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  • #1

Plötzliches Beziehungs-Aus - Wann wieder vertrauen?

Liebe Frauen, die Ihr diese Erfahrung gemacht habt: Innig verliebt und nach ein paar Wochen das plötzliche Aus von seiten des Mannes. Wie geht Ihr damit um? Wann war Euer Vertrauen wieder soweit hergestellt, dass Ihr Euch wieder auf Partnersuche begeben konntet?
 
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  • #2
Ich habe es einige Male erlebt, war tief traurig, habe dann Therapie gemacht, was sehr gut war, habe auch hier im Forum einige dazu gelernt und stelle immer mehr fest, dass ganz viele Männer so drauf sind. Ich habe es ja im realen Leben persönlich erlebt, es im Umfeld beobachten und von Freundinnen erzählt bekommen.

Ich bin heute sehr vorsichtig und habe relativ wenig Erwartungen, wenn ich einen Mann kennenlerne. Ich bin inzwischen lange Single, konzentriere mich auf mich, meinen Job, mein Kind, meinen Freundeskreis und mache mir mein Leben schön.

Frau muss halt ihre Prioritäten setzen und dann wird man auch nicht mehr auf eine schäbige Art und Weise enttäuscht.

w 48
 
  • #3
Ich, m32, entschuldige mich hiermit für alle Männer, die zu blöd sind, ordentlich zu kommunizieren. Wir sind nicht alle so, ehrlich.
 
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  • #4
Wer geht denn hier wieder so nonchalant davon aus, daß so etwas nur Frauen passiert? Innig verliebt, glückliche Stunden voller Zärtlichkeit, und dann plötzlich ein versteinertes Gesicht: „wir passen nicht zusammen”. Wann das Vertrauen wiederhergestellt ist? Nie. Kenne ja den Grund nicht, wie also soll ich einschätzen können, ob es nicht bei der nächsten Frau wieder passieren wird?
 
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  • #5
Bin kein Mann aber die Männlichen Freunde die ich habe - alle meiner Altersklasse - haben sich immer souverän von den Frauen getrennt. es gibt auch Frauen die so Ticken und sich nicht souverän trennen können.

W31
 
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  • #6
FS: Okay, es kann auch den Männern passieren...

Also, Frage an alle Enttäuschten dieser Welt:
Werdet Ihr wirklich nie wieder vertrauen wollen?

Um ehrlich zu sein, war auch das meine erste Reaktion. Alles, was ich an positiven Gefühlen hervorbringen konnte, lag in Trümmern, beschmutzt, benutzt, missbraucht, ein eitriger, entzündeter Wundherd, ein einziges Elend, und das hat sich lange gehalten.

Es hat mir geholfen, "denjenigen welchen" aus tiefstem Herzen zu verfluchen, ihm die Pest, alles Elend und Unglück an den Hals zu wünschen. So viel Eitelkeit, Dummheit, Oberflächlichkeit und Hartherzigkeit verdienen keine Gnade. Mal sehen, was ihm passiert. Flüche solllen sich schon erfüllt haben.

Ich will mich auch nicht damit abfinden, dass es keinen Mann für mich gibt, der vertrauenswürdig ist. Auf diesen warte ich gerne und vertraue dann besser meinem Bauchgefühl.

Vielleicht bin ich also schon durch das tiefste aller Jammertäler durch. Die Wut hat mich schließlich hindurchgetragen...
 
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  • #7
Ein früherer Lehrer von mir sagte: das Wort "Ent-Täuschung" beinhalte im Prinzip eine positive Aussage. Man hat sich einer Täuschung entledigt und ist auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Man solle dankbar dafür sein, denn man habe somit ein Problem weniger.
 
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  • #8
Ja, die liebe Kommunikation... Ich meine, dieser Punkt ist ziemlich entscheidend darüber, wie Beziehungen verlaufen und mit welchem Gefühl man sie beendet.

Ich hatte mal eine Affäre, bei der von Anfang an die Unverbindlichkeit geklärt war. Als etwas anderes war es nie angedacht; ich war ein bisschen verliebt, aber für eine Beziehung waren wir einfach inkompatibel. Er suchte währenddessen online nach einer festen Partnerin - was ich im Nachhinein erfahren habe, naja, hat ein bisschen am Ego genagt, aber war ja innerhalb unserer Vereinbarung - und hat dann tatsächlich eine gefunden. Damit war unsere Beziehung zu Ende - und es gab keinerlei Knatsch. Warum auch? Die andere Frau hat er dann geheiratet, mit ihr Kinder bekommen und ein Haus gekauft. Ich habe mich aufrichtig gefreut, und wir können uns heute noch freundschaftlich begegnen.

Einen anderen Partner habe ich weniger freundlich verabschiedet. Erst hat er etwas im Sinne von Beziehung gesagt, die Illusion wochenlang genährt, Sex mitgenommen, obwohl ich ihm die Gelegenheit gegeben habe, abzulehnen, und dann einen Rückzieher gemacht. Ein wahrer Gentleman war das nicht...
Der Unterschied zu ersterem Herrn bestand, dass ich mir - zunächst- mit diesem Mann eine gemeinsame Zukunft vorgestellt hatte.

Seitdem bin ich wachsamer geworden, aber nicht so verbittert, dass ich nie wieder eine Beziehung eingehen würde.
 
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  • #9
Mein Motto...
''Tue keinem etwas Gutes, und dir widerfährt nicht's Schlechtes''.
Aber natürlich kann man sein Beziehungsleben auch schön naiv weiterführen...
 
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  • #10
Mich würde es interessieren, welche Therapie man machen kann. Ich kenne dieses Problem als Mann. Bei mir war es auch "von heute auf morgen" erledigt - und dies 3x innerhalb von 6 Jahren - in jedem Fall weil "sie" einen anderen bevorzugt hat.

Ich habe über Jahre hinweg nur Frauen Mitte 30 kennengelernt, die 50-jährige (verheiratete) Männer zwecks on-off-Beziehung, Beischlafbeziehung oder irgendetwas anders bevorzugt haben und aus diesem Grund nach 2-3 Monaten in denen ich klar, eindeutig und unmissverständlich kommuniziert habe "I want you and only you" sich wieder verabschiedet haben.

Eine Kollegin hat mir kürzlich anvertraut, dass sie davon überzeugt sei, ich sei schwul weil es (O-Ton) "völligst unmöglich sein kann, dass ein Mann von meinem Format nicht wenigstens eine Freundin hat wenn schon nicht sowieso verheiratet" (sie ist in festen Händen) und ob ich mich nicht unter den "etlichen Kandidatinnen entscheiden könnte".

Fakt ist - ich kann nach meinen Erfahrungen einfach überhaupt keiner Frau mehr vertrauen - ich habe mich zurückgezogen und wenn ich wirklich mal jemanden kennenlerne und und so etwas wie ein Kompliment vernehme unterstelle ich sofort ein opportunistisches Verhalten, dass nur darauf abzielt, mich womöglich mal n paar Wochen abzuchecken um dann der Einfachheit weiter zu ziehen. Frauen, die mir "etwas gutes tun" sind mir inzwischen völligst suspekt, denn im Zweifel ist es alles ein riesiges Theater, unaufrichtig, opportunistisch und launisch.

Meine letzte "3-Monats-Frau" habe ich einige Monate nach dem Abschluss getroffen und gebeten, mir "feedback" zu geben - offen, frei, unverblümt festhalten, warum sie sich getrennt hat. Antwort: keine Ahnung warum, ich sei ihr Mr. Right und sie wisse nicht, wieso weshalb und warum sie sich überhaupt wieder getrennt hat. Wie kann man überhaupt noch irgendjemanden vertrauen, wenn man derartige Erfahrungen hat (wohlwissend, dass jene besagte Frau seinerzeit lieber zum 7-ten, 8-ten oder 9-ten Mal mit ihrem on-off-Partner weitergemacht hat).

Dass Schlimmste daran ist, dass für mich der Zug der Familiengründung letztlich abgefahren ist weil ich in den entscheidenden Jahren diese Erfahrungen gemacht habe. M, 41
 
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  • #11
Für untreu gehalten worden, obwohl ich niemals auch nur eine Sekunde lang an Treuebruch gedacht hätte. Nicht ausgesprochen, sondern nur enttäuschter Rückzug ihrerseits. Ich wußte anfangs gar nicht warum, als ich zu ahnen begann, was den falschen Verdacht ausgelöst hatte, war es zu spät.

Ich habe nichts falsch gemacht, war so treu wie man nur treu sein kann. Das Ganze liegt jetzt 8 Jahre zurück, aber ich bin nach wie vor innerlich tot, alles was ich mit ihr einst geteilt hatte, ist für mich verbrannte Erde.

Vertrauen? Mein Herz wieder einer Frau anvertrauen? Nicht in 100 Jahren.
 
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  • #12
#9
ich kann dich sehr gut verstehen und es tut mir aufrichtig leid für dich.
mir ist in den letzten jahren sehr ähnliches passiert (bin allerdings weiblich und es waren nur zwei versuche).
bin seit jan in therapie weil ich diesen mist hinter mir lassen möchte um irgendwann einfach frei zu sein für den der mich wirklich will.
das wünsche ich auch dir, frei sein ...........
w mitte 40
 
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  • #13
Die Fragestellerin schreibt ...."nach ein paar Wochen" verliebt sein".

Ehrlich gesagt, ich verliebe mich nicht leicht und auch nach ein paar Wochen des Zusammenseins bleibe ich dennoch ziemlich pragmatisch. Ich genieße die gemeinsame Zeit aber......
Vielleicht bin ich auch zu vorsichtig. Ein paar Wochen sind mir zuwenig um mich emotional ganz tief einzulassen.

Vor allem wenn es um Bekanntschaften aus einer Partnerbörse geht, sind Naivität und eine rosa Brille unangebracht. Viele suchen mehrgleisig, andere haben Ängste oder sind charakterlos, nur wenige sind ehrlich und haben Klasse, davon wiederum verstehen einige die Vorsicht des anderen nicht und ziehen sich beleidigt zurück.

Wir können hier im Forum viele Beispiele lesen.... man muss ziemlich hartgesotten sein um das wegzustecken und gleich wieder neu zu beginnen.
 
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  • #14
nur wenige sind ehrlich und haben Klasse, davon wiederum verstehen einige die Vorsicht des anderen nicht und ziehen sich beleidigt zurück

Jeder Mensch hat das Recht, unvoreingenommen betrachtet zu werden. Wenn mir ein Hang zur Untreue unterstellt wird, nur weil ich ein Mann bin, ziehe ich mich freilich gekränkt zurück, ich lasse mich doch nicht mit irgendwelchen Ekeltypen in dieselbe Schublade stecken. Und ich sehe auch nicht ein, warum ich eine Frau erst langwierig von meiner Treue überzeugen soll, ich bin so wie ich bin und wie ich sage daß ich bin, und fertig.
 
  • #15
Mittlerweile habe ich für mich den Entschluss gefasst, dass ich nie wieder einem Mann vertrauen kann. Bis jetzt bin ich immer nur enttäuscht worden und leider auch immer wieder auf ähnliche Art und Weise. Zur Zeit stehe ich selber an dem Punkt soll ich meinem Freund nochmal eine Chance geben und versuchen ihm zu vertrauen oder soll ich lieber einen Schlußstrich ziehen und ewiger Single bleiben.
 
  • #16
Mittlerweile habe ich für mich den Entschluss gefasst, dass ich nie wieder einem Mann vertrauen kann. Bis jetzt bin ich immer nur enttäuscht worden und leider auch immer wieder auf ähnliche Art und Weise. Zur Zeit stehe ich selber an dem Punkt soll ich meinem Freund nochmal eine Chance geben und versuchen ihm zu vertrauen oder soll ich lieber einen Schlußstrich ziehen und ewiger Single bleiben.

Wenn du immer wieder auf die gleichen Männer rein fällst solltest du dich mal fragen, was dein Anteil daran ist. Läßt du dich zu schnell auf die Männer ein, bist du zu naiv, achtest du nicht auf die Zwischentöne.... Mir ist das noch nicht passiert, daher darfst du nicht vergessen, dass du ein Teil davon bist und gucken was du verbessern kannst. Niemandem zu Vertrauen ist verständlich, hadet aber nur die allein, denn ohne Vertrauen geht es nicht und man kann niemanden verantwortlich für das verhalten eines anderen machen. Du solltest dich daher ja auch erst auf was neues einlassen, wenn du das alte überwunden hast
 
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  • #17
Mittlerweile habe ich für mich den Entschluss gefasst, dass ich nie wieder einem Mann vertrauen kann

Was für ein Armutszeugnis, daß Du Dir da selbst ausstellst. Also ob es keine anständigen Männer gäbe. Du kannst doch nicht die Verfehlungen einiger weniger pauschal auf alle anderen übertragen! Wenn Du aber jemandem, den Du nicht kennst, nicht unvoreingenommen gegenübertreten kannst, dann ist es wohl wirklich besser, Du ersparst uns Männern Deine Pauschalverurteilungen und hältst Dich von uns fern.
 
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  • #18
Die Fragestellerin schreibt ...

[Mod.= unnötige Wiederholung gelöscht]

FS:
Dieser Beitrag fasst die ganze Problematik ziemlich gut zusammen und spiegelt auch mein persönliches Erleben wider.

Mein persönlicher Fehler war, mein Bauchgefühl zu ignorieren und darauf zu vertrauen, dass ein Mann aus dem gemeinsamen vernünftigen Bekanntenkreis schon kein Reinfall sein könne. Leider falsch gedacht. Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, ich habe es geahnt... Der Bauch sendete Alarmzeichen.

Er war mit dieser Situation vertrauter und hat gleich von Anfang an wenig Gefühlsinvestitionen getätigt. Immer gerade so viel, wie man verschmerzen kann, wenn es nichts wird. So fiel es ihm wohl nicht schwer, sich zu verabschieden und neu zu orientieren. Er gehört auch nicht zu denjenigen, die viel nachfragen, sondern schnell ihre Schlüsse ziehen, auch wenn er damit manchmal ziemlich daneben liegt. Und er tendiert dazu, diese Fehlschlüsse mit unumstößlicher Konsequenz beizubehalten. Wenn das mal kein echter Kerl ist... (ironie off)

Es ist nun bald ein Jahr her, und da ich mich nicht beliebig oder leicht verliebe, habe ich entschieden, mein Singledasein erstmal vollauszukosten. Auch wenn ich genug Vertrauen hätte, um auf Partnersuche zu gehen - ein anderer wäre jetzt ein reiner Trostpreis. Das muss ich niemandem antun.

Ich fühle mich seit diesem Entschluss endlich ausgeglichen, ruhig, glücklich und zufrieden.

PS:
Ich wundere mich, dass kaum Menschen Mut machen oder von positiven Wendungen des Schicksals berichten können. Haben diese sich vielleicht schon in anderen Threads offenbart und sind des Schreibens müde??
 
  • #19
von FS

PS:
Ich wundere mich, dass kaum Menschen Mut machen oder von positiven Wendungen des Schicksals berichten können. Haben diese sich vielleicht schon in anderen Threads offenbart und sind des Schreibens müde??

Richtig! Es gibt unendlich viele Threads und Antworten zu diesem Thema. Nicht jeder möchte sich ständig wiederholen. Und es gibt auch eine Forensuche! :)

Außerdem ist dieses Thema so persönlich und auf den eigenen Charakter bzw. Eigenschaften bezogen, dass es schwer ist, Mut zu machen. Was für Einige gut ist, kann für Andere falsch sein. Das sind nun einmal Dinge, bei denen jeder seinen eigenen Weg finden muss.

In deinem beschriebenen Fall hätte es mir wahrscheinlich geholfen, rechtzeitig meinen Kopf einzuschalten, wenn mein Bauch mich schon warnt... Du beschreibst ja auch sehr gut die Verhaltensweisen, warum es nicht gut gehen konnte. Warum hast du nicht (früher) reagiert?

Ich habe mir immer diese Frage gestellt: Wann kann ich mir wieder vertrauen!

Ich denke, wer in solchen Situationen deine Frage so herum stellt, ist einer Antwort so nahe, wie er/sie nur sein kann (wenn man bereit dazu ist)!

Ob diese Antwort Mut machen kann, weiß ich nicht, aber mir hilft diese Erkenntnis, eigene Fehler möglichst nicht zu wiederholen.
 
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  • #20
FS:

Er war mit dieser Situation vertrauter und hat gleich von Anfang an wenig Gefühlsinvestitionen getätigt. Immer gerade so viel, wie man verschmerzen kann, wenn es nichts wird. So fiel es ihm wohl nicht schwer, sich zu verabschieden und neu zu orientieren. Er gehört auch nicht zu denjenigen, die viel nachfragen, sondern schnell ihre Schlüsse ziehen, auch wenn er damit manchmal ziemlich daneben liegt. Und er tendiert dazu, diese Fehlschlüsse mit unumstößlicher Konsequenz beizubehalten. Wenn das mal kein echter Kerl ist... (ironie off)


Ich wundere mich, dass kaum Menschen Mut machen oder von positiven Wendungen des Schicksals berichten können. Haben diese sich vielleicht schon in anderen Threads offenbart und sind des Schreibens müde??

Ich bin zwar des Suchens müde, aber nicht des Schreibens ;-)

Die "glücklichen Finder" denken gar nicht daran, hier zu lesen und/oder zu schreiben.
Oder nur in seltenen Fällen.

Dein Artikel fasst zusammen, was doch viele schon erlebt haben.
Vor allem der Satz, den ich von dir oben zitiere, ist das Tragische an solchen Geschichten.
Für mich inzwischen ein Zeichen dafür, daß diese Männer irgendwie ein wie auch immer geartetes Problem haben (meistens vermutlich das vorschnelle, falsche Schlüsse ziehen) oder schlichtweg nur "Aufreisserprofis" sind.

Die denken wirklich "nur noch drei Tage darüber nach" - während unsereins erst mal an sich selber zweifelt, lange trauert und schlußendlich doch feststellt, erstmal keinem Mann mehr zu vertrauen.
Was allerdings nicht ausschließt, daß ich - wie hoffentlich viele andere auch - mit meinem Singledasein trotzdem sehr zufrieden bin - ebenfalls ausgeglichen, ruhig und zufrieden.
 
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  • #21

Tja... wer sich nicht oft verliebt, nicht so leicht, nicht derart heftig, der/die klammert sich bis zuletzt an den Zeichen fest, die auf einen positiven Verlauf hindeuten könnten, und deutet alles negative in mögliche schlüssige Erklärungen um.
Ich glaube, in dieser Hinsicht sind wir beide, er und ich, ziemlich begabt.

Ich habe mir immer diese Frage gestellt: Wann kann ich mir wieder vertrauen!

Genau! Diesen Punkt habe ich inzwischen erreicht.

Leider ein paar andere hier offenbar noch nicht. So viel Bitterness hätte ich nicht erwartet. Das macht mich beinahe noch trauriger, als die Tatsache, dass wir ein- oder auch mehrmals gescheitert sind.
 
  • #22
Ich wundere mich, dass kaum Menschen Mut machen oder von positiven Wendungen des Schicksals berichten können. Haben diese sich vielleicht schon in anderen Threads offenbart und sind des Schreibens müde??

Vielleicht weil Menschen, denn das passiert, auf diese Art von Drama abonniert sind und Angebote in eine positivere Wendung verschmähen oder übersehen? Schon das Wort Schicksal stört mich hier, weil alles an Verantwortung nach außen delegiert wird. Ich liebe, er trennt sich plötzlich, keiner berichtet von einer Wendung des Schicksals...
Du bist dem doch nur begrenzt ausgeliefert. Wer von Pferd fällt, sollte besser reiten und sein Pferd verstehen ernen - und vor allem so bald wie möglich wieder aufsitzen, statt vorm Stall zu sitzen und zu amnestieren, daß du nie wieder reiten willst.
 
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  • #23
..... davon wiederum verstehen einige die Vorsicht des anderen nicht und ziehen sich beleidigt zurück.

Wenn die Vorsicht glaubhaft kommuniziert wurde, ziehe ich mich nicht zurück. Man muss im Gespräch bleiben.

Aber oft ist es ja auch so, dass Vorsicht gezeigt wurde und hinterher kam raus, dass ER parallel unterwegs war und Frau ihm "gutmütig" vertraut hatte.....

Meine Erfahrungen sind sehr oft gewesen, dass Männer nicht kommunizieren können, sich nicht artikulieren können, einfach den Kontakt abbrechen, keine Gründe nennen usw., sich nicht mehr melden und Frau steht dann da und versteht die Welt nicht.

Ich habe einen einzigen Mann erlebt, der sich von mir korrekt und mit Begründung verabschiedet hat.

Ich bin immer noch der Überzeugung, wenn es den Mann wirklich erwischt hat, dann ist die Vorsicht weg und er will die Frau nur haben und behalten.

w 48
 
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  • #24
Immer gerade so viel, wie man verschmerzen kann, wenn es nichts wird. So fiel es ihm wohl nicht schwer, sich zu verabschieden und neu zu orientieren. Er gehört auch nicht zu denjenigen, die viel nachfragen, sondern schnell ihre Schlüsse ziehen, auch wenn er damit manchmal ziemlich daneben liegt.

Dieses Verhalten ist nicht unbedingt typisch männlich, ich kenne das auch mit umgekehrten Vorzeichen: kaum läuft Frau Gefahr, sich ernsthaft zu verlieben, wird gemauert was das Zeug hält, um die eigene Gefühlswelt zu schützen, falls der Mann dann doch nicht hält was er verspricht.

Ein typischer Fall von selbsterfüllender Prophezeihung, denn ein Mann, der es ernst meint, wird eher ganz verzichten als sich mit der dargebotenen Oberflächlichkeit zufrieden zu geben.
 
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  • #25
Vielleicht weil Menschen, denn das passiert, auf diese Art von Drama abonniert sind und Angebote in eine positivere Wendung verschmähen oder übersehen?

Ne, ich bin im Prinzip sehr reflektiert und suche nach Lösungen, auch nach den unmöglichen.
Was will man aber machen, wenn man eine Lösung hat und er den Part, der für ihn vorgesehen ist, nicht spielen will?

Das ist wie im therapeutischen Kontext die vielzitierte hervorragende Technik, nur leider der falsche Patient... übetragen auf die Partnersuche der falsche Schauspieler für das entsprechende Stück. Nicht mal in einem auf ihn umgeschriebenen Stück wollte er eine Rolle spielen.
Er wollte kein Schauspiel inszenieren, indem wir gemeinsam auftreten. Naja, ein kurzes Lustspiel eben.

Hier kann ich nur eines: ihm seinem Schicksal überlassen. Das mache ich aber auch nur, wenn gar nichts anderes fruchtet.
Insofern stimme ich Dir prinzipiell zu, Aktivität zunächst der Schicksalsergebenheit voranzustellen.
Das nächste Stück werde ich garantiert anders angehen.

FS
 
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  • #26
Ein typischer Fall von selbsterfüllender Prophezeihung, denn ein Mann, der es ernst meint, wird eher ganz verzichten als sich mit der dargebotenen Oberflächlichkeit zufrieden zu geben.

FS: Vielleicht liegt ein Körnchen Wahrheit in Deiner Aussage.
Doch ehrlich gesagt: derjenige, der sich von einer verschlossenen Tür abschrecken lässt, ist für mich kein ernstzunehmender Bewerber. Von einem solchen erwarte ich, dass er zu kämpfen bereit ist. Ein bisschen mehr Dramatik bitte.
Wie schrieb einer an anderer Stelle: wie man den Mann bekommt, so verlässt er einen.

Also. Ich lasse keine Ausreden mehr gelten.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
 
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  • #27
Meine Erfahrungen sind sehr oft gewesen, dass Männer nicht kommunizieren können, sich nicht artikulieren können, einfach den Kontakt abbrechen, keine Gründe nennen usw., sich nicht mehr melden und Frau steht dann da und versteht die Welt nicht.

FS: Aufrichtige Kommunikation kann sicher vielen Missverständnissen vorbeugen. Wenn der andere sie nicht automatisch gewährleistet, muss man die Aufrichtigkeit eben einfordern.

Danke auch für die anderen verständnisvollen Kommentare, die mich alles nochmal in einem anderen Licht sehen lassen!
 
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  • #28
Ein typischer Fall von selbsterfüllender Prophezeihung, denn ein Mann, der es ernst meint, wird eher ganz verzichten als sich mit der dargebotenen Oberflächlichkeit zufrieden zu geben.

Dann ist sie eben nicht in dich verliebt, das hat nichts mit selbsterfüllender Prophezeiung zu tun.
Ich kenne es leider nur so, wie deine Vorschreiberinnen es hier geschildert haben.
Und ich hatte schon einen netten Kontakt danach, in den ich eben nicht verliebt war - weil er eben "nur nett" war. Wirklich nett (wir hatten sehr interessante Gespräche auch über die sog. "selbsterfüllende Prophezeiiung"), aber es reichte eben nicht für mich.
Und ich bin/war gedanklich immer noch beim anderen - u. a. wegen mangelnder Begründung...
 
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  • #29

...ist mit Sicherheit der falsche Weg. Die Vertrauenswürdigen unter den Männern werden es nicht sonderlich zu schätzen wissen, daß ihnen Übles unterstellt wird, obwohl sie nichts Übles getan haben. Und bei denen die bleiben ist das Mißtrauen auch angebracht. Eine selbsterfüllende Prophezeihung also.
 
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  • #30
Und ich bin/war gedanklich immer noch beim anderen - u. a. wegen mangelnder Begründung...

FS: Ich meine fast, man beschäftigt sich mit denen mehr, die einen ohne vernüntige Begründung sitzen lassen. Nicht, weil sie besser wären, sondern nur wegen dem offenen Ausgang. Das lässt mehr Raum für Spekulationen jeder Art und somit auch für Hoffnung.

Und: Diese Prophezeihungserfüllungs-Hypothese kommt niemals gegen einen starken Willen an. Da bin ich mir sicher.
 
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