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  • #1

Plötzlich weniger Geld... wie sollen wir fair Kosten teilen ?

Hallo,
ich bin ziemlich ratlos.

Mein zweiter Mann hat ein Haus gebaut, größtenteils mit seinem Eigenkapital. Ich habe auch viel geholfen, auf der Baustelle sowie organisatorisch.

Ich zahle 600 Euro monatlich Miete auf sein Konto und diese werden für die Sondertilgungen am Jahresende verwendet. Dann wären wir in 15 Jahren fertig. Danach zahlen wir beide nur noch die anfallenden Hauskosten. (Wenn nichts dazwischenkommt)

Der Kredit ist so daß er ihn problemlos alleine bedienen kann.
Jeder zahlt bisher 500 Euro auf das Haushaltskonto für Einkäufe, Versorgungsgebühren und Versicherungen. Hobbies zahlt jeder selber.

Bisher haben wir gleichviel verdient. Wir teilen uns einfach alle Kosten und die Hausarbeit.

Es war eine Sicherheitsmaßnahme daß ich NICHT im Grundbuch stehe wegen dem Exmann. Wir haben uns diesbezüglich vor der Heirat vom Anwalt beraten lassen.

Die ganze Planung ist nun dahin: Ich habe nicht wirklich damit gerechnet daß plötzlich der Exmann den ehemals aufgenommenen Kredit nicht zurückzahlt und deswegen haben wir nicht über eine eventuelle Situation gesprochen.

Die Bank hat mich nach 10 Jahren in Anspruch genommen weil ich als zweite Darlehensnehmerin unterschrieben hatte (damit er den Kredit günstiger bekommt). Darüber könnte ich mich aufregen, bringt aber nichts. Nach Ablauf der Darlehenszeit wäre ich raus, leider wäre dies erst in zwei Jahren gewesen.

Daher mußte ich leider nach langem Hin und Her Privatinsolvenz anmelden, alle Vermögenswerte sind weg ( abbezahlter Mittelklassewagen, habe jetzt einen alten Kleinwagen der mich hoffentlich nicht im Stich läßt, Sparbücher, Bausparvertrag)

Leider hat sich deswegen mein Einkommen von einem Tag auf den anderen drastisch verändert, ..... Wenn ich nun 600 Euro wie oben zahle kann ich keine 500 mehr in die Haushaltskasse legen. Ich habe fixe Ausgaben fürs Styling, Benzin, Auto usw. (ich arbeite in einem repräsentativen Beruf und mit längerem Anfahrtsweg, Geld dafür war früher nie ein Problem)

Wir können normalerweise über alles reden, aber für mich ist es unheimlich schwer und peinlich plötzlich so wenig Geld zu haben. Ich weiß gar nicht welche faire Regelung es für uns beide gäbe.

Ich bin die Verpflichtung eingegangen, aber ich komme mir im Moment vor wie eine 50iger Jahre Frau die finanziell nicht viel beitragen kann. Gibt es Vorschläge ?

Liebe Grüße w, 38
 
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  • #2
Frau 55

Wie kommst Du darauf, dass ein 50 jährige Frau keinen Beitrag leisten kann?
Dein Frauenbild möchte ich nicht haben, das ist ja erschreckend und die Ignoranz mancher jungen Geschlechtsgenossinnen ist haarsträubend.
Wer vermittelt und prägt diese abwertenden Frauenbilder?

Es wird sich eine Lösung finden für Dich, jedenfalls ist das Problem selbstgemacht...

Trotzdem alles Gute!
 
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  • #3
Sie spricht von der 50er-Jahre-Frau. Damals war die Rollenverteilung anders, Frauen haben eher weniger den Mann finanziell unterstützt. Ihr müsst Reden und prozentual aufteilen. Anders geht es ja nicht. Ansonsten wirtschaftest du dich in Grund und Boden, das wäre für beide Seiten schlecht. Viel Glück, das schaffst du schon.
 
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  • #4
Deine Situation kann ich sehr gut verstehen und so wie Du das schilderst war die Privatinsolvenz das beste was Du tun konntest.
Sehr Lebhaft kann ich mir vorstellen, dass es schwer ist darüber zu reden aber du musst mit deinem Partner reden.
Er wird ja deine Lage kennen auch bezüglich des Exmannes schlage ihm einfach vor Du steuerst etwas bei auch wenn es nur 50,- im Monat sind das macht zwar das Kraut nicht fett aber du zeigst den Willen (er wird abwinken).
Vielleicht kannst Du anbieten mehr am Haus zu machen und Quasi so "abarbeiten" und nein ich meine nicht das dein Mann dieses jetzt als "kostenlose" Putzkraft versteht, sondern wichtig ist das er sieht das du es nicht zum Spaß gemacht hast.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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  • #5
Die Bank hat mich nach 10 Jahren in Anspruch genommen weil ich als zweite Darlehensnehmerin unterschrieben hatte (damit er den Kredit günstiger bekommt).

Was lernen wir daraus? Die Bank hat seinerzeit definitiv (!) nicht eine zweite Darlehensnehmerin "auserwählt" damit der Kredit "ach-so-viel-billiger" wird sondern um sich eine weitere Person zu sichern, an der man sich schadlos halten kann, sofern der Eigentümer (lt. Grundbuch) seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Wenn es noch eine Oma gegeben hätte, die seinerzeit den Darlehensvertrag hätte unterschreiben können, so hätte die Bank sicherlich argumentiert, dass damit der Kredit "billiger" wird. Deine Konstellation war "Miete" mit latenter Darlehensverpflichtung aus gesamtschuldnerischer Haftung ohne Zugriff auf das Eigentum. Für alle, die dies lesen: auf keinen Fall als 2. Darlehensnehmer unterschreiben wenn man keinen ideelen Grundstücksanteil, sprich: Eigentum, hat. Der Bank einfach mitteilen "naja, dann zahlt man halt mehr". Dieses "mehr", wenn es überhaupt exisiert, ist vielleicht 0.1% höherer Zins - bei 100,000 Darlehenssumme hätte man dann 100 Euro pro Jahr gespart, hat sich aber einer jahrenlangen Verpflichtung ausgesetzt, aus einem Darlehen vollumfänglich (!) in Anspruch genommen zu werden. Diese weniger als 10 Euro pro Monat sind es in solchen SItuation immer wert, einfach mal "mehr" zu zahlen. Immer schön daran denken: Die Bank will immer nur Dein Bestes - Dein Geld.
 
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  • #6
@ Gast 1:

Ich glaube die FS hat nicht eine 50 jährige Frau gemeint sondern die Frauen aus den 50er Jahren die zu Hause bei der Familie waren und wo der Mann das Geld verdient hat!

@FS:

Du bist es nur nicht gewöhnt weniger zu verdienen als dein Mann, aber es ist nicht schlimm häufig ist dies der Fall vor allem wenn Kinder da sind und die Frau nur Teilzeit arbeitet. Ich bin es nicht gewöhnt das in einer Ehe alle Rechnungen Halbe Halbe bezahlt werden. Als ich noch verheiratet war hatten wir gemeinsame Kasse da ich aufgrund der Kinder viel weniger verdiente als mein Mann und anders wäre es nicht möglich gewesen. Gehört es in einer Ehe nicht irgendwie dazu was mein ist ist auch dein?
Rede mit deinem Mann gemeinsam werdet ihr die richtige Lösung finden und er hat bestimmt Verdständnis dafür dass du unverschuldet jetzt den Kredit deines unzuverl.EX zahlen musst denn ich schätze er liebt dich doch oder? Denn was wäre denn Eure Ehe wert wenn man nicht zusammenhält in schwierigen Zeiten.
Ihr packt das schon

W 42
 
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  • #7
Liebe FS,

da hilft nur, offen mit Deinem jetzigen zweiten Mann zu sprechen. Das Problem mit Deinem EX ist ihm ja bekannt, deshalb bist Du ja auch nicht im Grundbuch, was jetzt bei der Insolvenz sehr gut ist.


600,- Miete (für Sonderabtrag Jahresende) plus 500,- Haushaltsbeitrag.

Da würde ich an der Miete sparen, wenn es sich mit der Insolvenz verträgt.

Schließlich hat Dein zweiter Mann den Vorteil, das Haus, das Du bisher mit 600,-/Monat
finanziertest, ganz allein zu besitzen.

Die Situation ist besonders, er hat doch ganz bestimmt Verständnis. Schließlich hast Du das Geld ja nicht im Spielcasino oder bei Dior für Klamotten verbraten. Es ist "nur" eine dieser absolut verhängnisvollen Kreditbürgschaften im Rahmen einer Ehe gewesen.

Und Du bist sicher nicht wie eine Frau aus den 1950er Jahren, die als typische Vollzeithausfrau, wie damals modern, nicht außer Haus tätig ist, aber Hausarbeit statt Finanzen beiträgt.


Da hat #1 wohl etwas ganz falsch verstanden.

Alles Gute. Ihr schafft das schon .W
 
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  • #8
Irgendwie passen hier einige Sachen für mich nicht zusammen.

Selbst wenn der Exmann nicht mehr zahlungsfähig ist, erschließt sich für mich nicht, weshalb das bei Ihnen gleich zur Privatinsolvenz führt. Als zweite Darlehensnehmerin müssen Sie die monatlichen Raten zahlen. Ist das Darlehen des Exmanns etwa so hoch, dass bereits bei den bisher fälligen Raten keine Zahlungsmöglichkeit mehr bestand?

Außerdem wäre es doch möglich gewesen den Kredit, der in zwei Jahren ausläuft, mit einem längerfristigen Kredit abzulösen, so dass die montatlichen Raten geringer und somit für Sie bezahlbar wären.

Wenn es gar nicht anders geht könnten Sie auch vorübergehend etwas weniger Kosten für den gemeinsamen Unterhalt zahlen und wenn das Kreditthema erledigt ist dies anschließend wieder nachholen.
 
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  • #9
Frau 55

Wie kommst Du darauf, dass ein 50 jährige Frau keinen Beitrag leisten kann?

Bitte richtig lesen;-) sie schreibt nicht, 50 jährige Frau, sondern 50er Jahre Frau, auch wenn sie es falsch geschrieben hat.

Ansonsten stimme ich Dir zu, es wird sich eine Lösung finden bzw. es wird sich zwangsläufig eine Lösung ergeben.Ob diese zur Zufriedenheit der FS ist, steht auf einem anderen Blatt.Sie hat sich einfach, wie so viele andere auch, übernommen und ihr bleibt nun nichts anderes als zurückzurudern.Darüber sollte sie aber mit den Beteiligten sprechen, das Forum kann ihr da auch nicht helfen.
 
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  • #10
Mein zweiter Mann hat ein Haus gebaut, größtenteils mit seinem Eigenkapital. Ich habe auch viel geholfen, auf der Baustelle sowie organisatorisch.

Ich zahle 600 Euro monatlich Miete auf sein Konto und diese werden für die Sondertilgungen am Jahresende verwendet. Dann wären wir in 15 Jahren fertig. Danach zahlen wir beide nur noch die anfallenden Hauskosten. (Wenn nichts dazwischenkommt)

Der Kredit ist so daß er ihn problemlos alleine bedienen kann.
Jeder zahlt bisher 500 Euro auf das Haushaltskonto für Einkäufe, Versorgungsgebühren und Versicherungen. Hobbies zahlt jeder selber.

Bisher haben wir gleichviel verdient. Wir teilen uns einfach alle Kosten und die Hausarbeit.

Hallo,

so ganz klar ist mir die Situation nicht. Dein zweiter Mann baut ein Haus, Du bezahlst mit ab, stehst aber nicht im Grundbuch? Wenn er den Kredit alleine bedienen kann, sollte es doch kein Problem sein, wenn Du Dich für die Zeit der Privatisolvenz nicht an der Abzahlung beteiligst. Und dann weniger nicht verbrieften Anteil am Haus hast? Oder wie ist es geregelt, dass Du mit abbezahlst, aber Dir nichts gehört?

Wie sieht Dein Mann das? Verlangt er die 600 Euro von Dir oder kannst Du für die Zeit aussetzen, in der Du kein Geld hast?
Warum ist für den nicht abgezahlten Kredit kein Gegenwert da? Dein Ex-Mann muss doch dann ein Haus oder eine Wohnung dafür gekauft haben?

m, 46
 
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  • #11
Es wird sich eine Lösung finden für Dich, jedenfalls ist das Problem selbstgemacht...

Also unter einem selbst gestalten Problem verstehe ich was anderes.

Es gibt in jedem Alter Menschen, die nicht beizutragen haben, da muss man sich jetzt nicht über eine flabsich formuliert Altersgrenzen aufregen.

Ich bin gespannt - wie viele Männer sich melden und genüsslich sagen; wird ja mal Zeit, dass eine Frau auch mal vom Ex abgezogen wird.

FS was war das für ein Kredit und hat er nicht mit dem Kredit was gekauft oder gebaut? Was sicher ist, man sollte nicht für etwas haften, aus dem man keinen Nutzen bekommt.

Die Privatinsolvenz dauert 7 Jahre, dann bist Du Schuldenfrei. Du arbeitest diese Jahre im Grunde nur für Deinen Ex. Du kannst aus Deinem Verdienst nur die Grundsicherung behalten. Rede mit Deinem jetzigen Mann, er hat Dich geheiratet und hat sich damit verpflichtet für Dich mit zu sorgen. Es kommen immer wieder solche Zwischenfälle im Leben.

Lebt Dein Ex noch, arbeitet er noch... Ich würde versuchen das Geld von ihm zu holen.
 
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  • #12
Du meinst wohl eine Heimchen-am Herd-Frau aus dem Jahre 1950.
Sicher, Dein Problem ist hässlich, weil unverhofft und als Kettenreaktion Dein Mann mit
tangiert wird.
Hinzuverdienst macht wohl keinen Sinn wg. der Insolvenz? Oder wäre der Kelch dann
schneller vorüber? Zumindest wäre es das Gegenteil von 50iger-Style. Frau leistet aus-
häusig Mehrarbeit, damit der Mann nicht zusätzlich finanziell belastet wird.
Mach Dir aber doch nicht so einen Kopf - es heißt in guten und schlechten Tagen. Wenn
Dein Mann mal abkippt, bist Du ja auch gefordert und bringst Dich ein. So ist das.
w
 
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  • #13
Frau 55Wie kommst Du darauf, dass ein 50 jährige Frau keinen Beitrag leisten kann?Dein Frauenbild möchte ich nicht haben, das ist ja erschreckend und die Ignoranz mancher jungen Geschlechtsgenossinnen ist haarsträubend. Wer vermittelt und prägt diese abwertenden Frauenbilder? Es wird sich eine Lösung finden für Dich, jedenfalls ist das Problem selbstgemacht...Trotzdem alles Gute!
Du liegst komplett daneben, bitte richtig lesen. Es war die Rede von 50iger Jahre. Auch wenn es da schon genug berufstätige Frauen gab. Es hat sich nicht jede Frau verbieten lassen eine Tätigkeit aufzunehmen. So oder so hinkt der Vergleich auch wenn sich die Gehälter rund Chancen für Frauen verbessert haben. Von gleichen Gehältern und Chancen sind wir noch weit entfernt. (Im Schnitt 20 % weniger, das liegt aber sicher auch an den Jobs die sich Frauen aussuchen.) Die FS ist 38. Du wirst hier nicht viel erfahren. Ich wundere mich warum ihr euch, verheiratet wie ihr seid, noch nicht an einen Tisch gesetzt hat. Ist das nicht völlig logisch für deinen 2. Mann das du nun zu wenig Geld hast? Du erwähnst trotz des Hauses keine Kinder und auch nicht, dass eins oder mehrere geplant sind. So gesehen, kann es schon nicht ganz so existentiell sein. Kannst du evtl. mit Hilfe deines Mannes die Ausgaben fürs Auto (zu alter Spritfresser) oder Park & Ride mit db Karte und für die Optik senken? Das wäre vllt. die Schraube an der du drehen könntest. Oder gleich einen anderen Job machen wo es nicht so sehr Kundenkontakt hat und du einen festen Büroplatz hast ohne viel rumfahren zu müssen oder gar an ein Jobticket kommst (spart immens!)
 
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  • #14
Da hilft nur eins, ab zur Schuldnerberatung.

Ich bin übrigens eine 50er Frau, habe mein Kind alleine groß gezogen, immer gearbeitet, bescheiden in einer Mietwohnung gelebt, kein Auto gehabt, warum auch, geht ohne in einer Grossstadt und mir mehr als 50.000,00 Euro angespart. Ich weiss genau, dass ich nie und nimmer in Privat-Insolvenz komme und auch nicht so doof bin, einen Kredit mit zu unterschreiben.

Wenn jemand Privat-Insolvenz anmelden muss, muss vorher schon einiges passiert sein.

Geh arbeiten, zur Not zwei Jobs, machen zig andere Frauen, Männer auch, um wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.

Jeder ist sein Glückes Schmied liebe FS. Und..... ich bin so froh nie geheiratet zu haben, wenn ich deinen Beitrag neben vielen anderen Katastrophenbeiträgen in diesen und anderen Foren lese.

w
 
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  • #15
Da hast du wirklich ein grösseres Problem !

Jetzt bist du in einer Notsituation und musst auf deinen jetzigen Partner zu gehen.

Es wird sich weisen, ob er für Dich da ist und Dir hilft, oder ob er Dich im Stich lässt. Ich kann verstehen, dass es nicht einfach für Dich ist, Dich von deinem jetzigen Mann finanziell unterstützen zu lassen - ich kann verstehen, dass Du ein Problem damit hast und das Gefühl hast nicht genug einzubringen. Aber mach Dir eines klar - Dir gehört am Haus usw. gar nichts !

Rede mit ihm - das ist ein Wendepunkt in Deinem leben - steht Dein Partner zu Dir oder nicht (in guten wie in schlechten Tagen). Wenn er ein guter Partner ist (du hast ja geschrieben, dass er die Kosten sogar allein tragen könnte) dann macht er das für Dich, für euch, für die Zukunft - macht er das nicht und lässt Dich im Regen stehen, so stellt sich für Dich die Frage, ob die Partnerschaft überhaupt noch Sinn macht?

Du bist in die Notsituation gekommen wegen Deines Exmannes - Du hast dich NICHT ins Grundbuch eintragen lassen wegen Deines Exmannes (war vermutlich die richtige Entscheidung). Rede mit Deinem Mann, mach ihm klar, dass man mit der Situation gerechnet hatte - daher hat man sich ja anwaltlich beraten lassen - und jetzt wo der Fall eintritt, müsst ihr eine Lösung finden.

ich hoffe, dass Dein Partner zu Dir steht und das Haushaltsgeld allein übernimmt - das Haus könnt ihr ja weiterhin abbezahlen.

m37
 
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  • #16
#1, beruhige Dich mal wieder. FS meint damit die Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts, nur mal so zur Klarstellung, als die meisten Ehefrauen eben finanziell von ihren Ehemännern abhängig waren.

Liebe FS, ich kann Dich verstehen, aber Dein Partner sollte für Deine Lage Verständnis haben. Ihr habt alle möglichen Vorkehrungen getroffen, aber manchmal treten dann doch noch Notlagen auf, mit denen man nicht gerechnet hat. Wenn Ihr bis hierhin vernünftig miteinander reden und planen konntet, sollte das doch auch in Zukunft möglich sein.

w48
 
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  • #17
Privatinsolvenz bedeutet, daß Du von Deinem Einkommen alles abliefern mußt, was über das Existenzminimum hinausgeht. Haushaltsgeld und Miete in normalem Umfang solltest Du davon ohne weiteres bestreiten können. Notfalls fällt die Sondertilgung halt 7 Jahre lang etwas kleiner aus.

Es ist doch nur Geld. Stell Dir vor, Du wärst schwer krank, das wäre viel schlimmer.

Was mich wundert ist, daß die Bank Dir keine Ratenzahlung angeboten hat. Zwei Jahre Restlaufzeit kann doch nicht sooo viel gewesen sein, zumal die Bank sich ja nun schlechter stellt als vorher.
 
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  • #18
Wie kann es sein, dass du plötzlich in einer Privatinsolvenz bist, weil du für einen Kredit einstehst, der nur noch 2 Jahre abgezahlt werden muss? Sowas kann man doch mit der Bank regeln. Die ist doch mehr daran interessiert ihr Geld zu bekommen, als dich in die Insolvenz zu treiben.

Was sagt denn dein neuer Partner zu deiner Finanzsituation. Weiss er davon?

In der Story passen so einige Sachen nicht zusammen - oder uns wurde nur die halbe Wahrheit erzählt.

Dass unsinnige Antworten wie #1 freigeschaltet werden, macht die Sache nicht besser. Verpeilt oder verpennt?
 
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  • #19
Frau 55

Wie kommst Du darauf, dass ein 50 jährige Frau keinen Beitrag leisten kann?
Dein Frauenbild möchte ich nicht haben, das ist ja erschreckend und die Ignoranz mancher jungen Geschlechtsgenossinnen ist haarsträubend.
Wer vermittelt und prägt diese abwertenden Frauenbilder?

Es wird sich eine Lösung finden für Dich, jedenfalls ist das Problem selbstgemacht...

Trotzdem alles Gute!

Warum nehmen Frauen immer alles so persönlich? ?? Wahrscheinlich meinte die FS damit nur eine Frau aus den 50er Jahren (Jahrzehnt) ... damals konnten die Frauen in der Regel keinen finanziellen Beitrag leisten, weil familiäre Verpflichtungen und Aufgabenbereiche einfach anders verteilt waren zwischen Mann und Frau. Du hast der FS nicht geholfen, sondern lediglich dich selbst verteidigt und das auch noch unnötigerweise. Deinen Beitrag hättest du dir sparen können.

An die FS:
Schwierig. Vor allem weil ich den Sachverhalt nicht ganz verstehe. Also dein jetztiger Mann hat mit dir ein Haus, doch eigentlich gehört es nur ihm, du zahlst nur Miete, von der er den Kredit tilgt. Richtig?
Währenddessen ist dein Exmann pleite gegangen und du musstest einspringen. Richtig?
Verstehe ich nicht ganz, denn eigentlich teilt man doch bei einer Scheidung Vermögenswerte bzw. Schulden auf.
Und da du jetzt verheiratet bist, müsstest du theoretisch gesehen auch keine Miete bezahlen. Angesichts deiner finanziellen Situation müsste dein Ehemann doch dafür Verständnis haben. Was sagt er denn dazu? Wie sieht er das und was schlägt er vor? Wenn ihr jur auf Papier eine Ehe führt, aber ansonsten nicht bereit seid füreinander einzustehen und verantwortlich zu sein, dann würde ich an deiner Stelle das tun, was für mich als alleinstehende Frau das Beste wäre. Was würdest du tun, wenn du jetzt nicht verheiratet wärst. Müsstest auch Miete zahlen. Würdest du einen zweiten Job annehmen? Würdest du staatliche Unterstützung bekommen (was jetzt wohl nicht geht, weil dein Mann für dich zuerst aufkommen sollte)? Das solltest du mit ihm klären.
Also wie gesagt, ich verstehe das ganze Konzept und die eure Regeln nicht, aber das wäre doch mal eine mögliche Alternative: du zahlst weniger Miete (oder keine) und machst den Haushalt komplett allein.
 
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  • #20
Ihr lebt ja wohl zusammen und er weiß doch bestimmt, dass du kein Geld mehr hast, also was sagt er von sich aus dazu? Ihr werdet doch darüber gesprochen haben, oder nicht? Ihr teilt die Lebenshaltungskosten und die 600,- sind so zu sagen dein Mietbeitrag, da du ja keine Eigentumsrechte an der Immobilie hast. Mit ihm musst du sprechen, nicht hier fragen
 
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  • #21
Frau 55

Wie kommst Du darauf, dass ein 50 jährige Frau keinen Beitrag leisten kann?
Dein Frauenbild möchte ich nicht haben, das ist ja erschreckend und die Ignoranz mancher jungen Geschlechtsgenossinnen ist haarsträubend.
Wer vermittelt und prägt diese abwertenden Frauenbilder?

Bitte den Beitrag richtig lesen: die FS meinte keine 50-jährige Faru, sondern das Hausfrauenmodell der 1950er Jahre, in denen die Frauen, die sich allein durch den Krieg bringen mussten, aus der Erwerbswelt in die wirtschaftliche Abhängigkeit von Maennern gedrückt wurden, damit die aus dem Krieg und der Kriegsgefangenschaft zurückkehrten Maenner in einer am Boden liegenden Wirtschaft Arbeit und Einkommen hatten.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, was die FS meint, wie schlecht es ihr damit geht. Weil ich nie so wie meine Mutter leben wollte, habe ich studiert und war immer Vollzeit berufstätig.

Liebe FS,
den Kardinalfehler hast Du bei der Scheidung gemacht - da kündigt man solche Kreditvertraege, die Dich für den Ex in Haftung nehmen. Dann muss er seine Schulden allein tragen.

Du bist jetzt auf ein paar Jahre in einer schwierigen Situation - egal, wieviel Du verdienst. Du bistbauf den Selbstbehalt reduziert. Deine 600€ Mietanteil sowie 500€ Haushaltsgeld sind fast Dein vollständiges Einkommen, dass Du behalten darfst. Du musst mit Deinem Mann reden. Repräsentative Verpflichtungen kannst Du mit dem Rest nicht schaffen.
Ich bin etwas verwundert, dass Dein Mann, der ja mitbekommen haben muss, dass Du in die Privatinsolvenz gerutscht bist, nicht selber auf die Idee kommt, dass Euer Arragngement die nächsten Jahre auf Deine wirtschaftlichen Möglichkeiten angepasst werden muss. Dir wird michts anderes übrig bleiben, als mit ihm Klartext zu reden. Dann ist das Haus mit Deiner Hilfe eben nicht in 15 Jahren abbezahlt, sondern erst in 20 oder 25.
Wenn ihr als Ehepaar nicht darüber reden könnt und er das eigeninitiativ nicht sieht, hast Du schon wieder ein massives Problem mit einem Ehepartner. Deine Konfliktscheu und Dein mangelndes Vertrauen in Deines zweiten Mann gefährdet Eure Ehe. Wenn man über solche Sorgen nicht miteinander reden kann, was verbindet Euch?
w, 50+
 
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  • #22
Ich bin die Verpflichtung eingegangen, aber ich komme mir im Moment vor wie eine 50iger Jahre Frau die finanziell nicht viel beitragen kann. Gibt es Vorschläge ?

Liebe Grüße w, 38


Missverständnis: Die FS meint eine Frau aus den 50er Jahre, nicht eine fünfzigjährige Frau!
In den 50ern war die Hausfrauenehe üblich. Der Mann Alleinverdiener.
Durch die Privatinsolvenz bleibt der FS wenig Geld übrig. Ihr neuer Partner stemmt den Lebensunterhalt nahezu alleine. Damit fühlt sich die FS nicht wohl.

Ein guter Tipp fällt mir leider nicht ein.
 
  • #23
Frau 55
Wie kommst Du darauf, dass ein 50 jährige Frau keinen Beitrag leisten kann?
Missverständnis, die FS meinte natürlich "wie eine Frau in den 1950er Jahren" ;-)

Ich sehe keine andere Möglichkeit, als mit dem neuen Partner zu reden oder einen Zusatzjob anzunehmen. Der größte Teil des Hauses gehört ohnehin ihm; wenn Du also nicht die Bestrebung haben solltest, zukünftig Mitbesitzerin zu sein, sollte es mehrere Möglichkeiten einer Verständigung geben.
 
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  • #24
Liebe #2: die FS meint natürlich, eine Frau aus den 50er Jahren, nicht eine fünfzigjährige Frau :)!
LG (w, 37)
 
  • #25
Bei Provatinsolvenz, aber so einem repräsentativen Job müßte m.E. Lohnpfändung erfolgen.
So das der FS nur noch der Freibetrag bleibt. (Oder verdient sie soo wenig dabei ?)

Dann muß sie auf ihr Pfändungsschutzkonto achten, daß dessen Kontostand nicht den Freibetrag übersteigt.

Vorschlag: Weiter 500,- für die Haushaltskasse zahlen. Sowie weiter die eigenen lfd. Ausgaben sowie Privates.
Für die 600,- /Monat fürs Haus bleibt da kein Geld mehr übrig.
Dann gibts halt keine Sondertilgung, und das abzahlen dauert etwas länger.
(Außerdem ist es ja eh SEIN Haus)

So ist das halt in einer Partnerschaft. Da muß ggf. der Stärkere den Schwächeren unterstützen.

Es kann soo viel passieren, im Laufe eines Lebens und einer Beziehung.
z.B. Unfall, Krankheit, etc. - oder eben sowas mit Kreditvertrag etc.

Angenommen: Der aktuelle Mann wäre erkrankt -> berufsunfähig, und die FS müßte finanziell das Haus etc. stemmen ?

Ich kannte einen Fall: Ehepaar geschieden. Jeder von ihnen hatte danach sein eigenes Haus.
Die ex-Ehefrau war aber immer noch in den Kreditverträgen des ex-Ehemannes dabei.
Und auch ihr Haus war dafür verpfändet.

Nun starb der Mann, und die Bank verlangte, das die offenen Beträge = Restschulden bezahlt werden, weil keine Darlehensraten mehr. Von der ex-Ehefrau = vertraglich mit dabei. Sonst ihr Haus weg = an die Bank. Die Bank war aber klug und kulant, und überließ den Nachkommen inkl ex-Ehefrau die Lösung, nach Vereinbarung mit der Bank, was sie auch schafften. Und die Frau konnte ihr Haus retten.

(m,53)
 
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  • #26
Hallo,
hier die Fragestellerin.

Entschuldige bitte, aber ich meinte nicht eine 50 Jahre alte Frau, sondern wie damals in den 50 iger Jahren.... als die Männern ihren Frauen noch verbieten durften einer Berufstätigkeit nachzugehen.. oder ab wann durften Frauen wählen ? Gut daß es heute anders ist.

Schade daß ich mißverstanden wurde.
Denn jeden kann etwas treffen welches existenzbedrohend sein kann, egal ob selbst verschuldet oder nicht.

Ich würde mich trotzdem über Ideen freuen
 
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  • #27
Frau 55

Wie kommst Du darauf, dass ein 50 jährige Frau keinen Beitrag leisten kann?
Dein Frauenbild möchte ich nicht haben, das ist ja erschreckend und die Ignoranz mancher jungen Geschlechtsgenossinnen ist haarsträubend.
Wer vermittelt und prägt diese abwertenden Frauenbilder?

Es wird sich eine Lösung finden für Dich, jedenfalls ist das Problem selbstgemacht...

Trotzdem alles Gute!

Wirklich hilfreiche Antwort:)
Die FS meinte nicht 50jährige Frauen sondern die Frauen aus den 50igern, die finanziell von den Männern abhängig waren.

Deine Situation, FS, ist natürlich ziemlich schwierig, aber Du bist ja nicht fahrlässig in diese geraten.
Es kann keiner ahnen, dass der Ex irgendwann nicht mehr zahlt. Wenn die Rechtslage nichts anderes hergibt, wirst Du wohl zahlen müssen. Und dringend mit Deinem Partner reden. Er wird doch mitbekommen haben, dass Du in Schwierigkeiten geraten bist, oder? Wie hat er denn darauf reagiert?
Warum die Insolvenz, das habe ich nicht so ganz verstanden, dadurch verlängert sich ja alles nochmal um ein paar Jahre, wenn der Darlehensvertrag in 2 Jahren ausgelaufen wäre?
W50
 
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  • #28
Liebe FS,

du hast scheinbar das Talent dich von Männern ausnutzen zulassen. Warum redest du nicht mit deinem Mann? Vertraust Du ihm nicht?
Ich persönlich finde es komisch von deinem Mann Miete zu verlangen. Für 600 Euro würde ich lieber in meiner erstklassigen Altbauwohnung in schöner Lage bleiben. Zumal ich dann bei einem gemeinsamen Umzug nur Nachteile hätte. Kommt doch in der Regel mehr Arbeit als Frau auf einem zu. Nicht das man seinen Liebsten nicht gerne hilft. Aber diese bestehende Regelung finde ich schon etwas unfair. Mit 600 Euro wäre eine kleine Wohnung finanzierbar gewesen. Also wer zieht daraus nur Vorteile, wohl dein Mann...
Ich vermute mal ihr seid nicht einmal gemeinsam veranlagt, also wirst du im Fall einer Trennung mit Nichts dastehen und hast ihm noch ein schönes Leben finanziert, sowie Haushälterin und Geliebte gespielt?
Jetzt musst du es sowieso gerade rücken, also rede mit ihm. Ich hoffe für dich, dass dein Mann menschlich und nicht nur egoistisch ist. Die guten Karten hast du Dir von beiden Männern schon vor lange Zeit aus der Hand nehmen lassen!

w33
 
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  • #29
Erstmal hoffe ich, Du hast für das 2. Haus keinen Kreditvertrag mitunterschrieben.

Hat Dein Ex Dich beim 1.Haus ausbezahlt? Stehst Du beim 2. Haus mit Wohnrecht im Grundbuch
oder zahlst Du nur mtl. wie ein Mieter ?
Auf den 1. Blick sehe ich nur Häuser und Du zahlst und Dir gehört nichts. Verstehe ich nicht so ganz.
w
 
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  • #30
Du und Dein jetziger Mann führt eine seltsamer Ehe. Ist ihm noch nicht aufgefallen, das Du jetzt ein kleines Auto fährst? Wie erklärst Du ihm Deine neuerdings sparsame Lebenshaltung?

Und wie hoch war denn noch der Kredit des Exmannes, wenn Du diese Raten für 2 Jahre nicht aufbringen konntest? Warum konntest Du keinen Kredit aufnehmen um den alten um zu schulden?

Irgendwie stehe ich jetzt auf dem Schlauch.

Am besten redest Du endlich mal offen und ehrlich mit Deinem jetzigen Mann und ihr sucht gemeinsam nach einer Lösung.

w,50
 
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