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Gast

  • #1

Potenzprobleme mit 40

Ich habe vor über 6 Monaten einen Mann kennegelernt, der unter massiven Potenzstörungen leidet und das schon seit Jahren. Eine Errektion erfolgt SEHR oft gar nicht, so sehr wir uns beide bemühen, meistens belassen wir es bei oraler Befriedigung und anderen Zärtlichkeiten. Gesundheitlich ist wohl alles ok, eine Erklärung hat er nicht, Ängste, Hemmungen, Stress streitet er ab, Viagra lehnt er ab aufgrund seines Alters. Unsere Beziehung ist harmonisch, wir verstehen uns gut, bin auch ein bißchen verliebt, dennoch habe ich Bedenken, eine feste, dauerhafte Beziehung mit ihm einzugehen, denn langfristig bringt so ein Zustand sicherlich Probleme mit sich. Ich merke bereits,dass er unter Druck steht, was nicht unbedingt hilfreich in dieser Situation ist. Ich versuche verständnisvoll zu sein und sage, dass es mir nichts ausmacht, aber mir fehlt die Penetration, habe gerne spontanen, leidenschaftlichen Sex, bei ihm ist das alles nicht möglich und eine Besserung ist bisher nicht eingetreten.
Hat so eine Beziehung überhaupt Zukunft? Habe langsam Zweifel.
w35
 
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Gast

  • #2
Es gibt Dinge an Frauen, die findet ein Mann besonders sexy, und eine Errektion stellt sich spontan und dauerhaft ein. Und dann gibt auch noch andere Dinge, die auf manche Männer extrem unsexy wirken, und eine Errektion ist (aus dem Unterbewußtsein) heraus vollkommen unmöglich, obwohl die Frau auf den 1. Blick attraktiv erscheint.

Ich denke, dein Partner sollte versuchen sich bewußt zu machen welche Schlüsselreize bei ihm dazu führen, dass seine Erregung bei dir unmöglich ist. Wenn dein Mann im allgemeinen keine Potenzprobleme hat, dann ist seine fehlende Errektion auch keine Potenzstörung, sondern eine psychische Abwehrreaktion gegen dich. Er sollte gründlich darüber nachdenken warum das so ist, und ihr beide solltet dann entsprechende Konsequenzen daraus ziehen.

m
 
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Gast

  • #3
Hallo,
die erste Frage, die ich nochmal stellen würde ist, ob gesundheitlich tatsächlich alles in Ordnung ist?
War er denn mit diesem "Problem" nachweislich schon beim Urologen? (womöglich ist es ihm peinlich?)
Wenn das wirklich physisch o.k. sein sollte geht es also an die psychische Ursachenforschung.
Und hier kann dies, obwohl ich pauschal kein Verfechter der Einnahme von potenzsteigernden Mitteln bin, durchaus zu einer Auflösung einer möglichen Blockade führen und bedeutet nicht zwangsläufig, dass er künftig immer darauf angewiesen ist. Aber dies alles muss ER wollen und unter der Voraussetzung dass er Dich begehrt oder überhaupt Sex will...
Und, weil Deine Frage dies ebenfalls impliziert, DU machst von hier aus betrachtet alles richtig.
 
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Gast

  • #4
Bei mir war es so dass ich bedingt durch beruflichen Stress ebenfalls Probleme damit hatte.
Meine damalige Partnerin war der Meinung dass Männer immer auf Knopfdruck eine Erektion bekommen. Verstärkt wurde diese Meinung durch die Aussage ihres Bruders und Vaters die behaupteten dass das tatsächlich so ist.
Jedenfalls begann für mich damals ein Ärztemarathon mit dem Ergebnis dass organisch alles in Ordnung mit mir sei und sie mir psychologische Hilfe empfehlten.
Natürlich habe ich meiner damaligen Frau das Ergebnis mitgeteilt und sie gebeten zusammen mit mir eine Beratungsstelle aufzusuchen. Sie jedoch meinte, dass ich ein Problem hätte und ich es alleine zu lösen hätte - wenn nicht wäre sie weg! Heute möchte ich über die Zeit nicht mehr nach denken. Eine Zeit der sexuellen Beleidigungen und Nötigungen...
Die Erfahrungen blockieren mich so sehr dass ich gerne auf sexuelle Kontakte mit einer Frau verzichten könnte.
 
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Gast

  • #5
Habe kürzlich "Die neue Lustschule" gelesen. Darin schreibt der Autor dass in den seltensten Fällen eine organische Ursache für Potenzstörungen vorliegt. Es hat so gut wie immer etwas mit dem zu tun, was den Mann in seinem zurückliegenden Sexualverhalten geprägt hat. Der Autor nennt es die Weisheit des Penis und meint damit wohl, das einem Mann auf diese Art angezeigt wird, das die Frau bei der er Potenzstörungen bekommt nicht die richtige für ihn ist.