• #1

Plötzlicher Rückzug des Partners

Liebes Forum,

ich bitte um einen neutralen und konstruktiven Rat. Mein Freund, mit dem ich seit 9 Monaten zusammen bin, und zwar eigentlich glücklich verliebt mit Zukunftsplänen, zieht sich seit den letzten Tagen auf unerklärliche Weise zurück. Wir sehen uns sowieso momentan nicht oft wegen der verschiedenen Arbeitszeiten, einmal unter der Woche und sonntags. Und ich hatte das Gefühl, dass er die letzten Male irgendwie anders war. Ich dachte, es liegt nur daran, dass er gerade mehr Stress bei der Arbeit hat. Aber heute am Telefon hat er unser geplantes Treffen abgesagt. Er sei gerade fertig, körperlich wie psychisch. Seit ein paar Tagen habe er diese Phase, finde sich gerade nicht so.

Ich habe ihn gefragt, ob es mit mir zu tun hat, was er verneinte. Habe ansonsten keinen Druck gemacht und gesagt, er soll sich ausruhen. Mache mir aber viele Gedanken, da ich unter einer gewissen Verlustangst leide. Der plötzliche Umschwung trifft mich sehr, und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Kann es wirklich eine harmlose Phase sein? Irgendetwas stimmt jedenfalls nicht…
 
  • #2
Ist das der Freund, der dich nicht mehr küsst? Dann zieht er sich eigentlich länger zurück als ein Paar Tagen.
 
  • #4
Das mit dem Küssen war nicht mehr wirklich ein Problem… glaube ich mache mir zu viele Gedanken und steigere mich in manche Dinge zu sehr hinein.

Und jetzt weiß ich eben auch nicht, ob ich es auf mich beziehen soll oder nicht.
Du hast recht. Jeder Mensch darf auch mal sich zurückziehen dürfen. Beobachte einfach die Lage weiter. Wichtig ist allerdings, dass du in der Summe glücklich bist und dein Seelenfrieden hast.
 
  • #5
mit dem ich seit 9 Monaten zusammen bin, und zwar eigentlich glücklich verliebt mit Zukunftsplänen
Eigentlich ist immer ganz schlecht, heißt: garnicht. Was ist uneigentlch los? Das ist interessant.

Ich dachte, es liegt nur daran, dass er gerade mehr Stress bei der Arbeit hat. Aber heute am Telefon hat er unser geplantes Treffen abgesagt. Er sei gerade fertig, körperlich wie psychisch.
Ach je, überlass ihn und seine Probleme sich selber. Da ist nichts anderes außer dass er keinen Bock mehr auf Dich hat.
 
  • #6
Ach je, überlass ihn und seine Probleme sich selber. Da ist nichts anderes außer dass er keinen Bock mehr auf Dich hat.
Das ist auch meine Erfahrung.
Was soll denn das bedeuten, er ist „körperlich und psychisch fertig“?
Ein Rückzug in solchen Lebenslagen (also dich nicht mehr sehen wollen) bedeutet meiner Meinung nach nur eins:
Du bist nicht diejenige, zu der er sich anvertraut, wenn er Sorgen und Probleme hat. Auch nicht diejenige, bei der er neue Energie schöpft, seine Akkus auflädt. Er möchte ja noch nicht mal mit dir so richtig über das Eingemachte sprechen.

Seine Probleme mögen ja tatsächlich da sein, aber mal ganz ehrlich: willst du so eine unverbindliche Beziehung führen, bei der alles das oben aufgezählte fehlt?

Ich denke, deine Verlustangst ist berechtigt, meist kommt bei so einem „Rückzug“ eh raus, dass die in ihrer Komfortzone am sichersten sind, und machen dann sowieso mach einiger Zeit Schluss. Aber nicht ohne dich vorher so richtig traurig in der Luft hängen zu lassen. Also überlass ihn sich selbst.
 
  • #7
Mache mir aber viele Gedanken, da ich unter einer gewissen Verlustangst leide. Der plötzliche Umschwung trifft mich sehr, und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Kann es wirklich eine harmlose Phase sein? Irgendetwas stimmt jedenfalls nicht
Du tust mir wirklich leid… es ist einfach nur doof, dass du so verliebt bist und er offensichtlich kaum noch (falls er es jemals wirklich war).

Er will offenbar noch nicht ganz Schluss machen (Konfliktscheue? Mitleid? Wenig Chancen bei Frauen?) und hält dich noch etwas hin. Vielleicht hofft er, dass du es beenden wirst bzw. dass es sich „ausschleicht“, wenn ihr euch nur noch selten seht.

Da kommt also die Trennung auf dich zu. Er wird darunter nicht leiden, sondern nur erleichtert sein. Mein Tipp: Beende DU es, das fühlt sich für dich VIEL besser an.
Nicht aus spontaner Verärgerung, sondern aus der ruhigen Einschätzung, dass du in dieser Beziehung dein Bedürfnis nach Nähe nicht gestillt bekommst.
 
  • #8
Danke euch für die Antworten! Erst mal noch eine zusätzliche Info dazu: dies ist eine plötzliche Bewegung seit wenigen Tagen! Davor war alles gut. Gibt es nicht doch eine Chance, dass es nur eine kurze Rückzugsphase ist? Er kurz seinen Freiraum braucht und mich dann wieder vermisst?

Und vor allem wie verhalte ich mich jetzt? Natürlich keinen Druck machen, aber trotzdem immer erreichbar sein und ihn treffen, wenn er es vorschlägt, oder sein Verhalten spiegeln und Verfügbarkeit brechen, wie es ja häufig empfohlen wird?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #9
Und vor allem wie verhalte ich mich jetzt? Natürlich keinen Druck machen, aber trotzdem immer erreichbar sein und ihn treffen, wenn er es vorschlägt, oder sein Verhalten spiegeln
Nein, das würde ich nicht tun. Ich würde mit ihm ganz in Ruhe mal darüber sprechen. Das muss er aushalten. Schließlich macht er ja, dass es Dir nicht gut geht im Augenblick. Er soll Dir ehrlich sagen, was los ist.
Vielleicht hat er ja andere Sorgen? Und wie würde es ihm ergehen, wenn Du Dich so verhältst?
Alles Gute.
 
  • #10
dies ist eine plötzliche Bewegung seit wenigen Tagen! Davor war alles gut.
Hattest du nicht von „nicht mehr küssen“ und „Eifersucht“ geschrieben?

Und vor allem wie verhalte ich mich jetzt? Natürlich keinen Druck machen, aber trotzdem immer erreichbar sein und ihn treffen, wenn er es vorschlägt, oder sein Verhalten spiegeln und Verfügbarkeit brechen, wie es ja häufig empfohlen wird?
Es tut mir leid, aber es dürfte ganz egal sein, was du machst - soweit es ihn und seine Gefühle betrifft.
Du solltest darauf achten, dass du selbst deine Zeit schön und gut auch ohne ihn verplanst, also keine Spielchen, aber auch nicht ständig in Bereitschaft für eine eventuelle Nachfrage durch ihn stehen.
Das vor allem, um dich selbst emotional abzunabeln.

Ein Gespräch darüber… kannst du machen. Aber rechne damit, dass er weiterhin unehrlich zu dir ist, Stress etc als Grund vorschiebt.
Besser überlege dir, was du machen willst und sage das klar an. Zum Beispiel eine Bedenkpause von zwei Wochen ohne Kontakt, ob du so eine Beziehung weiterhin willst.
 
  • #11
Und vor allem wie verhalte ich mich jetzt? Natürlich keinen Druck machen, aber trotzdem immer erreichbar sein und ihn treffen, wenn er es vorschlägt, oder sein Verhalten spiegeln und Verfügbarkeit brechen, wie es ja häufig empfohlen wird?
Bitte lass diesen Kinderkram! Vielleicht geht es ihm wirklich schlecht, vielleicht ist es nur ein Vorwand. Wenn er Dich wieder sehen will, dann seht euch, wenn Du das auch willst. Wenn Du es nicht willst, dann nicht. Aber bitte bleibe authentisch - keine Spielchen!
ErwinM, 52
 
  • #12
dies ist eine plötzliche Bewegung seit wenigen Tagen! Davor war alles gut. Gibt es nicht doch eine Chance, dass es nur eine kurze Rückzugsphase ist? Er kurz seinen Freiraum braucht und mich dann wieder vermisst
Da sind grundsätzlich mehrere Szenarien vorstellbar. Eine Möglichkeit besteht darin, dass er im Moment wirklich ausgepowert ist und für Dich gerade keinen Kopf hat, u. a. auch weil Du indirekt zuviel Druck ausübst und jeden Versuch seinerseits etwas mehr Ruhe zu finden fehlinterpretierst und das ganze aufgrund Deiner Verlustängste mit noch massiveren Klammereien quittierst....
Das mit dem Küssen war nicht mehr wirklich ein Problem… glaube ich mache mir zu viele Gedanken und steigere mich in manche Dinge zu sehr hinein.
Es könnte auch ein grundsätzlich verschiedenes Nähe/Distanzbedürfnis bei euch bestehen. In diesem Fall wird es immer so weiter laufen. Dann würde ich mich trennen. Denn seine Bedürfnisse kann keiner auf Dauer negieren. Das wird beide Partner unglücklich machen.
Es besteht allerdings auch noch die Möglichkeit, dass er tatsächlich nicht so an einer Beziehung mit Dir interessiert ist, wie Du es Dir wünscht.
 
  • #13
Und vor allem wie verhalte ich mich jetzt? Natürlich keinen Druck machen, aber trotzdem immer erreichbar sein und ihn treffen, wenn er es vorschlägt, oder sein Verhalten spiegeln und Verfügbarkeit brechen, wie es ja häufig empfohlen wird?
Solche Spielchen laufen voll ins Leere. Es zählt nur eines:
Ehrlichkeit, Offenheit, Aufrichtigkeit und vor allen Dingen authentisch sein und bleiben, was ich leider nicht erkennen kann!
 
  • #14
Vielleicht ist das zweimalige Sehen pro Woche zu viel? Mir wäre es das.
 
  • #15
Ich danke euch sehr für Eure Antworten!

Spielchen mag ich an sich auch nicht, fragte mich halt nur, ob seine Entfernung damit zu tun haben könnte, dass ich in gewisser Weise zu viel Druck aufgebaut habe, unter anderem weil ich ihn an seinen beiden freien Tagen immer sehen wollte. Deshalb dachte ich, es wäre vielleicht gut, diesen Druck rauszunehmen, und ihm nicht so sehr das Gefühl zu geben, dass ich von ihm abhängig bin oder so.

Sicher spielen noch andere Dinge mit hinein, ich fühle mich insgesamt als Alleinerziehende, auf Wohnungssuche und beruflich, etwas instabil, und er war meine hauptsächliche Energiesäule, was natürlich vielleicht nicht gut ist. Außerdem habe ich mich an bestimmten Ritualen wie dem zweimaligen Telefonieren pro Tag vermutlich zu sehr festgehalten. Es war wohl alles nicht mehr so locker und fließend….
Er hat auch eine ziemliche Vergangenheit mit tragischen Ereignissen hinter sich. Trotzdem schien die Beziehung uns beiden wichtig zu sein, und er redete noch vor kurzer Zeit von Liebe und Zukunft.

Deshalb verunsichert mich dieser plötzliche Umschwung sehr, und ich hoffe einfach, dass mit etwas Zeit und Loslassen sich alles wieder löst… falls ihr noch Tipps habt, gern.
 
  • #17
Er sei gerade fertig, körperlich wie psychisch. Seit ein paar Tagen habe er diese Phase, finde sich gerade nicht so.
Das ist dann halt einer der sich bei Stress zurückzieht. Krisen sind ein guter Härtetest ob es grundsätzlich passt, weil man sich dann nicht mehr verstellt. und die Grundmechanismen bei Stress, also ob man hin zu anderen Menschen oder Richtung Rückzug veranlagt ist, nicht mehr verdeckt werden.
Oder du bist nicht seine Vertrauensperson. Nach 9 Monaten aber auch ein Armutszeugnis.
Für mich wäre das nichts, ich bin ein totaler Nähemensch und das erste was ich in einer echten Krise mache ist meinen Freund anrufen (also natürlich nicht während der Arbeitszeit, sondern wenn es passt), oder halt mit anderen Freunden sprechen.
Und mit Menschen die sich bei Stress zurückziehen und für sich sein wollen kann ich ganz schlecht umgehen.
Es muss halt passen. Wenn du ein Nähemensch bist und er jemand der Distanz und Rückzug braucht, dann wirst du leiden. Weil immer der leidet der mehr Nähe will. Der andere hat ja kein Problem.
2 mal pro Woche sehen wäre für mich auch keine richtige Beziehung. Da hat man ja gar keinen Alltag.
 
  • #18
Das ist dann halt einer der sich bei Stress zurückzieht. Krisen sind ein guter Härtetest ob es grundsätzlich passt, weil man sich dann nicht mehr verstellt. und die Grundmechanismen bei Stress, also ob man hin zu anderen Menschen oder Richtung Rückzug veranlagt ist, nicht mehr verdeckt werden.
Oder du bist nicht seine Vertrauensperson. Nach 9 Monaten aber auch ein Armutszeugnis.
Für mich wäre das nichts, ich bin ein totaler Nähemensch und das erste was ich in einer echten Krise mache ist meinen Freund anrufen (also natürlich nicht während der Arbeitszeit, sondern wenn es passt), oder halt mit anderen Freunden sprechen.
Und mit Menschen die sich bei Stress zurückziehen und für sich sein wollen kann ich ganz schlecht umgehen.
Es muss halt passen. Wenn du ein Nähemensch bist und er jemand der Distanz und Rückzug braucht, dann wirst du leiden. Weil immer der leidet der mehr Nähe will. Der andere hat ja kein Problem.
2 mal pro Woche sehen wäre für mich auch keine richtige Beziehung. Da hat man ja gar keinen Alltag.
Ja, mir war es auch nicht zu viel, aber vielleicht war das Problem eben, dass er gar keine Zeit für sich hatte… und davor hatten wir uns auch phasenweise sehr viel gesehen, da mein Sohn beim Vater war.

Wir wollten ja eigentlich auch zusammen ziehen, das kam ursprünglich von ihm. Deshalb hatte ich auch nicht gedacht, dass es für ihn möglicherweise zu viel sein könnte. Hätte vielleicht sein Bedürfnis nach etwas Freiraum früher erkennen sollen.
 
  • #19
Aber denkt ihr es ist möglich, dass er wirklich nur temporär etwas Freiraum und Abstand braucht? Könnt ihr mir konstruktive Ratschläge geben, wie ich damit umgehe?
 
  • #20
.. aber es ist manchmal schwierig, da ich auch ein relativ junges Kind habe. Und tagsüber gibt es eben immer nur zwei Möglichkeiten pro Woche.
Das ist halt auch echt schwierig unter diesen Umständen, eine Partnerschaft aufzubauen, die den Bedürfnissen von allen Beteilligten gerecht wird bzw. werden kann. Die Spontanität und Leichtigkeit kommt da einfach bisweilen zu kurz. Ich war u.a. auch deshalb mehr oder weniger lange Zeit AE, was neues nicht immer einfach war. Aber da erzähle ich Dir sicherlich nichts Neues.
 
  • #21
Aber denkt ihr es ist möglich, dass er wirklich nur temporär etwas Freiraum und Abstand braucht?
Ja, denke ich. Wobei sich das temporär natürlich auch wiederholen kann. Mein Sohn ist mittlerweile erwachsen und ich hab relativ spät erst den richtigen Partner gefunden. Aber mein Bedürfnis nach Rückzug um auszuruhen und neue Energie zu tanken ist geblieben.
Könnt ihr mir konstruktive Ratschläge geben, wie ich damit umgehe?
Anschauen, ob Du mit diesen temporären Rückzügen klar kommst auf Dauer. Wenn Du zu sehr darunter leidest, dann trennen und jemand mit dem selben Nähebedürfnis wie Du hast suchen. Es macht auf Dauer keinen Sinn an etwas festzuhalten, was entgegen Deinen/seinen Bedürfnissen steht.
 
  • #22
Ja, lebe dein Leben und sorge dich um dein Kind und um dich. Dein Partner darf ruhig etwas weniger Aufmerksamkeit bekommen. Warum versuchst DU alles um die Situation und eure Beziehung am laufen zu halten. Wenn er nur seine Seite sieht und dich so kalt im Regen stehen lässt. ist er es nicht Wert weiter unterhalten zu werden.
 
  • #23
Anschauen, ob Du mit diesen temporären Rückzügen klar kommst auf Dauer. Wenn Du zu sehr darunter leidest, dann trennen und jemand mit dem selben Nähebedürfnis wie Du hast suchen. Es macht auf Dauer keinen Sinn an etwas festzuhalten, was entgegen Deinen/seinen Bedürfnissen steht.
Dazu noch kurz, so etwas gab es wie gesagt vorher nie, die ganzen 9 Monate nicht. Es ist für mich ein unerklärlicher Umschwung, der mir den Boden unter den Füssen wegzieht… dieser Mann hat vor kurzem noch Dinge für unseren gemeinsamen Haushalt gekauft, einen Sommerurlaub geplant.
 
  • #24
Ja, lebe dein Leben und sorge dich um dein Kind und um dich. Dein Partner darf ruhig etwas weniger Aufmerksamkeit bekommen. Warum versuchst DU alles um die Situation und eure Beziehung am laufen zu halten. Wenn er nur seine Seite sieht und dich so kalt im Regen stehen lässt. ist er es nicht Wert weiter unterhalten zu werden.
Ich bin halt leider sehr verliebt in ihn…
 
  • #25
Seit ein paar Tagen habe er diese Phase, finde sich gerade nicht so
Du hast ja seit November wirklich schon sehr viel über ihn geschrieben, eigentlich immer über „rätselhaftes Verhalten“ seinerseits.

Ihr seid 9 Monate zusammen und seht euch etwa zweimal die Woche. Da entsteht bei mir das Bild, dass sich eure Bekanntschaft nicht wirklich weiterentwickelt. Das Level ist und bleibt ziemlich niedrig… ich persönlich habe bei so etwas fast Schwierigkeiten, es Beziehung zu nennen. Klar, es gibt Gründe… aber irgendwie ist nicht erkennbar, dass ihr euch wirklich weiter annähert. Offenbar redet ihr auch nicht so viel miteinander, um solche Themen mal zu klären.

Vielleicht sieht er nicht so viel Perspektive auf Veränderung, hat etwas die Hoffnung verloren?
 
  • #26
Aber denkt ihr es ist möglich, dass er wirklich nur temporär etwas Freiraum und Abstand braucht? Könnt ihr mir konstruktive Ratschläge geben, wie ich damit umgehe?
Erstmal wahrscheinlich: sich selbst austricksen...

Denn ob er Rückzug braucht, weil er sich entliebt oder das bei Stress so macht...deine "Vorgehensweise" sollte erstmal die gleiche sein.

Du musst die Zeit für dich selbst nutzen und los lassen: was will er/was denkt er.
Das führt nur dazu: von Dir selbst weg zu gehen und nicht auf Dich zu achten.

Also verabreden und Handy am besten zuhause/ im Auto etc lassen
 
  • #27
Ja, mir war es auch nicht zu viel, aber vielleicht war das Problem eben, dass er gar keine Zeit für sich hatte… und davor hatten wir uns auch phasenweise sehr viel gesehen, da mein Sohn beim Vater war.

Wir wollten ja eigentlich auch zusammen ziehen, das kam ursprünglich von ihm. Deshalb hatte ich auch nicht gedacht, dass es für ihn möglicherweise zu viel sein könnte. Hätte vielleicht sein Bedürfnis nach etwas Freiraum früher erkennen sollen.
Das würde dir leider auch nichts nutzen. Du gehst daran kaputt, wenn du ihm noch mehr Freiraum lassen musst. Solche Probleme nach 9 Monaten, dass einer schon mehr Freiraum braucht, hören sich nicht gut an. Damit will ich nichts gegen deinen Freund sagen, es muss nur passen und da bin ich absolut bei @Asperience , ich fände 2x pro Woche zu wenig - also brauche ich jemanden, der das auch so sieht und nicht jemanden, der mich öfter "ertragen" muss oder bei dem ich mich jedesmal fragen muss, ob ich ihn schon mit 1x pro Woche vielleicht nerve.

Und er jemanden, der genauso viel Freiraum braucht wie er, falls es hier wirklich das Problem sein sollte.
 
  • #28
Aber denkt ihr es ist möglich, dass er wirklich nur temporär etwas Freiraum und Abstand braucht? Könnt ihr mir konstruktive Ratschläge geben, wie ich damit umgehe?
Ich halte es nicht nur für 'möglich' sondern für 'wahrscheinlich' das es nur ein temporärer Rückzug ist.
@Swann , du bist selbst eine Frau mit reichlich Problemen. Nun hat er ein Problem und möchte es lösen ohne sich weiter mit deinen Probleme zu befassen. Ich finde das völlig in Ordnung. Es gibt Menschen die Probleme nicht verkleinern und hilfreich bei der Lösung sind sondern immer alles Verschlimmbessern.
Z.B. meine Mutter ist so ein Mensch. Ihre Lösung für für alle Probleme in der Arbeitswelt und damals im Studium war immer nur totale Anpassung, es allen Recht machen und bloß nicht auf die eigenen Bedürfnisse achten. Sie ist übrigens auch nicht gut mit dieser Einstellung durchs Leben gekommen.
Dann kommt noch der 'lonely wolf Effekt' dazu. Ein Mann löst seine Probleme allein. Eine sehr anhängliche Frau ist da eher belastend. Als erwachsene Frau solltest du in der Lage sein dich mal temporär zurückzunehmen.
Mach nicht aus einer Mücke einen Elefanten. Da bist du gerade dabei.
Das mit euch Zweien wird schon wieder besser.
 
  • #29
Das würde dir leider auch nichts nutzen. Du gehst daran kaputt, wenn du ihm noch mehr Freiraum lassen musst. Solche Probleme nach 9 Monaten, dass einer schon mehr Freiraum braucht, hören sich nicht gut an. Damit will ich nichts gegen deinen Freund sagen, es muss nur passen und da bin ich absolut bei @Asperience , ich fände 2x pro Woche zu wenig - also brauche ich jemanden, der das auch so sieht und nicht jemanden, der mich öfter "ertragen" muss oder bei dem ich mich jedesmal fragen muss, ob ich ihn schon mit 1x pro Woche vielleicht nerve.

Und er jemanden, der genauso viel Freiraum braucht wie er, falls es hier wirklich das Problem sein sollte.
Wie gesagt, es war vorher eigentlich kein Problem, und als mein Sohn letztens zb bei seinem Vater war, war er ja aus freien Stücken oft bei mir. Ich kann mir deshalb halt vorstellen, dass es eine Phase ist. Bzw hoffe ich es.
 
  • #30
Erstmal wahrscheinlich: sich selbst austricksen...

Denn ob er Rückzug braucht, weil er sich entliebt oder das bei Stress so macht...deine "Vorgehensweise" sollte erstmal die gleiche sein.

Du musst die Zeit für dich selbst nutzen und los lassen: was will er/was denkt er.
Das führt nur dazu: von Dir selbst weg zu gehen und nicht auf Dich zu achten.

Also verabreden und Handy am besten zuhause/ im Auto etc lassen
Aber du meinst jetzt nicht, dass ich zb absichtlich Anrufe nicht entgegen nehmen soll etc., aus einer Strategie heraus, oder? Sondern wirklich versuchen, mich abzulenken auf mich selbst und andere Dinge, richtig?

Findet ihr es sinnvoll, ihm gegenüber eventuell zu vermitteln, dass ich selbst Denke, zuletzt zu viel Druck gemacht zu haben, und wir erst mal ein bisschen Zeit für uns nehmen können oder so?
 
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