G

Gast

  • #1

Platonische Freundschaft, oder doch was anderes?

Hallo, habe einen platonischen Freund mit dem ich mich sehr gut verstehe und viel unternehme. Wir sehen uns ca. 4-5 Mal die Woche und fühlen uns immer sehr wohl zusammen. Viel Lachen, gute Gespräche etc. Dieser Mann ist allerdings ein "Womanizer". Er holt sich regelmäßig Frauen fürs Bett. Er sagt, er bräuchte das u.a. als Selbstbestätigung. Ich heiße sein Verhalten nicht für gut (zumal er eine Freundin hat, mit dieser aber nicht glücklich ist.) Zu mir sagt er immer, dass er mich sexuell nicht anziehen findet und wirklich nichts von mir wollen würde. (ich hatte lange Angst, dass er mich auch nur "flach legen" wollte.) Teilweise übertreibt er dabei schon so sehr, dass es sehr verletzend ist. ("bei dir würde ich nicht mal einen Hoch bekommen.) ..
 
G

Gast

  • #2
Hmmm...warum sagt er immer so was zu Dir? Ist das ein Thema, das man so oft zwischen Freunden besprechen muß?
Die Ausdrucksweise "einen hoch bekommen" und die sehr verletzende Art, weiterhin das Fraueninsbettholen trotz Freundin, mit der man nicht gelücklich ist, sich aber auch nicht trennt...zeigt mir mal wieder einen fragwürdigen und unreifen Charakter...vielleicht ist ja das auch ursächlich für das nicht vorhandene Glück mit der Freundin?! ich habe auch ein paar gute Freundinnen, manche finde ich erotisch, manche nicht..bei den letzteren würde ich jedoch den Teufel tun und ihnen in´s Gesicht sagen, daß ich sie nicht sexuell anziehend finde...nötigen sie mich zu einer Antwort, sage ich eher, DU wirkst auf MICH nicht, aber ich finde das und das schön an Dir, z.B. Deinen Hintern, Deine Augen, Deine Halsbeuge, wie Du Dein Haar zurückstreichst...dann aber auch ehrlich!
Schon mal überlegt, daß das bei Dir nur mal eine ganz andere Masche sein kann..."Huch, jetzt ist es passiert...kann´s mir gar nicht erklären, ich find´doch nix an Dir...also, das war´s dann auch..."
Paß´auf Dich auf...
Graf Dracula
 
  • #3
Er trifft Dich 4 bis 5 Mal die Woche, hat ne Freundin und noch Frauen für's Bett. wan hat er denn für das alles Zeit?

Ich würde mir im Übrigen - nachdem ich auch viel Lehrgeld gezahlt habe - das von einem Mann nicht mehr sagen lassen! Der wäre für mich erledigt.
 
G

Gast

  • #4
Was Du beschreibst kling, als wäre er auf der Suche nach dem Dosenöffner, mit dem er Dich doch noch 'knacken' kann. Der Herr lässt sich ja wirklich viel einfallen. Du denkst zumindest schon mal viel über seine Sprüche nach. Willst Du ihm nicht bald das Gegenteil beweisen?
 
G

Gast

  • #5
Ich glaube, es ist anders herum. Er weiß genau, daß er keinen Erfolg haben kann damit, weil Du nicht die Prägung hast, die die Frauen haben, die er ins Bett schleppt, abfertigt und dann vergißt.

Vielleicht ist es auch so daß er sie um seinen Sexualtrieb ausleben zu können, irgendwie herabwürdigt und benutzen will. Bei Dir kann er das nicht, weil er Dich zu gut kennt.

Aber #2 hat schon Recht. Was spricht dagegen, wenn Du es einfach versuchst wenn Ihr mal bei Dir seit ? Du kommst dann eben nackt aus dem Bad. Wird er dann davon rennen ?

Weil: So, wie er austeilt und Dich verletzt schützt er sich selber vor irgendwas, weil er Dich damit auf Distanz hält.

Probiers aus und sag im letzten Moment, daß Du es doch nicht willst - aber so herrscht Klarheit.

7E2176FE - m, 39
 
G

Gast

  • #6
siri

kann sein, daß du einem der Herren mit Heiligen-und-Huren-Syndrom begegnet bist. Wenn du möchtest, daß er dich gut findet, meide sein Bett!
 
G

Gast

  • #7
Hallo,
hier erstmal der zweite Teil, meines Postings. Passte von der Zeichenzahl nicht.

Dafür betont er immer wieder, dass er mich als Freund, sehr mag, er hat emotionale Momente, wo er mir seine (freundschaftliche Zuneigung) offenbart, im nächsten Moment ist er aber wieder sehr distanziert.
Ich möchte auf keinen Fall mit ihm ins Bett, er als Mensch (nicht als Mann) bedeutet mir mehr und ein "Betthäschen" möchte ich nun gar nicht sein.
Er sagt hin und wider so Sachen wie "du bist doch nicht ehrlich zu mir, du liebst doch deinen Mann (Trennung vor 5 Monaten) immer noch etc.
Und ich frage mich dann, was interessiert es ihn, wenn er doch immer nur "Freund" sein will.
Was ist mit ihm los? Freundinnen sagen, wenn er sagt, er will sexuell nichts, dann ist das auch so.. Das verunsichert mich und ich bin jetzt häufiger mal "zickig" geworden, was uns etwas auseinander gebracht hat. Aber ich vermisse die Unternehmungen und Gespräche mit ihm. Was ist das zwischen uns? Ich selbst bin zb. nie eifersüchtig, wenn er wieder eine Frau aufgerissen hat, daher denke ich nicht, dass ich "verliebt" bin, oder etwa doch?
Fühle mich komsich uns unsicher.
 
G

Gast

  • #8
Hallo,
danke erstmal für eure Antworten. Warum er das immer sagt? Ich weiß es nicht. Es ist so, dass wir eben häufig gesehen werden und er dann oft zur Seite gezogen wird und es heißt "na, haste schon, grins, grins.) So in der Art. Ziemlich blöd. Er sagt dann immer nein, ist nur eine gute Freundin. Und dann kommt er immer zu mir in der Art. "Was die denken, als ob ich mit DIR würde.". "Dich finde ich wirklich nicht sexy, du bist zu klein, zu alt etc.". ( er ist 32, ich 40)
Wir kennen uns jetzt ca. 9 Monate und ich habe ehrlich gesagt auch die ganze Zeit gedacht, dass das "Freunde sein" nur Masche ist. Daher war ich obervorsichtig. Ich werde auch häufiger wenn wir unterwegs sind von Frauen angesprochen (wenn er es nicht merkt). "Lass dich nicht verarschen. Das hast du nicht nötig. etc.pp. Wenn ich dann sage, ich habe nix mit ihm und er hat auch nie was versucht, sind sie immer sehr erstaunt und sagen auch "der nimmt doch alles". Und das er "alles nimmt" kann ich selbst auch bestäigen. Es waren Frauen dabei, die er "angeblich, denn dabei bin ich ja nie", hatte, wo ich immer denke. "Oh Gott, DIE findet er sexy, mich aber nicht." Ein bißchen beleidigend ist das dann schon.
Das er nicht einfach nur der absolut oberflächlicher "Aufreisser" ist, ist eben auch der Grund, warum ich ihn trotz seines komischen Verhaltens mag. Er denkt viel nach, wir führen wirklich sehr gute Gespäche und ich weiß mittlerweile auch, dass er selbst (und mit sich selbst) viele Probleme hat. Er ist Südländer und eigentlich steht sein Lebenswandel im Gegensatz zu seinem Glauben und das weiß er auch und meiner Meinung nach hat er ein ständig schlechtes Gewissen. Von seiner Freundin (eine wirklich sehr nette) spricht er immer nur in der Art "er weiß, was er an ihr hat". Von seiner Exfrau spricht er, dass er sie geliebt hat. Was da aber ganz genau war, weiß ich noch nicht. Aber ich denke, das Problem liegt in der Vergangenheit.
Trotz allem. Ich höre ihm gerne zu, bin auch mal Trösterin etc., aber eben kein Fußabtreter. Meist ist es so, dass wenn er wieder einen so komischen Spruch raushaut, dass ich erstmal gar nicht reagieren kann. Später geht mir dass dann durch den Kopf und ich setze ihn dann eigentlich regelmäßig "auf den Topf" , manchmal dann auch nicht gerade diplomatisch und sage ihm, dass er das mit mir nicht machen kann und sein lassen soll etc. Meist entschuligt er sich dann und ich habe auch gemerkt, dass er schon "gelernt" hat, also einige verletzende Dinge nicht mehr kommen.
Aber er schien bisher auch mit Menschen zu tun gehabt zu haben, die das alles mitgemacht haben. In seiner Heimat sovieso. Und bei seiner Freundin scheinbar auch. Die hat sogar Verbot in bestimmte Lokale zu gehen. (klar, sonst könnte er keine Frauen aufreissen.) Als ich ihn mal fragte, wie er ihr das "beigebracht" hätte, da und da nicht hinzugehen (so z.B. jeden Samstag) sagte er nur "psychologischer Trick". Ich vermute, er hat ihr gesagt, wenn du da hingehst, dann trenne ich mich. Und sie ist emotional abhänig und spielt mit.
Vesucht hat er bei mir ähnliche Dinge. So, wenn du nicht dies und jenes, dann können wir nicht mehr zusammen weggehen. Ich hab ihm dann immer gesagt, ok, dann gehen wir nicht weg, aber ICH mache das nicht mit. Entweder sind wir Freunde, oder nicht. Aber ich bin nicht sein Anhängsel, Marionette etc. Dann war das bisher auch immer erledigt. Ich hatte immer so den Eindruck, er braucht es, dass man ihm Grenzen zeigt, aber er versucht es erstmal immer, wie Kinder.
Am Anfang unseres Kennenlernens hat er immer gesagt, er würde sich in mir sehen. Ich hatte gerade 20kg abgenommen und er selbst war wohl auch mal sehr dick. Da ich weiß, wie schlecht man als Dicker oft behandelt wird, kann ich mir auch vorstellen, dass seine "Selbstbestätigungstouren" auch daher rühren.
Als ich sowas mal ansprach und auch, ob er die Frauen aufreißt um sie zu erniedrigen, wurde er ganz böse und meinte, er sei doch kein Freak.
Also insgesamt ein schwieriger Charakter. Aber genau dadurch natürlich auch überhaupt nicht langweilig.
Eine Zeitlang wollte ich immer "hinter sein Geheimnis kommen", da er immer noch behauptet hatte, er sei seiner Freundin treu, dann aber Andeutungen machte. Er kocketierte förmlich auch mit seinem Ruf. Ich fand das schon spannend, später habe ich dann eben auch die andere Seite (tiefsinnige Gespräche etc.) kennengelernt und mich tatsächlich ein Stück emotional auf ihn eingelassen. Allein, dass ich dauern darüber nachdenke, was das mit ihm/uns wohl ist, macht mir etwas Angst.
Mein Mann hat mich vor 5 Monaten knall auf Fall von einem Tag auf den anderen für eine andere verlassen und was ich gar nicht brauche ist ein Mann, der mich (egal wofür) nur benutzt. Und sei es für sein Ego, oder wie auch immer.
Ich will was ehrliches. Entweder eine ehrliche Freundschaft oder eine ehrliche Partnerschaft (wobei ich zweiteres bei ihm wirklich nicht sehe).
Psychodramen will ich aber nicht. Aber einfach sagen, ich sehe ihn nicht mehr, kann ich auch nicht. Haben vor 1,5 Wochen Streit gehabt, seitdem ist erstmal Funkstille, aber ich vermisse ihn tatsächlich (solche Gefühle kenne ich bei Freundinnen allerdings auch. Ich hasse es, wenn etwas unausgesprochen ist, oder man mich ignoriert etc.). Daher denke ich trotzdem nicht, dass ich verliebt bin. Aber irgendwie emotional ein Stück weit eingelassen eben doch.
Und was empfindet er?
Ich weiß, selbst wenn ich ihn frage, er würde nicht wirklich ehrlich antworten. Soweit kenne ich ihn schon.
Hilfe, sind alle Männer so?? ;-)
Mein Mann hatte mir eine Woche vor seiner "Flucht", auch noch gesagt, ich sei die Liebe seines Lebens und ne Woche später war er weg...
 
G

Gast

  • #9
Hallo,
habe gerade mal den Begriff Heiligen-Huren Sydrom (Madonna-Whore) gegoogelt. Und was ich da gefunden habe, könnte evtl. wirklich passen. Oje, Hilfe.
 
G

Gast

  • #10
Schwierig.

1. Ich denke mal, Du gibst ihm Halt im Leben, stützt ihm.

2. Er hat ein Problem der Anerkennung. Sex gibt dem Mann sexuelle Anerkennung, insbesondere mit vielen Frauen.

3. Anerkennung braucht er, weil er gescheitert ist in Ehe und Ex-Freundin.

4. Gescheitert ist er, weil er Angst hatte, daß frau ihn verläßt und alles zu unterdrücken suchte, was die kleinste Gefahr bedeutete.

5. Die Angst nährt die Angst und so tritt das, was verhindert werden soll, genau ein. Die Beziehung scheitert, egal, aus welchem Grund.

6. Andererseits ist es doch so, daß in modernen mitteleuropäischen Beziehungen Männlein und Weiblein die gleichen Rechte haben sollten - auch bzgl. Treue. Diese Regel legt er so aus, daß sie treu zu sein hat, er aber nicht.

7. Das führt zu einer bedeutenden Schwäche in seiner Persönlichkeit. Was will er den Frauen, die treu zu ihm sein sollen, charakterlich, menschlich und auch an Liebe bieten ? Der Sex wird auf Dauer nicht reichen. Aber ... siehe 2.

8. Jetzt kommst Du als persönlichkeitsstarke Person (ich sage nicht Frau) in sein Leben und er kann Dir all seine Schwächen sagen.

9. Aber: Er weiß, daß er zu Dir hochschauen muß und das ist ein Punkt, wo er selber sieht, daß er Dir unterlegen ist in seinen schwachen Punkten: charakterlich, menschlich samt der Fähigkeit, Liebe zu geben.

10. Hochschauen ist aber schwer und so ist es leicht, dem, zu dem man hochschaut, gegen das Schienbein zu treten. Wenn man es nicht auf Augenhöhe schafft, dann eben anders, durch andere Dinge, die einfach weh tun, insbesondere durch Beleidigungen etc.

11. Deswegen: Was gibt er Dir außer Tritten gegen das Schienbein ? Du gibst ihm Deine eigenen Probleme und bekommst selber irgendwie Anerkennung dafür. Aber dafür handelst Dir eine Last ein, ein Bündel, das nicht unbedingt leicht zu tragen ist, denn er weiß von seinen Problemen und er weiß, daß er sich auf Dauer an Dir reiben kann, um Stärke zu finden, damit er sie irgendwann lösen kann. Das hat aber nichts mit Liebe zu tun.

Besser, Du ziehst einen Schlußstich jetzt als dauerhaft dieses Problem mit Dir rumzuschleppen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
 
G

Gast

  • #11
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde...Du wirst in jedem Fall mit ihm auf die Schnauze fallen, egal, wie das weitergeht...ziehst Du vielleicht egoistische, selbstdarstellungssüchtige Falschmünzer an ( siehe auch Deinen, höflich gesagt, wankelmütigen Mann ) ?
Überprüf´ Dich selber...je gesünder man selber ist, desto gesündere Menschen zieht man an...
mußt wirklich auf Dich aufpassen, das ist alles wahnsinnig unreif, was der da so verbal und praktisch von sich gibt...
irgendwas läuft da ganz ungut ab...aber nicht zu Deinem Vorteil...
Wünsche Dir Wickie, aber vor allem starke Männer...
Graf Dracula
 
G

Gast

  • #12
Sorry bin Nr. 9. Hab vergessen, reinzuschreiben, daß ich Nr. 4 bin.
 
G

Gast

  • #13
Angie
Ein guter Freund ist er auf alle Fälle nicht, sonst würde er dich nicht so behandeln. Bei euch läuft etwas ganz schräg, mit Freundschaft und Respekt hat das alles, was du da schreibst, nichts zu tun. Macht dich denn nicht nachdenklich, wie er seine Freundin behandelt? Mußt du dir ernsthaft jemanden geben, dir auch dir gegenüber versucht, seinen Willen aufzuzwingen? Der dich mit all seinen dunklen Andeutungen in irgendetwas reinzieht, was nun wirklich nicht dein Problem sein sollte? Ich glaube auch nicht, dass dieser Mann überhaupt dazu fähig ist, mit einer Frau eine platonische Freundschaft zu pflegen, allein schon aufgrund seines kulturellen Hindergrundes. Was der zu benötigen schein, ist eine allzeit verständnisvolle Therapeutin, die sich seinen ganzen Seelenmist geduldig und interessiert anhört, den er so von sich gibt, damit er sich wichtig und bedeutend fühlt. Ich glaube, du könntest dir in deiner Freizeit was schickeres gönnen als diesen komplizierten und unreifen Pscho.
Ich selbst habe auch einen guten platonischen Freund, einen richtigen Kumpel. Ab und zu verreisen wir sogar zusammen. Der erzählt mir logischerweise auch mal von seinen Frauen und ich ihm von meinen Männern. Solche schrägen Bemerkungen, wie dein angeblicher Freund sie so von sich gibt, würden zwischen uns nie fallen; das Problem, das Bekannte vermuten könnten, wir hätten eine Affäre oder so, stellt sich allerdings auch gar nicht.Dieser Mann war mir in schweren Zeiten schon eine echte Stütze, und ich habe ihm auch schon durch komplizierte Situationen geholfen. Wir haben mal mehr, mal weniger Kontakt. Das ist für mich Freund schaft
zwischen zwei Menschen. Die Probleme und das Gefühlschaos, das du mit deinem angeblichen Freund hast, kannst du in deiner Situation so nötig gebrauchen wie ein Loch im Kopf.
 
G

Gast

  • #14
Das ist keine Freundschaft, das ist die Beziehung einer Mutter zu einem schwachen Sohn...ich möchte Dir nicht nahetreten, aber Du kannst Dir das selbst mal überlegen:
Er braucht Dich als Führung und Halt, ganz klar, weil er ein Schwächling ist ( mit seinem Ruf kokettieren, Verbote und Drohungen ausstoßen, um seinen Willen durchzusetzen etc. )...
Aber Du? Für was brauchst Du ihn?
Deine Trennungsenttäuschung? Brauchst Du einen Mann ( oder Menschen ), um den Du Dich kümmern kannst, von Deiner Enttäuschung Dich selber ablenken kannst, Dich nicht mit diesem "Loch" befassen mußt, mit der Einsamkeit, der Lüge ( "Du bist die Frau meines Lebens..." ) und den Gemeinheiten allgemein.
Akzeptierst Du diese ganzen Verletzungen nicht wie eine Mutter, der ein unreifer halbwüchsiger postpubertärer Sprößling Bösartigkeiten entgegenschleudert?
Brauchst Du somit schwache Männer, siehe auch Dein Ehemann, um selber an ihnen zu wachsen?
Das dicke Ende kommt nach, es handelt sich um eine "Lernbeziehung" für beide, keine ebenbürtige Freundschaft wie bei Angie, #12, nach Nichterreichen oder Erreichen des Lernziels wird diese beendet, ich fürchte nur, für Dich mit einem weiteren Verlust an Dingen, die für Dich lebenswichtig sind - Vertrauen und die Fähigkeit, letztendlich an einen Mann zu kommen, der Dir ebenbürtig ist und keine Führung braucht, Dich aber auch liebt und nicht verletzt, sei es durch Worte oder Taten...Trenn´Dich von ihm oder Du wirst getrennt...
Alles Liebe
der Grüne Heinrich
 
G

Gast

  • #15
#1
*grins*
ich musste jetzt richtig schmunzeln, als ich deine schilderung las. ich glaube, wir haben den gleichen freund...oder gibt es doch mehr von denen ,-)????
mein (platonischer) freund ist genauso.....charmant, witzig, gebildet....eben was bei frauen ankommt. und mit mir kann er über wirklich ALLES reden und ich mit ihm. ich finde es immer sehr gut, wenn ich so ungeschminkt von einem mann die sichtweise eines mannes bekomme. und er verletzt mich nicht, er ist ehrlich......ich kann damit umgehen, wenn er mir sagt, dass ich ihm zu fett sei und er da keinen hoch bekäme. ich meine, es ist ja auch so......aber er spricht es aus. das erste mal war ich geschockt, jetzt schätze ich seine ehrlichkeit..... und das macht diese freundschaft aus...die ungeschminkte wahrheit. wie leicht ist plötzlich eine freundschaft zwischen mann und frau, wenn man gnadenlos ehrlich sein kann.
rede mit ihm.....wenn er ein freund ist, kann er damit umgehen.....und vielleicht weißt du dann, warum er so gnadenlos ehrlich ist. was mich allerdings beim 2.mal durchlesen deiner schilderung stutzig gemacht hat (also wir haben doch nicht den gleichen freund!).....warum geht er nicht so offen und ehrlich mit seiner partnerin um? mein freund hat seiner frau gnadenlos gesagt, dass er sie nicht mehr anziehend findet und dass er mit anderen frauen ins bett geht, weil die anderen ihn anmachen und sie aber nicht....als sie sich nun nach ein paar jährchen und einigen hilfestellungen von ihm nicht mehr um sich und ihn bemühte, hat er sie verlassen.....ohne großes theater.....hat ihr haus und geld hinterlassen und ist gegangen.
ich ziehe total den hut vor meinem freund und seiner ehrlichkeit.....weil das auch nicht immer der einfachere weg ist.......
 
G

Gast

  • #16
Angie
du hast ja wirklich einen richtig tollen und stilvollen Freund... Mehr muss man in diesem Fall ja wohl nicht hinzufügen oder?
Wer richtig lesen kann, ist echt im Vorteil!
 
G

Gast

  • #17
@14: Stehst Du auch auf Verletzt-u. Geschmähtwerden?
Alles so sehen, daß es in´s Bild paßt, oder?
Weiter dem Hahn die Federn färben..ich faß´es nicht...mir wird richtig ungut, zu was Menschen sich selbst gegenüber anzutun fähig sind.
Nur seine Frau hat schuld? Weil sie für den Hahn nicht mehr anziehend war und sich trotzdem nicht mehr um ihn bemüht hat?
Welch´Gotteslästerung...man bedenke, diesem Supermann gegenüber.. bist Du sein Ranfield oder schon ein Jünger?
Aber ja...so ein Ehrlicher.
 
G

Gast

  • #18
Hallo,
vielen Dank für eure sehr interessanten Antworten. Teilweise habe ich mir die Dinge auch schon so gedacht, teilweise neue Erkennnisse hinzu gewonnnen.
Gestern hatte ich ein Gespräch mit ihm. Wir hatten uns ja zwei Wochen nicht gesprochen, da wir im Klinsch lagen.
Gestern konnte ich mich zum ersten Mal richtig aussprechen und ihm sagen, wie sehr mich diese Aussagen verletzt haben. Nach seinem letzten "Knaller" vor 2 Wochen hatte ich ihm ja auch einige "Gemeinheiten" an den Kopf geworfen, darauf war Funkstille. Ich dachte, es sei wegen meiner Angriffe.
Nun stellte sich allerdings heraus, dass es anders war.
Er hat wohl auf eine sehr unbeholfene Art (eben die Beleidigungen) mir nur sagen wollen, dass er wirklich Freundschaft empfindet und ich absolut keine Angst haben müßte jemals zu einem seiner Jagdobjekte zu werden. Das er Prinzipien hätte und ich mich bei ihm hunderprozentig sicher fühlen könnte. Evtl. wollte er wohl auch vorbeugen, dass ich mich verliebe. (das hat er nicht gesagt, das denke ich mir nur so) Es ist Freundschaft, keine Masche. Ich habe ihm das geglaubt. Ihm aber auch gesagt, dass es besser gewesen wäre, er hätte mich das gleich so gesagt, anstatt über die blöden Sprüche.
Er konnte/kann wohl nicht damit umgehen, dass ich häufig nicht sofort reagiere. Bei mir müßen einige Aussagen manchmal erst "sacken", und erst im Nachhinein merke ich dann, was da eigentlich passiert ist, was er gesagt hat und dann setze ich nach. Manchmal dann auch per mail. Damit kann er wohl schlecht umgehen. Er versteht nicht, warum ich nicht gleich "meckere", wenn mir was nicht paßt, sondern erst "sammele" um dann seiner Meinung nach "komisch" zu reagieren. Naja, seine männl. Kumpel reagieren sicher anders, seine Freundin schluckt vermutlich eh alles.
In der Vergangenheit war es oft so, dass er mich nicht ausreden lies und ein solches Gespräch daher scheiterte. Gestern klappte das zum ersten Mal und war für mich tatsächlich befreiend.
Er selbst sagte mir noch, er käme etwas schlecht damit klar, dass ich mit mir Probleme hätte. Er fühle sich dem nicht gewachsen. Ich fragte ihn, was er damit meinte und er sagte, ich würde häufig völlig anders reagieren, als andere Menschen und er fände das manchmal unnormal.
Er spielte auf eine Situation an, wo er sich von mir Geld leihen wollte (eigentlich kein Problem) ich ihm aber noch nicht richtig traute und mich erkundigt hatte, ob das was er mir erzählte, auch wirklich stimmte. Es stimmte, was mich beruhigt hatte und somit war das kein Problem.
Er fühlte sich aber "verraten", dass ich ihm nicht vertraut hätte. (Bei Geld vertraue ich aber generell nicht.)
Auf Grund seiner Lügereien bei den Frauengeschichten hatte ich dies Vertrauen aber erst recht nicht. Er aber meinte, das wären ja zwei verschiedene Dinge. Fremdgehen/Frauensachen- und Geld. Ich sehe es aber so, wer bei dem einen lügt, lügt evtl. auch bei dem anderen.
Wie auch immer, ich hatte ihn mit meinem Mißtrauen (einerseits ja Mißtrauen, dass er mich doch evtl. irgendwann nur flach legen will und andererseit was das Geld angeht), wohl sehr verletzt.Für mich nur insoweit verständlich, da er aus einer anderen Kultur kommt und "Stolz" dort ja noch eine andere Rolle spielt.
Ehrlich gesagt, hatte ich gestern das Gefühl, dass wir zum ersten Mal wirklich richtig offen waren. Keine komischen Verdrehungen, weder von ihm noch von mir. Aus der erst sehr angespannten Situation wurde dann noch ein sehr lockerer Abend, wir haben Spass gehabt und uns noch gut unterhalten.
Ich bin mit einem guten, normalen Gefühl nach Hause gefahren.

Natürlich habe ich mich auch gefragt, warum ich mit ihm zusammen sein will/wollte. Trotz dieser komischen Art und auch meiner Überzeugung, dass ich nicht verliebt in ihn bin. (Kein Kribbeln, keine Eifersucht, gar nichts in der Art.)

Dazu muss ich sagen, dass mein Mann ja wirklich einfach abgehauen ist. Er war ein WE verschwunden, kam Montag wieder. Sagte, er hätte vor zwei Wochen eine Frau in einem Chat kennengelernt, diese am besagten WE das erste mal gesehen, festgestellt, dass ist jetzt seine neue Liebe (beim ersten Treffen!). Am Freitag kam er mit dem Möbelwagen und war weg. Und das nach fast zwanzig Jahren Ehe.
Meine "beste Freundin", war dann nach 2 Wochen der Meinung, ihr sei das mit mir zu anstrengend (obwohl sie nicht einmal bei mir war, wir nur ca. jeden zweiten Tag telefoniert hatten), ich sollte nicht mehr über meine Ehe und meinen Mann reden und überhaupt hätte sie genug eigene Probleme und da brach der Kontakt ebenfalls ab.
Und da stand ich dann ganz alleine. Aber ER war eben da. Ich kannte ihn zwar über den Sport (er ist mein Trainer) erst ca. 2 Monate, aber er hat mich immerhin abgelenkt, zeitweise auch aufgebaut. (sowohl beim Abnehmen, als auch, wie toll ich mich sportlich entwickelt hätte) und ich konnte der Einsamkeit Zuhause entfliegen. Kam einfach raus und mußte nicht mehr nachdenken.
Das hat mir schon sehr geholfen. Und selbst wenn ich mich über ihn geärgert habe, "sass" das nicht so tief, wie die Enttäuschung über meinen Mann und meine Freundin, weil er in meinem Herzen natürlich noch gar keinen so großen Platz hatte. Er rückt ja erst jetzt tiefer in mein Herz, daher treffen mich auch erst jetzt solche Sprüche mehr.
Vielleicht ist es auch so, dass er als "Mann" für mich eine "Übergangslösung" ist. Hört sich böse an und bewußt weiß ich das nicht, aber es könnte ja sein. Er gibt mir natürlich etwas anderes, als mir die Gespräche oder Unternehmungen mit Freundinnen geben. Die sind mir auch sehr wichtig. Aber er gibt mir trotz allem ein Stück weit Geborgenheit. Wenn ich alleine z.B. tanzen gehe, habe ich immer das Problem, dass ich blöd angemacht werde. Und ich will das nicht. Es ist unschön, vom Auto zum Lokal laufen zu müssen, an Typen vorbei und blöde Sprüche zu bekommen. Ist er dabei, passiert mir das nicht. Allein weil er neben mir geht. Ich habe keine Sorge, wo ich parke etc. Und bei diesen Dingen ist er auch immer hundertprozentig da. Mich hat einmal ein sehr betrunkener Mann sehr primitiv angemacht, sodass ich wirklich Angst bekam. Er war aber sofort da und ging dazwischen. Und das macht er immer. Und ich denke, er würde auch sein Leben in solchen Momenten für mich geben. Das ist dann wieder die positivere Seite seiner Kultur. Es ist selbstverständlich die Frau zu beschützen. Ob es eben die eigene Frau ist oder "nur" eine Freundin/Kumpelin.

Ich bin froh über das Gespräch gestern. Mir geht es besser und ich werde jetzt versuchen, das ganze sehr locker zu sehen und sollten wieder solche "Knaller" kommen, ihn auch sofort zu sagen, dass ich das nicht will.
Lernbeziehung? Ja, ein Stückweit bestimmt. Aber vielleicht hilft es mir ja auch.
Solange ich mich gut fühle, werde ich es laufen lassen. Sollte es wieder so werden, wie bis gestern, werde ich es abbrechen. Mal sehen, wie es weitergeht.
Es gibt ja auch schwierige Frauenfreundschaften. Nicht immer läuft dabei ja alles ohne Enttäuschungen ab, auch die können belastend sein. Nur habe ich damit sehr viel mehr Erfahrungen als mit platonischen Freundschaften zu Männern. Daher lernt sicher nicht nur er, sondern ich auch.
Vielen Dank für alle eure Meinungen. Hat mir sehr geholfen und ich werde weiter berichten, wie es weitergeht.
 
G

Gast

  • #19
Hallo,

der beste Freund ist eigentlich selten der Partner. Dem besten Freund öffnet man sich bedenkenlos, egal ob gut oder schlecht. Den Partner möchte man nicht verletzen.

Ein guter Freund haelt oft Jahrzehnte, wohingegen Liebesbeziehungen leider in der heutigen Zeit doch vergaenglicher sind.

Der gute Freund ist es dann, bei dem man sich 'ausheult'.

Und was mit den Frauen fürs Bett... er wird ja niemanden vergewaltigen. Es ist jedermanns /-fraus freier Wille.

Wenn Du Dich super mit ihm verstehst... geniesse es doch einfach. Und sei eigentlich froh, denn er bringt Dir wertmaessig mehr entgegen als seinen 'Betthupferln'. Nur weil man sich gut versteht und eben miteinander kann... muss man nicht unbedingt ein Liebespaar werden.

Mein Tip: Geniesse einfach was da ist, und interpretiere nicht... Viel Spass!
 
G

Gast

  • #20
Hallo,
seit meinem letzten Beitrag sind ja ein paar Tage vergangen. Unsere "Beziehung" hat sich etwas normalisiert, würde ich sagen. Wir sehen uns nach wie vor oft und unterhalten uns gut. Teilweise gibt es auch Streit und er zickt rum. Aber ich kann jetzt etwas besser mit umgehen. Ich weiß, er macht es mit anderen auch so und von mir bekommt er jetzt einen "vor den Bug", wenn es mir zu weit geht. Dafür gibt es auch wieder super tolle Moment. Er hatte Geburtstag, natürlich habe ich ihm etwas geschenkt. Er hat sich so gefreut, dass er sich gar nicht mehr "eingekriegt" hat und immer meinte, mein Geschenk sei das Schönste, welches er bekommen hätte. Und er würde mich lieben, lieben, lieben, wie eine Schwester.(mit ganz viel Drücken und Körperkontakt) Den nächsten Tag gibt er mir zur Begrüßung wieder nur die Hand...
Vorher habe ich dann da immer ruminterpretiert. Jetzt nehme ich das einfach so. Er scheint ein Mensch mit starken Gefühlsschwankungen zu sein. Von himmelhoch jauchzend, bis zu Tode betrübt. Da ich nicht mehr so überbewerte, kann ich leichter mit umgehen.
Die guten Momente nehme ich einfach positiv auf, bei den schlechten denke ich nur noch "du kannst mich mal" und wende mich ab, ohne mir das groß zu Herzen zu nehmen.
Trotzdem ist unsere "Beziehung" irgendwie anders, als ich sonst platonische Freundschaften, oder Freundschaften zu Frauen kenne. Mal mehr als nah, dann wieder ganz weit weg.
Manchmal ist er super lieb, dann fast unverschämt. Mein Sohn (16) meinte, nach Erzählungen, Mama, das hört sich an, als sei der Typ noch nicht ganz erwachsen. Unrecht hat er nicht, er selbst (mein Sohn, mein ich) ist sehr viel reifer und gefestigter. Aber sein Vater war auch immer mehr Kind, als er selbst.
Vielleicht neige ich dazu, unreife Männer anzuziehen, weil ich selbst eher vernünftig bin...
Hoffe ich finde auch mal einen Mann (als Partner, nicht als Freund), der nicht in mir die Schwester oder Mutter sieht. Rein optisch bin ich nicht der Typ, anscheinend aber ein bißchen vom Charakter.

Grüße
w/40