will mal nicht so sein und beantworte dir deine Frage. Ich mache nebenberuflich
den Bürokram für ein bekanntes Tatoostudio, worunter u.a. auch die Terminplanung fällt.
Die Orginisation von Tattooevents u.v.m.

<<Heutige Tattoos haben nicht mehr viel mit früheren gemein? Was bedeutet das denn? Sind sie besser oder schlechter geworden.<<

Früher wurden Tattos tatsächlich mal in bestimmten Kreisen (Matrosen, Häftlinge usw.) von Laien gestochen. Unabhängig von dem künstlerischen Talent und Anspruch.
Daher kommen wohl auch die vielen Vorurteile von Leuten die den "Anschluß" verpasst haben.
Tatoos von denen ich spreche, werden in modernen Studios von begabten Leuten mit
künstlerischem Anspruch gemacht. Sicher gibt es hier auch mal weniger begabte, genau wie nicht jeder Haarstylist auch tatsächlich gut ist. Da muß man sich halt vorher schlau machen,
schließlich lässt man ja auch nicht jeden an seine Haare.

<<Dort habe ich mal die mögliche Wirkung eines Tattoos aufgeschrieben<<

Diese Wirkung kommt von dem Motiv und wie es dich anspricht. Das kann für dich so oder
anders sein. Doch eine mögliche negative Wirkung gibt es ja nicht nur bei einem Tattoo.

<<Wie viel sagt dein Schwiegersohn über eine ganze Population aus? So gut wie gar nichts.<<

Habe ich das behauptet? Das war lediglich ein Bsp. zu dem hier öfters zu lesendem Vorurteil,
das nur bestimmte "Schichten" sich tätowieren lassen. Tja, komisch nur das sich das in der
Praxis ganz anders darstellt und das ist Fakt!!!

<< Mal abgesehen davon, dass ich den Begriff "Jungmanager" allein schon für ein Oxymoron halte. <<

Ich nicht. Ich sehe da weder einen Widerspruch an sich noch einen Unsinnszusammenhang.
Es ist lediglich ein "Überbegriff" für eine leitende Tätigkeit in höher gestellter Posiiton eines
noch jungen (32) Menschen. Natürlich könnte man auch die genaue Berufsbezeichnung angeben, doch wozu?


<<Woher weißt du, welches Klientel Tattoostudios haben? Gibt es irgendwelche verfügbaren Statistiken dafür oder sind das Mutmaßungen? <<

S. oben!

<<Wie viele Studios kennst du überhaupt?<<

Nun schon einige, darunter auch ziemlich bekannte. Beusche doch einfach mal ein Tattookonvent. Diese Veranstaltungen sind öffentlich :))
Unterhalte dich mit den Menschen dort, vielleicht hast du dann einiges zu überdenken. Zumindest wenn du offenen Geistes bist. ;-))

<< Deine sogenannten "Infos" sind nichts weiter als Mutmaßungen. <<

Na, wenn du das sagst.
 
  • #124
@#122: Zum Schwiegersohnbeispiel: Wenn hier behauptet wird, dass Tattoos für bestimmte Milieus, Geisteshaltungen, soziale Gruppen typisch sind, so KANN man schon rein philosophisch solche Behauptung nicht durch EIN Beispiel widerlegen. Niemand behauptet, dass das auf 100% zutrifft und auf alle anderen zu 0%. Aber es gibt eben durchaus statistisch signifikante Häufungen.

Wieviele Motorradfahrer sind tätowiert? Wieviele VW- Passat-Fahrer?
Wieviele Akademikerinnen haben ein Arschgeweih, wieviele Nichtakademikerinnen?
Wieviele Künstler haben ein Tattoo? Wieviele Naturwissenschaftler haben eines?
Wieviele Rauschmeißer auf dem Kiez? Wieviele Empfangschefs eines guten Hotels?

Glaubst Du wirklich, dass Du nicht vorhersagen kannst, welche der jeweiligen Gruppen den höheren Anteil haben? Nie wird es 100%-0% stehen, aber ebenfalls nie 50%-50%.

Du siehst diejenigen Ausnahmen, die als Ingenieur, Naturwissenschaftler, Manager zu Euch kommen und sich tätowieren lassen. Nun überlege Dir aber mal, wieviele es davon gibt, die NICHT kommen. Das ist der springende Punkt! Du erlebst tagtäglich die Ausnahmen und konstruierst Dir daraus ein völlig falsches Bild der normalen, soliden, gesitteten Bevölkerung.
 
  • #125
@#122: Eigentlich finde ich die Schilderung deiner Tätigkeit für unsere Frage wenig aufschlussreich. Wie Frederika in #123 schon sagt, siehst auch du nur einen kleinen Ausschnitt aus der Welt. Wirklich weiterhelfen würden nur handfeste Statistiken. Und übrigens: Ist es tatsächlich so, dass jeder in eurem Studio seinen Beruf nennt?

Ich habe mehrere Jahre direkt bei uns in HH auf dem Kiez gearbeitet (wohlgemerkt in einer IT-Firma) und bin jeden Tag an dieser Tattoo-Stube am Hamburger Berg vorbeigefahren:

http://www.die-aelteste.de/

Zudem bin ich dort öfter in den Kickerkneipen in derselben Straße unterwegs und weiß daher ziemlich gut, wer dort ein- und ausgeht. Glaube mir, sie sehen nicht nach Ärzten, Staatsanwälten und Bundestagsabgeordneten aus. Das sind genau die Typen, denen man nachts allein im Park nicht mal als Mann begegnen möchte.

Und jetzt schau dir mal diese Ergebnisseite einer Google-Suche an, insbesondere die Punktverteilung auf der Karte:

http://www.google.de/search?hl=de&q=hamburg+tattoostudio&btnG=Google-Suche&meta=&aq=2s&oq=hamburg+tatoo

7 von 10 Tattoo-Studios befinden sich in unmittelbarer Kieznähe. Das lässt ja wohl deutliche Rückschlüsse zu, wer sich Tattoos stechen lässt.

Ich sagte letztens schon, dass hier vorletztes Wochenende Harley-Treffen der Biker war im Volkspark. Fast alle dieser besonderen Spezies waren an den Armen volltätowiert.

Wer den Zusammenhang mit großflächigen Tattoos und einer merkwürdigen Gesinnung wie in #36 dargestellt leugnet, der verschließt die Augen vor der Wirklichkeit.
 
  • #126
Danke Thomas, für diese aussagekräftigen Fakten. Es ist einfach so: Da lassen sich zwanzig Kiez-Rauschmeißer, zwanzig Biker und ein Manager tätowieren und was erzählt wird, ist: "Es lassen sich auch Manager tätowieren." Richtig wäre zu sagen, "Wenig als 3% der Tätowierten entstammen keiner sozialen Randgruppe".

Ich sehe so oft Tätowierte -- und ganz oft gehören sie offensichtlich einem bestimmten Milieu oder einer Randgruppe an.
 
G

Gast

  • #127
Komisch, wenn ich das gleiche für Frankfurt eingebe, bekomme ich auch ca. 10 Studios. Allerdings liegt nur 1 im entferntesten Sinne im Rotlichtmilieu. Die anderen liegen "ganz normal".

Nun könnte ich anfangen, darüber zu argumentieren, was der Kiez an touristischer Bedeutung und "Hip"-ness gewonnen hat, oder mit [gelöscht] Statistik-Spielchen aus der Luft spekulieren. Ich könnte sogar davon erzählen, wieviele sich meiner ehemaligen Klassenkameraden haben tätowieren lassen und aus welcher sozialen Schicht sie kommen...aber lohnt sich das eigentlich? Die Meinungen sind doch schon längst festgefahren. Wir sind über einen toten Punkt schon längst hinaus. Nichts, aber auch gar nichts wird sich durch diese Diskussion an der Meinung von ThomasHH oder Frederika verändern.

Die Mehrheit der Menschheit hält mich für einen gottlosen Verdammten, der in einer der zahlreichen Höllen landen wird. Viele Männer halten mich vermutlich für ein Weichei, viele Frauen für langweilig. Ich glaube, ich kann verschmerzen, dass mich zwei Leute, die mir nur durch Foren-Nicks bekannt sind und die ich vermutlich nie treffen werde, irgendeinem "Milieu" zuordnen wollen, ohne je meine Bekanntschaft gemacht zu haben.

Ich halte das Thema, zu dem dieses Forum eröffnet wurde -- nämlich die Suche nach dem richtigen Partner -- für gänzlich ungeeignet für Pauschalisierungen und vage Schlüsse, die stärker von Weltanschauungen als von relevanten soziologischen Erkenntnissen geleitet sind. Den Schlußendlich kommt es mir zumindest immer auf den ganzen Menschen und die ganze Persönlichkeit an.

Viel Spaß noch mit euren Schubladen und Eurer Partnersuche. Denn mehr ist es wirklich nicht.
 
G

Gast

  • #128
"Weniger als 3% der Tätowierten entstammen einer sozialen Randgruppe" das hieße, die meisten Tätowierten sind in der Unterschicht, oder in dem noch kleineren Teil- Randgruppen zu finden.
Wäre dem wirklich so, gäbe es nicht so viele gut florierende Tatoostudios. Gehört die Hausfrau von nebenan dann auch zur Randgruppe, weil sie am Knöchel eine Tätowierung trägt? Das finde ich persönlich zu dick aufgetragen, aber ihr müsst es ja wissen.Sind weitere "Fremdbeiträge" hier eigentlich erwünscht? Wer BMW Fahrer prollig findet, wird auch nach dem hundertsten klugen Beitrag diese Meinung beibehalten, also wozu sich aufregen?
 
G

Gast

  • #129
Ich kenne eine junge Dame, die sich aus Liebe zu ihrem ehemaligen, chinesischen Freund die komplette Wirbelsäule vom Hals bis zum Steißbein mit chinesischen Schriftzeichen verzieren ließ.
Hat angeblich höllisch weh getan, weil doch sehr nah am Knochen bzw. Wirbelkörper gestochen wurde. Jetzt lässt sie sich das Ganze mittels Laser entfernen. Dauer : Ca. 5 Jahre, bis alles "unsichtbar" wird. Narben bleiben aber trotzdem zurück, mal abgesehen von den Kosten.
Wie verrückt muss man sein, sich so etwas machen zu lassen???
 
G

Gast

  • #130
Ihr könnt hier schreiben was Ihr wollt.

[Mod.= gelöscht! Meinungsfreiheit in diesem Forum bedeutet nicht, dass pauschale Beleidigungen, Hetzereien und eindeutig rassistische Äußerungen geduldet und veröffentlicht werden. Reißen Sie sich zusammen!]
 
G

Gast

  • #131
Ich schließe mich dem Fragesteller an.

Tätowierungen und Piercings hat man bei uns im deutschen Bürgertum nicht zu haben. Etwas andere gilt nur dann, wenn man

- nahe der Unterschicht angesiedelt ist oder ihr bereits angehört
- flippiger Künstler ist (wo dieses Dingen akzeptiert werden)
- Angehöriger eines entsprechenden Naturvolks ist
- im Knast sitzt oder saß
- zur See fährt
- Engländer ist

Wenn es zutreffen sollte, dass derartiger Körperschmuck bei unseren jüngeren Generationen gehäuft auftreten sollte, dann kann ich mir das nur mit der massiven Anglisierung weiter Teile unserer Bevölkerung erklären. Diese Leute übernehmen dann offenbar alles, was ihnen an Körperschmuck, Verhalten und Frisuren von ihren Idolen aus anglo-amerikanischen billig Konofilmen vorgelebt wird.

Das wäre echt krass und übel.
 
  • #132
@#130: Ja, sehe ich ähnlich. Tattoo und Piercing ist einfach unterschichtig und wird höchstens bei Prominenten verziehen, die ja auch ansonsten jeden möglichen Mist verzapfen und dennoch bejubelt werden. Der Normalbürger schüttelt zu recht den Kopf.
 
  • #133
ich halte mich für sehr normal - fast schon für eine Normalbürgerin.

Ich empfinde es als sehr beruhigend, wenn ich unter einem Armani-Anzug ein Tatoo entdecke, denn das zeigt mir, daß ein facettenreicher Mensch vor mir steht. Wunderbar! Ich möchte ja eventuell ein paar Jahre mit diesem Mann verbingen - ohne mich zu Tode zu langweilen.
 
  • #134
<MOD: Keine Diffamierungen anderer Beiträge. Sie kennen die Regeln gut genug!>

@Topic: Sicherlich gibt es schlechte Tattoos , sicherlich gibt es mehr Unterschichtige als Oberschichtige die Tattoos haben ( es gibt ja auch wesentlich mehr Bundesbürger aus der Unterschiht als aus der Oberschicht) In diesem speziellen Fall hier sollte man annehmen dürfen das ein "Elitesingle" mit Tattoo ein besonderer (besonders im positiven Sinne) Mensch vor einem Steht , der ein Stück seiner Geschichte auf seiner Haut trägt..

ich durfte schon wirkliche Körperkunst bewundern an wunderschönen Frauen in Formvollendung. Und solange es nur eine einzige Frau oder einen einzigen Mann aus der gehobenen Schicht gibt der ein Tattoo hat das einen Hintergrund und einen künstlerischen Anspruch hat, ist die Verallgemeinerung "Tattoo = Assi" nicht zulässig.. Und da es zumindest einen gibt, kann sie nicht zutreffen.

mal davon abgesehen ist eine stilecht tättowierte schöne Frau einfach überirdisch ..^^
 
  • #135
@#133: Nein, Hellekeen, "Solange es nur einen gibt, ..." -- Ausnahmen bestätigen die Regeln und werfen sie nicht um. Man wird mit Aussagen nie 100:0 erreichen, aber auch 98:2 ist schon eine gute, sichere Aussage.

Natürlich gibt es niveauvolle Menschen mit künstlerischen Tätowierungen. Ich kenne sogar welche persönlich. -- Dennoch: Warum in aller Welt tut man seinem Körper so etwas an? Was soll das bringen? Mir erschließt es sich einfach nicht. Ich find es schrecklich und inakzeptabel für einen Partner. Bei mir wäre es schon Fremdschämen. Geht einfach gar nicht.

Körperschmuck? Ich habe genau Null Schmuckstücke, die ich für immer, mein gesamtes restliches Leben tragen möchte. Wer seinen Körper als Accessoire sieht, der hat meines Erachtens einfach etwas missverstanden. Meine Körperoberfläche ist weder Schmuckstück, Accesscoire noch Tagebuch. Splitternackt darf und soll man einfach nackt sein und sieht auch ohne Verstümmelung toll aus.

Dein statistisches Argument mit "es gibt auch mehr Unterschicht" war ein etwas zu billiger Versuche, denn jedem hier ist klar, dass es um Anteile und nicht nur um absolute Zahlen geht. Und auch der ANTEIL von Piercingträgern und Tätowierten ist in der Unterschicht, unter Kriminellen und bestimmten Randgruppen einfach beträchtlich höher. Das wirst Du wohl auch kaum bestreiten.
 
G

Gast

  • #136
Mich würde es nicht stören, wenn mein Partner ein geschmackvolles Tattoo hätte.

Wenn ganze Körperregionen großflächig tätowiert sind, empfinde ich das allerdings eher als unästhetisch.

Tätowierungen haben offensichtlich schon lange die "Schmuddelecke" verlassen, habe dazu interessante Beiträge in seriösen Zeitungen gefunden:

Spiegel: Das Tattoo, einst als Stigma-Stempel der Unterschicht verpönt, ist in einer narzisstischen Gesellschaft zum Markenzeichen der Trend-Elite geworden. Was einst als Proll-Stempel galt, wird mittlerweile in kostbaren Fotografiebänden als Kunst auf der Haut zelebriert. Das Tattoo hat es vom gesellschaftlichen Stigma zum Statusträger gebracht.

FAZ: "Früher sind die Proleten gekommen. Heute kommen die Hausfrauen, die Bankangestellten, die Krankenschwestern. Vor zwanzig Jahren war das noch Hafentradition. Heute ist es Kunst am Körper."

Welt: Aus dem Symbol der Rebellion ist eines der Anpassung geworden. Jugendliche tun es, weil es alle tun: Unterschicht-Nachwuchs wie die Zahnarzt-Tochter, und spätestens seit Klavier spielende Hockeymädchen mit Bauchpiercing ihre gut situierten Eltern nicht mehr schocken, ist klar, dass sich das Tattoo in seiner tradierten Wirkungsgeschichte erschöpft hat.

w54
 
  • #137
@#135: Ja, ein Modehype für charakterschwache Menschen -- die später massenhaft sich ebendiese Tätowierungen wieder entfernen lassen. Menschen ohne Substanz, die sich von Medien eintrichtern lassen, ihre Schamhaare zu entfernen, Tätowierungen zu wünschen und sonst was für bizarre Dinge zu tun. Traurig, wie ferngesteuert und charakterlich schwach die moderne Gesellschaft zu werden scheint.
 
G

Gast

  • #138
# 135
Ich halte es für einen Unterschied, ob man/frau sich tätowieren lässt, weil "alle das so machen", das sind dann die, die mit nem schlecht gemachten Arschgeweih rumrennen und es sich nach 2 Wochen wieder weg wünschen. Solche Leute haben genauso eine Macke, wie diejenigen, die ihr Ego mit dicken Autos und Designerklamotten aufbessern müssen.
Ich hab mich mit 28 tätowieren lassen, hab vorher 10 jahre lang gut überlegt und dann 2 jahre lang nach Motiv und Tätowierer gesucht und bin glücklich und stolz, mein etwas grösseres Tattoo zu haben. Ich habs mit Bedacht so machen lassen, dass es im normalen Outfit nicht zu sehen ist, in Arbeitskleidung gleich gar nicht. Ich hab genug Selbstbewusstsein, mich so zu lieben wie ich bin, egal was andere davon denken und bin nicht darauf angewiesen, anderen gefallen zu müssen, um mich gut zu fühlen.
Jemanden abzulehnen, nur weil er/sie ein Tattoo hat, find ich etwas ??? strange.
Das ist, als wenn ich jemanden wegen der Augenfarbe oder der Haarfarbe ablehne, das er hat. Oder weil ich seine Mutter nicht mag.
 
  • #139
Huch, hier war ja lange Stille..

Ich sehes so: es intertessiert mich garnicht ob die unterschicht mehr tattoos hat als die oebrschicht und ob diese Tattoos furchtbar aussehen ob sie diese auf Herdentreib oder Gruppenzwang haben oder ob sie Schmerzpervers sind, Denn: ich suchte keine partnerin aus dem Niveau, dementsprechend darft die Unterschicht auch all das tun was sie will ohne das es mich kümmert.

Ich rede hier im Zusammenhang und Dunstkreis des EP ausschliesslich von Tattoos an Niveauvollen, Intelligenten und gutsituierten Menschen.. damit schliesst sich das "Uh mein Partner ist ein Proll weil er ein Tattoo hat" kathegorisch schonmal aus =). Diese Tattoos der Wohlsituierten sind natürlich in der Regel wohlüberlegter, schöner und Stilvoller als die der Arschgeweihfraktion. Spätestens wenn sich Jugendstilranken um einen schönen Körper legen ist der "Kunst" aspekt für die Meisten gut sichtbar. Für die einen ist es Lebensgefühl, für die anderen Wegpunkt, wieder andere möchten gerne diese Kunst nah an sich haben..

Es ist der gleiche Grund weswegen Vanessa Mae (nur) Geige spielt oder Jan Ulrich (nur) Fahrrad fährt.. Passion, Leidenschaft und die Persönliche Verbindung zu diesem speziellen Thema.
 
  • #140
Wenn Tatoos ein Klischee das auf Unterschicht hinweist weil sich früher mehrheitlich mitglieder der Unterschicht tätowieren ließen ist dann Schminken ein Klischee das auf Prostitution hinweist da sicher 90% der Prostituierten geschminkt sind?
 
G

Gast

  • #141
Beim Lesen so mancher hier gegebener Antworten, insbesondere der von Frederika, beschleicht mich doch arg das Gefühl, dass die jeweiligen Verfasser vorwiegend selbst in eher "unterschichtigen" Milieus verkehren, um mich mal des hier offenbar präferierten Vokabulars zu bedienen.

Wenn man zum Tanzen bevorzugt Dorfdiskotheken aufsucht, gegen die überflüssigen Pfunde bei McFIT ankämpft und seinen Urlaub in El Arenal verbringt, dann wird man selbstverständlich auch heute noch überwiegend lieblose, handwerklich schlecht gestochene oder gar wirklich schäbige Tätowierungen, die sich die jeweiligen Träger ohne großes Nachdenken für kleines Geld im nächstbesten Studio haben stechen lassen, zu Gesicht bekommen.

State of the Art ist das aber schon lange nicht mehr. Heutzutage geht man in der Regel nicht mehr in einen muffigen Laden, um sich ein simples schon dutzendfach gestochenes Motiv aus einem Vorlagenbuch auszusuchen. Individuelle und exklusiv für den jeweiligen Kunden angefertigte Motive, die perfekt an den Körper angepasst werden, sind heute keine Seltenheit mehr. Das sieht dann z.B. wie folgt aus:

<Mod. Hyperlinks entfernt.>

Selbstverständlich dominieren solche Tätowierungen noch nicht das Straßenbild, aber ob man regelmäßig auch mal so etwas zu Gesicht bekommt oder eben fast ausschließlich die sogenannten Arschgeweihe, andere oft schlecht gestochene Tribals und vergleichbare Gurken sieht, liegt nicht zuletzt an einem selbst. So exklusiv scheint das eigene Umfeld so mancher vermeintlicher "ElitePartner" ganz offensichtlich doch nicht zu sein.

Um Tätowierungen ganz allgemein in eine Schublade zu stecken, gehört darüber hinaus heutzutage schon Einiges an Borniertheit. Ebenso gut könnte man behaupten, dass Weingenuss ein Erkennungsmerkmal versiffter Säufer sei, weil ein gewaltiger Brocken des Weinumsatzes ganz unbestreitbar mit billigstem Fusel gemacht wird.

Der größte immer wiederkehrende Witz in dieser und den anderen Diskussionen zum Thema sind aber die höchstwahrscheinlich völlig frei erfundenen Statistiken, die bisher noch immer ohne Quellenangabe daherkamen. Gerade in einem Forum einer Partnerbörse, welche sich in erster Linie an Akademiker richtet, ist der Umgang hiermit höchst amüsant.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.